{"id":61954,"date":"2014-03-01T11:43:30","date_gmt":"2014-03-01T09:43:30","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=61954"},"modified":"2014-03-01T11:43:30","modified_gmt":"2014-03-01T09:43:30","slug":"x-b-112-113-13-grundsaetzliche-kein-steuerrechtliches-verwertungsverbot-bei-belehrungsmaengeln-waehrend-einer-aussenpruefung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-112-113-13-grundsaetzliche-kein-steuerrechtliches-verwertungsverbot-bei-belehrungsmaengeln-waehrend-einer-aussenpruefung\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;112,&nbsp;113\/13 &#8211; Grunds&auml;tzliche kein steuerrechtliches Verwertungsverbot bei Belehrungsm&auml;ngeln w&auml;hrend einer Au&szlig;enpr&uuml;fung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.1.2014, X B 112, 113\/13; X B 112\/13; X B 113\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Grunds&auml;tzliche kein steuerrechtliches Verwertungsverbot bei Belehrungsm&auml;ngeln w&auml;hrend einer Au&szlig;enpr&uuml;fung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Im Jahr 2005 begann bei den Kl&auml;gern und Beschwerdef&uuml;hrern (Kl&auml;ger) eine Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;r die Streitjahre 2001 bis 2003, die mit Erstellung des Pr&uuml;fungsberichts vom 26.&nbsp;April 2006 abgeschlossen wurde. Am 29.&nbsp;Mai 2006 wurde gegen den Kl&auml;ger aufgrund der Erkenntnisse aus der Au&szlig;enpr&uuml;fung ein steuerstrafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der Kl&auml;ger behauptet, die Einleitung dieses Verfahrens sei ihm zun&auml;chst nicht bekanntgegeben worden. Am 2.&nbsp;Mai 2007 erlie&szlig; der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ge&auml;nderte Einkommensteuer- und Gewerbesteuermessbescheide f&uuml;r die Jahre 2001 bis 2003, die auf dem Ergebnis der Au&szlig;enpr&uuml;fung beruhten. Die Kl&auml;ger legten hiergegen Einspruch ein. W&auml;hrend des Einspruchsverfahrens wurde das gegen den Kl&auml;ger gerichtete Ermittlungsverfahren am 21.&nbsp;Mai 2008 nach &sect;&nbsp;170 Abs.&nbsp;2 der Strafprozessordnung (StPO) eingestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Zur&uuml;ckweisung des Einspruchs erhoben die Kl&auml;ger Klage. In der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem Finanzgericht (FG) kam es am 25.&nbsp;M&auml;rz 2011 zu einer tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung, wonach das FA sich bereit erkl&auml;rte, 50&nbsp;% bestimmter streitiger Aufwendungen als Betriebsausgaben zu ber&uuml;cksichtigen. Die Beteiligten erkl&auml;rten den Rechtsstreit &uuml;bereinstimmend f&uuml;r in der Hauptsache erledigt; das FG traf eine verfahrensabschlie&szlig;ende Kostenentscheidung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA erlie&szlig; zur Umsetzung der tats&auml;chlichen Verst&auml;ndigung am 24.&nbsp;Juni 2011 Teilabhilfebescheide zur Einkommensteuer und zum Gewerbesteuermessbetrag 2003. Zudem setzte es Aussetzungszinsen zur Einkommensteuer und zum Solidarit&auml;tszuschlag 2003 fest, soweit der Rechtsbehelf erfolglos geblieben war. Gegen diese Bescheide legten die Kl&auml;ger Einspruch ein. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrten sie aus, die vorangegangenen Bescheide vom 2.&nbsp;Mai 2007 h&auml;tten nicht ergehen d&uuml;rfen, weil zu diesem Zeitpunkt das steuerstrafrechtliche Ermittlungsverfahren gegen den Kl&auml;ger noch anh&auml;ngig gewesen sei. Steuerbescheide, die w&auml;hrend eines laufenden Ermittlungsverfahrens erlassen w&uuml;rden, seien nichtig. Daher sei die Festsetzungsfrist bei Erlass der Teilabhilfebescheide abgelaufen gewesen, so dass diese nicht mehr h&auml;tten ergehen d&uuml;rfen. Zugleich beantragten die Kl&auml;ger, die Nichtigkeit der Bescheide vom 2.&nbsp;Mai 2007 festzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA verwarf den Einspruch gegen die Teilabhilfebescheide vom 24.&nbsp;Juni 2011 als unzul&auml;ssig und wies den Einspruch gegen die Festsetzung der Aussetzungszinsen als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. Hiergegen erhoben die Kl&auml;ger die unter dem Az. 2&nbsp;K&nbsp;508\/11 vom FG bearbeitete Klage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Antrag auf Feststellung der Nichtigkeit lehnte das FA ab. Nach erfolgloser Durchf&uuml;hrung eines Einspruchsverfahrens erhoben die Kl&auml;ger auch insoweit Klage (2&nbsp;K&nbsp;134\/12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Beide Klagen blieben ohne Erfolg. Das FG sah die Klage gegen die Teilabhilfebescheide sowie die Klage auf Feststellung der Nichtigkeit der Bescheide vom 2.&nbsp;Mai 2007 als unzul&auml;ssig an, weil die Bescheide durch die &uuml;bereinstimmenden Erledigungserkl&auml;rungen unanfechtbar geworden seien. Im &Uuml;brigen fehle es f&uuml;r die Auffassung der Kl&auml;ger, die Bescheide seien nichtig, an einer Rechtsgrundlage. Die Klage gegen die Festsetzung der Aussetzungszinsen sei unbegr&uuml;ndet, weil die Zinsfestsetzung zutreffend sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihren Beschwerden begehren die Kl&auml;ger die Zulassung der Revision wegen Divergenz und schwerwiegender Rechtsfehler.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA h&auml;lt die Beschwerden f&uuml;r unzul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerden sind unzul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger haben die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) entsprechenden Weise dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Wird die Beschwerde darauf gest&uuml;tzt, dass die Revisionszulassung zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO) erforderlich sei, weil das FG von der Entscheidung eines anderen Gerichts abgewichen sei, setzt die Darlegung dieses Zulassungsgrundes die Gegen&uuml;berstellung einander widersprechender abstrakter Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen Urteil des FG einerseits und der herangezogenen Divergenzentscheidung andererseits voraus (Senatsbeschluss vom 18.&nbsp;Januar 2011 X&nbsp;B&nbsp;34\/10, BFH\/NV 2011, 813, unter 1.c, m.w.N.). Daran fehlt es.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die von den Kl&auml;gern gew&auml;hlte Formulierung, ihre Auffassung, das Besteuerungsverfahren sei bis zum Abschluss eines steuerstrafrechtlichen Ermittlungsverfahrens auszusetzen, werde &quot;mehr oder weniger&quot; auch vom FG Mecklenburg-Vorpommern im Urteil vom 21.&nbsp;August 2002&nbsp; 3&nbsp;K 284\/00 (wistra &#8211; Zeitschrift f&uuml;r Wirtschafts- und Steuerstrafrecht 2003, 473) vertreten, stellt bereits keine formgerechte Divergenzr&uuml;ge dar, weil es an der Herausarbeitung abstrakter Rechtss&auml;tze fehlt. Im &Uuml;brigen lag der vermeintlichen Divergenzentscheidung kein Versto&szlig; gegen die Belehrungspflichten nach &sect;&nbsp;393 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 der Abgabenordnung (AO) oder &sect;&nbsp;10 der Betriebspr&uuml;fungsordnung (BpO 2000) zugrunde, sondern eine Verletzung der &sect;&sect;&nbsp;136, 136a&nbsp;StPO. Mit dem von den Kl&auml;gern angenommenen Verbot des Erlasses von Steuerbescheiden bzw. der Nichtigkeit gleichwohl erlassener Steuerbescheide befasst sich die genannte Entscheidung ohnehin nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch das von den Kl&auml;gern angef&uuml;hrte BFH-Urteil vom 7.&nbsp;November 2006 VIII&nbsp;R&nbsp;81\/04 (BFHE 215, 66, BStBl II 2007, 364) &auml;u&szlig;ert sich nicht zur Nichtigkeit von Steuerbescheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das von den Kl&auml;gern dar&uuml;ber hinaus herangezogene BFH-Urteil vom 19.&nbsp;August 2009 I&nbsp;R&nbsp;106\/08 (BFH\/NV 2010, 5) enth&auml;lt die &#8211;ihrer Rechtsauffassung entgegenstehende&#8211; Aussage, Verfahrensfehler im steuerstrafrechtlichen Ermittlungsverfahren bewirkten grunds&auml;tzlich kein Verwertungsverbot im Besteuerungsverfahren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Auch die Voraussetzungen eines schwerwiegenden Rechtsfehlers, der nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO ausnahmsweise zur Revisionszulassung f&uuml;hren kann, sind nicht hinreichend dargelegt. Ein solcher Rechtsfehler liegt im &Uuml;brigen auch nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger meinen, die unterbliebene Belehrung bewirke nicht nur ein strafrechtliches, sondern auch ein steuerrechtliches Verwertungsverbot sowie die Nichtigkeit erlassener Steuerbescheide. Vertrete das FA zun&auml;chst die Auffassung, es gebe keine Anhaltspunkte f&uuml;r eine Steuerverk&uuml;rzung, leite es danach aber gleichwohl ein Ermittlungsverfahren ein, w&uuml;rden die an eine ordnungsm&auml;&szlig;ige Verwaltung zu stellenden Anforderungen so erheblich verletzt, dass nicht erwartet werden k&ouml;nne, dies als verbindlich anzuerkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Indes f&uuml;hrt eine Verletzung der in &sect;&nbsp;393 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 AO angeordneten Belehrungspflicht nach st&auml;ndiger h&ouml;chstrichterlicher Rechtsprechung nicht dazu, dass ermittelte Tatsachen im Besteuerungsverfahren einem Verwertungsverbot unterliegen (ausf&uuml;hrlich BFH-Urteil vom 23.&nbsp;Januar 2002 XI&nbsp;R&nbsp;11\/01, BFHE 198, 7, BStBl II 2002, 328; aus j&uuml;ngerer Zeit nochmals BFH-Beschluss vom 19.&nbsp;Dezember 2011 V&nbsp;B&nbsp;37\/11, BFH\/NV 2012, 956).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Erst recht muss diese Beurteilung f&uuml;r die von den Kl&auml;gern gesehene Verletzung des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 BpO 2000 gelten, da es sich herbei lediglich um eine &#8211;die Gerichte grunds&auml;tzlich nicht bindende&#8211; Verwaltungsvorschrift handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Auch die weiteren R&uuml;gen der Kl&auml;ger erf&uuml;llen die Anforderungen, die an die Darlegung von Revisionszulassungsgr&uuml;nden zu stellen sind, nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das &#8211;nicht n&auml;her begr&uuml;ndete&#8211; Vorbringen, die Teilabhilfebescheide vom 24.&nbsp;Juni 2011 h&auml;tten nicht ergehen d&uuml;rfen, weil das finanzgerichtliche Verfahren erledigt gewesen sei, l&auml;sst nicht erkennen, welcher Zulassungsgrund hiermit geltend gemacht werden soll. Im &Uuml;brigen waren die Kl&auml;ger durch diese Teilabhilfebescheide nicht beschwert, weil im Falle ihres Wegfalls die &#8211;nach der zutreffenden Auffassung des FG wirksamen&#8211; vorangegangenen Bescheide vom 2.&nbsp;Mai 2007, die h&ouml;here Festsetzungen enthielten, wieder aufgelebt w&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Kl&auml;ger sehen darin, dass das FG ihren Vortrag zu angeblichen M&auml;ngeln der ihnen w&auml;hrend der Au&szlig;enpr&uuml;fung zu erteilenden Belehrungen als unschl&uuml;ssig angesehen hat, eine Verletzung der dem FG obliegenden Hinweispflichten. Sie setzen sich jedoch nicht damit auseinander, dass das FG im angefochtenen Urteil darauf verwiesen hat, es habe bereits in seinem im vorangehenden Aussetzungsverfahren ergangenen Beschluss vom 14.&nbsp;Juni 2012&nbsp; 2&nbsp;V&nbsp;41\/12 auf die Unschl&uuml;ssigkeit des Sachvortrags hingewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Unschl&uuml;ssig ist auch das Vorbringen der Kl&auml;ger, das FG h&auml;tte sich damit auseinandersetzen m&uuml;ssen, dass &Auml;nderungsbescheide im Anschluss an die Au&szlig;enpr&uuml;fung unter Beachtung der Festsetzungsfrist nur bis zum &quot;31.06.2012&quot; h&auml;tten ergehen k&ouml;nnen, die Bescheide tats&auml;chlich aber &quot;erst&quot; am 2.&nbsp;Mai 2007 erlassen worden seien. An dem von den Kl&auml;gern genannten Bescheiddatum war die Festsetzungsfrist auch nach ihrem eigenen Vorbringen noch nicht abgelaufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Soweit die Kl&auml;ger im Beschwerdeverfahren X&nbsp;B&nbsp;113\/12 anf&uuml;hren, das FG h&auml;tte sich damit auseinandersetzen m&uuml;ssen, weshalb aufgrund der Einigung in der m&uuml;ndlichen Verhandlung am 25.&nbsp;M&auml;rz 2011 nur ein <em>Teil<\/em> des Rechtsstreits erledigt gewesen sein soll, ist darauf zu verweisen, dass Streitgegenstand des Klageverfahrens allein die Nichtigkeit der vorangegangenen Bescheide vom 2.&nbsp;Mai 2007 war. F&uuml;r die Beurteilung, ob diese Bescheide nichtig waren, sind Ereignisse in einer mehrere Jahre sp&auml;ter stattfindenden m&uuml;ndlichen Verhandlung ohne Belang.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.1.2014, X B 112, 113\/13; X B 112\/13; X B 113\/13 Grunds&auml;tzliche kein steuerrechtliches Verwertungsverbot bei Belehrungsm&auml;ngeln w&auml;hrend einer Au&szlig;enpr&uuml;fung Tatbestand 1&nbsp; I. Im Jahr 2005 begann bei den Kl&auml;gern und Beschwerdef&uuml;hrern (Kl&auml;ger) eine Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;r die Streitjahre 2001 bis 2003, die mit Erstellung des Pr&uuml;fungsberichts vom 26.&nbsp;April 2006 abgeschlossen wurde. Am &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-112-113-13-grundsaetzliche-kein-steuerrechtliches-verwertungsverbot-bei-belehrungsmaengeln-waehrend-einer-aussenpruefung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;112,&nbsp;113\/13 &#8211; Grunds&auml;tzliche kein steuerrechtliches Verwertungsverbot bei Belehrungsm&auml;ngeln w&auml;hrend einer Au&szlig;enpr&uuml;fung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-61954","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61954","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61954"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61954\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61954"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61954"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61954"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}