{"id":62642,"date":"2014-06-18T11:32:31","date_gmt":"2014-06-18T09:32:31","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62642"},"modified":"2014-06-18T11:32:31","modified_gmt":"2014-06-18T09:32:31","slug":"vi-r-37-13-haeusliches-arbeitszimmer-bei-poolarbeitsplatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-37-13-haeusliches-arbeitszimmer-bei-poolarbeitsplatz\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;37\/13 &#8211; H&auml;usliches Arbeitszimmer bei Poolarbeitsplatz"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.2.2014, VI R 37\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">H&auml;usliches Arbeitszimmer bei Poolarbeitsplatz<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Ein Poolarbeitsplatz, bei dem sich acht Gro&szlig;betriebspr&uuml;fer drei Arbeitspl&auml;tze f&uuml;r die vor- und nachbereitenden Arbeiten der Pr&uuml;fungen teilen, steht nicht als anderer Arbeitsplatz i.S. von &sect; 9 Abs. 5 i.V.m. &sect; 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 2 EStG zur Verf&uuml;gung, wenn er zur Erledigung der Innendienst-arbeiten nicht in dem erforderlichen Umfang genutzt werden kann.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist die Abzugsf&auml;higkeit von Aufwendungen f&uuml;r ein h&auml;usliches Arbeitszimmer, wenn dem Arbeitnehmer an der Dienststelle ein sogenannter &quot;Poolarbeitsplatz&quot; zur Verf&uuml;gung steht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) sind zusammen zur Einkommensteuer veranlagte Eheleute. Der Kl&auml;ger war in den Streitjahren 2009 und 2010 als Betriebspr&uuml;fer bei einem Finanzamt f&uuml;r Gro&szlig;- und Konzernbetriebspr&uuml;fung nichtselbst&auml;ndig besch&auml;ftigt. Laut Bescheinigung des Dienstherrn vom 10.&nbsp;Dezember 2010 stand ihm an der Dienststelle f&uuml;r die Jahre 2009 und 2010 kein fester Arbeitsplatz, sondern lediglich ein Poolarbeitsplatz im Verh&auml;ltnis von acht Pr&uuml;fern zu drei Arbeitspl&auml;tzen zur Verf&uuml;gung. Die Pr&uuml;fungen einschlie&szlig;lich der Schlussbesprechungen f&uuml;hrte der Kl&auml;ger regelm&auml;&szlig;ig in den Unternehmen durch, die vor- und nachbereitenden Arbeiten (Fallauswahl, Fertigen der Pr&uuml;fberichte etc.) erledigte er in seinem h&auml;uslichen Arbeitszimmer. Den Poolarbeitsplatz nutzte er lediglich f&uuml;r das Abrufen von Emails und das Updaten seines Rechners. Einen Antrag auf Zuweisung eines festen Arbeitsplatzes an der Dienststelle hatte der Kl&auml;ger nicht gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen ihrer Einkommensteuererkl&auml;rungen f&uuml;r die Jahre 2009 und 2010 machten die Kl&auml;ger Aufwendungen f&uuml;r ein h&auml;usliches Arbeitszimmer in H&ouml;he von 1.250&nbsp;EUR (2009) und 930&nbsp;EUR (2010) als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ber&uuml;cksichtigte die Aufwendungen f&uuml;r das Arbeitszimmer nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2013, 1207 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es beantragt,<br \/>das Urteil des FG aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet. Sie ist nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zu Recht entschieden, dass die Aufwendungen f&uuml;r das h&auml;usliche Arbeitszimmer als Werbungskosten zu ber&uuml;cksichtigen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;5 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6b Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) kann ein Steuerpflichtiger Aufwendungen f&uuml;r ein h&auml;usliches Arbeitszimmer nicht als Werbungskosten abziehen. Dies gilt nicht, wenn f&uuml;r die betriebliche oder berufliche T&auml;tigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verf&uuml;gung steht (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6b Satz&nbsp;2 EStG). In diesem Fall wird die H&ouml;he der abziehbaren Aufwendungen auf 1.250&nbsp;EUR begrenzt; die Beschr&auml;nkung der H&ouml;he nach gilt nicht, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Bet&auml;tigung bildet (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6b Satz&nbsp;3 EStG). Die genannte Regelung kommt auch im Streitfall zur Anwendung. Denn gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;12 Satz&nbsp;9 EStG gilt sie f&uuml;r alle offenen F&auml;lle ab dem Veranlagungszeitraum 2007.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &quot;Anderer Arbeitsplatz&quot; i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6b Satz&nbsp;2 EStG ist grunds&auml;tzlich jeder Arbeitsplatz, der zur Erledigung b&uuml;rom&auml;&szlig;iger Arbeiten geeignet ist. Weitere Anforderungen an die Beschaffenheit des Arbeitsplatzes sind nicht zu stellen. Die Abzugsbeschr&auml;nkung setzt insbesondere keinen eigenen, r&auml;umlich abgeschlossenen Arbeitsbereich voraus. Auch ein Raum, den sich der Steuerpflichtige mit weiteren Personen teilt, kann ein anderer Arbeitsplatz im Sinne der Abzugsbeschr&auml;nkung sein. So hat der Senat bereits entschieden, dass ein Arbeitsplatz in einem Gro&szlig;raumb&uuml;ro auch dann &quot;ein anderer Arbeitsplatz&quot; i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6b Satz&nbsp;2 EStG ist, wenn er dem Steuerpflichtigen nicht individuell zugeordnet ist (Senatsurteil vom 7.&nbsp;August 2003 VI&nbsp;R&nbsp;17\/01, BFHE 203, 130, BStBl II 2004, 78). Entsprechendes gilt f&uuml;r einen Poolarbeitsplatz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diesen Grunds&auml;tzen entsprechend hat das FG festgestellt, dass der Poolarbeitsplatz des Kl&auml;gers aufgrund seiner b&uuml;rom&auml;&szlig;igen Ausstattung ein &quot;anderer Arbeitsplatz&quot; ist. Eine individuelle Zuordnung eines der drei vorgehaltenen Schreibpl&auml;tze war nicht erforderlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der andere Arbeitsplatz (Poolarbeitsplatz) an der Dienststelle stand dem Kl&auml;ger allerdings nicht in dem zur Verrichtung seiner Innendienstarbeiten erforderlichen Umfang zur Verf&uuml;gung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der andere Arbeitsplatz steht nur dann &quot;f&uuml;r die betriebliche oder berufliche T&auml;tigkeit &#8230; zur Verf&uuml;gung&quot;, wenn ihn der Steuerpflichtige in dem konkret erforderlichen Umfang und in der konkret erforderlichen Art und Weise tats&auml;chlich nutzen kann. Denn nur dann ist der Steuerpflichtige nicht auf das h&auml;usliche Arbeitszimmer angewiesen. Muss er hingegen dort einen nicht unerheblichen Teil seiner beruflichen T&auml;tigkeit verrichten, weil er seinen Arbeitsplatz nur eingeschr&auml;nkt nutzen kann, kommt das Abzugsverbot des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;5 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6b Satz&nbsp;1 EStG nach seinem Sinn und Zweck nicht zum Tragen. Denn auch in einem solchen Fall ist das h&auml;usliche Arbeitszimmer notwendig und er kann sich diesen Aufwendungen nicht entziehen (Senatsurteile in BFHE 203, 130, BStBl II 2004, 78; vom 5.&nbsp;Oktober 2011 VI&nbsp;R&nbsp;91\/10, BFHE 235, 372, BStBl II 2012, 127, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Allerdings ist eine &quot;jederzeitige Zugriffsm&ouml;glichkeit&quot; auf den anderen Arbeitsplatz nicht zwingende Voraussetzung des beschr&auml;nkten Werbungskostenabzugs. Dies folgt schon aus dem Wortlaut des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6b Satz&nbsp;2 EStG, der nicht auf eine &quot;jederzeitige Verf&uuml;gbarkeit&quot; des anderen Arbeitsplatzes abstellt, sondern auf eine Verf&uuml;gbarkeit &quot;f&uuml;r die betriebliche oder berufliche T&auml;tigkeit&quot;. Daher kann grunds&auml;tzlich auch ein Poolarbeitszimmer als ein anderer Arbeitsplatz i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6b Satz&nbsp;2 EStG zur Verf&uuml;gung stehen, wenn bei diesem nach den tats&auml;chlichen Gegebenheiten insbesondere durch eine ausreichende Anzahl an Poolarbeitspl&auml;tzen, gegebenenfalls erg&auml;nzt durch arbeitgeberseitig organisierte dienstliche Nutzungseinteilungen, gew&auml;hrleistet ist, dass der Arbeitnehmer seine beruflichen T&auml;tigkeiten in dem konkret erforderlichen Umfang dort erledigen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Unter Anwendung dieser Grunds&auml;tze gelangte das FG zutreffend zu dem Ergebnis, dass der Poolarbeitsplatz dem Kl&auml;ger nicht in dem f&uuml;r dessen Innendienstt&auml;tigkeit erforderlichen Umfang zur Verf&uuml;gung gestanden hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach den revisionsrechtlich nicht zu beanstandenden Feststellungen des FG reichten auch unter Ber&uuml;cksichtigung der Tatsache, dass ein Gro&szlig;betriebspr&uuml;fer einen nicht unerheblichen Teil seiner T&auml;tigkeit bei den zu pr&uuml;fenden Betrieben erbringt, die drei Schreibpl&auml;tze nicht aus, um alle Innendienstt&auml;tigkeiten zu verrichten. Anders als bei einem Arbeitsplatz in einem Gro&szlig;raumb&uuml;ro, bei dem lediglich ein r&auml;umlich abgeschlossener Arbeitsbereich und eine individuelle Zuteilung des Arbeitsplatzes fehlt (Senatsurteil in BFHE 203, 130, BStBl II 2004, 78), war im Streitfall aufgrund der zu geringen Anzahl an Poolarbeitspl&auml;tzen gerade nicht gew&auml;hrleistet, dass dem Kl&auml;ger in zeitlicher Hinsicht f&uuml;r seine gesamte Innendienstt&auml;tigkeit tats&auml;chlich ein anderer Arbeitsplatz an der Dienststelle zur Verf&uuml;gung stand. Angesichts des Umstands, dass der Kl&auml;ger nach diesen Feststellungen einen nicht geringen Teil seiner an sich an Amtsstelle zu erbringenden Innendienstt&auml;tigkeit im h&auml;uslichen Arbeitszimmer verrichten musste, hat es das FG zu Recht als unerheblich angesehen, dass der Kl&auml;ger dann bei seinen Aufenthalten an Amtsstelle einen freien Schreibtisch oder eine freie Telefonanlage gefunden hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Entgegen der Auffassung des FA kommt es &#8211;wie das FG zutreffend festgestellt hat&#8211; nicht darauf an, dass der Kl&auml;ger keinen Antrag auf Zuweisung eines festen Arbeitsplatzes an der Dienststelle gestellt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6b Satz&nbsp;2 EStG setzt schon nach seinem Wortlaut kein &quot;vergebliches Bem&uuml;hen&quot; um eine feste r&auml;umliche Zuweisung eines &quot;anderen Arbeitsplatzes&quot; voraus. Ma&szlig;geblich sind vielmehr die objektiven Gegebenheiten, n&auml;mlich ob dem Arbeitnehmer am Dienstsitz ein geeigneter Arbeitsplatz tats&auml;chlich zur Verf&uuml;gung steht. Dies gilt jedenfalls dann, wenn die Dispositionsbefugnis &uuml;ber die R&auml;umlichkeiten, wie nach den nicht zu beanstandenden Feststellungen des FG im Streitfall hier, beim Dienstherrn und nicht beim Kl&auml;ger lag.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.2.2014, VI R 37\/13 H&auml;usliches Arbeitszimmer bei Poolarbeitsplatz Leits&auml;tze Ein Poolarbeitsplatz, bei dem sich acht Gro&szlig;betriebspr&uuml;fer drei Arbeitspl&auml;tze f&uuml;r die vor- und nachbereitenden Arbeiten der Pr&uuml;fungen teilen, steht nicht als anderer Arbeitsplatz i.S. von &sect; 9 Abs. 5 i.V.m. &sect; 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 2 EStG zur Verf&uuml;gung, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-37-13-haeusliches-arbeitszimmer-bei-poolarbeitsplatz\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;37\/13 &#8211; H&auml;usliches Arbeitszimmer bei Poolarbeitsplatz<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-62642","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62642","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62642"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62642\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62642"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62642"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62642"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}