{"id":62328,"date":"2014-05-14T12:47:47","date_gmt":"2014-05-14T10:47:47","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62328"},"modified":"2014-05-14T12:47:47","modified_gmt":"2014-05-14T10:47:47","slug":"iii-r-52-11-kindergeld-fuer-einen-polnischen-selbstaendig-erwerbstaetigen-voraussetzungen-einer-zurueckverweisung-wegen-aenderungsbescheid-im-revisionsverfahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-52-11-kindergeld-fuer-einen-polnischen-selbstaendig-erwerbstaetigen-voraussetzungen-einer-zurueckverweisung-wegen-aenderungsbescheid-im-revisionsverfahren\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;52\/11 &#8211; Kindergeld f&uuml;r einen polnischen selbst&auml;ndig Erwerbst&auml;tigen &#8211; Voraussetzungen einer Zur&uuml;ckverweisung wegen &Auml;nderungsbescheid im Revisionsverfahren"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.12.2013, III R 52\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Kindergeld f&uuml;r einen polnischen selbst&auml;ndig Erwerbst&auml;tigen &#8211; Voraussetzungen einer Zur&uuml;ckverweisung wegen &Auml;nderungsbescheid im Revisionsverfahren<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Im Revisionsverfahren ist der Kindergeldanspruch des Kl&auml;gers und Revisionskl&auml;gers (Kl&auml;ger) f&uuml;r den Zeitraum Juni 2004 bis August 2006 streitig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger ist polnischer Staatsangeh&ouml;riger. Er betrieb in der Zeit von Oktober 2004 bis M&auml;rz 2008 im Inland ein Gewerbe (Fliesenleger, Trockenbau). Eine Sozialversicherungspflicht in Deutschland bestand nicht. In der Zeit von Juni 2004 bis Dezember 2004 war er in Polen sozialversichert. In der Zeit von Januar 2005 bis August 2006 bestand hingegen auch in Polen keine Sozialversicherungspflicht. Die Ehefrau des Kl&auml;gers lebte mit den beiden gemeinsamen Kindern A, geboren im Februar 1994, und B, geboren im Februar 2005, in Polen. Die Ehefrau war in Polen vom 1.&nbsp;Juli 2004 bis 31.&nbsp;Dezember 2006 erwerbst&auml;tig und bezog in dieser Zeit polnische Familienleistungen. F&uuml;r die Folgezeit ab September 2006 hat die Ehefrau keinen neuen Antrag auf Familienleistungen in Polen gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beklagte und Revisionsbeklagte (Familienkasse) lehnte den Antrag des Kl&auml;gers vom 16.&nbsp;April 2008 auf Gew&auml;hrung von Kindergeld ab. Der Einspruch blieb erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem die Familienkasse im erstinstanzlichen Verfahren einen Abhilfebescheid f&uuml;r den Zeitraum September 2006 bis Dezember 2007 erlassen hatte, war vor dem Finanzgericht (FG) noch die Gew&auml;hrung von Kindergeld f&uuml;r A und B f&uuml;r die Zeitr&auml;ume Juni 2004 bis August 2006 und Januar 2008 bis M&auml;rz 2008 streitig<em>. <\/em>Die Klage hatte keinen Erfolg. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte das FG im Wesentlichen aus, dass der Kl&auml;ger f&uuml;r den Zeitraum Januar 2008 bis M&auml;rz 2008 nicht nach &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r die Streitzeitr&auml;ume ma&szlig;geblichen Fassungen (EStG) anspruchsberechtigt gewesen sei. F&uuml;r den Zeitraum Juni 2004 bis August 2006 habe zwar eine Anspruchsberechtigung nach &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG bestanden. Dem Kl&auml;ger stehe aber kein Kindergeld zu, weil sein Kindergeldanspruch entweder nach &sect;&nbsp;65 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG oder bereits mangels Anwendbarkeit der deutschen Kindergeldvorschriften ausgeschlossen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision wendet sich der Kl&auml;ger gegen das klageabweisende Urteil, soweit es den Zeitraum Juni 2004 bis August 2006 betrifft. Er macht eine Verletzung materiellen Rechts geltend. Die Verordnung (EWG) Nr.&nbsp;1408\/71 des Rates vom 14.&nbsp;Juni 1971 &uuml;ber die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbst&auml;ndige sowie deren Familienangeh&ouml;rige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern, in der im Streitzeitraum ma&szlig;geblichen Fassung (VO Nr.&nbsp;1408\/71), verpflichte die Beh&ouml;rden des Besch&auml;ftigungsstaats, den dort t&auml;tigen Wanderarbeitnehmern Familienleistungen zu gew&auml;hren. Seien danach in Deutschland als Besch&auml;ftigungsstaat die Voraussetzungen f&uuml;r einen Kindergeldanspruch nach dem EStG gegeben, m&uuml;sse Deutschland Kindergeld zahlen. Diesen Zweck konterkariere jedoch &sect;&nbsp;65 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG. Diese Vorschrift sei daher gemeinschaftsrechtswidrig. Deren Gemeinschaftsrechtswidrigkeit ergebe sich auch daraus, dass sie allein das Bestehen eines Anspruchs auf ausl&auml;ndische &#8211;dem deutschen Kindergeld vergleichbare&#8211; Leistungen f&uuml;r einen vollst&auml;ndigen Ausschluss ausreichen lasse, obwohl der Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union (EuGH) in der Rechtssache Schwemmer klargestellt habe, dass erst ein tats&auml;chlicher Mittelzufluss zu einer relevanten Kollision f&uuml;hren k&ouml;nne. Ferner sei die genannte Norm verfassungswidrig. Jedenfalls h&auml;tte in der Vorinstanz eine Festsetzung von Kindergeld nach dem EStG unter Abzug der in Polen bezogenen Familienleistungen (Differenzkindergeld) erfolgen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des Revisionsverfahrens erlie&szlig; die Familienkasse einen Teilabhilfebescheid und setzte Differenzkindergeld f&uuml;r A f&uuml;r den Zeitraum Januar 2005 bis August 2006 in H&ouml;he von 2.755,73&nbsp;EUR und f&uuml;r B f&uuml;r den Zeitraum M&auml;rz 2005 bis August 2006 in H&ouml;he von 941,54&nbsp;EUR (insgesamt: 3.692,27&nbsp;EUR) fest. Hierzu f&uuml;hrt der Kl&auml;ger aus, dass die Anrechnung insoweit rechtsfehlerhaft sei, als auch die in Polen gew&auml;hrten und den Betrag von 43&nbsp;PLN pro Kind und Monat &uuml;bersteigenden Zahlungen von dem deutschen Kindergeld zum Abzug gebracht worden seien. Diese Zahlungen stellten keine dem deutschen Kindergeld vergleichbaren Leistungen dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;, das angefochtene Urteil, den Ablehnungsbescheid, die hierzu ergangene Einspruchsentscheidung und den Teilabhilfebescheid vom 28.&nbsp;Februar 2012 aufzuheben, soweit die Kindergeldfestsetzung f&uuml;r die Kinder A und B f&uuml;r den Zeitraum Juni 2004 bis August 2006 in H&ouml;he von 154&nbsp;EUR pro Kind abgelehnt wurde, und die Familienkasse zu verpflichten, Kindergeld f&uuml;r diese Kinder f&uuml;r den genannten Zeitraum in H&ouml;he von 154&nbsp;EUR pro Kind festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse beantragt sinngem&auml;&szlig;, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Familienkasse X der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ist aufgrund eines Organisationsaktes (Beschluss des Vorstands der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit Nr.&nbsp;21\/2013 vom 18.&nbsp;April 2013 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;11 des Finanzverwaltungsgesetzes, Amtliche Nachrichten der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, Ausgabe Mai 2013, S.&nbsp;6&nbsp;ff.) im Wege des gesetzlichen Parteiwechsels in die Beteiligtenstellung der Agentur f&uuml;r Arbeit &#8230; &#8211;Familienkasse&#8211; eingetreten (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 22.&nbsp;August 2007 X&nbsp;R&nbsp;2\/04, BFHE 218, 533, BStBl II 2008, 109, unter II.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:90\"pt>\n<tr>\n<td>III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision hat keinen Erfolg, soweit sie das Kindergeld f&uuml;r B f&uuml;r den Zeitraum Juni 2004 bis Januar 2005 betrifft. Im &Uuml;brigen ist sie erfolgreich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><span style=\"text-decoration:underline\">1. Kindergeld f&uuml;r B f&uuml;r Juni 2004 bis Januar 2005<\/span><\/p>\n<p>Soweit sich die Klage gegen die Ablehnung des Kindergeldes f&uuml;r B f&uuml;r den Zeitraum Juni 2004 bis Januar 2005 richtet, ist die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/p>\n<p>Insoweit hat das FG im Ergebnis zu Recht entschieden, dass dem Kl&auml;ger kein Anspruch auf Kindergeld nach den &sect;&sect;&nbsp;62&nbsp;ff. EStG zusteht (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 FGO). Eine Ber&uuml;cksichtigung des B f&uuml;r diesen Zeitraum scheidet aus, weil ein Kind erst ab dem Kalendermonat ber&uuml;cksichtigungsf&auml;hig ist, in dem es lebend geboren wird (&sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;3 EStG). Im Streitfall war dies der Monat Februar 2005.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><span style=\"text-decoration:underline\">2. Kindergeld f&uuml;r A f&uuml;r Juni 2004 bis Dezember 2004 und f&uuml;r B f&uuml;r Februar 2005<\/span><\/p>\n<p>Das Urteil ist, soweit es das Kindergeld f&uuml;r A f&uuml;r den Zeitraum Juni 2004 bis Dezember 2004 und f&uuml;r B f&uuml;r den Monat Februar 2005 betrifft, aufzuheben und mangels Spruchreife an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung zur&uuml;ckzuverweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><span style=\"text-decoration:underline\">a) Kindergeld f&uuml;r A<\/span><\/p>\n<p>Hinsichtlich des vorstehend genannten Zeitraums kommt f&uuml;r A die Gew&auml;hrung von Differenzkindergeld, f&uuml;r den Monat Juni 2004 ggf. sogar die Gew&auml;hrung von Kindergeld in voller H&ouml;he in Betracht. Allerdings reichen die vom FG getroffenen Feststellungen nicht aus, um abschlie&szlig;end zu beurteilen, ob ein solcher Anspruch tats&auml;chlich besteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FG ist davon ausgegangen, dass der nach &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG anspruchsberechtigte Kl&auml;ger als Selbst&auml;ndiger nicht die Voraussetzungen erf&uuml;lle, die in Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1, Art.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a i.V.m. Anhang&nbsp;I Teil&nbsp;I Buchst.&nbsp;C (entspricht ab Mai 2005 Buchst.&nbsp;D, ab 2007 Buchst.&nbsp;E) in der im Streitzeitraum geltenden Fassung der VO Nr.&nbsp;1408\/71 geregelt seien. Zwar seien die hieraus zu ziehenden Schl&uuml;sse in der Rechtsprechung der FG umstritten. Alle Ansichten f&uuml;hrten aber zu dem Ergebnis, dass ein bestehender Kindergeldanspruch vollst&auml;ndig ausgeschlossen sei. Vor diesem Hintergrund hat das FG letztendlich offengelassen, ob der pers&ouml;nliche Geltungsbereich der VO Nr.&nbsp;1408\/71 er&ouml;ffnet und Deutschland gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;13&nbsp;ff. der VO Nr.&nbsp;1408\/71 der zust&auml;ndige Mitgliedstaat ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diese Fragen k&ouml;nnen jedoch &#8211;sollten die Voraussetzungen eines Kindergeldanspruchs nach &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 EStG vorliegen&#8211; nicht offenbleiben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ist der pers&ouml;nliche Anwendungsbereich der VO Nr.&nbsp;1408\/71 er&ouml;ffnet und Deutschland nach den Art.&nbsp;13&nbsp;ff. dieser Verordnung der zust&auml;ndige Mitgliedstaat, ist die Anwendung des Art.&nbsp;10 der Verordnung (EWG) Nr.&nbsp;574\/72 des Rates vom 21.&nbsp;M&auml;rz 1972 &uuml;ber die Durchf&uuml;hrung der Verordnung (EWG) Nr.&nbsp;1408\/71 &uuml;ber die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbst&auml;ndige sowie deren Familienangeh&ouml;rige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern, in der im Streitzeitraum geltenden Fassung (VO Nr.&nbsp;574\/72) nicht auf jeden Fall deshalb ausgeschlossen, weil der Kl&auml;ger nicht die Voraussetzungen des Anhangs&nbsp;I Teil&nbsp;I Buchst.&nbsp;C bzw. Buchst.&nbsp;D der VO Nr.&nbsp;1408\/71 erf&uuml;llt. Der Senat hat bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass diese Antikumulierungsvorschrift auch in einem Fall zur Anwendung kommen kann, in dem der nach deutschem Recht Kindergeldberechtigte die Voraussetzungen des genannten Anhangs nicht erf&uuml;llt. Dies kann sich vor allem daraus ergeben, dass die Kinder des Anspruchstellers als Familienangeh&ouml;rige des anderen Elternteils in den pers&ouml;nlichen Anwendungsbereich der VO Nr.&nbsp;1408\/71 fallen und parallele Anspr&uuml;che auf Familienleistungen f&uuml;r denselben Zeitraum bestehen (Senatsurteile vom 19.&nbsp;April 2012 III&nbsp;R&nbsp;87\/09, BFHE 237, 150, Rz&nbsp;24&nbsp;ff.; vom 16.&nbsp;Mai 2013 III&nbsp;R&nbsp;8\/11, BFHE 241, 511, BStBl II 2013, 1040, Rz&nbsp;27).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r den Senat ist nicht nachpr&uuml;fbar, ob eine solche Konstellation im Streitfall gegeben ist. Da der Kl&auml;ger im fraglichen Zeitraum in Polen sozialversichert war, ist es nicht fernliegend, dass der pers&ouml;nliche Geltungsbereich der VO Nr.&nbsp;1408\/71 er&ouml;ffnet ist (vgl. zu dieser Frage im Einzelnen Senatsurteil vom 4.&nbsp;August 2011 III&nbsp;R&nbsp;55\/08, BFHE 234, 316, BStBl II 2013, 619, Rz&nbsp;14&nbsp;ff.). Dem Senat ist auch keine Pr&uuml;fung der Art.&nbsp;13&nbsp;ff. der VO Nr.&nbsp;1408\/71 m&ouml;glich, weil hierbei (nur) an diejenigen T&auml;tigkeiten anzukn&uuml;pfen ist, hinsichtlich derer die betreffende Person als Arbeitnehmer oder Selbst&auml;ndiger i.S. des Art.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a der VO Nr.&nbsp;1408\/71 gilt (vgl. dazu Senatsurteile in BFHE 234, 316, BStBl II 2013, 619, Rz&nbsp;27&nbsp;ff.; vom 15.&nbsp;M&auml;rz 2012 III&nbsp;R&nbsp;52\/08, BFHE 237, 412, BStBl II 2013, 623, Rz&nbsp;20&nbsp;ff.; vom 5.&nbsp;Juli 2012 III&nbsp;R&nbsp;76\/10, BFHE 238, 87, BStBl II 2013, 1033, Rz&nbsp;14&nbsp;ff.). Das FG hat jedoch nicht festgestellt, aufgrund welcher T&auml;tigkeit der Kl&auml;ger in Polen sozialversichert war. In diesem Zusammenhang hat der Senat bereits entschieden, dass die die Zust&auml;ndigkeit Deutschlands begr&uuml;ndende T&auml;tigkeit auch auf einer in einem anderen Mitgliedstaat bestehenden Versicherung beruhen kann (vgl. Senatsurteil in BFHE 238, 87, BStBl II 2013, 1033, Rz&nbsp;16). Schlie&szlig;lich war die Ehefrau des Kl&auml;gers in Polen erwerbst&auml;tig, so dass f&uuml;r sie m&ouml;glicherweise der pers&ouml;nliche Geltungsbereich der VO Nr.&nbsp;1408\/71 er&ouml;ffnet war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollten die vorstehend genannten Voraussetzungen vorliegen, wird &sect;&nbsp;65 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG von den unionsrechtlichen Antikumulierungsvorschriften verdr&auml;ngt, und zwar im Streitfall von Art.&nbsp;10 der VO Nr.&nbsp;574\/72, weil im Wohnmitgliedstaat der Kinder (Polen) der Anspruch auf Familienleistungen nicht von der Aus&uuml;bung einer Erwerbst&auml;tigkeit abh&auml;ngig ist. Es w&uuml;rde Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b Ziff.&nbsp;i der VO Nr.&nbsp;574\/72 eingreifen, wenn im Wohnmitgliedstaat der Kinder eine Berufst&auml;tigkeit ausge&uuml;bt wird. Danach ruht der deutsche Kindergeldanspruch bis zur H&ouml;he der in dem Wohnmitgliedstaat der Kinder (Polen) vorgesehenen Familienleistungen. Bleiben daher die polnischen Familienleistungen der H&ouml;he nach hinter dem deutschen Kindergeld zur&uuml;ck, schuldet Deutschland Differenzkindergeld.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem m&uuml;sste f&uuml;r den Monat Juni 2004 noch gesondert der Umstand gew&uuml;rdigt werden, dass die Nichtzahlung polnischer Familienleistungen auf einer fehlenden Antragstellung beruht (vgl. Senatsurteil vom 18.&nbsp;Juli 2013 III&nbsp;R&nbsp;51\/09, BFHE 242, 222, zu Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a der VO Nr.&nbsp;574\/72).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) In diesem Zusammenhang weist der Senat erg&auml;nzend auf Folgendes hin: Sollte bei bestehender Anspruchskonkurrenz der pers&ouml;nliche Geltungsbereich der VO Nr.&nbsp;1408\/71 er&ouml;ffnet, Deutschland aber nach den Art.&nbsp;13&nbsp;ff. der VO Nr.&nbsp;1408\/71 der unzust&auml;ndige Mitgliedstaat sein, w&auml;re die Anwendung der deutschen Kindergeldvorschriften (&sect;&sect;&nbsp;62&nbsp;ff. EStG) nicht bereits wegen des in Art.&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der VO Nr.&nbsp;1408\/71 geregelten Ausschlie&szlig;lichkeitsprinzips ausgeschlossen. Insoweit verweist der Senat auf sein Urteil in BFHE 241, 511, BStBl II 2013, 1040. Ebenso hat der Senat bereits darauf hingewiesen, dass eine Sperrwirkung bei er&ouml;ffnetem pers&ouml;nlichen Anwendungsbereich der VO Nr.&nbsp;1408\/71 auch dann ausscheidet, wenn die Aus&uuml;bung der Niederlassungsfreiheit (Freiz&uuml;gigkeit der Selbst&auml;ndigen; Art.&nbsp;49 des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union) in Rede steht (Senatsurteil vom 13.&nbsp;Juni 2013 III&nbsp;R&nbsp;63\/11, BFHE 242, 34, Rz&nbsp;42&nbsp;f.). Zu pr&uuml;fen bliebe jedoch, ob &sect;&nbsp;65 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG auch dann, wenn nicht &#8211;wie in dem EuGH-Urteil vom 12.&nbsp;Juni 2012 C-611\/10, C-612\/10, Hudzinski und Wawrzyniak (Zeitschrift f&uuml;r europ&auml;isches Sozial- und Arbeitsrecht 2012, 475)&#8211; die Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit, sondern die Niederlassungsfreiheit betroffen ist, dahingehend europarechtskonform auszulegen ist, dass der Anspruch auf Kindergeld nach dem EStG nur in entsprechender H&ouml;he gek&uuml;rzt werden darf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><span style=\"text-decoration:underline\">b) Kindergeld f&uuml;r B<\/span><\/p>\n<p>Die Feststellungen des FG reichen nicht aus, um abschlie&szlig;end zu beurteilen, ob dem Kl&auml;ger f&uuml;r B f&uuml;r den Monat Februar 2005 ein Kindergeldanspruch zusteht.<\/p>\n<p>aa) Nach den Ausf&uuml;hrungen des FG sei f&uuml;r diesen Monat &sect;&nbsp;65 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG anwendbar, weil der Kl&auml;ger weder in Deutschland noch in Polen sozialversicherungspflichtig t&auml;tig gewesen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;65 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG wird Kindergeld nicht f&uuml;r ein Kind gezahlt, f&uuml;r das Leistungen zu zahlen sind oder bei entsprechender Antragstellung zu zahlen w&auml;ren, die im Ausland gew&auml;hrt werden und dem Kindergeld oder einer der in &sect;&nbsp;65 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG genannten Leistungen vergleichbar sind. Dessen Tatbestand ist erf&uuml;llt, wenn entweder kindergeld&auml;hnliche Leistungen nach ausl&auml;ndischem Recht zu zahlen sind oder bei entsprechender Antragstellung zu zahlen w&auml;ren. Wird im Ausland kein Kindergeld bezogen, ist es daher bereits kindergeldsch&auml;dlich, wenn ein materiell-rechtlicher Anspruch auf die entsprechende Leistung nach ausl&auml;ndischem Recht besteht. Bei dieser Pr&uuml;fung hat das FG im Grundsatz das ma&szlig;gebende ausl&auml;ndische Recht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;155 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;293 der Zivilprozessordnung (ZPO) von Amts wegen zu ermitteln und festzustellen (vgl. Senatsurteil vom 13.&nbsp;Juni 2013 III&nbsp;R&nbsp;10\/11, BFHE 241, 562).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diesen Rechtsgrunds&auml;tzen entspricht das FG-Urteil nicht. Es hat zwar festgestellt, dass die Ehefrau des Kl&auml;gers jedenfalls ab Juli 2004 polnische Familienleistungen bezogen hat. Diese Feststellung ist jedoch f&uuml;r den Senat hinsichtlich des Monats Februar 2005 nicht bindend, weil aus der nur in polnischer Sprache vorliegenden Bescheinigung E&nbsp;411 jedenfalls erkennbar ist, dass f&uuml;r diesen Monat keine polnischen Familienleistungen gezahlt wurden. Danach kann im Streitfall &#8211;selbst wenn man im Einklang mit dem FG von einer Anwendbarkeit des &sect;&nbsp;65 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG (und nicht des Art.&nbsp;10 der VO Nr.&nbsp;574\/72) ausgeht&#8211; ein Kindergeldanspruch nur dann ausgeschlossen sein, wenn der Ehefrau des Kl&auml;gers nach dem ma&szlig;geblichen Recht in Polen f&uuml;r den Monat Februar 2005 ein Anspruch auf Familienleistungen zusteht. Feststellungen hierzu fehlen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Sollte hingegen Art.&nbsp;10 der VO Nr.&nbsp;574\/72 eingreifen, bleibt insbesondere der bereits unter III.2.a&nbsp;bb der Gr&uuml;nde dargestellte Gesichtspunkt zu beachten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Senat weist f&uuml;r den zweiten Rechtsgang au&szlig;erdem auf Folgendes hin:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ausgangspunkt f&uuml;r die Pr&uuml;fung des Kindergeldanspruchs des Kl&auml;gers ist die Frage, ob er nach &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1 EStG anspruchsberechtigt ist. Wenn im Streitfall &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG nicht eingreift, muss das FG pr&uuml;fen, ob eine Anspruchsberechtigung nach &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG besteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r Kinder i.S. des &sect;&nbsp;63 EStG hat nach &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG Anspruch auf Kindergeld, wer ohne Wohnsitz oder gew&ouml;hnlichen Aufenthalt im Inland nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG als unbeschr&auml;nkt einkommensteuerpflichtig behandelt wird. Hierzu hat der erkennende Senat entschieden, dass eine Kindergeldberechtigung nach &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG voraussetzt, dass der Anspruchsteller aufgrund eines entsprechenden Antrags vom zust&auml;ndigen Finanzamt (FA) nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG als unbeschr&auml;nkt einkommensteuerpflichtig behandelt wird (Senatsurteil vom 24.&nbsp;Mai 2012 III&nbsp;R&nbsp;14\/10, BFHE 237, 239, BStBl II 2012, 897). Ma&szlig;geblich ist nicht die Antragstellung durch den Steuerpflichtigen, sondern wie er die hierauf erfolgende Reaktion des FA in dem ma&szlig;geblichen Einkommensteuerbescheid verstehen durfte (vgl. Senatsurteile in BFHE 241, 511, BStBl II 2013, 1040; vom 18.&nbsp;Juli 2013 III&nbsp;R&nbsp;59\/11, BFHE 242, 228).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG-Urteil enth&auml;lt hierzu keine hinreichenden tats&auml;chlichen Feststellungen. Es hat zwar ausgef&uuml;hrt, dass der Kl&auml;ger &#8211;wie auch die Beteiligten zwischenzeitlich &uuml;bereinstimmend annehmen w&uuml;rden&#8211; f&uuml;r den gesamten Streitzeitraum (Juni 2004 bis August 2006) die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG erf&uuml;lle. Mit dieser pauschalen Aussage sind aber nicht die Tatsachen festgestellt, die erforderlich sind, um eine Behandlung nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG bejahen zu k&ouml;nnen. Im &Uuml;brigen l&auml;sst sich dem FG-Urteil nicht entnehmen, welchen &uuml;bereinstimmenden rechtlichen Inhalt die Beteiligten der in &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG genannten Voraussetzung, wonach der Antragsteller &quot;nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 als unbeschr&auml;nkt einkommensteuerpflichtig behandelt&quot; werden muss, beigemessen haben sollen. Damit bleibt unklar, welche Tatsachen dieser rechtlichen Beurteilung zugrunde liegen sollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anzumerken bleibt, dass sich der bei den Streitakten befindlichen Einkommensteuerakte nicht ohne weiteres entnehmen l&auml;sst, dass der Kl&auml;ger mit Abgabe der Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2004 einen Antrag nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG gestellt hat. In der Einkommensteuerakte befindet sich auch kein Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2004. Im &Uuml;brigen l&auml;sst sich der vom FA ausgestellten Bescheinigung lediglich entnehmen, dass das FA den Kl&auml;ger in den Jahren 2004 bis 2008 als unbeschr&auml;nkt einkommensteuerpflichtige Person gef&uuml;hrt hat (Bl.&nbsp;43 der FG-Akte).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die in der Einkommensteuerakte befindliche Einspruchsentscheidung vom 3.&nbsp;Dezember 2008 wegen Einkommensteuer 2006 gibt zudem Veranlassung, der Frage nachzugehen, ob A &uuml;berhaupt in einem Kindschaftsverh&auml;ltnis zum Kl&auml;ger steht (vgl. &sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;1 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Wie das FG in der angegriffenen Entscheidung bereits zutreffend entschieden hat, kann eine Kindergeldberechtigung nach &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG (nur) in den Monaten des betreffenden Kalenderjahres bestehen, in denen der Anspruchsteller Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;49 EStG erzielt hat (vgl. dazu Senatsurteile in BFHE 241, 511, BStBl II 2013, 1040, m.w.N.; in BFHE 242, 228). Demnach bliebe f&uuml;r den Fall, dass das FA den Kl&auml;ger nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 EStG behandelt hat, noch zu pr&uuml;fen, in welchen Monaten der Kl&auml;ger nach &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG inl&auml;ndische Eink&uuml;nfte erzielt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><span style=\"text-decoration:underline\">3. Kindergeld f&uuml;r A f&uuml;r Januar 2005 bis August 2006 und f&uuml;r B f&uuml;r M&auml;rz 2005 bis August 2006<\/span><\/p>\n<p>Das Urteil ist, soweit es das Kindergeld f&uuml;r A f&uuml;r den Zeitraum Januar 2005 bis August 2006 und das Kindergeld f&uuml;r B f&uuml;r den Zeitraum M&auml;rz 2005 bis August 2006 betrifft, nach &sect;&nbsp;127 FGO aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/p>\n<p>a) Der angegriffene Ablehnungsbescheid und die hierzu ergangene Einspruchsentscheidung wurden f&uuml;r die vorstehend genannten Zeitr&auml;ume durch den Bescheid vom 28.&nbsp;Februar 2012 (Festsetzung von Differenzkindergeld) ge&auml;ndert. Dieser &Auml;nderungsbescheid wurde nach &sect;&nbsp;121 i.V.m. &sect;&nbsp;68 <span style=\"text-decoration:underline\">FGO <\/span>zum Gegenstand des Verfahrens. Somit ist die Vorentscheidung insoweit gegenstandslos geworden (vgl. dazu Senatsurteil vom 28.&nbsp;Juni 2012 III&nbsp;R&nbsp;86\/09, BFHE 238, 68, BStBl II 2013, 855).<\/p>\n<p>b) Der Senat macht von der M&ouml;glichkeit des &sect;&nbsp;127 FGO Gebrauch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ob von dieser M&ouml;glichkeit Gebrauch gemacht wird, h&auml;ngt im Wesentlichen von prozess&ouml;konomischen Gr&uuml;nden ab. So wird der BFH regelm&auml;&szlig;ig in der Sache selbst entscheiden, wenn sie spruchreif ist. Hingegen wird er regelm&auml;&szlig;ig nach &sect;&nbsp;127 FGO vorgehen, wenn auch nur eine geringe M&ouml;glichkeit besteht, dass sich aufgrund des &Auml;nderungsbescheids tats&auml;chliche Fragen stellen, die bisher noch nicht gekl&auml;rt sind (Bergkemper in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;127 FGO Rz&nbsp;10).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Streitfall f&uuml;hrt der &Auml;nderungsbescheid &#8211;geht man mit der Familienkasse vom Eingreifen des Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b Ziff.&nbsp;i der VO Nr.&nbsp;574\/72 aus&#8211; nicht lediglich zu einer Reduzierung des Streitstoffs, sondern es kann ein neuer Streitpunkt auftreten, der weitere tats&auml;chliche Feststellungen erforderlich macht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger betrachtet die erfolgte Anrechnung der polnischen Familienleistungen zwar nur insoweit f&uuml;r rechtsfehlerhaft, als auch die den Betrag von 43&nbsp;PLN pro Kind und Monat &uuml;bersteigenden Zahlungen vom deutschen Kindergeld zum Abzug gebracht worden sind. Feststellungen dazu, ob es sich bei diesen Zahlungen um dem Kindergeld vergleichbare Leistungen handelt, fehlen, da diese Frage erst durch den &Auml;nderungsbescheid entstanden ist. Daneben w&uuml;rde sich aber ggf. auch die alle Anrechnungsmonate betreffende Rechtsfrage stellen, anhand welchen Wechselkurses die polnischen Leistungen in Euro-Betr&auml;ge umzurechnen sind. Bei Anwendung des Art.&nbsp;10 der VO Nr.&nbsp;574\/72 kommen verschiedene Zeitpunkte zur Ermittlung des Wechselkurses in Betracht (vgl. dazu die EuGH-Vorlage des FG Baden-W&uuml;rttemberg vom 18.&nbsp;April 2013&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;4100\/12, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2013, 1143). Feststellungen hierzu liegen ebenfalls nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Der Senat verkennt nicht, dass die vorbezeichnete Fragestellung nicht entscheidungserheblich ist, wenn f&uuml;r den Kl&auml;ger, der weder in Deutschland noch in Polen sozialversichert war, &sect;&nbsp;65 EStG mangels Er&ouml;ffnung des pers&ouml;nlichen Geltungsbereichs der VO Nr.&nbsp;1408\/71 zur Anwendung k&auml;me und eine europarechtskonforme Auslegung dieser Vorschrift ausschiede, so dass kein Kindergeldanspruch des Kl&auml;gers best&uuml;nde (so FG M&uuml;nchen, Urteil vom 27.&nbsp;September 2012&nbsp;&nbsp;5&nbsp;K&nbsp;2428\/12, EFG 2013, 460; FG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 20.&nbsp;Dezember 2012&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;4176\/06&nbsp;B, juris, nicht rechtskr&auml;ftig, Az. des BFH: III&nbsp;R&nbsp;1\/13; so u.U. auch BFH-Urteil vom 5.&nbsp;September 2013 XI&nbsp;R&nbsp;52\/10, BFH\/NV 2014, 33; a.A. u.U. FG K&ouml;ln, Urteil vom 30.&nbsp;Januar 2013&nbsp;&nbsp;15&nbsp;K&nbsp;47\/09, EFG 2013, 797, nicht rechtskr&auml;ftig, Az. beim BFH: XI&nbsp;R&nbsp;10\/13).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall ist jedoch zu beachten, dass die Familienkasse u.a. aufgrund der Erwerbst&auml;tigkeit der Ehefrau in Polen vom Eingreifen des Art 10 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b Ziff.&nbsp;i der VO Nr.&nbsp;574\/72 ausgegangen ist. Der Senat m&ouml;chte daher m&ouml;glichen tats&auml;chlichen und rechtlichen &Uuml;berlegungen nicht vorgreifen. Au&szlig;erdem bleibt zu beachten, dass im Streitfall noch nicht hinreichend festgestellt ist, ob der Kl&auml;ger &uuml;berhaupt nach &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1 EStG kindergeldberechtigt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung wird dem FG f&uuml;r das gesamte Verfahren, auch soweit die Revision keinen Erfolg hatte, gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO &uuml;bertragen (vgl. BFH-Urteil vom 6.&nbsp;November 2008 IV&nbsp;R&nbsp;6\/06, BFH\/NV 2009, 763, unter II.5.; Brandis in Tipke\/ Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;143 FGO Rz&nbsp;15).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.12.2013, III R 52\/11 Kindergeld f&uuml;r einen polnischen selbst&auml;ndig Erwerbst&auml;tigen &#8211; Voraussetzungen einer Zur&uuml;ckverweisung wegen &Auml;nderungsbescheid im Revisionsverfahren Tatbestand 1&nbsp; I. Im Revisionsverfahren ist der Kindergeldanspruch des Kl&auml;gers und Revisionskl&auml;gers (Kl&auml;ger) f&uuml;r den Zeitraum Juni 2004 bis August 2006 streitig. 2&nbsp; Der Kl&auml;ger ist polnischer Staatsangeh&ouml;riger. 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