{"id":62533,"date":"2014-06-02T10:58:04","date_gmt":"2014-06-02T08:58:04","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62533"},"modified":"2014-06-02T10:58:04","modified_gmt":"2014-06-02T08:58:04","slug":"i-r-53-12-anteilsbewertung-und-waehrungsschwankungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-53-12-anteilsbewertung-und-waehrungsschwankungen\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;53\/12 &#8211; Anteilsbewertung und W&auml;hrungsschwankungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 4.2.2014, I R 53\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Anteilsbewertung und W&auml;hrungsschwankungen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine KG, ist Gesamtrechtsnachfolgerin der X-AG. In der auf den 31.&nbsp;Dezember 1999 erstellten Bilanz wies die X-AG im Anlageverm&ouml;gen ihre 100&nbsp;%-ige Beteiligung an der X-GmbH mit den Anschaffungskosten von insgesamt 1.056.000&nbsp;DM aus; hiervon entfielen 51.000&nbsp;DM auf das Stammkapital der X-GmbH sowie 1&nbsp;Mio.&nbsp;DM auf die im Jahre 1999 in deren Verm&ouml;gen eingezahlte Kapitalr&uuml;cklage. Im selben Jahr hatte die X-GmbH im Inland belegene Gewerbeimmobilien mittels Fremdw&auml;hrungsdarlehen erworben, die in den Jahren 2019 und 2024 in Schweizer Franken (CHF) zu tilgen waren. Angesichts des steigenden Wechselkurses des Schweizer Franken &#8211;im Vergleich zum Jahresschluss 1999 (Euro-Referenzkurs der Europ&auml;ischen Zentralbank: 1&nbsp;EUR&nbsp;=&nbsp;1,6051&nbsp;CHF) ergab sich zum Ende des Streitjahres (2000; Euro-Referenzkurs: 1&nbsp;EUR&nbsp;=&nbsp;1,5232&nbsp;CHF) eine Aufwertung von ca. 5,4&nbsp;%&#8211; wies die X-GmbH in ihrer Bilanz zum 31.&nbsp;Dezember 2000 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in H&ouml;he von 2.726.556,31&nbsp;DM aus, der auf der H&ouml;herbewertung ihrer Darlehensverbindlichkeiten (Verlust: 3.163.035,18&nbsp;DM) gr&uuml;ndete.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In dem zum 31.&nbsp;Dezember 2000 erstellten Jahresabschluss schrieb die X-AG die Beteiligung an der X-GmbH auf den Restwert von 1&nbsp;DM ab, da die Fremdw&auml;hrungsverluste die bilanzielle &Uuml;berschuldung der X-GmbH und damit einen entsprechenden Verlust des Teilwerts ihrer Beteiligung zur Folge gehabt h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit K&ouml;rperschaftsteuerbescheid 2000 erkannte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Teilwertabschreibung nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen gerichtete Klage wurde vom Finanzgericht (FG) abgewiesen (Urteil des Schleswig-Holsteinischen FG vom 7.&nbsp;Juni 2012&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;130\/09, Entscheidungen der Finanzgerichte 2013, 499).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision beantragt die Kl&auml;gerin sinngem&auml;&szlig;, das Urteil der Vorinstanz aufzuheben sowie den angefochtenen K&ouml;rperschaftsteuerbescheid unter Ber&uuml;cksichtigung einer Teilwertabschreibung in H&ouml;he von 1.055.999&nbsp;DM abzu&auml;ndern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet. Das FG hat zu Recht entschieden, dass die Beteiligung der X-AG an der X-GmbH in der zum 31.&nbsp;Dezember 2000 erstellten Bilanz mit ihren Anschaffungskosten auszuweisen und eine Teilwertabschreibung ausgeschlossen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes i.d.F. des Steuerentlastungsgesetzes 1999\/2000\/2002 vom 24.&nbsp;M&auml;rz 1999 (BGBl I 1999, 402, BStBl I 1999, 304) &#8211;EStG 1997 n.F.&#8211; sind nicht abnutzbare Wirtschaftsg&uuml;ter des Betriebsverm&ouml;gens im Grundsatz mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten anzusetzen. Jedoch kann f&uuml;r solche Wirtschaftsg&uuml;ter gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG 1997 n.F. der Teilwert angesetzt werden, wenn dieser aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung niedriger ist. Beide Regelungen und damit auch die Anforderungen an die steuerrechtliche Ber&uuml;cksichtigung einer Teilwertabschreibung sind nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes 1999 auch f&uuml;r die gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin festzusetzende K&ouml;rperschaftsteuer zu beachten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Eine voraussichtlich dauernde Wertminderung i.S. von &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG 1997 n.F. liegt vor, wenn der Teilwert nachhaltig unter den ma&szlig;geblichen Buchwert gesunken ist (BTDrucks 14\/443, S.&nbsp;22; Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 9.&nbsp;September 1986 VIII&nbsp;R&nbsp;20\/85, BFH\/NV 1987, 442) und deshalb aus Sicht des Bilanzstichtags aufgrund objektiver Anzeichen ernstlich mit einem langfristigen Anhalten der Wertminderung gerechnet werden muss (Senatsurteil vom 27.&nbsp;November 1974 I&nbsp;R&nbsp;123\/73, BFHE 114, 415, BStBl II 1975, 294). Hierf&uuml;r bedarf es einer an der Eigenart des Wirtschaftsgutes ausgerichteten Prognose (Senatsurteil vom 14.&nbsp;M&auml;rz 2006 I&nbsp;R&nbsp;22\/05, BFHE 212, 526, BStBl II 2006, 680).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Senat kann offen lassen, ob im Streitfall die Klage bereits deshalb keinen Erfolg haben kann, weil eine Teilwertabschreibung auf die Beteiligung an einer nicht b&ouml;rsennotierten Kapitalgesellschaft &#8211;vom Vorliegen einer Fehlma&szlig;nahme abgesehen&#8211; voraussetzt, dass sich der innere Wert des Beteiligungsunternehmens vermindert hat, und Letzteres nicht allein durch den Anfall hoher Verluste begr&uuml;ndet werden kann, sondern einer umfassenden und einzelfallbezogenen W&uuml;rdigung der Ertragslage und Ertragsaussichten sowie des Verm&ouml;genswerts und der funktionalen Bedeutung des Beteiligungsunternehmens erfordert (st&auml;ndige Rechtsprechung; z.B. BFH-Urteil vom 6.&nbsp;November 2003 IV&nbsp;R&nbsp;10\/01, BFHE 204, 438, BStBl II 2004, 416; Senatsurteil vom 28.&nbsp;April 2004 I&nbsp;R&nbsp;20\/03, BFH\/NV 2005, 19, jeweils m.w.N.; zur Einzelfallpr&uuml;fung s. BFH-Urteil vom 19.&nbsp;August 2009 III&nbsp;R&nbsp;79\/07, BFH\/NV 2010, 610; zur Teilwertabschreibung auf b&ouml;rsennotierte Aktien sowie Aktienfonds s. Senatsurteile vom 21.&nbsp;September 2011 I&nbsp;R&nbsp;89\/10, BFHE 235, 263, und I&nbsp;R&nbsp;7\/11, BFHE 235, 273).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Hierauf ist deshalb nicht einzugehen, weil nach der Rechtsprechung des BFH (Urteil vom 23.&nbsp;April 2009 IV&nbsp;R&nbsp;62\/06, BFHE 224, 564, BStBl II 2009, 778) Fremdw&auml;hrungsverbindlichkeiten grunds&auml;tzlich mit dem Kurs im Zeitpunkt der Darlehensaufnahme zu bilanzieren sind und bei Krediten mit einer Restlaufzeit von zumindest zehn Jahren nicht jeder Kursverlust zur Annahme einer voraussichtlich dauerhaften Wertver&auml;nderung berechtigt; ein solcher W&auml;hrungsverlust kann deshalb auch kein Anlass daf&uuml;r sein, die Kreditschuld steuerbilanziell mit einem h&ouml;heren Wert auszuweisen (vgl. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 i.V.m. Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG 1997 n.F.). Der erkennende Senat hat sich dieser Rechtsprechung angeschlossen und hierbei darauf hingewiesen, dass im Zusammenhang mit Verbindlichkeiten deren gesamte Laufzeit zu betrachten ist (Senatsurteil vom 8.&nbsp;Juni 2011 I&nbsp;R&nbsp;98\/10, BFHE 234, 137, BStBl II 2012, 716; vgl. auch Senatsurteil in BFHE 235, 263).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Hieran ist auch f&uuml;r den Streitfall mit der Folge festzuhalten, dass eine H&ouml;herbewertung der Fremdw&auml;hrungsverbindlichkeiten, die erst in den Jahren 2019 und 2024 zur&uuml;ckzuzahlen waren, aufgrund des Kursanstiegs des Schweizer Franken in der Steuerbilanz der X-GmbH zum 31.&nbsp;Dezember 2000 bei einer zutreffenden Beurteilung der materiellen Rechtslage nicht h&auml;tte anerkannt werden d&uuml;rfen. Demgem&auml;&szlig; war die Kursver&auml;nderung zum Ende des Streitjahres (2000) auch nicht geeignet, eine Teilwertabschreibung wegen einer voraussichtlich dauernden Minderung der in der Bilanz der X-AG ausgewiesenen Beteiligung an ihrer Tochtergesellschaft (X-GmbH) zu rechtfertigen. Ob &#8211;was nach den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG sowie dem Vortrag der Beteiligten naheliegend erscheint&#8211; der Kursgewinn des Schweizer Franken tats&auml;chlich die K&ouml;rperschaftsteuer 2000 der X-GmbH gemindert hat, ist f&uuml;r den Bilanzausweis der Beteiligung bei der X-AG unerheblich. Abgesehen davon, dass es sich bei der Fremdw&auml;hrungsverbindlichkeit der X-GmbH und der Beteiligung der X-AG um zwei Wirtschaftsg&uuml;ter gehandelt hat, besteht jedenfalls weder eine materiell-rechtliche noch eine verfahrensrechtliche Bindung des Beteiligungsausweises an die &#8211;m&ouml;glicherweise fehlerhafte&#8211; bilanzielle Behandlung auf der Stufe des Beteiligungsunternehmens (X-GmbH). Ma&szlig;geblich ist deshalb die zutreffende und vorstehend erl&auml;uterte materielle Rechtslage, nach der im Rahmen der gebotenen steuerrechtlichen Betrachtung (s. hierzu Senatsurteile vom 26.&nbsp;September 2007 I&nbsp;R&nbsp;58\/06, BFHE 219, 100, BStBl II 2009, 294; in BFHE 235, 263) die Wechselkurs&auml;nderungen im Streitfall keine voraussichtlich dauernde Wertminderung des Beteiligungsausweises tragen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die hiergegen erhobenen Einw&auml;nde der Kl&auml;gerin f&uuml;hren zu keiner anderen Beurteilung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Hinweis darauf, dass die dem Streitjahr zugrunde liegende Bilanz erst nach den Anschl&auml;gen vom 11.&nbsp;September 2001 erstellt worden sei und zu einer fundamentalen &Auml;nderung der &ouml;konomischen Erwartungen gef&uuml;hrt habe, geht fehl. Zwar hat &#8211;wie erl&auml;utert&#8211; der BFH bisher noch nicht dazu Stellung genommen, unter welchen Voraussetzungen ausnahmsweise von einer dauerhaften W&auml;hrungskursver&auml;nderung auszugehen ist. Auch im Streitfall bedarf dies keiner Er&ouml;rterung, weil es sich bei den Anschl&auml;gen &#8211;bezogen auf die Verh&auml;ltnisse zum Bilanzstichtag (31.&nbsp;Dezember 2000)&#8211; nicht um wertaufhellende, sondern um sp&auml;ter eingetretene und damit unbeachtliche Umst&auml;nde handelt. Hinzu kommt, dass am 11.&nbsp;September 2001 die gesetzliche Frist f&uuml;r die Aufstellung des Jahresabschlusses der X-AG verstrichen (vgl. &sect;&nbsp;264 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 und 4 des Handelsgesetzbuches) und damit auch der sog. Wertaufhellungszeitraum abgelaufen war (Senatsbeschluss vom 12.&nbsp;Dezember 2012 I&nbsp;B&nbsp;27\/12, BFH\/NV 2013, 545, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ebenso wenig greift der Hinweis darauf durch, dass sich in Folge des Kursanstiegs des Schweizer Franken der Gesellschafter der X-AG f&uuml;r die Fremdw&auml;hrungsverbindlichkeiten der X-GmbH verb&uuml;rgt habe. Abgesehen davon, dass eine solche Sicherung f&uuml;r das funktionale Gewicht und damit den inneren Wert der Beteiligung an der X-GmbH spricht, l&auml;sst der Einwand au&szlig;er Acht, dass der Anspruch auf eine Nachsicherung der Kreditgeber Gegenstand der vertraglichen Vereinbarungen war und die Sicherungsanspr&uuml;che nach den Feststellungen der Vorinstanz bereits dann bestanden, wenn der Kurs des Schweizer Franken bezogen auf die Verh&auml;ltnisse der Darlehensaufnahme um zumindest 5&nbsp;% steigt. Letzterem kann indes im Rahmen des steuerrechtlichen Teilwertausweises keine Bedeutung beigemessen werden, da hierf&uuml;r &#8211;d.h. bei der Frage einer voraussichtlich dauernden Wertver&auml;nderung i.S. von &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 i.V.m. Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG 1997 n.F.&#8211; nicht die einzelvertraglichen Sicherungsabreden ma&szlig;gebend sind, sondern von dem Grundsatz auszugehen ist, dass bei langfristigen Darlehen Wechselkursschwankungen regelm&auml;&szlig;ig nicht mit der Annahme einer voraussichtlich dauerhaften Ver&auml;nderung der Fremdw&auml;hrungsschuld verbunden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Sache ist spruchreif. Das FG hat die Klage zu Recht abgewiesen; die Revision der Kl&auml;gerin ist demnach zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 4.2.2014, I R 53\/12 Anteilsbewertung und W&auml;hrungsschwankungen Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine KG, ist Gesamtrechtsnachfolgerin der X-AG. 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