{"id":61596,"date":"2014-02-16T14:31:36","date_gmt":"2014-02-16T12:31:36","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=61596"},"modified":"2014-02-16T14:31:36","modified_gmt":"2014-02-16T12:31:36","slug":"x-r-20-10-keine-beseitigung-der-ungewissheit-einer-vorlaeufigen-steuerfestsetzung-bei-umstrukturierungsmassnahmen-im-gewerbebetrieb-im-falle-fraglicher-einkuenfteerzielungsabsicht-umfang-von-ungenau-g","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-20-10-keine-beseitigung-der-ungewissheit-einer-vorlaeufigen-steuerfestsetzung-bei-umstrukturierungsmassnahmen-im-gewerbebetrieb-im-falle-fraglicher-einkuenfteerzielungsabsicht-umfang-von-ungenau-g\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;20\/10 &#8211; Keine Beseitigung der Ungewissheit einer vorl&auml;ufigen Steuerfestsetzung bei Umstrukturierungsma&szlig;nahmen im Gewerbebetrieb im Falle fraglicher Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht &#8211; Umfang von ungenau gefassten Vorl&auml;ufigkeitsvermerken &#8211; Beginn der Jahresfrist des &sect; 171 Abs. 8 Satz 1 AO &#8211; Gesonderte Feststellung nach &sect; 10d EStG als selbst&auml;ndiges Verfahren &#8211; Keine zeitliche Beschr&auml;nkung im Rahmen des &sect; 165 AO"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.8.2013, X R 20\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Beseitigung der Ungewissheit einer vorl&auml;ufigen Steuerfestsetzung bei Umstrukturierungsma&szlig;nahmen im Gewerbebetrieb im Falle fraglicher Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht &#8211; Umfang von ungenau gefassten Vorl&auml;ufigkeitsvermerken &#8211; Beginn der Jahresfrist des &sect; 171 Abs. 8 Satz 1 AO &#8211; Gesonderte Feststellung nach &sect; 10d EStG als selbst&auml;ndiges Verfahren &#8211; Keine zeitliche Beschr&auml;nkung im Rahmen des &sect; 165 AO<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) betrieb seit deren Fertigstellung im Jahr 1985 eine Reithalle auf einem Grundst&uuml;ck, welches sie von ihrem 1996 verstorbenen Ehemann gepachtet hatte. Dieser erzielte insoweit Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung. Die Eheleute sind bis 1994 zusammen zur Einkommensteuer veranlagt worden. Aufgrund ihrer Trennung erfolgte ab 1995 Einzelveranlagung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Jahre 1991 bis 1993 enthielten die Einkommensteuerbescheide Vorl&auml;ufigkeitsvermerke, die sich u.a. auf die Gewinnerzielungsabsicht f&uuml;r den Gewerbebetrieb &quot;Reithalle&quot; der Kl&auml;gerin bezogen. F&uuml;r die Jahre 1994 und 1995 waren in Vorl&auml;ufigkeitsvermerken nur die &quot;Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb &#8211; Betrieb Reithalle&quot; genannt. Hinweise auf das Merkmal der Gewinnerzielungsabsicht enthielten diese Bescheide nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr 1996, der aufgrund der am 26.&nbsp;M&auml;rz 1998 eingereichten Einkommensteuererkl&auml;rung am 31.&nbsp;August 1998 erlassen worden ist, enthielt in der Anlage u.a. die folgende Nebenbestimmung:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb<\/p>\n<p>Hinsichtlich der Eink&uuml;nfte aus der Reithalle ergeht der Bescheid gem. &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 AO vorl&auml;ufig.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daneben war der Bescheid wegen anh&auml;ngiger Verfassungsbeschwerden bzw. anderer gerichtlicher Verfahren hinsichtlich der Nichtabziehbarkeit privater Schuldzinsen vorl&auml;ufig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Erl&auml;uterungen zum &Auml;nderungsbescheid vom 21.&nbsp;April 1999 hie&szlig; es &#8211;neben einem Hinweis auf die Vorl&auml;ufigkeit hinsichtlich der Nichtabziehbarkeit privater Schuldzinsen&#8211;: &quot;Der Bescheid ist weiterhin vorl&auml;ufig aus den im Bescheid vom 31.08.1998 mitgeteilten Gr&uuml;nden.&quot; Der nachfolgende &Auml;nderungsbescheid vom 21.&nbsp;Juli 1999 enthielt demgegen&uuml;ber nur noch einen Vorl&auml;ufigkeitsvermerk in Bezug auf die Nichtabziehbarkeit privater Schuldzinsen. In den weiteren &Auml;nderungsbescheiden vom 18.&nbsp;September 2000, 23.&nbsp;Oktober 2000 und 29.&nbsp;Januar 2001 war wiederum der Hinweis auf die im Bescheid vom 31.&nbsp;August 1998 mitgeteilten Gr&uuml;nde enthalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r das Streitjahr 1997 erlie&szlig; der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) am 29.&nbsp;M&auml;rz 1999 einen unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung stehenden Einkommensteuerbescheid. Dieser enthielt nur Vorl&auml;ufigkeitsvermerke in Bezug auf anh&auml;ngige Musterverfahren, nicht aber hinsichtlich der Einkunftserzielungsabsicht. In dem nachfolgenden &#8211;gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO) in der in den Streitjahren geltenden Fassung unter gleichzeitiger Aufhebung des Vorbehalts der Nachpr&uuml;fung ge&auml;nderten&#8211; Bescheid vom 14.&nbsp;Juli 1999, mit dem die Einkommensteuer auf 0&nbsp;DM herabgesetzt wurde, war zus&auml;tzlich der Hinweis enthalten: &quot;Der Bescheid ergeht vorl&auml;ufig hinsichtlich der Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb, weil z.Z. die Einkunftserzielungsabsicht nicht abschlie&szlig;end beurteilt werden kann (Liebhaberei).&quot; Bei den Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb waren in diesem Bescheid neben den Verlusten aus dem Reithallenbetrieb Gewinne aus einem &#8230;-Handel, Eink&uuml;nfte aus Beteiligungen sowie aus Ver&auml;u&szlig;erungsgewinnen angesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 18.&nbsp;September 2000 und 29.&nbsp;Januar 2001 wiederholte das FA die Einkommensteuerfestsetzungen f&uuml;r 1997. Der Vorl&auml;ufigkeitsvermerk aus dem Bescheid vom 14.&nbsp;Juli 1999 wurde jeweils w&ouml;rtlich wiederholt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bereits am 21.&nbsp;Juli 1999 hatte das FA daneben einen Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustabzugs zur Einkommensteuer auf den 31.&nbsp;Dezember 1997 erlassen, der durch Bescheid vom 10.&nbsp;Oktober 2000 ge&auml;ndert worden ist. Diese Verlustfeststellungsbescheide enthielten keine Vorl&auml;ufigkeitsvermerke.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen der nach dem Tod ihres Ehemanns erfolgten Erbauseinandersetzung erwarb die Kl&auml;gerin in 1999 das gepachtete Grundst&uuml;ck. Sie aktivierte in ihrer Bilanz auf den 31.&nbsp;Dezember 1999 den betrieblich genutzten Teil und passivierte die in diesem Zusammenhang &uuml;bernommenen Verbindlichkeiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In 2004 f&uuml;hrte das FA eine steuerliche Au&szlig;enpr&uuml;fung bei der Kl&auml;gerin f&uuml;r die Jahre 2000 bis 2002 durch, die zu umfangreichen, die Beurteilung der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht der Kl&auml;gerin betreffenden Feststellungen im Hinblick auf ihren Reithallenbetrieb f&uuml;hrte. Der Pr&uuml;fer kam zu der Ansicht, aufgrund dieser Feststellungen sei der Reithallenbetrieb der Kl&auml;gerin u.a. in den Streitjahren 1996 und 1997 als Liebhaberei zu beurteilen. Das FA erlie&szlig; daraufhin f&uuml;r die Streitjahre am 26.&nbsp;August 2004 entsprechend ge&auml;nderte Einkommensteuerbescheide und hob unter dem gleichen Datum die Verlustfeststellung zur Einkommensteuer auf den 31.&nbsp;Dezember 1997 auf. Die Einspr&uuml;che der Kl&auml;gerin hiergegen blieben erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Klageverfahren hob das Finanzgericht (FG) die &Auml;nderungsbescheide auf und stellte den verbleibenden Verlust auf 25.249&nbsp;DM fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund des Erwerbs des Betriebsgrundst&uuml;cks und des damit verbundenen &quot;Verpachtungsbetriebs&quot; ihres verstorbenen Ehemanns im August 1999 habe ein neuer Betrieb der Kl&auml;gerin begonnen. Dieser sei mit ihrem bisherigen Pachtbetrieb nicht identisch. Somit sei der Beurteilungszeitraum des Reithallenbetriebs auf die Dauer des Pachtverh&auml;ltnisses zu beschr&auml;nken. Die in &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;8 AO vorgesehene Ablaufhemmung habe sp&auml;testens Ende November 2001 geendet und damit vor Erlass der &Auml;nderungsbescheide im Jahr 2004.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision macht das FA Verletzung materiellen Rechts geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es sei keine Festsetzungsverj&auml;hrung eingetreten, da die ma&szlig;geblichen Hilfstatsachen f&uuml;r eine endg&uuml;ltige Steuerfestsetzung nicht festgestellt werden k&ouml;nnten. Weder sei ein Betriebswechsel noch ein Wechsel des Betriebsinhabers oder ein unentgeltlicher Erwerb erfolgt. Der Hinzuerwerb des Betriebsgrundst&uuml;cks stelle eine Umstrukturierungsma&szlig;nahme dar. Die Ungewissheit hinsichtlich der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht der Kl&auml;gerin habe bis zur steuerlichen Au&szlig;enpr&uuml;fung fortbestanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FA konnte die Einkommensteuerfestsetzungen aufgrund des &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO noch &auml;ndern, obwohl die Vorl&auml;ufigkeitsvermerke ungenau gefasst worden waren (unter 1.). Festsetzungsverj&auml;hrung war bei Erlass der &Auml;nderungsbescheide nicht eingetreten, da die Ungewissheit in Bezug auf die Gewinnerzielungsabsicht der Kl&auml;gerin andauerte und nicht durch den Erwerb des bislang gepachteten Grundst&uuml;cks beseitigt worden ist (unter 2.). Dies erm&ouml;glicht dem Grunde nach auch die &Auml;nderung der Verlustfeststellung 1997 (unter 3.). Die Sache geht zur Nachholung von Feststellungen in Bezug auf die Beurteilung der Gewinnerzielungsabsicht der Kl&auml;gerin in den Streitjahren sowie hinsichtlich der Verj&auml;hrung der Verlustfeststellung 1997 an das FG zur&uuml;ck (unter 4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Trotz Ungenauigkeiten der den Einkommensteuerbescheiden 1996 und 1997 beigef&uuml;gten Vorl&auml;ufigkeitsvermerke ergibt deren Auslegung, dass sie sich auf die Frage bezogen, ob die Kl&auml;gerin hinsichtlich des Reithallenbetriebs mit Gewinnerzielungsabsicht gehandelt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Senat kann aufgrund der Feststellungen des FG Inhalt und Reichweite der Vorl&auml;ufigkeitsvermerke &uuml;berpr&uuml;fen. Das FG hat festgestellt, dass die Veranlagungen f&uuml;r die Jahre 1991 bis 1993 hinsichtlich der fraglichen Gewinnerzielungsabsicht bez&uuml;glich der gewerblichen Eink&uuml;nfte aus dem Reithallenbetrieb vorl&auml;ufig gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 AO vorgenommen wurden. Weiter hat es festgestellt, dass die Veranlagungen f&uuml;r die Jahre 1995 sowie die Streitjahre ebenfalls vorl&auml;ufig ergingen. Damit nimmt das FG Bezug auf die die Vorl&auml;ufigkeitsvermerke enthaltenden Bescheide, deren Inhalt damit als festgestellt gilt. Die Frage, welchen Inhalt ein Verwaltungsakt hat, ist vom Revisionsgericht in eigener Zust&auml;ndigkeit zu beantworten und ggf. zu korrigieren (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 10.&nbsp;Mai 2012 IV&nbsp;R&nbsp;34\/09, BFHE 239, 485, BStBl II 2013, 471, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO kann die Steuer vorl&auml;ufig festgesetzt werden, soweit ungewiss ist, ob die Voraussetzungen f&uuml;r ihre Entstehung eingetreten sind. In diesen F&auml;llen hat das FA gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 AO den Grund und Umfang der Vorl&auml;ufigkeit f&uuml;r den Steuerpflichtigen ausreichend erkennbar anzugeben. Die Reichweite der Vorl&auml;ufigkeit muss daher grunds&auml;tzlich dem Bescheid entnommen werden k&ouml;nnen, was zweifelsfrei durch den Wortlaut der Erl&auml;uterungen und durch eine klare Formulierung erreicht wird. Fehlen Erl&auml;uterungen oder ist die Formulierung unklar, so kann der Vorl&auml;ufigkeitsvermerk dennoch wirksam sein, wenn sich der Umfang der Vorl&auml;ufigkeit im Wege der Auslegung aus Sicht eines objektiven Empf&auml;ngers feststellen l&auml;sst. F&uuml;r diese Auslegung von Bedeutung ist neben dem Inhalt des Steuerbescheids, ob die betroffene Steuererkl&auml;rung eindeutig ist. Auch ist zu pr&uuml;fen, ob bestehende Unklarheiten vom Steuerpflichtigen selbst zu verantworten sind. Zudem k&ouml;nnen sonstige Umst&auml;nde wie Vermerke und Korrespondenz herangezogen werden, aus denen der Steuerpflichtige schlie&szlig;en kann, welche Tatsache das FA als unsicher beurteilt (vgl. zum Ganzen: Senatsurteil vom 12.&nbsp;Juli 2007 X&nbsp;R&nbsp;22\/05, BFHE 218, 26, BStBl II 2008, 2).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Im vorliegenden Fall begr&uuml;nden diese &Uuml;berlegungen keine Unwirksamkeit des in dem letzten vor der Au&szlig;enpr&uuml;fung ergangenen und daher ma&szlig;gebenden Bescheids vom 29.&nbsp;Januar 2001 enthaltenen Vorl&auml;ufigkeitsvermerks f&uuml;r das Streitjahr 1996. Er ist zwar ungenau, sein Umfang ergibt sich jedoch aus anderen Umst&auml;nden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Vorl&auml;ufigkeitsvermerke der Einkommensteuerbescheide &#8211;bis auf den vom 21.&nbsp;Juli 1999&#8211; f&uuml;r dieses Streitjahr verweisen auf die Anlage zum Bescheid vom 31.&nbsp;August 1998 und damit auf die Vorl&auml;ufigkeit der Eink&uuml;nfte aus dem Reithallenbetrieb. Der Vorl&auml;ufigkeitsvermerk in dieser Anlage ist f&uuml;r sich genommen unbestimmt. Er l&auml;sst nicht erkennen, auf welches der drei Sachverhaltselemente der Gewinnermittlung, n&auml;mlich die Betriebseinnahmen, die Betriebsausgaben und die Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht, er sich bezieht (ebenso in einem vergleichbaren Fall: Senatsurteil in BFHE 218, 26, BStBl II 2008, 2, unter II.4.a&nbsp;aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dass sich der Umfang dieser Vorl&auml;ufigkeit jedoch allein auf die Gewinnerzielungsabsicht der Kl&auml;gerin beschr&auml;nkt, ist &#8211;anders als in dem genannten Senatsurteil&#8211; aus anderen Umst&auml;nden zu schlie&szlig;en. So war f&uuml;r die Kl&auml;gerin sp&auml;testens seit dem Erlass des Einkommensteuerbescheids f&uuml;r 1991 in 1993 erkennbar, dass das FA den Reithallenbetrieb ggf. als Liebhaberei ansehen werde und deshalb die Steuer nicht endg&uuml;ltig festsetzen will. F&uuml;r die Jahre 1992 und 1993 wiederholte das FA entsprechende eindeutige Vorl&auml;ufigkeitsvermerke vor Erlass des entscheidenden Einkommensteuerbescheids vom 31.&nbsp;August 1998 f&uuml;r das Streitjahr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Etwas anderes ergibt sich nicht deshalb, weil der &Auml;nderungsbescheid vom 21.&nbsp;Juli 1999 nur eine Vorl&auml;ufigkeit hinsichtlich der Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der Nichtabziehbarkeit privater Schuldzinsen enthielt, da die danach erlassenen weiteren &Auml;nderungsbescheide, welche bestandskr&auml;ftig geworden sind, wieder auf die Gr&uuml;nde des Bescheids vom 31.&nbsp;August 1998 verweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Bis zu seiner ausdr&uuml;cklichen Aufhebung bleibt der Vorl&auml;ufigkeitsvermerk wirksam. &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO sieht die ausdr&uuml;ckliche Aufhebung vor, wenn die Ungewissheit &uuml;ber die Voraussetzungen f&uuml;r die Entstehung des Steueranspruchs beseitigt ist. Die M&ouml;glichkeit einer stillschweigenden Aufhebung des Vorl&auml;ufigkeitsvermerks durch eine &Auml;nderungsveranlagung, auch wenn sie auf eine (andere) Korrekturvorschrift gest&uuml;tzt ist, ist ausgeschlossen (vgl. Senatsurteil vom 15.&nbsp;Juli 1987 X&nbsp;R&nbsp;19\/80, BFHE 150, 459, BStBl II 1987, 746, und BFH-Urteil vom 9.&nbsp;September 1988 III&nbsp;R&nbsp;191\/84, BFHE 154, 430, BStBl II 1989, 9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Der Vorl&auml;ufigkeitsvermerk wird jedoch durch einen in einem &Auml;nderungsbescheid enthaltenen neuen Vorl&auml;ufigkeitsvermerk von seinem Umfang der Vorl&auml;ufigkeit her neu bestimmt (vgl. BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Oktober 1999 IX&nbsp;R&nbsp;23\/98, BFHE 190, 44, BStBl II 2000, 282). Dies war im &Auml;nderungsbescheid vom 21.&nbsp;Juli 1999 der Fall, weil dieser lediglich eine Vorl&auml;ufigkeit hinsichtlich der Nichtabziehbarkeit von privaten Schuldzinsen (weiterhin) enthielt. Die danach ergangenen und nicht angegriffenen und folglich bestandskr&auml;ftig gewordenen &Auml;nderungsbescheide enthalten jedoch wiederum den (vorherigen) Vorl&auml;ufigkeitsvermerk, der auf die Gr&uuml;nde des Bescheids vom 31.&nbsp;August 1998 und damit auf die Liebhabereiproblematik des Reithallenbetriebs verweist. Auch insoweit erfolgte eine erneute &Auml;nderung der vorl&auml;ufigen Steuerfestsetzung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;2 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wie der Steuerbescheid als Verwaltungsakt nach &sect;&nbsp;155 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO selbst wird auch der Vorl&auml;ufigkeitsvermerk als Verwaltungsakt mit dem Inhalt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;124 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO wirksam, mit dem er bekanntgegeben wird (Senatsurteil vom 27.&nbsp;November 1996 X&nbsp;R&nbsp;20\/95, BFHE 183, 348, BStBl II 1997, 791). Die Kl&auml;gerin hat den Bescheid vom 29.&nbsp;Januar 2001 nicht angefochten, so dass er einschlie&szlig;lich des Vorl&auml;ufigkeitsvermerks bestandskr&auml;ftig geworden ist. Einwendungen gegen die Rechtm&auml;&szlig;igkeit des Vermerks k&ouml;nnen nicht mehr im vorliegenden Verfahren gegen den endg&uuml;ltigen Steuerbescheid nachgeholt werden (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. Senatsurteil vom 23.&nbsp;September 1992 X&nbsp;R&nbsp;10\/92, BFHE 169, 331, BStBl II 1993, 338, unter 1.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Auch f&uuml;r das Streitjahr 1997 liegt ein Vorl&auml;ufigkeitsvermerk vor, der im Wege der Auslegung die Gewinnerzielungsabsicht des Reithallenbetriebs umfasst. So weist der Vorl&auml;ufigkeitsvermerk im Einkommensteuer&auml;nderungsbescheid vom 14.&nbsp;Juli 1999 ausdr&uuml;cklich auf die nicht abschlie&szlig;end m&ouml;gliche Beurteilung der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht und die Liebhaberei hin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Regelungsinhalt dieser Nebenbestimmung &#8211;Vorl&auml;ufigkeit in Bezug auf die Gewinnerzielungsabsicht&#8211; beschr&auml;nkt sich aufgrund der der Kl&auml;gerin bekannten Umst&auml;nde auf den Reithallenbetrieb.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entscheidend f&uuml;r den materiellen Gehalt einer Nebenbestimmung ist der &quot;objektive Verst&auml;ndnishorizont&quot;. Zu fragen ist dabei, wie der Adressat den materiellen Gehalt nach den ihm bekannten Umst&auml;nden unter Ber&uuml;cksichtigung von Treu und Glauben (&sect;&nbsp;133 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs) verstehen konnte (Senatsurteil in BFHE 183, 348, BStBl II 1997, 791)<strong>.<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter Beachtung dieser Grunds&auml;tze musste der Vorl&auml;ufigkeitsvermerk ausgehend von den Vorjahren so verstanden werden, dass er sich allein auf den Reithallenbetrieb und die Gewinnerzielungsabsicht der Kl&auml;gerin insoweit bezog. Anhaltspunkte f&uuml;r eine daneben bestehende &#8211;neue&#8211; Liebhabereiproblematik bei den weiteren gewerblichen Einkunftsquellen der Kl&auml;gerin sind weder vom FG festgestellt worden noch erkennbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die angefochtenen Einkommensteuerbescheide f&uuml;r die Streitjahre vom 26.&nbsp;August 2004 sind nicht &#8211;wie vom FG rechtsirrig angenommen&#8211; nach Ablauf der Festsetzungsfrist ergangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Festsetzungsfrist f&uuml;r die Einkommensteuer betr&auml;gt vier Jahre (&sect;&nbsp;169 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO). Wenn wie hier aufgrund der &sect;&sect;&nbsp;25 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG), 56 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Einkommensteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung &#8211;EStDV&#8211; (jeweils in den in den Streitjahren geltenden Fassungen) i.V.m. &sect;&nbsp;46 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 EStG f&uuml;r die Streitjahre Einkommensteuererkl&auml;rungen abzugeben sind, beginnt die Festsetzungsfrist nach &sect;&nbsp;170 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Steuererkl&auml;rung eingereicht wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr 1996 wurde am 26.&nbsp;M&auml;rz 1998, die f&uuml;r das Streitjahr 1997 am 23.&nbsp;Oktober 1998 abgegeben. Die vierj&auml;hrige Festsetzungsfrist aus &sect;&nbsp;169 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO endete somit f&uuml;r beide Jahre gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;170 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO mit Ablauf des 31.&nbsp;Dezember 2002.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dem Ablauf der Festsetzungsfrist steht aber in beiden F&auml;llen entgegen, dass die Einkommensteuerbescheide f&uuml;r die Streitjahre vorl&auml;ufig nach &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO ergangen waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Wurde die Steuer vorl&auml;ufig nach &sect;&nbsp;165 AO festgesetzt, so endet die Festsetzungsfrist nach &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;8 Satz&nbsp;1 AO nicht vor Ablauf eines Jahres, nachdem die Ungewissheit beseitigt ist und die Finanzbeh&ouml;rde hiervon Kenntnis erhalten hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r den Beginn der Jahresfrist des &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;8 Satz&nbsp;1 AO kommt es auf die positive Kenntnis von der Beseitigung der Ungewissheit an. Ein blo&szlig;es &quot;Kennenm&uuml;ssen&quot; von Tatsachen, die das FA bei pflichtgem&auml;&szlig;em Ermitteln erfahren h&auml;tte, steht der Kenntnis nicht gleich (BFH-Urteil vom 26.&nbsp;August 1992 II&nbsp;R&nbsp;107\/90, BFHE 169, 9, BStBl II 1993, 5). Welche Ungewissheit ma&szlig;gebend ist, ergibt sich aus &sect;&nbsp;165 AO (BFH-Urteil vom 4.&nbsp;September 2008 IV&nbsp;R&nbsp;1\/07, BFHE 222, 220, BStBl II 2009, 335).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Eine Unsicherheit nach &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO im Tats&auml;chlichen ist dann gegeben, wenn fraglich ist, ob ein Steuerpflichtiger mit Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht t&auml;tig geworden ist oder ob stattdessen Liebhaberei vorliegt. Sie ist beseitigt, wenn die f&uuml;r die Beurteilung der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht ma&szlig;geblichen Hilfstatsachen festgestellt werden k&ouml;nnen und das FA davon positive Kenntnis hat (BFH-Urteil in BFHE 222, 220, BStBl II 2009, 335).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Das Gewinnstreben ist nicht als eine Unsicherheit in der steuerlichen Beurteilung, sondern als eine innere Tatsache anzusehen, auf deren Vorhandensein anhand &auml;u&szlig;erlicher Merkmale (Hilfstatsachen) geschlossen werden kann (Senatsurteil vom 25.&nbsp;Oktober 1989 X&nbsp;R&nbsp;109\/87, BFHE 159, 128, BStBl II 1990, 278, unter 2.b). Derartige Hilfstatsachen k&ouml;nnen (auch) nach dem Zeitpunkt der Steuerfestsetzung oder der Feststellung von Besteuerungsgrundlagen entstehen und f&uuml;r diesen Zeitpunkt zu einer ver&auml;nderten W&uuml;rdigung in Bezug auf die innere Tatsache der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht f&uuml;hren (BFH-Urteil in BFHE 222, 220, BStBl II 2009, 335, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht ist nur dann i.S. des &sect;&nbsp;165 AO ungewiss, wenn die ma&szlig;geblichen Hilfstatsachen nicht mit der gebotenen Sicherheit festgestellt werden k&ouml;nnen (Senatsurteil in BFHE 159, 128, BStBl II 1990, 278). Die Unsicherheit besteht nicht mehr, wenn die ma&szlig;geblichen Hilfstatsachen entstanden sind und dies dem FA bekannt ist. Deren W&uuml;rdigung ist Teil der steuerrechtlichen Beurteilung der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht und der Ablauf der Festsetzungsfrist bzw. Feststellungsfrist kann nicht von der steuerrechtlichen Beurteilung des Sachverhalts durch das FA abh&auml;ngig gemacht werden (BFH-Urteil in BFHE 222, 220, BStBl II 2009, 335).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Die Beseitigung der Ungewissheit &uuml;ber die Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht liegt nach der Rechtsprechung des BFH beispielsweise vor, wenn ein Unternehmer seinen Betrieb verkauft und das FA davon Kenntnis hat, denn aus dem Verkauf folgt zwangsl&auml;ufig, dass der Steuerpflichtige mit dem Betrieb in Zukunft keine Eink&uuml;nfte mehr erzielen will (vgl. BFH-Urteil in BFHE 222, 220, BStBl II 2009, 335).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Beseitigung dieser Ungewissheit ist aus den gleichen Gr&uuml;nden auch gegeben, wenn der Steuerpflichtige seinen Betrieb aufgibt. Denn auch im Fall der Betriebsaufgabe werden ab diesem Zeitpunkt von dem Steuerpflichtigen keine Eink&uuml;nfte mehr aus einem aktiv betriebenen Unternehmen erzielt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Keine Beseitigung der Ungewissheit liegt dagegen in den F&auml;llen des Strukturwandels eines Betriebs, etwa vom gewerblichen Betrieb zum landwirtschaftlichen Betrieb, bei Betriebsverpachtungen im Ganzen oder bei Umstrukturierungsma&szlig;nahmen im Rahmen eines fortbestehenden Betriebs vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(a) Im Fall des Strukturwandels vom gewerblichen Betrieb zum landwirtschaftlichen Betrieb, mit dem die Beendigung des Gewerbebetriebs im steuerrechtlichen Sinne verbunden ist, hat der Gro&szlig;e Senat des BFH unter der Geltung des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 EStG a.F. eine Aufl&ouml;sung der im Grund und Boden enthaltenen stillen Reserven mit der Begr&uuml;ndung verneint, dass die Merkmale einer Betriebsaufgabe nicht vorliegen und auch eine Entnahme des in Zukunft der Landwirtschaft dienenden Grund und Bodens verneint werden muss (Beschluss vom 7.&nbsp;Oktober 1974 GrS&nbsp;1\/73, BFHE 114, 189, BStBl II 1975, 168).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(b) Genauso wenig wie der blo&szlig;e Strukturwandel nicht als Betriebsaufgabe zu beurteilen ist, werden die blo&szlig;e Verpachtung eines Betriebs ohne Abgabe einer Aufgabeerkl&auml;rung oder die &Auml;nderung der Gewinnermittlungsart wie auch die Zuordnung eines Betriebs zur Liebhaberei als Betriebsaufgabe qualifiziert, da der Betrieb als wirtschaftlicher Organismus fortbesteht (BFH-Urteil vom 29.&nbsp;Oktober 1981 IV&nbsp;R&nbsp;138\/78, BFHE 134, 339, BStBl II 1982, 381, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(c) Keine Betriebsaufgabe liegt auch vor, wenn der Steuerpflichtige im Rahmen eines Betriebs Umstrukturierungsma&szlig;nahmen vornimmt, um nachhaltig einen Totalgewinn zu erzielen. Ergreift der Steuerpflichtige n&auml;mlich im Rahmen eines Betriebs, der nach seiner Wesensart und\/oder Art seiner Bewirtschaftung auf die Dauer gesehen nicht nachhaltig mit Gewinn, d.h. mit Totalgewinn, arbeiten kann, Ma&szlig;nahmen zur Herstellung oder Steigerung der Rentabilit&auml;t, kann dies f&uuml;r eine Gewinnerzielungsabsicht sprechen (so schon BFH-Urteil vom 29.&nbsp;April 1999 III&nbsp;R&nbsp;38\/97, BFH\/NV 1999, 1510, auch Senatsurteil vom 17.&nbsp;November 2004 X&nbsp;R&nbsp;62\/01, BFHE 208, 522, BStBl II 2005, 336). Ziel dieser Ma&szlig;nahmen ist somit die &#8211;auch steuerrechtliche&#8211; Fortf&uuml;hrung des Betriebs mit dem Ziel, in Zukunft Eink&uuml;nfte &#8211;weiterhin&#8211; zu erzielen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Angewandt auf den vorliegenden Fall ergibt sich hieraus, dass der Kauf des bislang gepachteten Grundst&uuml;cks durch die Kl&auml;gerin und die anschlie&szlig;ende Nutzung eines Teils dieses Grundst&uuml;cks im Reithallenbetrieb &#8211;lediglich&#8211; eine Umstrukturierungsma&szlig;nahme im weiterhin bestehenden Reithallenbetrieb darstellt. Die Kl&auml;gerin gestaltete hierdurch zwar die Art der Bewirtschaftung neu, sie hat den Reithallenbetrieb aber nicht aufgegeben. Die Ungewissheit &uuml;ber das Vorliegen der Gewinnerzielungsabsicht der Kl&auml;gerin dauerte fort. Die Ablaufhemmung aus &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;8 Satz&nbsp;1 AO endete folglich (noch) nicht. Festsetzungsverj&auml;hrung f&uuml;r die Streitjahre ist nicht eingetreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus dem Urteil des IV.&nbsp;Senats des BFH vom 11.&nbsp;Oktober 2007 IV&nbsp;R&nbsp;15\/05 (BFHE 219, 508, BStBl II 2008, 465).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) In diesem Fall hatte der IV.&nbsp;Senat entschieden, dass sich der Beurteilungszeitraum f&uuml;r die Totalgewinnprognose bei einem landwirtschaftlichen Pachtbetrieb nur auf die Dauer des Pachtverh&auml;ltnisses erstreckt. Dies gelte auch dann, wenn das Pachtverh&auml;ltnis lediglich eine Vorstufe zu der sp&auml;ter geplanten unentgeltlichen Hof&uuml;bergabe sei. Dabei hatte der IV.&nbsp;Senat ausgehend von seiner st&auml;ndigen Rechtsprechung zwischen einem sog. Pachtbetrieb und einem sog. Eigentumsbetrieb unterschieden. W&auml;hrend das wesentliche Betriebsverm&ouml;gen des P&auml;chters eines landwirtschaftlichen Betriebs vor allem aus dem lebenden und toten Inventar bestehe, sei die ma&szlig;gebliche Grundlage der sog. Eigentumsbetriebe der eigene Grund und Boden. Werde ein land- und forstwirtschaftlicher Betrieb nicht auf Eigentumsfl&auml;chen ausge&uuml;bt, sondern erfolge die Bewirtschaftung aufgrund eines Nutzungsverh&auml;ltnisses, so sei das Ende des f&uuml;r die Frage nach dem Totalgewinnerfolg ma&szlig;geblichen Beurteilungszeitraums regelm&auml;&szlig;ig bereits durch das vertraglich vereinbarte Ende des Nutzungsverh&auml;ltnisses bestimmt. Auch bei sp&auml;terer (unentgeltlicher) Hof&uuml;bertragung, bei der der Verp&auml;chterbetrieb auf den Kl&auml;ger &uuml;bergehe und er in die Rechtsposition des Verp&auml;chters eintr&auml;te, endeten Pacht- und Verpachtungsbetrieb. Der Betrieb werde als Eigentumsbetrieb fortgef&uuml;hrt, dem die Betriebsidentit&auml;t des bisherigen Pachtbetriebs fehle. Daf&uuml;r spreche, dass sich die wirtschaftliche Basis und die Kostenstruktur des Pachtbetriebs ma&szlig;geblich von der des Eigentumsbetriebs unterscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Grunds&auml;tze dieser Entscheidung, die sich auf landwirtschaftliche Betriebe beschr&auml;nken, sind auf den vorliegenden Fall nicht &uuml;bertragbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit das FG die Annahme einer fehlenden Betriebsidentit&auml;t auch damit begr&uuml;ndet, dass mit den Pachtzahlungen der wesentliche Kostenfaktor weggefallen sei, kann der Senat dem nicht folgen. Die W&uuml;rdigung des FG k&ouml;nnte allenfalls dann zutreffend sein, wenn das Grundst&uuml;ck unentgeltlich auf die Kl&auml;gerin &uuml;bergegangen w&auml;re. Tats&auml;chlich hat die Kl&auml;gerin das Grundst&uuml;ck aber zumindest teilweise entgeltlich erworben. Daher sind die Pachtzahlungen nicht etwa ersatzlos weggefallen, sondern lediglich durch anderweitige Grundst&uuml;cksaufwendungen (Schuldzinsen f&uuml;r die erforderliche Fremdfinanzierung, Absetzungen f&uuml;r Abnutzung) ersetzt worden. Eine grundlegende &Auml;nderung der wirtschaftlichen Basis oder der Kostenstruktur des Betriebs liegt darin nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entscheidend bleibt, dass auch nach dem Erwerb des Grundst&uuml;cks die Betriebsidentit&auml;t fortbesteht. Lediglich die Wirtschaftsg&uuml;ter des Betriebsverm&ouml;gens sind erweitert worden. Eine Betriebsaufgabe liegt nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Das FA war auch nicht deshalb an einer &Auml;nderung der Einkommensteuerfestsetzungen gehindert, weil die Ungewissheit &uuml;ber die Gewinnerzielungsabsicht der Kl&auml;gerin in den Streitjahren bis zum Erlass der angegriffenen &Auml;nderungsbescheide 7&nbsp;1\/2&nbsp;Jahre bzw. 6&nbsp;1\/2&nbsp;Jahre andauerte. &sect;&nbsp;165 AO erm&ouml;glicht vorl&auml;ufige Steuerfestsetzungen ohne zeitliche Beschr&auml;nkungen. F&uuml;r die Frage der Gewinnerzielungsabsicht ist das Streben nach einem Totalgewinn, d.h. nach einem positiven Gesamtergebnis des Betriebs von der Gr&uuml;ndung bis zur Ver&auml;u&szlig;erung oder Aufgabe oder Liquidation (&sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2, 3 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 EStG) entscheidend (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 25.&nbsp;Juni 1984 GrS&nbsp;4\/82, BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751, unter C.IV.3.c&nbsp;aa). Angesichts dieser Rechtslage k&ouml;nnen vorl&auml;ufige Veranlagungen nicht auf einen bestimmten Zeitrahmen begrenzt werden (so schon Senatsbeschluss vom 25.&nbsp;August 2010 X&nbsp;B&nbsp;25\/10, BFH\/NV 2010, 2234).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Folge der somit noch m&ouml;glichen &Auml;nderung der Einkommensteuerfestsetzung f&uuml;r das Streitjahr 1997 ist die M&ouml;glichkeit zur &Auml;nderung bzw. Aufhebung des Verlustfeststellungsbescheids auf den 31.&nbsp;Dezember 1997 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 EStG in der im Streitjahr 1997 geltenden Fassung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG ist der am Schluss eines Veranlagungszeitraums verbleibende Verlustabzug gesondert festzustellen. Verbleibender Verlustabzug ist der bei der Ermittlung des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte nicht ausgeglichene Verlust, vermindert um die nach Absatz&nbsp;1 abgezogenen und die nach Absatz&nbsp;2 abziehbaren Betr&auml;ge und vermehrt um den auf den Schluss des vorangegangenen Veranlagungszeitraums festgestellten verbleibenden Verlustabzug (&sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG). Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 EStG sind Feststellungsbescheide u.a. zu &auml;ndern, soweit sich die nach Satz&nbsp;2 zu ber&uuml;cksichtigenden Betr&auml;ge &auml;ndern und deshalb der entsprechende Steuerbescheid zu erlassen, aufzuheben oder zu &auml;ndern ist. &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 EStG verlangt somit, dass wegen der &Auml;nderung der nach &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG zu ber&uuml;cksichtigenden Betr&auml;ge der entsprechende Steuerbescheid &#8211;hier der Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 1997&#8211; verfahrensrechtlich &#8211;d.h. gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;164&nbsp;f., &sect;&sect;&nbsp;172&nbsp;ff. AO&#8211; zu &auml;ndern ist oder dies allein wegen fehlender steuerlicher Auswirkung unterbleibt (vgl. hinsichtlich der inhaltlich identischen Vorschrift des &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 EStG in der f&uuml;r das Jahr 2006 geltenden Fassung: BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Januar 2013 IX&nbsp;R&nbsp;11\/12, BFH\/NV 2013, 1069, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach diesen Grunds&auml;tzen konnte im Streitfall prinzipiell die Verlustfeststellung zum 31.&nbsp;Dezember 1997 aufgehoben werden, da der Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 1997 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;2 AO &auml;nderbar ist (vgl. unter II.2.b) und bei Fehlen der Gewinnerzielungsabsicht im Reithallenbetrieb der Kl&auml;gerin ein Verlust zum 31.&nbsp;Dezember 1997 nicht mehr festzustellen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine &Auml;nderung ist im vorliegenden Fall allerdings auch davon abh&auml;ngig, dass in Bezug auf den angegriffenen Verlustfeststellungsbescheid noch keine Feststellungsverj&auml;hrung eingetreten ist. Ob dies der Fall ist, vermag der Senat anhand der vorliegenden Feststellungen nicht zu beurteilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die regul&auml;re Feststellungsfrist von vier Jahren nach &sect;&nbsp;169 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO i.V.m. &sect;&nbsp;170 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO ist aufgrund der Abgabe der Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr 1997 Ende 2002 abgelaufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO bestand f&uuml;r die gesonderte Feststellung nach &sect;&nbsp;10d EStG eine Erkl&auml;rungspflicht (so schon BFH-Urteil vom 10.&nbsp;Juli 2008 IX&nbsp;R&nbsp;90\/07, BFHE 222, 32, BStBl II 2009, 816). Da die Abgabe einer eigenst&auml;ndigen Erkl&auml;rung allerdings nicht notwendig war, weil sich die Grundlagen des Feststellungsbescheids (&sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;1 EStG) aus anderen Steuerbescheiden ergaben, gen&uuml;gten entsprechende Angaben in der Einkommensteuererkl&auml;rung (so auch &sect;&nbsp;56 EStDV i.d.F. des Streitjahres 1997; vgl. BFH-Urteil vom 29.&nbsp;Juni 2011 IX&nbsp;R&nbsp;38\/10, BFHE 233, 326, BStBl II 2011, 963, 963). Aufgrund der 1998 abgegebenen Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r 1997 w&auml;re somit die vierj&auml;hrige Feststellungsfrist nach &sect;&sect;&nbsp;169 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2, 170 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;1 AO Ende 2002 abgelaufen und damit vor Erlass des angegriffenen Verlustfeststellungs&auml;nderungsbescheids in 2004.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Eine &Auml;nderbarkeit der Verlustfeststellung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO scheidet schon deshalb aus, weil ein entsprechender Vorl&auml;ufigkeitsvermerk im Feststellungsbescheid nicht aufgenommen worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Da das Verfahren der gesonderten Feststellung nach &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;3 EStG gegen&uuml;ber dem Festsetzungsverfahren selbst&auml;ndig ist (vgl. BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Juli 2009 IX&nbsp;R&nbsp;52\/08, BFHE 225, 453, BStBl II 2011, 26), war der ge&auml;nderte Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr 1997 kein Grundlagenbescheid nach &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Denkbar ist allerdings, dass die Feststellungsfristverj&auml;hrung f&uuml;r die Verlustfeststellung zum 31.&nbsp;Dezember 1997 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;5 AO, welcher f&uuml;r das Streitjahr 1997 uneingeschr&auml;nkt anwendbar ist (so BFH-Urteil in BFHE 233, 326, BStBl II 2011, 963), noch nicht eingetreten ist. Nach &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;5 AO kann ein Verlustfeststellungsbescheid auch nach Ablauf der f&uuml;r ihn geltenden Feststellungsfrist insoweit ge&auml;ndert werden, als er f&uuml;r eine Steuerfestsetzung von Bedeutung ist, f&uuml;r die die Festsetzungsfrist im Zeitpunkt der gesonderten Feststellung noch nicht abgelaufen ist; hierbei bleibt &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;10 AO au&szlig;er Betracht. &quot;Von Bedeutung&quot; i.S. des &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;5 AO sind Verlustfeststellungsbescheide immer dann, wenn sie sich noch auf die Einkommensteuerfestsetzung oder einen Feststellungsbescheid nach &sect;&nbsp;10d EStG eines sp&auml;teren Jahres auswirken k&ouml;nnen, f&uuml;r welches die Festsetzungsfrist noch nicht abgelaufen ist (BFH-Urteil vom 19.&nbsp;August 2008 IX&nbsp;R&nbsp;89\/07, BFH\/NV 2009, 762).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob diese Voraussetzungen vorliegen kann der Senat wegen der insoweit fehlenden Feststellungen des FG nicht abschlie&szlig;end entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Feststellungen des FG fehlen zudem &#8211;aufgrund der Rechtsansicht des FG im ersten Rechtsgang folgerichtig&#8211; auch hinsichtlich der Gewinnerzielungsabsicht der Kl&auml;gerin bez&uuml;glich des Reithallenbetriebs. Auch diese sind vom FG nachzuholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.8.2013, X R 20\/10 Keine Beseitigung der Ungewissheit einer vorl&auml;ufigen Steuerfestsetzung bei Umstrukturierungsma&szlig;nahmen im Gewerbebetrieb im Falle fraglicher Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht &#8211; Umfang von ungenau gefassten Vorl&auml;ufigkeitsvermerken &#8211; Beginn der Jahresfrist des &sect; 171 Abs. 8 Satz 1 AO &#8211; Gesonderte Feststellung nach &sect; 10d EStG als selbst&auml;ndiges Verfahren &#8211; Keine zeitliche Beschr&auml;nkung im &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-20-10-keine-beseitigung-der-ungewissheit-einer-vorlaeufigen-steuerfestsetzung-bei-umstrukturierungsmassnahmen-im-gewerbebetrieb-im-falle-fraglicher-einkuenfteerzielungsabsicht-umfang-von-ungenau-g\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;20\/10 &#8211; Keine Beseitigung der Ungewissheit einer vorl&auml;ufigen Steuerfestsetzung bei Umstrukturierungsma&szlig;nahmen im Gewerbebetrieb im Falle fraglicher Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht &#8211; Umfang von ungenau gefassten Vorl&auml;ufigkeitsvermerken &#8211; Beginn der Jahresfrist des &sect; 171 Abs. 8 Satz 1 AO &#8211; Gesonderte Feststellung nach &sect; 10d EStG als selbst&auml;ndiges Verfahren &#8211; Keine zeitliche Beschr&auml;nkung im Rahmen des &sect; 165 AO<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-61596","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61596","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61596"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61596\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61596"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61596"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61596"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}