{"id":62811,"date":"2014-07-21T05:37:33","date_gmt":"2014-07-21T03:37:33","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62811"},"modified":"2014-07-21T05:37:33","modified_gmt":"2014-07-21T03:37:33","slug":"vi-r-35-12-wechsel-zur-fahrtenbuchmethode","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-35-12-wechsel-zur-fahrtenbuchmethode\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;35\/12 &#8211; Wechsel zur Fahrtenbuchmethode"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.3.2014, VI R 35\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Wechsel zur Fahrtenbuchmethode<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die Fahrtenbuchmethode bestimmt den Wert der Privatnutzung als Anteil an den gesamten Fahrzeugaufwendungen und an der gesamten Fahrleistung des Fahrzeugs.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die Fahrtenbuchmethode ist nur dann zu Grunde zu legen, wenn der Arbeitnehmer das Fahrtenbuch f&uuml;r den gesamten Veranlagungszeitraum f&uuml;hrt, in dem er das Fahrzeug nutzt; ein unterj&auml;hriger Wechsel von der 1 %-Regelung zur Fahrtenbuchmethode f&uuml;r dasselbe Fahrzeug ist nicht zul&auml;ssig.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob der Arbeitnehmer hinsichtlich der Besteuerung seiner privaten Dienstwagennutzung von der 1&nbsp;%-Regelung zur Fahrtenbuchmethode auch im laufenden Kalenderjahr wechseln kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) war im Streitjahr 2008 als kaufm&auml;nnischer Angestellter bei der Firma C-Werke besch&auml;ftigt, die ihm einen Dienstwagen zur Verf&uuml;gung gestellt hatte, den er auch privat nutzen durfte. F&uuml;r dieses Fahrzeug &#8211;einen Audi&#8211; hatte der Kl&auml;ger ein Fahrtenbuch erst ab dem 1.&nbsp;Mai 2008 gef&uuml;hrt, nachdem zuvor f&uuml;r die Monate Januar bis April der Vorteil nach der sog. 1&nbsp;%-Methode angesetzt worden war. Ab dem 31.&nbsp;Oktober 2008 hatte der Kl&auml;ger von seinem Arbeitgeber ein anderes Fahrzeug zur Verf&uuml;gung, f&uuml;r das er dann sogleich ein Fahrtenbuch f&uuml;hrte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger erkl&auml;rte im Rahmen der Veranlagung zur Einkommensteuer als Einnahmen aus nichtselbstst&auml;ndiger Arbeit den vom Arbeitgeber bescheinigten Bruttoarbeitslohn. Darin waren die geldwerten Vorteile f&uuml;r die private Nutzung des Audi f&uuml;r die Monate Januar bis April nach der sog. 1&nbsp;%-Methode und ab Mai nach der Fahrtenbuchmethode berechnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) veranlagte den Kl&auml;ger zun&auml;chst erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung. Im Anschluss an eine beim Arbeitgeber des Kl&auml;gers durchgef&uuml;hrte Lohnsteuerau&szlig;enpr&uuml;fung &auml;nderte das FA allerdings den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2008, indem es einen um 3.594&nbsp;EUR h&ouml;heren Arbeitslohn ansetzte. Das FA begr&uuml;ndete dies damit, dass auch f&uuml;r die Monate Mai bis Oktober 2008 der Vorteil aus der Privatnutzung des Dienstwagens nach der 1&nbsp;%-Methode zu berechnen sei, da nach R&nbsp;8.1 Abs.&nbsp;9 der Lohnsteuer-Richtlinien das Verfahren bei demselben Kraftfahrzeug w&auml;hrend des laufenden Kalenderjahres nicht gewechselt werden d&uuml;rfe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen erhobene Klage hat das Finanzgericht (FG) aus den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2012, 1450 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden abgewiesen und die Revision zugelassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger wendet sich dagegen mit der Revision und r&uuml;gt eine Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er beantragt,<br \/>das Urteil des FG M&uuml;nster vom 27.&nbsp;April 2012&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;3589\/09&nbsp;E und die Einspruchsentscheidung des FA vom 18.&nbsp;September 2009 aufzuheben sowie den &Auml;nderungsbescheid des FA vom 21.&nbsp;August 2009 dahingehend zu &auml;ndern, dass die Einkommensteuer auf &#8230;&nbsp;EUR herabgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat im Ergebnis zutreffend entschieden, dass ein Wechsel der Bewertungsmethode f&uuml;r dasselbe Fahrzeug innerhalb eines Veranlagungszeitraums nicht m&ouml;glich ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. &Uuml;berl&auml;sst der Arbeitgeber einem Arbeitnehmer unentgeltlich oder verbilligt einen Dienstwagen auch zur privaten Nutzung, f&uuml;hrt das nach der st&auml;ndigen Rechtsprechung des Senats zu einem als Lohnzufluss nach &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr 2008 geltenden Fassung (EStG) zu erfassenden steuerbaren Nutzungsvorteil des Arbeitnehmers. Denn der Arbeitnehmer ist um den Betrag bereichert, den er f&uuml;r eine vergleichbare Nutzung aufwenden m&uuml;sste und den er sich durch die &Uuml;berlassung des Fahrzeugs durch den Arbeitgeber erspart (vgl. zuletzt Senatsurteile vom 13.&nbsp;Dezember 2012 VI&nbsp;R&nbsp;51\/11, BFHE 240, 69, BStBl II 2013, 385; vom 21.&nbsp;M&auml;rz 2013 VI&nbsp;R&nbsp;31\/10, BFHE 241, 167, BStBl II 2013, 700; VI&nbsp;R&nbsp;42\/12, BFHE 241, 180, BStBl II 2013, 918; jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Wert der privaten Nutzung ist nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG entsprechend &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG mittels der 1&nbsp;%-Regelung zu ermitteln. Nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 EStG kann der Wert nach den S&auml;tzen&nbsp;2 und&nbsp;3, n&auml;mlich der Wert der privaten Nutzung eines betrieblichen Kraftfahrzeugs zu privaten Fahrten, statt mit der 1&nbsp;%-Regelung aber auch mit dem auf die private Nutzung und die Nutzung zu Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsst&auml;tte entfallenden Teil der &quot;gesamten Kraftfahrzeugaufwendungen&quot; angesetzt werden, wenn die durch das Kraftfahrzeug &quot;insgesamt entstehenden Aufwendungen&quot; durch Belege und das Verh&auml;ltnis der privaten Fahrten und der Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsst&auml;tte zu den &uuml;brigen Fahrten durch ein ordnungsgem&auml;&szlig;es Fahrtenbuch nachgewiesen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Begriff des ordnungsgem&auml;&szlig;en Fahrtenbuchs i.S. des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 EStG ist zwar gesetzlich nicht weiter bestimmt. Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs hat ein ordnungsgem&auml;&szlig;es Fahrtenbuch aber sicherzustellen, dass der Nachweis des zu versteuernden Privatanteils an der Gesamtfahrleistung eine hinreichende Gew&auml;hr f&uuml;r dessen Vollst&auml;ndigkeit und Richtigkeit bietet und mit vertretbarem Aufwand auf seine materielle Richtigkeit hin &uuml;berpr&uuml;fbar ist. Deshalb muss ein ordnungsgem&auml;&szlig;es Fahrtenbuch zeitnah und in geschlossener Form gef&uuml;hrt werden, um so nachtr&auml;gliche Einf&uuml;gungen oder &Auml;nderungen auszuschlie&szlig;en oder als solche erkennbar zu machen sowie Datum, Fahrtziele und grunds&auml;tzlich auch die jeweils aufgesuchten Kunden oder Gesch&auml;ftspartner oder jedenfalls den konkreten Gegenstand der dienstlichen Verrichtung auff&uuml;hren (st&auml;ndige Senatsrechtsprechung, zuletzt Urteile vom 1.&nbsp;M&auml;rz 2012 VI&nbsp;R&nbsp;33\/10, BFHE 236, 497, BStBl II 2012, 505; vom 13.&nbsp;November 2012 VI&nbsp;R&nbsp;3\/12, BFH\/NV 2013, 526; Schneider, Neue Wirtschafts-Briefe 2012, 1892; jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Fahrtenbuchmethode ist indessen nicht allein schon dann anzuwenden, wenn ein ordnungsgem&auml;&szlig;es Fahrtenbuch vorgelegt wird, welches das Verh&auml;ltnis der privaten Fahrten und der Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsst&auml;tte zu den &uuml;brigen Fahrten nachweist. Denn &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 EStG setzt weiter voraus, dass zum einen der Wert der Privatnutzung als Teil der gesamten Kraftfahrzeugaufwendungen angesetzt wird und zum anderen, dass die durch Belege nachzuweisenden Kosten die durch das Kraftfahrzeug insgesamt entstehenden Aufwendungen umfassen. Die Fahrtenbuchmethode gr&uuml;ndet damit auf dem Zusammenspiel der Gesamtfahrleistung durch die im Fahrtenbuch selbst vollst&auml;ndig dokumentierten Strecken einerseits und einer vollst&auml;ndigen Bemessungsgrundlage daf&uuml;r andererseits, n&auml;mlich dem Ansatz der gesamten Kraftfahrzeugaufwendungen mittels belegm&auml;&szlig;iger Erfassung der durch das Kraftfahrzeug insgesamt entstehenden Aufwendungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Angesichts dieser tatbestandlich vorausgesetzten Ber&uuml;cksichtigung der gesamten Fahrzeugaufwendungen sowie der aus der Ordnungsm&auml;&szlig;igkeit des Fahrtenbuchs folgenden Ber&uuml;cksichtigung der Gesamtfahrleistung des Fahrzeugs kann der Steuerpflichtige nur dann statt der 1&nbsp;%-Regelung die Fahrtenbuchmethode w&auml;hlen, wenn er das Fahrtenbuch mindestens f&uuml;r den gesamten Veranlagungszeitraum f&uuml;hrt, in dem er das Fahrzeug nutzt. Dies entspricht auch der von der Literatur soweit ersichtlich &uuml;berwiegend vertretenen Auffassung (vgl. Bl&uuml;mich\/Glenk, &sect;&nbsp;8 EStG Rz&nbsp;136&nbsp;f.; Pust in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;448; Kister in Herrmann\/Heuer\/ Raupach, &sect;&nbsp;8 EStG Rz&nbsp;107; f&uuml;r den gesamten Nutzungszeitraum Schmidt\/Kr&uuml;ger, EStG, 33. Aufl., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;54; a.A.: Paus, Steuerwarte 1996, 113; Steiner in Lademann, EStG, &sect;&nbsp;8 EStG Rz&nbsp;123), die sich im Wesentlichen darauf st&uuml;tzt, dass allein schon aus Praktikabilit&auml;tsgesichtspunkten ein unterj&auml;hriger Methodenwechsel angesichts der aufzuteilenden Fixkosten ausscheidet. Im Ergebnis l&auml;sst sich nur mit einer mindestens den gesamten Veranlagungszeitraum einbeziehenden Betrachtungsweise der zu versteuernde Privatanteil an der Gesamtfahrleistung nach Ma&szlig;gabe der insgesamt entstehenden Aufwendungen f&uuml;r das Kraftfahrzeug belegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zutreffend weist das FG darauf hin, dass dieser Auffassung &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;2 bis&nbsp;4 i.V.m. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG nicht entgegenstehen, auch wenn dort jeweils auf den Kalendermonat bezogene Werte zu Grunde gelegt werden, indem die 1&nbsp;%-Regelung f&uuml;r jeden Kalendermonat 1&nbsp;% des inl&auml;ndischen Listenpreises ansetzt und die 0,03&nbsp;%-Regelung jeweils einen auf den Kalendermonat bezogenen Wertzuschlag normiert. Denn der Monatsbezug regelt lediglich den Zuflusszeitpunkt des Nutzungsvorteils. Der Nutzungsvorteil, der schon in der &Uuml;berlassung des Kraftfahrzeugs selbst begr&uuml;ndet ist (Senatsurteile in BFHE 241, 167, BStBl II 2013, 700; in BFHE 241, 180, BStBl II 2013, 918; jeweils m.w.N.), wird damit nicht einmalig mit dem gesamten Wert im Zeitpunkt der &Uuml;berlassung des Kraftfahrzeugs, sondern zeitanteilig erfasst. Der Vorteil ist f&uuml;r Zwecke des Lohnsteuerabzugs monatlich mit 1&nbsp;% und nicht j&auml;hrlich mit 12&nbsp;% oder dem noch h&ouml;heren Wert des gesamten Zeitraums der voraussichtlichen Nutzungs&uuml;berlassung anzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Senat verkennt dabei nicht, dass die 1&nbsp;%-Regelung eine nur grob typisierende Regelung darstellt, die alternativ zur Fahrtenbuchmethode hinzutritt. Sie ist jedoch gerade im Hinblick auf dieses Wahlrecht trotz dieser grob typisierenden Form als verfassungsrechtlich unbedenklich zu beurteilen (Senatsurteil in BFHE 240, 69, BStBl II 2013, 385, m.w.N.). Denn einem Steuerpflichtigen bleibt es unbenommen, statt der grob typisierenden 1&nbsp;%-Regelung die Fahrtenbuchmethode von vornherein zu w&auml;hlen oder f&uuml;r den folgenden Veranlagungszeitraum dazu &uuml;berzugehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach Ma&szlig;gabe dieser Rechtsgrunds&auml;tze hat das FG im Ergebnis zutreffend die Klage abgewiesen und den Arbeitslohn des Kl&auml;gers aus der &Uuml;berlassung des Dienstwagens zur auch privaten Nutzung f&uuml;r die Monate Mai bis Oktober 2008 zutreffend nach der 1&nbsp;%-Regelung bewertet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.3.2014, VI R 35\/12 Wechsel zur Fahrtenbuchmethode Leits&auml;tze 1. Die Fahrtenbuchmethode bestimmt den Wert der Privatnutzung als Anteil an den gesamten Fahrzeugaufwendungen und an der gesamten Fahrleistung des Fahrzeugs. 2. 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