{"id":61635,"date":"2014-02-16T14:35:02","date_gmt":"2014-02-16T12:35:02","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=61635"},"modified":"2014-02-16T14:35:02","modified_gmt":"2014-02-16T12:35:02","slug":"xi-b-75-12-verwertung-von-strafgerichtlichen-feststellungen-durch-das-fg-vorweggenommene-beweiswuerdigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-75-12-verwertung-von-strafgerichtlichen-feststellungen-durch-das-fg-vorweggenommene-beweiswuerdigung\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;B&nbsp;75\/12 &#8211; Verwertung von strafgerichtlichen Feststellungen durch das FG &#8211; vorweggenommene Beweisw&uuml;rdigung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 24.9.2013, XI B 75\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Verwertung von strafgerichtlichen Feststellungen durch das FG &#8211; vorweggenommene Beweisw&uuml;rdigung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) wurde vom Finanzamt A (FA&nbsp;A), dessen Zust&auml;ndigkeit 2009 durch Fusion mit dem Finanzamt B auf den Beklagten und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) &uuml;berging, mit einem auf &sect;&nbsp;191 i.V.m. &sect;&nbsp;71 der Abgabenordnung (AO) gest&uuml;tzten Haftungsbescheid vom 22.&nbsp;November 2001 f&uuml;r Umsatzsteuer 2000 der X-GmbH (GmbH) in H&ouml;he von &#8230; DM in Haftung genommen. Die 1998 gegr&uuml;ndete GmbH wurde 2003 wegen Verm&ouml;genslosigkeit von Amts wegen im Handelsregister gel&ouml;scht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Haftungsinanspruchnahme des Kl&auml;gers begr&uuml;ndete das FA A im Wesentlichen damit, dass es sich bei der GmbH um eine Scheinfirma handele, die in ein Umsatzsteuerkarussell eingebunden gewesen sei und deren einziger Zweck darin bestanden habe, aus dem Ausland bezogene hochpreisige Mikroprozessoren (sog. CPU) mit offen ausgewiesener Umsatzsteuer an deutsche Abnehmer weiter zu fakturieren, ohne die entsprechenden Ums&auml;tze dem Finanzamt zu erkl&auml;ren. Die Kunden der GmbH h&auml;tten ihre Rechnungen jeweils direkt an den Hauptlieferanten der GmbH, die Firma Y, gezahlt. Diese sei von dem Kl&auml;ger betrieben worden. Er habe dar&uuml;ber hinaus auch die Gesch&auml;fte der GmbH tats&auml;chlich betrieben. Die GmbH habe im Jahr 2000 an die Firma Z in C Rechnungen in H&ouml;he von brutto &#8230; DM sowie an die Firma F in D in H&ouml;he von brutto &#8230; DM ausgestellt. Die von der GmbH nach &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;3 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) geschuldete Umsatzsteuer sei weder angemeldet noch erkl&auml;rt worden. Dadurch sei der Tatbestand der Steuerhinterziehung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;370 AO erf&uuml;llt. Der Kl&auml;ger hafte f&uuml;r die von der GmbH gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;3 UStG geschuldete Umsatzsteuer in H&ouml;he von &#8230; DM. Da die GmbH verm&ouml;genslos sei, sei insoweit die Verwirklichung der Steueranspr&uuml;che nicht zu erwarten. Es sei ermessensgerecht, den Kl&auml;ger in Anspruch zu nehmen. Am selben&nbsp;&nbsp;Tag verfasste das FA A einen Vermerk, dass von Haftungsinanspruchnahmen der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer G und H abgesehen werde, da diese auch nach Ermittlungen der Steuerfahndung S unauffindbar seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Amtsgericht S (AG) verurteilte G mit rechtskr&auml;ftigem Urteil vom &#8230; Mai 2002 wegen Steuerhinterziehung in sieben F&auml;llen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren, welche zur Bew&auml;hrung ausgesetzt wurde. Es stellte fest, dass der Kl&auml;ger Anfang des Jahres 2000 an G herangetreten war und ihn &uuml;berredet hatte, eine Firma zu &uuml;bernehmen, die sich sp&auml;ter mit dem Handel von Elektroerzeugnissen befassen sollte. Am 1.&nbsp;Februar 2000 sei G Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der GmbH geworden. Mit dieser Firma seien m&ouml;gliche Ums&auml;tze mit anderen Firmen, der Z, K und F, get&auml;tigt worden. G habe alsbald gemerkt, dass er lediglich eine Art Strohmann gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Landgericht L (LG) verurteilte mit rechtskr&auml;ftigem Urteil vom &#8230; Mai 2003 die beiden Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Z, M und N, wegen gemeinschaftlicher Steuerhinterziehung in neun F&auml;llen zu mehrj&auml;hrigen Haftstrafen. Nach den Feststellungen des LG waren M und N mit der Z wesentlicher Bestandteil des Umsatzsteuerkarussells, in dem mit CPU &quot;gehandelt&quot; worden sei. Einer der missing trader, der CPU an die Z geliefert habe, sei die GmbH gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Einspruch gegen den Haftungsbescheid vom 22.&nbsp;November 2001 war erfolglos. Die Klage hatte &uuml;berwiegend Erfolg. Unter Hinzuziehung der Strafakten des AG und des LG entschied das Finanzgericht (FG), der Haftungsbescheid vom 22.&nbsp;November 2001 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 27.&nbsp;November 2008 sei in H&ouml;he des Betrags von &#8230; DM (= &#8230; EUR) aufrechtzuhalten. Das FA habe den Kl&auml;ger zu Recht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;191 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;71 AO f&uuml;r verk&uuml;rzte Steuern der GmbH, die aus der Gesch&auml;ftsbeziehung mit der Z entstanden seien, in Haftung genommen, da er den objektiven und subjektiven Tatbestand der Steuerhinterziehung (&sect;&nbsp;370 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO) erf&uuml;lle. Die GmbH schulde die in den Rechnungen Januar bis Mai 2000 an die Z ausgewiesene Umsatzsteuer in H&ouml;he von &#8230; DM (= &#8230; EUR). Der Kl&auml;ger sei von Januar bis Juni 2000 als faktischer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer und Verf&uuml;gungsberechtigter der GmbH gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;35 AO verpflichtet gewesen, die Umsatzsteuer-Voranmeldungen abzugeben und die f&auml;lligen Steuern zu entrichten. Das FG sei insbesondere aufgrund der Feststellungen des LG davon &uuml;berzeugt, dass er tats&auml;chlich die Gesch&auml;fte der GmbH leitete und dem Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer G entsprechende Anweisungen erteilt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Hinblick auf die Gesch&auml;ftsbeziehungen der GmbH mit der F und der K lasse sich unter Ber&uuml;cksichtigung der das FA treffenden Feststellungslast indes nicht mit der erforderlichen Gewissheit feststellen, dass der Kl&auml;ger (auch) insoweit eine Steuerhinterziehung nach &sect;&nbsp;370 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO begangen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat die Revision nicht zugelassen. Dagegen wendet sich der Kl&auml;ger mit seiner Nichtzulassungsbeschwerde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Nichtzulassungsbeschwerde des Kl&auml;gers ist unbegr&uuml;ndet und deshalb zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Voraussetzungen f&uuml;r die Zulassung der Revision wegen eines Verfahrensmangels (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) &#8211;soweit er den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO entsprechend dargelegt worden ist&#8211; liegen nicht vor. Der Kl&auml;ger hat zudem nicht in der nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO gebotenen Form dargelegt, dass &#8211;wie von ihm geltend gemacht&#8211; die Rechtssache gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO grunds&auml;tzliche Bedeutung hat oder die Revision wegen des Erfordernisses einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO) zuzulassen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die von der Beschwerde ger&uuml;gten Verfahrensm&auml;ngel i.S. von &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO liegen &#8211;soweit sie den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO entsprechend dargelegt worden sind&#8211; nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat nicht gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO) versto&szlig;en, indem es dem Beweisantritt des Kl&auml;gers nicht gefolgt ist und die Zeugen M und N nicht vernommen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO erforscht das Gericht den Sachverhalt von Amts wegen. Das Gericht ist dabei an das Vorbringen und an die Beweisantr&auml;ge der Beteiligten nicht gebunden (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Beweisergebnisse anderer Gerichtsverfahren d&uuml;rfen im Wege des Urkundenbeweises in den finanzgerichtlichen Prozess eingef&uuml;hrt werden (vgl. BFH-Urteile vom 23.&nbsp;Januar 1985 I&nbsp;R&nbsp;30\/81, BFHE 143, 117, BStBl II 1985, 305; vom 21.&nbsp;Juni 1988 VII&nbsp;R&nbsp;135\/85, BFHE 153, 393, BStBl II 1988, 841, unter II.3.). Das FG kann sich daher &#8211;wie hier&#8211; Feststellungen aus in das finanzgerichtliche Verfahren eingef&uuml;hrten Strafurteilen zu eigen machen, es sei denn, dass die Beteiligten gegen die strafgerichtlichen Feststellungen substantiierte Einwendungen vortragen und entsprechende Beweisantr&auml;ge stellen, die das FG nicht nach den allgemeinen f&uuml;r die Beweiserhebung geltenden Grunds&auml;tzen unbeachtet lassen kann (vgl. BFH-Urteile vom 10.&nbsp;Januar 1978 VII&nbsp;R&nbsp;106\/74, BFHE 124, 305, 308, BStBl II 1978, 311; vom 11.&nbsp;August 2011 V&nbsp;R&nbsp;50\/09, BFHE 235, 32, BStBl II 2012, 151, Rz&nbsp;32).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Beweisermittlungs- oder -ausforschungsantr&auml;ge, die so unbestimmt sind, dass im Grunde erst die Beweiserhebung selbst die entscheidungserheblichen Tatsachen und Behauptungen aufdecken kann, aus denen &#8211;auf den Streitfall bezogen&#8211; geschlossen werden kann, dass eine faktische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung nicht vorgelegen habe, brauchen vom FG regelm&auml;&szlig;ig nicht befolgt zu werden (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 6.&nbsp;September 2005 IV&nbsp;B&nbsp;14\/04, BFH\/NV 2005, 2166; vom 2.&nbsp;M&auml;rz 2006 XI&nbsp;B&nbsp;79\/05, BFH\/NV 2006, 1132; vom 15.&nbsp;Mai 2007 I&nbsp;B&nbsp;120\/06, BFH\/NV 2007, 1686).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Bei Anlegung dieser Grunds&auml;tze begegnet die Vorentscheidung keinen rechtlichen Bedenken. Das FG hat den vom Kl&auml;ger in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 30.&nbsp;M&auml;rz 2012 gestellten Antrag, M und N als Zeugen zu der Frage zu vernehmen, dass er nicht faktischer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der GmbH gewesen sei, f&uuml;r nicht gen&uuml;gend substantiiert gehalten. Es hat damit die Anforderungen an die Substantiierung eines Beweisantrags nicht &uuml;berspannt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ausweislich der Niederschrift &uuml;ber die m&uuml;ndliche Verhandlung vom 30.&nbsp;M&auml;rz 2012 hat der Kl&auml;ger beantragt, &quot;die Herren [M] und [N] als Zeugen zu der Frage zu vernehmen, dass der Kl&auml;ger nicht faktischer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der [GmbH] war&quot;. Dem l&auml;sst sich nicht entnehmen, welche konkreten Wahrnehmungen M und N gemacht haben sollen. Auch dem schrifts&auml;tzlichen Vorbringen des Kl&auml;gers im finanzgerichtlichen Verfahren ist eine hinreichende Substantiierung (vgl. hierzu BFH-Beschluss vom 27.&nbsp;April 2010 X&nbsp;B&nbsp;163\/08, BFH\/NV 2010, 1639) nicht zu entnehmen. Denn er hat in diesem Zusammenhang lediglich vorgetragen, es sei unzutreffend, &quot;dass [er] die Firma Y eigenverantwortlich geleitet&quot; habe; vorliegend geht es ausschlie&szlig;lich um die Frage, wer als (faktischer) Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der GmbH fungiert hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&Uuml;berdies beruhten die Feststellungen des Strafurteils des LG im Wesentlichen auf den &uuml;bereinstimmenden Gest&auml;ndnissen von M und N. Die Feststellungen im Urteil des AG beruhten insbesondere auf dem Gest&auml;ndnis des G. Die Vernehmung von M und N durch das FG versprach nur dann Erfolg, wenn mit einer &Auml;nderung ihrer strafgerichtlichen Aussagen zu rechnen war (vgl. BFH-Urteil in BFHE 153, 393, BStBl II 1988, 841, unter II.3.). Unter diesen Umst&auml;nden gen&uuml;gte der Kl&auml;ger seiner Mitwirkungspflicht bei der Aufkl&auml;rung des Sachverhalts nur, wenn er eine annehmbare Erkl&auml;rung daf&uuml;r gab, warum er erwartete, M und N werden ihre fr&uuml;heren Aussagen &auml;ndern. Daran fehlt es im Streitfall. Er hat nicht dargetan, ob und wenn ja, warum eine &Auml;nderung der Aussagen von M und N zu erwarten sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus hat der Kl&auml;ger in keiner Weise dargelegt, aus welchen Gr&uuml;nden die Feststellungen des LG und des AG nicht zutreffend sein sollen, insbesondere hat er nicht dargelegt, dass die Gest&auml;ndnisse von M und N unrichtig gewesen sein sollen. Mangels plausibler Darlegung von Gr&uuml;nden, aus denen sich die Unrichtigkeit der gegen&uuml;ber dem LG und dem AG gemachten Angaben ergibt, ist die im Kern lediglich abweichende W&uuml;rdigung der faktischen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerstellung des Kl&auml;gers kein substantiierter Angriff gegen die Grundlagen der Strafurteile des LG und des AG. Das Beweisangebot des Kl&auml;gers im Verfahren vor dem FG ist daher nur als schlichtes Bestreiten zu werten, das nicht geeignet ist, Zweifel an den Tatsachenfeststellungen des LG und des AG aufkommen zu lassen (vgl. BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;M&auml;rz 1988 VII&nbsp;B&nbsp;193\/87, BFH\/NV 1988, 722; BFH-Urteile in BFHE 153, 393, BStBl II 1988, 841, unter II.3.; in BFHE 235, 32, BStBl II 2012, 151, Rz&nbsp;32&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers war das FG an einer Ber&uuml;cksichtigung der Feststellungen der Strafurteile nicht deswegen gehindert, weil der im finanzgerichtlichen Verfahren betroffene Kl&auml;ger am Strafverfahren nicht beteiligt war. Das sind allenfalls Umst&auml;nde, die der Tatrichter im Rahmen seiner &Uuml;berzeugungsbildung nach &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO &#8211;wie im Streitfall (Urteil, Seite&nbsp;22) geschehen&#8211; zu erw&auml;gen hat (vgl. BFH-Urteil vom 26.&nbsp;April 1988 VII&nbsp;R&nbsp;124\/85, BFHE 153, 463, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 1988, 558, unter II.2.b; BFH-Beschluss vom 19.&nbsp;Dezember 2011 VII&nbsp;B&nbsp;28\/11, BFH\/NV 2012, 752).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Ohne Verfahrensmangel hat das FG in den Entscheidungsgr&uuml;nden des Urteils (Seite&nbsp;22&nbsp;f.) den Beweisantritt unter Angabe von Gr&uuml;nden abgelehnt. Entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers erforderte die Ablehnung nicht eine Darlegung in einem gesonderten Gerichtsbeschluss.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) In der Ablehnung des Beweisantrags liegt auch kein Versto&szlig; gegen das Verbot der Beweisantizipation.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht versto&szlig;ende vorweggenommene Beweisw&uuml;rdigung liegt vor, wenn eine Beweiserhebung mit der Begr&uuml;ndung unterlassen oder abgelehnt wird, ihr zu erwartendes Ergebnis k&ouml;nne die &Uuml;berzeugung des Gerichts nicht &auml;ndern (vgl. BFH-Beschluss vom 13.&nbsp;September 2005 X&nbsp;B&nbsp;8\/05, BFH\/NV 2005, 2167, unter 4.a; Gr&auml;ber\/Stapperfend, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;76 Rz&nbsp;26). Ein derartiges Verhalten des FG liegt nicht vor, weil das FG das Beweisangebot des Kl&auml;gers zu Recht mit der Begr&uuml;ndung &#8211;und damit entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers nicht &quot;willk&uuml;rlich&quot;&#8211; abgelehnt hat, es seien keine substantiierten Einwendungen gegen die Feststellungen in den Strafurteilen erhoben worden. Diese Bewertung durch das FG wird nicht durch die beantragte Zeugenvernehmung von M und N zu der Frage, dass der Kl&auml;ger nicht faktischer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der GmbH war, widerlegt, da er &#8211;wie unter II.1.a dargestellt&#8211; nicht dargelegt hat, aus welchen Gr&uuml;nden die Feststellungen der Strafurteile und die Gest&auml;ndnisse von M und N unrichtig sein sollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auch hat das FG nicht gegen den Grundsatz der Unmittelbarkeit der Beweiserhebung (&sect;&nbsp;81 FGO) versto&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Rechtsprechung des BFH (Urteile in BFHE 124, 305, BStBl II 1978, 311; in BFHE 235, 32, BStBl II 2012, 151, Rz&nbsp;32) ist es &#8211;wie unter II.1.a dargelegt&#8211; grunds&auml;tzlich zul&auml;ssig, strafgerichtliche Feststellungen im finanzgerichtlichen Verfahren zu verwerten; allerdings d&uuml;rfen Feststellungen, gegen die &#8211;anders als hier&#8211; unter Beweisangebot substantiierte Einwendungen vorgebracht werden, nicht ohne eigene Beweisaufnahme (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;81 FGO) &uuml;bernommen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der vom Kl&auml;ger angef&uuml;hrte Zulassungsgrund der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) ist nicht in der gebotenen Form dargelegt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wird die Nichtzulassungsbeschwerde auf diesen Zulassungsgrund gest&uuml;tzt, muss der Kl&auml;ger eine bestimmte f&uuml;r die Entscheidung des Streitfalls erhebliche abstrakte Rechtsfrage herausstellen. Auch muss in der Beschwerdebegr&uuml;ndung schl&uuml;ssig und substantiiert unter Auseinandersetzung mit den zur aufgeworfenen Rechtsfrage in Rechtsprechung und Schrifttum vertretenen Auffassungen dargetan werden, weshalb die f&uuml;r bedeutsam gehaltene Rechtsfrage aus Gr&uuml;nden der Rechtssicherheit, der Rechtseinheitlichkeit oder der Rechtsentwicklung im Allgemeininteresse kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im Streitfall kl&auml;rbar ist. In Bezug auf die Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit der Rechtsfrage muss dargelegt werden, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Beantwortung der Frage zweifelhaft und streitig ist (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 27.&nbsp;Oktober 2008 XI&nbsp;B&nbsp;202\/07, BFH\/NV 2009, 118, und vom 22.&nbsp;M&auml;rz 2011 X&nbsp;B&nbsp;151\/10, BFH\/NV 2011, 1165; Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect;&nbsp;116 Rz&nbsp;32, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hat die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung bereits die Rechtsfrage entschieden, so muss die Beschwerde eingehend begr&uuml;nden, weshalb gleichwohl eine erneute Entscheidung des BFH f&uuml;r notwendig gehalten wird. Dazu ist insbesondere darzulegen, welche neuen gewichtigen, vom BFH nicht gepr&uuml;ften Einwendungen im Schrifttum und in der Rechtsprechung der Instanzgerichte gegen die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung erhoben werden (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Beschluss vom 28.&nbsp;September 2000 III&nbsp;B&nbsp;126\/98, BFH\/NV 2001, 461; Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect;&nbsp;116 Rz&nbsp;33, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit der Kl&auml;ger die Rechtsfrage der Zul&auml;ssigkeit der &Uuml;bernahme strafgerichtlicher Feststellungen, insbesondere aus Strafverfahren gegen Dritte, aufwirft, hat der BFH sowohl die Frage der Zul&auml;ssigkeit der &Uuml;bernahme von strafgerichtlichen Feststellungen gekl&auml;rt (vgl. BFH-Urteile in BFHE 124, 305, BStBl II 1978, 311; in BFHE 235, 32, BStBl II 2012, 151, Rz&nbsp;30&nbsp;ff.) als auch entschieden, dass das FG an einer Ber&uuml;cksichtigung der in einem Strafurteil getroffenen Feststellungen nicht deswegen gehindert ist, weil der im finanzgerichtlichen Verfahren Betroffene am Strafverfahren nicht beteiligt war (vgl. BFH-Urteil in BFHE 153, 463, HFR 1988, 558, unter II.2.b; BFH-Beschluss in BFH\/NV 2012, 752, Rz&nbsp;7).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger hat nicht dargetan, weshalb gleichwohl eine erneute Entscheidung des BFH f&uuml;r notwendig gehalten wird. Er hat insbesondere nicht dargelegt, ob neue gewichtige, vom BFH nicht gepr&uuml;fte Einwendungen im Schrifttum und in der Rechtsprechung der Instanzgerichte gegen die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung ggf. erhoben werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Eine Entscheidung des BFH ist auch nicht zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO) erforderlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zur Darlegung einer Divergenz muss der Beschwerdef&uuml;hrer tragende und abstrakte Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen FG-Urteil einerseits und aus der behaupteten Divergenzentscheidung andererseits herausarbeiten und einander gegen&uuml;berstellen, um so eine Abweichung zu verdeutlichen (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 29.&nbsp;Mai 2006 V&nbsp;B&nbsp;159\/05, BFH\/NV 2006, 1892, und vom 22.&nbsp;M&auml;rz 2007 V&nbsp;B&nbsp;136\/05, BFH\/NV 2007, 1719). Dabei ist insbesondere auszuf&uuml;hren, dass es sich im Streitfall um einen vergleichbaren Sachverhalt und um eine identische Rechtsfrage handelt (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 17.&nbsp;Januar 2006 VIII&nbsp;B&nbsp;172\/05, BFH\/NV 2006, 799; vom 1.&nbsp;Dezember 2006 VIII&nbsp;B&nbsp;2\/06, BFH\/NV 2007, 450; vom 11.&nbsp;Mai 2012 V&nbsp;B&nbsp;106\/11, BFH\/NV 2012, 1339).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger hat eine Divergenz des Urteils des FG zu einer anderen Entscheidung nicht entsprechend diesen Anforderungen dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Er hat auch keinen schwerwiegenden Rechtsfehler aufgezeigt, der eine Zulassung der Revision gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO geboten erscheinen l&auml;sst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Fehler bei der Rechtsanwendung kann nur ausnahmsweise nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO zur Zulassung der Revision f&uuml;hren, wenn es sich um einen schwerwiegenden Rechtsanwendungsfehler handelt, der geeignet ist, das Vertrauen in die Rechtsprechung zu besch&auml;digen. Ein derartiger Fehler liegt nur dann vor, wenn die angefochtene FG-Entscheidung objektiv willk&uuml;rlich oder zumindest greifbar gesetzwidrig ist (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2010 X&nbsp;B&nbsp;176\/08, BFH\/NV 2010, 1455; vom 18.&nbsp;November 2010 XI&nbsp;B&nbsp;28\/10, BFH\/NV 2011, 204, Rz&nbsp;11; in BFH\/NV 2011, 1165, Rz&nbsp;14; vom 10.&nbsp;Januar 2012 XI&nbsp;B&nbsp;80\/11, BFH\/NV 2012, 815, Rz&nbsp;18&nbsp;f.). Einen solchen qualifizierten Rechtsanwendungsfehler des FG hat der Kl&auml;ger nicht dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Soweit sich die Ausf&uuml;hrungen des Kl&auml;gers in seiner Beschwerdebegr&uuml;ndung gegen die materielle Richtigkeit der angefochtenen Entscheidung richten, wird damit keiner der in &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO abschlie&szlig;end aufgef&uuml;hrten Zulassungsgr&uuml;nde dargetan, sondern nur, dass das FG nach Auffassung des Kl&auml;gers falsch entschieden habe. Die R&uuml;ge fehlerhafter Rechtsanwendung vermag die Zulassung der Revision gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO grunds&auml;tzlich nicht zu begr&uuml;nden (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 6.&nbsp;November 2008 XI&nbsp;B&nbsp;172\/07, BFH\/NV 2009, 617; vom 1.&nbsp;April 2011 XI&nbsp;B&nbsp;75\/10, BFH\/NV 2011, 1372, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 24.9.2013, XI B 75\/12 Verwertung von strafgerichtlichen Feststellungen durch das FG &#8211; vorweggenommene Beweisw&uuml;rdigung Tatbestand 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) wurde vom Finanzamt A (FA&nbsp;A), dessen Zust&auml;ndigkeit 2009 durch Fusion mit dem Finanzamt B auf den Beklagten und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) &uuml;berging, mit einem auf &sect;&nbsp;191 i.V.m. &sect;&nbsp;71 der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-75-12-verwertung-von-strafgerichtlichen-feststellungen-durch-das-fg-vorweggenommene-beweiswuerdigung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;B&nbsp;75\/12 &#8211; Verwertung von strafgerichtlichen Feststellungen durch das FG &#8211; vorweggenommene Beweisw&uuml;rdigung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-61635","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61635","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61635"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61635\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61635"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61635"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61635"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}