{"id":62348,"date":"2014-05-14T12:46:34","date_gmt":"2014-05-14T10:46:34","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62348"},"modified":"2014-05-14T12:46:34","modified_gmt":"2014-05-14T10:46:34","slug":"x-r-33-11-hotel-und-appartementhaus-als-teilbetriebe-freie-beweiswuerdigung-feststellungslast","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-33-11-hotel-und-appartementhaus-als-teilbetriebe-freie-beweiswuerdigung-feststellungslast\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;33\/11 &#8211; Hotel und Appartementhaus als Teilbetriebe &#8211; Freie Beweisw&uuml;rdigung &#8211; Feststellungslast"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.12.2013, X R 33\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Hotel und Appartementhaus als Teilbetriebe &#8211; Freie Beweisw&uuml;rdigung &#8211; Feststellungslast<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) werden zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Die Kl&auml;gerin betrieb das Hotel G (Hotel) von 1999 bis zu dessen Ver&auml;u&szlig;erung im Dezember 2007. Das Hotel verf&uuml;gte &uuml;ber zwei Einzelzimmer, f&uuml;nfzehn Doppelzimmer, zwei Suiten sowie &uuml;ber f&uuml;nf Appartements mit Kochgelegenheit. Es gab einen hauseigenen Wellnessbereich; zudem war das Restaurant L angeschlossen. Das Hotel wurde als Familienbetrieb gef&uuml;hrt; die Kl&auml;gerin hatte dementsprechend sowohl mit dem Kl&auml;ger als auch mit ihren beiden T&ouml;chtern und deren Ehem&auml;nnern entsprechende Arbeitsvertr&auml;ge abgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2004 erwarb die Kl&auml;gerin das Appartementhaus &quot;H&quot; (Appartementhaus) mit acht Wohnungen, die sie &#8211;wie auch die Voreigent&uuml;merin&#8211; als Ferienwohnungen in der Zeit von Mitte M&auml;rz bis Mitte Oktober eines Jahres vermietete.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die beiden Geb&auml;ude befinden sich auf unterschiedlichen Seiten derselben Stra&szlig;e und sind ca. 300&nbsp;m voneinander entfernt. Sie haben jeweils eigene Anschl&uuml;sse an die &ouml;ffentlichen Versorgungsleitungen sowie eigene Parkpl&auml;tze. Der gesamte G&auml;stekontakt sowohl f&uuml;r das Hotel als auch f&uuml;r das Appartementhaus &#8211;ob telefonisch, pers&ouml;nlich oder per Internet&#8211; wurde durch die Angestellten des Hotelbetriebes abgewickelt. Die anfallende W&auml;sche wurde von der Kl&auml;gerin in der auf dem Grundst&uuml;ck des Hotels belegenen W&auml;scherei gereinigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die in den jeweiligen Werbeflyern angegebenen Internetadressen lauteten: &quot;h&#8230;.de&quot; und &quot;g&#8230;.de&quot;. Die E-Mail-Adressen (&#8230;@g&#8230;-h&#8230;.de) waren ebenso wie die Telefon- und Telefaxnummern identisch. Der E-Mail-Zugang des Appartementhauses war auf dem Computer des Hotels eingerichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin ermittelte im Streitjahr ihren Gewinn gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG). Der Bilanz f&uuml;r das Jahr 2007 waren mehrere Anlagekonten beigef&uuml;gt, die jedoch nicht den einzelnen Geb&auml;uden zugeordnet waren. Es existierte weder eine getrennte Buchf&uuml;hrung noch eine gesonderte Gewinnermittlung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 18.&nbsp;Dezember 2007 ver&auml;u&szlig;erte die Kl&auml;gerin das streitbefangene Hotelgrundst&uuml;ck zum Kaufpreis von &#8230; EUR. Der Erwerber f&uuml;hrte das Hotel und Restaurant unter demselben Namen fort. In ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr erkl&auml;rte die Kl&auml;gerin einen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn in H&ouml;he von &#8230; EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem folgte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung nicht und behandelte den Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn als nicht beg&uuml;nstigten laufenden Gewinn. Nach seiner Auffassung seien das Appartementhaus und das Hotel keine Teilbetriebe, da sie organisatorisch nicht selbst&auml;ndig betrieben worden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demgegen&uuml;ber vertraten die Kl&auml;ger die Ansicht, die vorgenommene Trennung zwischen dem Hotel und dem Appartementhaus sei ausreichend gewesen. Die Verlinkung der unterschiedlichen Internet-Seiten des Hotels einerseits und des Appartementhauses andererseits sei auch bei fremden Dritten &uuml;blich. Die Unterst&uuml;tzung der Kl&auml;gerin durch die Mitarbeiter des Hotels bei der Reinigung der Ferienwohnungen in der Hochsaison seien untergeordnete T&auml;tigkeiten, die f&uuml;r das Vorliegen eines Teilbetriebes nicht von Bedeutung seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Appartementhaus habe &uuml;ber ein eigenes B&uuml;ro und &uuml;ber unterschiedliche Telefonanschl&uuml;sse verf&uuml;gt. Dort seien durch den Kl&auml;ger nur die kaufm&auml;nnischen und Verwaltungsaufgaben erledigt worden, so dass dieses B&uuml;ro nicht st&auml;ndig besetzt gewesen sei. Aus Gr&uuml;nden der st&auml;ndigen Erreichbarkeit f&uuml;r die G&auml;ste sei der Telefonanschluss des Hotels auch f&uuml;r das Appartementhaus mitgenutzt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die G&auml;ste des Appartementhauses habe man zwar auch die Rechnungsvordrucke des Hotels verwendet, die Beherbergungsleistungen seien jedoch korrekt bezeichnet worden, so dass auch f&uuml;r Fremde erkennbar gewesen sei, welche Leistung der Gast in Anspruch genommen und bezahlt habe. Dass in den Werbematerialien f&uuml;r das Appartementhaus kurze Zeit auf die M&ouml;glichkeit hingewiesen worden sei, in dem Hotel der Kl&auml;gerin gegen Entgelt das Fr&uuml;hst&uuml;ck einnehmen und die Sauna benutzen zu k&ouml;nnen, spreche nicht gegen die Eigenst&auml;ndigkeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entscheidend sei, dass das Hotel einerseits und das Appartementhaus andererseits unterschiedliche Zielrichtungen gehabt und damit &uuml;ber unterschiedliche Kundenkreise verf&uuml;gt h&auml;tten. Insoweit sei der Sachverhalt mit dem vom erkennenden Senat am 23.&nbsp;November 1988 X&nbsp;R&nbsp;1\/86 (BFHE 155, 521, BStBl II 1989, 376) entschiedenen Fall durchaus vergleichbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Abzustellen sei auf die Sicht des Ver&auml;u&szlig;erers; das Augenmerk sei dabei auf das ver&auml;u&szlig;erte und nicht auf das zur&uuml;ckbehaltene Objekt zu richten. Das Hotel sei vor dem Erwerb des Appartementhauses v&ouml;llig eigenst&auml;ndig gef&uuml;hrt worden und habe auch nach dessen Inbetriebnahme im Jahr 2005 ohne organisatorische &Auml;nderungen weiterbetrieben werden k&ouml;nnen. Nach der Ver&auml;u&szlig;erung des Hotels im Dezember 2007 sei es ebenfalls ohne gro&szlig;e organisatorische Ma&szlig;nahmen m&ouml;glich gewesen, das Appartementhaus weiter zu f&uuml;hren. Es seien lediglich die Internet-Seite des Appartementhauses neu zu fassen sowie einige neue Telefonnummern einzustellen gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es sei offensichtlich, dass die M&ouml;glichkeit zur jederzeitigen Herstellung der organisatorischen Selbst&auml;ndigkeit bestanden habe. Da diese M&ouml;glichkeit der organisatorischen Selbst&auml;ndigkeit gleichzusetzen sei, m&uuml;sse von einem Teilbetrieb ausgegangen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) bejahte das Vorliegen einer Teilbetriebsver&auml;u&szlig;erung und gab der Klage dementsprechend statt. Das zur&uuml;ckbehaltene Appartementhaus k&ouml;nne als ein mit einer gewissen Selbst&auml;ndigkeit versehener Teil des Unternehmens der Kl&auml;gerin angesehen werden. Das Appartementhaus und das Hotel seien auf verschiedenartige betriebliche Nutzungen mit unterschiedlichen Kundenkreisen angelegt gewesen. W&auml;hrend die Ferienappartements dem l&auml;ngerfristigen Aufenthalt mit Selbstversorgung dienten, habe das Hotel den G&auml;sten &Uuml;bernachtungen mit der M&ouml;glichkeit der Restauration zur Verf&uuml;gung gestellt. Die Angebote des Hotels und des Appartementhauses h&auml;tten sich somit an unterschiedliche Kundenkreise mit unterschiedlichen Bed&uuml;rfnissen gerichtet. Die Preisgestaltungen des Hotels und des Appartementhauses seien ebenfalls unterschiedlich gewesen. Hotel und Appartementhaus seien r&auml;umlich voneinander getrennt gewesen. F&uuml;r die Verwaltung des Appartementhauses habe in dem Privathaus der Kl&auml;gerin ein B&uuml;ro zur Verf&uuml;gung gestanden. Die organisatorische Selbst&auml;ndigkeit des Appartementhauses ergebe sich zudem daraus, dass es bereits vor dem Erwerb durch die Kl&auml;gerin von der vorherigen Eigent&uuml;merin selbst&auml;ndig zur Erzielung von Einnahmen genutzt worden sei. Auch die Kl&auml;gerin habe nach der Ver&auml;u&szlig;erung des Hotels ohne gr&ouml;&szlig;ere organisatorische Ma&szlig;nahmen das Appartementhaus weiterhin zur Eink&uuml;nfteerzielung nutzen k&ouml;nnen. Es seien zudem keine Umst&auml;nde erkennbar, aufgrund derer die Lebensf&auml;higkeit des Betriebes &quot;Appartementhaus&quot; nach dem Verkauf des Hotels in Frage gestellt werden k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung seiner Revision tr&auml;gt das FA vor, das Urteil beruhe sowohl auf der fehlerhaften Anwendung des &sect;&nbsp;16 EStG als auch auf der Verletzung von &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Voraussetzung f&uuml;r die Annahme einer Teilbetriebsver&auml;u&szlig;erung sei, dass bereits im Zeitpunkt der Ver&auml;u&szlig;erung zwei voneinander unabh&auml;ngige Teilbetriebe bestanden h&auml;tten. Entscheidend sei das Gesamtbild der Verh&auml;ltnisse beim Ver&auml;u&szlig;erer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Abgrenzungsmerkmale seien das selbst&auml;ndige Auftreten des Betriebsteils in der Art eines Zweigbetriebes, das personelle Eigenleben innerhalb des Gesamtbetriebes, das Vorhandensein von eigenem Inventar, eine gesonderte Buchf&uuml;hrung, eine eigene Verwaltung, der Einsatz verschiedenen Personals, eine selbst&auml;ndige Preisgestaltung, die &ouml;rtliche Trennung, ungleichartige betriebliche T&auml;tigkeiten und das Bestehen eines eigenen Kundenkreises. Bis auf die &ouml;rtliche Trennung sei keines der genannten Abgrenzungsmerkmale erf&uuml;llt worden. Insbesondere seien die vom FG als entscheidungserheblich angesehenen Merkmale &quot;eigener Kundenstamm&quot; und &quot;ungleichartige betriebliche T&auml;tigkeiten&quot; im Streitfall nicht gegeben gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Verletzung des &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 FGO begr&uuml;ndet das FA u.a. damit, dass sich das FG in der Entscheidungsfindung offenbar erheblich von dem Vorbringen der Kl&auml;gerin in der m&uuml;ndlichen Verhandlung habe beeinflussen lassen, ohne jedoch die Beweiskraft dieser Aussage zu w&uuml;rdigen. Das FG habe zudem den Widerspruch zum Inhalt der Akten &uuml;bersehen. Auch habe es in seine Entscheidungsfindung die Tatsache nicht einbezogen, dass im Hotel ebenfalls f&uuml;nf Appartements vorhanden gewesen seien, die sich in ihrer Ausstattung nicht von derjenigen der Ferienwohnungen des Appartementhauses unterschieden h&auml;tten, so dass es insoweit zu einer &Uuml;berschneidung der Kundenkreise gekommen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG habe zu Recht eine organisatorische Selbst&auml;ndigkeit des Appartementhauses bejaht. Im Gegensatz zur Auffassung des FA sei das FG nicht davon ausgegangen, f&uuml;r das zur&uuml;ckbehaltene Appartementhaus habe lediglich die M&ouml;glichkeit der Selbst&auml;ndigkeit bestanden. Den Ausf&uuml;hrungen des FG sei vielmehr zu entnehmen, dass es eine gewisse bereits bestehende Selbst&auml;ndigkeit des Appartementhauses bejaht habe. Eine Verletzung des &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO liege nicht vor. Das FG habe sein Urteil zu Recht auf das Kriterium des unterschiedlichen Kundenkreises gest&uuml;tzt. Auch bei einem m&ouml;glicherweise vergleichbaren Preis seien die Angebote des Appartementhauses und des Hotels verschieden gewesen und h&auml;tten unterschiedliche Zielgruppen angesprochen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG ist zu Recht davon ausgegangen, dass f&uuml;r die Annahme einer Teilbetriebsver&auml;u&szlig;erung das Gesamtunternehmen der Kl&auml;gerin im Zeitpunkt der Ver&auml;u&szlig;erung des Hotels aus mindestens zwei Teilbetrieben h&auml;tte bestehen m&uuml;ssen (vgl. auch Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 12.&nbsp;April 1989 I&nbsp;R&nbsp;105\/85, BFHE 157, 93, BStBl II 1989, 653; Geissler in Herrmann\/Heuer\/ Raupach, &sect;&nbsp;16 EStG Rz&nbsp;150; Schmidt\/Wacker, EStG, 32.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;16 Rz&nbsp;144).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ebenfalls zu Recht ist es dabei davon ausgegangen, dass ein Teilbetrieb ein organisatorisch geschlossener, mit einer gewissen Selbst&auml;ndigkeit ausgestatteter Teil eines Gesamtbetriebs ist, der &#8211;f&uuml;r sich betrachtet&#8211; alle Merkmale eines Betriebes im Sinne des EStG aufweist und als solcher lebensf&auml;hig ist. Ob ein Betriebsteil die f&uuml;r die Annahme eines Teilbetriebs erforderliche Selbst&auml;ndigkeit besitzt, ist nach dem Gesamtbild der Verh&auml;ltnisse &#8211;beim Ver&auml;u&szlig;erer&#8211; zu entscheiden. Den Abgrenzungsmerkmalen &#8211;z.B. r&auml;umliche Trennung vom Hauptbetrieb, gesonderte Buchf&uuml;hrung, eigenes Personal, eigene Verwaltung, selbst&auml;ndige Organisation, eigenes Anlageverm&ouml;gen, ungleichartige betriebliche T&auml;tigkeit, eigener Kundenstamm&#8211; kommt je nachdem, ob es sich um einen Fertigungs-, Handels- oder Dienstleistungsbetrieb handelt, unterschiedliches Gewicht zu. Eine v&ouml;llig selbst&auml;ndige Organisation mit eigener Buchf&uuml;hrung ist f&uuml;r die Annahme eines Teilbetriebs nicht erforderlich. Diese Merkmale kennzeichnen bereits den eigenst&auml;ndigen Gesamtbetrieb im Gegensatz zum blo&szlig;en Teilbetrieb. Der Teilbetrieb ist eine Untereinheit des Gesamtbetriebs, ein selbst&auml;ndiger Zweigbetrieb im Rahmen eines Gesamtunternehmens (st&auml;ndige BFH-Rechtsprechung, vgl. statt vieler Senatsurteil vom 9.&nbsp;Dezember 2009 X&nbsp;R&nbsp;4\/07, BFH\/NV 2010, 888, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die dem FG obliegende und von ihm vorgenommene Beweisw&uuml;rdigung sch&ouml;pft jedoch das Gesamtergebnis des Verfahrens nicht aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO muss das FG nach seiner freien, aus dem Gesamtergebnis des Verfahrens gewonnenen &Uuml;berzeugung entscheiden. Das Gesamtergebnis des Verfahrens bilden alle rechtserheblichen Umst&auml;nde tats&auml;chlicher Art, die Gegenstand der m&uuml;ndlichen Verhandlung waren (Senatsurteil vom 20.&nbsp;Juni 2012 X&nbsp;R&nbsp;20\/11, BFH\/NV 2012, 1778, Rz&nbsp;21&nbsp;ff.). Das bedeutet, dass die richterliche &Uuml;berzeugung ihre Grundlage in dem Gesamtergebnis des Verfahrens haben muss. Das Gericht darf weder Umst&auml;nde, die zum Gegenstand des Verfahrens geh&ouml;ren, ohne zureichenden Grund ausblenden, noch darf es seine &Uuml;berzeugung auf Umst&auml;nde gr&uuml;nden, die nicht zum Gegenstand des Verfahrens z&auml;hlen (Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;96 FGO Rz&nbsp;39).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Seine Annahme, zwei Teilbetriebe seien gegeben, hat das FG entscheidend damit begr&uuml;ndet, das Appartementhaus und das Hotel seien auf verschiedenartige betriebliche Nutzungen mit einem unterschiedlichen Kundenkreis mit andersartigen Bed&uuml;rfnissen angelegt gewesen. W&auml;hrend die Ferienappartements dem l&auml;ngerfristigen Aufenthalt mit Selbstversorgung gedient h&auml;tten, habe das Hotel den G&auml;sten &Uuml;bernachtungen mit der M&ouml;glichkeit der Restauration angeboten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat jedoch erkennbar die Tatsache au&szlig;er Acht gelassen, dass das Hotel ebenfalls &uuml;ber f&uuml;nf Appartements mit einem &auml;hnlichen Leistungsangebot verf&uuml;gt hat. Ob auch unter Ber&uuml;cksichtigung dieses Umstandes von einem unterschiedlichen Kundenkreis von Hotel und Appartementhaus ausgegangen werden kann oder die Kundenkreise nicht doch vermengt worden sind, wird das FG unter W&uuml;rdigung der Gesamtumst&auml;nde erneut zu beurteilen und zu entscheiden haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Zudem erm&ouml;glichen es die Feststellungen und die Beweisw&uuml;rdigung des FG dem erkennenden Senat nicht, nachzuvollziehen, warum der Betrieb des Appartementhauses die f&uuml;r die Annahme eines Teilbetriebs erforderliche gewisse Selbst&auml;ndigkeit im Rahmen des Gesamtunternehmens aufgewiesen haben soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zwar ist die tatrichterliche &Uuml;berzeugungsbildung revisionsrechtlich nur eingeschr&auml;nkt &uuml;berpr&uuml;fbar. Das FG hat jedoch im Einzelnen darzulegen, wie und dass es seine &Uuml;berzeugung in rechtlich zul&auml;ssiger und einwandfreier Weise gewonnen hat (BFH-Beschluss vom 13.&nbsp;M&auml;rz 1997 I&nbsp;B&nbsp;78\/96, BFH\/NV 1997, 772). Die subjektive Gewissheit des Tatrichters vom Vorliegen eines entscheidungserheblichen Sachverhalts ist nur dann ausreichend und f&uuml;r das Revisionsgericht bindend, wenn sie auf einer logischen, verstandesm&auml;&szlig;ig einsichtigen Beweisw&uuml;rdigung beruht, deren nachvollziehbare Folgerungen den Denkgesetzen entsprechen und von den festgestellten Tatsachen getragen werden. Fehlt es an einer tragf&auml;higen Tatsachengrundlage f&uuml;r die Folgerungen in der tatrichterlichen Entscheidung oder fehlt die nachvollziehbare Ableitung dieser Folgerungen aus den festgestellten Tatsachen und Umst&auml;nden, so liegt ein Versto&szlig; gegen die Denkgesetze vor, der als Fehler der Rechtsanwendung auch ohne besondere R&uuml;ge vom Revisionsgericht beanstandet werden kann (vgl. zum Ganzen Senatsurteil in BFH\/NV 2012, 1778, Rz&nbsp;23).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach Ansicht des FG spricht die vorherige und sp&auml;tere selbst&auml;ndige Nutzung des Appartementhauses zur Erzielung von Einnahmen f&uuml;r die Annahme einer organisatorischen Selbst&auml;ndigkeit. Dabei &uuml;bersieht das FG aber, dass es auf die Selbst&auml;ndigkeit der T&auml;tigkeit im Rahmen eines Gesamtbetriebes eines Steuerpflichtigen <em>zum Zeitpunkt der Ver&auml;u&szlig;erung<\/em> ankommt, und nicht darauf, ob zu einem anderen Zeitpunkt ohne erheblichen Umstellungsaufwand eine organisatorische Verselbst&auml;ndigung herbeigef&uuml;hrt werden k&ouml;nnte. Zwar mag das vorherige oder sp&auml;tere eigenst&auml;ndige Betreiben des Appartementhauses ein &#8211;wenn auch schwaches&#8211; Anzeichen f&uuml;r die auch als Teil eines Gesamtbetriebes bestehende Selbst&auml;ndigkeit sein; als einziges Indiz ist es jedoch nicht ausreichend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das FG hat es indes vers&auml;umt, weitere tragf&auml;hige Indizien f&uuml;r die Selbst&auml;ndigkeit des Appartementhauses aufzuzeigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Sofern das FG ausf&uuml;hrt, f&uuml;r die Annahme eines Teilbetriebes sei es unsch&auml;dlich, dass die G&auml;ste des Appartementhauses &#8211;soweit Buchungsanfragen, Schl&uuml;ssel&uuml;bergabe, Rechnungserstellung, Reinigung der W&auml;sche betroffen gewesen seien&#8211; von den Mitarbeitern des Hotels betreut worden seien, werden lediglich negative Aspekte angesprochen. Merkmale, die positiv auf die gewisse organisatorische Selbst&auml;ndigkeit des Appartementhauses hindeuten, fehlen in den Entscheidungsgr&uuml;nden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Allein die r&auml;umliche Trennung der Geb&auml;ude kann zur Begr&uuml;ndung nicht ausreichen, zumal die Distanz von 300&nbsp;Metern nicht so gro&szlig; ist, dass zwangsweise eine separate Organisation der beiden Beherbergungsunternehmen notwendig geworden w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Wenn das FG darauf hinweist, den Kl&auml;gern habe f&uuml;r die Verwaltung des Appartementhauses ein B&uuml;ro in ihrem Privathaus zur Verf&uuml;gung gestanden, fehlt eine Darstellung, welche konkreten T&auml;tigkeiten dort im Zusammenhang mit der Organisation des Appartementhauses &uuml;berhaupt erledigt worden sein k&ouml;nnten. Eine Erl&auml;uterung w&auml;re vor allem im Hinblick auf eine Abgrenzung zu den Verwaltungsaktivit&auml;ten der Mitarbeiter des Hotels notwendig gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Sache muss daher zur weiteren Aufkl&auml;rung des Sachverhalts und zur Vervollst&auml;ndigung des Gesamtbildes der Verh&auml;ltnisse an das FG zur&uuml;ckverwiesen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Kommt das FG bei der Beweisw&uuml;rdigung nach &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 FGO zu dem Ergebnis, dass die Voraussetzungen eines steuerlichen Teilbetriebs nicht als nachgewiesen anzusehen sind, trifft die Kl&auml;ger die objektive Beweislast (Feststellungslast) f&uuml;r den Nachweis dieser Tatsache, da der Steuerpflichtige grunds&auml;tzlich die objektive Beweislast f&uuml;r diejenigen Tatsachen tr&auml;gt, die die Steuerbefreiung oder Steuererm&auml;&szlig;igung begr&uuml;nden oder die den Steueranspruch aufheben oder einschr&auml;nken (vgl. auch BFH-Urteil vom 20.&nbsp;M&auml;rz 1987 III&nbsp;R&nbsp;172\/82, BFHE 149, 536, BStBl II 1987, 679).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.12.2013, X R 33\/11 Hotel und Appartementhaus als Teilbetriebe &#8211; Freie Beweisw&uuml;rdigung &#8211; Feststellungslast Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) werden zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Die Kl&auml;gerin betrieb das Hotel G (Hotel) von 1999 bis zu dessen Ver&auml;u&szlig;erung im Dezember 2007. Das Hotel verf&uuml;gte &uuml;ber zwei Einzelzimmer, f&uuml;nfzehn Doppelzimmer, zwei &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-33-11-hotel-und-appartementhaus-als-teilbetriebe-freie-beweiswuerdigung-feststellungslast\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;33\/11 &#8211; Hotel und Appartementhaus als Teilbetriebe &#8211; Freie Beweisw&uuml;rdigung &#8211; Feststellungslast<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-62348","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62348","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62348"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62348\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62348"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62348"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62348"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}