{"id":62806,"date":"2014-07-21T05:37:15","date_gmt":"2014-07-21T03:37:15","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62806"},"modified":"2014-07-21T05:37:15","modified_gmt":"2014-07-21T03:37:15","slug":"x-r-34-11-vermoegensuebergabe-gegen-versorgungsleistungen-keine-notwendige-beiladung-des-beguenstigten-zum-klageverfahren-des-verpflichteten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-34-11-vermoegensuebergabe-gegen-versorgungsleistungen-keine-notwendige-beiladung-des-beguenstigten-zum-klageverfahren-des-verpflichteten\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;34\/11 &#8211; Verm&ouml;gens&uuml;bergabe gegen Versorgungsleistungen &#8211; Keine notwendige Beiladung des Beg&uuml;nstigten zum Klageverfahren des Verpflichteten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.2.2014, X R 34\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Verm&ouml;gens&uuml;bergabe gegen Versorgungsleistungen &#8211; Keine notwendige Beiladung des Beg&uuml;nstigten zum Klageverfahren des Verpflichteten<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Begn&uuml;gt sich ein Ehegatte mit der Zuwendung von laufenden Zahlungen unter Verzicht auf Pflichtteils- oder &auml;hnliche Anspr&uuml;che (Zugewinnausgleich), ist im Regelfall von einer Verm&ouml;gens&uuml;bergabe gegen Versorgungsleistungen i.S. von &sect; 10 Abs. 1 Nr. 1a EStG auszugehen, sofern das den Verm&ouml;gens&uuml;bernehmern\/Erben &uuml;berlassene Verm&ouml;gen ausreichend ertragf&auml;hig ist und die Parteien ihren Verpflichtungen wie vereinbart oder durch Verm&auml;chtnis bestimmt nachkommen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die Abziehbarkeit der Versorgungsleistungen korrespondiert lediglich materiell-rechtlich mit der Steuerbarkeit der privaten Versorgungsrente. Der Beg&uuml;nstigte ist deshalb zum Klageverfahren des Verpflichteten nicht notwendig beizuladen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) werden als Ehegatten zusammen zur Einkommensteuer veranlagt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem Tod der Mutter des Kl&auml;gers heiratete sein Vater (V) im Februar 1991 erneut. Bereits am 18.&nbsp;Januar 1991 hatte er mit seiner k&uuml;nftigen Ehefrau (M) f&uuml;r den Fall der Eheschlie&szlig;ung einen notariellen Ehe- und Erbvertrag geschlossen. Sie vereinbarten G&uuml;tertrennung und einen wechselseitigen Pflichtteilsverzicht. Dar&uuml;ber hinaus setzte V seiner zuk&uuml;nftigen Ehefrau ein Verm&auml;chtnis aus. Ihr sollte im Falle seines Todes ein lebenslanges Nie&szlig;brauchsrecht an dem Grundst&uuml;ck&nbsp;A zustehen. Sollte dieses Grundst&uuml;ck nicht zum Nachlass geh&ouml;ren, st&uuml;nde M gegen die Erben ein Anspruch auf monatliche Zahlung der voraussichtlichen Ertr&auml;ge zu. Das Verm&auml;chtnis umfasste zudem ein unentgeltliches Wohnungsrecht im Haus&nbsp;B bis zum Ablauf eines Jahres nach dem Tod des Erblassers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariellem Testament ebenfalls vom 18.&nbsp;Januar 1991 setzte V den Kl&auml;ger sowie dessen Bruder je zur H&auml;lfte zu seinen alleinigen Erben ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Vertrag vom 22.&nbsp;Juni 1995 &auml;nderten V und M den am 18.&nbsp;Januar 1991 geschlossenen Erbvertrag. Falls M im Zeitpunkt des Erbfalls in Haus B wohne, sollte das Wohnungsrecht so lange bestehen bleiben, wie der Kl&auml;ger als Erbe das Objekt nicht selbst bewohnen wolle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 5.&nbsp;August 1999 wurde der Erbvertrag erneut ge&auml;ndert. Der Kl&auml;ger und sein Bruder wurden im Wege eines Verm&auml;chtnisses zugunsten der M verpflichtet, dieser eine monatliche Rente in H&ouml;he von 4.000&nbsp;DM zu zahlen. Zudem erhielt sie, solange sie das Objekt bewohnt, den lebenslangen Nie&szlig;brauch am Haus B. Bei Beendigung des Nie&szlig;brauchs sollte sich die an M zu zahlende Rente um 2.000&nbsp;DM monatlich erh&ouml;hen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>V ist 2002 verstorben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger leistete in den Streitjahren wiederkehrende Zahlungen an M in H&ouml;he von 19.150&nbsp;EUR (2003), 19.573&nbsp;EUR (2004) und 19.750&nbsp;EUR (2005). Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ber&uuml;cksichtigte diese Zahlungen nicht als dauernde Last.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen erhobene Klage hatte Erfolg. Das Finanzgericht (FG) urteilte, der Verm&ouml;gens&uuml;bergeber k&ouml;nne sich im Falle einer Verm&ouml;gens&uuml;bergabe von Todes wegen Versorgungsleistungen i.S. von &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r die Streitjahre 2003 bis 2005 geltenden Fassung (EStG) auch f&uuml;r bestimmte dritte Personen vorbehalten. Ein solcher Vorbehalt zugunsten Dritter setze voraus, dass diese Personen dem sog. Generationennachfolge-Verbund angeh&ouml;rten. Hierzu z&auml;hlten Personen, die gegen&uuml;ber dem Erben bzw. den sonstigen letztwillig bedachten Verm&ouml;gens&uuml;bernehmern Pflichtteils- oder &auml;hnliche Anspr&uuml;che h&auml;tten geltend machen k&ouml;nnen und sich stattdessen mit den ihnen (verm&auml;chtnisweise) ausgesetzten Versorgungsleistungen begn&uuml;gten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>M habe durch das Verm&auml;chtnis &uuml;ber einen eigenen Verm&ouml;genswert verf&uuml;gt. Dieser habe ihr nicht mehr entzogen werden k&ouml;nnen, da er durch Erbvertrag begr&uuml;ndet worden sei. Auf diesen Verm&ouml;genswert habe sie zugunsten der Versorgungsleistungen verzichtet. Aus dem Gesamtzusammenhang der Vereinbarungen ergebe sich, dass die Begr&uuml;ndung des G&uuml;terstandes der G&uuml;tertrennung, der gegenseitige Pflichtteilsverzicht und das Verm&auml;chtnis zugunsten der M in einem wechselseitigen Verh&auml;ltnis gestanden h&auml;tten. Unsch&auml;dlich sei, dass M bereits vor der Eheschlie&szlig;ung auf ihren Pflichtteil verzichtet habe. Der Verzicht sei in zeitlichem und sachlichem Zusammenhang mit der Eheschlie&szlig;ung vereinbart worden und habe dem Gesamtplan der (zuk&uuml;nftigen) Ehegatten zur Versorgung der (zuk&uuml;nftigen) Ehefrau im Verh&auml;ltnis zu ihren (zuk&uuml;nftigen) Stiefkindern entsprochen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem Senatsurteil vom 11.&nbsp;Oktober 2007 X&nbsp;R&nbsp;14\/06 (BFHE 219, 160, BStBl II 2008, 123) komme es f&uuml;r die Beurteilung der Frage der Zugeh&ouml;rigkeit zum Generationennachfolge-Verbund nicht allein auf den Zeitpunkt der Vereinbarung an, sondern in erster Linie auf den Zeitpunkt der &Uuml;bergabe bzw. den Eintritt des Erbfalls. Deshalb sei es folgerichtig, f&uuml;r die Frage der Zuordnung der Stiefmutter zum Generationennachfolge-Verbund auf den Zeitpunkt des Erbfalls abzustellen. Zu diesem Zeitpunkt habe M kein Pflichtteilsanspruch zugestanden; auf diesen habe sie bereits fr&uuml;her verzichtet, ohne dass ihr hierf&uuml;r Versorgungsleistungen einger&auml;umt worden seien. Ihr habe lediglich ein Nie&szlig;brauchsrecht zugestanden, das durch die Versorgungsleistungen abgel&ouml;st worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Sonderausgabenabzug beim Leistungsverpflichteten f&uuml;hre zu einer Besteuerung dieser Leistungen beim Empf&auml;nger gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 EStG. Im au&szlig;ergerichtlichen Rechtsbehelfsverfahren sei daher M zum Verfahren hinzugezogen worden. Das FG habe sie hingegen nicht beigeladen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollte der Bundesfinanzhof (BFH) die Entscheidung des FG grunds&auml;tzlich best&auml;tigen, m&uuml;sste die H&ouml;he der nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG abziehbaren Zahlungen gepr&uuml;ft werden. Im Streitfall habe das FG keine Feststellungen dazu getroffen, ob auf den Kl&auml;ger aufgrund des Erbfalls eine ausreichend ertragbringende Wirtschaftseinheit &uuml;bergegangen sei und er aus diesem Verm&ouml;gen die Rente zahlen k&ouml;nne. Zudem sei zu kl&auml;ren, ob die Vereinbarung auch tats&auml;chlich durchgef&uuml;hrt worden sei. Die von den Erben j&auml;hrlich zu zahlende Rente habe 48.000&nbsp;DM (= 24.542&nbsp;EUR) betragen. Nach der &Auml;nderung des Testaments am 18.&nbsp;Januar 1991 seien der Kl&auml;ger und sein Bruder mit den an M aus dem Verm&auml;chtnis zu leistenden Zahlungen je zur H&auml;lfte belastet gewesen. Der Kl&auml;ger habe f&uuml;r 2003&nbsp;&nbsp;19.150&nbsp;EUR, f&uuml;r 2004&nbsp;&nbsp;19.573&nbsp;EUR und f&uuml;r 2005&nbsp;&nbsp;19.750&nbsp;EUR als Sonderausgaben geltend gemacht. Nicht gekl&auml;rt sei, ob der Bruder des Kl&auml;gers ebenfalls Zahlungen an M geleistet habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Berechtigte nach &sect;&nbsp;123 der Finanzgerichtsordnung (FGO) im Revisionsverfahren beizuladen sowie<br \/>das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zutreffend sei das FG davon ausgegangen, dass der Verm&ouml;gens&uuml;bergeber im Fall einer Verm&ouml;gens&uuml;bergabe von Todes wegen Versorgungsleistungen i.S. von &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG auch f&uuml;r Personen vorbehalten k&ouml;nne, die dem sog. Generationennachfolge-Verbund angeh&ouml;rten. Rechtsfehlerfrei habe das FG ausgef&uuml;hrt, dass M als Stiefmutter dem Generationennachfolge-Verbund angeh&ouml;rt und mit dem Verm&auml;chtnis zu ihren Gunsten &uuml;ber einen eigenen Verm&ouml;genswert verf&uuml;gt habe. Die vereinbarte Rentenzahlung anstelle der Geltendmachung des unwiderruflichen Verm&auml;chtnisses stehe eindeutig in Zusammenhang mit dem Pflichtteilsverzicht. Zudem habe M zwar auf ihr Pflichtteilsrecht, nicht jedoch auf ihr gesetzliches Erbrecht verzichtet. Das Pflichtteilsrecht bestehe neben dem gesetzlichen Erbrecht und ein Pflichtteilsverzicht lasse das gesetzliche Erbrecht des Verzichtenden unber&uuml;hrt (Mayer, Zeitschrift f&uuml;r Erbrecht und Verm&ouml;gensnachfolge 2007, 556).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger tragen ferner vor, sich mit der H&ouml;he der als dauernde Last nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG in Abzug gebrachten Versorgungsleistungen auseinanderzusetzen, obliege nicht dem Revisionsgericht. Die monatlich an M zu zahlenden Versorgungsleistungen h&auml;tten nicht 4.000&nbsp;DM, sondern 6.000&nbsp;DM betragen und im Vertrag vom 5.&nbsp;August 1999 sei eine Anpassung an den Preisindex f&uuml;r die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in der Bundesrepublik Deutschland vereinbart worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen FG-Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO). Zu Recht hat das FG zwar erkannt, dass die Zahlungen des Kl&auml;gers an M Versorgungsleistungen i.S. von &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG sein k&ouml;nnen. Im zweiten Rechtsgang wird das FG jedoch noch zu pr&uuml;fen haben, ob der Kl&auml;ger von V Verm&ouml;gen geerbt hat, dessen Ertr&auml;ge die Versorgungsleistungen abdecken. Zudem hat das FG vers&auml;umt zu kl&auml;ren, ob der Kl&auml;ger das Verm&auml;chtnis wie vereinbart erf&uuml;llt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Dem Antrag des FA auf Beiladung der M kann nicht entsprochen werden. Nach &sect;&nbsp;123 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO sind Beiladungen im Revisionsverfahren unzul&auml;ssig. Das gilt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;123 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO nicht f&uuml;r Beiladungen nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 FGO (vgl. hierzu auch BFH-Urteil vom 14.&nbsp;November 2007 XI&nbsp;R&nbsp;32\/06, BFH\/NV 2008, 359, unter II.3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Fall der notwendigen Beiladung (&sect;&nbsp;123 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 FGO) liegt nicht vor. Zwar korrespondiert die Abziehbarkeit der Versorgungsleistungen materiell-rechtlich mit der Steuerbarkeit der privaten Versorgungsrente (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 5.&nbsp;Juli 1990 GrS&nbsp;4-6\/89, BFHE 161, 317, BStBl II 1990, 847). Eine Entscheidung im Streitfall gestaltet, best&auml;tigt, ver&auml;ndert jedoch nicht notwendigerweise und unmittelbar Rechte der M oder bringt solche zum Erl&ouml;schen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Als Sonderausgaben abziehbar sind nach der im Streitfall anzuwendenden Vorschrift des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG (&sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG in der Fassung des Jahressteuergesetzes 2008 &#8211;BGBl I 2007, 3150&#8211; ist grunds&auml;tzlich nur auf Versorgungsleistungen anzuwenden, die auf nach dem 31.&nbsp;Dezember 2007 vereinbarten Verm&ouml;gens&uuml;bertragungen beruhen; vgl. &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;23g EStG) die auf besonderen Verpflichtungsgr&uuml;nden beruhenden Renten und dauernden Lasten, die nicht mit Eink&uuml;nften in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen, die bei der Veranlagung au&szlig;er Betracht bleiben. Hierzu hat die Rechtsprechung des BFH u.a. die folgenden Grunds&auml;tze entwickelt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Neben Leistungen, die anl&auml;sslich einer Betriebs- oder Verm&ouml;gens&uuml;bergabe im Wege der vorweggenommenen Erbfolge vorbehalten worden sind, sind auch Versorgungsleistungen als Sonderausgaben abziehbar, die ihren Entstehungsgrund in einer letztwilligen Verf&uuml;gung (z.B. in einem Verm&auml;chtnis) haben, sofern &quot;z.B. der &uuml;berlebende Ehegatte oder ein erbberechtigter Abk&ouml;mmling&quot; des Testators statt seines gesetzlichen Erbteils aus &uuml;bergeordneten Gr&uuml;nden der Erhaltung des Familienverm&ouml;gens lediglich Versorgungsleistungen aus dem ihm an sich zustehenden Verm&ouml;gen erh&auml;lt und es sich bei den Zahlungen nicht um eine Verrentung des Erbteils handelt (Senatsurteil vom 17.&nbsp;Dezember 2003 X&nbsp;R&nbsp;2\/01, BFH\/NV 2004, 1086).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Der Empf&auml;nger der Versorgungsleistungen muss zum sog. Generationennachfolge-Verbund geh&ouml;ren (vgl. z.B. Senatsurteil vom 7.&nbsp;M&auml;rz 2006 X&nbsp;R&nbsp;12\/05, BFHE 212, 507, BStBl II 2006, 797).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Es muss Verm&ouml;gen &uuml;bertragen werden, das ausreichende Ertr&auml;ge abwirft, um die vom &Uuml;bernehmer zu erbringenden Versorgungsleistungen abzudecken (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 12.&nbsp;Mai 2003 GrS&nbsp;1\/00, BFHE 202, 464, BStBl II 2004, 95, unter C.II.6.; Senatsurteil vom 31.&nbsp;Mai 2005 X&nbsp;R&nbsp;26\/04, BFH\/NV 2005, 1789).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Die Parteien m&uuml;ssen den im Versorgungsvertrag eingegangenen Verpflichtungen auch tats&auml;chlich nachkommen; die Leistungen m&uuml;ssen wie vereinbart erbracht werden (Senatsurteil vom 15.&nbsp;September 2010 X&nbsp;R&nbsp;13\/09, BFHE 231, 116, BStBl II 2011, 641).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Mit dem FG geht der erkennende Senat davon aus, dass M als Stiefmutter des Kl&auml;gers zum Generationennachfolge-Verbund geh&ouml;rt und deshalb Empf&auml;ngerin von Versorgungsleistungen i.S. von &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG sein kann. Dem steht nicht entgegen, dass M den Pflichtteilsverzicht im notariellen Ehe- und Erbvertrag vom 18.&nbsp;Januar 1991 und damit vor ihrer Eheschlie&szlig;ung mit V erkl&auml;rt hat. Den zeitlichen und sachlichen Zusammenhang mit der Eheschlie&szlig;ung hat das FG zutreffend bejaht. Der Ehe- und Erbvertrag wurde ca. einen Monat vor der Heirat f&uuml;r den Fall ihrer Eheschlie&szlig;ung geschlossen und Pflichtteilsanspr&uuml;che, auf die sowohl M als auch V verzichtet haben, entstanden erst mit der Eheschlie&szlig;ung. Dass V seine sp&auml;tere Ehefrau nach seinem Tod trotz ihres Erbverzichts versorgt wissen wollte, ergibt sich aus der Tatsache, dass er ihr bereits im Ehe- und Erbvertrag vom 18.&nbsp;Januar 1991 Verm&auml;chtnisse (Nie&szlig;brauch am Grundst&uuml;ck A und an Haus B) ausgesetzt hat. Er wollte ihre Versorgung sicherstellen und sie nicht &#8211;wie unter Geschwistern &uuml;blich&#8211; gleichstellen oder ihren sp&auml;ter entstehenden gesetzlichen Erbanspruch verrenten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus dem Senatsurteil in BFHE 219, 160, BStBl II 2008, 123, auf das sich das FA beruft, ergibt sich nichts Gegenteiliges. Zwar findet sich in dieser Entscheidung die vom FA zitierte Passage (unter II.3.), dass bei der Beurteilung der Frage, ob ein Beg&uuml;nstigter dem Generationennachfolge-Verbund angeh&ouml;rt, nicht allein auf den Zeitpunkt der Vereinbarung, sondern in erster Linie auf den Zeitpunkt der &Uuml;bergabe bzw. des Eintritts des Erbfalls abzustellen ist. Bezogen hat sich diese Aussage jedoch auf den Umstand, dass der sp&auml;tere Erblasser der Beg&uuml;nstigten &#8211;wie im Streitfall&#8211; das Verm&auml;chtnis zu einem Zeitpunkt ausgesetzt hat, in dem sie noch nicht verheiratet waren und die Beg&uuml;nstigte folglich <strong>noch <\/strong>nicht dem Generationennachfolge-Verbund angeh&ouml;rt hat. Dass der erkennende Senat der Auffassung war, bei einer verm&auml;chtnisweisen Zuwendung einer Versorgungsrente m&uuml;ssten &#8211;wie das FA meint&#8211; im Zeitpunkt des Erbfalls noch Pflichtteils- oder Zugewinnausgleichsanspr&uuml;che bestehen, kann dieser Entscheidung nicht entnommen werden. Aus dem Umstand, dass sich aus dem Tatbestand der Entscheidung nicht ergibt, ob die Beg&uuml;nstigte &#8211;zu welchem Zeitpunkt auch immer; im Erbvertrag oder sp&auml;ter&#8211; auf Pflichtteils- oder Zugewinnausgleichsanspr&uuml;che verzichtet hat, ergibt sich vielmehr, dass dies f&uuml;r den erkennenden Senat nicht von entscheidender Bedeutung war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus der Entscheidung in BFHE 219, 160, BStBl II 2008, 123 l&auml;sst sich vielmehr Folgendes entnehmen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Der Anerkennung einer Verm&ouml;gens&uuml;bergabe gegen Versorgungsleistungen steht nicht entgegen, dass der sp&auml;tere Erblasser Versorgungsleistungen zu einem Zeitpunkt verm&auml;chtnisweise aussetzt, zu dem sein (sp&auml;terer) Ehepartner weder Pflichtteils- noch Zugewinnausgleichsanspr&uuml;che hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Entscheidend ist nicht, ob der\/die Beg&uuml;nstigte einer Verm&ouml;gens&uuml;bergabe gegen Versorgungsleistungen &#8211;zu welchem Zeitpunkt auch immer&#8211; auf seine\/ihre Pflichtteils- und\/oder Zugewinnausgleichanspr&uuml;che verzichtet. Von Bedeutung ist nur, dass er\/sie weder Pflichtteils- noch Zugewinnausgleichsanspr&uuml;che geltend macht, sondern sich mit der verm&auml;chtnisweisen Zuwendung von Versorgungsleistungen begn&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Kurz zusammengefasst kann aus dem Urteil in BFHE 219, 160, BStBl II 2008, 123 gefolgert werden:<br \/>Begn&uuml;gt sich ein Ehegatte mit der Zuwendung von laufenden Zahlungen anstelle von Pflichtteils- oder &auml;hnlichen Anspr&uuml;chen &#8211;Zugewinnausgleich&#8211; (gleichg&uuml;ltig ob im Wege der vorweggenommenen Erbfolge oder durch Verm&auml;chtnis), ist im Regelfall von einer Verm&ouml;gens&uuml;bergabe gegen Versorgungsleistungen i.S. von &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a Satz&nbsp;1 EStG auszugehen, sofern das den Verm&ouml;gens&uuml;bernehmern\/Erben &uuml;berlassene Verm&ouml;gen ausreichend ertragf&auml;hig ist und die Parteien ihren Verpflichtungen wie vereinbart oder durch Verm&auml;chtnis bestimmt nachkommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Unsch&auml;dlich f&uuml;r die Anerkennung der Zahlungen des Kl&auml;gers an M als Versorgungsleistungen ist, dass M nach dem Ehe- und Erbvertrag vom 18.&nbsp;Januar 1991 lediglich den Nie&szlig;brauch am Grundst&uuml;ck A und ein unentgeltliches Wohnungsrecht an Haus&nbsp;B bis zum Ablauf eines Jahres nach dem Tod des Vaters des Kl&auml;gers erhalten sollte und erst 1999 &#8211;neben dem lebenslangen Nie&szlig;brauchsrecht an Haus&nbsp;B&#8211; eine monatliche Rente vereinbart worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch die Rechtsprechung ist anerkannt, dass ein Nie&szlig;brauch, den sich der &Uuml;bergeber eines Verm&ouml;gens vorbehalten hatte, durch eine private Versorgungsrente abgel&ouml;st werden kann, sofern die vereinbarten Versorgungsleistungen aus den Nettoertr&auml;gen des &uuml;berlassenen Grundst&uuml;cks bestritten werden k&ouml;nnen bzw. die erzielbaren Nettoertr&auml;ge nur geringf&uuml;gig &uuml;berschreiten (z.B. Senatsurteil vom 16.&nbsp;Juni 2004 X&nbsp;R&nbsp;50\/01, BFHE 207, 114, BStBl II 2005, 130).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieser und vergleichbaren Entscheidungen lagen F&auml;lle zugrunde, in denen Grundverm&ouml;gen unter Vorbehalt des Nie&szlig;brauchs zugunsten des &Uuml;bergebers bzw. seines Ehegatten bereits auf die nachfolgende Generation &uuml;bertragen worden ist. Im Streitfall hat V der M 1999 die Rente testamentarisch ausgesetzt und damit zu einem Zeitpunkt, in dem der Nie&szlig;brauch zu deren Gunsten noch nicht begr&uuml;ndet war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Erkennt die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung die Abl&ouml;sung eines begr&uuml;ndeten Nie&szlig;brauchs gegen Versorgungsleistungen steuerlich an, muss sie auch &Auml;nderungen des ausgesetzten Verm&auml;chtnisses durch den Erblasser (z.B. Versorgungsleistungen anstelle eines Nie&szlig;brauchsrechts; zus&auml;tzliche Rente neben eines Nie&szlig;brauchs) im Rahmen der Verm&ouml;gens&uuml;bergabe gegen Versorgungsleistungen steuerlich anerkennen, sofern die Ertr&auml;ge des dem Verpflichteten &uuml;bertragenen Verm&ouml;gens zur Deckung des gesamten Verm&auml;chtnisses ausreichen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Sache ist nicht entscheidungsreif.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach der Rechtsprechung f&uuml;hren Versorgungsleistungen nur dann zum Sonderausgabenabzug, wenn Verm&ouml;gen im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge oder im Erbfall auf den Verpflichteten &uuml;bergeht, dessen Ertr&auml;ge die Zahlungen an den Beg&uuml;nstigten decken. Entsprechende Feststellungen wird das FG im zweiten Rechtsgang nachzuholen haben. M&ouml;glicherweise k&ouml;nnen im Streitfall die Beweiserleichterungen bei Unternehmens&uuml;bertragungen (vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 202, 464, BStBl II 2004, 95) von Bedeutung sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zu kl&auml;ren ist zudem, ob der Kl&auml;ger die Verpflichtung aus dem Verm&auml;chtnis zugunsten der M wie von V bestimmt, erf&uuml;llt hat (s. hierzu Senatsurteile vom 15.&nbsp;September 2010 X&nbsp;R&nbsp;16\/08, BFH\/NV 2011, 33; X&nbsp;R&nbsp;10\/09, BFH\/NV 2011, 581; X&nbsp;R&nbsp;13\/09, BFHE 231, 116, BStBl II 2011, 641; X&nbsp;R&nbsp;16\/09, BFH\/NV 2011, 428, und X&nbsp;R&nbsp;31\/09, BFH\/NV 2011, 583). Nach den Feststellungen des FG hat V der M 1999 durch Verm&auml;chtnis eine monatliche Rente von 4.000&nbsp;DM (= 2.045,17&nbsp;EUR) sowie den lebenslangen Nie&szlig;brauch an Haus&nbsp;B ausgesetzt. Bei Beendigung des Nie&szlig;brauchs sollte sich die an M zu zahlende Rente um 2.000&nbsp;DM erh&ouml;hen. Nicht festgestellt hat das FG, ob der Nie&szlig;brauch an Haus B in den Streitjahren noch bestand oder ob M Anspruch auf eine monatliche Rente in H&ouml;he von 6.000&nbsp;DM (= 3067,75&nbsp;EUR) hatte. Auch wenn der Bruder des Kl&auml;gers ebenfalls zur Zahlung der Rente verpflichtet war, ergeben die vom Kl&auml;ger als Sonderausgaben geltend gemachten Versorgungsleistungen (f&uuml;r 2003&nbsp;&nbsp;19.150&nbsp;EUR, f&uuml;r 2004&nbsp;&nbsp;19.573&nbsp;EUR und f&uuml;r 2005&nbsp;&nbsp;19.750&nbsp;EUR) weder den einen noch den anderen Betrag.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ohne Bedeutung f&uuml;r den Sonderausgabenabzug der Versorgungsleistungen des Kl&auml;gers an M nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG ist &#8211;anders als das FA offensichtlich annimmt&#8211;, ob auch der Bruder des Kl&auml;gers das Verm&auml;chtnis zugunsten von M wie vereinbart erf&uuml;llt hat. Selbst wenn sich der zweite durch das Verm&auml;chtnis Verpflichtete vertragswidrig verhalten haben sollte, kann dies nicht zu Lasten des Kl&auml;gers gehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.2.2014, X R 34\/11 Verm&ouml;gens&uuml;bergabe gegen Versorgungsleistungen &#8211; Keine notwendige Beiladung des Beg&uuml;nstigten zum Klageverfahren des Verpflichteten Leits&auml;tze 1. Begn&uuml;gt sich ein Ehegatte mit der Zuwendung von laufenden Zahlungen unter Verzicht auf Pflichtteils- oder &auml;hnliche Anspr&uuml;che (Zugewinnausgleich), ist im Regelfall von einer Verm&ouml;gens&uuml;bergabe gegen Versorgungsleistungen i.S. von &sect; 10 Abs. 1 Nr. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-34-11-vermoegensuebergabe-gegen-versorgungsleistungen-keine-notwendige-beiladung-des-beguenstigten-zum-klageverfahren-des-verpflichteten\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;34\/11 &#8211; Verm&ouml;gens&uuml;bergabe gegen Versorgungsleistungen &#8211; Keine notwendige Beiladung des Beg&uuml;nstigten zum Klageverfahren des Verpflichteten<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-62806","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62806","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62806"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62806\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62806"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62806"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62806"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}