{"id":62090,"date":"2014-04-26T12:08:04","date_gmt":"2014-04-26T10:08:04","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62090"},"modified":"2014-04-26T12:08:04","modified_gmt":"2014-04-26T10:08:04","slug":"vi-r-39-13-geldwerter-vorteil-aus-der-ueberlassung-eines-dienstwagens-wuerdigung-der-gesamtumstaende-des-einzelfalls","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-39-13-geldwerter-vorteil-aus-der-ueberlassung-eines-dienstwagens-wuerdigung-der-gesamtumstaende-des-einzelfalls\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;39\/13 &#8211; Geldwerter Vorteil aus der &Uuml;berlassung eines Dienstwagens &#8211; W&uuml;rdigung der Gesamtumst&auml;nde des Einzelfalls"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.2.2014, VI R 39\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Geldwerter Vorteil aus der &Uuml;berlassung eines Dienstwagens &#8211; W&uuml;rdigung der Gesamtumst&auml;nde des Einzelfalls<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. &Uuml;ber die Frage, ob und welches betriebliche Fahrzeug dem Arbeitnehmer auch zur privaten Nutzung &uuml;berlassen ist, entscheidet das FG unter Ber&uuml;cksichtigung s&auml;mtlicher Umst&auml;nde des Einzelfalls nach seiner freien, aus dem Gesamtergebnis des Verfahrens gewonnenen &Uuml;berzeugung.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Kommt es nach einer W&uuml;rdigung des kl&auml;gerischen Sachvortrags und der Einvernahme von Zeugen zu der &Uuml;berzeugung, dass der Arbeitnehmer zur privaten Nutzung des PKW befugt sei, ist dies revisionsrechtlich nicht zu beanstanden, wenn sich das Vorbringen des Kl&auml;gers im Ergebnis darin ersch&ouml;pft, die Richtigkeit der verstandesm&auml;&szlig;ig einsichtigen Schlussfolgerungen des FG zu bestreiten.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist der Ansatz eines geldwerten Vorteils wegen der privaten Nutzung eines Firmenwagens.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist verheiratet und wurde mit seiner Ehefrau in den Jahren 2006 bis 2009 zusammen, im Jahr 2010 getrennt zur Einkommensteuer veranlagt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er ist Gesellschafter der am 17.&nbsp;Juli 1995 gegr&uuml;ndeten X-GmbH mit Sitz in Y, an deren Stammkapital er zu 50&nbsp;% beteiligt ist. Weiterer Gesellschafter ist N. Beide Gesellschafter sind zudem einzelvertretungsberechtigte Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der X-GmbH. Die Ehefrau des Kl&auml;gers ist f&uuml;r die X-GmbH als Angestellte t&auml;tig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 1996 schloss der Kl&auml;ger mit der X-GmbH einen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrervertrag. In &sect;&nbsp;2 des Vertrags war ein monatliches Gehalt vereinbart, mit dem auch eine eventuell anfallende Verg&uuml;tung von Mehrarbeit und &Uuml;berstunden abgegolten sein sollte. Zu einer &Uuml;berlassung eines betrieblichen Kfz enthielt der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrervertrag keine Regelungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die X-GmbH &uuml;berlie&szlig; dem Kl&auml;ger im Streitzeitraum f&uuml;r betriebliche Zwecke jeweils ein Fahrzeug der Marke BMW, und zwar zun&auml;chst ein Fahrzeug mit dem Kennzeichen AA-BB&nbsp;01 und ab Dezember 2008 ein Fahrzeug mit dem Kennzeichen AA-BB&nbsp;02. F&uuml;r dieses Fahrzeug war im Versicherungsschein der Z-Versicherung als Art der Fahrzeugnutzung notiert &quot;privat\/gesch&auml;ftlich\/ freiberufl.&quot;. Im Jahr 2010 erfolgte aufgrund eines Unfallschadens ein weiterer Fahrzeugwechsel.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2009 f&uuml;hrte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) bei der X-GmbH eine Lohnsteuer-Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;r die Jahre 2006 bis 2008 durch. Dabei gelangte der Pr&uuml;fer zu dem Ergebnis, den verschiedenen Arbeitnehmern der X-GmbH h&auml;tten im Pr&uuml;fungszeitraum firmeneigene Kfz f&uuml;r die Privatnutzung uneingeschr&auml;nkt und kostenlos zur Verf&uuml;gung gestanden. Der monatliche Sachbezug sei bisher nicht in zutreffender H&ouml;he der Lohnversteuerung unterworfen worden. Da ein Fahrtenbuch nicht bzw. nicht ordnungsgem&auml;&szlig; gef&uuml;hrt worden sei, sei der geldwerte Vorteil mit monatlich 1&nbsp;% des Bruttolistenpreises anzunehmen. Zus&auml;tzlich sei der geldwerte Vorteil f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsst&auml;tte mit monatlich 0,03&nbsp;% des Bruttolistenpreises je Entfernungskilometer (13&nbsp;km) zu erfassen. F&uuml;r den Kl&auml;ger ergebe sich hieraus zus&auml;tzlich zu versteuernder Arbeitslohn von je 3.127,80&nbsp;EUR in den Jahren 2006 und 2007 sowie 10.306,80&nbsp;EUR im Jahr 2008. F&uuml;r den Zeitraum Januar bis Juni 2009 ergebe sich zus&auml;tzlicher Arbeitslohn von 5.528,70&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA erlie&szlig; daraufhin unter dem Datum 11.&nbsp;M&auml;rz 2010 ge&auml;nderte Einkommensteuerbescheide f&uuml;r 2006 und 2007 sowie einen erstmaligen Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2008, in denen es die Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit entsprechend dem Pr&uuml;fungsbericht erh&ouml;hte. Bei den Einkommensteuerfestsetzungen f&uuml;r die Jahre 2009 und 2010 ber&uuml;cksichtigte das FA ebenfalls einen geldwerten Vorteil des Kl&auml;gers aus der Kfz-&Uuml;berlassung in H&ouml;he von 10.857,60&nbsp;EUR bzw. 10.858&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) hat die nach weitgehend erfolglosem Einspruch erhobene Klage abgewiesen. Nach dem Vortrag des Kl&auml;gers und der Sachverhaltsermittlung des Gerichts, insbesondere der Einvernahme der Zeugen N (Mitgesch&auml;ftsf&uuml;hrer) und W (Lohnsteuer-Au&szlig;enpr&uuml;fer), stehe fest, dass die X-GmbH dem Kl&auml;ger im Streitzeitraum ein betriebliches Kfz auch zur privaten Nutzung zur Verf&uuml;gung gestellt habe. Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2013, 920 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung von &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2, &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes (EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er beantragt,<br \/>das Urteil des FG M&uuml;nster vom 21.&nbsp;Februar 2013&nbsp;&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;4396\/10&nbsp;E und die ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheide f&uuml;r die Jahre 2006 bis 2007 vom 11.&nbsp;M&auml;rz 2010 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 27.&nbsp;Oktober 2010 aufzuheben sowie den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Jahr 2008 vom 11.&nbsp;M&auml;rz 2010 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 27.&nbsp;Oktober 2010, den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Jahr 2009 vom 10.&nbsp;Mai 2011 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 11.&nbsp;Februar 2012 und den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Jahr 2010 vom 11.&nbsp;Juli 2012 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 27.&nbsp;August 2012 insoweit abzu&auml;ndern, als bei den Eink&uuml;nften des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit in diesen Jahren ein geldwerter Vorteil f&uuml;r eine private Kfz-Nutzung angesetzt worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung). Das FG hat zutreffend entschieden, dass der Arbeitslohn des Kl&auml;gers in den Streitjahren um den geldwerten Vorteil aus der &Uuml;berlassung eines Dienstwagens zu erh&ouml;hen ist und diesen zutreffend nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG bewertet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. &Uuml;berl&auml;sst der Arbeitgeber einem Arbeitnehmer unentgeltlich oder verbilligt einen Dienstwagen auch zur privaten Nutzung, f&uuml;hrt das nach der st&auml;ndigen Rechtsprechung des Senats zu einem als Lohnzufluss nach &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG zu erfassenden steuerbaren Nutzungsvorteil des Arbeitnehmers (Senatsurteile vom 18.&nbsp;April 2013 VI&nbsp;R&nbsp;23\/12, BFHE 241, 276, BStBl II 2013, 920, und vom 21.&nbsp;M&auml;rz 2013 VI&nbsp;R&nbsp;42\/12, BFHE 241, 180, BStBl II 2013, 918; VI&nbsp;R&nbsp;46\/11, BFHE 241, 175, BStBl II 2013, 1044, und VI&nbsp;R&nbsp;31\/10, BFHE 241, 167, BStBl II 2013, 700; jeweils m.w.N.), und zwar unabh&auml;ngig davon, ob und in welchem Umfang der Arbeitnehmer den betrieblichen PKW privat nutzt (Senatsurteil in BFHE 241, 167, BStBl II 2013, 700). Der Vorteil ist nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;2 bis 5 i.V.m. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG entweder mit der Fahrtenbuchmethode oder, wenn &#8211;wie im Streitfall mittlerweile unstreitig&#8211; kein ordnungsgem&auml;&szlig;es Fahrtenbuch gef&uuml;hrt wird, mit der 1&nbsp;%-Regelung zu bewerten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. &Uuml;ber die Frage, ob und welches betriebliche Fahrzeug dem Arbeitnehmer auch zur privaten Nutzung &uuml;berlassen ist, entscheidet das FG unter Ber&uuml;cksichtigung s&auml;mtlicher Umst&auml;nde des Einzelfalls nach seiner freien, aus dem Gesamtergebnis des Verfahrens gewonnenen &Uuml;berzeugung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Nach diesen Grunds&auml;tzen hat das FG eine Gesamtw&uuml;rdigung vorgenommen. Es gelangte dabei zu dem Ergebnis, dass die X-GmbH dem Kl&auml;ger in den Streitjahren ein betriebliches Kfz auch zur privaten Nutzung zur Verf&uuml;gung gestellt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Es hat sich dabei zun&auml;chst auf den Umstand gest&uuml;tzt, dass w&auml;hrend der Lohnsteuer-Au&szlig;enpr&uuml;fung ausweislich der Aussage des Zeugen W in der m&uuml;ndlichen Verhandlung am 21.&nbsp;Februar 2013 nicht die Zurechnung eines geldwerten Vorteils dem Grunde nach, sondern nur dessen Bewertung nach der Fahrtenbuchmethode streitig gewesen sei. Es hat weiter bei seiner &Uuml;berzeugungsbildung ber&uuml;cksichtigt, dass auch noch im Einspruchsverfahren von einer privaten Nutzung eines betrieblichen PKW durch den Kl&auml;ger &#8211;er hat zeitweise ein mittlerweile unstreitig nicht ordnungsgem&auml;&szlig;es Fahrtenbuch gef&uuml;hrt und dies im Klageverfahren vorgelegt&#8211; ausgegangen worden sei. Dar&uuml;ber hinaus hat das FG auch aus dem Vorbringen des Kl&auml;gers in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 21.&nbsp;Februar 2013, er habe mit seinem Mitgesch&auml;ftsf&uuml;hrer, dem Zeugen N, vereinbart, dass eine Eintragung in das Fahrtenbuch erfolgen solle, wenn das von der X-GmbH &uuml;berlassene Fahrzeug privat genutzt werde, sich aber entschieden, keine Privatfahrten zu machen, weil ihm dies steuerlich zu ung&uuml;nstig erschienen sei, auf dessen Befugnis, einen Firmenwagen auch privat zu nutzen, geschlossen. Wenn der Kl&auml;ger ausf&uuml;hre, er habe sich &quot;entschieden&quot;, keine Privatfahrten mit den Fahrzeugen zu machen, weil ihm dies steuerlich zu ung&uuml;nstig erscheine, werde hierdurch kein Verbot der X-GmbH zur Privatnutzung zum Ausdruck gebracht, sondern vielmehr die freiwillige Entscheidung des Kl&auml;gers, von der einger&auml;umten M&ouml;glichkeit der Privatnutzung keinen Gebrauch zu machen. Wenn sich das FG bei seiner Gesamtw&uuml;rdigung schlie&szlig;lich durch die Aussage des Zeugen N, wonach es eine m&uuml;ndliche Absprache des Inhalts gegeben haben soll, dass mit den Firmenfahrzeugen &quot;in der Regel&quot; keine Privatfahrten gemacht werden sollten, best&auml;tigt sieht, ist dies nachvollziehbar. Die Folgerung des FG, diese Absprache stelle kein generelles privates Nutzungsverbot dar, sondern &#8211;im Gegenteil&#8211; die Erlaubnis f&uuml;r eine zumindest gelegentliche Privatnutzung, verst&ouml;&szlig;t weder gegen Denkgesetze noch Erfahrungss&auml;tze. Diese Gesamtw&uuml;rdigung ist nicht nur m&ouml;glich, sondern naheliegend und revisionsrechtlich jedenfalls nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die von dem Kl&auml;ger dagegen vorgebrachten Einw&auml;nde greifen nicht. Sein Vorbringen ersch&ouml;pft sich im Ergebnis darin, die Richtigkeit der verstandesm&auml;&szlig;ig einsichtigen Schlussfolgerungen der Vorinstanz zu bestreiten. Ein Versto&szlig; gegen Denkgesetze oder Erfahrungss&auml;tze, etwa das Fehlen einer tragf&auml;higen Tatsachengrundlage f&uuml;r die Folgerungen in der tatrichterlichen Entscheidung oder die nicht nachvollziehbare Ableitung dieser Folgerungen aus den festgestellten Tatsachen und Umst&auml;nden, vermag das nicht zu begr&uuml;nden. So verh&auml;lt sich die Revisionsbegr&uuml;ndung beispielsweise nicht zu dem im Protokoll &uuml;ber die m&uuml;ndliche Verhandlung vom 21.&nbsp;Februar 2013 aufgenommenen Vorbringen des Kl&auml;gers, er habe sich entschieden, keine Privatfahrten zu machen, weil ihm dies steuerlich zu ung&uuml;nstig erschienen sei, und dem hieraus gezogenen Schluss des FG, der Kl&auml;ger habe sich freiwillig entschieden, von der einger&auml;umten M&ouml;glichkeit der Privatnutzung keinen Gebrauch zu machen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Einw&auml;nde gegen die H&ouml;he des nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 EStG bemessenen Vorteils sind weder vorgetragen noch ersichtlich. Damit war die Revision des Kl&auml;gers zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.2.2014, VI R 39\/13 Geldwerter Vorteil aus der &Uuml;berlassung eines Dienstwagens &#8211; W&uuml;rdigung der Gesamtumst&auml;nde des Einzelfalls Leits&auml;tze 1. &Uuml;ber die Frage, ob und welches betriebliche Fahrzeug dem Arbeitnehmer auch zur privaten Nutzung &uuml;berlassen ist, entscheidet das FG unter Ber&uuml;cksichtigung s&auml;mtlicher Umst&auml;nde des Einzelfalls nach seiner freien, aus dem Gesamtergebnis des Verfahrens &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-39-13-geldwerter-vorteil-aus-der-ueberlassung-eines-dienstwagens-wuerdigung-der-gesamtumstaende-des-einzelfalls\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;39\/13 &#8211; Geldwerter Vorteil aus der &Uuml;berlassung eines Dienstwagens &#8211; W&uuml;rdigung der Gesamtumst&auml;nde des Einzelfalls<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-62090","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62090","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62090"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62090\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62090"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62090"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62090"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}