{"id":61923,"date":"2014-03-01T11:43:20","date_gmt":"2014-03-01T09:43:20","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=61923"},"modified":"2014-03-01T11:43:20","modified_gmt":"2014-03-01T09:43:20","slug":"iii-b-88-13-keine-kindergeldberechtigung-geduldeter-auslaender","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-88-13-keine-kindergeldberechtigung-geduldeter-auslaender\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;88\/13 &#8211; Keine Kindergeldberechtigung geduldeter Ausl&auml;nder"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 23.12.2013, III B 88\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Kindergeldberechtigung geduldeter Ausl&auml;nder<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) ist georgischer Staatsangeh&ouml;riger ossetischer Volkszugeh&ouml;rigkeit. Nach seiner Einreise in die Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) beantragte er am 4.&nbsp;Oktober 1995, wegen politischer Verfolgung in seinem Heimatland als Asylberechtigter anerkannt zu werden. Diesen Antrag lehnte das Bundesamt f&uuml;r die Anerkennung ausl&auml;ndischer Fl&uuml;chtlinge durch Bescheid vom 21.&nbsp;Februar 1996 ab und stellte gleichzeitig fest, dass die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 des Ausl&auml;ndergesetzes &#8211;AuslG&#8211; (Verbot der Abschiebung politisch Verfolgter) nicht vorl&auml;gen. Zudem stellte das Bundesamt fest, dass Abschiebungshindernisse nicht vorl&auml;gen, und erlie&szlig; eine Ausreiseaufforderung mit Abschiebungsandrohung. Das zust&auml;ndige Verwaltungsgericht wies die dagegen gerichtete Klage mit Urteil vom 11.&nbsp;November 1997 ab. Seither lebt der Kl&auml;ger als geduldeter Ausl&auml;nder im Inland. Nach einer Bescheinigung der Wohnsitzgemeinde vom 26.&nbsp;Mai 2011 ist die Abschiebung des Kl&auml;gers ausgesetzt. Unselbst&auml;ndige Besch&auml;ftigung ist ihm erlaubt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger hat mit seiner Lebensgef&auml;hrtin, die ebenfalls die georgische Staatsangeh&ouml;rigkeit besitzt, zwei S&ouml;hne, die im April 2001 und im Januar 2003 im Inland geboren wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beklagte und Beschwerdegegnerin (Familienkasse) lehnte den Antrag des Kl&auml;gers auf Gew&auml;hrung von Kindergeld vom 20.&nbsp;Juli 2011 mit Bescheid vom 3.&nbsp;August 2011 unter Hinweis darauf ab, dass der Kl&auml;ger nicht in dem erforderlichen Besitz einer g&uuml;ltigen Aufenthaltserlaubnis oder Aufenthaltsberechtigung sei. Den dagegen gerichteten Einspruch wies die Familienkasse mit Einspruchsentscheidung vom 18.&nbsp;August 2011 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck, da der Kl&auml;ger nicht die besonderen Anspruchsvoraussetzungen erf&uuml;lle, die &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) f&uuml;r nicht freiz&uuml;gigkeitsberechtigte Ausl&auml;nder vorsehe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht wies die hiergegen gerichtete Klage als unbegr&uuml;ndet ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Beschwerde begehrt der Kl&auml;ger die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist jedenfalls unbegr&uuml;ndet und durch Beschluss zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz 1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der von dem Kl&auml;ger geltend gemachte Zulassungsgrund der grunds&auml;tzlichen Bedeutung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) liegt nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die grunds&auml;tzliche Bedeutung einer Rechtssache setzt u.a. voraus, dass die aufgeworfene Rechtsfrage kl&auml;rungsbed&uuml;rftig ist und in einem Revisionsverfahren auch gekl&auml;rt werden kann. An der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit fehlt es, wenn die Rechtsfrage durch die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) hinreichend gekl&auml;rt ist und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar sind, die eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung erforderlich machen (z.B. BFH-Beschluss vom 3.&nbsp;April 2008 I&nbsp;B&nbsp;77\/07, BFH\/NV 2008, 1445).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Macht ein Beschwerdef&uuml;hrer mit der Nichtzulassungsbeschwerde verfassungsrechtliche Bedenken gegen eine gesetzliche Regelung geltend, so ist dar&uuml;ber hinaus eine substantiierte, an den Vorgaben des Grundgesetzes und der einschl&auml;gigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und des BFH orientierte Auseinandersetzung mit der Problematik erforderlich (vgl. Senatsbeschluss vom 9.&nbsp;November 2012 III&nbsp;B&nbsp;138\/11, BFH\/NV 2013, 372, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall fehlt es an dem Kl&auml;rungsbedarf der in der Beschwerdebegr&uuml;ndung bezeichneten Rechtsfrage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die vom Kl&auml;ger als grunds&auml;tzlich bedeutsam angesehene Rechtsfrage, ob &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;2 EStG i.d.F. des Art.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 des Gesetzes zur Anspruchsberechtigung von Ausl&auml;ndern wegen Kindergeld, Erziehungsgeld und Unterhaltsvorschuss vom 13.&nbsp;Dezember 2006 &#8211;EStG n.F.&#8211; (BGBl I 2006, 2915, BStBl I 2007, 62) dahingehend verfassungskonform auszulegen sei, dass auch nicht freiz&uuml;gigkeitsberechtigten langj&auml;hrig geduldeten Ausl&auml;ndern Kindergeld zuzubilligen sei, oder ob diese Vorschrift verfassungswidrig sei, ist bereits hinreichend durch die Rechtsprechung des beschlie&szlig;enden Senats gekl&auml;rt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;2 EStG n.F. berechtigt ein Aufenthalt in Deutschland aufgrund einer Duldung (s. dazu &sect;&nbsp;60a des Aufenthaltsgesetzes &#8211;AufenthG&#8211;) nicht zum Bezug von Kindergeld. Der Senat hat sich bereits mehrfach mit der Frage befasst, ob diese Regelung, auch wenn sich die geduldeten Ausl&auml;nder &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum in Deutschland aufhalten, verfassungsgem&auml;&szlig; ist. Er hat entschieden, dass hiergegen keine verfassungsrechtlichen Bedenken bestehen (z.B. Senatsurteile vom 15.&nbsp;M&auml;rz 2007 III&nbsp;R&nbsp;93\/03, BFHE 217, 443, BStBl II 2009, 905, und III&nbsp;R&nbsp;54\/05, BFH\/NV 2007, 1298; vom 22.&nbsp;November 2007 III&nbsp;R&nbsp;54\/02, BFHE 220, 45, BStBl II 2009, 913, sowie vom 21.&nbsp;Februar 2008 III&nbsp;R&nbsp;79\/03, BFHE 220, 439, BStBl II 2009, 916). Die Erw&auml;gung des Gesetzgebers, das Kindergeld nur Ausl&auml;ndern zu gew&auml;hren, die aufgrund eines Aufenthaltstitels einen rechtm&auml;&szlig;igen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland begr&uuml;ndet haben und bei denen im Unterschied zu lediglich geduldeten Ausl&auml;ndern auch eine langfristige Integration ihrer Familien in Deutschland beabsichtigt ist, stellt einen hinreichenden sachlichen Grund f&uuml;r die vorgenommene Differenzierung dar (z.B. Senatsurteil in BFHE 217, 443, BStBl II 2009, 905, unter II.4.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die vom Kl&auml;ger in der Beschwerdebegr&uuml;ndung erhobenen Einwendungen f&uuml;hren zu keinem erneuten Kl&auml;rungsbedarf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine erneute Pr&uuml;fung ist nicht im Hinblick darauf erforderlich, dass nicht freiz&uuml;gigkeitsberechtigte Ausl&auml;nder sich mitunter &uuml;ber mehrere Jahre im Rahmen einer Duldung in Deutschland aufhalten und hier einer Erwerbst&auml;tigkeit nachgehen. Diese Umst&auml;nde hat der Senat bereits in seiner bisherigen Rechtsprechung ber&uuml;cksichtigt (vgl. etwa Senatsurteil in BFHE 217, 443, BStBl II 2009, 905). Er hat insoweit jedoch darauf abgestellt, dass die herk&ouml;mmlichen Aufenthaltstitel im Sinne des AuslG bzw. des AufenthG einen rechtm&auml;&szlig;igen Aufenthalt in Deutschland begr&uuml;nden und regelm&auml;&szlig;ig als Vorstufe eines Daueraufenthalts anzusehen sind. Dies gilt hingegen nicht bei einer blo&szlig;en Duldung, welche die grunds&auml;tzlich bestehende Ausreisepflicht des Ausl&auml;nders nicht beseitigt und gerade nicht der Vorbereitung oder Absicherung eines rechtm&auml;&szlig;igen dauerhaften Aufenthalts in Deutschland dient. Aus demselben Grund ergibt sich ein erneuter Kl&auml;rungsbedarf auch nicht aus dem Einwand des Kl&auml;gers, wonach die Versagung des Kindergeldanspruchs gegen&uuml;ber langj&auml;hrig geduldeten Ausl&auml;ndern eine nicht gerechtfertigte Schlechterstellung gegen&uuml;ber jenen Ausl&auml;ndern bedeute, die eine Aufenthaltsgenehmigung bes&auml;&szlig;en und teilweise wesentlich k&uuml;rzere Aufenthaltszeiten und geringere Integrationsmerkmale aufwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&Uuml;berdies ist das Kindergeldrecht als Massenfallrecht auf Typisierungen angewiesen, weshalb die sachliche Rechtfertigung der Entscheidung des Gesetzgebers, die Frage des voraussichtlichen Daueraufenthalts des Ausl&auml;nders u.a. von dem jeweiligen dem Ausl&auml;nder durch die zust&auml;ndigen Fachbeh&ouml;rden zugewiesenen aufenthaltsrechtlichen Status abh&auml;ngig zu machen, keinen Zweifeln begegnet (vgl. zur Frage der Typisierung etwa auch das zur Vorschrift des &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a EStG ergangene Senatsurteil vom 24.&nbsp;Mai 2012 III&nbsp;R&nbsp;20\/10, BFHE 238, 334). Insoweit wird aus dem Vortrag des Kl&auml;gers bereits nicht klar, nach welchen Kriterien die Familienkasse als eine f&uuml;r aufenthaltsrechtliche Fragen fachfremde Beh&ouml;rde bei einer auf den rein faktischen Aufenthalt abstellenden Betrachtungsweise die voraussichtliche Dauerhaftigkeit des Aufenthalts (einschlie&szlig;lich der Beurteilung der f&uuml;r die Aussetzung der Abschiebung ma&szlig;geblichen Gr&uuml;nde) und die beabsichtigte langfristige Integration der betroffenen Familien in Deutschland beurteilen sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Rechtsprechung des BFH ist in diesem Zusammenhang ferner gekl&auml;rt, dass f&uuml;r die Kindergeldberechtigung der &quot;Besitz&quot; einer ausreichenden ausl&auml;nderrechtlichen Aufenthaltsgenehmigung nach dem AuslG 1990 oder eines aufenthaltsrechtlichen Titels nach dem AufenthG entscheidend ist und es nicht darauf ankommt, ob ein Anspruch auf eine entsprechende Genehmigung bzw. einen entsprechenden Titel besteht (z.B. Senatsbeschluss vom 31.&nbsp;Juli 2009 III&nbsp;B&nbsp;152\/08, BFH\/NV 2009, 1811). Daher ist es f&uuml;r die Frage der Kindergeldberechtigung des Kl&auml;gers im Streitzeitraum unerheblich, ob dem Kl&auml;ger aufgrund einer gelungenen Integration m&ouml;glicherweise in Zukunft ein die Kindergeldberechtigung er&ouml;ffnender Aufenthaltstitel erteilt werden k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit der Kl&auml;ger vortr&auml;gt, es handele sich in diesen F&auml;llen nicht mehr um Duldungsf&auml;lle, die ausl&auml;nderrechtlich als vor&uuml;bergehende Aussetzung der Abschiebung anzusehen seien, &uuml;bersieht er, dass im vorliegenden Fall schon nach seinem eigenen Vortrag bisher Gr&uuml;nde seines individuellen Verhaltens der Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis entgegenstanden, die eine Kindergeldberechtigung er&ouml;ffnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 23.12.2013, III B 88\/13 Keine Kindergeldberechtigung geduldeter Ausl&auml;nder Tatbestand 1&nbsp; I. 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