{"id":62800,"date":"2014-07-21T05:37:18","date_gmt":"2014-07-21T03:37:18","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62800"},"modified":"2014-07-21T05:37:18","modified_gmt":"2014-07-21T03:37:18","slug":"vi-r-11-12-kein-anderer-arbeitsplatz-is-des-par-4-abs-5-satz-1-nr-6b-satz-2-estg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-11-12-kein-anderer-arbeitsplatz-is-des-par-4-abs-5-satz-1-nr-6b-satz-2-estg\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;11\/12 &#8211; &quot;Kein anderer Arbeitsplatz&quot; i.S. des &sect; 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 2 EStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.2.2014, VI R 11\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">&quot;Kein anderer Arbeitsplatz&quot; i.S. des &sect; 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 2 EStG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Ein anderer Arbeitsplatz steht erst dann zur Verf&uuml;gung, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer den Arbeitsplatz tats&auml;chlich zugewiesen hat.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Ein Raum ist nicht zur Erledigung b&uuml;rom&auml;&szlig;iger Arbeiten geeignet, wenn wegen Sanierungsbedarfs Gesundheitsgefahr besteht.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist katholischer Geistlicher. Er wirkt seit September 2007 als Pfarrer in W und erzielt aus dieser T&auml;tigkeit Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit. Mit der Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr 2007 machte er u.a. Aufwendungen f&uuml;r ein im Obergeschoss des Pfarrhofes in W gelegenes h&auml;usliches Arbeitszimmer in H&ouml;he von 635&nbsp;EUR als Werbungskosten geltend. Dies lehnte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) mit der Begr&uuml;ndung ab, dem Kl&auml;ger habe im Erdgeschoss des Pfarrhauses ein Arbeitszimmer zur Verf&uuml;gung gestanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Klageverfahren legte der Kl&auml;ger einen Grundriss des Erdgeschosses des Pfarrhofes vor. Danach befinden sich im Erdgeschoss neben dem von den Sekret&auml;rinnen genutzten Pfarrb&uuml;ro u.a. ein Registraturraum, Archivraum, Konferenzraum und ein als Abstellraum genutztes sog. Amtszimmer. Nach einer ebenfalls im Klageverfahren vorgelegten Bescheinigung des Bisch&ouml;flichen Ordinariats der Di&ouml;zese &#8230; vom 10.&nbsp;Mai 2011 hei&szlig;t es u.a.:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Im Pfarrhof befinden sich neben der Wohnung des Pfarrers u.a. ein Pfarrb&uuml;ro sowie ein Amtszimmer, welches als dienstliches Arbeitszimmer zur Verf&uuml;gung steht. Zum Amtszimmer tr&auml;gt Pfarrer &#8230; vor, dass dieses Amtszimmer wegen Baum&auml;ngel nicht als Arbeitszimmer nutzbar sei.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger machte geltend, das Amtszimmer sei im Zuge der im Streitjahr durchgef&uuml;hrten Pfarrhofrenovierung nicht renoviert worden. Das Zimmer sei von seinen Vorg&auml;ngern nie als Amtszimmer genutzt worden. Es sei wegen Baum&auml;ngeln als Arbeitszimmer nicht nutzbar und diene lediglich als Abstellraum. Es bestehe Gesundheitsgefahr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) hat die Klage aus den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2012, 1047 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden abgewiesen. Es entschied, dass dem Kl&auml;ger im Pfarrhof ein anderer Arbeitsplatz zur Verf&uuml;gung gestanden habe. Zur Begr&uuml;ndung verwies das FG darauf, dass der Kl&auml;ger &uuml;ber die Nutzung der einzelnen R&auml;ume entscheiden k&ouml;nne und somit die M&ouml;glichkeit gehabt habe, ein Zimmer f&uuml;r sich zu reservieren, um dieses als Arbeitszimmer nutzen zu k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger r&uuml;gt mit seiner Revision die Verletzung materiellen und formellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er beantragt sinngem&auml;&szlig;, das angefochtene Urteil aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2007 dahingehend abzu&auml;ndern, dass die Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit um 431&nbsp;EUR niedriger festgesetzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet; sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG ist zu Unrecht davon ausgegangen, dass f&uuml;r die berufliche T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers ein anderer Arbeitsplatz zur Verf&uuml;gung stand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;5 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz 1 Nr.&nbsp;6b Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2010 (JStG 2010) vom 8.&nbsp;Dezember 2010 (EStG) kann ein Steuerpflichtiger Aufwendungen f&uuml;r ein h&auml;usliches Arbeitszimmer nicht als Werbungskosten abziehen. Dies gilt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6b Satz&nbsp;2 EStG nicht, wenn f&uuml;r die betriebliche oder berufliche T&auml;tigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verf&uuml;gung steht. In diesem Fall ist die H&ouml;he der abziehbaren Aufwendungen auf 1.250&nbsp;EUR begrenzt; allerdings gilt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6b Satz&nbsp;3 EStG die Beschr&auml;nkung der H&ouml;he nach nicht, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Bet&auml;tigung bildet. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;12 Satz&nbsp;9 EStG gilt die mit dem JStG 2010 geschaffene Neuregelung f&uuml;r alle offenen F&auml;lle ab dem Veranlagungszeitraum 2007.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ein &quot;anderer Arbeitsplatz&quot; im Sinne der Abzugsbeschr&auml;nkung ist grunds&auml;tzlich jeder Arbeitsplatz, der zur Erledigung b&uuml;rom&auml;&szlig;iger Arbeiten geeignet ist. Weitere Anforderungen an seine Beschaffenheit sind grunds&auml;tzlich nicht zu stellen. Er steht aber nur dann &quot;f&uuml;r die betriebliche oder berufliche T&auml;tigkeit &#8230; zur Verf&uuml;gung&quot;, wenn ihn der Steuerpflichtige in dem konkret erforderlichen Umfang und in der konkret erforderlichen Art und Weise tats&auml;chlich nutzen kann (st&auml;ndige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211;; grundlegend Senatsurteil vom 7.&nbsp;August 2003 VI&nbsp;R&nbsp;17\/01, BFHE 203, 130, BStBl II 2004, 78; s. auch Senatsurteil vom 5.&nbsp;Oktober 2011 VI&nbsp;R&nbsp;91\/10, BFHE 235, 372, BStBl II 2012, 127, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Frage, ob ein Steuerpflichtiger seinen anderen Arbeitsplatz in dem konkret erforderlichen Umfang und in der konkret erforderlichen Art und Weise nutzen kann, betrifft die Tatsachenfeststellung. Sie muss von den Finanzgerichten anhand der objektiven Umst&auml;nde des konkreten Einzelfalls beantwortet werden. An die entsprechende Tatsachenw&uuml;rdigung ist das Revisionsgericht grunds&auml;tzlich gebunden (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO; Senatsentscheidung in BFHE 235, 372, BStBl II 2012, 127).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Feststellungen des FG lassen nicht den Schluss zu, dass dem Kl&auml;ger nach diesen Grunds&auml;tzen ein anderer Arbeitsplatz zur Verf&uuml;gung gestanden hat. Nach der vom FG in Bezug genommenen &quot;Best&auml;tigung&quot; des Bisch&ouml;flichen Ordinariats der Di&ouml;zese &#8230; vom 10.&nbsp;Mai 2011 steht dem Kl&auml;ger zwar das Amtszimmer als dienstliches Arbeitszimmer zur Verf&uuml;gung. Das FG hat jedoch nicht festgestellt, ob dieser Raum zur Erledigung b&uuml;rom&auml;&szlig;iger Arbeiten tats&auml;chlich geeignet ist und der Kl&auml;ger ihn insoweit auch nutzen kann, was dieser im &Uuml;brigen bestreitet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit das FG diese Frage im Ergebnis offen gelassen hat, weil der Kl&auml;ger die M&ouml;glichkeit gehabt habe, ein (anderes) Zimmer im Erdgeschoss des Pfarrhofes f&uuml;r sich als Arbeitszimmer zu reservieren, kann dem nicht gefolgt werden. Denn zum einen hat nach den bisherigen Feststellungen der Arbeitgeber dem Kl&auml;ger das Amtszimmer und nicht andere R&auml;ume tats&auml;chlich zur Verf&uuml;gung gestellt. Zum anderen hat der Arbeitnehmer bei der Inanspruchnahme und Ausgestaltung eines &quot;anderen Arbeitsplatzes&quot; das Direktionsrecht des Arbeitgebers zu beachten. Ein &quot;anderer Arbeitsplatz&quot; steht daher i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6b Satz&nbsp;2 EStG erst dann zur Verf&uuml;gung, wenn der Arbeitgeber entsprechend verf&uuml;gt hat (zur Rechtslage bei selbst&auml;ndig t&auml;tigen Steuerpflichtigen s. BFH-Urteil vom 20.&nbsp;November 2003 IV&nbsp;R&nbsp;30\/03, BFHE 204, 176, BStBl II 2004, 775). Im &Uuml;brigen hat das FG zur Geeignetheit der anderen R&auml;ume im Erdgeschoss des Pfarrhofes f&uuml;r b&uuml;rom&auml;&szlig;ige Arbeiten keine Feststellungen getroffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da das FG von anderen Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen ist, war die Vorentscheidung aufzuheben. Die Sache ist nicht spruchreif.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wird im zweiten Rechtsgang Feststellungen zur Beschaffenheit des Amtszimmers treffen und insoweit kl&auml;ren m&uuml;ssen, ob dieser Raum tats&auml;chlich zur Erledigung b&uuml;rom&auml;&szlig;iger Arbeiten geeignet ist. Das ist u.a. dann nicht der Fall, wenn, wie der Kl&auml;ger geltend macht, wegen Gesundheitsgef&auml;hrdung Sanierungsbedarf besteht. Sollte das FG im zweiten Rechtsgang Feststellungen dahingehend treffen, dass dem Kl&auml;ger nicht nur das sog. Amtszimmer, sondern ein Zimmer seiner Wahl als &quot;anderer Arbeitsplatz&quot; zur Verf&uuml;gung stand, wird es auch auf die Beschaffenheit dieser R&auml;ume ankommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Senat muss nicht entscheiden, ob dem FG der vom Kl&auml;ger ger&uuml;gte Verfahrensfehler unterlaufen ist. Der Kl&auml;ger hat seine Revision auch auf die Verletzung materiellen Rechts gest&uuml;tzt. In einem solchen Fall muss der BFH das angefochtene Urteil in vollem Umfang auf die Verletzung revisiblen Rechts pr&uuml;fen, ohne dabei an die vorgebrachten Revisionsgr&uuml;nde gebunden zu sein (Senatsurteil vom 21.&nbsp;Januar 2010 VI&nbsp;R&nbsp;51\/08, BFHE 228, 85, BStBl II 2010, 700; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;118 Rz&nbsp;73). Da die Revision aus anderen Gr&uuml;nden zur Aufhebung der Vorentscheidung f&uuml;hrt, muss der Senat nicht noch dar&uuml;ber entscheiden, ob der Kl&auml;ger auch infolge eines Verfahrensfehlers in seinen Rechten verletzt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.2.2014, VI R 11\/12 &quot;Kein anderer Arbeitsplatz&quot; i.S. des &sect; 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 2 EStG Leits&auml;tze 1. Ein anderer Arbeitsplatz steht erst dann zur Verf&uuml;gung, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer den Arbeitsplatz tats&auml;chlich zugewiesen hat. 2. 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