{"id":62802,"date":"2014-07-21T05:37:21","date_gmt":"2014-07-21T03:37:21","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62802"},"modified":"2014-07-21T05:37:21","modified_gmt":"2014-07-21T03:37:21","slug":"v-r-32-11-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-27022014-v-r-18-11-keine-entgeltminderung-bei-vermittlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-32-11-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-27022014-v-r-18-11-keine-entgeltminderung-bei-vermittlung\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;32\/11 &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 27.02.2014 V R 18\/11 &#8211; Keine Entgeltminderung bei Vermittlung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.2.2014, V R 32\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 27.02.2014 V R 18\/11 &#8211; Keine Entgeltminderung bei Vermittlung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) vermittelte &#8211;neben der Erbringung anderer Leistungen&#8211; f&uuml;r Reiseveranstalter Reiseleistungen, die die Reiseveranstalter durch Provisionen verg&uuml;teten. Sie gew&auml;hrte dabei den Reisekunden Preisnachl&auml;sse auf den Reisepreis, die sie selbst finanzierte, so dass der Reiseveranstalter trotz des Preisnachlasses den vollen Reisepreis erhielt. Die Reiseveranstalter versteuerten ihre Reiseleistungen nach &sect;&nbsp;25 des Umsatzsteuergesetzes i.d.F. der Streitjahre (UStG), einer Regelung, die f&uuml;r die von der Kl&auml;gerin erbrachten Vermittlungsleistungen nicht anzuwenden war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin versteuerte die gegen&uuml;ber den Reiseveranstaltern erbrachten Vermittlungsleistungen zun&auml;chst im Umfang der von den Reiseveranstaltern geschuldeten Provisionszahlungen. Unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) beantragte sie mit Schreiben vom 30.&nbsp;Oktober 2006, die Steuerfestsetzungen f&uuml;r die Streitjahre 2001 bis 2005 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung zu &auml;ndern, da die Gew&auml;hrung der Preisnachl&auml;sse an die Reisekunden gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;17 UStG zu einer Minderung der an die Reiseveranstalter steuerpflichtig erbrachten Vermittlungsleistungen gef&uuml;hrt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem schloss sich der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) im Anschluss an eine Umsatzsteuer-Sonderpr&uuml;fung durch Erlass ge&auml;nderter Steuerbescheide f&uuml;r die Streitjahre nur insoweit an, als die von den Reiseveranstaltern erbrachten Reiseleistungen steuerpflichtig waren. Soweit die durch die Reiseveranstalter erbrachten &#8211;und durch die Kl&auml;gerin steuerpflichtig vermittelten&#8211; Reiseleistungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;25 Abs.&nbsp;2 UStG steuerfrei waren, lehnte das FA die &Auml;nderung ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage, mit denen die Kl&auml;gerin geltend machte, dass eine Minderung der Bemessungsgrundlage auch insoweit vorliege, als sie Rabatte bei der Vermittlung von Reisen gew&auml;hrt habe, die steuerfrei sind, hatten keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2012, 473 ver&ouml;ffentlichten Urteil des Finanzgerichts (FG) ist die Kl&auml;gerin zu einer Minderung nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG f&uuml;r Vermittlungsleistungen nicht berechtigt, soweit sich die von ihr gew&auml;hrten Preisnachl&auml;sse auf steuerfreie Reiseleistungen bezogen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen wendet sich die Kl&auml;gerin mit der Revision, f&uuml;r die sie Verletzung materiellen und formellen Rechts geltend macht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter Bezugnahme auf den Senatsbeschluss vom 26.&nbsp;April 2012 V&nbsp;R&nbsp;18\/11 (BFHE 237, 512, BFH\/NV 2012, 1393) zur Auslegung der Richtlinie des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern 77\/388\/EWG (Richtlinie 77\/388\/EWG) hat der erkennende Senat durch Beschluss vom 26.&nbsp;November 2012 V&nbsp;R&nbsp;32\/11 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;155 der Finanzgerichtsordnung (FGO) i.V.m. &sect;&nbsp;251 Satz&nbsp;1 der Zivilprozessordnung das Ruhen des Verfahrens bis zu einer Entscheidung durch den Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union (EuGH) in der Rechtssache C-300\/12, Ibero Tours GmbH angeordnet. Mit Urteil vom 16.&nbsp;Januar 2014 C-300\/12, Ibero Tours GmbH (Deutsches Steuerrecht 2014, 139) hat der EuGH in dieser Rechtssache entschieden:<\/p>\n<p>&quot;Die Bestimmungen der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG &#8230; sind dahin auszulegen, dass die Grunds&auml;tze, die der Gerichtshof im Urteil vom 24.&nbsp;Oktober 1996, Elida Gibbs (C-317\/94), zur Bestimmung der Besteuerungsgrundlage der Mehrwertsteuer aufgestellt hat, nicht anzuwenden sind, wenn ein Reiseb&uuml;ro als Vermittler dem Endverbraucher aus eigenem Antrieb und auf eigene Kosten einen Nachlass auf den Preis der vermittelten Leistung gew&auml;hrt, die von dem Reiseveranstalter erbracht wird.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das Urteil des FG aufzuheben und die Umsatzsteuerbescheide f&uuml;r 2001 bis 2005 vom 5.&nbsp;September 2007 und die hierzu erlassene Einspruchsentscheidung vom 19.&nbsp;Februar 2008 dahin zu &auml;ndern, dass die verbleibende Umsatzsteuer auf 34.702&nbsp;EUR (2001), 25.745,57&nbsp;EUR (2002), 21.724,99&nbsp;EUR (2003), 23.509,06&nbsp;EUR (2004) und 24.289,74&nbsp;EUR (2005) vermindert wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl&auml;gerin ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. &Auml;ndert sich die Bemessungsgrundlage f&uuml;r einen steuerpflichtigen Umsatz, hat der Unternehmer, der den Umsatz ausgef&uuml;hrt hat, gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG den daf&uuml;r geschuldeten Steuerbetrag zu berichtigen. Bei der Bemessungsgrundlage, deren &Auml;nderung nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG zur Berichtigung f&uuml;hrt, handelt es sich um das Entgelt i.S. von &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 UStG (BFH-Urteile vom 28.&nbsp;Mai 2009 V&nbsp;R&nbsp;2\/08, BFHE 226, 166, BStBl II 2009, 870, unter II.3.a; vom 17.&nbsp;Dezember 2009 V&nbsp;R&nbsp;1\/09, BFH\/NV 2010, 1869, unter II.1., und vom 11.&nbsp;Februar 2010 V&nbsp;R&nbsp;2\/09, BFHE 228, 467, BStBl II 2010, 765, unter II.1.). Entgelt ist alles, was der Leistungsempf&auml;nger aufwendet, um die Leistung zu erhalten, jedoch abz&uuml;glich der Umsatzsteuer (&sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unionsrechtliche Grundlage f&uuml;r &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG ist in den Streitjahren (2001 bis 2005) Art.&nbsp;11 Teil&nbsp;C Abs.&nbsp;1 Unterabs.&nbsp;1 der Richtlinie 77\/388\/EWG (entspricht Art.&nbsp;90 Abs.&nbsp;1 der Richtlinie des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem 2006\/112\/EG &#8211;MwStSystRL&#8211;). Danach wird im Falle der Annullierung, der R&uuml;ckg&auml;ngigmachung, der Aufl&ouml;sung, der vollst&auml;ndigen oder teilweisen Nichtbezahlung oder des Preisnachlasses nach der Bewirkung des Umsatzes die Besteuerungsgrundlage (Steuerbemessungsgrundlage) unter von den Mitgliedstaaten festgelegten Bedingungen entsprechend vermindert. &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG beruht unionsrechtlich auf Art.&nbsp;11 Teil&nbsp;A Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a der Richtlinie 77\/388\/EWG (jetzt Art.&nbsp;73 MwStSystRL). Danach umfasst die Steuerbemessungsgrundlage bei der Lieferung von Gegenst&auml;nden und Dienstleistungen alles, was den Wert der Gegenleistung bildet, die der Lieferer oder Dienstleistende f&uuml;r diese Ums&auml;tze vom Abnehmer (Erwerber) oder Dienstleistungsempf&auml;nger oder von einem Dritten erh&auml;lt oder erhalten soll, einschlie&szlig;lich der unmittelbar mit dem Preis dieser Ums&auml;tze zusammenh&auml;ngenden Subventionen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der erkennende Senat hat in seiner bisherigen Rechtsprechung eine Entgeltminderung bejaht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der EuGH hat mit Urteil Ibero Tours in DStR 2014, 139, Leitsatz entschieden, dass sich aus dem EuGH-Urteil Elida Gibbs in Slg.&nbsp;1996, I-5339 keine Entgeltminderung f&uuml;r den Fall ergibt, dass &quot;ein Reiseb&uuml;ro als Vermittler dem Endverbraucher aus eigenem Antrieb und auf eigene Kosten einen Nachlass auf den Preis der vermittelten Leistung gew&auml;hrt, die von dem Reiseveranstalter erbracht wird.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach wirkt sich der Preisnachlass nicht auf das Entgelt der vom Vermittler an den Reiseveranstalter erbrachten Dienstleistungen aus, da der Vermittler keinen Nachlass f&uuml;r die im Rahmen der Vermittlungst&auml;tigkeit an den Reiseveranstalter erbrachten Dienstleistungen gew&auml;hrt (EuGH-Urteil Ibero Tours in DStR 2014, 139, Rdnr.&nbsp;27). Aufgrund dieses Urteils h&auml;lt der Senat nicht mehr an seiner bisherigen Rechtsprechung (BFH-Urteile vom 12.&nbsp;Januar 2006 V&nbsp;R&nbsp;3\/04, BFHE 213, 69, BStBl II 2006, 479, unter II.2. mit Berechnungsbeispiel; vom 13.&nbsp;Juli 2006 V&nbsp;R&nbsp;46\/05, BFHE 214, 463, BStBl II 2007, 186) fest, dass ein Vermittler das Entgelt f&uuml;r seine Vermittlungsleistung mindern kann, wenn er dem Kunden der von ihm vermittelten Leistung einen Preisnachlass gew&auml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Danach hat das FG im Ergebnis zu Recht entschieden, dass die Kl&auml;gerin zu einer Berichtigung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG nicht berechtigt ist. Die durch die Kl&auml;gerin als Vermittlerin gew&auml;hrten Preisnachl&auml;sse f&uuml;r die von ihr vermittelten Leistungen f&uuml;hren nicht zu einer &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage i.S. von &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG, so dass es auf die zwischen den Beteiligten bislang streitige Frage der Steuerfreiheit oder Steuerpflicht der vermittelten Leistung nicht ankommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Der erkennende Senat weicht damit nicht von der Rechtsprechung des XI.&nbsp;Senats des BFH ab. Denn das BFH-Urteil vom 15.&nbsp;Februar 2012 XI&nbsp;R&nbsp;24\/09 (BFHE 236, 267, BStBl II 2013, 712) betrifft eine anders gelagerte Fallgestaltung, bei der dem EuGH-Urteil Elida Gibbs in Slg.&nbsp;1996, I-5339 entsprechend eine Lieferkette &uuml;ber einen Zwischenh&auml;ndler vorliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Soweit die Kl&auml;gerin eine Verletzung formellen Rechts behauptet hat, hat sie dies entgegen &sect;&nbsp;120 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b FGO nicht begr&uuml;ndet, so dass diese R&uuml;ge unzul&auml;ssig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 27.2.2014, V R 32\/11 Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 27.02.2014 V R 18\/11 &#8211; Keine Entgeltminderung bei Vermittlung Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) vermittelte &#8211;neben der Erbringung anderer Leistungen&#8211; f&uuml;r Reiseveranstalter Reiseleistungen, die die Reiseveranstalter durch Provisionen verg&uuml;teten. Sie gew&auml;hrte dabei den Reisekunden Preisnachl&auml;sse auf den Reisepreis, die &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-32-11-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-27022014-v-r-18-11-keine-entgeltminderung-bei-vermittlung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;R&nbsp;32\/11 &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 27.02.2014 V R 18\/11 &#8211; Keine Entgeltminderung bei Vermittlung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-62802","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62802","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62802"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62802\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62802"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62802"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62802"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}