{"id":62116,"date":"2014-04-26T12:03:39","date_gmt":"2014-04-26T10:03:39","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62116"},"modified":"2014-04-26T12:03:39","modified_gmt":"2014-04-26T10:03:39","slug":"ii-r-49-11-keine-prozesszinsen-bei-steuerherabsetzung-erst-nach-beendigung-der-rechtshaengigkeit-zweck-des-par-236-ao-verweisungsnorm-anspruch-auf-prozesszinsen-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-49-11-keine-prozesszinsen-bei-steuerherabsetzung-erst-nach-beendigung-der-rechtshaengigkeit-zweck-des-par-236-ao-verweisungsnorm-anspruch-auf-prozesszinsen-12\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;49\/11 &#8211; Keine Prozesszinsen bei Steuerherabsetzung erst nach Beendigung der Rechtsh&auml;ngigkeit &#8211; Zweck des &sect; 236 AO &#8211; Verweisungsnorm &#8211; Anspruch auf Prozesszinsen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.8.2012, II R 49\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Prozesszinsen bei Steuerherabsetzung erst nach Beendigung der Rechtsh&auml;ngigkeit &#8211; Zweck des &sect; 236 AO &#8211; Verweisungsnorm &#8211; Anspruch auf Prozesszinsen <\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Ein Anspruch auf Prozesszinsen besteht nicht, wenn eine Steuerherabsetzung erst nach Beendigung der Rechtsh&auml;ngigkeit des finanzgerichtlichen Verfahrens aufgrund eines Vorl&auml;ufigkeitsvermerks erfolgt, der im Laufe des finanzgerichtlichen Verfahrens angebracht worden war. <\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist Alleinerbin der im Jahr 2004 verstorbenen A, mit der sie im Jahr 2002 eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingegangen war. Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) setzte gegen die Kl&auml;gerin nach Ma&szlig;gabe des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes in der im Jahr 2004 geltenden Fassung (ErbStG) durch Bescheid vom 17.&nbsp;Oktober 2005 Erbschaftsteuer unter Zugrundelegung der Steuerklasse III fest. Der Einspruch blieb erfolglos. Mit der hiergegen vor dem Finanzgericht (FG) erhobenen Klage (3&nbsp;K&nbsp;529\/05) begehrte die Kl&auml;gerin, den Erbschaftsteuerbescheid wegen der gebotenen Anwendung der Steuerklasse I aufzuheben. Im Verlauf des Klageverfahrens erkl&auml;rte das FA die Steuerfestsetzung durch &Auml;nderungsbescheid vom 9.&nbsp;Oktober 2007 im Hinblick auf eine seinerzeit beim Bundesverfassungsgericht (BVerfG) anh&auml;ngige Verfassungsbeschwerde betreffend die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der Erbschaftsbesteuerung von eingetragenen Lebenspartnern in vollem Umfang f&uuml;r vorl&auml;ufig (&sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;). Daraufhin erkl&auml;rten die Beteiligten das Klageverfahren &uuml;bereinstimmend in der Hauptsache f&uuml;r erledigt. Durch Kostenbeschluss vom 19.&nbsp;November 2007 hob das FG die Kosten des Verfahrens gegeneinander auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem das BVerfG durch Beschluss vom 21.&nbsp;Juli 2010&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;611\/07, 1&nbsp;BvR&nbsp;2464\/07 (BVerfGE 126, 400) die Erbschaftsbesteuerung eingetragener Lebenspartner f&uuml;r mit Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes unvereinbar erkl&auml;rt und der Gesetzgeber aufgrund der Neufassung des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG durch das Jahressteuergesetz 2010 (JStG 2010) vom 8.&nbsp;Dezember 2010 (BGBl I 2010, 1768) f&uuml;r Erwerbe eingetragener Lebenspartner die Anwendung der Steuerklasse I angeordnet hatte, und zwar nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 ErbStG i.d.F. des JStG 2010 auch r&uuml;ckwirkend, setzte das FA mit einem der Kl&auml;gerin am 31.&nbsp;Januar 2011 zugegangenen Bescheid die Erbschaftsteuer auf 0&nbsp;EUR herab und erstattete der Kl&auml;gerin die &uuml;berzahlte Steuer in H&ouml;he von 40.337&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Antrag der Kl&auml;gerin, auf den Erstattungsbetrag Prozesszinsen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;236 AO festzusetzen, lehnte das FA durch Bescheid vom 3.&nbsp;M&auml;rz 2011 ab. Die nach erfolglosem Vorverfahren erhobene Klage hatte Erfolg. Das FG sah die Voraussetzungen eines Anspruchs auf Prozesszinsen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO als erf&uuml;llt an, weil die Kl&auml;gerin den Erstattungsanspruch durch Klageerhebung in dem Verfahren 3&nbsp;K&nbsp;529\/05 rechtsh&auml;ngig gemacht und den Erstattungsanspruch aufgrund des BVerfG-Beschlusses in BVerfGE 126, 400 erlangt habe. Es sei unsch&auml;dlich, dass der zun&auml;chst beim FG rechtsh&auml;ngig gemachte Rechtsstreit aufgrund der Erledigung der Hauptsache nur mittelbar f&uuml;r die letztlich erfolgte Herabsetzung der Steuer urs&auml;chlich gewesen sei. F&uuml;r den Anspruch auf Prozesszinsen nach &sect;&nbsp;236 AO sei allein entscheidend, dass der Erstattungsanspruch von dem Steuerpflichtigen rechtsh&auml;ngig gemacht und letztlich durch das FA gew&auml;hrt worden sei. Das Urteil des FG ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 2041 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung des &sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO. F&uuml;r den Anspruch auf Prozesszinsen reiche es nicht aus, dass der von der Kl&auml;gerin gef&uuml;hrte Rechtsstreit f&uuml;r die Herabsetzung der Steuer mittelbar urs&auml;chlich gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Klage unter Aufhebung der Vorentscheidung abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und Abweisung der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Unrecht angenommen, dass der Erstattungsanspruch zu verzinsen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Anspr&uuml;che aus dem Steuerschuldverh&auml;ltnis werden nur verzinst, soweit dies gesetzlich vorgeschrieben ist (&sect;&nbsp;233 Satz&nbsp;1 AO). Es gibt auch nach Einf&uuml;hrung der Vollverzinsung nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;233a AO keinen allgemeinen Rechtsgrundsatz, dass r&uuml;ckst&auml;ndige Staatsleistungen (angemessen) zu verzinsen sind (z.B. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 25.&nbsp;Januar 2007 III&nbsp;R&nbsp;85\/06, BFHE 216, 405, BStBl II 2007, 598; vom 29.&nbsp;April 1997 VII&nbsp;R&nbsp;91\/96, BFHE 182, 253, BStBl II 1997, 476).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO entsteht ein Anspruch auf Zahlung von Prozesszinsen, wenn durch eine rechtskr&auml;ftige gerichtliche Entscheidung oder auf Grund einer solchen Entscheidung eine festgesetzte Steuer herabgesetzt oder eine Steuerverg&uuml;tung gew&auml;hrt wird. Dies gilt entsprechend, wenn sich der Rechtsstreit durch Aufhebung oder &Auml;nderung des angefochtenen Verwaltungsakts oder durch Erlass des beantragten Verwaltungsakts erledigt hat (&sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Zweck des &sect;&nbsp;236 AO besteht darin, dem Gl&auml;ubiger eines Erstattungsanspruchs f&uuml;r die Vorenthaltung des Kapitals und der damit verbundenen Nutzungsm&ouml;glichkeiten zumindest f&uuml;r die Zeit ab Rechtsh&auml;ngigkeit eine Entsch&auml;digung zu gew&auml;hren (vgl. BFH-Urteile in BFHE 216, 405, BStBl II 2007, 598; vom 16.&nbsp;November 2000 XI&nbsp;R&nbsp;31\/00, BFHE 196, 1, BStBl II 2002, 119). Dabei entsteht der Zinsanspruch nicht bereits mit dem Eintritt der Rechtsh&auml;ngigkeit, sondern &#8211;in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO&#8211; erst mit Rechtskraft der gerichtlichen Entscheidung bzw. mit Unanfechtbarkeit des Bescheids, durch den sich der Rechtsstreit nach Rechtsh&auml;ngigkeit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;2 AO erledigt hat (BFH-Urteile vom 25.&nbsp;Juli 1989 VII&nbsp;R&nbsp;39\/86, BFHE 157, 322, BStBl II 1989, 821; vom 26.&nbsp;April 1985 III&nbsp;R&nbsp;24\/82, BFHE 143, 408, BStBl II 1985, 546). Erst mit diesen Entscheidungen ist der Tatbestand verwirklicht, an den das Gesetz den Anspruch auf Prozesszinsen kn&uuml;pft (&sect;&nbsp;38 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Im Streitfall sind die Voraussetzungen eines Anspruchs auf Prozesszinsen nicht gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Tatbestand des &sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO setzt in seinen beiden Alternativen voraus, dass der angestrengte Rechtsstreit kausal f&uuml;r die Herabsetzung der Steuer und die nach &sect;&nbsp;236 AO zu verzinsende Steuererstattung war (BFH-Urteil vom 15.&nbsp;Oktober 2003 X&nbsp;R&nbsp;48\/01, BFHE 204, 1, BStBl II 2004, 169). Dieses Erfordernis ist im Streitfall nicht erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) &quot;Durch&quot; eine rechtskr&auml;ftige gerichtliche Entscheidung (&sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Alternative&nbsp;1 AO) wird die Steuer herabgesetzt, wenn das Gericht sie unmittelbar selbst nach &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 FGO niedriger festsetzt (Heuermann in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler &#8211;HHSp&#8211;, &sect;&nbsp;236 AO Rz&nbsp;20). Daran fehlt es vorliegend. Die Rechtsh&auml;ngigkeit des finanzgerichtlichen Verfahrens 3&nbsp;K&nbsp;529\/05 war aufgrund der &uuml;bereinstimmenden Erledigungserkl&auml;rungen der Beteiligten bereits im Jahr 2007 entfallen. Grundlage der Herabsetzung der Erbschaftsteuer auf 0&nbsp;EUR war allein der dem Erbschaftsteuerbescheid vom 9.&nbsp;Oktober 2007 beigef&uuml;gte Vorl&auml;ufigkeitsvermerk, der aufgrund des BVerfG-Beschlusses in BVerfGE 126, 400 sowie der &Auml;nderung des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG durch das JStG 2010 einen &Auml;nderungsanspruch der Kl&auml;gerin begr&uuml;ndete.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Erbschaftsteuer wurde auch nicht &quot;auf Grund&quot; einer gerichtlichen Entscheidung (&sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Alternative&nbsp;2 AO) herabgesetzt. Die Herabsetzung der Steuer erfolgt nur dann auf Grund der gerichtlichen Entscheidung, wenn die Finanzbeh&ouml;rde die Steuer nach Aufhebung des angefochtenen Bescheides durch das Gericht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO weisungsgem&auml;&szlig; festsetzt (BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Dezember 1987 I&nbsp;R&nbsp;350\/83, BFHE 152, 401, BStBl II 1988, 600; Heuermann in HHSp, &sect;&nbsp;236 AO Rz&nbsp;21). Eine solche Aufhebung des Erbschaftsteuerbescheids durch das FG ist im Streitfall ebenfalls nicht erfolgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO, wonach Abs.&nbsp;1 dieser Vorschrift &quot;entsprechend anzuwenden&quot; ist, sind nicht erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) &sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO ist eine Verweisungsnorm nicht lediglich hinsichtlich der Rechtsfolgen (d.h. der Verzinsung des zu erstattenden Betrags vom Tag der Rechtsh&auml;ngigkeit an bis zum Auszahlungstag), sondern auch bez&uuml;glich des Rechtsgrundes der Verzinsung (BFH-Urteil in BFHE 204, 1, BStBl II 2004, 169). Dabei enth&auml;lt &sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO eine eigenst&auml;ndige Regelung nur insoweit, als Prozesszinsen auch dann entstehen, wenn der Rechtsstreit nicht durch eine rechtskr&auml;ftige gerichtliche Entscheidung, sondern durch die Erledigung der Hauptsache oder R&uuml;cknahme der Klage beendet wird. Damit erweitert &sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO die Anwendbarkeit der Vorschrift auf andere Arten der Beendigung eines Finanzrechtsstreits. Die Finanzbeh&ouml;rde soll durch diese Bestimmung daran gehindert werden, mit einer &Auml;nderung des angefochtenen Bescheids vor Ergehen der gerichtlichen Entscheidung das Entstehen von Prozesszinsen zu verhindern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit &sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO keine eigenst&auml;ndige Regelung enth&auml;lt, nimmt diese Vorschrift den Regelungsgehalt der Bezugsnorm voll in sich auf. Deshalb hat die Verweisung in &sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO auf Abs.&nbsp;1 zur Folge, dass Prozesszinsen nur zuerkannt werden k&ouml;nnen, wenn der erledigte Rechtsstreit f&uuml;r die Herabsetzung der Steuer urs&auml;chlich war (BFH-Urteil in BFHE 204, 1, BStBl II 2004, 169), d.h. dem prozessualen Begehren des Steuerpflichtigen aufgrund einer &Auml;nderung des angefochtenen Bescheids entsprochen wird (BFH-Urteile in BFHE 204, 1, BStBl II 2004, 169; vom 30.&nbsp;November 1995 V&nbsp;R&nbsp;39\/94, BFHE 179, 236, BStBl II 1996, 260; vom 13.&nbsp;Juli 1994 I&nbsp;R&nbsp;38\/93, BFHE 175, 496, BStBl II 1995, 37).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Voraussetzungen sind im Streitfall nicht erf&uuml;llt. Das FA hatte dem prozessualen Begehren der Kl&auml;gerin w&auml;hrend der Rechtsh&auml;ngigkeit des Klageverfahrens lediglich insoweit entsprochen, als es den angefochtenen Erbschaftsteuerbescheid mit einem Vorl&auml;ufigkeitsvermerk versehen hatte. Die zur Erstattung f&uuml;hrende &Auml;nderung des Erbschaftsteuerbescheids ist hingegen &#8211;au&szlig;erhalb des zuvor durch &uuml;bereinstimmende Erledigungserkl&auml;rungen erledigten Klageverfahrens&#8211; erst durch den der Kl&auml;gerin am 31.&nbsp;Januar 2011 zugegangenen &Auml;nderungsbescheid erfolgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Entgegen der Ansicht des FG ergibt sich ein Zinsanspruch aus &sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO nicht deshalb, weil der &Auml;nderungsbescheid vom 9.&nbsp;Oktober 2007 mit dem dort angebrachten Vorl&auml;ufigkeitsvermerk, auf dessen Grundlage die Erbschaftsteuer im Jahr 2011 herabgesetzt wurde, erst im Verlauf des von der Kl&auml;gerin rechtsh&auml;ngig gemachten Klageverfahrens ergangen ist. Damit erweist sich zwar die sp&auml;tere Herabsetzung der Erbschaftsteuer auf 0&nbsp;EUR als eine letztlich mittelbare Folge der von der Kl&auml;gerin durch Klageerhebung herbeigef&uuml;hrten Rechtsh&auml;ngigkeit. Dies f&uuml;hrt aber nicht zur Entstehung eines Prozesszinsenanspruchs nach &sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Alternative&nbsp;2 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Dies ergibt sich schon aus der die &Auml;nderung von Folgebescheiden betreffenden Regelung des &sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO. Diese &#8211;andernfalls entbehrliche&#8211; Vorschrift zeigt, dass der Gesetzgeber mit &sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Alternative&nbsp;2 AO gerade nicht die F&auml;lle erfassen wollte, in denen die Erstattung eine blo&szlig; mittelbare Folge einer gerichtlichen Entscheidung ist (vgl. z.B. BFH-Urteile in BFHE 179, 236, BStBl II 1996, 260; vom 14.&nbsp;Oktober 1993 V&nbsp;R&nbsp;36\/89, BFHE 173, 450, BStBl II 1994, 427, und in BFHE 152, 401, BStBl II 1988, 600; Loose in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;236 AO Rz&nbsp;13). Demgem&auml;&szlig; kann ein Anspruch auf Prozesszinsen nicht entstehen, wenn &#8211;ohne dass der Erstattungsanspruch rechtsh&auml;ngig gemacht worden ist&#8211; die Herabsetzung der Steuer das Ergebnis eines von anderen Steuerpflichtigen gef&uuml;hrten Musterprozesses ist (vgl. z.B. BFH-Entscheidungen vom 3.&nbsp;April 2007 IX&nbsp;B&nbsp;169\/06, BFH\/NV 2007, 1267, und in BFHE 152, 401, BStBl II 1988, 600; Heuermann in HHSp, &sect;&nbsp;236 AO Rz&nbsp;20; Loose in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect;&nbsp;236 AO Rz&nbsp;13).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nichts anderes gilt dann, wenn ein rechtsh&auml;ngig gemachtes und sodann in der Hauptsache erledigtes finanzgerichtliches Verfahren eine blo&szlig;e Mitursache f&uuml;r die &#8211;letztlich auf dem Ergebnis eines vor dem BVerfG gef&uuml;hrten anderweitigen Musterprozesses beruhende&#8211; sp&auml;tere Herabsetzung der Steuer gesetzt hat. Entgegen der Ansicht des FG wird ein Anspruch auf Prozesszinsen nicht allein dadurch begr&uuml;ndet, dass der Steuerpflichtige den zu erstattenden Betrag rechtsh&auml;ngig gemacht hat (vgl. unter II.1.). Auch nach dem &sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;5 AO zugrunde liegenden Rechtsgedanken besteht bei einer erst nach Beendigung der Rechtsh&auml;ngigkeit eingetretenen Steuerherabsetzung kein Anspruch auf Prozesszinsen. &sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;5 AO verdeutlicht, dass die Prozesszinsen ausschlie&szlig;lich nach dem Ergebnis des Rechtsbehelfsverfahrens zu bemessen sind. Eine Aufhebung oder &Auml;nderung der Steuerfestsetzung nach Abschluss des Rechtsbehelfsverfahrens soll unber&uuml;cksichtigt bleiben (BRDrucks 612\/93, 105).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Zu diesen Grunds&auml;tzen steht es nicht in Widerspruch, dass ein Anspruch auf Prozesszinsen dann besteht, wenn ein finanzgerichtliches Verfahren im Hinblick auf ein beim BVerfG anh&auml;ngiges Musterverfahren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;74 FGO ausgesetzt und die Steuer sp&auml;ter im Rahmen der Fortf&uuml;hrung des Verfahrens herabgesetzt wird. In diesem Fall k&ouml;nnen die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;1 bzw. Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO deshalb erf&uuml;llt sein, weil die Aussetzung des Verfahrens gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;74 FGO die Rechtsh&auml;ngigkeit der Klage unber&uuml;hrt l&auml;sst (Gr&auml;ber\/Koch, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., Vor &sect;&nbsp;74 Rz&nbsp;4). Hingegen f&uuml;hren beiderseitige &uuml;bereinstimmende Erledigungserkl&auml;rungen zur Beendigung der Rechtsh&auml;ngigkeit des Klagebegehrens (vgl. dazu Brandis in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect;&nbsp;138 FGO Rz&nbsp;25 und 29).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Im Streitfall kommt auch eine analoge Anwendung des &sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;1 bzw. Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO nicht in Betracht. Voraussetzung einer Analogie ist die planwidrige Unvollst&auml;ndigkeit des positiven Rechts (z.B. BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Dezember 2007 I&nbsp;R&nbsp;52\/07, BFHE 220, 180, BStBl II 2008, 431, m.w.N.). Ein solcher Fall liegt (nur) vor, wenn das Gesetz, gemessen an seiner eigenen Absicht und der ihm immanenten Teleologie, unvollst&auml;ndig, also erg&auml;nzungsbed&uuml;rftig ist und wo seine Erg&auml;nzung nicht etwa einer gesetzlich gewollten Beschr&auml;nkung auf bestimmte Tatbest&auml;nde widerspricht (BFH-Urteile vom 22.&nbsp;Dezember 2011 III&nbsp;R&nbsp;5\/07, BFHE 236, 137, BStBl II 2012, 678; vom 14.&nbsp;September 1994 I&nbsp;R&nbsp;136\/93, BFHE 175, 406, BStBl II 1995, 382).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Grunds&auml;tzlich ist zwar auch &sect;&nbsp;236 AO einer L&uuml;ckenausf&uuml;llung im Wege einer Analogie zug&auml;nglich; &sect;&nbsp;233 AO steht dem nicht grunds&auml;tzlich entgegen (BFH-Urteil in BFHE 152, 401, BStBl II 1988, 600; Koenig in Pahlke\/Koenig, Abgabenordnung, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;233 Rz&nbsp;4). Unter Ber&uuml;cksichtigung der in &sect;&nbsp;233 Satz&nbsp;1 AO getroffenen Regelung hat aber der Zinstatbestand des &sect;&nbsp;236 AO einen ersichtlich abschlie&szlig;enden Charakter; nach Auffassung des Senats sind daher an eine l&uuml;ckenausf&uuml;llende Rechtsfortbildung des &sect;&nbsp;236 AO strenge Anforderungen zu stellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die hier gegebene Fallgestaltung fehlt es an einer planwidrigen Regelungsl&uuml;cke. Der Gesetzgeber hat die Zinspflicht in &sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;2 AO auf Tatbest&auml;nde ausgedehnt, in denen die Steuerherabsetzung nicht unmittelbar durch den gerichtlichen Ausspruch selbst herbeigef&uuml;hrt worden ist. Zudem soll gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;236 Abs.&nbsp;5 AO eine Aufhebung oder &Auml;nderung der Steuerfestsetzung nach Abschluss des Rechtsbehelfsverfahrens unber&uuml;cksichtigt bleiben. Es kann daher nicht angenommen werden, der Gesetzgeber habe nur versehentlich auf die Zubilligung eines Zinsanspruchs f&uuml;r den Fall verzichtet, dass eine Steuerherabsetzung nach Beendigung der Rechtsh&auml;ngigkeit des gerichtlichen Verfahrens aufgrund eines Vorl&auml;ufigkeitsvermerks erfolgt, der im Laufe des gerichtlichen Verfahrens angebracht worden war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da das FG von anderen Grunds&auml;tzen ausgegangen ist, war die Vorentscheidung aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Sache ist spruchreif. Das FA hat zutreffend einen Anspruch der Kl&auml;gerin auf Festsetzung von Prozesszinsen abgelehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.8.2012, II R 49\/11 Keine Prozesszinsen bei Steuerherabsetzung erst nach Beendigung der Rechtsh&auml;ngigkeit &#8211; Zweck des &sect; 236 AO &#8211; Verweisungsnorm &#8211; Anspruch auf Prozesszinsen Leits&auml;tze Ein Anspruch auf Prozesszinsen besteht nicht, wenn eine Steuerherabsetzung erst nach Beendigung der Rechtsh&auml;ngigkeit des finanzgerichtlichen Verfahrens aufgrund eines Vorl&auml;ufigkeitsvermerks erfolgt, der im Laufe des finanzgerichtlichen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-49-11-keine-prozesszinsen-bei-steuerherabsetzung-erst-nach-beendigung-der-rechtshaengigkeit-zweck-des-par-236-ao-verweisungsnorm-anspruch-auf-prozesszinsen-12\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;49\/11 &#8211; Keine Prozesszinsen bei Steuerherabsetzung erst nach Beendigung der Rechtsh&auml;ngigkeit &#8211; Zweck des &sect; 236 AO &#8211; Verweisungsnorm &#8211; Anspruch auf Prozesszinsen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-62116","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62116","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62116"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62116\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62116"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62116"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62116"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}