{"id":61710,"date":"2014-02-16T14:40:37","date_gmt":"2014-02-16T12:40:37","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=61710"},"modified":"2014-02-16T14:40:37","modified_gmt":"2014-02-16T12:40:37","slug":"ii-r-55-12-erbschaftsteuer-auf-erwerb-eines-anspruchs-aus-einer-direktversicherung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-55-12-erbschaftsteuer-auf-erwerb-eines-anspruchs-aus-einer-direktversicherung\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;55\/12 &#8211; Erbschaftsteuer auf Erwerb eines Anspruchs aus einer Direktversicherung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.12.2013, II R 55\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Erbschaftsteuer auf Erwerb eines Anspruchs aus einer Direktversicherung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Der Erwerb eines Anspruchs aus einer vom Arbeitgeber zugunsten des Erblassers mit dessen Einverst&auml;ndnis abgeschlossenen Direktversicherung unterliegt der Erbschaftsteuer, wenn der Bezugsberechtigte nicht die pers&ouml;nlichen Voraussetzungen f&uuml;r eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung des Erblassers erf&uuml;llt.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) ist der Alleinerbe seines im Januar 2003 verstorbenen &quot;Lebensgef&auml;hrten&quot; (L) und erhielt dar&uuml;ber hinaus aus Lebensversicherungen, die dessen Arbeitgeber als Versicherungsnehmer bei einem Versicherungsunternehmen (V) zugunsten des L als Versicherten abgeschlossen hatte, insgesamt 39.605,98 EUR, da ihn L f&uuml;r den Todesfall als Bezugsberechtigten benannt hatte. Die Versicherungsbeitr&auml;ge f&uuml;r diese Direktversicherungen im Sinne des Gesetzes zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG) waren im Wege der Entgeltumwandlung durch einvernehmliche Herabsetzung des laufenden Gehalts des L aufgebracht worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) nahm an, dass der vom Kl&auml;ger erworbene Anspruch auf die Versicherungsleistung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes (ErbStG) der Erbschaftsteuer unterliege, und setzte gegen den Kl&auml;ger durch Bescheid vom 3.&nbsp;November 2003 Erbschaftsteuer in H&ouml;he von 3.077&nbsp;EUR fest. Der Einspruch blieb erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage durch das in Entscheidungen der Finanzgerichte 2013, 378 ver&ouml;ffentlichte Urteil mit der Begr&uuml;ndung statt, der Erwerb von Hinterbliebenenbez&uuml;gen, die auf einem Arbeits- oder Dienstverh&auml;ltnis des Erblassers beruhten, unterl&auml;gen nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 ErbStG der Erbschaftsteuer. Dies gelte auch f&uuml;r Einmalzahlungen aus einer Direktversicherung im Sinne des BetrAVG an Bezugsberechtigte, die keine beamten- oder rentenversicherungsrechtliche Hinterbliebenenversorgung beanspruchen k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA Verletzung des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 ErbStG. Der vom Kl&auml;ger erworbene Anspruch auf die Versicherungsleistung unterliege der Erbschaftsteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Abweisung der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Unrecht angenommen, dass der vom Kl&auml;ger mit dem Tod des L erworbene Anspruch gegen V auf die vereinbarte Versicherungssumme nicht der Erbschaftsteuer unterliege.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 ErbStG gilt als Erwerb von Todes wegen (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG) jeder Verm&ouml;gensvorteil, der aufgrund eines vom Erblasser geschlossenen Vertrags bei dessen Tode von einem Dritten unmittelbar erworben wird. Diese Vorschrift ist auch auf den Erwerb eines Anspruchs auf eine Einmalzahlung aus einer vom Arbeitgeber als Versicherungsnehmer zugunsten des Erblassers mit dessen Einverst&auml;ndnis abgeschlossenen Direktversicherung anwendbar, wenn der Bezugsberechtigte nicht die in &sect;&sect;&nbsp;46 bis 48 des Sozialgesetzbuchs &#8211; Sechstes Buch (SGB&nbsp;VI) bestimmten pers&ouml;nlichen Voraussetzungen f&uuml;r den Bezug einer Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung des Erblassers erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Besteuerung kann in diesem Fall allerdings nicht unmittelbar auf den Versicherungsvertrag gest&uuml;tzt werden. Diesen hat n&auml;mlich bei der Direktversicherung nicht wie von &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 ErbStG vorausgesetzt der Erblasser abgeschlossen. Ma&szlig;gebend ist vielmehr der vom Erblasser abgeschlossene Arbeitsvertrag, der aufgrund des Einverst&auml;ndnisses des Erblassers mit dem Abschluss der Direktversicherung eine &Auml;nderung erfahren hat, die ihrerseits Voraussetzung f&uuml;r den Abschluss der Direktversicherung durch den Arbeitgeber und f&uuml;r die Begr&uuml;ndung des Leistungsanspruchs aus der Versicherung war. Dies gen&uuml;gt, um &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 ErbStG anwenden zu k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Erwerb des Anspruchs aus einer Direktversicherung unterliegt der Besteuerung nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 ErbStG, wenn der Bezugsberechtigte die in &sect;&sect;&nbsp;46 bis 48 SGB&nbsp;VI bestimmten pers&ouml;nlichen Voraussetzungen f&uuml;r den Bezug einer Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung des Erblassers nicht erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) unterliegen Anspr&uuml;che auf eine zus&auml;tzliche betriebliche Altersversorgung, die Hinterbliebenen eines Arbeitnehmers zustehen, nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 ErbStG der Erbschaftsteuer, und zwar unabh&auml;ngig davon, ob die Anspr&uuml;che durch Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung, eine Ruhegeldordnung, betriebliche &Uuml;bung, den Gleichbehandlungsgrundsatz oder Einzelvertrag begr&uuml;ndet wurden (BFH-Urteile vom 20.&nbsp;Mai 1981 II&nbsp;R&nbsp;11\/81, BFHE 133, 426, BStBl II 1981, 715, und vom 20.&nbsp;Mai 1981 II&nbsp;R&nbsp;33\/78, BFHE 134, 156, BStBl II 1982, 27; seither st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteile vom 13.&nbsp;Dezember 1989 II&nbsp;R&nbsp;31\/89, BFHE 159, 223, BStBl II 1990, 325; vom 13.&nbsp;Dezember 1989 II&nbsp;R&nbsp;23\/85, BFHE 159, 228, BStBl II 1990, 322; vom 15.&nbsp;Juli 1998 II&nbsp;R&nbsp;80\/96, BFH\/NV 1999, 311; vom 16.&nbsp;Januar 2008 II&nbsp;R&nbsp;30\/06, BFHE 220, 518, BStBl II 2008, 626, unter II.B.1, und vom 5.&nbsp;Mai 2010 II&nbsp;R&nbsp;16\/08, BFHE 230, 188, BStBl II 2010, 923, Rz&nbsp;15; BFH-Beschluss vom 24.&nbsp;Mai 2005 II&nbsp;B&nbsp;40\/04, BFH\/NV 2005, 1571).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Rechtsprechung beruht darauf, dass Anspr&uuml;che auf eine betriebliche Altersversorgung erbschaftsteuerrechtlich nicht anders behandelt werden sollen als die Bez&uuml;ge, die Hinterbliebene kraft Gesetzes erhalten, wie insbesondere die Bez&uuml;ge, die den Hinterbliebenen von gesetzlich rentenversicherten Arbeitnehmern und von Beamten, Berufssoldaten und Richtern zustehen und bereits dem Wortlaut nach nicht dem &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 ErbStG unterfallen. Der (m&ouml;glicherweise) zu weite Wortlaut der Vorschrift ist ggf. entsprechend einzuschr&auml;nken (teleologische Reduktion). Diese Einschr&auml;nkung des Anwendungsbereichs des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 ErbStG ist mit dem Grundgesetz (GG) vereinbar (Beschl&uuml;sse des Bundesverfassungsgerichts vom 9.&nbsp;November 1988&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR 243\/86, BVerfGE 79, 106, BStBl II 1989, 938, und vom 5.&nbsp;Mai 1994&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;397\/90, BStBl II 1994, 547).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diese Einschr&auml;nkung des Anwendungsbereichs des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 ErbStG kann nicht auf einen Anspruch aus einer Direktversicherung erstreckt werden, wenn der Bezugsberechtigte die in &sect;&sect;&nbsp;46 bis 48 SGB&nbsp;VI bestimmten pers&ouml;nlichen Voraussetzungen f&uuml;r den Bezug einer Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung des verstorbenen Arbeitnehmers nicht erf&uuml;llt. In einem solchen Fall ist es unter Ber&uuml;cksichtigung der Anforderungen des allgemeinen Gleichheitssatzes (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG) nicht gerechtfertigt, den Anspruch aus der Direktversicherung aus dem Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 ErbStG auszunehmen. Vielmehr ist es in diesem Fall geboten, den Anspruch nicht anders zu behandeln als den Anspruch aus einer vom Arbeitnehmer selbst abgeschlossenen Lebensversicherung. Von einem berechtigten, die Anwendbarkeit des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 ErbStG ausschlie&szlig;enden Interesse des Erblassers an der Versorgung des Bezugsberechtigten kann in diesem Fall n&auml;mlich aufgrund der typisierenden Betrachtungsweise, die der Abgrenzung der zum Bezug einer Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung berechtigten Hinterbliebenen gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;46 bis 48 SGB&nbsp;VI zugrunde liegt, nicht ausgegangen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Da das FG eine andere Ansicht vertreten hat, war die Vorentscheidung aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Sache ist spruchreif. Die Klage ist abzuweisen. Der angefochtene Steuerbescheid ist rechtm&auml;&szlig;ig. Der vom Kl&auml;ger mit dem Tod des L erworbene Anspruch gegen V auf die vereinbarte Versicherungssumme unterliegt der Erbschaftsteuer. Der Anspruch war aufgrund des Einverst&auml;ndnisses des L mit dem Abschluss der Direktversicherung durch seinen Arbeitgeber auf den Arbeitsvertrag des L zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Der Kl&auml;ger erf&uuml;llt als blo&szlig;er Lebensgef&auml;hrte des L nicht die in &sect;&sect;&nbsp;46 bis 48 SGB&nbsp;VI bestimmten pers&ouml;nlichen Voraussetzungen f&uuml;r den Bezug einer Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung des L.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.12.2013, II R 55\/12 Erbschaftsteuer auf Erwerb eines Anspruchs aus einer Direktversicherung Leits&auml;tze Der Erwerb eines Anspruchs aus einer vom Arbeitgeber zugunsten des Erblassers mit dessen Einverst&auml;ndnis abgeschlossenen Direktversicherung unterliegt der Erbschaftsteuer, wenn der Bezugsberechtigte nicht die pers&ouml;nlichen Voraussetzungen f&uuml;r eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung des Erblassers erf&uuml;llt. 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