{"id":62137,"date":"2014-04-26T12:05:01","date_gmt":"2014-04-26T10:05:01","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62137"},"modified":"2014-04-26T12:05:01","modified_gmt":"2014-04-26T10:05:01","slug":"iii-r-18-13-verfassungsmaessigkeit-des-abzugs-von-kinderbetreuungskosten-bei-drei-unter-vierjaehrigen-kindern-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-05072012-iii-r-80-09","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-18-13-verfassungsmaessigkeit-des-abzugs-von-kinderbetreuungskosten-bei-drei-unter-vierjaehrigen-kindern-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-05072012-iii-r-80-09\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;18\/13 &#8211; Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des Abzugs von Kinderbetreuungskosten bei drei unter vierj&auml;hrigen Kindern &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 05.07.2012 III R 80\/09"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.11.2013, III R 18\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des Abzugs von Kinderbetreuungskosten bei drei unter vierj&auml;hrigen Kindern &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 05.07.2012 III R 80\/09<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Es ist verfassungsgem&auml;&szlig;, dass der Abzug von Kinderbetreuungskosten vom Vorliegen bestimmter pers&ouml;nlicher Anspruchsvoraussetzungen (Erwerbst&auml;tigkeit, Ausbildung, l&auml;ngerfristige Erkrankung, Behinderung u.&auml;.) abh&auml;ngig gemacht wird und auch bei zusammenlebenden Eltern mit drei unter vierj&auml;hrigen Kindern keine zwangsl&auml;ufige Fremdbetreuungsnotwendigkeit angenommen wird.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) sind Ehegatten und wurden im Streitjahr 2008 zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Der Kl&auml;ger erzielte im Streitjahr u.a. Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger T&auml;tigkeit. Die Kl&auml;gerin ist ausgebildete &Auml;rztin, war jedoch im Streitjahr nicht erwerbst&auml;tig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r ihre drei Kinder (J, geb.&nbsp;Dezember 2004, L, geb.&nbsp;Juni 2006, und G, geb.&nbsp;Dezember 2007) machten die Kl&auml;ger Kinderbetreuungskosten in H&ouml;he von 6.828,52&nbsp;EUR geltend. Diese setzten sich aus Kindergartenbeitr&auml;gen f&uuml;r J in H&ouml;he von 2.325&nbsp;EUR, Aufwendungen f&uuml;r den Besuch einer Spiel- und Krabbelgruppe durch L in H&ouml;he von 661,50&nbsp;EUR und den Kosten f&uuml;r ein ab dem 20.&nbsp;Juli 2008 besch&auml;ftigtes Au-Pair-M&auml;dchen in H&ouml;he von 3.842,02&nbsp;EUR zusammen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) mit Bescheid vom 28.&nbsp;August 2009 zun&auml;chst nur Kinderbetreuungskosten in H&ouml;he von 1.550&nbsp;EUR (= 2\/3 von 2.325&nbsp;EUR) als Sonderausgaben anerkannt hatte, stellte das FA im Einspruchsverfahren mit &Auml;nderungsbescheid vom 18.&nbsp;November 2010 zus&auml;tzlich auch die Aufwendungen f&uuml;r die Spiel- und Krabbelgruppe (661,50&nbsp;EUR) und f&uuml;r das &uuml;ber drei Jahre alte Kind J 1\/3 der Au-Pair-Kosten (1\/3 von 3.842&nbsp;EUR =&nbsp;1.280&nbsp;EUR) in die Berechnung mit ein. Danach ergaben sich anerkannte Sonderausgaben in H&ouml;he von 2.844&nbsp;EUR [2\/3 x (2.325&nbsp;EUR + 661,50&nbsp;EUR + 1.280&nbsp;EUR)]. Des Weiteren gew&auml;hrte das FA auf die Aufwendungen f&uuml;r das Au-Pair- M&auml;dchen eine Steuererm&auml;&szlig;igung f&uuml;r haushaltsnahe Dienstleistungen in H&ouml;he von 600&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wegen einer in einem anderen Punkt erfolgten &Auml;nderung wurde die Einkommensteuer mit &Auml;nderungsbescheid vom 3.&nbsp;Januar 2011 zuletzt auf 47.276&nbsp;EUR festgesetzt. Den Einspruch wies das FA mit Einspruchsentscheidung vom 23.&nbsp;M&auml;rz 2011 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen gerichtete Klage, mit der die Kl&auml;ger aus den nicht anerkannten Au-Pair-Aufwendungen einen weiteren Sonderausgabenabzug in H&ouml;he von 1.707&nbsp;EUR (= 2\/3 von 2.561&nbsp;EUR) geltend machten, wies das Finanzgericht (FG) als unbegr&uuml;ndet ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen, das Urteil des FG D&uuml;sseldorf aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid vom 3.&nbsp;Januar 2011 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 23.&nbsp;M&auml;rz 2011 dahingehend abzu&auml;ndern, dass weitere Kinderbetreuungskosten in H&ouml;he von 1.707&nbsp;EUR angesetzt werden und die Einkommensteuer entsprechend herabgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen. Die bei den Kl&auml;gern angefallenen Kinderbetreuungskosten sind nach dem Einkommensteuergesetz (EStG) in der im Streitjahr 2008 geltenden Fassung nicht &uuml;ber den vom FA bereits anerkannten Umfang hinaus steuerlich ber&uuml;cksichtigungsf&auml;hig. Auch das Verfassungsrecht gebietet einen weitergehenden Abzug nicht. Deshalb kommt weder eine Aussetzung des Verfahrens und die Vorlage der Sache an das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (GG) in Betracht noch besteht Anlass f&uuml;r eine verfassungskonforme Auslegung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zu Recht ist das FG davon ausgegangen, dass im Streitfall kein im Veranlagungszeitraum 2008 geltender Tatbestand des EStG erf&uuml;llt ist, der einen weitergehenden Abzug der als Kinderbetreuungskosten geltend gemachten Aufwendungen f&uuml;r das Au-Pair-M&auml;dchen erm&ouml;glicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;4f EStG, der den Abzug erwerbsbedingter Kinderbetreuungskosten im Bereich der Gewinneinkunftsarten und mithin bei den Eink&uuml;nften aus der selbst&auml;ndigen T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers regelt, ist unanwendbar, weil die zusammenlebenden Kl&auml;ger nicht beiderseits erwerbst&auml;tig waren (&sect;&nbsp;4f Satz&nbsp;2 EStG). Entsprechendes gilt f&uuml;r einen Werbungskostenabzug bei der Kl&auml;gerin nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;4f Satz&nbsp;2 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 EStG ist nur insoweit einschl&auml;gig, als die Kinder der Kl&auml;ger im Streitjahr zwischen drei und sechs Jahre alt waren. Diese Voraussetzung hat das FG nach dem von ihm festgestellten Sachverhalt zu Recht nur f&uuml;r das im Dezember 2004 geborene Kind J bejaht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auch der Sonderausgabenabzug gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;8 EStG scheidet aus. Die Vorschrift setzt voraus, dass der nicht erwerbst&auml;tige Elternteil sich in Ausbildung befindet, k&ouml;rperlich, geistig oder seelisch behindert oder krank ist (&sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;8 Satz&nbsp;1 EStG; zur Auslegung des Begriffes &quot;krank&quot; s. Senatsurteil vom 5.&nbsp;Juli 2012 III&nbsp;R&nbsp;80\/09, BFHE 238, 76, BStBl II 2012, 816). Nach den nicht mit Verfahrensr&uuml;gen angegriffenen Feststellungen des FG lagen diese Voraussetzungen bei der Kl&auml;gerin nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass einer der Familienangeh&ouml;rigen im Streitjahr krank, hilflos oder schwerbehindert war und deswegen i.S. des &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b, Nr.&nbsp;2 EStG die Besch&auml;ftigung einer Hilfe im Haushalt erforderlich war, hat das FG ebenfalls nicht festgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Die Steuererm&auml;&szlig;igung f&uuml;r haushaltsnahe Dienstleistungen hat das FA bereits mit dem in &sect;&nbsp;35a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG vorgesehenen H&ouml;chstbetrag von 600&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigt, so dass hiernach Aufwendungen f&uuml;r die Besch&auml;ftigung des Au-Pair-M&auml;dchens jedenfalls nicht in weitergehendem Umfang zum Abzug zugelassen werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die im EStG vorgesehenen Einschr&auml;nkungen f&uuml;r den Abzug von Kinderbetreuungskosten versto&szlig;en nicht gegen Grundrechte der Kl&auml;ger.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Senat hat im Urteil in BFHE 238, 76, BStBl II 2012, 816, unter II.2. die verfassungsrechtlichen Ma&szlig;st&auml;be, an denen die einkommensteuerrechtliche Ber&uuml;cksichtigung des Betreuungsbedarfs eines Kindes auszurichten ist, im Einzelnen dargelegt. Hierauf wird zur Vermeidung von Wiederholungen verwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die gesetzlichen Vorschriften zur Ber&uuml;cksichtigung des Betreuungsbedarfs gen&uuml;gten im Streitjahr 2008 den dort dargestellten verfassungsrechtlichen Anforderungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Auch soweit die Au-Pair-Kosten nach keiner der speziellen Vorschriften (&sect;&nbsp;4f, &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5, &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;8, &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;3, &sect;&nbsp;35a Abs.&nbsp;2 EStG) Ber&uuml;cksichtigung fanden, blieben sie nicht unber&uuml;cksichtigt, da bereits mit dem den Kl&auml;gern gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;6 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 EStG gew&auml;hrten Freibetrag f&uuml;r den Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf des Kindes auch Fremdbetreuungskosten abgedeckt werden (Senatsurteil in BFHE 238, 76, BStBl II 2012, 816, unter II.2.b&nbsp;aa, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die in &sect;&sect;&nbsp;4f, 9 Abs.&nbsp;5 Satz 1 und 10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;8 EStG enthaltenen Beschr&auml;nkungen des Abzugs dem Grunde nach sind verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Der Gesetzgeber war ausgehend von seiner Vereinfachungsbefugnis grunds&auml;tzlich berechtigt, den Abzug auf die typischen F&auml;lle zu beschr&auml;nken, in denen Kinderbetreuungskosten zwangsl&auml;ufig anfallen. Die mit der Beschr&auml;nkung verbundene H&auml;rte, dass im Einzelfall vom Gesetz nicht erfasste Umst&auml;nde eintreten k&ouml;nnen, die eine Fremdbetreuung und die Entstehung entsprechender Aufwendungen ebenso unabweisbar machen, haben die davon betroffenen Steuerpflichtigen hinzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Bezogen auf die im Streitfall zur Beurteilung anstehende Personengruppe der zusammenlebenden Eltern mit Kindern, die das 14.&nbsp;Lebensjahr noch nicht vollendet haben, erm&ouml;glichen die Tatbest&auml;nde der &sect;&sect;&nbsp;4f, 9 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 und 10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;8 EStG den Abzug von Kinderbetreuungskosten bei Vorliegen der Zwangsl&auml;ufigkeitsgr&uuml;nde Erwerbst&auml;tigkeit, Ausbildung, l&auml;ngere Erkrankung und Behinderung. In Person eines jeden Elternteils muss mindestens einer der Gr&uuml;nde verwirklicht sein. Liegt in der Person eines Elternteils ein solcher Grund nicht vor, dann geht der Gesetzgeber typisierend davon aus, dass dieser Elternteil die Betreuung des Kindes &uuml;bernehmen kann und Aufwendungen f&uuml;r die Kinderbetreuung nicht oder jedenfalls nicht zwangsl&auml;ufig entstehen (Senatsurteil in BFHE 238, 76, BStBl II 2012, 816, unter II.2.b&nbsp;cc&nbsp;(1), m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Nach Auffassung des Senats hat der Gesetzgeber die Grenzen seiner Typisierungsbefugnis nicht dadurch &uuml;berschritten, dass er f&uuml;r F&auml;lle wie den vorliegenden keinen rechtlich relevanten Zwangsl&auml;ufigkeitsgrund angenommen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Zwar hat der Senat im Urteil in BFHE 238, 76, BStBl II 2012, 816 (unter II.2.b&nbsp;cc&nbsp;(2), m.w.N.) ausgef&uuml;hrt, dass ein Bedarf an Fremdbetreuung auch dann unabweisbar entstehen kann, wenn bei Erwerbst&auml;tigkeit des einen Elternteils eine gr&ouml;&szlig;ere Zahl minderj&auml;hriger Kinder zu betreuen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Insoweit kommt es jedoch entgegen der Revisionsbegr&uuml;ndung der Kl&auml;ger nicht darauf an, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang die Kinderanzahl der Kl&auml;ger den statistischen Durchschnittswert der Geburtenrate von Frauen im geb&auml;rf&auml;higen Alter oder von Familien mit Kindern &uuml;berschreitet. Vielmehr setzt die Annahme eines Zwangsl&auml;ufigkeitsgrundes voraus, dass die Betreuungssituation im typischen Fall eine Betreuung durch mindestens zwei Personen erforderlich macht, so dass der nicht erwerbst&auml;tige Elternteil die Betreuung typischerweise nicht in Form der Eigenbetreuung durchf&uuml;hren kann. F&uuml;r den Senat sind weder aus dem Revisionsvorbringen noch anderweitig Anhaltspunkte ersichtlich, dass bereits bei drei Kindern im Alter von bis zu drei Jahren eine Betreuungssituation vorliegt, die zwangsl&auml;ufig den Einsatz einer zweiten Betreuungskraft erfordert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Hinzu kommt, dass der Gesetzgeber im Streitjahr 2008 &uuml;ber &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 EStG f&uuml;r Kinder, die das dritte Lebensjahr bereits vollendet haben, ohnehin einen Abzug von Betreuungsaufwendungen zul&auml;sst, der &#8211;anders als in &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;8 EStG&#8211; nicht an besondere Voraussetzungen in der Person beider Elternteile gekn&uuml;pft ist. Hierdurch wird ein steuerlich wirksamer Einsatz von Fremdbetreuungskr&auml;ften erm&ouml;glicht, der den Eigenbetreuungsaufwand f&uuml;r Familien mit drei Kindern im Alter von bis zu drei Jahren bereits deutlich reduziert. Entsprechend hat das FA im Fall der Kl&auml;ger 1\/3 der Aufwendungen f&uuml;r das Au-pair-M&auml;dchen als Betreuungskosten f&uuml;r das Kind J anerkannt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) &Uuml;berdies bezieht das BVerfG, sofern im Zusammenhang mit einer durch kindesbedingte Aufwendungen verminderten Leistungsf&auml;higkeit die Verletzung von Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG ger&uuml;gt wird, das gesamte den Regelungskomplex umfassende Normengeflecht in die Pr&uuml;fung mit ein, da es dem Gesetzgeber grunds&auml;tzlich frei steht, die kindesbedingte Minderung der Leistungsf&auml;higkeit entweder im Steuerrecht oder im Sozialrecht zu ber&uuml;cksichtigen (vgl. etwa Nichtannahmebeschluss des BVerfG vom 7.&nbsp;September 2009&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;1966\/04, BFH\/NV 2009, 2123). Insoweit muss vorliegend beachtet werden, dass der Gesetzgeber entsprechend dem aus Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 GG folgenden verfassungsrechtlichen Auftrag, die Kinderbetreuung in der jeweils von den Eltern gew&auml;hlten Form in ihren tats&auml;chlichen Voraussetzungen zu erm&ouml;glichen und zu f&ouml;rdern (s. hierzu etwa BVerfG-Beschluss vom 10.&nbsp;November 1998&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;980\/91, BVerfGE 99, 216, BStBl II 1999, 182, unter B.I.4., m.w.N.), den Betreuungsbedarf in jungen Familien nicht nur mit den Regelungen des Steuerrechts erfasst. Vielmehr gleicht er die Leistungsf&auml;higkeitseinbu&szlig;e, die Familien dadurch erleiden, dass sie teilweise und zeitweise auf eine eigene Erwerbst&auml;tigkeit zugunsten der pers&ouml;nlichen Betreuung ihrer Kinder verzichten oder Familient&auml;tigkeit und Erwerbst&auml;tigkeit miteinander verbinden, auch durch sozialrechtliche Regelungen aus. So er&ouml;ffnet beispielsweise das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) in der im Streitjahr geltenden Fassung f&uuml;r ab dem 1.&nbsp;Januar 2007 geborene Kinder dem Berechtigten gerade die Wahlfreiheit, ob er das Kind vollst&auml;ndig selbst betreut, mit der Folge, dass ihm das gezahlte Elterngeld verbleibt, oder ob er sich der Hilfe Dritter oder einer Betreuungseinrichtung bedient, mit der Folge, dass er die ihm staatlicherseits zur Verf&uuml;gung gestellten Mittel hierf&uuml;r verwenden kann. Insoweit werden auch individuelle Besonderheiten in der Geburtenfolge, wie Mehrlingsgeburten und kurze Geburtenfolgen ber&uuml;cksichtigt (s. etwa &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;4 und 6 BEEG in der im Streitjahr geltenden Fassung) und Gestaltungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r eine Ausdehnung des Auszahlungszeitraums geschaffen (&sect;&nbsp;6 BEEG). Damit werden gerade f&uuml;r Eltern mit Kindern im Alter von bis zu zwei Jahren vielf&auml;ltige M&ouml;glichkeiten geschaffen, den Betreuungsbedarf ihrer Kinder zu decken. Ebenso sah das Gesetz zum Erziehungsgeld und zur Elternzeit (BErzGG) f&uuml;r vor dem 1.&nbsp;Januar 2007 geborene Kinder (&sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 BEEG) unter bestimmten Voraussetzungen einen Erziehungsgeldanspruch vor, wenn der betreffende Elternteil das Kind selbst betreut und erzogen und keine oder keine volle Erwerbst&auml;tigkeit ausge&uuml;bt hat (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 BErZGG in der im Streitjahr geltenden Fassung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Keinen Zwangsl&auml;ufigkeitsgrund im Hinblick auf eine Fremdbetreuung vermag der Senat auch aus einer w&auml;hrend der Eigenbetreuung von Kindern eingetretenen Schwangerschaft zu entnehmen. Wie bereits im Senatsurteil in BFHE 238, 76, BStBl II 2012, 816, unter II.2.b&nbsp;cc&nbsp;(2) ausgef&uuml;hrt, ist die gesetzgeberische Erw&auml;gung, wonach eine Schwangerschaft &#8211;sofern in deren Verlauf keine den Krankheitsbegriff erf&uuml;llende Komplikationen eintreten&#8211; einer Eigenbetreuung durch die schwangere Mutter nicht entgegensteht, sachlich nachvollziehbar. Dem stehen auch die Besch&auml;ftigungsverbote nach &sect;&sect;&nbsp;3&nbsp;ff. des Gesetzes zum Schutz der erwerbst&auml;tigen Mutter (MuSchG) nicht entgegen. Wie bereits der in &sect;&nbsp;1 MuSchG geregelte pers&ouml;nliche Geltungsbereich des Gesetzes zeigt, bezieht das MuSchG nur Frauen in seinen Schutzbereich ein, die in einem Arbeitsverh&auml;ltnis stehen, sowie weibliche in Heimarbeit Besch&auml;ftigte und ihnen Gleichgestellte, soweit sie am St&uuml;ck mitarbeiten. Gesetzeszweck ist damit der Schutz der (werdenden) Mutter vor Gefahren, &Uuml;berforderung und Gesundheitssch&auml;digung am Arbeitsplatz (Zmarlik\/Zipperer\/Viethen\/Vie&szlig;, Mutterschutzgesetz, Mutterschaftsleistungen, Bundeserziehungsgeldgesetz, 8.&nbsp;Aufl. 1999, S.&nbsp;29, 97). Entsprechend sch&uuml;tzen die Besch&auml;ftigungsverbote der &sect;&sect;&nbsp;3&nbsp;ff. MuSchG nur vor einem Widerstreit zwischen den Anforderungen aus dem Erwerbst&auml;tigkeitsverh&auml;ltnis und den Anforderungen aus der Mutterschaft. Nicht hingegen ist aus den Besch&auml;ftigungsverboten des MuSchG zu folgern, dass die (werdende) Mutter vor den aus einer mehrfachen Mutterschaft folgenden Belastungen bewahrt werden soll. &Uuml;berdies hat der Gesetzgeber durch die oben aufgef&uuml;hrten sozialen F&ouml;rderma&szlig;nahmen nach dem BEEG auch Gestaltungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r die Familie geschaffen, um etwaige Zeiten eingeschr&auml;nkter Eigenbetreuungsm&ouml;glichkeiten der Mutter anderweitig zu &uuml;berbr&uuml;cken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(5) Schlie&szlig;lich sieht der Senat die Entscheidung des Gesetzgebers, die steuerliche Abzugsf&auml;higkeit von Betreuungskosten zwar von einer Erwerbst&auml;tigkeit eines oder beider Elternteile, nicht hingegen von deren zeitlichem Umfang abh&auml;ngig zu machen, nicht als gleichheitswidrig an. Wie der Senat bereits im Urteil in BFHE 238, 76, BStBl II 2012, 816, unter II.2.b&nbsp;cc&nbsp;(3) ausgef&uuml;hrt hat, war der Gesetzgeber verfassungsrechtlich nur gehalten, zwangsl&auml;ufige Aufwendungen f&uuml;r die Kinderbetreuung zum Abzug zuzulassen. Da dem Gesetzgeber im Bereich des Steuerrechts grunds&auml;tzlich die Befugnis zur Vereinfachung und Typisierung zusteht, ist er berechtigt, die Vielzahl der Einzelf&auml;lle in dem Gesamtbild zu erfassen, das nach den ihm vorliegenden Erfahrungen die regelungsbed&uuml;rftigen Sachverhalte zutreffend wiedergibt (BVerfG-Beschl&uuml;sse vom 7.&nbsp;Mai 2013&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;909\/06 u.a., Deutsches Steuerrecht 2013, 1228, m.w.N.). Soweit er mit der vorgenommenen Typisierung einen Abzug von Kinderbetreuungskosten auch im Falle einer nur teilweisen Erwerbst&auml;tigkeit beider Ehegatten erm&ouml;glicht hat, ist zum einen zu ber&uuml;cksichtigen, dass eine allen Einzelf&auml;llen gerecht werdende gesetzliche Regelung kaum m&ouml;glich ist. Denn insoweit w&auml;re im Hinblick auf die denkbaren Fallgestaltungen (Umfang der jeweiligen Arbeits- und Urlaubszeiten beider Elternteile, zeitliche &Uuml;berlappungen der jeweiligen Arbeitszeiten, Dauer des Arbeitsweges etc.) ein tats&auml;chlich vorhandener zwangsl&auml;ufiger Fremdbetreuungsbedarf nur im konkreten Einzelfall feststellbar. Der Gesetzgeber durfte deshalb einen aus dem Normzweck folgenden Ankn&uuml;pfungspunkt (Vorliegen eines Zwangsl&auml;ufigkeitsgrundes in der Person beider Elternteile) w&auml;hlen, auch wenn die steuerliche Beg&uuml;nstigung dadurch zum Zwecke der Verwaltungsvereinfachung eine gewisse Bandbreite nach oben und unten erfuhr. Zum anderen ist auch insoweit der Gesamtumfang der gesetzlichen Regelungen zur Ber&uuml;cksichtigung des Betreuungsbedarfs junger Familien in den Blick zu nehmen. Hierbei m&uuml;sste man insbesondere auch den Umstand miteinbeziehen, dass eine neben der Betreuung ausge&uuml;bte teilweise Erwerbst&auml;tigkeit beider Elternteile im Rahmen des Elterngeldes Ber&uuml;cksichtigung findet und hier nachteilige Folgen haben kann. Denn dort wird &#8211;anders als bei einem nicht erwerbst&auml;tigen betreuenden Elternteil&#8211; das Elterngeld nicht aus dem vor der Betreuungszeit erzielten Erwerbseinkommen berechnet, sondern nur aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Einkommen vor und w&auml;hrend der Betreuung (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 BEEG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.11.2013, III R 18\/13 Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des Abzugs von Kinderbetreuungskosten bei drei unter vierj&auml;hrigen Kindern &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 05.07.2012 III R 80\/09 Leits&auml;tze Es ist verfassungsgem&auml;&szlig;, dass der Abzug von Kinderbetreuungskosten vom Vorliegen bestimmter pers&ouml;nlicher Anspruchsvoraussetzungen (Erwerbst&auml;tigkeit, Ausbildung, l&auml;ngerfristige Erkrankung, Behinderung u.&auml;.) abh&auml;ngig gemacht wird und auch bei zusammenlebenden &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-18-13-verfassungsmaessigkeit-des-abzugs-von-kinderbetreuungskosten-bei-drei-unter-vierjaehrigen-kindern-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-05072012-iii-r-80-09\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;R&nbsp;18\/13 &#8211; Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des Abzugs von Kinderbetreuungskosten bei drei unter vierj&auml;hrigen Kindern &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 05.07.2012 III R 80\/09<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-62137","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62137","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62137"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62137\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62137"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62137"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62137"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}