{"id":61620,"date":"2014-02-16T14:35:10","date_gmt":"2014-02-16T12:35:10","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=61620"},"modified":"2014-02-16T14:35:10","modified_gmt":"2014-02-16T12:35:10","slug":"iv-r-45-11-teilweise-kuerzung-des-gewinns-einer-einschiffsgesellschaft-um-den-auf-den-einsatz-des-schiffs-entfallenden-teil-des-gewerbeertrags-trotz-vorrangig-beabsichtigter-veraeusserung-des-schiffs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-45-11-teilweise-kuerzung-des-gewinns-einer-einschiffsgesellschaft-um-den-auf-den-einsatz-des-schiffs-entfallenden-teil-des-gewerbeertrags-trotz-vorrangig-beabsichtigter-veraeusserung-des-schiffs\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;45\/11 &#8211; Teilweise K&uuml;rzung des Gewinns einer Einschiffsgesellschaft um den auf den Einsatz des Schiffs entfallenden Teil des Gewerbeertrags trotz vorrangig beabsichtigter Ver&auml;u&szlig;erung des Schiffs &#8211; Anwendungsbereich von &sect; 5a EStG &#8211; Beginn der Gewerbesteuerpflicht"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.9.2013, IV R 45\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Teilweise K&uuml;rzung des Gewinns einer Einschiffsgesellschaft um den auf den Einsatz des Schiffs entfallenden Teil des Gewerbeertrags trotz vorrangig beabsichtigter Ver&auml;u&szlig;erung des Schiffs &#8211; Anwendungsbereich von &sect; 5a EStG &#8211; Beginn der Gewerbesteuerpflicht<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Der auf den Einsatz eines Schiffs als Handelsschiff im internationalen Verkehr entfallende Teil des Gewerbeertrags einer Einschiffsgesellschaft unterliegt auch dann der K&uuml;rzung nach &sect; 9 Nr. 3 GewStG, wenn die Gesellschaft vorrangig die Ver&auml;u&szlig;erung des Schiffs beabsichtigt.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist eine Personengesellschaft der X-Gruppe in der Rechtsform einer GmbH &#038;&nbsp;Co. KG. Zweck der Gesellschaft waren der Betrieb des Seeschiffs MT &quot;L&quot; und alle hiermit in Zusammenhang stehenden Gesch&auml;fte. Die Kl&auml;gerin ist mit Gesellschafterbeschluss vom &#8230;&nbsp;Juni 2005 aufgel&ouml;st worden; im Handelsregister wurde die Firma am &#8230;&nbsp;Juni 2005 als erloschen eingetragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Kaufvertrag vom 9.&nbsp;August 2002 erwarb die Kl&auml;gerin von der M das Seeschiff &quot;M&quot;, sp&auml;ter umbenannt in &quot;L&quot;, zu einem Kaufpreis von 25.250.000&nbsp;US-$. Das Schiff sollte so bald wie m&ouml;glich, jedoch sp&auml;testens bis zum 31.&nbsp;Oktober 2002 &uuml;bergeben werden. Im Kaufvertrag war bereits vorgesehen, dass die Kl&auml;gerin den Chartervertrag mit der S fortsetzen w&uuml;rde und berechtigt war, den Chartervertrag an eine neu gegr&uuml;ndete Gesellschaft abzutreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entsprechend dieser Vereinbarung schloss die Kl&auml;gerin am 9.&nbsp;August 2002 mit S einen Chartervertrag ab, aufgrund dessen das Schiff ab der &Uuml;bergabe f&uuml;r f&uuml;nf Jahre an S verchartert wurde. Im Rahmen des Chartervertrags verpflichtete sich die Kl&auml;gerin, das Schiff w&auml;hrend der Vertragslaufzeit nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung der S weiter zu ver&auml;u&szlig;ern. Die &Uuml;bertragung des Schiffs von der Kl&auml;gerin auf eine von der X-Gruppe beherrschte neue Gesellschaft war unabh&auml;ngig vom Zustimmungserfordernis m&ouml;glich<strong>.<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ebenfalls am 9.&nbsp;August 2002 schloss die Kl&auml;gerin einen Bereederungsvertrag f&uuml;r das Schiff ab &Uuml;bernahme ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin finanzierte den Erwerb des Schiffs gem&auml;&szlig; Kreditzusage der A-Bank vom 3.&nbsp;September 2002 aus den Einlagen der Kommanditisten in H&ouml;he von 2.400.000&nbsp;EUR, einer Eigenmittelzwischenfinanzierung der A-Bank in H&ouml;he von 4.590.000&nbsp;EUR und einem Schiffshypothekendarlehen der A-Bank in H&ouml;he von 18.775.000&nbsp;EUR. Diese Finanzierung war vorgesehen f&uuml;r die Zeit bis zur &Uuml;bergabe des Schiffs an die Fonds-Gesellschaft, die f&uuml;r April 2003 geplant war. Das Schiffshypothekendarlehen war befristet bis zur &Uuml;bergabe des Schiffs an die Fonds-Gesellschaft und durch den Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Die Eigenmittelzwischenfinanzierung war laut weiterer Kreditzusage vom 3.&nbsp;September 2002 ebenfalls bei &Uuml;bergabe des Schiffs an eine noch zu gr&uuml;ndende Fonds-KG im April 2003, sp&auml;testens jedoch zum 31.&nbsp;Dezember 2004 zu tilgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 1.&nbsp;Oktober 2002 &uuml;bernahm die Kl&auml;gerin das Schiff von M. Entsprechend dem Chartervertrag wurde das Schiff ab Ablieferung der S zur Verf&uuml;gung gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragte am 18.&nbsp;November 2002, die Besteuerung ab dem Wirtschaftsjahr 2002 nach &sect;&nbsp;5a des Einkommensteuergesetzes (EStG) durchzuf&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 28.&nbsp;November 2002 wurde der Gesellschaftsvertrag der Fonds-Gesellschaft abgeschlossen. Mit Vertrag vom 5.&nbsp;Dezember 2002 verkaufte die Kl&auml;gerin das Schiff zum Preis von 25.150.000 US-$ an die Fonds-Gesellschaft. Die &Uuml;bergabe erfolgte am 10.&nbsp;Dezember 2002.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahresabschluss der Kl&auml;gerin f&uuml;r das Jahr 2002 wurde das Schiff als Umlaufverm&ouml;gen behandelt, eine zeitanteilige Abschreibung erfolgte nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entsprechend der eingereichten Feststellungserkl&auml;rung stellte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) mit Bescheid f&uuml;r 2002 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen vom 17.&nbsp;November 2003 die Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb nach &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG in H&ouml;he von 6.913,92&nbsp;EUR fest. Unter gleichem Datum erging, ebenfalls erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig;, der Bescheid f&uuml;r 2002 &uuml;ber den Gewerbesteuermessbetrag und die Gewerbesteuer, der einen Gewerbesteuermessbetrag in H&ouml;he von 0&nbsp;EUR festsetzte. Die Bescheide ergingen unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund einer bei der Kl&auml;gerin durchgef&uuml;hrten Au&szlig;enpr&uuml;fung kam das FA zu dem Ergebnis, dass die Voraussetzungen f&uuml;r eine Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG nicht gegeben seien, weil ein Betrieb eines Handelsschiffs im internationalen Verkehr nicht vorgelegen habe. Das FA erlie&szlig; daraufhin am 30.&nbsp;November 2006 einen nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 AO ge&auml;nderten Gewinnfeststellungsbescheid und stellte darin Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von 155.695,31&nbsp;EUR fest. Ebenfalls am 30.&nbsp;November 2006 erging ein gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 AO ge&auml;nderter Bescheid f&uuml;r 2002 &uuml;ber den Gewerbesteuermessbetrag und die Gewerbesteuer, mit dem der Gewerbesteuermessbetrag auf 5.355&nbsp;EUR festgesetzt wurde. Der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung wurde jeweils aufgehoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen gerichteten Einspr&uuml;che wies das FA mit Einspruchsentscheidung vom 21.&nbsp;Februar 2011 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. Das Finanzgericht (FG) gab der gegen die &Auml;nderungsbescheide gerichteten Klage mit in Entscheidungen der Finanzgerichte 2012, 393 ver&ouml;ffentlichtem Urteil statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es beantragt, die Klage unter Aufhebung des Urteils des FG Hamburg vom 17.&nbsp;August 2011&nbsp;&nbsp;2&nbsp;K 42\/11 abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angegriffenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu Recht ist das FG zwar von der Zul&auml;ssigkeit der Klage ausgegangen (dazu B.I.). Entgegen der Auffassung des FG durfte die Kl&auml;gerin ihren Gewinn aus Gewerbebetrieb im Streitjahr jedoch nicht nach &sect;&nbsp;5a EStG ermitteln, da die Voraussetzungen dieser Vorschrift nicht vorlagen. Zu Recht hat das FA daher dem mit der Klage angegriffenen ge&auml;nderten Gewinnfeststellungsbescheid eine Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 EStG zugrunde gelegt (dazu B.II.). Es hat dem mit der Klage ebenfalls angegriffenen ge&auml;nderten Gewerbesteuermessbescheid jedoch eine fehlerhafte Berechnung des Gewerbesteuermessbetrags zugrunde gelegt (dazu B.III.). Dies hat auch Bedeutung f&uuml;r die im ge&auml;nderten Gewinnfeststellungsbescheid zu ber&uuml;cksichtigende Gewerbesteuerr&uuml;ckstellung. Da der Senat aufgrund der bisherigen Feststellungen des FG die zutreffenden Betr&auml;ge nicht selbst ermitteln kann, ist das Urteil des FG in vollem Umfang aufzuheben und die Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung zur&uuml;ckzuverweisen (dazu B.IV.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Zu Recht ist das FG davon ausgegangen, dass die Klage zul&auml;ssig ist, insbesondere die Kl&auml;gerin trotz ihrer Aufl&ouml;sung und L&ouml;schung im Handelsregister auch im Hinblick auf die Klage gegen den ge&auml;nderten Gewinnfeststellungsbescheid weiterhin klagebefugt und beteiligtenf&auml;hig ist, da sie sich nicht nur gegen diesen Bescheid, sondern auch gegen den ge&auml;nderten Gewerbesteuermessbescheid wendet (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 12.&nbsp;April 2007 IV&nbsp;B&nbsp;69\/05, BFH\/NV 2007, 1923).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Entgegen der Auffassung des FG durfte die Kl&auml;gerin ihren Gewinn aus Gewerbebetrieb im Streitjahr nicht nach &sect;&nbsp;5a EStG ermitteln. Denn sie hatte bei Einsatz der MT &quot;L&quot; nicht die nach dieser Vorschrift erforderliche Absicht zum langfristigen Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG ist bei einem Gewerbebetrieb mit Gesch&auml;ftsleitung im Inland der Gewinn, soweit er auf den Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr entf&auml;llt, auf unwiderruflichen Antrag des Steuerpflichtigen nach der in seinem Betrieb gef&uuml;hrten Tonnage zu ermitteln, wenn die Bereederung dieser Handelsschiffe im Inland durchgef&uuml;hrt wird. Nach &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;1 EStG tritt bei Gesellschaften i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG f&uuml;r die Zwecke des &sect;&nbsp;5a EStG an die Stelle des Steuerpflichtigen die Gesellschaft. Als Gewinnermittlungsvorschrift kn&uuml;pft &sect;&nbsp;5a EStG an die Ermittlung des dem Steuerrechtssubjekt zuzurechnenden Gewinns an, d.h. im Fall einer Personengesellschaft an deren Gewinnermittlung und nicht, wie die Kl&auml;gerin offenbar meint, an die konsolidierte Ermittlung des Gewinns f&uuml;r eine &uuml;bergeordnete Gesellschaftsstruktur wie etwa eine Gruppe von Schiffsgesellschaften, deren Schiffe eine Flotte bilden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Handelsschiffe werden nach der Legaldefinition des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG im internationalen Verkehr betrieben, wenn eigene oder gecharterte Seeschiffe, die im Wirtschaftsjahr &uuml;berwiegend in einem inl&auml;ndischen Seeschiffsregister eingetragen sind, in diesem Wirtschaftsjahr &uuml;berwiegend zur Bef&ouml;rderung von Personen oder G&uuml;tern im Verkehr mit oder zwischen ausl&auml;ndischen H&auml;fen, innerhalb eines ausl&auml;ndischen Hafens oder zwischen einem ausl&auml;ndischen Hafen und der Hohen See eingesetzt werden. Zum Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr geh&ouml;ren nach &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG auch ihre Vercharterung, wenn sie vom Vercharterer ausger&uuml;stet worden sind, und die unmittelbar mit ihrem Einsatz oder ihrer Vercharterung zusammenh&auml;ngenden Neben- und Hilfsgesch&auml;fte einschlie&szlig;lich der Ver&auml;u&szlig;erung der Handelsschiffe und der unmittelbar ihrem Betrieb dienenden Wirtschaftsg&uuml;ter.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. &sect;&nbsp;5a EStG setzt die Absicht des Steuerpflichtigen zum langfristigen Betrieb von Handelsschiffen voraus. Die Vorschrift sieht zwar keine bestimmte Mindestzeit f&uuml;r den Betrieb von Handelsschiffen vor. Aus dem Sinn und Zweck der Regelung ergibt sich jedoch, dass nur der langfristig angelegte Betrieb von Handelsschiffen beg&uuml;nstigt werden soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Mit der Einf&uuml;hrung des &sect;&nbsp;5a EStG als Lenkungsnorm mit Subventionscharakter wollte der Gesetzgeber den Schifffahrtsstandort Deutschland sichern und st&auml;rken. Die in dieser Vorschrift vorgesehene pauschale Gewinnermittlung nach der Tonnage bewirkt eine effektive Steuerentlastung der Unternehmer, verlangt daf&uuml;r aber, wie es bereits in der Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs hei&szlig;t, eine langfristige Bindung des aktiven Schifffahrtsbetriebs an den Standort Deutschland (vgl. BTDrucks 13\/8023, S.&nbsp;27, BTDrucks 13\/10271, S.&nbsp;7). Die demnach mit &sect;&nbsp;5a EStG bezweckte langfristige Bindung des aktiven Schifffahrtsbetriebs zur Sicherung des Schifffahrtstandorts Deutschland bildet die Rechtfertigung f&uuml;r die in ihren Wirkungen grunds&auml;tzlich gleichheitswidrige Steuerbeg&uuml;nstigung (vgl. BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Juli 2011 IV&nbsp;R&nbsp;42\/10, BFHE 234, 226, BStBl II 2011, 878, unter B.II.3.b&nbsp;dd).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die demnach vom Gesetzgeber gewollte und im Hinblick auf die verfassungsrechtliche Rechtfertigung der Vorschrift auch erforderliche langfristige Bindung des Schifffahrtsbetriebs an den Standort Deutschland kommt im Gesetz selbst in der in &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;3 EStG enthaltenen Bindungsfrist hinreichend zum Ausdruck. Danach hat der Steuerpflichtige zwar die Wahl, ob er zur Gewinnermittlung nach der Tonnage optieren oder seinen Gewinn aus dem Betrieb von Handelsschiffen nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 EStG ermitteln will. Er ist aber an seine Entscheidung f&uuml;r einen Zeitraum von zehn Jahren gebunden. Der Gesetzgeber geht also davon aus, dass ein Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr eine gewisse Langfristigkeit erfordert. Beg&uuml;nstigt werden soll danach nur der langfristig angelegte, nicht aber der lediglich vor&uuml;bergehende Betrieb von Handelsschiffen, der etwa erfolgt, wenn eine Einschiffsgesellschaft ihr Schiff kurzfristig zur Bef&ouml;rderung von G&uuml;tern oder Personen einsetzt, um es bis zu seiner von vornherein beabsichtigten Ver&auml;u&szlig;erung wirtschaftlich sinnvoll zu nutzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) F&uuml;r diese Auslegung des &sect;&nbsp;5a EStG spricht auch &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG. Danach geh&ouml;ren zum Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr auch die unmittelbar mit ihrem Einsatz oder ihrer Vercharterung zusammenh&auml;ngenden Neben- und Hilfsgesch&auml;fte einschlie&szlig;lich der Ver&auml;u&szlig;erung der Handelsschiffe. Wie sich bereits aus dem Wortlaut dieser Regelung ergibt, geh&ouml;rt die Ver&auml;u&szlig;erung nur dann zum Betrieb des Handelsschiffs, wenn dieser das Hauptgesch&auml;ft des Steuerpflichtigen darstellt und es sich bei der Ver&auml;u&szlig;erung um ein Hilfsgesch&auml;ft zu diesem Hauptgesch&auml;ft handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Ver&auml;u&szlig;ert eine Einschiffsgesellschaft ihr Schiff, so gibt sie damit zu erkennen, dass sie das Schiff nicht (mehr) langfristig als Handelsschiff i.S. des &sect;&nbsp;5a EStG einsetzen will.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wird der schuldrechtliche Vertrag &uuml;ber die Ver&auml;u&szlig;erung schon innerhalb eines Jahres seit dem Zeitpunkt geschlossen, zu dem erstmals alle &uuml;brigen Voraussetzungen des &sect;&nbsp;5a EStG vorlagen (Jahresfrist), so spricht nach Ansicht des Senats eine widerlegliche Vermutung daf&uuml;r, dass die Einschiffsgesellschaft schon zu Beginn der Jahresfrist nicht die nach &sect;&nbsp;5a EStG zus&auml;tzlich erforderliche Absicht zum langfristigen Betrieb von Handelsschiffen hatte und der Einsatz des Schiffs daher nicht im Rahmen eines Betriebs von Handelsschiffen i.S. des &sect;&nbsp;5a EStG erfolgte, sondern um die Zeit bis zur von vornherein beabsichtigten Ver&auml;u&szlig;erung des Schiffs wirtschaftlich sinnvoll zu nutzen. Die Ver&auml;u&szlig;erung ist in diesem Fall kein Hilfsgesch&auml;ft zum Einsatz als Hauptgesch&auml;ft, so dass eine Ermittlung des Gewinns aus dem Betrieb des Schiffs einschlie&szlig;lich seiner Ver&auml;u&szlig;erung nach &sect;&nbsp;5a EStG nicht in Betracht kommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Einschiffsgesellschaft kann diese Vermutung durch den Nachweis widerlegen, dass sie zu Beginn der Jahresfrist das Schiff noch in der Absicht eingesetzt hat, langfristig Handelsschiffe i.S. des &sect;&nbsp;5a EStG zu betreiben, und sie den Entschluss zur Ver&auml;u&szlig;erung des Schiffs erst sp&auml;ter gefasst hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ver&auml;u&szlig;ert die Einschiffsgesellschaft ihr Schiff erst nach Ablauf der Jahresfrist, wird widerlegbar vermutet, dass sie das Schiff zun&auml;chst in der Absicht eingesetzt hat, langfristig Handelsschiffe i.S. des &sect;&nbsp;5a EStG zu betreiben, die Ver&auml;u&szlig;erung also ein Hilfsgesch&auml;ft i.S. des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG zum Betrieb als Hauptgesch&auml;ft darstellt. In diesem Fall obliegt es der Finanzbeh&ouml;rde, die Vermutung durch den Nachweis zu widerlegen, dass die Ver&auml;u&szlig;erung des Schiffs schon bei Beginn der Jahresfrist beabsichtigt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die unter B.II.4.a genannte Vermutungsregel gilt allerdings nicht, wenn das Schiff bei Beginn der Jahresfrist schon ver&auml;u&szlig;ert ist oder wenn bei Beginn dieser Frist schon feststeht, dass das Schiff innerhalb der Frist ver&auml;u&szlig;ert werden soll und es auch innerhalb der Frist ver&auml;u&szlig;ert wird. In einem solchen Fall steht vielmehr bereits unwiderlegbar fest, dass die Einschiffsgesellschaft schon bei Beginn der Jahresfrist nicht die Absicht zum langfristigen Betrieb von Handelsschiffen i.S. des &sect;&nbsp;5a EStG hatte und der Einsatz des Schiffs daher nicht im Rahmen eines Betriebs von Handelsschiffen i.S. des &sect;&nbsp;5a EStG erfolgte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Das angegriffene Urteil ist von anderen Grunds&auml;tzen ausgegangen. Da es sich hinsichtlich des angegriffenen ge&auml;nderten Gewinnfeststellungsbescheids auch nicht im Ergebnis als richtig erweist, war es insoweit aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Feststellungen des FG hatte die Kl&auml;gerin, eine Einschiffsgesellschaft, von Anfang an die Absicht, das Schiff zu ver&auml;u&szlig;ern, und hat es am 5.&nbsp;Dezember 2002 auch ver&auml;u&szlig;ert. Damit steht unwiderlegbar fest, dass die Kl&auml;gerin schon bei Beginn der Jahresfrist, die hier fr&uuml;hestens mit der &Uuml;bernahme des Schiffs durch die Kl&auml;gerin am 1.&nbsp;Oktober 2002 begonnen hat, nicht die Absicht zum langfristigen Betrieb von Handelsschiffen i.S. des &sect;&nbsp;5a EStG hatte. Zu Recht hat das FA daher den Gewinn der Kl&auml;gerin im angegriffenen ge&auml;nderten Gewinnfeststellungsbescheid nicht nach &sect;&nbsp;5a EStG, sondern nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 EStG ermittelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Sache ist jedoch nicht spruchreif. Der Senat kann auf der Grundlage der Feststellungen des FG nicht abschlie&szlig;end entscheiden, ob das FA bei der Ermittlung der gewerblichen Eink&uuml;nfte in zutreffender H&ouml;he eine Gewerbesteuerr&uuml;ckstellung ber&uuml;cksichtigt hat (dazu B.IV.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Das angegriffene Urteil ist auch insoweit aufzuheben, als das FG den mit der Klage ebenfalls angegriffenen ge&auml;nderten Gewerbesteuermessbescheid dahin ge&auml;ndert hat, dass der Gewerbesteuermessbetrag auf 0&nbsp;EUR herabgesetzt wird. Denn entgegen der Auffassung des FG war der Gewerbeertrag der Kl&auml;gerin nicht nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;3 des Gewerbesteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (GewStG), sondern &#8211;wie vom FA im angegriffenen ge&auml;nderten Gewerbesteuermessbescheid auch zugrunde gelegt&#8211; nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG zu ermitteln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zu Recht ist das FA insoweit davon ausgegangen, dass die Gewerbesteuerpflicht der Kl&auml;gerin nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 GewStG nicht erst mit der Infahrtsetzung des Schiffs begann, sondern bereits mit den auf den Erwerb des Schiffs gerichteten T&auml;tigkeiten. Denn die T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin war nach den Feststellungen des FG in erster Linie auf die Ver&auml;u&szlig;erung und nicht auf den Betrieb des Schiffs gerichtet. Ist aber (vorrangig) die Ver&auml;u&szlig;erung und nicht der Betrieb des Schiffs beabsichtigt, ist bereits der Bau bzw. der Erwerb des Schiffs als Beginn der werbenden T&auml;tigkeit anzusehen, denn in diesem Fall geh&ouml;rt bereits die Herstellung bzw. der Erwerb der sp&auml;ter zu ver&auml;u&szlig;ernden Waren zum Gegenstand des gewerblichen Betriebs (vgl. BFH-Urteil vom 22.&nbsp;November 1994 VIII&nbsp;R&nbsp;44\/92, BFHE 176, 138, BStBl II 1995, 900; BFH-Beschluss vom 28.&nbsp;November 2012 IV&nbsp;B&nbsp;11\/12, BFH\/NV 2013, 773).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Zu Recht ist das FA auch davon ausgegangen, dass der dem Gewerbesteuermessbescheid zugrunde zu legende Gewerbeertrag im Streitfall nicht nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;3 GewStG i.V.m. &sect;&nbsp;5a EStG, sondern nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 EStG zu ermitteln ist. Es hat dabei aber nicht ber&uuml;cksichtigt, dass der danach ermittelte gewerbliche Gewinn der Kl&auml;gerin f&uuml;r die Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrags nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 GewStG teilweise zu k&uuml;rzen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 GewStG wird die Summe des Gewinns und der Hinzurechnungen um den Teil des Gewerbeertrags eines inl&auml;ndischen Unternehmens gek&uuml;rzt, der auf eine nicht im Inland belegene Betriebsst&auml;tte entf&auml;llt (Satz&nbsp;1). Dabei gelten bei Unternehmen, die ausschlie&szlig;lich den Betrieb von eigenen oder gecharterten Handelsschiffen im internationalen Verkehr zum Gegenstand haben, 80 vom Hundert des Gewerbeertrags als auf eine nicht im Inland belegene Betriebsst&auml;tte entfallend (Satz&nbsp;2). Ist Gegenstand eines Betriebs nicht ausschlie&szlig;lich der Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr, so gelten 80 vom Hundert des Teils des Gewerbeertrags, der auf den Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr entf&auml;llt, als auf eine nicht im Inland belegene Betriebsst&auml;tte entfallend, sofern dieser Teil gesondert ermittelt wird (Satz&nbsp;3). Nach Satz&nbsp;4 der Vorschrift werden Handelsschiffe im internationalen Verkehr betrieben, wenn eigene oder gecharterte Handelsschiffe im Wirtschaftsjahr &uuml;berwiegend zur Bef&ouml;rderung von Personen und G&uuml;tern im Verkehr mit oder zwischen ausl&auml;ndischen H&auml;fen, innerhalb eines ausl&auml;ndischen Hafens oder zwischen einem ausl&auml;ndischen Hafen und der freien See eingesetzt werden. F&uuml;r die Anwendung der S&auml;tze&nbsp;2 bis 4 gilt &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG entsprechend (Satz&nbsp;5).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 S&auml;tze 2 bis 5 GewStG wurden durch Art.&nbsp;13 Nr.&nbsp;2 des Jahressteuergesetzes 1997 vom 20.&nbsp;Dezember 1996 (BGBl I 1996, 2049) eingef&uuml;gt. Anders als bei &sect;&nbsp;5a EStG handelt es sich bei dieser Regelung nicht um eine Subventionsnorm zur Sicherung und St&auml;rkung des Schifffahrtsstandorts Deutschland. Die Regelung wurde vielmehr eingef&uuml;gt, um die systemwidrige Belastung inl&auml;ndischer Schifffahrtsunternehmen mit Gewerbeertragsteuer auf den Teil des Gewerbeertrags zu beseitigen, der durch den Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr erzielt wird. Die Vorschrift soll eine sachgerechte und einfache Ermittlung des nicht der Gewerbesteuer unterliegenden Anteils des Gewerbeertrags am gesamten Gewerbeertrag des Schifffahrtsunternehmens gew&auml;hrleisten (vgl. BTDrucks 13\/5952, S.&nbsp;54).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Diese unterschiedliche Zielrichtung ist bei der Auslegung und Anwendung des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 GewStG zu ber&uuml;cksichtigen. Sie f&uuml;hrt nach Ansicht des Senats dazu, dass es gewerbesteuerrechtlich geboten sein kann, zwischen dem Teil des Gewerbeertrags, der auf die Ver&auml;u&szlig;erung eines Schiffs entf&auml;llt, und dem Teil, der auf den vorangegangenen Einsatz des Schiffs entf&auml;llt, zu unterscheiden. Denn unabh&auml;ngig davon, ob der Einsatz eines Schiffs als Handelsschiff im internationalen Verkehr nur erfolgt, um den Zeitraum bis zu seiner von vornherein beabsichtigten Ver&auml;u&szlig;erung bzw. bis zur &Uuml;bergabe an den Erwerber sinnvoll zu nutzen, oder ob der Einsatz mit der Absicht zum langfristigen Betrieb von Handelsschiffen erfolgt, stellt der Einsatz selbst eine T&auml;tigkeit dar, die nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 S&auml;tze 2 bis 5 GewStG von der Belastung mit Gewerbesteuer insoweit ausgenommen sein soll, als die daraus erzielten Ertr&auml;ge als auf eine nicht im Inland belegene Betriebsst&auml;tte entfallend gelten. Dies ergibt sich nach Ansicht des Senats auch hinreichend bestimmt aus der Regelung in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 S&auml;tze&nbsp;2 bis 5 GewStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 Satz 2 GewStG gelten bei Unternehmen, die ausschlie&szlig;lich den Betrieb von eigenen oder gecharterten Handelsschiffen im internationalen Verkehr zum Gegenstand haben, 80 vom Hundert des Gewerbeertrags als auf eine nicht im Inland belegene Betriebsst&auml;tte entfallend. Ist Gegenstand eines Betriebs nicht ausschlie&szlig;lich der Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr, so gelten nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 Halbsatz&nbsp;1 GewStG 80 vom Hundert des Teils des Gewerbeertrags, der auf den Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr entf&auml;llt, als auf eine nicht im Inland belegene Betriebsst&auml;tte entfallend. Dabei gilt nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 GewStG &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz 2 EStG jeweils entsprechend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 GewStG angeordnete entsprechende Anwendung von &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG auf &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 GewStG bedeutet nach Ansicht des Senats Folgendes:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Ob Handelsschiffe im internationalen Verkehr betrieben werden, richtet sich im Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 GewStG zwar nicht nach &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG, sondern nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 GewStG. Nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 GewStG i.V.m. &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG geh&ouml;ren aber auch im Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 GewStG zum Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr ihre Vercharterung, wenn sie vom Vercharterer ausger&uuml;stet worden sind, und die unmittelbar mit ihrem Einsatz oder ihrer Vercharterung zusammenh&auml;ngenden Neben- und Hilfsgesch&auml;fte einschlie&szlig;lich der Ver&auml;u&szlig;erung der Handelsschiffe und der unmittelbar ihrem Betrieb dienenden Wirtschaftsg&uuml;ter. Die Ver&auml;u&szlig;erung geh&ouml;rt danach nur dann zum Betrieb, wenn es sich um ein Hilfsgesch&auml;ft zu dem Betrieb als Hauptgesch&auml;ft handelt. Insoweit gelten die zu &sect;&nbsp;5a EStG entwickelten Grunds&auml;tze (zu diesen s. oben B.II.) im Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 GewStG entsprechend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Danach stellt die nicht im Rahmen einer Betriebsaufgabe erfolgende Ver&auml;u&szlig;erung des Schiffs einer Einschiffsgesellschaft, die innerhalb des ersten Jahres erfolgt, in dem die Gesellschaft das Schiff als Handelsschiff im internationalen Verkehr i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 GewStG einsetzt, ein Hilfsgesch&auml;ft dar, wenn die Gesellschaft bei Beginn des Jahres noch die Absicht zum langfristigen Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr hatte und sie den Entschluss, das Schiff zu ver&auml;u&szlig;ern, erst sp&auml;ter gefasst hat. In diesem Fall ist Gegenstand ihres Unternehmens i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 GewStG ausschlie&szlig;lich der Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr. Der K&uuml;rzung des Gewerbeertrags um 80 vom Hundert unterfallen daher sowohl der Gewinn aus dem Einsatz des Schiffs als auch der Gewinn aus seiner Ver&auml;u&szlig;erung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Erfolgte der Einsatz des Schiffs vor seiner Ver&auml;u&szlig;erung hingegen ohne die Absicht des langfristigen Betriebs, so ist Gegenstand des Betriebs i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 GewStG nicht ausschlie&szlig;lich der Betrieb von Handelsschiffen, sondern auch der Schiffshandel. In diesem Fall unterf&auml;llt der K&uuml;rzung des Gewerbeertrags um 80 vom Hundert der Gewinn aus dem Einsatz des Schiffs, da dieser Teil des Gewerbeertrags i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 GewStG auf den Betrieb von Handelsschiffen entf&auml;llt. &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 GewStG erfasst danach nicht nur Unternehmen, die neben dem Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr noch einen weiteren Unternehmensbereich wie z.B. den Betrieb von anderen Schiffen als Handelsschiffen zum Gegenstand haben, sondern auch Unternehmen, die nicht den Betrieb, sondern den Handel von Schiffen zum Gegenstand haben, diese Schiffe aber zuvor auch als Handelsschiffe im internationalen Verkehr i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 GewStG eingesetzt haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Ausgehend von diesen Grunds&auml;tzen ist der angegriffene ge&auml;nderte Gewerbesteuermessbescheid insoweit rechtswidrig, als auch der Gewinn aus dem Einsatz des Schiffs in vollem Umfang in die Bemessungsgrundlage des Gewerbesteuermessbetrags einbezogen wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach den Feststellungen des FG hatte die Kl&auml;gerin, eine Einschiffsgesellschaft, zwar von Anfang an die Absicht, das Schiff zu ver&auml;u&szlig;ern. Sie hat es auch am 5.&nbsp;Dezember 2002, d.h. innerhalb der Jahresfrist ver&auml;u&szlig;ert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Bis zur &Uuml;bergabe an den Erwerber hat die Kl&auml;gerin das Schiff aber als Handelsschiff im internationalen Verkehr i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 S&auml;tze&nbsp;4 und 5 GewStG i.V.m. &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG eingesetzt. Denn den Feststellungen des FG zufolge wurde das von ihr als Vercharterer ausger&uuml;stete Schiff vom Charterer in der Zeit vom 1.&nbsp;Oktober 2002 bis zum 10.&nbsp;Dezember 2002 &uuml;berwiegend zur Bef&ouml;rderung von Personen und G&uuml;tern im internationalen Schiffsverkehr eingesetzt. Zu Recht hat das FG auf diesen Zeitraum abgestellt. Denn wenn, wie im Streitfall, Anschaffung und (Weiter-)Ver&auml;u&szlig;erung des Schiffs im selben Wirtschaftsjahr erfolgen, kann hinsichtlich der Voraussetzung, dass das Schiff im Wirtschaftsjahr &uuml;berwiegend zur Bef&ouml;rderung von Personen und G&uuml;tern im internationalen Verkehr eingesetzt worden sein muss, nur auf die Zeit abgestellt werden, in der der Steuerpflichtige das Schiff als Eigent&uuml;mer oder Charterer gehalten hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hat die Kl&auml;gerin danach das Schiff vor seiner Ver&auml;u&szlig;erung als Handelsschiff im internationalen Verkehr eingesetzt, so ist nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 Halbsatz&nbsp;1 GewStG die Summe des Gewinns und der Hinzurechnungen um 80 vom Hundert des Teils des Gewerbeertrags zu k&uuml;rzen, der auf diesen Einsatz entf&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem steht &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 Halbsatz&nbsp;2 GewStG nicht entgegen. Danach gilt die in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 Satz 3 Halbsatz&nbsp;1 GewStG vorgesehene Aufteilung des Gewerbeertrags zwar nur, wenn der Teil des Gewerbeertrags, der auf den Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr entf&auml;llt, gesondert ermittelt wird. Eine solche gesonderte Ermittlung kommt aber von vornherein nicht in Betracht, wenn es, wie hier, lediglich darum geht, den auf die Ver&auml;u&szlig;erung des Schiffs entfallenden Gewerbeertrag von dem auf den vorangegangenen Einsatz des Schiffs entfallenden Gewerbeertrag zu unterscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>IV. Die Sache ist nicht spruchreif. Da der Senat auf der Grundlage der bisherigen Feststellungen des FG den nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 GewStG zu k&uuml;rzenden Teil nicht selbst berechnen kann, ist die Sache hinsichtlich des ge&auml;nderten Gewerbesteuermessbescheids an das FG zur&uuml;ckzuverweisen. Da der Umfang der K&uuml;rzung auch Bedeutung f&uuml;r die H&ouml;he der Gewerbesteuerr&uuml;ckstellung hat, die bei der Feststellung der gewerblichen Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin zu ber&uuml;cksichtigen ist, ist die Sache auch hinsichtlich des ge&auml;nderten Gewinnfeststellungsbescheids an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.9.2013, IV R 45\/11 Teilweise K&uuml;rzung des Gewinns einer Einschiffsgesellschaft um den auf den Einsatz des Schiffs entfallenden Teil des Gewerbeertrags trotz vorrangig beabsichtigter Ver&auml;u&szlig;erung des Schiffs &#8211; Anwendungsbereich von &sect; 5a EStG &#8211; Beginn der Gewerbesteuerpflicht Leits&auml;tze Der auf den Einsatz eines Schiffs als Handelsschiff im internationalen Verkehr entfallende Teil des &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-45-11-teilweise-kuerzung-des-gewinns-einer-einschiffsgesellschaft-um-den-auf-den-einsatz-des-schiffs-entfallenden-teil-des-gewerbeertrags-trotz-vorrangig-beabsichtigter-veraeusserung-des-schiffs\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;45\/11 &#8211; Teilweise K&uuml;rzung des Gewinns einer Einschiffsgesellschaft um den auf den Einsatz des Schiffs entfallenden Teil des Gewerbeertrags trotz vorrangig beabsichtigter Ver&auml;u&szlig;erung des Schiffs &#8211; Anwendungsbereich von &sect; 5a EStG &#8211; Beginn der Gewerbesteuerpflicht<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-61620","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61620","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61620"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61620\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61620"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61620"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61620"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}