{"id":61630,"date":"2014-02-16T14:33:25","date_gmt":"2014-02-16T12:33:25","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=61630"},"modified":"2014-02-16T14:33:25","modified_gmt":"2014-02-16T12:33:25","slug":"iii-r-32-11-anspruch-auf-differenz-kindergeld-bei-erwerbstaetigkeit-in-der-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-32-11-anspruch-auf-differenz-kindergeld-bei-erwerbstaetigkeit-in-der-schweiz\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;32\/11 &#8211; Anspruch auf (Differenz-)Kindergeld bei Erwerbst&auml;tigkeit in der Schweiz"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.9.2013, III R 32\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Anspruch auf (Differenz-)Kindergeld bei Erwerbst&auml;tigkeit in der Schweiz<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Wohnen Eltern mit ihren Kindern in Deutschland, arbeiten aber beide in der Schweiz, entf&auml;llt der nach den &sect;&sect; 62 ff. EStG bestehende Kindergeldanspruch des nach dem EStG (vorrangig) Anspruchsberechtigten nicht dadurch, dass er gem&auml;&szlig; Art. 13 Abs. 2 Buchst. a der VO (EWG) Nr. 1408\/71 nicht den deutschen Rechtsvorschriften unterliegt. Es ist ein Anspruch nach Art. 10 Abs. 1 Buchst. a der VO (EWG) Nr. 574\/72 auf die Differenz zwischen dem in der Schweiz gezahlten und einem h&ouml;heren deutschen Kindergeld gegeben.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Es ist streitig, ob die gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) zugunsten seiner im Streitzeitraum minderj&auml;hrigen Tochter (T) bestehende Festsetzung von deutschem Differenzkindergeld zu Recht ab Januar 2003 aufgehoben wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger wohnte mit T und seiner Ehefrau (E) &#8211;der Kindsmutter&#8211; in der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland). E war in der Schweiz als Arbeitnehmerin versicherungspflichtig erwerbst&auml;tig und erhielt jedenfalls seit Juni 2002 in der Schweiz Kinderzulagen. Der Kl&auml;ger erkl&auml;rte urspr&uuml;nglich gegen&uuml;ber der Beklagten und Revisionsbeklagten (Familienkasse), ausschlie&szlig;lich in Deutschland eine selbst&auml;ndige T&auml;tigkeit auszu&uuml;ben. Der Kl&auml;ger bezog aufgrund dieser Angaben seit Juni 2002 deutsches Differenzkindergeld f&uuml;r T. Die Familienkasse setzte das Kindergeld mit Bescheid vom 22.&nbsp;Februar 2005 ab Januar 2005 und mit Bescheid vom 2.&nbsp;September 2005 ab September 2005 jeweils vorl&auml;ufig fest, weil der Kl&auml;ger der Familienkasse die H&ouml;he der schweizerischen Kinderzulagen nicht nachgewiesen hatte. Im September 2007 wurde der Familienkasse bekannt, dass auch der Kl&auml;ger in der Schweiz als Arbeitnehmer geringf&uuml;gig t&auml;tig war. Im August 2008 erfuhr sie, dass der Kl&auml;ger die genannte &#8211;in der Schweiz versicherungspflichtige&#8211; T&auml;tigkeit bereits seit 2002 aus&uuml;bte und hierf&uuml;r sp&auml;testens seit 2003 Beitr&auml;ge zur Schweizerischen Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) zahlte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daraufhin hob die Familienkasse mit Bescheid vom 27.&nbsp;November 2008 die Kindergeldfestsetzung f&uuml;r T ab Januar 2003 auf und forderte das f&uuml;r den Zeitraum Januar 2003 bis Februar 2007 gezahlte Differenzkindergeld in H&ouml;he von insgesamt 5.230,67&nbsp;EUR zur&uuml;ck. Der Einspruch blieb erfolglos. Nach Ansicht der Familienkasse war der Kindergeldanspruch des Kl&auml;gers nach &sect;&nbsp;65 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r den Streitzeitraum ma&szlig;geblichen Fassung (EStG) ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 1441 ver&ouml;ffentlichten Urteil ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger macht mit der Revision die Verletzung materiellen Rechts geltend. Der Aufhebungsbescheid versto&szlig;e bereits gegen das Bestimmtheitsgebot, weil er nicht die der Aufhebung zugrundeliegenden Festsetzungsbescheide bezeichne. Daneben versto&szlig;e die Vorentscheidung gegen Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes. Insbesondere sei die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 8.&nbsp;Juni 2004&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;5\/00 (BVerfGE 110, 412), wonach die im Inland wohnenden Grenzg&auml;nger keinen Anspruch auf deutsches Differenzkindergeld h&auml;tten, nicht auf den Streitfall &uuml;bertragbar. Schlie&szlig;lich widerspreche die Vorentscheidung dem Unionsrecht. Aus dem Urteil des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) vom 20.&nbsp;Mai 2008 C-352\/06 in der Rechtssache Bosmann (Slg. 2008, I-3827) ergebe sich, dass der Wohnstaat nicht daran gehindert sei, Personen, die nach Art.&nbsp;13 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a der Verordnung (EWG) Nr.&nbsp;1408\/71 des Rates vom 14.&nbsp;Juni 1971 &uuml;ber die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbst&auml;ndige sowie deren Familienangeh&ouml;rige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (VO Nr.&nbsp;1408\/71), den Rechtsvorschriften des Besch&auml;ftigungsstaats unterl&auml;gen, Familienleistungen nach den Rechtsvorschriften des Wohnstaats zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall sei die gegebene Kumulierung der Anspr&uuml;che im Wohn- und Besch&auml;ftigungsstaat nach Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a der Verordnung (EWG) Nr.&nbsp;574\/72 des Rates vom 21.&nbsp;M&auml;rz 1972 &uuml;ber die Durchf&uuml;hrung der Verordnung (EWG) Nr.&nbsp;1408\/71 &uuml;ber die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbst&auml;ndige sowie deren Familienangeh&ouml;rige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (VO Nr.&nbsp;574\/72), aufzul&ouml;sen. Dies deshalb, weil der Anspruch auf Familienleistungen im Wohnstaat der Kinder (Deutschland) nicht von einer Versicherung, Besch&auml;ftigung oder selbst&auml;ndigen T&auml;tigkeit abh&auml;nge. Danach ruhe der deutsche Kindergeldanspruch bis zur H&ouml;he der schweizerischen Kinderzulage. Im &Uuml;brigen schulde der Wohnstaat den Differenzbetrag.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Welcher Elternteil die jeweiligen Anspruchsvoraussetzungen erf&uuml;lle, sei unerheblich. Anderenfalls verl&ouml;re der Kl&auml;ger seinen Anspruch auf Differenzkindergeld nur deshalb, weil er nicht im Wohnstaat, sondern als Wanderarbeitnehmer in einem anderen Staat t&auml;tig sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aber selbst wenn &sect;&nbsp;65 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;2 EStG anwendbar sein sollte, w&auml;re der unionsrechtliche Vorrang des Art.&nbsp;39 des Vertrags zur Gr&uuml;ndung der Europ&auml;ischen Gemeinschaft (jetzt Art.&nbsp;45 des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union), jedenfalls der im Verh&auml;ltnis zur Schweiz unmittelbar anwendbare Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 der VO Nr.&nbsp;1408\/71 zu beachten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, das angefochtene Urteil, den Aufhebungsbescheid vom 27.&nbsp;November 2008 und die hierzu ergangene Einspruchsentscheidung vom 15.&nbsp;Januar 2010 der Familienkasse aufzuheben sowie die Hinzuziehung des Prozessbevollm&auml;chtigten im Vorverfahren f&uuml;r notwendig zu erkl&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat entscheidet mit Einverst&auml;ndnis der Beteiligten ohne m&uuml;ndliche Verhandlung (&sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung&nbsp;&nbsp;&#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Die Vorentscheidung, der Aufhebungsbescheid vom 27.&nbsp;November 2008 und die hierzu ergangene Einspruchsentscheidung vom 15.&nbsp;Januar 2010 sind aufzuheben (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Familienkasse &#8230; der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ist aufgrund eines Organisationsaktes (Beschluss des Vorstands der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit Nr.&nbsp;21\/2013 vom 18.&nbsp;April 2013 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;11 des Finanzverwaltungsgesetzes, Amtliche Nachrichten der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, Ausgabe Mai 2013, S.&nbsp;6&nbsp;ff.) im Wege des gesetzlichen Parteiwechsels in die Beteiligtenstellung der Agentur f&uuml;r Arbeit &#8230; &#8211;Familienkasse&#8211; eingetreten (s. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 22.&nbsp;August 2007 X&nbsp;R&nbsp;2\/04, BFHE 218, 533, BStBl II 2008, 109, unter II.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Familienkasse war nicht befugt, die Festsetzung des deutschen Differenzkindergeldes aufzuheben. Dem Kl&auml;ger steht ein solcher Anspruch zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach den den Senat bindenden Feststellungen des FG (vgl. &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) lagen die Voraussetzungen f&uuml;r einen Kindergeldanspruch des Kl&auml;gers nach &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, &sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, Abs.&nbsp;3 EStG vor. Es bestanden auch keine Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass dieser Kindergeldanspruch nach &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG mangels Aufnahme der T in den Haushalt des Kl&auml;gers ausgeschlossen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dem Kl&auml;ger stand ab Juni 2002 ein Anspruch auf deutsches Differenzkindergeld zu. Es lag eine Konstellation vor, die von Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a der VO Nr.&nbsp;574\/72 erfasst wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach dem Abkommen zwischen der Europ&auml;ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Schweizerischen Eidgenossenschaft andererseits &uuml;ber die Freiz&uuml;gigkeit vom 21.&nbsp;Juni 1999 &#8211;Freiz&uuml;gigkeitsabkommen&#8211; (BGBl II 2001, 810&nbsp;ff.), das am 2.&nbsp;September 2001 als Gesetz beschlossen worden ist (BGBl II 2001, 810), gelten seit dem In-Kraft-Treten am 1.&nbsp;Juni 2002 (BGBl II 2002, 1692) im Verh&auml;ltnis zwischen Deutschland und der Schweiz die VO Nr.&nbsp;1408\/71 und die VO Nr.&nbsp;574\/72 (Anhang II, BGBl II 2001, 822). Danach sind die &#8211;dem &sect;&nbsp;65 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG vorgehenden&#8211; Antikumulierungsregeln des Art.&nbsp;76 der VO Nr.&nbsp;1408\/71 und des Art.&nbsp;10 der VO Nr.&nbsp;574\/72 zu beachten. Sie regeln F&auml;lle, in denen eine Kumulierung der Anspr&uuml;che auf Familienleistungen nach den Rechtsvorschriften des Wohnstaats mit den Anspr&uuml;chen des Besch&auml;ftigungsstaats eintreten kann (z.B. EuGH-Urteil vom 7.&nbsp;Juni 2005 C-543\/03, Dodl und Oberhollenzer, Slg.&nbsp;2005, I-5049 Rdnr.&nbsp;49). Ist der Kindergeldanspruch &#8211;wie hier&#8211; im Wohnstaat des Kindes (Deutschland) nicht von der Aus&uuml;bung einer Erwerbst&auml;tigkeit abh&auml;ngig, kommt allein eine Anwendung des Art.&nbsp;10 der VO Nr.&nbsp;574\/72 in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Unerheblich f&uuml;r die Anwendung des Art.&nbsp;10 der VO Nr.&nbsp;574\/72 ist, ob der Kl&auml;ger als der nach deutschem Recht Kindergeldberechtigte selbst die Voraussetzungen des Art.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a der VO Nr.&nbsp;1408\/71 erf&uuml;llt. Ausreichend ist vielmehr, wenn das Kind als Familienangeh&ouml;riger des Elternteils, der Arbeitnehmer ist, von dem pers&ouml;nlichen Geltungsbereich der VO Nr.&nbsp;1408\/71 erfasst wird (EuGH-Urteil vom 4.&nbsp;Juli 1985 C-104\/84, Kromhout, Slg.&nbsp;1985, 2205 Rdnr.&nbsp;15; vgl. auch EuGH-Urteil vom 14.&nbsp;Oktober 2010 C-16\/09, Schwemmer, Slg.&nbsp;2010, I-9717 Rdnr.&nbsp;38; Senatsurteil vom 26.&nbsp;Juli 2012 III&nbsp;R&nbsp;97\/08, BFHE 238, 120, BStBl II 2013, 24).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Eine solche Konstellation ist im Streitfall ab Juni 2002 gegeben. E hat in der Schweiz eine T&auml;tigkeit als Arbeitnehmerin i.S. von Art.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a der VO Nr.&nbsp;1408\/71 ausge&uuml;bt. Ebenso ist T eine Familienangeh&ouml;rige von E nach Art.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;f Ziff.&nbsp;i der VO Nr.&nbsp;1408\/71, so dass sowohl E als auch T in den pers&ouml;nlichen Geltungsbereich der VO Nr.&nbsp;1408\/71 fallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a der VO Nr.&nbsp;574\/72 wird die Kumulierung der Anspr&uuml;che des Kl&auml;gers im Wohnstaat (Deutschland) mit den Anspr&uuml;chen der E im Besch&auml;ftigungsstaat (Schweiz) dadurch beseitigt, dass der deutsche Kindergeldanspruch in H&ouml;he der schweizerischen Kinderzulagen ruht. Ein weiter gehender deutscher Kindergeldanspruch wird nicht ausgeschlossen (vgl. EuGH-Urteil Kromhout in Slg.&nbsp;1985, 2205 Rdnr.&nbsp;23). Danach stand dem Kl&auml;ger zun&auml;chst deutsches Differenzkindergeld zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine &#8211;die &quot;Priorit&auml;tenumkehr&quot; ausl&ouml;sende&#8211; Berufst&auml;tigkeit des Kl&auml;gers in Deutschland i.S. des Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b Ziff.&nbsp;i der VO Nr.&nbsp;574\/72 ist vom FG nicht festgestellt worden, im &Uuml;brigen auch nicht entscheidungserheblich, weil der Kl&auml;ger lediglich deutsches Differenzkindergeld begehrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Dieser Anspruch auf Differenzkindergeld ist nicht dadurch entfallen, dass der Kl&auml;ger eine nichtselbst&auml;ndige T&auml;tigkeit in der Schweiz ausge&uuml;bt hat, f&uuml;r die er sp&auml;testens ab 2003 Beitr&auml;ge in die AHV entrichtet hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FG ist zutreffend davon ausgegangen, dass der BFH nach seiner fr&uuml;heren Rechtsprechung in einem Fall, in dem beide Kindergeldberechtigte als in Deutschland lebende Grenzg&auml;nger unter den pers&ouml;nlichen Geltungsbereich der VO Nr.&nbsp;1408\/71 fielen und nach Art.&nbsp;13 der VO Nr.&nbsp;1408\/71 ausschlie&szlig;lich den Rechtsvorschriften des Besch&auml;ftigungsstaates unterlagen, keinen Anspruch auf deutsches Differenzkindergeld zuerkannte (Senatsurteile vom 24.&nbsp;M&auml;rz 2006 III&nbsp;R&nbsp;41\/05, BFHE 212, 551, BStBl II 2008, 369; vom 24.&nbsp;M&auml;rz 2006 III&nbsp;R&nbsp;42\/05, BFH\/NV 2006, 1639). Dem lag die &Uuml;berlegung zugrunde, dass nach dem vorrangigen Grundsatz des Art.&nbsp;13 der VO Nr.&nbsp;1408\/71 ausschlie&szlig;lich die Rechtsvorschriften des Besch&auml;ftigungslandes gelten sollten (Ausschlie&szlig;lichkeitsprinzip). Danach bestand f&uuml;r die Grenzg&auml;nger in deren Wohnstaat kein Anspruch auf Kindergeld (vgl. auch BVerfG-Beschluss in BVerfGE 110, 412, unter A.I.2.a). Ein sich ggf. aus Art.&nbsp;10 der VO Nr.&nbsp;574\/72 ergebender Anspruch auf Differenzkindergeld wurde daher abgelehnt, weil bei Grenzg&auml;ngern mangels eines Anspruchs auf Familienleistungen im Wohnstaat nicht mehrere Anspr&uuml;che zusammentrafen. Vielmehr regelte Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a der VO Nr.&nbsp;574\/72 nach fr&uuml;herer Ansicht nur den Fall, dass ein Anspruchsberechtigter einen Anspruch in seinem Besch&auml;ftigungsstaat hat, w&auml;hrend ein anderer Anspruchsberechtigter (insbesondere der andere Elternteil) f&uuml;r denselben Familienangeh&ouml;rigen einen Anspruch in dem Wohnstaat der Familie hat (vgl. BVerfG-Beschluss in BVerfGE 110, 412, unter A.I.2.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diese zum Ausschlie&szlig;lichkeitsprinzip ergangene h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung ist zwischenzeitlich &uuml;berholt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat hat bereits in seinem Urteil vom 16.&nbsp;Mai 2013 III&nbsp;R&nbsp;8\/11 (BFH\/NV 2013, 1698) entschieden, dass die Art.&nbsp;13&nbsp;ff. der VO Nr.&nbsp;1408\/71 keine unionsrechtliche Sperrwirkung f&uuml;r die Anwendung des Rechts des nicht zust&auml;ndigen Mitgliedstaats entfalten. An seiner gegenteiligen Auffassung hat er mit Blick auf die EuGH-Urteile Bosmann in Slg. 2008, I-3827 Rdnr.&nbsp;30 und vom 12.&nbsp;Juni 2012 C-611\/10, C-612\/10, Hudzinski und Wawrzyniak (Zeitschrift f&uuml;r europ&auml;isches Sozial- und Arbeitsrecht 2012, 475, Rdnr.&nbsp;47) nicht mehr festgehalten. Zur weiteren Begr&uuml;ndung wird auf die genannte Senatsentscheidung Bezug genommen. Nach dieser Rechtsprechung k&ouml;nnen auch Anspr&uuml;che auf Familienleistungen nach den Rechtsvorschriften des Wohnstaats mit den Anspr&uuml;chen des Besch&auml;ftigungsstaats in einer Person zusammentreffen. Folgerichtig hat der Senat zwischenzeitlich in seinem Urteil vom 18.&nbsp;Juli 2013 III&nbsp;R&nbsp;51\/09 (juris) entschieden, dass Art.&nbsp;10 der VO Nr.&nbsp;574\/72 auch im Fall einer Ein-Personen-Konkurrenz anwendbar sein kann, vorausgesetzt Wohn- und Besch&auml;ftigungsstaat fallen auseinander.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach behielte der Kl&auml;ger im Streitfall selbst dann seinen Kindergeldanspruch nach den &sect;&sect;&nbsp;62&nbsp;ff. EStG, wenn er aufgrund seiner T&auml;tigkeit in der Schweiz unter den pers&ouml;nlichen Geltungsbereich der VO Nr.&nbsp;1408\/71 fiele und nach Art.&nbsp;13 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a der VO Nr.&nbsp;1408\/71 ausschlie&szlig;lich den Rechtsvorschriften der Schweiz unterl&auml;ge. Es w&auml;re unver&auml;ndert eine von Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a der VO Nr.&nbsp;574\/72 erfasste Konstellation in Gestalt einer Zwei-Personen-Konkurrenz gegeben. Der Kl&auml;ger bes&auml;&szlig;e einen Anspruch auf deutsches Kindergeld im Wohnstaat der Kinder, die E einen Anspruch auf Kinderzulagen in der Schweiz als Besch&auml;ftigungsstaat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch wenn die genannten Senatsurteile das Verh&auml;ltnis Deutschlands zu anderen EU-Mitgliedstaaten (Polen und Niederlande) betreffen, kann infolge des genannten Freiz&uuml;gigkeitsabkommens und der darin in Art.&nbsp;8 i.V.m. Anhang II, Abschn.&nbsp;A des Freiz&uuml;gigkeitsabkommens angeordneten Geltung der VO Nr.&nbsp;1408\/71 und der VO Nr.&nbsp;574\/72 nichts anderes im Verh&auml;ltnis zur Schweiz gelten. Die Schweiz wird insoweit wie ein EU-Mitgliedstaat behandelt. Demnach ist Deutschland auch im Verh&auml;ltnis zur Schweiz als unzust&auml;ndiger Mitgliedstaat nicht daran gehindert, nach seinem Recht Familienleistungen zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Nach alledem wurde die Festsetzung von deutschem Differenzkindergeld zu Unrecht ab Januar 2003 aufgehoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Aufhebung des Aufhebungsbescheids vom 27.&nbsp;November 2008 sind die den Streitzeitraum betreffenden Festsetzungsbescheide wieder wirksam.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Der Antrag, die Hinzuziehung des Bevollm&auml;chtigten f&uuml;r das Vorverfahren f&uuml;r notwendig zu erkl&auml;ren (&sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;3 Satz 3 FGO), ist im Revisionsverfahren unzul&auml;ssig. Die Entscheidung nach &sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;3 Satz 3 FGO geh&ouml;rt sachlich zum Kostenfestsetzungsverfahren; zust&auml;ndig ist daher das Gericht des ersten Rechtszugs, im Streitfall das FG (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Mai 2009 IV&nbsp;R&nbsp;47\/07, BFHE 225, 116, BStBl II 2009, 900, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.9.2013, III R 32\/11 Anspruch auf (Differenz-)Kindergeld bei Erwerbst&auml;tigkeit in der Schweiz Leits&auml;tze Wohnen Eltern mit ihren Kindern in Deutschland, arbeiten aber beide in der Schweiz, entf&auml;llt der nach den &sect;&sect; 62 ff. EStG bestehende Kindergeldanspruch des nach dem EStG (vorrangig) Anspruchsberechtigten nicht dadurch, dass er gem&auml;&szlig; Art. 13 Abs. 2 Buchst. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-32-11-anspruch-auf-differenz-kindergeld-bei-erwerbstaetigkeit-in-der-schweiz\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;R&nbsp;32\/11 &#8211; Anspruch auf (Differenz-)Kindergeld bei Erwerbst&auml;tigkeit in der Schweiz<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-61630","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61630","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61630"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61630\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61630"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61630"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61630"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}