{"id":61727,"date":"2014-02-16T14:40:38","date_gmt":"2014-02-16T12:40:38","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=61727"},"modified":"2014-02-16T14:40:38","modified_gmt":"2014-02-16T12:40:38","slug":"x-b-245-12-richterliche-hinweispflicht-bei-steuerlich-beratenem-klaeger-berichtigung-des-urteilstenors-terminverlegung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-245-12-richterliche-hinweispflicht-bei-steuerlich-beratenem-klaeger-berichtigung-des-urteilstenors-terminverlegung\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;245\/12 &#8211; Richterliche Hinweispflicht bei steuerlich beratenem Kl&auml;ger; Berichtigung des Urteilstenors; Terminverlegung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.1.2014, X B 245\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Richterliche Hinweispflicht bei steuerlich beratenem Kl&auml;ger; Berichtigung des Urteilstenors; Terminverlegung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) wendet sich gegen Hinzusch&auml;tzungen auf Grund der ungekl&auml;rten Herkunft von Einzahlungen auf seinem Bankkonto sowie die Nichtanerkennung von geltend gemachten Aufwendungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen des Klageverfahrens gegen die Einkommensteuerfestsetzung f&uuml;r das Streitjahr 2005 reichte der Kl&auml;ger eine Umsatzliste seines Bankkontos f&uuml;r das Streitjahr 2006 ein. Soweit die Herkunft von Einzahlungen auf dieses Bankkonto aus Sicht des Beklagten und Beschwerdegegners (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) nicht nachgewiesen wurde, sch&auml;tzte er unter Ber&uuml;cksichtigung pauschaler Betriebsausgaben Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus Gewerbebetrieb und &auml;nderte die Einkommensteuerfestsetzung f&uuml;r 2006 entsprechend. Als Folge dieser &Auml;nderung ergab sich kein Verlustr&uuml;cktrag nach 2005 mehr. Deshalb &auml;nderte das FA auch die Einkommensteuerfestsetzung 2005.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger erhob daraufhin auch Klage hinsichtlich der Einkommensteuerfestsetzung 2006.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Klageverfahren gegen die Einkommensteuerfestsetzung 2006 forderte das Finanzgericht (FG) den Kl&auml;ger gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;79b Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) auf, Grund und H&ouml;he der noch streitigen Geldzufl&uuml;sse nachzuweisen. Daraufhin &uuml;berreichte der Kl&auml;ger u.a. einen Darlehensvertrag zwischen ihm und A. Die Darlehenssumme betrug 12.000&nbsp;EUR. Dessen R&uuml;ckzahlung erl&auml;uterte der Kl&auml;ger anhand seiner Kontounterlagen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am Tag der m&uuml;ndlichen Verhandlung k&uuml;ndigte die zust&auml;ndige Rechtsanw&auml;ltin der Prozessbevollm&auml;chtigten ihr versp&auml;tetes Erscheinen f&uuml;r ca.&nbsp;15:00&nbsp;Uhr aufgrund anderer terminlicher Verpflichtungen an. Die Vorsitzende lehnte es in einem darauf hin erfolgenden Telefonat ab, den Beginn der auf 14:15&nbsp;Uhr angesetzten m&uuml;ndlichen Verhandlung zu verschieben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r den Kl&auml;ger trat in der m&uuml;ndlichen Verhandlung anschlie&szlig;end niemand auf, obwohl diese tats&auml;chlich erst um 15:34&nbsp;Uhr er&ouml;ffnet wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der m&uuml;ndlichen Verhandlung, in der die beiden Klageverfahren durch Beschluss verbunden worden sind, erkl&auml;rte das FA, es &auml;ndere den Einkommensteuerbescheid 2006 dahingehend, dass von Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von 9.207,01&nbsp;EUR auszugehen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klage als unbegr&uuml;ndet ab. Aufgrund der Vielzahl der Einzahlungen sei davon auszugehen, dass die in der Umsatzliste enthaltenden Kontogutschriften, deren Herkunft nicht nachgewiesen sei, auf steuerpflichtigen Eink&uuml;nften beruhten. Soweit Belege zum Nachweis der Aufwendungen fehlten, gehe dies zu Lasten des Kl&auml;gers. Mangels Vorliegens eines negativen Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte im Streitjahr 2006 sei ein Verlustr&uuml;cktrag nach 2005 nicht m&ouml;glich. Die &Auml;nderung der Einkommensteuerfestsetzung 2005 sei nach &sect;&nbsp;10d des Einkommensteuergesetzes (EStG) trotz Bestandskraft m&ouml;glich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Urteilsgr&uuml;nden erl&auml;uterte das FG die vom FA angenommenen gewerblichen Eink&uuml;nfte in H&ouml;he von 9.207,01&nbsp;EUR anhand der Zahlen aus dem Beschluss &uuml;ber die Aussetzung der Vollziehung (AdV) vom 22.&nbsp;Dezember 2011&nbsp;&nbsp;5&nbsp;V&nbsp;5320\/11, der u.a. von einer Darlehensr&uuml;ckzahlung von insgesamt 11.000&nbsp;EUR ausging. Aus dem Tatbestand des Urteils ergibt sich hingegen, der Kl&auml;ger habe die Darlehensr&uuml;ckzahlung im Zeitraum Mai bis November 2006 in H&ouml;he von insgesamt 12.000&nbsp;EUR erl&auml;utert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Beschwerde wegen Nichtzulassung der Revision macht der Kl&auml;ger einen Verfahrensmangel geltend (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO). Das FG habe den Sachverhalt nicht ausreichend erforscht, da es weder die angebotenen Zeugen vernommen noch Akten aus anderen Klageverfahren beigezogen habe. Auch habe der Kl&auml;ger einen Hinweis des Gerichts erbeten, welche Zahlungen noch der Aufkl&auml;rung bedurft h&auml;tten. F&auml;lschlicherweise habe das FG nicht ber&uuml;cksichtigt, dass die Darlehensr&uuml;ckzahlungen des A 12.000&nbsp;EUR und nicht nur 11.000&nbsp;EUR betragen h&auml;tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA tritt der Beschwerde entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Das angefochtene Urteil ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;107 FGO wegen offenbarer Unrichtigkeit zu korrigieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Eine offenbare Unrichtigkeit liegt vor, weil das FG ausweislich der Urteilsgr&uuml;nde die vom Kl&auml;ger nachgewiesenen Darlehensr&uuml;ckzahlungen uneingeschr&auml;nkt als gekl&auml;rte Einnahmen ansieht. Dennoch geht es &#8211;ausgehend von der im AdV-Beschluss falsch wiedergegebenen Summe von 11.000&nbsp;EUR&#8211; von einem um 1.000&nbsp;EUR zu geringen Betrag aus. Im Tatbestand seines Urteils nennt es den richtigen Betrag von 12.000&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund dieser offenbaren Unrichtigkeit nahm es &#8211;wie das FA&#8211; gewerbliche Eink&uuml;nften in H&ouml;he von 9.207,01&nbsp;EUR und nicht rechnerisch richtige in H&ouml;he von 8.207,01&nbsp;EUR an. Da das FG die Klage vollumf&auml;nglich abgewiesen hat, stimmt der erkennbar gewollte Inhalt der gerichtlichen Aussage &#8211;wie er aus den Urteilsgr&uuml;nden deutlich wird&#8211; mit dem Urteilstenor nicht &uuml;berein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der beschlie&szlig;ende Senat kann den Tenor berichtigen. Er ist im Rahmen des Beschwerdeverfahrens &uuml;ber die Nichtzulassung der Revision f&uuml;r die Berichtigung zust&auml;ndig (vgl. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 25.&nbsp;November 1999 III&nbsp;B&nbsp;5\/99, BFH\/NV 2000, 844, und vom 12.&nbsp;M&auml;rz 2004 VII&nbsp;B&nbsp;239\/02, BFH\/NV 2004, 1114).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:90\"pt>\n<tr>\n<td>III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision ist teils unzul&auml;ssig, teils unbegr&uuml;ndet, so dass sie insgesamt als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die geltend gemachte Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht des FG (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO) ist nicht entsprechend den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO dargelegt worden. Eine schl&uuml;ssige Aufkl&auml;rungsr&uuml;ge setzt nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH voraus, dass die ermittlungsbed&uuml;rftigen Tatsachen und die angebotenen Beweismittel genau bezeichnet werden. Zudem muss auch dargelegt werden, inwieweit das Urteil des FG &#8211;ausgehend von der materiell-rechtlichen Auffassung des Gerichts&#8211; auf der nicht durchgef&uuml;hrten Beweisaufnahme und hier der unterlassenen Beiziehung von Akten beruhen kann sowie was das voraussichtliche Ergebnis der Beweisaufnahme gewesen w&auml;re (Senatsbeschluss vom 24.&nbsp;Oktober 2006 X&nbsp;B&nbsp;107\/06, nicht ver&ouml;ffentlicht &#8211;n.v.&#8211;). Diesen Anforderungen wird die Beschwerdeschrift schon deshalb nicht gerecht, weil lediglich pauschal auf die Notwendigkeit der Vernehmung von Zeugen und der Beiziehung von Akten aus anderen Klageverfahren verwiesen wird. Inwieweit dadurch die konkret nicht nachgewiesenen Aufwendungen bzw. nicht aufgekl&auml;rten Einnahmen bewiesen werden k&ouml;nnen, bleibt in der Beschwerdeschrift offen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit der Kl&auml;ger in diesem Zusammenhang vortr&auml;gt, das FG sei von unzutreffenden Annahmen ausgegangen, macht er materielle Rechtsfehler geltend, die nach dem abschlie&szlig;enden Katalog des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO nicht zu einer Zulassung der Revision f&uuml;hren k&ouml;nnen (BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;Juni 1999 III&nbsp;B&nbsp;92\/98, n.v.). Auch f&uuml;hrt die Berichtigung des angefochtenen Urteils nicht dazu, dass der Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte in 2006 negativ wird und deshalb (wieder) ein Verlustr&uuml;cktrag ins Streitjahr 2005 nach &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG vorzunehmen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Eine Verletzung der richterlichen Hinweispflichten nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;2 FGO liegt nicht vor. Ein unterlassener Hinweis des Gerichts stellt jedenfalls dann keine gegen &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;2 FGO versto&szlig;ende Pflichtverletzung dar, wenn der Beteiligte &#8211;wie hier der Kl&auml;ger&#8211; steuerlich beraten und im Prozess entsprechend vertreten wird und f&uuml;r diesen die f&uuml;r das Gericht ma&szlig;geblichen Streitpunkte erkennbar waren (Senatsbeschluss vom 10.&nbsp;Juni 2013 X&nbsp;B&nbsp;147\/11, BFH\/NV 2013, 1440, m.w.N.). So ist es im Streitfall, weil das FG dem Kl&auml;ger aufgegeben hatte, den Grund und die H&ouml;he der streitigen Geldzahlungen nachzuweisen. Das FG war nicht gehalten, dem Kl&auml;ger vor Ergehen des Urteils einen Hinweis zu geben, ob ihm der angeforderte Nachweis gelungen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies gilt erst recht, wenn das Gericht &#8211;wie hier&#8211; eine m&uuml;ndliche Verhandlung durchf&uuml;hrt. Hierdurch verschafft es den Beteiligten nicht nur ausreichend Gelegenheit zur &Auml;u&szlig;erung zu allen entscheidungserheblichen Tatsachen, sondern gibt ihnen auch Gelegenheit zu Nachfragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei ist es unerheblich, dass die Vorsitzende im vorliegenden Fall den Beginn der m&uuml;ndlichen Verhandlung zun&auml;chst nicht bis zur angek&uuml;ndigten Ankunft der Rechtsanw&auml;ltin der Prozessbevollm&auml;chtigten verschieben wollte, weil diese keinen erheblichen Grund (&sect;&nbsp;155 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;227 Abs.&nbsp;1 der Zivilprozessordnung) vorgebracht hatte. Der blo&szlig;e Hinweis der Prozessbevollm&auml;chtigten, wegen eines anderweitigen Termins sei ihr Erscheinen zu dem angesetzten Termin nicht m&ouml;glich, reicht f&uuml;r die Darlegung eines erheblichen Grunds nicht aus. Das Telefonat zwischen der Vorsitzenden und der Rechtsanw&auml;ltin des Prozessbevollm&auml;chtigten befreite diese nicht davon, bei Gericht zu erscheinen, zumal die Vorsitzende in dem Telefonat ausdr&uuml;cklich eine Termins&auml;nderung abgelehnt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.1.2014, X B 245\/12 Richterliche Hinweispflicht bei steuerlich beratenem Kl&auml;ger; Berichtigung des Urteilstenors; Terminverlegung Tatbestand 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) wendet sich gegen Hinzusch&auml;tzungen auf Grund der ungekl&auml;rten Herkunft von Einzahlungen auf seinem Bankkonto sowie die Nichtanerkennung von geltend gemachten Aufwendungen. 2&nbsp; Im Rahmen des Klageverfahrens gegen die Einkommensteuerfestsetzung f&uuml;r &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-245-12-richterliche-hinweispflicht-bei-steuerlich-beratenem-klaeger-berichtigung-des-urteilstenors-terminverlegung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;245\/12 &#8211; Richterliche Hinweispflicht bei steuerlich beratenem Kl&auml;ger; Berichtigung des Urteilstenors; Terminverlegung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-61727","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuer"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61727","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61727"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61727\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61727"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61727"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61727"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}