{"id":61938,"date":"2014-03-01T11:41:43","date_gmt":"2014-03-01T09:41:43","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=61938"},"modified":"2014-03-01T11:41:43","modified_gmt":"2014-03-01T09:41:43","slug":"vii-b-86-12-gueltigkeit-der-uniotaeren-und-nationalen-milchabgaberegelungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-b-86-12-gueltigkeit-der-uniotaeren-und-nationalen-milchabgaberegelungen\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;B&nbsp;86\/12 &#8211; G&uuml;ltigkeit der uniot&auml;ren und nationalen Milchabgaberegelungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 27.11.2013, VII B 86\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">G&uuml;ltigkeit der uniot&auml;ren und nationalen Milchabgaberegelungen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) ist Milcherzeuger. Da er mit seinen Milchlieferungen im Zw&ouml;lfmonatszeitraum 2004\/2005 seine Anlieferungs-Referenzmenge trotz Zuteilung nicht genutzter Anlieferungs-Referenzmengen (sog. Saldierung) &uuml;berschritten hatte, meldete die Molkerei Milchabgabe beim Beklagten und Beschwerdegegner (Hauptzollamt &#8211;HZA&#8211;) an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage gegen die Abgabeanmeldung, mit denen der Kl&auml;ger die Nichtigkeit der unionsrechtlichen sowie der nationalen Milchabgabevorschriften wegen Verletzung h&ouml;herrangigen Rechts geltend machte bzw. macht, blieben ohne Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen richtet sich die Nichtzulassungsbeschwerde des Kl&auml;gers, welche er auf den Zulassungsgrund der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) st&uuml;tzt. Er meint weiterhin, die im Streitfall ma&szlig;gebenden unionsrechtlichen und nationalen Vorschriften &uuml;ber die Erhebung der Milchabgabe seien nichtig, und bezeichnet insoweit 16&nbsp;Fragen als grunds&auml;tzlich kl&auml;rungsbed&uuml;rftig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Die Rechtssache hat keine grunds&auml;tzliche Bedeutung. Die mit der Beschwerde formulierten Fragen sind h&ouml;chstrichterlich gekl&auml;rt bzw. lassen sich nur so beantworten, wie es das Finanzgericht (FG) getan hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Vereinbarkeit der Vorschriften &uuml;ber die Milchabgabe mit h&ouml;herrangigem Recht ist wiederholt Gegenstand h&ouml;chstrichterlicher Entscheidungen gewesen. Die unter den Nrn.&nbsp;5 und 7 bezeichneten Beschwerdefragen sind daher gekl&auml;rt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) So hat der beschlie&szlig;ende Senat bereits zur fr&uuml;heren Milch-Garantiemengen-Verordnung &#8211;MGV&#8211; (i.d. Fassung der Bekanntmachung vom 21.&nbsp;M&auml;rz 1994, BGBl I 1994, 586) entschieden, dass &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 des Gesetzes zur Durchf&uuml;hrung der Gemeinsamen Marktorganisationen &#8211;MOG&nbsp;a.F.&#8211; (i.d. Fassung der Bekanntmachung vom 27.&nbsp;August 1986, BGBl I 1986, 1397) ausreichend bestimmte Erm&auml;chtigungsgrundlagen i.S. des Art.&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 des Grundgesetzes (GG) sind und dass die in jenen Vorschriften &uuml;ber &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 MOG&nbsp;a.F. enthaltene dynamische Verweisung auf das Unionsrecht verfassungsrechtlichen Anforderungen entspricht (vgl. Senatsbeschluss vom 25.&nbsp;September 2003 VII&nbsp;B&nbsp;309\/02, BFHE 203, 243, Zeitschrift f&uuml;r Z&ouml;lle und Verbrauchsteuern &#8211;ZfZ&#8211; 2004, 17, m.w.N.; ebenso Senatsbeschluss vom 28.&nbsp;November 2006 VII&nbsp;B&nbsp;54\/06, BFHE 215, 418, ZfZ 2007, 54). Zum einen ist der Gesetzgeber befugt, mit einer Verweisung auf das Unionsrecht Inhalt, Zweck und Ausma&szlig; einer gesetzlichen Erm&auml;chtigung zum Erlass von Rechtsverordnungen n&auml;her zu bestimmen. Zum anderen sind die f&uuml;r die Erhebung der Milchabgabe ma&szlig;geblichen unionsrechtlichen Vorschriften auch ausreichend bestimmt. Des Weiteren hat sich der beschlie&szlig;ende Senat mit dem Beschluss in BFHE 203, 243, ZfZ 2004, 17 der Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) angeschlossen, ein Versto&szlig; gegen das Zitiergebot des Art.&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GG sei nicht darin zu sehen, dass in einer Rechtsverordnung lediglich das zugrunde liegende einzelstaatliche f&ouml;rmliche Parlamentsgesetz, nicht jedoch auch die unionsrechtliche Rechtsgrundlage angegeben ist (vgl. BVerwG-Urteil vom 20.&nbsp;M&auml;rz 2003&nbsp;&nbsp;3&nbsp;C&nbsp;10.02, BVerwGE 118, 70).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>An dieser Rechtsprechung ist festzuhalten. Zum einen hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) die gegen den vorgenannten Senatsbeschluss gerichtete Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen. Zum anderen hat das BVerfG mit Beschluss vom 29.&nbsp;April 2010&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;871\/04 und 2&nbsp;BvR&nbsp;414\/08 (ZfZ 2010, 217) zwei gegen Urteile ordentlicher Gerichte erhobene Verfassungsbeschwerden ebenfalls nicht zur Entscheidung angenommen und in der Begr&uuml;ndung seines Beschlusses die Vereinbarkeit der auf &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 sowie &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 MOG&nbsp;a.F. gest&uuml;tzten MGV mit den Anforderungen des Art.&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 GG umfassend gepr&uuml;ft und bejaht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die im Streitfall anzuwendende Verordnung zur Durchf&uuml;hrung der EG-Milchabgabenregelung (MilchAbgV) i.d. Fassung der Bekanntmachung vom 9.&nbsp;August 2004 (BGBl I 2004, 2143) nennt (u.a.) &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 des Gesetzes zur Durchf&uuml;hrung der Gemeinsamen Marktorganisationen &#8211;MOG&#8211; (i.d. Fassung der Bekanntmachung vom 20.&nbsp;September 1995, BGBl I 1995, 1146 &#8211; mit sp&auml;teren &Auml;nderungen) als Erm&auml;chtigungsgrundlage. Diese Vorschriften entsprechen denjenigen des MOG&nbsp;a.F., welche die MGV seinerzeit als Erm&auml;chtigungsgrundlage bezeichnete. Es ist daher kein Grund erkennbar, die Vereinbarkeit der MilchAbgV mit Art.&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 GG anders zu beurteilen, als es das BVerfG hinsichtlich der MGV entschieden hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Es bedarf auch keiner Kl&auml;rung in einem Revisionsverfahren, dass der Ansicht der Beschwerde nicht zu folgen ist, mit der MilchAbgV habe der Verordnungsgeber das Zitiergebot des Art.&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GG verletzt, weil die Verordnung &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 MOG nicht als Erm&auml;chtigungsgrundlage bezeichne und der angef&uuml;hrte &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 MOG nur das &quot;Bundesministerium&quot; ohne weitere Spezifizierung nenne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wie das BVerfG mit dem Beschluss in ZfZ 2010, 217 ausf&uuml;hrt, ist der Zweck des Zitiergebots erf&uuml;llt, wenn sich der Verordnungsgeber auf die Nennung der Verordnungserm&auml;chtigung beschr&auml;nkt. Diese Erm&auml;chtigungen finden sich in &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 MOG. Ebenso wenig wie die MilchAbgV die Milchabgaberegelungen des Unionsrechts, die Inhalt, Zweck und Ausma&szlig; der erteilten Erm&auml;chtigung (mit-) bestimmen und auf welche die Verordnungserm&auml;chtigung in verfassungsrechtlich nicht zu beanstandender Weise (BVerfG-Beschluss in ZfZ 2010, 217) verweist, bezeichnen muss, sind s&auml;mtliche Inhalt, Zweck und Ausma&szlig; regelnden Vorschriften des MOG in der Verordnung zu zitieren. Das in &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 MOG als Gegenstand der Verordnung genannte Einbehalten, Abf&uuml;hren und Erstatten von Abgaben zu Marktordnungszwecken durch Abnehmer von Marktordnungswaren ist lediglich eine spezielle Gestaltung des in &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 MOG ohnehin bereits erw&auml;hnten &quot;Verfahrens bei Abgaben zu Marktordnungszwecken&quot;, das au&szlig;erdem bereits im Unionsrecht vorgezeichnet ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen ist &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 MOG bereits in der o.g. Fassung der Bekanntmachung des Gesetzes vom 20.&nbsp;September 1995 enthalten, die Gegenstand der Pr&uuml;fung des BVerfG im Beschluss in ZfZ 2010, 217 war. Gleichwohl hat das BVerfG das Zitiergebot des Art.&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GG als gewahrt angesehen und nicht verlangt, die MGV m&uuml;sse auch &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 MOG als Erm&auml;chtigungsgrundlage nennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 MOG lediglich von einer Erm&auml;chtigung des &quot;Bundesministeriums&quot; sprechen, begegnet keinen verfassungsrechtlichen Bedenken, weil das &quot;Bundesministerium&quot; in &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 MOG (in der hier ma&szlig;geblichen &Auml;nderungsfassung) als das Bundesministerium f&uuml;r Verbraucherschutz, Ern&auml;hrung und Landwirtschaft legal definiert ist. Die einmalige gesetzliche Definition eines Begriffs in seiner Kurzform, die dann im weiteren Verlauf verwendet wird, ist eine &uuml;bliche Technik in der Gesetzgebung. F&uuml;r den Normadressaten des MOG ist hinreichend deutlich erkennbar, welches Bundesministerium durch &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 MOG zum Erlass von Rechtsverordnungen erm&auml;chtigt wird. Entsprechende Bezeichnungen des erm&auml;chtigten Ministeriums fanden sich bereits im MOG&nbsp;a.F.: Auch dort war der in verschiedenen Vorschriften zum Erlass von Rechtsverordnungen erm&auml;chtigte &quot;Bundesminister&quot; am Anfang des Gesetzes legal definiert. Das BVerfG hat hierin in seinem Beschluss in ZfZ 2010, 217 keinen Versto&szlig; gegen Art.&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GG gesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die nach Ansicht der Beschwerde auf unionsrechtlicher Ebene eingetretenen sog. Paradigmenwechsel, die &#8211;so die Beschwerde&#8211; wegen der Bedeutung der erforderlichen nationalen Vorschriften durch den parlamentarischen Gesetzgeber und nicht lediglich durch den Verordnungsgeber in nationales Recht h&auml;tten umgesetzt werden m&uuml;ssen (vgl. Nr.&nbsp;16 der Beschwerdefragen), betreffen die (im Streitfall allein streitige) Heranziehung des seine Referenzmenge &uuml;berschreitenden Milcherzeugers zur Milchabgabe nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Kl&auml;rungsbed&uuml;rftige Fragen zur sog. Saldierung (vgl. Nrn.&nbsp;8, 9 und 14 der Beschwerdefragen) wirft der Streitfall nicht auf. Es gibt keinen unionsrechtlichen Anspruch auf Saldierung (vgl. Senatsbeschluss vom 31.&nbsp;Mai 2006 VII&nbsp;B&nbsp;37\/05, BFH\/NV 2007, 285; Senatsurteil vom 16.&nbsp;April 2013 VII&nbsp;R&nbsp;9\/12, BFHE 242, 380, ZfZ 2013, 189) und auch keinen Anspruch auf ein bestimmtes Saldierungsverfahren, soweit das Unionsrecht den Mitgliedstaaten entsprechende Spielr&auml;ume l&auml;sst. Durch &sect;&nbsp;14 MilchAbgV ist die in Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;b der Verordnung (EG) Nr.&nbsp;1788\/2003 (VO Nr.&nbsp;1788\/2003) des Rates vom 29.&nbsp;September 2003 &uuml;ber die Erhebung einer Abgabe im Milchsektor (Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union Nr.&nbsp;L&nbsp;270\/123) unionsrechtlich (als Alternative) vorgegebene Saldierungsweise, n&auml;mlich zun&auml;chst auf der Ebene des K&auml;ufers und anschlie&szlig;end auf einzelstaatlicher Ebene, gew&auml;hlt worden. Zu den rechtlichen Einwendungen der Beschwerde gegen dieses Saldierungsverfahren hat der Senat das Erforderliche bereits hinsichtlich der Vorg&auml;ngervorschrift zu &sect;&nbsp;14 MilchAbgV mit Beschluss vom 21.&nbsp;April 2009 VII&nbsp;B&nbsp;66\/08 (BFH\/NV 2009, 1679, ZfZ 2009, 251) ausgef&uuml;hrt. Tr&auml;fe es zu, dass &sect;&nbsp;14 MilchAbgV &#8211;wie die Beschwerde meint&#8211; wegen Versto&szlig;es gegen den Gesetzesvorbehalt sowie gegen Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG nichtig ist, g&auml;be es &uuml;berhaupt keine M&ouml;glichkeit, Milcherzeugern nicht genutzte Quoten zuzuteilen. An der H&ouml;he der im Streitfall festgesetzten Milchabgabe &auml;nderte sich dadurch zu Gunsten des Kl&auml;gers nichts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Abgesehen davon, dass es &#8211;wie ausgef&uuml;hrt&#8211; keinen Anspruch auf eine vom jeweiligen Mitgliedstaat zu treffende Wahl eines bestimmten, f&uuml;r den einzelnen Milcherzeuger besonders g&uuml;nstigen Saldierungsverfahrens gibt, d&uuml;rfte es zudem von stets ver&auml;nderlichen Umst&auml;nden, wie der H&ouml;he der &Uuml;berlieferungen innerhalb eines Zw&ouml;lfmonatszeitraums und der Zusammensetzung der Gruppe der einen K&auml;ufer beliefernden Milcherzeuger, abh&auml;ngen, ob im Einzelfall die Molkereisaldierung oder die Saldierung auf nationaler Ebene zu einer geringeren Abgabenbelastung f&uuml;hrt. Die f&uuml;r einen bestimmten Milcherzeuger g&uuml;nstige Art der Saldierung kann sich bei einem anderen Milcherzeuger ung&uuml;nstig auswirken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach Ansicht der Beschwerde erforderliche Saldierung auf Unionsebene ist nach &sect;&nbsp;14 MilchAbgV nicht m&ouml;glich. Der Unionsgesetzgeber hat den Mitgliedstaaten einzelstaatliche Referenzmengen zugewiesen und ihnen deren Verteilung auf die Milcherzeuger &uuml;berlassen. Dass er die M&ouml;glichkeit der Saldierung auf den Bereich des jeweiligen Mitgliedstaats beschr&auml;nkt und von einer Zuweisung ungenutzter einzelstaatlicher Referenzmengen an Mitgliedstaaten, in denen die einzelstaatliche Referenzmenge &uuml;berschritten wird, abgesehen hat, ist eine sich im Rahmen des gesetzgeberischen Ermessens haltende Entscheidung. All dies bedarf keiner Kl&auml;rung in einem Revisionsverfahren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Daraus mag sich f&uuml;r bestimmte Zw&ouml;lfmonatszeitr&auml;ume ergeben, dass in einem Mitgliedstaat ans&auml;ssige Milcherzeuger trotz &Uuml;berlieferung ihrer verf&uuml;gbaren Referenzmenge keine Milchabgaben entrichten m&uuml;ssen, weil sie aufgrund nationaler Saldierungsm&ouml;glichkeiten ihre &Uuml;berlieferungen mit ungenutzten Referenzmengen ausgleichen k&ouml;nnen, w&auml;hrend &uuml;berliefernden Milcherzeugern in anderen Mitgliedstaaten keine Saldierung zugutekommt. Anders als die Beschwerde meint (vgl. Nr.&nbsp;15 der Beschwerdefragen), liegt hierin aber keine Diskriminierung, da Milcherzeuger bestimmter Mitgliedstaaten nicht strukturell gegen&uuml;ber anderen benachteiligt werden. Es bleibt jedem Mitglied der Union &uuml;berlassen, die allen Mitgliedstaaten in gleicher Weise zur Verf&uuml;gung stehenden unionsrechtlichen Saldierungsm&ouml;glichkeiten zu nutzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Das Beschwerdevorbringen, die Molkereien k&ouml;nnten &quot;weisungsungebunden und ohne konkrete Vorgaben frei dar&uuml;ber entscheiden&quot;, ob und wann sie im Fall einer &Uuml;berlieferung eine Vorauszahlung auf die Milchabgabe einbehalten (vgl. Nrn.&nbsp;6 und 13 der Beschwerdefragen), trifft zum einen nicht zu. Zum anderen ist unklar, was die Ausf&uuml;hrungen der Beschwerde zum Vorauseinbehalt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;2 MilchAbgV mit dem vorliegenden Fall zu tun haben. Die Molkerei hat im Streitfall keine Vorauszahlung einbehalten, sondern nach dem Ablauf des Zw&ouml;lfmonatszeitraums 2004\/2005 die entstandene Milchabgabe beim HZA angemeldet, wie es &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;4 MilchAbgV vorschreibt. Die Ansicht der Beschwerde, die Daten&uuml;bermittlung durch die Molkerei an das HZA sei &quot;nicht geeignet, eine Abgabenfestsetzung f&uuml;r einen Dritten (Landwirt) zu bewirken&quot;, entspricht nicht der Rechtslage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Aus den Ausf&uuml;hrungen der Beschwerde zur angeblichen Unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit des Milchabgabensystems nach Aufgabe des Milchrichtpreises (vgl. Nrn.&nbsp;10 bis 12 der Beschwerdefragen) ergeben sich keine grunds&auml;tzlich kl&auml;rungsbed&uuml;rftigen Rechtsfragen. Auch insoweit kann auf Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) sowie des beschlie&szlig;enden Senats verwiesen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der EuGH hat mit Urteil vom 14.&nbsp;Mai 2009 C-34\/08 &#8211;Azienda Agricola Disaro Antonio&#8211; (Slg. 2009, I-4023, ZfZ 2009, 219) entschieden, die Pr&uuml;fung der VO Nr.&nbsp;1788\/2003 im Hinblick auf den Grundsatz der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit habe nichts ergeben, was ihre G&uuml;ltigkeit beeintr&auml;chtigen k&ouml;nnte. Der EuGH betont in dieser Entscheidung, dass der Gesetzgeber im Bereich der gemeinsamen Agrarpolitik (Art.&nbsp;33 des Vertrags zur Gr&uuml;ndung der Europ&auml;ischen Gemeinschaft &#8211;EG&#8211;) &uuml;ber ein weites Ermessen verf&uuml;ge, das er mit dem Erlass der VO Nr.&nbsp;1788\/2003 nicht &uuml;berschritten habe, indem er das in Art.&nbsp;33 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;c EG ausdr&uuml;cklich erw&auml;hnte Ziel der Stabilisierung der M&auml;rkte verfolgt und diesem Ziel Vorrang einger&auml;umt habe. Die gerichtliche Kontrolle des Ermessensspielraums des Unionsgesetzgebers im Bereich der gemeinsamen Agrarpolitik sei auf die &Uuml;berpr&uuml;fung beschr&auml;nkt, ob eine in diesem Bereich erlassene Ma&szlig;nahme zur Erreichung des jeweils verfolgten Ziels offensichtlich ungeeignet sei. Dies sei bei der VO Nr.&nbsp;1788\/2003 jedoch nicht der Fall. Ihr Erlass sei erforderlich gewesen, um das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei Milch und Milcherzeugnissen und die daraus resultierenden strukturellen &Uuml;bersch&uuml;sse zu verringern und dadurch ein besseres Marktgleichgewicht zu erreichen. Mit den in Art.&nbsp;33 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a und b EG genannten Zielen sei die VO Nr.&nbsp;1788\/2003 vereinbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wenn die Beschwerde insoweit meint, ein solches Ungleichgewicht auf dem Milchmarkt bestehe nicht und die Milchabgaberegelungen h&auml;tten in Wahrheit einen rein fiskalischen Zweck, seien auf Begrenzung der Haushaltsausgaben der Union, nicht aber als Hilfsmittel zur Herstellung eines Marktgleichgewichts angelegt, so setzt sie ihre eigenen Erw&auml;gungen an die Stelle der Ermessenserw&auml;gungen des Verordnungsgebers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass der Verordnungsgeber den Richtpreis aufgegeben hat, rechtfertigt ebenfalls keine Zweifel an der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit der Milchabgaberegelungen. Mit seinem Urteil vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2004 C-231\/00 &#8211;Cooperativa Lattepi&ugrave; u.a.&#8211; (Slg. 2004, I-2869) hat der EuGH ausgef&uuml;hrt, es k&ouml;nne nicht hingenommen werden, dass in einem Mitgliedstaat die zugeteilte Referenzmenge &uuml;berschritten werde, ohne dass dies die Zahlung der Milchabgabe nach sich ziehe, da ansonsten Erzeuger, deren &Uuml;berproduktion von der Milchabgabe befreit w&auml;re, einen ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteil gegen&uuml;ber Erzeugern in anderen Mitgliedstaaten erlangten und zudem die Solidarit&auml;t unter den Mitgliedstaaten insofern gest&ouml;rt werde, als Erzeuger von den durch die Festlegung eines Richtpreises f&uuml;r Milch verschafften Vorteilen profitierten, ohne die Einschr&auml;nkungen hinnehmen zu m&uuml;ssen, durch die ein solcher Richtpreis beibehalten werden k&ouml;nne. Diese Ausf&uuml;hrungen des EuGH geben &#8211;anders als die Beschwerde meint&#8211; keinen Anlass zu der Annahme, die unionsrechtlichen Milchabgaberegelungen seien nur unter der Voraussetzung der Beibehaltung eines bestimmten Milchrichtpreises zu rechtfertigen. Vielmehr liegt es im Ermessen des Verordnungsgebers, die Milcherzeuger auch unabh&auml;ngig von einem Richtpreis zur Einhaltung einer bestimmten Produktionsmenge mithilfe einer Milchabgabe anzuhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf die Einhaltung dieser in Gestalt einer sog. Quote zugeteilten Produktionsmenge kann und muss sich jeder Milch erzeugende Betrieb einstellen. Dass es &#8211;wie die Beschwerde behauptet&#8211; schwierig ist, an der Milchquotenb&ouml;rse weitere Quoten zu einem angemessenen Preis zu erwerben, &auml;ndert nichts daran, dass der Unionsgesetzgeber berechtigt ist, die Milchproduktion in der Union zu beschr&auml;nken, indem er &Uuml;berproduktionen mit einer Abgabe belegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Anders als die Beschwerde meint, ist es auch nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, ob Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 VO Nr.&nbsp;1788\/2003 den Mitgliedstaaten eine Abgabeschuld in H&ouml;he von 99&nbsp;% der zu erhebenden Milchabgabe auferlegen durfte (vgl. Nr.&nbsp;4 der Beschwerdefragen), denn im Streitfall geht es allein um eine gegen den Kl&auml;ger festgesetzte Abgabe. Der beschlie&szlig;ende Senat hat insoweit bereits mit Beschluss vom 13.&nbsp;Juli 2011 VII&nbsp;B&nbsp;223\/10 (BFH\/NV 2011, 1732) ausgef&uuml;hrt, die Union sei jedenfalls berechtigt, zur Organisation der Agrarm&auml;rkte den jeweiligen Marktteilnehmern eine Abgabe aufzuerlegen. Hieran ist festzuhalten. Der Ansicht der Beschwerde, gegen eine der Bundesrepublik Deutschland unzul&auml;ssig auferlegte unionsrechtliche Abgabe k&ouml;nne sich ein deutscher Staatsb&uuml;rger auf Art.&nbsp;38 Abs.&nbsp;1 GG berufen, ist nicht zu folgen. Ein Revisionsverfahren ist zur Kl&auml;rung dieser Frage nicht erforderlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>8. Schlie&szlig;lich rechtfertigen auch die nach Ansicht der Beschwerde zur Nichtigkeit der VO Nr.&nbsp;1788\/2003 f&uuml;hrenden Verst&ouml;&szlig;e gegen wesentliche Formvorschriften im europ&auml;ischen Gesetzgebungsverfahren (vgl. Nrn.&nbsp;1 bis 3 der Beschwerdefragen) die Zulassung der Revision nicht. Tr&auml;fe es zu &#8211;wie die Beschwerde meint&#8211;, dass die gesamte (inzwischen au&szlig;er Kraft getretene) VO Nr.&nbsp;1788\/2003 wegen Missachtung des Konzertierungsverfahrens durch den Rat sowie des nicht einstimmig gefassten Beschlusses &uuml;ber ihre Verabschiedung nichtig war, w&auml;re auch Art.&nbsp;25 VO Nr.&nbsp;1788\/2003 &uuml;ber die Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr.&nbsp;3950\/92 (VO Nr.&nbsp;3950\/92) des Rates vom 28.&nbsp;Dezember 1992 &uuml;ber die Erhebung einer Zusatzabgabe im Milchsektor (Amtsblatt der Europ&auml;ischen Gemeinschaften Nr.&nbsp;L&nbsp;405\/1) nichtig. Die VO Nr.&nbsp;3950\/92 h&auml;tte weiter gegolten und w&auml;re weiterhin die unionsrechtliche Grundlage f&uuml;r die Erhebung der Milchabgabe geblieben. Dass bei Fortgeltung der VO Nr.&nbsp;3950\/92 keine oder eine geringere Milchabgabe gegen den Kl&auml;ger festzusetzen gewesen w&auml;re, ist weder dargelegt noch ersichtlich. Vielmehr sind gerade unter der Geltung der VO Nr.&nbsp;1788\/2003 ab dem 1.&nbsp;April 2004 die vom Milchrichtpreis entkoppelten Abgabens&auml;tze st&auml;ndig gesunken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 27.11.2013, VII B 86\/12 G&uuml;ltigkeit der uniot&auml;ren und nationalen Milchabgaberegelungen Tatbestand 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) ist Milcherzeuger. Da er mit seinen Milchlieferungen im Zw&ouml;lfmonatszeitraum 2004\/2005 seine Anlieferungs-Referenzmenge trotz Zuteilung nicht genutzter Anlieferungs-Referenzmengen (sog. Saldierung) &uuml;berschritten hatte, meldete die Molkerei Milchabgabe beim Beklagten und Beschwerdegegner (Hauptzollamt &#8211;HZA&#8211;) an. 2&nbsp; Einspruch &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-b-86-12-gueltigkeit-der-uniotaeren-und-nationalen-milchabgaberegelungen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VII&nbsp;B&nbsp;86\/12 &#8211; G&uuml;ltigkeit der uniot&auml;ren und nationalen Milchabgaberegelungen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-61938","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61938","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61938"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61938\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61938"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61938"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61938"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}