{"id":61619,"date":"2014-02-16T14:35:09","date_gmt":"2014-02-16T12:35:09","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=61619"},"modified":"2014-02-16T14:35:09","modified_gmt":"2014-02-16T12:35:09","slug":"ii-r-17-12-erhebung-der-grunderwerbsteuer-fuer-gesellschafterwechsel-bei-einer-grundstuecksbesitzenden-personengesellschaft-nach-aenderungen-im-gesellschafterbestand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-17-12-erhebung-der-grunderwerbsteuer-fuer-gesellschafterwechsel-bei-einer-grundstuecksbesitzenden-personengesellschaft-nach-aenderungen-im-gesellschafterbestand\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;17\/12 &#8211; Erhebung der Grunderwerbsteuer f&uuml;r Gesellschafterwechsel bei einer grundst&uuml;cksbesitzenden Personengesellschaft nach &Auml;nderungen im Gesellschafterbestand"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.9.2013, II R 17\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Erhebung der Grunderwerbsteuer f&uuml;r Gesellschafterwechsel bei einer grundst&uuml;cksbesitzenden Personengesellschaft nach &Auml;nderungen im Gesellschafterbestand<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Geht ein Grundst&uuml;ck von einer Gesamthand auf eine andere Gesamthand (gegebenenfalls nach &sect; 1 Abs. 2a GrEStG auch nur fiktiv) &uuml;ber, wird bei Identit&auml;t der Beteiligungsverh&auml;ltnisse die Steuer nach &sect; 6 Abs. 3 Satz 1 GrEStG nicht erhoben. Vermindert sich die H&ouml;he des Anteils einer im Zeitpunkt des Grundst&uuml;cks&uuml;bergangs an der grundst&uuml;ckserwerbenden Gesamthand beteiligten Person innerhalb von f&uuml;nf Jahren dadurch, dass diese &uuml;ber ihren Anteil zugunsten ihres Ehegatten oder eines Verwandten in gerader Linie oder durch freigebige Zuwendung unter Lebenden i.S. des &sect; 7 Abs. 1 ErbStG verf&uuml;gt, wirkt sich dies im Hinblick auf &sect; 3 Nr. 2, Nr. 4 und Nr. 6 GrEStG auf die Nichterhebung der Steuer nicht aus, soweit die beg&uuml;nstigten Personen ihrerseits die Beteiligung an der Gesamthand i.S. von &sect; 6 Abs. 3 Satz 2 GrEStG unvermindert &uuml;ber den Zeitraum von f&uuml;nf Jahren aufrechterhalten.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Geht die gesamth&auml;nderische Mitberechtigung der an der grundst&uuml;ckserwerbenden Gesamthand beteiligten Personen innerhalb von f&uuml;nf Jahren nach dem (u.U. auch nur fiktiven) Grundst&uuml;cks&uuml;bergang durch eine formwechselnde Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft verloren, entfallen die Voraussetzungen f&uuml;r die Nichterhebung der Grunderwerbsteuer r&uuml;ckwirkend.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine im Jahr 1998 gegr&uuml;ndete grundst&uuml;cksbesitzende GmbH &#038; Co.&nbsp;KG. Ihre Komplement&auml;r-GmbH (K) ist nicht an ihrem Gesellschaftsverm&ouml;gen beteiligt. Kommanditisten waren zun&auml;chst der Gr&uuml;ndungsgesellschafter A und seine Tochter T&nbsp;1. T&nbsp;1 hatte ihren Anteil an der Kl&auml;gerin in den Jahren 2004\/2005 von ihrer Mutter, der Ehefrau (E) des A, im Wege der Sonderrechtsnachfolge und durch teilweise Herabsetzung der Kommanditeinlage des A erworben. E ihrerseits war ebenfalls Gr&uuml;ndungsgesellschafterin der Kl&auml;gerin gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 30.&nbsp;Juni 2008 gr&uuml;ndeten die K als nicht am Gesellschaftsverm&ouml;gen beteiligte Komplement&auml;r-GmbH sowie A und T&nbsp;1 als Kommanditisten die P-KG. A und T&nbsp;1, die am Gesellschaftsverm&ouml;gen der P-KG im selben Verh&auml;ltnis wie am Gesellschaftsverm&ouml;gen der Kl&auml;gerin beteiligt waren, brachten durch Vertrag vom 30.&nbsp;Juni 2008 u.a. ihre Kommanditbeteiligungen an der Kl&auml;gerin in die P-KG ein. Anschlie&szlig;end &uuml;bertrug A im Wege der vorweggenommenen Erbfolge von seiner Beteiligung am Gesellschaftsverm&ouml;gen der P-KG Teilanteile auf E, T&nbsp;1 und die weitere Tochter T&nbsp;2.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Vertrag vom 24.&nbsp;August 2010 trat die &#8230; GbR (GbR) mit einem Anteil am Gesellschaftsverm&ouml;gen von 6&nbsp;% als weitere Kommanditistin in die Kl&auml;gerin ein, so dass sich die Beteiligung der P-KG am Gesellschaftsverm&ouml;gen der Kl&auml;gerin auf 94&nbsp;% verminderte. Gesellschafter der GbR waren A, E, T&nbsp;1 und T&nbsp;2. Sie waren am Gesellschaftsverm&ouml;gen der GbR im selben Verh&auml;ltnis wie am Gesellschaftsverm&ouml;gen der P-KG beteiligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit weiterem Vertrag vom 24.&nbsp;August 2010 wurde die P-KG formwechselnd in die &#8230; GmbH (GmbH) umgewandelt. Alleinige Gesellschafterin der GmbH war die GbR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) nahm an, dass die am 30.&nbsp;Juni 2008 erfolgte Einbringung der Anteile des A und der T&nbsp;1 an der Kl&auml;gerin in die P-KG den Tatbestand des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 des Grunderwerbsteuergesetzes (GrEStG) verwirklicht habe und die urspr&uuml;nglich erf&uuml;llten Voraussetzungen des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GrEStG f&uuml;r eine Nichterhebung der Steuer aufgrund der Umwandlung der P-KG in die GmbH nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 GrEStG r&uuml;ckwirkend entfallen seien. Das FA setzte demgem&auml;&szlig; gegen die Kl&auml;gerin Grunderwerbsteuer fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Einspruch hatte nur insoweit Erfolg, als das FA im Hinblick darauf, dass die P-KG bei ihrer formwechselnden Umwandlung in die GmbH nur zu 94&nbsp;% am Gesellschaftsverm&ouml;gen der Kl&auml;gerin beteiligt war, nunmehr davon ausging, dass hinsichtlich eines Anteils von 6&nbsp;% die Voraussetzungen f&uuml;r die Nichterhebung der Steuer weiterhin erf&uuml;llt sind, und die Steuer dementsprechend herabsetzte. Das FA erkl&auml;rte in der Einspruchsentscheidung zudem die Festsetzung der Grunderwerbsteuer hinsichtlich der Frage, ob die Heranziehung der Grundbesitzwerte i.S. des &sect;&nbsp;138 des Bewertungsgesetzes als Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Grunderwerbsteuer verfassungsgem&auml;&szlig; ist, nach &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 der Abgabenordnung (AO) f&uuml;r vorl&auml;ufig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) teilte die Ansicht des FA und wies die Klage daher durch das in Entscheidungen der Finanzgerichte 2012, 1293 ver&ouml;ffentlichte Urteil ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision bringt die Kl&auml;gerin vor, der Tatbestand des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GrEStG sei nicht erf&uuml;llt worden, weil die Beteiligungsverh&auml;ltnisse auf der Ebene der beteiligten nat&uuml;rlichen Personen unver&auml;ndert geblieben seien. Jedenfalls sei die Steuer aber nicht zu erheben. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 GrEStG setze den &Uuml;bergang eines Grundst&uuml;cks voraus und sei daher in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a GrEStG nicht anwendbar. Dar&uuml;ber hinaus stehe &sect;&nbsp;6a GrEStG der Steuerfestsetzung entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Vorentscheidung und den Grunderwerbsteuerbescheid vom 5.&nbsp;August 2011 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 21.&nbsp;Oktober 2011 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zutreffend angenommen, dass der Tatbestand des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GrEStG durch die am 30.&nbsp;Juni 2008 erfolgte Einbringung der Anteile des A und der T&nbsp;1 an der Kl&auml;gerin in die P-KG verwirklicht wurde und die urspr&uuml;nglich erf&uuml;llten Voraussetzungen des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GrEStG f&uuml;r eine Nichterhebung der Steuer aufgrund der Umwandlung der P-KG in die GmbH nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 GrEStG in H&ouml;he von 94&nbsp;% entfallen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die am 30.&nbsp;Juni 2008 erfolgte Einbringung der Anteile des A und der T&nbsp;1 an der Kl&auml;gerin in die P-KG erf&uuml;llte den Tatbestand des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GrEStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Geh&ouml;rt zum Verm&ouml;gen einer Personengesellschaft ein inl&auml;ndisches Grundst&uuml;ck und &auml;ndert sich innerhalb von f&uuml;nf Jahren der Gesellschafterbestand unmittelbar oder mittelbar dergestalt, dass mindestens 95&nbsp;% der Anteile am Gesellschaftsverm&ouml;gen auf neue Gesellschafter &uuml;bergehen, gilt dies nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GrEStG als ein auf die &Uuml;bereignung dieses Grundst&uuml;cks auf eine neue Personengesellschaft gerichtetes Rechtsgesch&auml;ft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine unmittelbare &Auml;nderung des Gesellschafterbestandes einer grundst&uuml;cksbesitzenden Personengesellschaft liegt vor, wenn ein Mitgliedschaftsrecht an der Gesellschaft zivilrechtlich wirksam auf ein neues Mitglied der Personengesellschaft &uuml;bergeht (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 16.&nbsp;Mai 2013 II&nbsp;R&nbsp;3\/11, BFH\/NV 2013, 1886, m.w.N.). Wirtschaftliche Gesichtspunkte spielen dabei keine Rolle (BFH-Urteile vom 29.&nbsp;Februar 2012 II&nbsp;R&nbsp;57\/09, BFHE 237, 244, BStBl II 2012, 917; vom 16.&nbsp;Januar 2013 II&nbsp;R&nbsp;66\/11, BFHE 240, 191, und vom 24.&nbsp;April 2013 II&nbsp;R&nbsp;17\/10, BStBl II 2013, 833, BFHE 241, 53). Neue Mitglieder einer grundst&uuml;cksbesitzenden Personengesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GrEStG k&ouml;nnen nat&uuml;rliche und juristische Personen sowie Personengesellschaften sein. Personen- und Kapitalgesellschaften werden dabei auf der Tatbestandsebene dieser Vorschrift (anders als bei der Nichterhebung der Steuer gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 GrEStG, vgl. dazu unten II.4.) gleich behandelt (BFH-Urteile in BFHE 237, 244, BStBl II 2012, 917, und in BStBl II 2013, 833, BFHE 241, 53). Ob der ausscheidende Gesellschafter an der Personen- oder Kapitalgesellschaft, auf die sein Anteil an der grundst&uuml;cksbesitzenden Personengesellschaft &uuml;bergeht, beteiligt ist, ist f&uuml;r den Tatbestand des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a GrEStG unerheblich (BFH-Urteil in BFHE 237, 244, BStBl II 2012, 917).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Tatbestand des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GrEStG wurde demgem&auml;&szlig; durch die am 30.&nbsp;Juni 2008 vorgenommene Einbringung der Anteile des A und der T&nbsp;1 an der Kl&auml;gerin in die P-KG verwirklicht. Die zuvor nicht am Verm&ouml;gen der Kl&auml;gerin beteiligte P-KG erlangte dadurch eine Beteiligung von 100&nbsp;% am Verm&ouml;gen der Kl&auml;gerin. K war am Verm&ouml;gen der Kl&auml;gerin nicht beteiligt. Der Anwendbarkeit des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GrEStG steht nicht entgegen, dass A und T&nbsp;1 nach der Einbringung ihrer Anteile an der Kl&auml;gerin in die P-KG als Gesellschafter dieser KG weiterhin, nunmehr allerdings mittelbar, an der Kl&auml;gerin beteiligt blieben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Annahme des FG, die Steuer f&uuml;r diesen Erwerbsvorgang sei zun&auml;chst gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GrEStG nicht zu erheben gewesen, ist ebenfalls zutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Beim &Uuml;bergang eines Grundst&uuml;cks von einer Gesamthand auf eine andere Gesamthand wird nach diesen Vorschriften die Steuer nicht erhoben, soweit Anteile der Gesellschafter am Verm&ouml;gen der erwerbenden Gesamthand den jeweiligen Anteilen dieser Gesellschafter am Verm&ouml;gen der &uuml;bertragenden Gesamthand entsprechen. &sect;&nbsp;6 GrEStG ist auf alle steuerbaren Erwerbsvorg&auml;nge des &sect;&nbsp;1 GrEStG anwendbar, auch auf den fiktiven Erwerbsvorgang nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a GrEStG. Die Steuer wird in den F&auml;llen des fiktiven Erwerbsvorgangs nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a GrEStG nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GrEStG nicht erhoben, soweit die Gesellschafter der &#8211;fiktiv&#8211; &uuml;bertragenden Personengesellschaft an der &#8211;fiktiv&#8211; aufnehmenden Personengesellschaft beteiligt bleiben. Bei doppelst&ouml;ckigen Gesamthandsgemeinschaften, bei denen eine Gesamthand unmittelbar an einer anderen beteiligt ist, ist dabei nicht die Gesamthand als solche als Zurechnungssubjekt anzusehen, sondern ein R&uuml;ckgriff auf die am Verm&ouml;gen der Gesamthand Beteiligten geboten (BFH-Urteil in BFHE&nbsp;237, 244, BStBl II 2012, 917, Rz&nbsp;17, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Steuer war demgem&auml;&szlig; im Streitfall zun&auml;chst gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GrEStG nicht zu erheben, weil A und T&nbsp;1 (zun&auml;chst) am Verm&ouml;gen der P-KG im selben Verh&auml;ltnis wie am Verm&ouml;gen der Kl&auml;gerin beteiligt waren und im Hinblick auf die Anwendung dieser Vorschriften nicht auf die P-KG als Zurechnungssubjekt abzustellen ist, sondern ein R&uuml;ckgriff auf die am Verm&ouml;gen der P-KG beteiligten Gesellschafter A und T&nbsp;1 geboten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;4 Satz 1 GrEStG stand der Nichterhebung der Steuer nicht entgegen. A hatte seine Beteiligung an der Kl&auml;gerin nicht innerhalb von f&uuml;nf Jahren vor dem Erwerbsvorgang durch Rechtsgesch&auml;ft unter Lebenden erworben, sondern war Gr&uuml;ndungsgesellschafter der bereits im Jahr 1998 gegr&uuml;ndeten Kl&auml;gerin. Dass T&nbsp;1 ihre Beteiligung an der Kl&auml;gerin erst in den Jahren 2004\/2005 erworben hatte, spielt deshalb keine Rolle, weil sie mit A und E, von denen sie die Beteiligung erhalten hat, in gerader Linie verwandt ist und deshalb die Steuerbefreiungsvorschrift des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;6 GrEStG entsprechend anwendbar ist (vgl. BFH-Urteil vom 10.&nbsp;Februar 1982 II&nbsp;R&nbsp;152\/80, BFHE 135, 343, BStBl II 1982, 481; Franz in Pahlke\/Franz, Grunderwerbsteuergesetz, Kommentar, 4.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;29; Viskorf in Boruttau, Grunderwerbsteuergesetz, 17.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;102&nbsp;f.; Hofmann, Grunderwerbsteuergesetz, Kommentar, 9.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;35). E war ebenso wie A Gr&uuml;ndungsgesellschafter der Kl&auml;gerin gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die &Uuml;bertragung von Teilanteilen an der Beteiligung des A an der P-KG auf E, T&nbsp;1 und T&nbsp;2 f&uuml;hrte nicht zu einem teilweisen Wegfall der Voraussetzungen f&uuml;r die Nichterhebung der Steuer nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 GrEStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Vermindert sich die H&ouml;he des Anteils einer im Zeitpunkt des (fiktiven) Grundst&uuml;cks&uuml;bergangs an der (fiktiv) grundst&uuml;ckserwerbenden Gesamthand beteiligten Person innerhalb von f&uuml;nf Jahren nach diesem Zeitpunkt dadurch, dass diese &uuml;ber ihren Anteil zugunsten ihres Ehegatten oder eines Verwandten in gerader Linie oder durch freigebige Zuwendung unter Lebenden i.S. des &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes verf&uuml;gt, wirkt sich dies im Hinblick auf &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;2, Nr.&nbsp;4 und Nr.&nbsp;6 GrEStG auf die Nichterhebung der Steuer nicht aus, soweit die beg&uuml;nstigten Personen ihrerseits die Beteiligung an der Gesamthand i.S. von &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 GrEStG unvermindert &uuml;ber den Zeitraum von f&uuml;nf Jahren nach dem (fiktiven) Grundst&uuml;cks&uuml;bergang aufrechterhalten (Franz, a.a.O., &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;8&nbsp;f.; Me&szlig;bacher-H&ouml;nsch in Boruttau, a.a.O., &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;40 bis 42, 428; Hofmann, a.a.O., &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;3; zu &sect;&nbsp;5 GrEStG BFH-Beschluss vom 26.&nbsp;Februar 2003 II&nbsp;B&nbsp;202\/01, BFHE 201, 323, BStBl II 2003, 528).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Zurechnung der pers&ouml;nlichen Eigenschaften der Gesamth&auml;nder sowie f&uuml;r die teleologische Reduktion in den in &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 GrEStG genannten F&auml;llen des Grundst&uuml;ckserwerbs von Todes wegen bzw. der Grundst&uuml;cksschenkungen unter Lebenden i.S. des ErbStG gilt f&uuml;r &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 GrEStG nichts anderes als f&uuml;r die vergleichbare Vorschrift des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;3 GrEStG (hierzu BFH-Urteil vom 7.&nbsp;Oktober 2009 II&nbsp;R&nbsp;58\/08, BFHE 226, 404, BStBl II 2010, 302; Viskorf, a.a.O., &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;61&nbsp;ff., 100; G.&nbsp;Hofmann, Betriebs-Berater &#8211;BB&#8211; 2000, 2605, 2607; Behrens\/ Schmitt, BB 2009, 818, 819).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Voraussetzungen f&uuml;r die Nichterhebung der Steuer sind somit nicht allein deshalb weggefallen, weil A Teilanteile an seiner Beteiligung an der P-KG auf E, T&nbsp;1 und T&nbsp;2 &uuml;bertragen hat. Zum einen handelte es sich n&auml;mlich bei den Anteilserwerbern um die Ehefrau und um Verwandte des A in gerader Linie. Zum anderen erfolgte die Anteils&uuml;bertragung durch freigebige Zuwendung unter Lebenden i.S. des &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG. Hinsichtlich der in &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 GrEStG bestimmten Frist sind E, T&nbsp;1 und T&nbsp;2 mit den von A auf sie &uuml;bertragenen Teilanteilen an der P-KG an die Stelle des A getreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Der Eintritt der GbR in die P-KG lie&szlig; die Voraussetzungen f&uuml;r die Nichterhebung der Steuer bereits deshalb unber&uuml;hrt, weil aufgrund der bestehenden Gesellschafteridentit&auml;t A, E, T&nbsp;1 und T&nbsp;2 &uuml;ber die GbR in gesamth&auml;nderischer Verbundenheit mittelbar an der Kl&auml;gerin beteiligt blieben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Voraussetzungen f&uuml;r die Nichterhebung der Steuer gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GrEStG sind dadurch in H&ouml;he von 94&nbsp;% r&uuml;ckwirkend i.S. des &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 i.V.m. Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Alternative&nbsp;1 AO entfallen, dass die P-KG innerhalb von f&uuml;nf Jahren nach der Verwirklichung des Erwerbsvorgangs gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GrEStG durch Einbringung der Anteile des A und der T&nbsp;1 an der Kl&auml;gerin in die P-KG in eine GmbH, eine Kapitalgesellschaft, umgewandelt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 GrEStG ist &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 GrEStG beim &Uuml;bergang eines Grundst&uuml;cks von einer Gesamthand auf eine andere Gesamthand insoweit nicht entsprechend anzuwenden, als sich der Anteil des Gesamth&auml;nders am Verm&ouml;gen der erwerbenden Gesamthand innerhalb von f&uuml;nf Jahren nach dem &Uuml;bergang des Grundst&uuml;cks von der einen auf die andere Gesamthand vermindert. Kommt es innerhalb dieses Zeitraums zu einer Verminderung des Anteils des Gesamth&auml;nders am Verm&ouml;gen der erwerbenden Gesamthand, so ist danach die Grunderwerbsteuer f&uuml;r den urspr&uuml;nglichen Erwerbsvorgang abweichend von &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GrEStG zu erheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Anteil des Gesamth&auml;nders am Verm&ouml;gen der erwerbenden Gesamthand vermindert sich auch dann i.S. des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 GrEStG, wenn die erwerbende Personengesellschaft innerhalb der in &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 GrEStG bestimmten Frist in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt wird (Franz, a.a.O., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;21; Viskorf, a.a.O., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;59 i.V.m. &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;105; Hofmann, a.a.O., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;19 i.V.m. &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;32). Die die Gesamthand kennzeichnende unmittelbare dingliche Mitberechtigung der Gesamth&auml;nder am Gesellschaftsverm&ouml;gen, die f&uuml;r die Nichterhebung der Steuer nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GrEStG entscheidend ist (BFH-Urteil in BFHE 237, 244, BStBl II 2012, 917, Rz&nbsp;22, m.w.N.), geht dadurch verloren. Eine Beteiligung der fr&uuml;heren Gesamth&auml;nder an einer Kapitalgesellschaft, die ihrerseits Gesellschafterin der grundst&uuml;cksbesitzenden Personengesellschaft ist, gen&uuml;gt nicht den Anforderungen des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 GrEStG. Durch die Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft kann der Zweck des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 GrEStG nicht erreicht werden (BFH-Urteil vom 4.&nbsp;April 2001 II&nbsp;R&nbsp;57\/98, BFHE&nbsp;194, 458, BStBl II 2001, 587).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die wirtschaftlichen &Uuml;berlegungen, die die Steuerverg&uuml;nstigung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 GrEStG rechtfertigen, wenn die bisher bestehende gesamth&auml;nderische Mitberechtigung am Grundst&uuml;ck in Form einer Beteiligung am Gesamthandsverm&ouml;gen der erwerbenden Gesellschaft fortgef&uuml;hrt wird, lassen sich auf eine Beteiligung als Gesellschafter an einer Kapitalgesellschaft nicht &uuml;bertragen. Den Gesellschaftern einer Kapitalgesellschaft steht keine dingliche Mitberechtigung am Gesellschaftsverm&ouml;gen und damit auch nicht an deren Grundst&uuml;cken zu. Die blo&szlig;e mittelbare Teilhabe der Gesellschafter der Kapitalgesellschaft an Wertver&auml;nderungen der Gesellschaftsgrundst&uuml;cke &uuml;ber ihre allgemeine Beteiligung an den Ertr&auml;gen der Gesellschaft reicht dazu nicht aus. Die Kapitalgesellschaften sind dementsprechend in den Steuerverg&uuml;nstigungen nach &sect;&sect;&nbsp;5&nbsp;f. GrEStG nicht ber&uuml;cksichtigt. Diese grunds&auml;tzliche Entscheidung des Gesetzes verbietet es, die Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft als Fortf&uuml;hrung einer bisher bestehenden gesamth&auml;nderischen Mitberechtigung am Grundst&uuml;ck anzusehen (BFH-Urteil vom 18.&nbsp;Dezember 2002 II&nbsp;R&nbsp;13\/01, BFHE 200, 426, BStBl&nbsp;II 2003, 358, unter II.3.). Die Beschr&auml;nkung der Steuerbefreiungen aus &sect;&sect;&nbsp;5 und 6 GrEStG auf Gesamthandsgemeinschaften ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden (BFH-Urteile vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2005 II&nbsp;R&nbsp;21\/03, BFH\/NV 2005, 1867, m.w.N., und vom 9.&nbsp;April 2008 II&nbsp;R&nbsp;32\/06, BFH\/NV 2008, 1526).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Fehlen eines Rechtstr&auml;gerwechsels bei der blo&szlig;en formwechselnden Umwandlung einer Personengesellschaft in eine Kapitalgesellschaft ist in diesem Zusammenhang entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin ohne Belang. Es geht nicht um die Besteuerung eines durch die Umwandlung verwirklichten Erwerbs, sondern um die Besteuerung des der Umwandlung vorangegangenen Erwerbs, f&uuml;r den die Steuer zun&auml;chst nicht zu erheben war. Entscheidend ist, dass durch den Formwechsel die Personengesellschaft zur Kapitalgesellschaft und damit aus dem Gesamthandsverm&ouml;gen Verm&ouml;gen der Kapitalgesellschaft wird. Damit besteht keine dingliche gesamth&auml;nderische Mitberechtigung der Gesellschafter der grundst&uuml;cks&uuml;bertragenden Personengesellschaft an den &uuml;bertragenen Grundst&uuml;cken mehr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Voraussetzungen f&uuml;r die Nichterhebung der Steuer sind demgem&auml;&szlig; im Streitfall in H&ouml;he von 94&nbsp;% dadurch r&uuml;ckwirkend weggefallen, dass die P-KG innerhalb von f&uuml;nf Jahren nach der Verwirklichung des Erwerbsvorgangs in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt wurde und daher die zun&auml;chst durch die P-KG vermittelte gesamth&auml;nderische Mitberechtigung des A, der E, der T&nbsp;1 und der T&nbsp;2 an dem der Kl&auml;gerin geh&ouml;renden Grundst&uuml;ck entfallen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. &sect;&nbsp;6a GrEStG ist bereits aus zeitlichen Gr&uuml;nden nicht anwendbar. Diese Vorschrift ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;8 Satz&nbsp;1 GrEStG erstmals auf Erwerbsvorg&auml;nge anzuwenden, die nach dem 31.&nbsp;Dezember 2009 verwirklicht werden. Da der vom FA besteuerte Erwerbsvorgang bereits am 30.&nbsp;Juni 2008 verwirklicht wurde, scheidet somit eine Anwendung des &sect;&nbsp;6a GrEStG aus. Auf die tatbestandlichen Voraussetzungen der Vorschrift braucht daher nicht eingegangen zu werden. Dass die Umwandlung der P-KG in die GmbH nach dem 31.&nbsp;Dezember 2009 erfolgt ist, spielt in diesem Zusammenhang entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin keine Rolle; denn es geht, wie bereits ausgef&uuml;hrt, nicht um eine Besteuerung dieser Umwandlung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.9.2013, II R 17\/12 Erhebung der Grunderwerbsteuer f&uuml;r Gesellschafterwechsel bei einer grundst&uuml;cksbesitzenden Personengesellschaft nach &Auml;nderungen im Gesellschafterbestand Leits&auml;tze 1. Geht ein Grundst&uuml;ck von einer Gesamthand auf eine andere Gesamthand (gegebenenfalls nach &sect; 1 Abs. 2a GrEStG auch nur fiktiv) &uuml;ber, wird bei Identit&auml;t der Beteiligungsverh&auml;ltnisse die Steuer nach &sect; 6 Abs. 3 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-17-12-erhebung-der-grunderwerbsteuer-fuer-gesellschafterwechsel-bei-einer-grundstuecksbesitzenden-personengesellschaft-nach-aenderungen-im-gesellschafterbestand\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;17\/12 &#8211; Erhebung der Grunderwerbsteuer f&uuml;r Gesellschafterwechsel bei einer grundst&uuml;cksbesitzenden Personengesellschaft nach &Auml;nderungen im Gesellschafterbestand<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-61619","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61619","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61619"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61619\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61619"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61619"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61619"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}