{"id":61621,"date":"2014-02-16T14:35:13","date_gmt":"2014-02-16T12:35:13","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=61621"},"modified":"2014-02-16T14:35:13","modified_gmt":"2014-02-16T12:35:13","slug":"iv-r-46-10-absicht-zum-langfristigen-betrieb-von-handelsschiffen-als-voraussetzung-fuer-die-anwendung-der-gewinnermittlung-nach-der-tonnage-teilbetrieb-is-des-par-16-abs-1-satz-1-nr-1-satz-1-estg-bild","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-46-10-absicht-zum-langfristigen-betrieb-von-handelsschiffen-als-voraussetzung-fuer-die-anwendung-der-gewinnermittlung-nach-der-tonnage-teilbetrieb-is-des-par-16-abs-1-satz-1-nr-1-satz-1-estg-bild\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;46\/10 &#8211; Absicht zum langfristigen Betrieb von Handelsschiffen als Voraussetzung f&uuml;r die Anwendung der Gewinnermittlung nach der Tonnage &#8211; Teilbetrieb i.S. des &sect; 16 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 1 EStG &#8211; Bildung einer Gewerbesteuerr&uuml;ckstellung &#8211; Ma&szlig;geblichkeit der objektiven Rechtslage"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.9.2013, IV R 46\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Absicht zum langfristigen Betrieb von Handelsschiffen als Voraussetzung f&uuml;r die Anwendung der Gewinnermittlung nach der Tonnage &#8211; Teilbetrieb i.S. des &sect; 16 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 1 EStG &#8211; Bildung einer Gewerbesteuerr&uuml;ckstellung &#8211; Ma&szlig;geblichkeit der objektiven Rechtslage<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. &sect; 5a EStG setzt die Absicht des Steuerpflichtigen zum langfristigen Betrieb von Handelsschiffen voraus.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die Ver&auml;u&szlig;erung eines Schiffs mit dem Ziel, aus dem Erl&ouml;s erst das i.S. des &sect; 5a EStG betriebene Schiff zu erwerben, ist kein Hilfsgesch&auml;ft nach &sect; 5a Abs. 2 Satz 2 EStG.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine im Jahr 2001 gegr&uuml;ndete KG, deren Gegenstand insbesondere der Erwerb und Betrieb der MS &quot;A&quot; ist. Der Gesellschaftszweck umfasst zudem den Erwerb, Betrieb und die Ver&auml;u&szlig;erung anderer Seeschiffe sowie das Betreiben von Schifffahrtsgesch&auml;ften aller Art. Komplement&auml;rin der Kl&auml;gerin ohne Verm&ouml;gensbeteiligung ist die A-GmbH; als Kommanditisten sind die S-KG mit einer Einlage von 49.500&nbsp;EUR zu 99&nbsp;% und die B-KG mit einer Einlage von 500&nbsp;EUR zu 1&nbsp;% beteiligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 12.&nbsp;November 2002 schloss die Kl&auml;gerin mit einer Werft in Polen einen Bauvertrag &uuml;ber die Herstellung des Container-Schiffs MS &quot;A&quot; zum Preis von 20,6 Mio. US-$. Die Fertigstellung des Schiffs war f&uuml;r den Herbst 2003 vorgesehen. Am 20.&nbsp;Dezember 2002 schloss die Kl&auml;gerin mit der B-KG einen Vertrag &uuml;ber die Bereederung der MS &quot;A&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Juli 2003 erhielt die Kl&auml;gerin von der X Fonds AG ein Kaufangebot f&uuml;r die noch im Bau befindliche MS &quot;A&quot;. Am 22.&nbsp;September 2003 wurde zwischen der D-KG und der F ein Chartervertrag &uuml;ber die MS &quot;A&quot; abgeschlossen; nach dem Vertrag stand der D-KG das Recht zur Benennung eines Vercharterers und der F das Recht zur Benennung eines Charterers zu. Durch Zusatzvereinbarung vom 30.&nbsp;September 2003 wurden die Z von der D-KG als Vercharterer und die M von der F als Charterer benannt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Vertrag vom 26.&nbsp;September 2003 verkaufte die Kl&auml;gerin die MS &quot;A&quot; zum Preis von 26&nbsp;Mio. US-$ an die Z als Treuh&auml;nderin f&uuml;r die Y-KG. Am 6.&nbsp;Oktober 2003 &uuml;bernahm die Kl&auml;gerin die MS&nbsp;&quot;A&quot; in Polen von der Werft, &uuml;berf&uuml;hrte das Schiff am 7.\/8.&nbsp;Oktober 2003 von Polen nach D&auml;nemark und &uuml;bergab es dort am 9.&nbsp;Oktober 2003 an die Z. Auf der Fahrt von Polen nach D&auml;nemark war die MS &quot;A&quot; mit der Erstausr&uuml;stung sowie einem leeren Container beladen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Zeit vom 6. bis 9.&nbsp;Oktober 2003 war die MS &quot;A&quot; im Schiffsregister beim Amtsgericht &#8230; eingetragen. Nach der Umbenennung in &quot;P&quot; wurde das Schiff ab dem 10.&nbsp;Oktober 2003 von der Z im Rahmen des von der D-KG abgeschlossenen Chartervertrags eingesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den durch die Ver&auml;u&szlig;erung der MS &quot;A&quot; erzielten Gewinn verwendete die Kl&auml;gerin im Jahr 2005 in H&ouml;he von 1.967.087&nbsp;EUR f&uuml;r eine Anzahlung zum Kauf des Container-Schiffs &quot;B&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 18.&nbsp;Dezember 2002 stellte die Kl&auml;gerin einen Antrag auf Anwendung der Tonnagebesteuerung nach &sect;&nbsp;5a des Einkommensteuergesetzes (EStG) ab dem 1.&nbsp;Januar&nbsp;2002. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) gab dem Antrag am 30.&nbsp;Dezember 2002 statt und stellte den Unterschiedsbetrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;4 EStG zum 31.&nbsp;Dezember 2001 auf 0&nbsp;EUR fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid vom 25.&nbsp;April 2005 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen stellte das FA die Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb f&uuml;r das Streitjahr 2003 in H&ouml;he von 2.746&nbsp;EUR antragsgem&auml;&szlig; fest. Der Feststellungsbescheid stand unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung (&sect;&nbsp;164 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;). Am 8.&nbsp;Juni 2005 erlie&szlig; das FA auf Antrag der Kl&auml;gerin einen nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 AO ge&auml;nderten Feststellungsbescheid f&uuml;r das Streitjahr, in dem es die Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von 20.158&nbsp;EUR feststellte. Der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung blieb bestehen. Die Erh&ouml;hung der Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb beruhte auf der Ber&uuml;cksichtigung einer an die V-KG gezahlten Verwaltungskostenpauschale in H&ouml;he von 17.412,07&nbsp;EUR, die der S-KG, zu deren Gesellschaftern die V-KG geh&ouml;rte, als Sonderbetriebseinnahme zugerechnet wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine bei der Kl&auml;gerin u.a. f&uuml;r das Streitjahr durchgef&uuml;hrte Au&szlig;enpr&uuml;fung erlie&szlig; das FA am 17.&nbsp;Januar 2006 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 AO einen ge&auml;nderten Feststellungsbescheid f&uuml;r das Streitjahr und stellte die Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb nun in H&ouml;he von 3.877.811&nbsp;EUR fest; der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung wurde aufgehoben. Die Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb setzten sich zusammen aus laufenden Eink&uuml;nften in H&ouml;he des in der Bilanz der Kl&auml;gerin zum 31.&nbsp;Dezember 2003 ausgewiesenen Jahres&uuml;berschusses von 3.076.134,46&nbsp;EUR sowie Sonderbetriebseinnahmen der A-GmbH in H&ouml;he der Haftungsverg&uuml;tung von 2.500&nbsp;EUR und solchen der B-KG in H&ouml;he von 799.176,81&nbsp;EUR, die auf Provisionen der B-KG aus An- und Verkaufsvermittlung entfielen. Das FA vertrat hierbei die Auffassung, dass der Gewinn der Kl&auml;gerin nicht nach &sect;&nbsp;5a EStG, sondern nach den allgemeinen Vorschriften zu ermitteln sei, da die Kl&auml;gerin im Streitjahr kein Handelsschiff betrieben habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den gegen den &Auml;nderungsbescheid gerichteten Einspruch wies das FA durch Einspruchsentscheidung vom 30.&nbsp;Mai 2006 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. Das Finanzgericht (FG) wies die hiergegen gerichtete Klage mit in Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 424 ver&ouml;ffentlichtem Urteil ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin eine Verletzung des &sect;&nbsp;5a EStG sowie Verfahrensfehler.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragt,<br \/>1. das angefochtene Urteil des Schleswig-Holsteinischen FG vom 12.&nbsp;Oktober 2010&nbsp;&nbsp;5&nbsp;K&nbsp;136\/06 &#8211;zugestellt am 21.&nbsp;Oktober 2010&#8211; aufzuheben,<br \/>2. den ge&auml;nderten Feststellungsbescheid 2003 des FA vom 17.&nbsp;Januar 2006 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 30.&nbsp;Mai 2006 dahingehend zu &auml;ndern, dass die Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb unter Anwendung von &sect;&nbsp;5a EStG von 3.877.811&nbsp;EUR auf 20.158&nbsp;EUR festgestellt werden und somit der ge&auml;nderte Feststellungsbescheid 2003 in Gestalt der Einspruchsentscheidung aufgehoben wird;<br \/>3. hilfsweise f&uuml;r den Fall der Bejahung der Nichtanwendung von &sect;&nbsp;5a EStG als auch von &sect;&nbsp;16 EStG die Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von 3.237.982&nbsp;EUR festzustellen, da bislang keine Gewerbesteuerr&uuml;ckstellung in H&ouml;he von 622.417&nbsp;EUR im Wege der Bilanzberichtigung festgestellt wurde, wobei die bislang nicht ber&uuml;cksichtigte Sonderverg&uuml;tung an die V-KG gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG gegenzurechnen und insoweit der ge&auml;nderte Feststellungsbescheid 2003 aufzuheben ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. Die Revision der Kl&auml;gerin ist begr&uuml;ndet und f&uuml;hrt zur Aufhebung des angegriffenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Im Ergebnis zu Recht sind FA und FG zwar davon ausgegangen, dass die Kl&auml;gerin im Streitjahr die Voraussetzungen f&uuml;r die Anwendung der besonderen Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;5a EStG nicht erf&uuml;llte (dazu B.I.). Zu Recht hat das FG bei der demnach nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 EStG vorzunehmenden Gewinnermittlung auch den Gewinn der Kl&auml;gerin aus der Ver&auml;u&szlig;erung der MS &quot;A&quot; nicht als steuerbeg&uuml;nstigten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn nach &sect;&sect;&nbsp;16, 34 EStG behandelt (dazu B.II.). Auf der Grundlage der bisherigen Feststellungen des FG kann der Senat jedoch nicht entscheiden, ob bei der Feststellung des laufenden Gewinns eine Gewerbesteuerr&uuml;ckstellung gewinnmindernd zu ber&uuml;cksichtigen ist (dazu B.III.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Im Ergebnis zu Recht sind FA und FG davon ausgegangen, dass die Kl&auml;gerin im Streitjahr 2003 die Voraussetzungen f&uuml;r die Anwendung der besonderen Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;5a EStG nicht erf&uuml;llte und ihr Gewinn aus Gewerbebetrieb daher durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 EStG zu ermitteln war. Denn der von ihr erzielte Gewinn entfiel nicht auf den Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr. Die Kl&auml;gerin hat im Streitjahr weder mit dem Einsatz der MS &quot;A&quot; ein Handelsschiff i.S. des &sect;&nbsp;5a EStG betrieben (dazu B.I.1. bis B.I.5.), noch handelt es sich bei der im Streitjahr erfolgten Ver&auml;u&szlig;erung der MS &quot;A&quot; um ein Hilfsgesch&auml;ft i.S. des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG zu einem mit dem Einsatz der MS &quot;B&quot; etwa erfolgten Betrieb von Handelsschiffen (dazu B.I.6.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG ist bei einem Gewerbebetrieb mit Gesch&auml;ftsleitung im Inland der Gewinn, soweit er auf den Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr entf&auml;llt, auf unwiderruflichen Antrag des Steuerpflichtigen nach der in seinem Betrieb gef&uuml;hrten Tonnage zu ermitteln, wenn die Bereederung dieser Handelsschiffe im Inland durchgef&uuml;hrt wird. Nach &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;1 EStG tritt bei Gesellschaften i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG f&uuml;r die Zwecke des &sect;&nbsp;5a EStG an die Stelle des Steuerpflichtigen die Gesellschaft. Als Gewinnermittlungsvorschrift kn&uuml;pft &sect;&nbsp;5a EStG an die Ermittlung des dem Steuerrechtssubjekt zuzurechnenden Gewinns an, d.h. im Fall einer Personengesellschaft an deren Gewinnermittlung und nicht, wie die Kl&auml;gerin offenbar meint, an die konsolidierte Ermittlung des Gewinns f&uuml;r eine &uuml;bergeordnete Gesellschaftsstruktur wie etwa eine Gruppe von Schiffsgesellschaften, deren Schiffe eine Flotte bilden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Handelsschiffe werden nach der Legaldefinition des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG im internationalen Verkehr betrieben, wenn eigene oder gecharterte Seeschiffe, die im Wirtschaftsjahr &uuml;berwiegend in einem inl&auml;ndischen Seeschiffsregister eingetragen sind, in diesem Wirtschaftsjahr &uuml;berwiegend zur Bef&ouml;rderung von Personen oder G&uuml;tern im Verkehr mit oder zwischen ausl&auml;ndischen H&auml;fen, innerhalb eines ausl&auml;ndischen Hafens oder zwischen einem ausl&auml;ndischen Hafen und der Hohen See eingesetzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. &sect;&nbsp;5a EStG setzt die Absicht des Steuerpflichtigen zum langfristigen Betrieb von Handelsschiffen voraus. Die Vorschrift sieht zwar keine bestimmte Mindestzeit f&uuml;r den Betrieb von Handelsschiffen vor. Aus dem Sinn und Zweck der Regelung ergibt sich jedoch, dass nur der langfristig angelegte Betrieb von Handelsschiffen beg&uuml;nstigt werden soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Mit der Einf&uuml;hrung des &sect;&nbsp;5a EStG als Lenkungsnorm mit Subventionscharakter wollte der Gesetzgeber den Schifffahrtsstandort Deutschland sichern und st&auml;rken. Die in dieser Vorschrift vorgesehene pauschale Gewinnermittlung nach der Tonnage bewirkt eine effektive Steuerentlastung der Unternehmer, verlangt daf&uuml;r aber, wie es bereits in der Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs hei&szlig;t, eine langfristige Bindung des aktiven Schifffahrtsbetriebs an den Standort Deutschland (vgl. BTDrucks 13\/8023, S.&nbsp;27, BTDrucks 13\/10271, S.&nbsp;7). Die demnach mit &sect;&nbsp;5a EStG bezweckte langfristige Bindung des aktiven Schifffahrtsbetriebs zur Sicherung des Schifffahrtstandorts Deutschland bildet die Rechtfertigung f&uuml;r die in ihren Wirkungen grunds&auml;tzlich gleichheitswidrige Steuerbeg&uuml;nstigung (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 19.&nbsp;Juli 2011 IV&nbsp;R&nbsp;42\/10, BFHE 234, 226, BStBl II 2011, 878, unter B.II.3.b&nbsp;dd).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die demnach vom Gesetzgeber gewollte und im Hinblick auf die verfassungsrechtliche Rechtfertigung der Vorschrift auch erforderliche langfristige Bindung des Schifffahrtsbetriebs an den Standort Deutschland kommt im Gesetz selbst in der in &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;3 EStG enthaltenen Bindungsfrist hinreichend zum Ausdruck. Danach hat der Steuerpflichtige zwar die Wahl, ob er zur Gewinnermittlung nach der Tonnage optieren oder seinen Gewinn aus dem Betrieb von Handelsschiffen nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 EStG ermitteln will. Er ist aber an seine Entscheidung f&uuml;r einen Zeitraum von zehn Jahren gebunden. Der Gesetzgeber geht also davon aus, dass ein Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr eine gewisse Langfristigkeit erfordert. Beg&uuml;nstigt werden soll danach nur der langfristig angelegte, nicht aber der lediglich vor&uuml;bergehende Betrieb von Handelsschiffen, der etwa erfolgt, wenn eine Einschiffsgesellschaft ihr Schiff kurzfristig zur Bef&ouml;rderung von G&uuml;tern oder Personen einsetzt, um es bis zu seiner von vornherein beabsichtigten Ver&auml;u&szlig;erung wirtschaftlich sinnvoll zu nutzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) F&uuml;r diese Auslegung des &sect;&nbsp;5a EStG spricht auch &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG. Danach geh&ouml;ren zum Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr auch die unmittelbar mit ihrem Einsatz oder ihrer Vercharterung zusammenh&auml;ngenden Neben- und Hilfsgesch&auml;fte einschlie&szlig;lich der Ver&auml;u&szlig;erung der Handelsschiffe. Wie sich bereits aus dem Wortlaut dieser Regelung ergibt, geh&ouml;rt die Ver&auml;u&szlig;erung nur dann zum Betrieb eines Handelsschiffs, wenn dieser das Hauptgesch&auml;ft des Steuerpflichtigen darstellt und es sich bei der Ver&auml;u&szlig;erung um ein Hilfsgesch&auml;ft zu diesem Hauptgesch&auml;ft handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Ver&auml;u&szlig;ert eine Einschiffsgesellschaft ihr Schiff, so gibt sie damit zu erkennen, dass sie das Schiff nicht (mehr) langfristig als Handelsschiff i.S. des &sect;&nbsp;5a EStG einsetzen will.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wird der schuldrechtliche Vertrag &uuml;ber die Ver&auml;u&szlig;erung schon innerhalb eines Jahres seit dem Zeitpunkt geschlossen, zu dem erstmals alle &uuml;brigen Voraussetzungen des &sect;&nbsp;5a EStG vorlagen (Jahresfrist), so spricht nach Ansicht des Senats eine widerlegliche Vermutung daf&uuml;r, dass die Einschiffsgesellschaft schon zu Beginn der Jahresfrist nicht die nach &sect;&nbsp;5a EStG zus&auml;tzlich erforderliche Absicht zum langfristigen Betrieb von Handelsschiffen hatte und der Einsatz des Schiffs daher nicht im Rahmen eines Betriebs von Handelsschiffen i.S. des &sect;&nbsp;5a EStG erfolgte, sondern um die Zeit bis zur von vornherein beabsichtigten Ver&auml;u&szlig;erung des Schiffs wirtschaftlich sinnvoll zu nutzen. Die Ver&auml;u&szlig;erung ist in diesem Fall kein Hilfsgesch&auml;ft zum Einsatz als Hauptgesch&auml;ft, so dass eine Ermittlung des Gewinns aus dem Betrieb des Schiffs einschlie&szlig;lich seiner Ver&auml;u&szlig;erung nach &sect;&nbsp;5a EStG nicht in Betracht kommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Einschiffsgesellschaft kann diese Vermutung durch den Nachweis widerlegen, dass sie zu Beginn der Jahresfrist das Schiff noch in der Absicht eingesetzt hat, langfristig Handelsschiffe i.S. des &sect;&nbsp;5a EStG zu betreiben, und sie den Entschluss zur Ver&auml;u&szlig;erung des Schiffs erst sp&auml;ter gefasst hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ver&auml;u&szlig;ert die Einschiffsgesellschaft ihr Schiff erst nach Ablauf der Jahresfrist, wird widerlegbar vermutet, dass sie das Schiff zun&auml;chst in der Absicht eingesetzt hat, langfristig Handelsschiffe i.S. des &sect;&nbsp;5a EStG zu betreiben, die Ver&auml;u&szlig;erung also ein Hilfsgesch&auml;ft i.S. des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG zum Betrieb als Hauptgesch&auml;ft darstellt. In diesem Fall obliegt es der Finanzbeh&ouml;rde, die Vermutung durch den Nachweis zu widerlegen, dass die Ver&auml;u&szlig;erung des Schiffs schon bei Beginn der Jahresfrist beabsichtigt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die unter B.I.4.a genannte Vermutungsregel gilt allerdings nicht, wenn das Schiff bei Beginn der Jahresfrist schon ver&auml;u&szlig;ert ist oder wenn bei Beginn dieser Frist schon feststeht, dass das Schiff innerhalb der Frist ver&auml;u&szlig;ert werden soll und es auch innerhalb der Frist ver&auml;u&szlig;ert wird. In einem solchen Fall steht vielmehr bereits unwiderlegbar fest, dass die Einschiffsgesellschaft schon bei Beginn der Jahresfrist nicht die Absicht zum langfristigen Betrieb von Handelsschiffen i.S. des &sect;&nbsp;5a EStG hatte und der Einsatz des Schiffs daher nicht im Rahmen eines Betriebs von Handelsschiffen i.S. des &sect;&nbsp;5a EStG erfolgte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Ausgehend von diesen Grunds&auml;tzen sind FA und FG im Ergebnis zu Recht davon ausgegangen, dass die Kl&auml;gerin, eine Einschiffsgesellschaft, mit dem Einsatz der MS &quot;A&quot; im Streitjahr die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;5a EStG nicht erf&uuml;llt hat. Denn sie hat dieses Schiff bereits mit Vertrag vom 26.&nbsp;September 2003 und damit noch vor Beginn der Jahresfrist ver&auml;u&szlig;ert. Diese Frist begann im Streitfall fr&uuml;hestens mit der &Uuml;bernahme der MS &quot;A&quot; von der Werft am 6.&nbsp;Oktober 2003. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Kl&auml;gerin den Vertrag &uuml;ber die Ver&auml;u&szlig;erung der MS &quot;A&quot; aber bereits geschlossen. Damit steht unwiderlegbar fest, dass der Einsatz der MS &quot;A&quot; nicht in der Absicht erfolgte, langfristig Handelsschiffe i.S. des &sect;&nbsp;5a EStG zu betreiben. Dahinstehen kann daher, ob die Kl&auml;gerin, wie sie vortr&auml;gt, w&auml;hrend des Einsatzes der MS &quot;A&quot; tats&auml;chlich Transportauftr&auml;ge ausgef&uuml;hrt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kl&auml;gerin hat im Streitjahr auch nicht etwa deshalb die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;5a EStG erf&uuml;llt, weil sie nach den Feststellungen des FG den Erl&ouml;s aus der Ver&auml;u&szlig;erung der MS &quot;A&quot; im Jahr 2005 teilweise f&uuml;r den Erwerb der MS &quot;B&quot; verwendet hat. Denn die im Streitjahr erfolgte Ver&auml;u&szlig;erung der MS &quot;A&quot; stellt kein Hilfsgesch&auml;ft zu einem etwa mit dem Einsatz der MS &quot;B&quot; ab 2005 erfolgten Betrieb von Handelsschiffen i.S. des &sect;&nbsp;5a EStG dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wie bereits dargelegt, geh&ouml;ren zum Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr nach &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG u.a. auch die unmittelbar mit ihrem Einsatz oder ihrer Vercharterung zusammenh&auml;ngenden Neben- und Hilfsgesch&auml;fte einschlie&szlig;lich der Ver&auml;u&szlig;erung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nebengesch&auml;fte sind dabei solche Gesch&auml;fte, die nicht den eigentlichen Zweck der unternehmerischen Bet&auml;tigung ausmachen und sich auch nicht notwendig aus dem eigentlichen Gesch&auml;ftsbetrieb ergeben, aber in seiner Folge vorkommen und nebenbei mit erledigt werden. Hilfsgesch&auml;fte sind solche Gesch&auml;fte, die der Gesch&auml;ftsbetrieb &uuml;blicherweise mit sich bringt und die die Aufnahme, Fortf&uuml;hrung und Abwicklung der Hauptt&auml;tigkeit erst erm&ouml;glichen. W&auml;hrend Nebengesch&auml;fte regelm&auml;&szlig;ig bei Gelegenheit des Hauptgesch&auml;fts, also zeitlich neben diesem vorkommen, ist es f&uuml;r Hilfsgesch&auml;fte, die in einer funktionalen Beziehung zum Hauptgesch&auml;ft stehen, typisch, dass sie dem Hauptgesch&auml;ft auch zeitlich vor- oder nachgehen k&ouml;nnen (vgl. BFH-Urteil vom 24.&nbsp;November 1983 IV&nbsp;R&nbsp;74\/80, BFHE 139, 569, BStBl II 1984, 155, zu &sect;&nbsp;34c Abs.&nbsp;4 EStG a.F.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Ver&auml;u&szlig;erung eines Schiffs betrifft &uuml;blicherweise die Beendigung seines Einsatzes im Betrieb des Steuerpflichtigen. Sie erfolgt regelm&auml;&szlig;ig als letzter Akt im Anschluss an den Einsatz oder die Vercharterung des Schiffs. Ein Schiff zu erwerben und zu ver&auml;u&szlig;ern, um aus seinem Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s erst das Schiff zu erwerben, mit dem der Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr erfolgen soll, ist f&uuml;r einen solchen Gesch&auml;ftsbetrieb nicht &uuml;blich. Eine entsprechende Ver&auml;u&szlig;erung stellt daher kein Hilfsgesch&auml;ft i.S. des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Danach ist die Ver&auml;u&szlig;erung der MS &quot;A&quot; im Streitjahr kein Hilfsgesch&auml;ft zu einem etwa mit dem Einsatz der MS &quot;B&quot; ab 2005 erfolgten Betrieb von Handelsschiffen i.S. des &sect;&nbsp;5a EStG. Die Kl&auml;gerin hat fr&uuml;hestens durch den Einsatz der MS &quot;B&quot; ein Handelsschiff i.S. des &sect;&nbsp;5a EStG betrieben. Dass sie den Erwerb dieses Schiffs teilweise aus dem Erl&ouml;s der Ver&auml;u&szlig;erung der MS &quot;A&quot; finanziert hat, reicht nicht aus, um die Ver&auml;u&szlig;erung der MS &quot;A&quot; als Hilfsgesch&auml;ft i.S. des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG zu qualifizieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Eine andere Auslegung des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG ist nicht etwa deshalb geboten, weil f&uuml;r die Kl&auml;gerin, die ihren Gewinn im Streitjahr demnach nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 EStG zu ermitteln hatte, keine M&ouml;glichkeit zur &Uuml;bertragung des Gewinns aus der Ver&auml;u&szlig;erung der MS &quot;A&quot; auf die Anschaffungskosten der MS &quot;B&quot; nach &sect;&nbsp;6b EStG bestand. Anders als die Kl&auml;gerin in der m&uuml;ndlichen Verhandlung ge&auml;u&szlig;ert hat, wurden Schiffe durch das Steuerentlastungsgesetz (StEntlG) 1999\/2000\/2002 vom 24.&nbsp;M&auml;rz 1999 (BGBl I 1999, 402) nicht etwa deshalb mit Wirkung ab dem 1.&nbsp;Januar 1999 aus dem Katalog der nach &sect;&nbsp;6b EStG beg&uuml;nstigten Wirtschaftsg&uuml;ter herausgenommen, weil zum gleichen Zeitpunkt die durch das Seeschiffahrtsanpassungsgesetz (SchAnpG) vom 9.&nbsp;September 1998 (BGBl I 1998, 2860) in das EStG eingef&uuml;gte Regelung des &sect;&nbsp;5a EStG in Kraft trat. Dies ergibt sich schon daraus, dass der Beg&uuml;nstigungsausschluss s&auml;mtliche Schiffe und nicht nur Handelsschiffe i.S. des &sect;&nbsp;5a EStG betraf. Zudem enthielt &sect;&nbsp;5a EStG i.d.F. des SchAnpG in seinem Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;b Halbsatz&nbsp;2 zun&auml;chst eine sinngem&auml;&szlig;e Anwendung des &sect;&nbsp;6b EStG im Rahmen der Gewinnermittlung nach der Tonnage, die erst durch das Steuerbereinigungsgesetz 1999 vom 22.&nbsp;Dezember 1999 (BGBl I 1999, 2601) mit Wirkung f&uuml;r nach dem 31.&nbsp;Dezember 1999 endende Wirtschaftsjahre gestrichen wurde. Der Gesetzgeber begr&uuml;ndete diese &Auml;nderung des &sect;&nbsp;5a EStG damit, dass es sich um eine Folge&auml;nderung zur &Auml;nderung des &sect;&nbsp;6b EStG durch Art.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 StEntlG 1999\/2000\/2002 handele (BRDrucks 475\/99, S.&nbsp;57&nbsp;f.). Mit der Herausnahme der Schiffe aus dem Katalog der nach &sect;&nbsp;6b EStG beg&uuml;nstigten Wirtschaftsg&uuml;ter wollte der Gesetzgeber also unabh&auml;ngig von der Einf&uuml;hrung der Gewinnermittlung nach der Tonnage nach &sect;&nbsp;5a EStG die &Uuml;bertragung des Gewinns aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Schiffen insgesamt abschaffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Zu Recht hat das FG es abgelehnt, bei der demnach nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 EStG vorzunehmenden Gewinnermittlung der gewerblichen Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin den Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung der MS &quot;A&quot; als steuerbeg&uuml;nstigten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn nach &sect;&sect;&nbsp;16, 34 EStG zu behandeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;34 EStG sind Gewinne aus der Ver&auml;u&szlig;erung des ganzen Gewerbebetriebs oder eines Teilbetriebs erm&auml;&szlig;igt zu besteuern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Eine Ver&auml;u&szlig;erung des ganzen Gewerbebetriebs setzt voraus, dass alle wesentlichen Betriebsgrundlagen in einem einheitlichen Vorgang auf den Erwerber &uuml;bertragen werden und gleichzeitig die bisher in dem Betrieb entfaltete gewerbliche T&auml;tigkeit endet (z.B. BFH-Urteil vom 17.&nbsp;Juli 2008 X&nbsp;R&nbsp;40\/07, BFHE 222, 433, BStBl II 2009, 43, unter II.2.). Danach liegt hier keine Betriebsver&auml;u&szlig;erung vor. Nach den nicht mit durchgreifenden Verfahrensr&uuml;gen angegriffenen und daher den Senat bindenden Feststellungen des FG hat die Kl&auml;gerin ihre gewerbliche T&auml;tigkeit mit der Ver&auml;u&szlig;erung der MS &quot;A&quot; nicht beendet. Vielmehr war ihre T&auml;tigkeit nach der Ver&auml;u&szlig;erung dieses Schiffs auf den Erwerb und den Betrieb eines neuen Seeschiffs gerichtet. Die Kl&auml;gerin hat dem entsprechend in 2005 die MS &quot;B&quot; erworben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Ver&auml;u&szlig;erung der MS &quot;A&quot; ist auch nicht als Ver&auml;u&szlig;erung eines Teilbetriebs i.S. des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG anzusehen. Denn ein Teilbetrieb setzt u.a. voraus, dass es neben diesem noch mindestens einen weiteren Teilbetrieb im Rahmen des Gesamtbetriebs gibt (vgl. BFH-Urteil vom 16.&nbsp;November 2005 X&nbsp;R&nbsp;17\/03, BFH\/NV 2006, 532). Daran fehlt es im Streitfall, denn das im Streitjahr von der Kl&auml;gerin mit der MS &quot;A&quot; als einzigem Seeschiff betriebene Unternehmen bestand nicht aus mehreren Teilbetrieben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Auf der Grundlage der bisherigen Feststellungen des FG kann der Senat jedoch nicht entscheiden, ob und ggf. in welcher H&ouml;he bei der Feststellung der laufenden Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin eine Gewerbesteuerr&uuml;ckstellung gewinnmindernd zu ber&uuml;cksichtigen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG hat der Steuerpflichtige &#8211;hier die Kl&auml;gerin&#8211; in seinen Bilanzen das Betriebsverm&ouml;gen anzusetzen, das nach den handelsrechtlichen Grunds&auml;tzen ordnungsm&auml;&szlig;iger Buchf&uuml;hrung (GoB) auszuweisen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die handelsrechtlichen GoB ergeben sich insbesondere aus den Bestimmungen des Ersten Abschnitts des Dritten Buchs &quot;Vorschriften f&uuml;r alle Kaufleute&quot; der &sect;&sect;&nbsp;238&nbsp;ff. des Handelsgesetzbuchs (HGB). Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;249 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Alternative&nbsp;1 HGB sind R&uuml;ckstellungen f&uuml;r ungewisse Verbindlichkeiten zu bilden. F&uuml;r nicht vom Abzug als Betriebsausgabe ausgeschlossene Ertragsteuern sind steuerbilanziell R&uuml;ckstellungen zu bilden, wenn die Steuern nach steuerrechtlichen Vorschriften bis zum Ende des Gesch&auml;ftsjahrs entstanden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) F&uuml;r die Besteuerung ist die objektive Rechtslage ma&szlig;gebend. Entsprechen Bilanzans&auml;tze objektiv nicht den jeweils ma&szlig;gebenden Vorschriften, ist das Finanzamt &#8211;und ggf. das FG&#8211; unabh&auml;ngig von einem Recht oder einer Pflicht des Steuerpflichtigen zur Berichtigung der Bilanz gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG zu einer eigenst&auml;ndigen Gewinnermittlung berechtigt und verpflichtet. Die Verpflichtung des Finanzamts, die Gewinnermittlung des Steuerpflichtigen ausschlie&szlig;lich auf der Grundlage des f&uuml;r den Bilanzstichtag objektiv geltenden Rechts ohne R&uuml;cksicht auf Rechtsansichten des Steuerpflichtigen zu pr&uuml;fen und ggf. zu korrigieren, besteht unabh&auml;ngig davon, ob sich die unzutreffende Rechtsansicht des Steuerpflichtigen zu seinen Gunsten oder zu seinen Lasten ausgewirkt hat (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 31.&nbsp;Januar 2013 GrS&nbsp;1\/10, BFHE 240, 162, BStBl II 2013, 317).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ausgehend von diesen Grunds&auml;tzen steht der gewinnmindernden Ber&uuml;cksichtigung der von der Kl&auml;gerin begehrten Gewerbesteuerr&uuml;ckstellung nicht entgegen, dass sie bei Aufstellung ihrer Bilanz f&uuml;r das Streitjahr davon ausging, ihr Gewinn sei nach &sect;&nbsp;5a EStG zu ermitteln und ihr (danach ermittelter) Gewerbeertrag f&uuml;hre nicht zur Festsetzung einer Gewerbesteuer, weshalb auch keine Gewerbesteuerr&uuml;ckstellung zu bilden sei. Da f&uuml;r die Frage, ob eine Gewerbesteuerr&uuml;ckstellung zu bilden ist, nach den insoweit ma&szlig;geblichen Verh&auml;ltnissen am Bilanzstichtag davon auszugehen ist, dass eine entstandene Gewerbesteuer auch erhoben wird und die Inanspruchnahme des Steuerpflichtigen deshalb erwartet werden muss, kommt es nicht darauf an, ob, wie im Streitfall das FA vortr&auml;gt, sp&auml;ter keine Gewerbesteuer festgesetzt wurde und wegen zwischenzeitlich eingetretener Festsetzungsverj&auml;hrung auch nicht mehr festgesetzt werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Senat kann aufgrund der bisherigen Feststellungen des FG nicht entscheiden, ob und ggf. in welcher H&ouml;he Gewerbesteuer entstanden war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 des Gewerbesteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (GewStG) unterliegt der Gewerbesteuer (nur) der stehende Gewerbebetrieb. Die sachliche Gewerbesteuerpflicht der unter &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 GewStG fallenden Gewerbebetriebe beginnt deshalb erst, wenn alle tatbestandlichen Voraussetzungen eines Gewerbebetriebs erf&uuml;llt sind (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 GewStG i.V.m. &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 EStG) und der Gewerbebetrieb in Gang gesetzt worden ist. W&auml;hrend die Einkommensteuer als Personensteuer s&auml;mtliche betrieblichen Vorg&auml;nge beginnend mit der ersten Vorbereitungshandlung zur Er&ouml;ffnung eines Betriebs erfasst, ist Gegenstand der Gewerbesteuer nur der auf den laufenden Betrieb entfallende, durch eigene gewerbliche Leistungen entstandene Gewinn. Dies ergibt sich aus dem Wesen der Gewerbesteuer als einer auf den t&auml;tigen Gewerbebetrieb bezogenen Sachsteuer (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteil vom 30.&nbsp;August 2012 IV&nbsp;R&nbsp;54\/10, BFHE 238, 198, BStBl II 2012, 927).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ma&szlig;gebend f&uuml;r den Beginn des Gewerbebetriebs i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 GewStG ist der Beginn der werbenden T&auml;tigkeit. Entscheidend ist, wann die Voraussetzungen f&uuml;r die erforderliche Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr tats&auml;chlich erf&uuml;llt sind, so dass das Unternehmen sich daran mit eigenen gewerblichen Leistungen beteiligen kann. Der Zeitpunkt des Beginns der werbenden T&auml;tigkeit ist unter Ber&uuml;cksichtigung der Verkehrsauffassung nach den jeweiligen Umst&auml;nden des Einzelfalls zu ermitteln und kann f&uuml;r die verschiedenen Betriebsarten unterschiedlich zu bestimmen sein (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteil in BFHE 238, 198, BStBl II 2012, 927). Diese Rechtsgrunds&auml;tze gelten gleicherma&szlig;en f&uuml;r Einzelgewerbetreibende wie f&uuml;r Personengesellschaften, und zwar unabh&auml;ngig von der Rechtsform ihrer Gesellschafter (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteil in BFHE 238, 198, BStBl II 2012, 927).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das angegriffene Urteil enth&auml;lt keine Ausf&uuml;hrungen zu der Frage, ob und ggf. in welchem Umfang bei der Feststellung der laufenden Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin eine Gewerbesteuerr&uuml;ckstellung gewinnmindernd zu ber&uuml;cksichtigen ist. Die bisherigen Feststellungen des FG reichen auch nicht aus, um diese Frage zu entscheiden. Insbesondere kann auf der bisherigen Tatsachengrundlage nicht entschieden werden, ob und ggf. durch welche T&auml;tigkeit die Kl&auml;gerin im Streitjahr 2003 gewerbesteuerpflichtig war. Durch die Aufhebung des angegriffenen Urteils und die Zur&uuml;ckverweisung der Sache erh&auml;lt das FG daher Gelegenheit, die erforderlichen Feststellungen nachzuholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>IV. Ist das angegriffene Urteil danach aufzuheben und die Sache an das FG zur&uuml;ckzuverweisen, kommt es auf die von der Kl&auml;gerin erhobenen Verfahrensr&uuml;gen nicht mehr an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.9.2013, IV R 46\/10 Absicht zum langfristigen Betrieb von Handelsschiffen als Voraussetzung f&uuml;r die Anwendung der Gewinnermittlung nach der Tonnage &#8211; Teilbetrieb i.S. des &sect; 16 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 1 EStG &#8211; Bildung einer Gewerbesteuerr&uuml;ckstellung &#8211; Ma&szlig;geblichkeit der objektiven Rechtslage Leits&auml;tze 1. &sect; 5a EStG setzt die Absicht &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-46-10-absicht-zum-langfristigen-betrieb-von-handelsschiffen-als-voraussetzung-fuer-die-anwendung-der-gewinnermittlung-nach-der-tonnage-teilbetrieb-is-des-par-16-abs-1-satz-1-nr-1-satz-1-estg-bild\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;46\/10 &#8211; Absicht zum langfristigen Betrieb von Handelsschiffen als Voraussetzung f&uuml;r die Anwendung der Gewinnermittlung nach der Tonnage &#8211; Teilbetrieb i.S. des &sect; 16 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 1 EStG &#8211; Bildung einer Gewerbesteuerr&uuml;ckstellung &#8211; Ma&szlig;geblichkeit der objektiven Rechtslage<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-61621","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61621","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61621"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61621\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61621"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61621"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61621"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}