{"id":62676,"date":"2014-06-18T11:25:58","date_gmt":"2014-06-18T09:25:58","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62676"},"modified":"2014-06-18T11:25:58","modified_gmt":"2014-06-18T09:25:58","slug":"iii-b-25-13-zulagenrechtlicher-herstellungsbeginn-bei-gebaeuden-verletzung-des-par-96-abs-1-satz-1-fgo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-25-13-zulagenrechtlicher-herstellungsbeginn-bei-gebaeuden-verletzung-des-par-96-abs-1-satz-1-fgo\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;25\/13 &#8211; Zulagenrechtlicher Herstellungsbeginn bei Geb&auml;uden &#8211; Verletzung des &sect; 96 Abs. 1 Satz 1 FGO"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 3.5.2014, III B 25\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Zulagenrechtlicher Herstellungsbeginn bei Geb&auml;uden &#8211; Verletzung des &sect; 96 Abs. 1 Satz 1 FGO<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH &#038; Co. KG, betreibt an mehreren Standorten Autoh&auml;user. Unter dem Datum des 24.&nbsp;Juni 1996 beantragte die X-GmbH, die kurz darauf auf die Kl&auml;gerin verschmolzen wurde, bei der Stadt S (Th&uuml;ringen) die Genehmigung zur Errichtung einer Werkstatthalle. Die Baugenehmigung wurde der Kl&auml;gerin durch einen unter dem 1.&nbsp;April 1997 ergangenen Bescheid erteilt, der am 14.&nbsp;April 1997 zugestellt wurde. Auf einen Antrag vom 14.&nbsp;April 2000 hin wurden die Rechtswirkungen der Genehmigung um drei Jahre verl&auml;ngert. Dem Antrag waren keine Unterlagen beigef&uuml;gt. In den Jahren 2000 und 2001 wurde das Neubauprojekt durchgef&uuml;hrt. Im Juli 2002 reichte die Kl&auml;gerin bei der Stadt S nachtr&auml;glich einen Tekturplan ein, der im November 2006 genehmigt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragte im Februar 2003 die Gew&auml;hrung einer Investitionszulage nach &sect;&nbsp;2 des Investitionszulagengesetzes 1999 (InvZulG 1999) aus einer Bemessungsgrundlage von 4.439.744&nbsp;DM. Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) k&uuml;rzte diese nur geringf&uuml;gig und setzte durch Bescheid vom 27.&nbsp;M&auml;rz 2003 eine Zulage von 283.113,56&nbsp;EUR fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei einer Au&szlig;enpr&uuml;fung vertrat der Pr&uuml;fer die Auffassung, die Werkstatthalle sei aufgrund des bereits im Jahr 1996 gestellten Bauantrags errichtet worden. Nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 InvZulG 1999 k&ouml;nne jedoch eine Zulage nur f&uuml;r Investitionen gew&auml;hrt werden, die nach dem 24.&nbsp;August 1997 begonnen worden seien. Der nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;5 InvZulG 1999 ma&szlig;gebliche Bauantrag sei jedoch schon zuvor gestellt worden. Das FA minderte deshalb die Bemessungsgrundlage und erlie&szlig; unter dem Datum des 19.&nbsp;April 2010 einen &Auml;nderungsbescheid, durch den die Investitionszulage auf 76.569,37&nbsp;EUR herabgesetzt wurde. Der dagegen gerichtete Einspruch hatte keinen Erfolg, ebenso wenig die anschlie&szlig;end erhobene Klage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) war ebenfalls der Ansicht, die Herstellung der Werkstatthalle sei bereits vor dem 24.&nbsp;August 1997 begonnen worden. Der Bauantrag vom 24.&nbsp;Juni 1996 sei tats&auml;chlich als solcher zu beurteilen und nicht etwa lediglich zum Schein gestellt worden. Aufgrund dieses Bauantrags und der Baugenehmigung vom 1.&nbsp;April 1997 sei die Halle errichtet worden. Der im Juli 2002 nachgereichte Tekturplan f&uuml;hre nicht zu einer abweichenden Beurteilung. Die Bauk&ouml;rper seien in beiden Varianten identisch gegliedert. Die Grundrisse und Nutzfl&auml;chen unterschieden sich nur unwesentlich. Zwar habe sich der umbaute Raum deutlich erh&ouml;ht, dies sei jedoch nicht mit einer wesentlichen Erh&ouml;hung der Nutzungsm&ouml;glichkeit einhergegangen. Das FG war aufgrund einer Gesamtw&uuml;rdigung der &Uuml;berzeugung, dass die Werkstatthalle aufgrund des urspr&uuml;nglichen Bauantrags vom 24.&nbsp;Juni 1996 errichtet worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Nichtzulassungsbeschwerde macht die Kl&auml;gerin Verfahrensm&auml;ngel nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG habe seiner Entscheidung nicht den gesamten konkretisierten Prozessstoff zugrunde gelegt. Der Akteninhalt und das Vorbringen der Beteiligten seien nicht vollst&auml;ndig und einwandfrei ber&uuml;cksichtigt worden. Aus den urspr&uuml;nglichen und den sp&auml;teren Pl&auml;nen sei zu ersehen, dass der zweite Bauantrag, der im Rahmen der Verl&auml;ngerung der Baugenehmigung eingereicht worden sei, baurechtlich wesentliche &Auml;nderungen enthalten habe. Die Genehmigungsbeh&ouml;rde habe keinen Verl&auml;ngerungsantrag akzeptiert, sondern habe eine neue Planung verlangt. H&auml;tte der Antrag vom 14.&nbsp;April 2000 keine wesentlichen &Auml;nderungen enthalten, dann h&auml;tte das baurechtliche Genehmigungsverfahren als vereinfachtes Verfahren ohne besondere Bauvorlagen genehmigt werden k&ouml;nnen. Vorgaben von A h&auml;tten eine v&ouml;llige statische Neuberechnung der Bauteile erforderlich gemacht. Auch habe eine urspr&uuml;nglich nicht vorgesehene Zu- und Abluftanlage installiert werden m&uuml;ssen. Weiterhin sei erstmals ein Aufzug vorgesehen gewesen. Wegen der Erh&ouml;hung der Halle um einen Meter habe eine statische Neuberechnung durchgef&uuml;hrt werden m&uuml;ssen. Vorgaben von A h&auml;tten au&szlig;erdem zum Einbau einer Unterflurhebeb&uuml;hne und zu einer Verbreiterung und Vertiefung der PKW-B&uuml;hnen gef&uuml;hrt. Dadurch sei auch eine neue Achsenanordnung in der Halle erforderlich geworden. Weiter seien zwei Leuchtreklamen anzubringen gewesen. Der Freiraum im Untergeschoss sei in einen innenliegenden Ausstellungsraum ge&auml;ndert worden, da ansonsten kein offenes Treppenhaus mehr h&auml;tte genehmigt werden k&ouml;nnen. H&auml;tte das FG die im finanzgerichtlichen Verfahren eingereichten Unterlagen qualitativ einwandfrei ber&uuml;cksichtigt, so w&auml;re es zu dem Ergebnis gekommen, dass der Antrag vom 14.&nbsp;April 2000 und die dazu eingereichten Unterlagen erhebliche &Auml;nderungen aufgewiesen h&auml;tten, die das Objekt nachhaltig ver&auml;ndert h&auml;tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus sei ihre &#8211;der Kl&auml;gerin&#8211; Rechtsvorg&auml;ngerin zu dem Zeitpunkt, als der erste Bauantrag gestellt worden sei, finanziell gar nicht dazu in der Lage gewesen, den Bau des Autohauses zu realisieren. Das FG habe im Urteil Zweifel am diesbez&uuml;glichen Vortrag ge&auml;u&szlig;ert. Der Verkauf von Gesch&auml;ftsanteilen, der zu einem Liquidit&auml;tszufluss gef&uuml;hrt habe, sei zu dem Zeitpunkt, als der urspr&uuml;ngliche Bauantrag gestellt worden sei, noch gar nicht absehbar gewesen. Dem FG h&auml;tte sich eine weitere Aufkl&auml;rung der finanziellen Situation aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen. Eine entsprechende Sachverhaltsaufkl&auml;rung h&auml;tte letztlich ergeben, dass die Realisierung des Bauvorhabens zun&auml;chst nicht geplant gewesen sei. Dann h&auml;tte das FG auch nicht auf den urspr&uuml;nglichen Bauantrag abstellen d&uuml;rfen, sondern auf den vom 14.&nbsp;April 2000.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet und durch Beschluss zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 FGO). Die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde liegen nicht vor, soweit sie &uuml;berhaupt in einer den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO entsprechenden Weise dargelegt wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt in erster Linie, das FG habe die wesentlichen baulichen Ver&auml;nderungen, die aus den sp&auml;teren, im finanzgerichtlichen Verfahren vorgelegten Baupl&auml;nen zu ersehen seien, nicht in ausreichendem Ma&szlig;e ber&uuml;cksichtigt. Damit macht sie geltend, das FG habe gegen &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 FGO versto&szlig;en, weil es seiner Entscheidung nicht das Gesamtergebnis des Verfahrens zugrunde gelegt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO hat das Gericht den Inhalt der vorgelegten Akten und das Vorbringen der Prozessbeteiligten (quantitativ) vollst&auml;ndig und (qualitativ) einwandfrei zu ber&uuml;cksichtigen (z.B. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 7.&nbsp;April 2005 IX&nbsp;B&nbsp;194\/03, BFH\/NV 2005, 1354, m.w.N.). Die Vorschrift ist verletzt, wenn das FG bei seiner Entscheidung von einem Sachverhalt ausgeht, der dem schriftlichen oder protokollierten Vorbringen der Beteiligten nicht entspricht oder wenn eine nach den Akten klar feststehende Tatsache unber&uuml;cksichtigt geblieben ist (z.B. BFH-Beschluss vom 30.&nbsp;Mai 2007 X&nbsp;B&nbsp;176\/06, BFH\/NV 2007, 1698). Das Gericht darf weder Umst&auml;nde, die zum Gegenstand des Verfahrens geh&ouml;ren, ohne zureichenden Grund ausblenden, noch darf es seine &Uuml;berzeugung auf Umst&auml;nde gr&uuml;nden, die nicht zum Gegenstand des Verfahrens z&auml;hlen (Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;96 FGO Rz&nbsp;39).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ein derartiger Verfahrensversto&szlig; liegt hier jedoch nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Kl&auml;gerin verweist auf die ihrer Ansicht nach wesentlichen &Auml;nderungen, die der sp&auml;tere Bauantrag vom 14.&nbsp;April 2000 im Vergleich zur urspr&uuml;nglichen Bauplanung enthalten habe und die dazu gef&uuml;hrt h&auml;tten, dass im Streitfall nicht auf den urspr&uuml;nglichen Antrag vom 24.&nbsp;Juni 1996 abzustellen sei, sondern auf den sp&auml;teren Antrag. Die sich aus den vorgelegten Baupl&auml;nen ergebenden einzelnen baulichen &Auml;nderungen habe das FG nicht in ausreichendem Ma&szlig;e zur Kenntnis genommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das FG ging jedoch &#8211;im Gegensatz zur Kl&auml;gerin&#8211; nicht davon aus, dass der Antrag vom 14.&nbsp;April 2000 als neuer oder weiterer Bauantrag zu beurteilen sei. Vielmehr handelte es sich nach Ansicht des FG um den &#8211;noch rechtzeitig gestellten&#8211; Antrag, die Rechtswirkungen der unter dem 1.&nbsp;April 1996 erteilten Baugenehmigung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;72 der Th&uuml;ringer Bauordnung zeitlich zu verl&auml;ngern. Ein Antrag auf Verl&auml;ngerung einer Baugenehmigung ist jedoch nicht ma&szlig;geblich, wenn das Investitionszulagenrecht den Zeitpunkt der Stellung des Bauantrags als Beginn der Herstellung eines Geb&auml;udes fingiert (vgl. das zur Eigenheimzulage ergangene Senatsurteil vom 4.&nbsp;November 2004 III&nbsp;R&nbsp;61\/03, BFHE 208, 165, BStBl II 2005, 328). Der Bauantrag, welcher der Errichtung des Werkstattgeb&auml;udes voranging, konnte nur der vom 24.&nbsp;Juni 1996 sein. Die R&uuml;ge, das FG habe die Unterlagen, aus denen die sp&auml;teren Abweichungen von der urspr&uuml;nglichen Planung zu ersehen seien, nicht vollst&auml;ndig ber&uuml;cksichtigt, geht daher fehl.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Auch soweit die Kl&auml;gerin r&uuml;gt, das FG sei zu Unrecht von der Ernsthaftigkeit des urspr&uuml;nglichen Bauantrags ausgegangen und habe nicht ausreichend ermittelt, wie ihre finanzielle Situation bzw. die ihrer Rechtsvorg&auml;ngerin zum Zeitpunkt der Antragstellung gewesen sei, hat die Beschwerde keinen Erfolg. Die Kl&auml;gerin macht damit eine Verletzung der Pflicht zur Sachaufkl&auml;rung geltend (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die schl&uuml;ssige Darlegung einer unzureichenden Sachaufkl&auml;rung erfordert Ausf&uuml;hrungen dazu, welche Tatsachen das FG h&auml;tte aufkl&auml;ren und welche Beweise es h&auml;tte erheben m&uuml;ssen, aus welchen Gr&uuml;nden sich die Notwendigkeit einer Aufkl&auml;rung h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen, welche entscheidungserheblichen Tatsachen sich voraussichtlich ergeben h&auml;tten und inwieweit die weitere Aufkl&auml;rung auf der Grundlage des materiell-rechtlichen Standpunkts des FG zu einer anderen Entscheidung h&auml;tte f&uuml;hren k&ouml;nnen (z.B. Senatsbeschluss vom 24.&nbsp;August 2012 III&nbsp;B&nbsp;21\/12, BFH\/NV 2012, 1973, m.w.N.). Dar&uuml;ber hinaus muss ein Beschwerdef&uuml;hrer vortragen, warum er &#8211;jedenfalls sofern er im finanzgerichtlichen Verfahren durch einen Prozessbevollm&auml;chtigten vertreten war&#8211; nicht von sich aus auf eine entsprechende Beweiserhebung hingewirkt hat (z.B. Senatsbeschluss vom 7.&nbsp;Dezember 2010 III&nbsp;B&nbsp;33\/10, BFH\/NV 2011, 433).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diese Voraussetzungen sind im Streitfall nicht erf&uuml;llt. Welche Beweise das FG konkret h&auml;tte erheben m&uuml;ssen, geht aus dem Vorbringen der Kl&auml;gerin nicht hervor, ebenso wenig, weshalb sie nicht selbst auf eine weitere Sachverhaltsaufkl&auml;rung hingewirkt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat ab (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 3.5.2014, III B 25\/13 Zulagenrechtlicher Herstellungsbeginn bei Geb&auml;uden &#8211; Verletzung des &sect; 96 Abs. 1 Satz 1 FGO Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH &#038; Co. KG, betreibt an mehreren Standorten Autoh&auml;user. 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