{"id":61697,"date":"2014-02-16T14:40:35","date_gmt":"2014-02-16T12:40:35","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=61697"},"modified":"2014-02-16T14:40:35","modified_gmt":"2014-02-16T12:40:35","slug":"vi-r-47-12-steuerpauschalierung-fuer-betrieblich-veranlasste-zuwendungen-beiladung-nach-par-174-abs-5-ao","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-47-12-steuerpauschalierung-fuer-betrieblich-veranlasste-zuwendungen-beiladung-nach-par-174-abs-5-ao\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;47\/12 &#8211; Steuerpauschalierung f&uuml;r betrieblich veranlasste Zuwendungen; Beiladung nach &sect; 174 Abs. 5 AO"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.12.2013, VI R 47\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Steuerpauschalierung f&uuml;r betrieblich veranlasste Zuwendungen; Beiladung nach &sect; 174 Abs. 5 AO<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Betrieblich veranlasste Zuwendungen i.S. des &sect; 37b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und &sect; 37b Abs. 2 EStG sind nur solche Zuwendungen, die durch einen Betrieb des Steuerpflichtigen veranlasst sind.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Der Antrag auf Beiladung mehrerer tausend Steuerpflichtiger nach &sect; 174 Abs. 5 Satz 2 AO ist unsubstantiiert und damit unbeachtlich, wenn das FA die Dritten dem FG nicht hinreichend konkret benennt. In diesem Fall kann die grunds&auml;tzlich zul&auml;ssige Beiladung unterbleiben.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob die Voraussetzungen einer Pauschalierung der Einkommensteuer bei Sachzuwendungen nach &sect;&nbsp;37b des Einkommensteuergesetzes (EStG) vorliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) war Hauptanteilseigner und Vorstandsvorsitzender der X AG (AG). Im Jahr &#8230; fanden anl&auml;sslich des &#8230;j&auml;hrigen Jubil&auml;ums der AG eine Jubil&auml;umsfeier und eine Incentive-Reise statt, an der sowohl Mitarbeiter der AG, die sich daf&uuml;r durch entsprechende Leistungen qualifiziert hatten, als auch Kunden und Gesch&auml;ftsfreunde teilnahmen. An der Jubil&auml;umsfeier nahmen &#8230; Personen teil, an der Reise &#8230; Personen einschlie&szlig;lich &#8230; Mitarbeiter des Konzerns, die zur Betreuung der Reiseteilnehmer abgestellt waren. Der Kl&auml;ger &uuml;bernahm die Gesamtkosten f&uuml;r beide Veranstaltungen in H&ouml;he von rund &#8230;&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger gab nach einem vergeblichen Antrag auf verbindliche Auskunft f&uuml;r den Monat Y &#8230; eine Lohnsteuer-Anmeldung nach &sect;&nbsp;37b Abs.&nbsp;4 EStG &uuml;ber &#8230;&nbsp;EUR ab, die er kurz darauf auf &#8230;&nbsp;EUR berichtigte. Darin erkl&auml;rte er, den inl&auml;ndischen Teilnehmern der Veranstaltungen Sachleistungen in Form von zu einkommensteuerpflichtigen Betriebseinnahmen und Arbeitslohn f&uuml;hrenden Geschenken zugewendet zu haben, stellte die Lohnsteuer-Anmeldung aber unter die Bedingung, dass die von ihm getragenen Aufwendungen der Veranstaltungen als Werbungskosten zu ber&uuml;cksichtigen seien. Nach Hinweis des Beklagten und Revisionskl&auml;gers (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) gab der Kl&auml;ger sodann bedingungslose Lohnsteuer-Anmeldungen f&uuml;r die Monate Y und Z &#8230; ab. Die Zuwendungen f&uuml;r die Veranstaltungen erkl&auml;rte er nun f&uuml;r Z &#8230;; die Lohnsteuer daf&uuml;r betrug &#8230;&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine Lohnsteuer-Au&szlig;enpr&uuml;fung erlie&szlig; das FA einen Nachforderungsbescheid &uuml;ber Lohnsteuer zuz&uuml;glich Annexsteuern in H&ouml;he von insgesamt &#8230;&nbsp;EUR. Das FA war der Auffassung, dass die Bemessungsgrundlage der Pauschalsteuer nach &sect;&nbsp;37b EStG um &#8230;&nbsp;EUR zu erh&ouml;hen sei. Es bezog die bisher vom Kl&auml;ger nicht ber&uuml;cksichtigten Zuwendungen an ausl&auml;ndische Veranstaltungsteilnehmer sowie an 50 als Reisebegleiter eingesetzte Konzernmitarbeiter in die Bemessungsgrundlage ein. Ebenso die Kosten der Speisen und Getr&auml;nke einschlie&szlig;lich Tischschmuck, Dekoration und Unterhaltung sowie sonstige Kosten wie Bustransfer, Sicherheitsdienste, medizinische Versorgung und Versicherungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger wandte sich gegen den Nachforderungsbescheid mit Einspruch und nach Ablauf von sechs Monaten mit Unt&auml;tigkeitsklage. Er machte im Wesentlichen geltend, dass eine Besteuerung ausl&auml;ndischer Teilnehmer ausscheide; ebenso die Einbeziehung der als Reisebegleiter eingesetzten Konzernmitarbeiter, ihnen sei nichts zugewendet worden. Soweit Teile der Aufwendungen f&uuml;r die Veranstaltung auf gesch&auml;ftlich veranlasste Bewirtungsaufwendungen entfallen seien, h&auml;tten diese ohnehin nur zu 70&nbsp;% bei den Werbungskosten ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nnen. Nach den einschl&auml;gigen Richtlinien und der zu &sect;&nbsp;37b EStG ergangenen Verwaltungsvorschrift seien die Aufwendungen f&uuml;r gesch&auml;ftlich veranlasste Bewirtungen nicht in den Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;37b EStG einzubeziehen. Zu Unrecht habe das FA auch s&auml;mtliche Aufwendungen in die Bemessungsgrundlage einbezogen, ohne zu ber&uuml;cksichtigen, ob diese auf der Empf&auml;ngerseite auch geldwerte Vorteile darstellten. Schlie&szlig;lich sei &sect;&nbsp;37b EStG nicht anwendbar, weil davon nur betrieblich veranlasste Zuwendungen erfasst seien, hier aber private Zuwendungen vorl&auml;gen. Das FA verhalte sich auch widerspr&uuml;chlich; denn im Verfahren der individuellen Einkommensteuer des Kl&auml;gers gehe es von privaten Aufwendungen aus und verneine daher Werbungskosten. Der Kl&auml;ger erweiterte schlie&szlig;lich seine Klage auf die angemeldeten Pauschalsteuerbetr&auml;ge insgesamt mit der Begr&uuml;ndung, dass der hier an sich streitgegenst&auml;ndliche Nachforderungsbescheid materiell-rechtlich einen &Auml;nderungsbescheid zur Lohnsteuer-Anmeldung darstelle. Schlie&szlig;lich widerrief der Kl&auml;ger seinen Antrag auf Lohnsteuerpauschalierung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;37b EStG f&uuml;r den Monat Z &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragte im Klageverfahren die Aussetzung des Verfahrens nach &sect;&nbsp;74 der Finanzgerichtsordnung (FGO) und das Ruhen des Verfahrens nach &sect;&nbsp;155 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;251 der Zivilprozessordnung; weiter beantragte es, alle Teilnehmer der Incentive-Reise und der Feier gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO) i.V.m. &sect;&nbsp;60 FGO beizuladen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) entsprach der Klage aus den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2012, 2015 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden teilweise. Es hob den Nachforderungsbescheid auf, wies aber im &Uuml;brigen, n&auml;mlich soweit sie auf die Lohnsteuer-Anmeldung f&uuml;r Z &#8230; erweitert war, die Klage ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Nachforderungsbescheid sei rechtswidrig. Denn die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;37b EStG l&auml;gen im Streitfall nicht vor. Insbesondere fehle es an der nach &sect;&nbsp;37b Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2 EStG u.a. erforderlichen betrieblichen Veranlassung. Die Aufwendungen des Kl&auml;gers seien nicht betrieblich veranlasst, er habe die Zahlungen von seinen Privatkonten aus seinem privaten Verm&ouml;gen erbracht. &sect;&nbsp;37b EStG setze dagegen betrieblich veranlasste Zuwendungen und nicht privat oder gesellschaftsrechtlich veranlasste Zuwendungen voraus. Dies entspreche auch der &uuml;berwiegenden Ansicht in der Literatur.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Weiter sei auch dem Beiladungsantrag des FA nach &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;5 AO nicht zu entsprechen. Zwar l&auml;gen die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;5 i.V.m. Abs.&nbsp;4 AO vor; das FG sei damit in der Regel auch zur Beiladung verpflichtet; im Streitfall sei jedoch zur Sicherung des h&ouml;herrangigen Rechtsgutes eines effizienten gerichtlichen Rechtsschutzes von Beiladungen der Zuwendungsempf&auml;nger abzusehen. Denn es sei hier allein von &#8230; Zuwendungsempf&auml;ngern hinsichtlich der Feierlichkeiten auszugehen. Bei einem solchen Massenverfahren k&ouml;nnten nicht enden wollende Beiladungsversuche faktisch einer Rechtsschutzverweigerung gleichkommen. Mit Blick auf Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;4 des Grundgesetzes verbiete sich so eine eigentlich gebotene Beiladung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung des &sect;&nbsp;37b EStG. Dessen sachlicher Anwendungsbereich sei durch den Begriff betrieblich veranlasste Zuwendungen &#8211;entgegen der Auffassung des FG&#8211; nicht in der Weise begrenzt, dass die Anwendung des Tatbestands an die einkommensteuerrechtliche Beurteilung des Aufwands beim Zuwendenden gekoppelt sei. Die Norm bezwecke die vereinfachte Abgeltung steuerlicher Vorteile bei Zuwendungsempf&auml;ngern, auch bei Zuwendungen von dritter Seite. Deshalb komme es nicht darauf an, wie die Leistung beim Zuwendenden behandelt werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Weiter verletze das Urteil durch die unterlassene Beiladung &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;5 AO i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;60, 60a FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das angefochtene Urteil des Nieders&auml;chsischen FG vom 31.&nbsp;Mai 2012 aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>die Revision als unzul&auml;ssig zu verwerfen, hilfsweise,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen, hilfsweise,<br \/>die Sache zur erneuten Verhandlung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet. Sie ist daher zur&uuml;ckzuweisen. Das FG hat zu Recht entschieden, dass im Streitfall eine Pauschalierung der Einkommensteuer nach &sect;&nbsp;37b Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;1 EStG ausscheidet, weil die Zuwendungen nicht betrieblich veranlasst sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;37b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG k&ouml;nnen Steuerpflichtige die Einkommensteuer einheitlich f&uuml;r alle innerhalb eines Wirtschaftsjahres gew&auml;hrten betrieblich veranlassten Zuwendungen, die zus&auml;tzlich zur ohnehin vereinbarten Leistung oder Gegenleistung erbracht werden und die nicht in Geld bestehen, mit einem Pauschsteuersatz von 30&nbsp;% erheben; Entsprechendes gilt nach &sect;&nbsp;37b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG f&uuml;r alle innerhalb eines Wirtschaftsjahres gew&auml;hrten Geschenke i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Pauschalierung der Einkommensteuer nach &sect;&nbsp;37b EStG erfasst nicht alle Zuwendungen schlechthin. &sect;&nbsp;37b EStG beschr&auml;nkt sich vielmehr auf Zuwendungen, die bei den Zuwendungsempf&auml;ngern zu einkommensteuerpflichtigen Eink&uuml;nften f&uuml;hren (vgl. dazu Senatsurteil vom 16.&nbsp;Oktober 2013 VI&nbsp;R&nbsp;57\/11, zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt). Weiter setzt &sect;&nbsp;37b EStG ausdr&uuml;cklich die betriebliche Veranlassung der Zuwendungen voraus und fordert dar&uuml;ber hinaus, dass diese Zuwendungen zus&auml;tzlich zur ohnehin vereinbarten Leistung oder Gegenleistung erbracht werden (vgl. dazu Senatsurteil vom 16.&nbsp;Oktober 2013 VI&nbsp;R&nbsp;78\/12, zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FG hat im Ergebnis wie in der Begr&uuml;ndung zutreffend entschieden, dass dem in &sect;&nbsp;37b EStG enthaltenen Tatbestandsmerkmal betrieblich veranlasst eine eigenst&auml;ndige Bedeutung zukommt; insoweit liegt insbesondere kein redaktionelles Versehen des Gesetzgebers vor. Denn &sect;&nbsp;37b EStG stellt im gesamten Normengef&uuml;ge auf einen betrieblichen Zusammenhang ab und setzt einen solchen voraus. So nennt etwa Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG das Merkmal Wirtschaftsjahr, das nur im betrieblichen Bereich bei Gewinneink&uuml;nften Bedeutung hat. Entsprechendes gilt f&uuml;r die ebenfalls pauschalierungsf&auml;higen Geschenke nach &sect;&nbsp;37b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG; auch dort erfasst der Tatbestand nicht allgemein und insgesamt alle Geschenke, um dann mit erbschaftssteuerrechtlichen Tatbest&auml;nden zu konkurrieren, sondern nur &quot;Geschenke im Sinne des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz 1 Nr.&nbsp;1&quot; EStG. Das sind betrieblich veranlasste Geschenke, die grunds&auml;tzlich zum Betriebsausgabenabzug berechtigten, wenn &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 EStG diesen nicht verwehrte. Ebenso offenbart sich der betriebliche Veranlassungszusammenhang &#8211;so zutreffend das FG&#8211; in &sect;&nbsp;37b EStG selbst mit den dort normierten Tatbest&auml;nden &quot;verbundener Unternehmen&quot; (&sect;&nbsp;37b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2&nbsp; 2.&nbsp;Halbsatz EStG) und &quot;der Betriebsst&auml;tte&quot; (&sect;&nbsp;37b Abs.&nbsp;4 S&auml;tze&nbsp;1, 2 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nichts anderes hat auch der Gesetzgeber gewollt. Denn schon die einleitenden Ausf&uuml;hrungen der Gesetzgebungsmaterialien zu &sect;&nbsp;37b EStG (BTDrucks 16\/2712, S.&nbsp;55) begr&uuml;nden die Notwendigkeit der Neuregelung damit, dass zahlreiche Steuerpflichtige aus betrieblicher Veranlassung Sachzuwendungen an Arbeitnehmer sowie an Personen t&auml;tigten, die zu ihnen nicht in einem Dienstverh&auml;ltnis st&uuml;nden, etwa Gesch&auml;ftspartner und deren Arbeitnehmer. Darauf verweist das FG ebenso zu Recht wie auf den Umstand, dass der Bundesrechnungshof (BRH) eine gesetzliche Regelung eben nicht f&uuml;r s&auml;mtliche, sondern nur f&uuml;r solche Sachzuwendungen angemahnt hatte, die Unternehmen gew&auml;hrten (BTDrucks 16\/160, S.&nbsp;161&nbsp;ff.). Auf diese Unterrichtung des BRH wurde im Gesetzgebungsverfahren ausdr&uuml;cklich Bezug genommen (BTDrucks 16\/3036, S.&nbsp;9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entscheidend ist die Veranlassung der Zuwendung. Denn nicht nur der Wortlaut des &sect;&nbsp;37b EStG, sondern auch die Materialien dazu thematisieren eigens die Veranlassung der Zuwendung. Danach fallen &quot;aus gesellschaftsrechtlicher Veranlassung&quot; gew&auml;hrte Zuwendungen, &quot;z.B. verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttungen&quot;, ausdr&uuml;cklich nicht unter die Pauschalierung. Ebenso ausdr&uuml;cklich sollten danach &quot;nur betrieblich veranlasste Geschenke und Zuwendungen&quot; von der Neuregelung erfasst werden (BTDrucks 16\/2712, S.&nbsp;56).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wenn angesichts dessen &sect;&nbsp;37b EStG in Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und in Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 von betrieblich veranlassten Zuwendungen spricht, sind das nur solche Zuwendungen, die durch einen Betrieb des Steuerpflichtigen veranlasst sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Weiter ist im Rahmen der Auslegung des &sect;&nbsp;37b EStG auch zu ber&uuml;cksichtigen, dass nicht alle betrieblich veranlassten Zuwendungen pauschalierungsf&auml;hig sind, sondern nur solche, die i.S. des &sect;&nbsp;37b Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;1 EStG zus&auml;tzlich zur ohnehin vereinbarten Leistung oder Gegenleistung erbracht wurden. Diese tatbestandliche Voraussetzung schr&auml;nkt den Anwendungsbereich der Pauschalierungsnorm weiter ein. Denn dadurch sind Zuwendungen, die etwa zur Anbahnung eines Vertragsverh&auml;ltnisses erbracht werden, mangels einer zu diesem Zeitpunkt ohnehin schon vereinbarten Leistung oder Gegenleistung nicht in den Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;37b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG einbezogen. Offenkundig erfasst der Tatbestand auch insoweit nicht schlechthin s&auml;mtliche unabh&auml;ngig von einem bestehenden Leistungsaustausch erbrachten Zuwendungen, sondern nur solche, die erg&auml;nzend zu einem synallagmatischen Leistungsaustausch hinzutreten, in dem die Zuwendungen zwar nicht geschuldet, aber durch den Leistungsaustausch veranlasst sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Wie der Senat schon in seinem zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmten Urteil vom 16.&nbsp;Oktober 2013 VI&nbsp;R&nbsp;57\/11 entschieden hat, stellt &sect;&nbsp;37b EStG lediglich eine besondere pauschalierende Erhebungsform der Einkommensteuer zur Wahl und erfasst daher nur solche Zuwendungen, die bei den Empf&auml;ngern der Zuwendungen zu einkommensteuerbaren und grunds&auml;tzlich auch einkommensteuerpflichtigen Eink&uuml;nften f&uuml;hren. Entsprechend dem Gegenstand und Umfang der Einkommensbesteuerung (vgl. Bundesverfassungsgericht &#8211;BVerfG&#8211;, Beschluss vom 30.&nbsp;September 1998&nbsp; 2&nbsp;BvR 1818\/91, BVerfGE 99, 88, B.I.2.; Kirchhof, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;A 105&nbsp;ff., B&nbsp;4&nbsp;ff.) sind mit &sect;&nbsp;37b EStG nur Zuwendungen erfasst, die durch Nutzung einer einkommensteuerrechtlichen Erwerbsgrundlage als Eink&uuml;nfte im Rahmen einer der Einkunftsarten erzielt werden. Deshalb steht &sect;&nbsp;37b EStG auch nicht in Konkurrenz zu Tatbest&auml;nden des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes, das nach seinem Belastungsgrund gerade nicht auf die Nutzung einer Erwerbsgrundlage, sondern (nur) auf die durch Erbanfall oder Schenkung eingetretene Bereicherung und die daraus resultierende Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsf&auml;higkeit des Erwerbers zielt (BVerfG, Beschl&uuml;sse vom 7.&nbsp;November 2006&nbsp; 1&nbsp;BvL&nbsp;10\/02, BVerfGE 117, 1 &lt;33&gt;, BStBl II 2007, 192; vom 18.&nbsp;Dezember 2012&nbsp; 1&nbsp;BvR&nbsp;1509\/10, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 2013, 258; jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach Ma&szlig;gabe der vorgenannten Rechtsgrunds&auml;tze und auf Grundlage der bindenden und vom FA auch nicht in Frage gestellten Feststellungen des FG werden die hier streitgegenst&auml;ndlichen Zuwendungen des Kl&auml;gers nicht von der Pauschalierungsnorm des &sect;&nbsp;37b EStG erfasst. Denn der Kl&auml;ger selbst hat keinen Betrieb unterhalten, er hat die Zuwendungen durch Zahlungen von seinen Privatkonten und aus seinem Privatverm&ouml;gen erbracht; sie wiesen insoweit keinen Veranlassungszusammenhang zu einem eigenen Betrieb des Kl&auml;gers auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die R&uuml;ge des FA, das FG habe es unterlassen, die Teilnehmer der Reise und der Feier zum Verfahren beizuladen, verhilft der Revision ebenfalls nicht zum Erfolg. Denn der Antrag &#8230; Teilnehmer einer Reise sowie &#8230; Teilnehmer einer Feierlichkeit zu dem Verfahren nach &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 AO als Dritte beizuladen, ohne diese Dritten dem erkennenden Gericht hinreichend konkret zu benennen, ist unsubstantiiert und damit unbeachtlich. In diesem Fall kann eine nach &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 AO grunds&auml;tzlich zul&auml;ssige Beiladung unterbleiben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 AO ist eine Beiladung zul&auml;ssig, wenn ein Steuerbescheid i.S. des &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;4 AO wegen irriger Beurteilung eines bestimmten Sachverhalts m&ouml;glicherweise aufzuheben oder zu &auml;ndern ist und hieraus rechtliche Folgerungen bei einem Dritten zu ziehen sind. Dazu kann das FA die Beiladung des Dritten in dem gegen den urspr&uuml;nglich ergangenen Bescheid angestrengten Klageverfahren beantragen oder anregen. Es gen&uuml;gt, dass die M&ouml;glichkeit einer Folge&auml;nderung besteht, so dass die Beiladung nur zu unterbleiben hat, wenn die Interessen Dritter durch den Ausgang des anh&auml;ngigen Rechtsstreits eindeutig nicht ber&uuml;hrt sein k&ouml;nnen (vgl. zuletzt Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 10.&nbsp;Februar 2010 IX&nbsp;B&nbsp;176\/09, BFH\/NV 2010, 832, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Entscheidung, eine Beiladung nach &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 AO zu beantragen, steht im freien Ermessen der Beh&ouml;rde. Allein die Beh&ouml;rde ist befugt zu pr&uuml;fen und zu entscheiden, ob wegen eines m&ouml;glichen Verfahrenserfolges des Steuerpflichtigen rechtliche Folgen gegen&uuml;ber einem Dritten m&ouml;glich sind sowie ob sie ihn deshalb hinzuziehen oder dessen Beiladung beantragen oder jedenfalls veranlassen m&ouml;chte (Senatsbeschluss vom 25.&nbsp;September 2001 VI&nbsp;B&nbsp;153\/01, BFH\/NV 2002, 160). Denn selbst wenn die Beh&ouml;rde zu dem Ergebnis gelangt, dass rechtliche Folgen gegen&uuml;ber einem Dritten m&ouml;glich w&auml;ren, l&auml;sst das Gesetz insoweit der Verwaltungsbeh&ouml;rde noch immer die Wahl, die Beiladung zu beantragen oder auch nicht (BFH-Beschluss vom 27.&nbsp;Januar 1982 VII&nbsp;B&nbsp;141\/81, BFHE 134, 537, BStBl II 1982, 239).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Wenn es indessen allein im Ermessen der Beh&ouml;rde steht, die Beiladung eines Dritten zu veranlassen, um ihn so zum Verfahrensbeteiligten zu machen, muss sie den Verfahrensbeteiligten hinreichend konkret benennen, damit auf Grundlage dieser Angaben dem Gericht eine Beiladung m&ouml;glich ist. Insoweit gilt in Bezug auf die Bezeichnung des Dritten als Verfahrensbeteiligten f&uuml;r die Beh&ouml;rde im Grundsatz nichts anderes als f&uuml;r den Kl&auml;ger im Rahmen der Klageerhebung, wenn der Kl&auml;ger mit seiner Klage ebenfalls die Verfahrensbeteiligten bezeichnen muss, n&auml;mlich den Kl&auml;ger und den Beklagten (&sect;&nbsp;65 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO). Dies geh&ouml;rt zu den allgemeinen prozessualen Mitwirkungspflichten, die im Grundsatz gleicherma&szlig;en die Beh&ouml;rde treffen (Gr&auml;ber\/Stapperfend, Finanzgerichtsordnung, 7. Aufl., &sect;&nbsp;76 Rz&nbsp;38).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Gen&uuml;gt die Beh&ouml;rde im Rahmen eines Antrags auf Beiladung nach &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;5 AO nicht ihrer prozessualen Mitwirkungspflicht, f&uuml;hrt dies im Grundsatz nicht zu einer Ausweitung, sondern zu einer Einschr&auml;nkung der richterlichen Sachaufkl&auml;rungspflicht; diese richtet sich nach dem Grad der Pflichtverletzung der Beteiligten, nach deren Mitwirkung einerseits und der erforderlichen Aufkl&auml;rung durch das Gericht andererseits sowie nach der Zumutbarkeit sowie der tats&auml;chlichen und rechtlichen M&ouml;glichkeit, den Sachverhalt weiter aufzukl&auml;ren. Insoweit ist schlie&szlig;lich zu ber&uuml;cksichtigen, dass nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;4 FGO auch im finanzgerichtlichen Verfahren die Verpflichtung der Finanzbeh&ouml;rde, den Sachverhalt zu ermitteln (&sect;&sect;&nbsp;88, 89 AO), unber&uuml;hrt bleibt. Dies gilt in besonderem Ma&szlig;e, wenn die Beh&ouml;rde in ihrem Interesse und aus in ihrem freien Ermessen liegenden Gr&uuml;nden Dritte nach &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 AO zu Verfahrensbeteiligten machen m&ouml;chte und beantragt oder anregt, dass das FG diese Dritten beil&auml;dt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.12.2013, VI R 47\/12 Steuerpauschalierung f&uuml;r betrieblich veranlasste Zuwendungen; Beiladung nach &sect; 174 Abs. 5 AO Leits&auml;tze 1. Betrieblich veranlasste Zuwendungen i.S. des &sect; 37b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und &sect; 37b Abs. 2 EStG sind nur solche Zuwendungen, die durch einen Betrieb des Steuerpflichtigen veranlasst sind. 2. Der Antrag &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-47-12-steuerpauschalierung-fuer-betrieblich-veranlasste-zuwendungen-beiladung-nach-par-174-abs-5-ao\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;47\/12 &#8211; Steuerpauschalierung f&uuml;r betrieblich veranlasste Zuwendungen; Beiladung nach &sect; 174 Abs. 5 AO<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-61697","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuer"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61697","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61697"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61697\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61697"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61697"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61697"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}