{"id":62368,"date":"2014-05-14T12:53:59","date_gmt":"2014-05-14T10:53:59","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62368"},"modified":"2014-05-14T12:53:59","modified_gmt":"2014-05-14T10:53:59","slug":"i-b-167-13-abgrenzung-zwischen-spendenabzug-und-verdeckter-gewinnausschuettung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-167-13-abgrenzung-zwischen-spendenabzug-und-verdeckter-gewinnausschuettung\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;167\/13 &#8211; Abgrenzung zwischen Spendenabzug und verdeckter Gewinnaussch&uuml;ttung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.3.2014, I B 167\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Abgrenzung zwischen Spendenabzug und verdeckter Gewinnaussch&uuml;ttung<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig und durch Beschluss zu verwerfen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) hat die geltend gemachten Revisionszulassungsgr&uuml;nde nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO) gen&uuml;genden Form dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. a) Die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO setzt voraus, dass der Beschwerdef&uuml;hrer eine hinreichend bestimmte Rechtsfrage herausstellt, deren Kl&auml;rung im Interesse der Allgemeinheit an der Einheitlichkeit der Rechtsprechung und der Fortentwicklung des Rechts erforderlich ist und die im konkreten Streitfall kl&auml;rbar ist. Dazu ist auszuf&uuml;hren, ob und in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Rechtsfrage umstritten ist und deshalb eine h&ouml;chstrichterliche Kl&auml;rung &uuml;ber die materiell-rechtliche Beurteilung des Streitfalles hinaus f&uuml;r die Allgemeinheit Bedeutung hat. Sofern zu dem Problemkreis Rechtsprechung und &Auml;u&szlig;erungen im Fachschrifttum vorhanden sind, ist eine grundlegende Auseinandersetzung damit sowie eine Er&ouml;rterung geboten, warum durch diese Entscheidungen die Rechtsfrage noch nicht als gekl&auml;rt anzusehen ist bzw. weshalb sie ggf. einer weiteren oder erneuten Kl&auml;rung bedarf (z.B. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 22.&nbsp;Oktober 2003 III&nbsp;B&nbsp;14\/03, BFH\/NV 2004, 224; vom 15.&nbsp;Oktober 2008 II&nbsp;B&nbsp;74\/08, BFH\/NV 2009, 125).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diesen Vorgaben gen&uuml;gen die Ausf&uuml;hrungen in der Beschwerdebegr&uuml;ndungsschrift nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Kl&auml;gerin die Frage aufwirft, ob &quot;bei der Annahme einer verdeckten Gewinnaussch&uuml;ttung der Spendenabzug im Sinne des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 KStG allein aufgrund der sogenannten &#8218;Gie&szlig;kannentheorie&#8216; vollst&auml;ndig und ohne Ber&uuml;cksichtigung der weiteren Umst&auml;nde untersagt&quot; werden darf, hat sie den Kl&auml;rungsbedarf nicht herausgearbeitet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der BFH hat sich bereits wiederholt in rechtsgrunds&auml;tzlicher Weise mit der nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG) gebotenen Abgrenzung zwischen abziehbarer Spende und verdeckter Gewinnaussch&uuml;ttung (vGA) befasst (vgl. z.B. Senatsurteile vom 8.&nbsp;April 1992 I&nbsp;R&nbsp;126\/90, BFHE 168, 118, BStBl II 1992, 849, m.w.N.; vom 19.&nbsp;Dezember 2007 I&nbsp;R&nbsp;83\/06, BFH\/NV 2008, 988). Er h&auml;lt die damit zusammenh&auml;ngenden Fragen f&uuml;r hinreichend gekl&auml;rt (Senatsbeschluss vom 10.&nbsp;Juni 2008 I&nbsp;B&nbsp;19\/08, BFH\/NV 2008, 1704). Vor diesem Hintergrund w&auml;re es erforderlich gewesen, mit einem substantiierten Vortrag einen neuerlichen Kl&auml;rungsbedarf darzutun. Daran fehlt es. Im Zusammenhang mit dem in der Beschwerdeschrift enthaltenen Hinweis auf das Gesetz zur weiteren St&auml;rkung des b&uuml;rgerschaftlichen Engagements vom 10.&nbsp;Oktober 2007 (BGBl I 2007, 2332, BStBl I 2007, 815) wird nicht aufgezeigt, wie durch dieses Gesetz die Auslegung und Anwendung des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 KStG im Hinblick auf die nach wie vor erforderliche Abgrenzung von Spende und vGA konkret beeinflusst wird. Die weiteren Darlegungen der Kl&auml;gerin beschr&auml;nken sich im Wesentlichen darauf, nahezu ohne Auseinandersetzung mit Rechtsprechung und Literatur eine <span style=\"text-decoration:underline\">eigene<\/span> Auffassung zu dieser Abgrenzungsfrage zu entwickeln (Analogie zur Festlegung der Angemessenheitsgrenze der Gesamtbez&uuml;ge eines Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers) und die Entscheidung der Vorinstanz an den auf diese Weise selbst gesetzten rechtlichen Ma&szlig;st&auml;ben zu messen. Damit wird aber keine rechtsgrunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache dargetan, sondern lediglich ger&uuml;gt, dass die Entscheidung des Finanzgerichts (FG) nach Auffassung der Kl&auml;gerin falsch ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. a) F&uuml;r eine Zulassung der Revision wegen Divergenz (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO) ist es insbesondere erforderlich, einen abstrakten tragenden Rechtssatz des angefochtenen FG-Urteils sowie einen tragenden abstrakten Rechtssatz einer genau bezeichneten divergierenden Entscheidung herauszuarbeiten und so gegen&uuml;berzustellen, dass die behauptete Abweichung erkennbar wird (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsbeschluss vom 25.&nbsp;September 2012 I&nbsp;B&nbsp;189\/11, BFH\/NV 2013, 92, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Beschwerdeschrift enth&auml;lt eine solche Gegen&uuml;berstellung abstrakter Rechtss&auml;tze nicht. Dort wird lediglich pauschal eine Abweichung der angegriffenen Entscheidung von der allgemeinen Rechtsprechung geltend gemacht. Im &Uuml;brigen hat das FG in der angegriffenen Entscheidung nicht in rechtsgrunds&auml;tzlicher Weise den von der Kl&auml;gerin als &quot;Gie&szlig;kannentheorie&quot; bezeichneten Rechtssatz aufgestellt, wonach Spenden &uuml;berhaupt nur abziehbar sind, wenn nach dem &quot;Gie&szlig;kannenprinzip&quot; nicht nur der Gesellschafter und ihm nahestehende Personen, sondern auch verschiedene Dritte mit Spenden bedacht werden. Vielmehr hat es eine W&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde des konkreten Einzelfalls vorgenommen und hierbei die Spendenpraxis der K&ouml;rperschaft &#8211;insbesondere eine einseitige Ausrichtung des Spendenverhaltens&#8211; als einen von mehreren Gesichtspunkten herangezogen, um die im Raum stehende gesellschaftsrechtliche Veranlassung der Zuwendung zu pr&uuml;fen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Soweit die Kl&auml;gerin r&uuml;gt, dass das FG &#8211;angeblich&#8211; einzig und allein auf die &quot;Gie&szlig;kannentheorie&quot; abgestellt und hierdurch gegen allgemeine Erfahrungss&auml;tze versto&szlig;en habe, wird damit kein Revisionszulassungsgrund i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO schl&uuml;ssig dargelegt. Denn Verst&ouml;&szlig;e gegen Denkgesetze oder Erfahrungss&auml;tze stellen grunds&auml;tzlich materielle Rechtsfehler dar (Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;83, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.3.2014, I B 167\/13 Abgrenzung zwischen Spendenabzug und verdeckter Gewinnaussch&uuml;ttung Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig und durch Beschluss zu verwerfen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) hat die geltend gemachten Revisionszulassungsgr&uuml;nde nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO) gen&uuml;genden Form dargelegt. 2&nbsp; &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-167-13-abgrenzung-zwischen-spendenabzug-und-verdeckter-gewinnausschuettung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;B&nbsp;167\/13 &#8211; Abgrenzung zwischen Spendenabzug und verdeckter Gewinnaussch&uuml;ttung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-62368","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62368","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62368"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62368\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62368"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62368"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62368"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}