{"id":61629,"date":"2014-02-16T14:33:24","date_gmt":"2014-02-16T12:33:24","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=61629"},"modified":"2014-02-16T14:33:24","modified_gmt":"2014-02-16T12:33:24","slug":"vi-r-51-12-keine-regelmaessige-arbeitsstaette-bei-wiederholter-befristeter-zuweisung-des-arbeitnehmers-an-einen-anderen-betriebsteil-des-arbeitgebers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-51-12-keine-regelmaessige-arbeitsstaette-bei-wiederholter-befristeter-zuweisung-des-arbeitnehmers-an-einen-anderen-betriebsteil-des-arbeitgebers\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;51\/12 &#8211; Keine regelm&auml;&szlig;ige Arbeitsst&auml;tte bei wiederholter befristeter Zuweisung des Arbeitnehmers an einen anderen Betriebsteil des Arbeitgebers"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.9.2013, VI R 51\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine regelm&auml;&szlig;ige Arbeitsst&auml;tte bei wiederholter befristeter Zuweisung des Arbeitnehmers an einen anderen Betriebsteil des Arbeitgebers<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Ein Arbeitnehmer, der von seinem Arbeitgeber wiederholt f&uuml;r ein Jahr befristet an einem anderen Betriebsteil des Arbeitgebers als seinem bisherigen T&auml;tigkeitsort eingesetzt wird, begr&uuml;ndet dort keine regelm&auml;&szlig;ige Arbeitsst&auml;tte i.S. des &sect; 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 EStG.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) wurden im Streitjahr 2007 zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Der Kl&auml;ger erzielte Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit aus seiner T&auml;tigkeit als leitender Ingenieur bei der X AG. Die Einstellung im Jahre 1984 erfolgte f&uuml;r die Zweigstelle in A. Im Streitjahr 2007 war der Kl&auml;ger bereits seit mehreren Jahren jeweils f&uuml;r ein Jahr befristet bei einem Betriebsteil seines Arbeitgebers in B t&auml;tig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In seiner Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr machte der Kl&auml;ger Kosten f&uuml;r Fahrten zwischen dem Wohnort des Kl&auml;gers in C und seiner Zweitwohnung am Arbeitsort und f&uuml;r Fahrten zwischen der Zweitwohnung und der Arbeitsst&auml;tte in B nach Dienstreisegrunds&auml;tzen geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) vertrat im Einkommensteuerbescheid vom 29.&nbsp;Juli 2008 die Auffassung, eine Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit liege nicht vor. Der Kl&auml;ger habe vielmehr in B eine regelm&auml;&szlig;ige Arbeitsst&auml;tte und unterhalte dort eine doppelte Haushaltsf&uuml;hrung. Wegekosten seien deshalb lediglich &#8211;in H&ouml;he der Entfernungspauschale&#8211; f&uuml;r die Fahrten zwischen der Zweitwohnung und der Arbeitsst&auml;tte anzuerkennen. Familienheimfahrten seien nicht zu ber&uuml;cksichtigen. Denn der Kl&auml;ger habe hierf&uuml;r eine steuerfreie Erstattung von 0,30&nbsp;EUR je Entfernungskilometer erhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen nach erfolglosem Einspruch erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) als unbegr&uuml;ndet ab. Es vertrat die Auffassung, bei den geltend gemachten Fahrtkosten handele es sich um Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsst&auml;tte bzw. um Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsf&uuml;hrung, nicht hingegen um Fahrten im Rahmen einer Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts. Sie wenden sich gegen die Annahme des FG, der T&auml;tigkeitsort in B stelle eine regelm&auml;&szlig;ige Arbeitsst&auml;tte i.S. von &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes (EStG) dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>das Urteil des FG des Saarlandes vom 25.&nbsp;Januar 2012&nbsp;&nbsp;2&nbsp;K&nbsp;1026\/10 aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid vom 7.&nbsp;September 2010 in der Weise abzu&auml;ndern, dass aufgrund der T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers in B insgesamt 11.728&nbsp;EUR als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit angesetzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. 1. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat die Fahrtkosten des Kl&auml;gers f&uuml;r die Fahrten von seinem Wohnort in C nach seiner T&auml;tigkeitsst&auml;tte in B sowie die Fahrten von seiner Zweitwohnung nach dort zu Unrecht lediglich im Rahmen der Entfernungspauschalen i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4 und Nr.&nbsp;5 EStG ber&uuml;cksichtigt. Denn der Kl&auml;ger war in B ausw&auml;rts t&auml;tig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Fahrtkosten eines Arbeitnehmers im Rahmen einer beruflich veranlassten Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit sind Erwerbsaufwendungen und gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG in H&ouml;he des daf&uuml;r tats&auml;chlich entstandenen Aufwands als Werbungskosten zu ber&uuml;cksichtigen. &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4 EStG kommt insoweit nicht zur Anwendung (Senatsurteile vom 11.&nbsp;Mai 2005 VI&nbsp;R&nbsp;7\/02, BFHE 209, 502, BStBl II 2005, 782; VI&nbsp;R&nbsp;70\/03, BFHE 209, 508, BStBl II 2005, 785; vom 10.&nbsp;April 2008 VI&nbsp;R&nbsp;66\/05, BFHE 221, 35, BStBl II 2008, 825). Denn ein Arbeitnehmer, der au&szlig;erhalb einer dem Arbeitgeber zuzuordnenden Betriebsst&auml;tte oder an einer solchen nur vor&uuml;bergehend und damit ausw&auml;rts t&auml;tig ist, hat typischerweise nicht die M&ouml;glichkeit, seine Wegekosten gering zu halten (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsurteile vom 17.&nbsp;Juni 2010 VI&nbsp;R&nbsp;35\/08, BFHE 230, 147, BStBl II 2010, 852; vom 9.&nbsp;Februar 2012 VI&nbsp;R&nbsp;22\/10, BFHE 236, 426, BStBl II 2012, 827).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit liegt u.a. vor, wenn der Arbeitnehmer vor&uuml;bergehend au&szlig;erhalb seiner Wohnung und seiner regelm&auml;&szlig;igen Arbeitsst&auml;tte beruflich t&auml;tig wird (Senatsurteile vom 15.&nbsp;Mai 2013 VI&nbsp;R&nbsp;41\/12, BFHE 241, 378, BStBl II 2013, 704; vom 13.&nbsp;Juni 2012 VI&nbsp;R&nbsp;47\/11, BFHE 238, 53, BStBl II 2013, 169; in BFHE 221, 35, BStBl II 2008, 825; in BFHE 209, 508, BStBl II 2005, 785; R&nbsp;9.4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 der Lohnsteuer-Richtlinien &#8211;LStR&#8211;); dies gilt auch dann, wenn der Arbeitnehmer seiner Berufst&auml;tigkeit vor&uuml;bergehend l&auml;ngerfristig an einer anderen betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers nachgeht. Denn eine vor&uuml;bergehende T&auml;tigkeitsst&auml;tte wird nicht durch blo&szlig;en Zeitablauf zum T&auml;tigkeitsmittelpunkt bzw. zur regelm&auml;&szlig;igen Arbeitsst&auml;tte des Arbeitnehmers (vgl. Senatsurteile vom 19.&nbsp;Dezember 2005 VI&nbsp;R&nbsp;30\/05, BFHE 212, 218, BStBl II 2006, 378; vom 10.&nbsp;Juli 2008 VI&nbsp;R&nbsp;21\/07, BFHE 222, 391, BStBl II 2009, 818; Schmidt\/Kr&uuml;ger, EStG, 32.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;19 Rz&nbsp;110, Stichwort: Reisekosten &lt;Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit&gt;; R&nbsp;9.4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 LStR). Vielmehr wird eine betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers nur dann zur regelm&auml;&szlig;igen Arbeitsst&auml;tte i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4 EStG, wenn der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmer dieser T&auml;tigkeitsst&auml;tte dauerhaft zugeordnet hat (Senatsurteile vom 19.&nbsp;Januar 2012 VI&nbsp;R&nbsp;36\/11, BFHE 236, 353, BStBl II 2012, 503; VI&nbsp;R&nbsp;32\/11, BFH\/NV 2012, 936; vom 9.&nbsp;Juli 2011 VI&nbsp;R&nbsp;55\/10, BFHE 234, 164, BStBl II 2012, 38; VI&nbsp;R&nbsp;36\/10, BFHE 234, 160, BStBl II 2012, 36; VI&nbsp;R&nbsp;58\/09, BFHE 234, 155, BStBl II 2012, 34).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ob der Arbeitnehmer lediglich &#8211;unter Beibehaltung seiner bisherigen regelm&auml;&szlig;igen Arbeitsst&auml;tte&#8211; &quot;vor&uuml;bergehend&quot; in einer anderen betrieblichen Einrichtung seines Arbeitgebers t&auml;tig wird oder von Anbeginn dauerhaft an den neuen Besch&auml;ftigungsort entsandt wurde und dort eine (neue) regelm&auml;&szlig;ige Arbeitsst&auml;tte begr&uuml;ndet hat, ist nach den Gesamtumst&auml;nden des Einzelfalls zu beurteilen (vgl. z.B. Oberfinanzdirektion &#8211;OFD&#8211; M&uuml;nster, Kurzinfo ESt Nr.&nbsp;1\/2011 vom 4.&nbsp;Januar 2011, Der Betrieb 2011, 206; OFD Rheinland und OFD M&uuml;nster vom 13.&nbsp;Februar&nbsp;2009 S&nbsp;2338-1001-St&nbsp;215 bzw. S&nbsp;2353-20-St 22-31, Deutsches Steuerrecht 2009, 432). Hierf&uuml;r ist insbesondere anhand der der Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit zugrundeliegenden Vereinbarung &#8211;ex ante&#8211; zu beurteilen, ob der Arbeitnehmer voraussichtlich an seine regelm&auml;&szlig;ige Arbeitsst&auml;tte zur&uuml;ckkehren und dort seine berufliche T&auml;tigkeit fortsetzen wird. Denn das Gesetz gibt derzeit noch (anders als k&uuml;nftig &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 EStG i.d.F. des Gesetzes zur &Auml;nderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts vom 20.&nbsp;Februar 2013, BGBl I 2013, 285) keine zeitliche Obergrenze f&uuml;r die Annahme einer vor&uuml;bergehenden Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Gemessen daran h&auml;lt die Vorentscheidung einer revisionsrechtlichen &Uuml;berpr&uuml;fung nicht stand. Der Arbeitsort in B stellt nicht die regelm&auml;&szlig;ige Arbeitsst&auml;tte des Kl&auml;gers dar; vielmehr liegt eine Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindenden Feststellungen des FG beruhte die T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers am Betriebssitz in B auf betriebsinternen Vereinbarungen, nach denen der Einsatz wiederholt auf ein Jahr befristet wurde. Nach der f&uuml;r die Beurteilung des Vorliegens einer regelm&auml;&szlig;igen Arbeitsst&auml;tte ma&szlig;gebenden ex ante Beurteilung war die T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers in B danach vor&uuml;bergehend, der Kl&auml;ger damit ausw&auml;rts t&auml;tig. Die Aufwendungen des Kl&auml;gers f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsst&auml;tte sind daher nicht lediglich mit der Entfernungspauschale, sondern gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG in tats&auml;chlicher H&ouml;he als Werbungskosten zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Abziehbarkeit der tats&auml;chlichen Fahrtkosten steht auch nicht entgegen, dass der Kl&auml;ger einen Zweitwohnsitz in B begr&uuml;ndet hat. Der Bezug einer Unterkunft an einem Besch&auml;ftigungsort, der &#8211;wie im Streitfall&#8211; nicht den Begriff der regelm&auml;&szlig;igen Arbeitsst&auml;tte erf&uuml;llt, begr&uuml;ndet keine doppelte Haushaltsf&uuml;hrung i.S. des &sect; 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 EStG (vgl. Senatsurteile vom 11.&nbsp;Mai 2005 in BFHE 209, 502, BStBl II 2005, 782; VI R 34\/04, BFHE 209, 527, BStBl II 2005, 793; in BFHE 209, 508, BStBl II 2005, 785, und VI R 25\/04, BFHE 209, 523, BStBl II 2005, 791).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Vorentscheidung ist von anderen Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen. Sie war deshalb aufzuheben. Die Sache ist nicht spruchreif. Das FG hat, ausgehend von seiner abweichenden Rechtsauffassung, die H&ouml;he der tats&auml;chlichen Aufwendungen f&uuml;r Fahrten zwischen dem Familienwohnsitz und der Wohnung am Arbeitsort nicht festgestellt. Dies hat es im zweiten Rechtsgang nachzuholen und die tats&auml;chlichen Aufwendungen je gefahrenen Kilometer als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit zu ber&uuml;cksichtigen. Sollte sich im zweiten Rechtsgang ergeben, dass bei den Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung ein zu hoher Betrag als Absetzung f&uuml;r Abnutzung ber&uuml;cksichtigt wurde, w&auml;re dies ggf. nach &sect;&nbsp;177 der Abgabenordnung zu korrigieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.9.2013, VI R 51\/12 Keine regelm&auml;&szlig;ige Arbeitsst&auml;tte bei wiederholter befristeter Zuweisung des Arbeitnehmers an einen anderen Betriebsteil des Arbeitgebers Leits&auml;tze Ein Arbeitnehmer, der von seinem Arbeitgeber wiederholt f&uuml;r ein Jahr befristet an einem anderen Betriebsteil des Arbeitgebers als seinem bisherigen T&auml;tigkeitsort eingesetzt wird, begr&uuml;ndet dort keine regelm&auml;&szlig;ige Arbeitsst&auml;tte i.S. des &sect; 9 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-51-12-keine-regelmaessige-arbeitsstaette-bei-wiederholter-befristeter-zuweisung-des-arbeitnehmers-an-einen-anderen-betriebsteil-des-arbeitgebers\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;51\/12 &#8211; Keine regelm&auml;&szlig;ige Arbeitsst&auml;tte bei wiederholter befristeter Zuweisung des Arbeitnehmers an einen anderen Betriebsteil des Arbeitgebers<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-61629","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61629","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61629"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61629\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61629"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61629"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61629"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}