{"id":62310,"date":"2014-05-14T12:48:06","date_gmt":"2014-05-14T10:48:06","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62310"},"modified":"2014-05-14T12:48:06","modified_gmt":"2014-05-14T10:48:06","slug":"i-r-89-12-verdeckte-gewinnausschuettung-wegen-vorzeitiger-kapitalabfindung-einer-pensionszusage-anschlussrevision","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-89-12-verdeckte-gewinnausschuettung-wegen-vorzeitiger-kapitalabfindung-einer-pensionszusage-anschlussrevision\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;89\/12 &#8211; Verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung wegen vorzeitiger Kapitalabfindung einer Pensionszusage &#8211; Anschlussrevision"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.10.2013, I R 89\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung wegen vorzeitiger Kapitalabfindung einer Pensionszusage &#8211; Anschlussrevision<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Findet eine GmbH die einem beherrschenden &#8211;oder infolge gleichgelagerter Interessen steuerrechtlich als beherrschend behandelten&#8211; Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer erteilte Zusage auf eine einmalige Kapitalleistung entgegen der zugrundeliegenden Versorgungsvereinbarung vor der Beendigung des Dienstverh&auml;ltnisses in einem Einmalbetrag durch Auszahlung der f&auml;lligen Betr&auml;ge aus einer R&uuml;ckdeckungsversicherung ab, indiziert das die im Gesellschaftsverh&auml;ltnis liegende Veranlassung der Kapitalabfindung.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die Kapitalabfindung f&uuml;hrt bei der GmbH auch dann zu einer Verm&ouml;gensminderung als Voraussetzung einer verdeckten Gewinnaussch&uuml;ttung, wenn zeitgleich die f&uuml;r die Pensionszusage gebildete Pensionsr&uuml;ckstellung aufgel&ouml;st wird. Es gilt insofern eine gesch&auml;ftsvorfallbezogene, nicht aber eine handelsbilanzielle Betrachtungsweise (Anschluss an Senatsurteile vom 14. M&auml;rz 2006 I R 38\/05, BFH\/NV 2006, 1515, und vom 5. M&auml;rz 2008 I R 12\/07, BFHE 220, 454; Klarstellung des Senatsurteils vom 28. April 2010 I R 78\/08, BFHE 229, 234, BStBl II 2013, 41).<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Die Gesch&auml;ftsanteile an der Kl&auml;gerin, Revisionsbeklagten und Anschlussrevisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), einer im Jahre 1978 gegr&uuml;ndeten GmbH (i.L.) mit abweichendem Wirtschaftsjahr zum 30.&nbsp;September, hielten zun&auml;chst jeweils h&auml;lftig deren beide Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer, der am 29.&nbsp;Dezember 1941 geborene WM und der am 24.&nbsp;Dezember 1945 geborene HM. 2002 verkaufte WM seine Anteile an eine andere GmbH, deren Anteilseigner HM zu 10&nbsp;v.H. und dessen S&ouml;hne zu jeweils 45&nbsp;v.H. waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin hatte beiden Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern am 15.&nbsp;August 1984 inhaltsgleiche Versorgungszusagen erteilt. Diese bestimmten u.a.:<\/p>\n<p>&quot;1. Sie erhalten eine einmalige Kapitalzahlung in H&ouml;he von 750.000&nbsp;DM, wenn Sie nach vollendetem 60. Lebensjahr aus unseren Diensten ausscheiden. Eine Erh&ouml;hung dieses Kapitalbetrages in Anpassung an die Ver&auml;nderung der Verh&auml;ltnisse, insbesondere des allgemeinen Gehaltniveaus, behalten wir uns vor.<br \/>2. Das Kapital wird mit Vollendung Ihres 60. Lebensjahres f&auml;llig, wenn Sie vorher wegen Invalidit&auml;t aus unseren Diensten ausscheiden.<br \/>3. Sollten Sie vor Eintritt des Versorgungsfalls sterben, wird das &#8211; nach Ma&szlig;gabe der folgenden Bestimmungen berechnete &#8211; Versorgungskapital ausgezahlt an ihre Witwe, ersatzweise an Ihre unterhaltsberechtigten Kinder zu gleichen Teilen, soweit sie das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und sich noch in Ausbildung befinden. In den ersten drei Jahren seit dieser Versorgungszusage betr&auml;gt das Versorgungskapital dann 500.000&nbsp;DM; in den folgenden Jahren w&auml;chst es um je 25.000&nbsp;DM an, bis der in Ziffer 1 genannte Betrag erreicht ist; das an Hinterbliebene zu zahlende Versorgungskapital ist jedoch nicht h&ouml;her als der Auszahlungsbetrag aus der R&uuml;ckdeckungsversicherung.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Nachtrag vom 21.&nbsp;Februar 1996 wurde in Anpassung an das allgemeine Gehaltsniveau die einmalige Kapitalzahlung gem&auml;&szlig; Ziffer&nbsp;1 der Zusage auf 850.000&nbsp;DM erh&ouml;ht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die zur Absicherung des Pensionsanspruchs des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers HM abgeschlossene R&uuml;ckdeckungsversicherung wurde aufgrund des Vertragsablaufs am 30.&nbsp;Dezember 2005 in H&ouml;he von 798.256,90&nbsp;EUR auf ein Konto der Kl&auml;gerin &uuml;berwiesen, die die Pensionsleistung von 850.000&nbsp;DM (434.598,09&nbsp;EUR) am 13.&nbsp;Januar 2006 an HM, der weiterhin bei ihr als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer t&auml;tig war, auszahlte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin buchte die erhaltene Versicherungsleistung gegen die bilanzierte Forderung (R&uuml;ckdeckungsversicherung); den dar&uuml;ber hinausgehenden Betrag ber&uuml;cksichtigte sie gewinnerh&ouml;hend. Die Auszahlung des Pensionsbetrages an HM buchte sie gegen die in der Bilanz vorhandene Pensionsr&uuml;ckstellung. Der die R&uuml;ckstellung &uuml;bersteigende Betrag in H&ouml;he von 130.299,09&nbsp;EUR (R&uuml;ckstellung zum 30.&nbsp;September 2005: 304.299&nbsp;EUR) wurde im Ergebnis gewinnmindernd behandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte, Revisionskl&auml;ger und Anschlussrevisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) gelangte zur Annahme von verdeckten Gewinnaussch&uuml;ttungen (vGA): Die den Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern im Jahre 1996 zugesagte Erh&ouml;hung der Kapitalbetr&auml;ge um 100.000&nbsp;DM k&ouml;nne steuerrechtlich nicht anerkannt werden, weil sie im Erh&ouml;hungszeitpunkt nicht mehr erdienbar gewesen sei. Die Auszahlung von 434.598&nbsp;EUR im Streitjahr 2006 habe gegen den eindeutigen Wortlaut der Vereinbarung vom 15.&nbsp;August 1994 versto&szlig;en, die f&uuml;r den Pensionsanspruch nicht nur die Vollendung des 60.&nbsp;Lebensjahres, sondern auch das Ausscheiden des Beg&uuml;nstigten aus den Diensten der Kl&auml;gerin vorausgesetzt habe, woran es bei HM aber mangele. Die durch die Auszahlung bedingte Verm&ouml;gensminderung k&ouml;nne nicht mit der gleichzeitig erfolgten Aufl&ouml;sung der Pensionsr&uuml;ckstellung saldiert werden. Das ergebe sich zum einen aus den Gr&uuml;nden des Senatsurteils vom 14.&nbsp;M&auml;rz 2006 I&nbsp;R&nbsp;38\/05 (BFH\/NV 2006, 1515). Zum anderen daraus, dass durch die unzul&auml;ssige Verm&ouml;gensauskehrung offensichtlich geworden sei, dass die urspr&uuml;ngliche Pensionszusage nicht ernsthaft gemeint gewesen sei. Der Verzicht auf eine nicht ernsthaft gemeinte Pensionszusage habe im Ergebnis zur Folge, dass die mit dem Verzicht verbundene Einlage mit 0&nbsp;EUR zu bewerten sei, da ein gedachter fremder Erwerber im Rahmen des Erwerbs des gesamten Betriebes f&uuml;r einen nicht ernsthaft gemeinten Pensionsanspruch kein Entgelt entrichten w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Infolgedessen ergingen f&uuml;r die Streitjahre 2005 und 2006 ge&auml;nderte Steuerbescheide, in denen f&uuml;r 2005 eine vGA in H&ouml;he von 2.496&nbsp;EUR (anteilige Zuf&uuml;hrung zur Pensionsr&uuml;ckstellung im Hinblick auf die Erh&ouml;hung der Pensionszusage an HM um 100.000&nbsp;DM) und f&uuml;r 2006 eine vGA in H&ouml;he von 432.102&nbsp;EUR (Auszahlungsbetrag 434.598&nbsp;EUR abzgl. bereits in 2005 erfasste vGA von 2.496&nbsp;EUR) ber&uuml;cksichtigt wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen mit Zustimmung des FA erhobene Sprungklage war bezogen auf die Festsetzungen der K&ouml;rperschaftsteuer und des Gewerbesteuermessbetrages 2006 sowie die Feststellungen des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlusts auf den 31.&nbsp;Dezember 2005 und auf den 31.&nbsp;Dezember 2006 sowie des verbleibenden Verlustabzugs zur K&ouml;rperschaftsteuer auf den 31.&nbsp;Dezember 2007 teilweise erfolgreich. Das Finanzgericht (FG) sah die Auszahlung des Kapitalbetrages von 434.598&nbsp;EUR zwar ebenfalls als vereinbarungswidrig an. Es war &uuml;berdies der Auffassung, dass die Versorgungszusage bereits auf das 60.&nbsp;Lebensjahr deren Veranlassung durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis &quot;dem Grunde nach&quot; indiziere, was die Kl&auml;gerin auch nicht habe widerlegen k&ouml;nnen. Die dadurch ausgel&ouml;ste Verm&ouml;gensminderung sei allerdings f&uuml;r 2005 der H&ouml;he nach infolge des verfahrensrechtlichen Verb&ouml;serungsverbots auf den hinzugerechneten Betrag begrenzt und werde f&uuml;r 2006 mit der zugleich aufgel&ouml;sten Pensionsr&uuml;ckstellung teilweise kompensiert; lediglich der dar&uuml;ber hinausgehende Unterschiedsbetrag von 130.299,09&nbsp;EUR sei insofern noch als vGA hinzuzurechnen. Im Hinblick auf die weiterhin angefochtenen Bescheide (K&ouml;rperschaftsteuer 2005, 2007 und 2008, Gewerbesteuermessbetrag 2005, gesonderte Feststellungen des verbleibenden Verlustabzugs auf den 31.&nbsp;Dezember 2005 und den 31.&nbsp;Dezember 2008) wies es die Klage als unzul&auml;ssig ab. Das Urteil des FG D&uuml;sseldorf vom 6.&nbsp;November 2012&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;1093\/10&nbsp;K,G,F ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2013, 323 abgedruckt. Ihm vorangegangen ist ein Beschluss des FG &uuml;ber die Aussetzung der Vollziehung, auf den das FG zur Begr&uuml;ndung seines Urteils verweist (FG D&uuml;sseldorf, Beschluss vom 3.&nbsp;August 2010&nbsp;&nbsp;6&nbsp;V&nbsp;1868\/10, EFG 2010, 1720).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA st&uuml;tzt seine Revision, die sich nach der Revisionsschrift auf alle angefochtenen Bescheide erstreckt, auf die Verletzung materiellen Rechts. Die Revisionsbegr&uuml;ndung wurde der Kl&auml;gerin ausweislich des vorliegenden Empfangsbekenntnisses am 2.&nbsp;April 2013 zugestellt, verbunden mit einer durch die Gesch&auml;ftsstelle des I.&nbsp;Senats des Bundesfinanzhofs (BFH) im richterlichen Auftrag auf den 15.&nbsp;Mai 2013 gesetzten Frist zur Stellungnahme.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, das FG-Urteil aufzuheben und die Klage vollen Umfangs abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen sowie im Wege der Anschlussrevision die angefochtenen Steuerbescheide dahin abzu&auml;ndern, dass vGA in H&ouml;he von 2.496&nbsp;EUR (f&uuml;r 2005) und 432.102&nbsp;EUR (f&uuml;r 2006) nicht angesetzt werden, hilfsweise, ihr f&uuml;r die Einlegung der Anschlussrevision Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt die Zur&uuml;ckweisung der Anschlussrevision der Kl&auml;gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA hat die angefochtenen Bescheide &uuml;ber K&ouml;rperschaftsteuer 2008 sowie den verbleibenden Verlustabzug zur K&ouml;rperschaftsteuer auf den 31.&nbsp;Dezember 2008 w&auml;hrend des Revisionsverfahrens durch Bescheide vom 30.&nbsp;Juli 2013 ge&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. I. Das Revisionsverfahren wird im Hinblick auf die angefochtenen Bescheide 2005, 2007 und 2008 eingestellt, nachdem das FA seine Revision insoweit zur&uuml;ckgenommen hat (&sect;&nbsp;125 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Aus gleichem Grunde &#8211;und schon von daher&#8211; scheitert die Anschlussrevision der Kl&auml;gerin, soweit sich diese auch auf das Jahr 2005 bezieht; die (unselbst&auml;ndige) Anschlussrevision (gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;155 Satz&nbsp;1 FGO i.V.m. der analogen Anwendung von &sect;&nbsp;554 der Zivilprozessordnung &#8211;ZPO&#8211;) kann nicht weiter gehen als die Hauptrevision (vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;120 Rz&nbsp;86).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Im &Uuml;brigen kann unbeantwortet bleiben, ob die Revisionserwiderungsschrift der Kl&auml;gerin der Sache nach &uuml;berhaupt als eine solche Anschlussrevision verstanden werden konnte. Denn eine solche Anschlussrevision w&auml;re ohnehin unzul&auml;ssig. Zul&auml;ssig w&auml;re sie n&auml;mlich nur, wenn sie bis zum Ablauf eines Monats nach der Zustellung der Revisionsbegr&uuml;ndung erkl&auml;rt (vgl. &sect;&nbsp;554 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 ZPO) und in der Anschlussschrift begr&uuml;ndet worden w&auml;re (&sect;&nbsp;554 Abs.&nbsp;3 ZPO). Die besondere Anschlie&szlig;ungsfrist wurde im Streitfall indessen &#8211;was letztlich auch die Kl&auml;gerin einr&auml;umt&#8211; nicht eingehalten: Die Revisionsbegr&uuml;ndung wurde der Kl&auml;gerin ausweislich des vorliegenden Empfangsbekenntnisses am 2.&nbsp;April 2013 zugestellt; deren m&ouml;glicherweise als Anschlussrevision zu deutender Schriftsatz vom 7.&nbsp;Mai 2013 ist erst an diesem Tage bei der Gesch&auml;ftsstelle des I.&nbsp;Senats eingegangen. Der Beginn des Fristlaufs konnte nicht deswegen hinausgeschoben werden, weil der zugestellten Revisionsbegr&uuml;ndung eine Schriftsatzfrist zur Erwiderung auf die Revisionsbegr&uuml;ndung des FA bis zum 15.&nbsp;Mai 2013 beigef&uuml;gt war. Der gesetzliche Fristlauf f&uuml;r die Anschlussrevision einerseits und der gewillk&uuml;rte Fristlauf f&uuml;r die Revisionserwiderung andererseits sind zweierlei und voneinander unabh&auml;ngig. Da die Anschlussrevision kein Rechtsmittel ist (vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect;&nbsp;120 Rz&nbsp;78, m.w.N.), bedurfte es daf&uuml;r und f&uuml;r den Fristlauf auch keiner besonderen Rechtsmittelbelehrung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der in Anbetracht dessen hilfsweise beantragten Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach &sect;&nbsp;121 i.V.m. &sect;&nbsp;56 FGO ist nicht zu entsprechen, weil der Kl&auml;gerin die Fristvers&auml;umnis als verschuldet anzulasten ist. Sie wurde von einer Wirtschaftspr&uuml;fungs- und Steuerberatungsgesellschaft vertreten, bei der allgemein und gerade im Revisionsverfahren (vgl. &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;4 FGO) zu unterstellen ist, dass ihr die einschl&auml;gigen Verfahrens- und Fristenregelungen gel&auml;ufig sind. Die Schriftsatzfrist zur Erwiderung auf die Revisionsbegr&uuml;ndung des FA bis zum 15.&nbsp;Mai 2013 &auml;ndert daran nichts; diese Schriftsatzfrist war weder darauf gerichtet noch geeignet, die Frist f&uuml;r eine etwaige Anschlussrevision zu setzen oder auch nur den entsprechenden Eindruck zu erwecken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Der Vorinstanz ist darin zuzustimmen, dass jedenfalls die Kapitalauszahlung durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis im Streitjahr 2006 veranlasst ist; die Kl&auml;gerin hat den Kapitalbetrag ausgezahlt, obschon der vereinbarte Leistungsfall noch nicht eingetreten war. Dass sie damit einhergehend die bis dato gebildete Pensionsr&uuml;ckstellung aufgel&ouml;st hat, l&auml;sst die infolge der Kapitalauszahlung bewirkte Verm&ouml;gensminderung allerdings nicht entfallen. Das FG hat deshalb im Ergebnis zu Unrecht das Vorliegen einer vGA auch im Umfang der get&auml;tigten Kapitalauszahlung verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Unter einer vGA i.S. des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG), f&uuml;r die Gewerbesteuer i.V.m. &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 des Gewerbesteuergesetzes, ist bei einer Kapitalgesellschaft eine Verm&ouml;gensminderung (verhinderte Verm&ouml;gensmehrung) zu verstehen, die durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst ist, sich auf die H&ouml;he des Unterschiedsbetrages gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 KStG auswirkt und in keinem Zusammenhang zu einer offenen Aussch&uuml;ttung steht. F&uuml;r den gr&ouml;&szlig;ten Teil der entschiedenen F&auml;lle hat der BFH die Veranlassung durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis angenommen, wenn die Kapitalgesellschaft ihrem Gesellschafter einen Verm&ouml;gensvorteil zuwendet, den sie bei Anwendung der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Gesch&auml;ftsleiters einem Nichtgesellschafter nicht gew&auml;hrt h&auml;tte. Ist der beg&uuml;nstigte Gesellschafter ein beherrschender, so kann eine vGA auch dann anzunehmen sein, wenn die Kapitalgesellschaft eine Leistung an ihn erbringt, f&uuml;r die es an einer klaren, im Voraus getroffenen, zivilrechtlich wirksamen und tats&auml;chlich durchgef&uuml;hrten Vereinbarung fehlt. Von einer beherrschenden Stellung ist nach der Rechtsprechung des BFH im Regelfall auszugehen, wenn der Gesellschafter die Mehrheit der Stimmrechte besitzt und er deshalb bei Gesellschafterversammlungen entscheidenden Einfluss aus&uuml;ben kann. Dies ist im Allgemeinen der Fall, wenn er &uuml;ber mehr als 50&nbsp;v.H. der Stimmrechte verf&uuml;gt. Verf&uuml;gt ein Gesellschafter &#8211;wie im Streitfall im Zeitpunkt der Zusage sowie der Erh&ouml;hung der Pension&#8211; &uuml;ber lediglich 50&nbsp;v.H. oder weniger der Gesellschaftsanteile, wird er aber dennoch einem beherrschenden Gesellschafter gleichgestellt, wenn er mit anderen gleichgerichtete Interessen verfolgenden Gesellschaftern zusammenwirkt, um eine ihren Gesellschafterinteressen entsprechende Willensbildung der Kapitalgesellschaft herbeizuf&uuml;hren. All das entspricht der st&auml;ndigen Spruchpraxis des Senats.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Vorinstanz ist von diesen Grunds&auml;tzen ausgegangen. Sie hat in diesem Sinne bezogen auf den Zusagezeitpunkt zutreffend das Vorliegen gleichgerichteter Interessen von WM und HM angenommen und sie deswegen trotz ihrer jeweils nur h&auml;lftigen Kapitalbeteiligung den Anforderungen unterworfen, die das Steuerrecht sonst nur bei beherrschenden Gesellschaftern einfordert (vgl. Gosch, KStG, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;221&nbsp;f.). Der vom FG festgestellte Sachverhalt gibt keinen Anhalt, diese Einsch&auml;tzung f&uuml;r unzutreffend zu halten. Sie rechtfertigt sich durch den Umstand, dass die finanzielle Ausstattung bei beiden Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern, sowohl was die laufenden Geh&auml;lter als auch was die Versorgungszusagen anbelangt, &uuml;bereinstimmte. Das wird letzten Endes auch von der Kl&auml;gerin nicht in Frage gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Folgt man auf dieser Basis der vom FG bevorzugten Lesart der am 15.&nbsp;August 1984 gegebenen Versorgungszusage, ist die aus Anlass des vollendeten 60.&nbsp;Lebensjahres an HM get&auml;tigte Kapitalauszahlung durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst. Denn danach ist der in Nr.&nbsp;1 der Vereinbarung aufgenommene Zusagepassus &quot;Sie erhalten eine einmalige Kapitalzahlung in H&ouml;he von 750.000&nbsp;DM, wenn Sie nach vollendetem 60.&nbsp;Lebensjahr aus unseren Diensten ausscheiden&quot; so zu verstehen, dass die Leistungsf&auml;lligkeit auch von dem Ausscheiden des HM aus dem aktiven Dienst abh&auml;ngt. Diese Lesart ist aus revisionsrechtlicher Sicht nicht zu beanstanden: Die W&uuml;rdigung des festgestellten Sachverhalts obliegt in erster Linie dem FG; der BFH ist daran gebunden (vgl. &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO). Lediglich Verst&ouml;&szlig;e gegen die Denkgesetze oder die allgemeinen Erfahrungss&auml;tze k&ouml;nnten daran etwas &auml;ndern. Solche Fehler sind im Streitfall jedoch nicht ersichtlich. Vielmehr deckt sich das Verst&auml;ndnis des FG durchaus mit der zitierten Formulierung der Zusage. Es wird nicht zuletzt dadurch gest&uuml;tzt, dass der Versorgungsfall in Nr.&nbsp;2 der Zusage alternativ und abweichend wie folgt bestimmt wird: &quot;Das Kapital wird mit Vollendung Ihres 60.&nbsp;Lebensjahres f&auml;llig, wenn Sie vorher wegen Invalidit&auml;t aus unseren Diensten ausscheiden.&quot; Mit anderen Worten: W&auml;hrend die F&auml;lligkeit bei Eintritt einer &#8211;vorherigen&#8211; Invalidit&auml;t und dem dadurch bewirkten Ausscheiden von HM auf das vollendete 60.&nbsp;Lebensjahr festgelegt wurde (&quot;mit&quot;), verlangt Nr.&nbsp;1 der Zusage die Vollendung jenes Lebensjahres und zus&auml;tzlich das Ausscheiden aus dem Dienst und bestimmt hierf&uuml;r als F&auml;lligkeitszeitpunkt nicht das vollendete 60.&nbsp;Lebensjahr, sondern einen Zeitpunkt danach (&quot;nach&quot;), was zwanglos so aufzufassen ist, dass es f&uuml;r diese Alternative auf besagtes Ausscheiden aus dem Dienst ankommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wird das Kapital dessen ungeachtet und trotz unver&auml;nderter Weiterbesch&auml;ftigung von HM als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer bereits &quot;mit&quot; vollendetem 60.&nbsp;Lebensjahr ausbezahlt, dann indiziert dies die im Gesellschaftsverh&auml;ltnis gr&uuml;ndende Veranlassung der Zahlung. Die vorzeitige Auszahlung d&uuml;rfte sich in der Tat &#8211;wie das FG zutreffend ausf&uuml;hrt&#8211; nur durch die gesellschaftsrechtliche Verbundenheit des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers erkl&auml;ren lassen: Bei einem fremden Dritten w&auml;re &uuml;berpr&uuml;ft worden, ob und wann die Zahlung zu erfolgen hat. Dass sich die Kl&auml;gerin alleine auf den Zeitpunkt der Auszahlung des Versicherungsguthabens durch die R&uuml;ckdeckungsversicherung verlassen hat, ohne auf die vertraglich vereinbarte F&auml;lligkeit zu achten, ist allein der gesellschaftsrechtlichen Stellung des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers geschuldet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob sich gleicherma&szlig;en und unabh&auml;ngig davon eine Veranlassung durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis bereits &quot;dem Grunde&quot; der Versorgungsleistung nach daraus ableiten l&auml;sst, dass die Leistung dem Beg&uuml;nstigten auf das vollendete 60.&nbsp;Lebensjahr &#8211;statt auf das andernfalls &uuml;bliche 63. oder 65.&nbsp;Lebensjahr (s. dazu Gosch, a.a.O., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;1092; Otto in Blomeyer\/Rolfs\/ Otto, Betriebsrentengesetz, 5.&nbsp;Aufl., StR&nbsp;F Rz&nbsp;290, m.w.N.)&#8211; versprochen wurde, kann angesichts dessen dahinstehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die daraus abzuleitende Konsequenz &#8211;das Vorliegen einer vGA&#8211; scheitert nicht an dem Fehlen einer hierf&uuml;r erforderlichen Verm&ouml;gensminderung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Verm&ouml;gensminderung liegt in der Hingabe des Kapitalbetrages und in dem entsprechenden Verm&ouml;gensabgang. Dass die Kl&auml;gerin uno actu die bis dahin von ihr gebildete Pensionsr&uuml;ckstellung aufgel&ouml;st hat, &auml;ndert nichts. Denn die Aufl&ouml;sung der R&uuml;ckstellung ist unmittelbare Folge des Umstandes, dass der Versorgungsanspruch mit der Zahlung des versprochenen Betrages aus zivilrechtlicher Sicht erf&uuml;llt war. Dies ist zwar auf die get&auml;tigte Auszahlung zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Doch bleibt es dabei, dass die Auszahlung aus den beschriebenen Gr&uuml;nden durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis und nicht betrieblich veranlasst war, was wiederum die spezifisch k&ouml;rperschaftsteuerrechtliche Konsequenz der au&szlig;erbilanziellen Hinzurechnung des Verm&ouml;gensabgangs als vGA nach sich zieht. Eine &quot;Neutralisierung&quot; dieser Konsequenz infolge einer wechselseitigen Saldierung der jeweiligen Gesch&auml;ftsvorf&auml;lle scheidet aus. Der besagten k&ouml;rperschaftsteuerrechtlichen Konsequenz unterf&auml;llt normspezifisch-steuerrechtlich der jeweilige Gesch&auml;ftsvorfall, nicht der (handelsbilanzielle) Saldo aus der Verm&ouml;gensminderung hier &#8211;der durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis bedingten Auszahlung&#8211; und der Verm&ouml;gensmehrung dort &#8211;der bilanzrechtlich bedingten R&uuml;ckstellungsaufl&ouml;sung&#8211;. Beide Vorf&auml;lle sind vielmehr auseinanderzuhalten und steuerrechtlich eigenst&auml;ndig zu behandeln. Der Senat h&auml;lt insofern an dem fest, was er durch seine Urteile in BFH\/NV 2006, 1515 &#8211;dort ebenfalls bezogen auf eine Anwartschaftsabfindung gegen einen Teilverzicht des Beg&uuml;nstigten&#8211; und vom 5.&nbsp;M&auml;rz 2008 I&nbsp;R&nbsp;12\/07 (BFHE 220, 454, unter II.2.a&nbsp;a.E. der Entscheidungsgr&uuml;nde) entschieden hat (vgl. im Einzelnen z.B. Gosch, a.a.O., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;398; Schallmoser\/ Eisgruber\/Janetzko in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;8 KStG Rz&nbsp;303; Wilk, daselbst, &sect;&nbsp;8 KStG Rz&nbsp;108), und folgt nicht der dagegen ge&auml;u&szlig;erten Kritik (z.B. Briese, GmbH-Rundschau &#8211;GmbHR&#8211; 2008, 565; Hoffmann, GmbHR 2006, 824 und GmbH-Steuerberater 2010, 371; Otto in Blomeyer\/Rolfs\/Otto, a.a.O., StR&nbsp;F Rz&nbsp;430; s.a. H&ouml;fer\/Veit\/Verhuven, Betriebsrentenrecht, BetrAVG, Band&nbsp;II, Rz&nbsp;3137&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Senatsurteil vom 28.&nbsp;April 2010 I&nbsp;R&nbsp;78\/08 (BFHE 229, 234, BStBl II 2013, 41) widerspricht dem nicht. In jener Entscheidung sind zwar &#8211;zum einen (unter II.4.a der Entscheidungsgr&uuml;nde)&#8211; die get&auml;tigten Rentenzahlungen nach Eintritt des Versorgungsfalls mit der gegenl&auml;ufigen entsprechenden Minderung der Pensionsr&uuml;ckstellung verrechnet worden. Doch betraf das nur die Situation, dass die au&szlig;erbilanzielle Hinzurechnung der als vGA zu beurteilenden Zuf&uuml;hrungen zur Pensionsr&uuml;ckstellung in der Anwartschaftsphase unterblieben war und sie infolge zwischenzeitlicher Bestandskraft der betreffenden Steuerbescheide auch nicht mehr nachgeholt werden konnte. So verh&auml;lt es sich im Streitfall, in dem die Abfindung als solche ein durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis mitveranlasster Gesch&auml;ftsvorfall ist, jedoch nicht (s. auch Gosch, BFH\/PR 2010, 376). Zum anderen (unter II.5.a&nbsp;cc der Entscheidungsgr&uuml;nde) betraf das Urteil die Zahlung von Kapitalabfindungen im Zusammenhang mit der &Uuml;bertragung von Versorgungsverpflichtungen auf einen anderen Rechtstr&auml;ger, die vom Senat gerade nicht als ein durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasster Vorfall angesehen wurde. Soweit dort allerdings zus&auml;tzlich auf den Aspekt der fehlenden Verm&ouml;gensminderung abgestellt worden ist, mag das missgedeutet werden k&ouml;nnen und ist deswegen im vorgenannten Sinne abzugrenzen und klarzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Ob und ggf. mit welchen Konsequenzen die Zahlung des Kapitalbetrages unbeschadet der uneingeschr&auml;nkt fortgef&uuml;hrten T&auml;tigkeit von HM als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer den Grunds&auml;tzen widerspricht, die der Senat in seinem Urteil in BFHE 220, 454 aufgestellt hat, kann in Anbetracht dessen im Streitfall dahinstehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Vorinstanz hat im Ergebnis ein davon abweichendes Rechtsverst&auml;ndnis vertreten. Ihr Urteil ist bezogen auf die Festsetzungen der K&ouml;rperschaftsteuer und des Gewerbesteuermessbetrages 2006 sowie die Feststellungen des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlusts auf den 31.&nbsp;Dezember 2005 und den 31.&nbsp;Dezember 2006 sowie des verbleibenden Verlustabzugs zur K&ouml;rperschaftsteuer auf den 31.&nbsp;Dezember 2007 aufzuheben; die Klage ist auch insoweit vollen Umfangs abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.10.2013, I R 89\/12 Verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung wegen vorzeitiger Kapitalabfindung einer Pensionszusage &#8211; Anschlussrevision Leits&auml;tze 1. Findet eine GmbH die einem beherrschenden &#8211;oder infolge gleichgelagerter Interessen steuerrechtlich als beherrschend behandelten&#8211; Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer erteilte Zusage auf eine einmalige Kapitalleistung entgegen der zugrundeliegenden Versorgungsvereinbarung vor der Beendigung des Dienstverh&auml;ltnisses in einem Einmalbetrag durch Auszahlung der f&auml;lligen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-89-12-verdeckte-gewinnausschuettung-wegen-vorzeitiger-kapitalabfindung-einer-pensionszusage-anschlussrevision\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;89\/12 &#8211; Verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung wegen vorzeitiger Kapitalabfindung einer Pensionszusage &#8211; Anschlussrevision<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-62310","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62310","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62310"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62310\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62310"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62310"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62310"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}