{"id":62813,"date":"2014-07-21T05:37:35","date_gmt":"2014-07-21T03:37:35","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62813"},"modified":"2014-07-21T05:37:35","modified_gmt":"2014-07-21T03:37:35","slug":"viii-s-13-13-eigenstaendiger-betrieb-is-des-par-7g-abs-3-satz-5-estg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-s-13-13-eigenstaendiger-betrieb-is-des-par-7g-abs-3-satz-5-estg\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;S&nbsp;13\/13 &#8211; Eigenst&auml;ndiger Betrieb i.S. des &sect; 7g Abs. 3 Satz 5 EStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 20.3.2014, VIII S 13\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Eigenst&auml;ndiger Betrieb i.S. des &sect; 7g Abs. 3 Satz 5 EStG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beteiligten streiten um die Inanspruchnahme des zul&auml;ssigen H&ouml;chstbetrags nach &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 des Einkommensteuergesetzes (EStG) in der nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;23 EStG bis zum 17.&nbsp;August 2007 geltenden Fassung und um den Ansatz eines Verlustes aus der Beteiligung an einer Kommanditgesellschaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der zusammen mit seiner Ehefrau zur Einkommensteuer veranlagte Kl&auml;ger, Revisionskl&auml;ger und Antragsteller (Kl&auml;ger) war im Streitjahr unter anderem als selbst&auml;ndiger Steuerberater t&auml;tig, wobei er B&uuml;ros in drei St&auml;dten (mit einer Zweigstelle in einer weiteren Stadt) unterhielt. In seiner Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2003 gab er an, Eink&uuml;nfte aus freiberuflicher T&auml;tigkeit in H&ouml;he von insgesamt 102.636&nbsp;EUR erzielt zu haben, wobei sich dieses Ergebnis auf die drei Praxen Stadt&nbsp;A (.\/.&nbsp;250.496&nbsp;EUR), Stadt&nbsp;B (127.140&nbsp;EUR) und Stadt&nbsp;C\/Stadt&nbsp;D (225.992&nbsp;EUR) verteile.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus den vom Kl&auml;ger f&uuml;r die drei Einzelpraxen jeweils getrennt erstellten Gewinnermittlungen nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG zum 31.&nbsp;Dezember 2001, 31.&nbsp;Dezember 2002 und 31.&nbsp;Dezember 2003 ergaben sich Abz&uuml;ge und Zuschl&auml;ge i.S. des &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;6 EStG. F&uuml;r das Streitjahr machte der Kl&auml;ger f&uuml;r jede der drei Praxen R&uuml;cklagen nach &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;3 EStG geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die auf dieser Grundlage zun&auml;chst antragsgem&auml;&szlig; unter Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung erfolgte Einkommensteuerveranlagung f&uuml;r 2003 wurde von dem Kl&auml;ger und seiner Ehefrau mit Einspruch angefochten und in der Folgezeit &#8211;aufgrund verschiedener &Auml;nderungen aufgrund von Mitteilungen &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Beteiligungseink&uuml;nften&#8211; ebenso ge&auml;ndert wie die verschiedentlich ge&auml;nderten Bescheide &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur Einkommensteuer zum 31.&nbsp;Dezember 2003.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit &Auml;nderungsbescheid vom 26.&nbsp;M&auml;rz 2009 erlie&szlig; der Beklagte, Revisionsbeklagte und Antragsgegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) einen nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2003. Damit erh&ouml;hte das FA die Einkommensteuer unter Ansatz von Eink&uuml;nften des Kl&auml;gers aus selbst&auml;ndiger Arbeit in H&ouml;he von nunmehr 407.194&nbsp;EUR auf 38.681&nbsp;EUR mit der Begr&uuml;ndung, der H&ouml;chstbetrag f&uuml;r die Ansparabschreibung nach &sect;&nbsp;7g EStG belaufe sich auf (nur) 154.000&nbsp;EUR. Soweit der Kl&auml;ger einen h&ouml;heren Betrag in Anspruch genommen habe, indem er den H&ouml;chstbetrag nicht f&uuml;r sein gesamtes Steuerberatungsunternehmen, sondern f&uuml;r jedes seiner drei B&uuml;ros ber&uuml;cksichtigt habe, sei dies unzul&auml;ssig, da der Kl&auml;ger nicht nachgewiesen habe, dass es sich bei den drei Praxen um eigenst&auml;ndige Betriebe i.S. des &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;3 EStG handele.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die gegen den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2003 in Gestalt des &Auml;nderungsbescheids vom 29.&nbsp;Januar 2013 erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) mit Urteil vom 31.&nbsp;Januar 2013&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;985\/11 als unbegr&uuml;ndet ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte das FG aus, dass der Kl&auml;ger im Streitjahr im Rahmen seiner freiberuflichen T&auml;tigkeit nur &uuml;ber einen einheitlichen &quot;Betrieb&quot; i.S. des &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 EStG verf&uuml;gt habe und daher insgesamt nur R&uuml;cklagen in H&ouml;he von maximal 154.000&nbsp;EUR habe bilden k&ouml;nnen. Insoweit sei n&auml;mlich entscheidend, dass es sich im Wesentlichen um eine gleichartige selbst&auml;ndige T&auml;tigkeit an allen drei Standorten handele, die von der Person des Kl&auml;gers gepr&auml;gt gewesen sei. Die vorgelegten Briefk&ouml;pfe belegten die enge sachliche und pers&ouml;nliche Verflechtung der verschiedenen Standorte ungeachtet der vom Kl&auml;ger behaupteten internen &ouml;rtlichen Spezialisierungen auf bestimmte Fachgebiete (Gesellschafts-, Arbeits- und Insolvenzrecht).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass die einzelnen B&uuml;ros &uuml;ber einen eigenen Mandantenstamm, eigene Kontoverbindungen, eigene Mietvertr&auml;ge, eigene Angestellte, eigene Versorgungsvertr&auml;ge und eigene weitere standortbedingte Leistungsbeziehungen mit Dritten verf&uuml;gten, deute nicht auf das Vorliegen eigenst&auml;ndiger &quot;Betriebe&quot; i.S. des &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 EStG hin. Zwar k&ouml;nne einiges daf&uuml;r sprechen, dass die einzelnen B&uuml;ros des Kl&auml;gers im Falle der separaten Ver&auml;u&szlig;erung der diesen zuzuordnenden materiellen und immateriellen Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde aufgrund des jeweils abgrenzbaren Mandantenstamms und der geographisch bedingten Unabh&auml;ngigkeit der eingesetzten Personal- und Sachmittel f&uuml;r Zwecke des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG als Teilbetriebe (d.h. als &quot;selbst&auml;ndige Teile des Verm&ouml;gens&quot; bzw. als &quot;Anteile am Verm&ouml;gen&quot;, das der selbst&auml;ndigen Arbeit dient) einzustufen sein k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hierauf komme es im Rahmen des &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 EStG jedoch nicht an, da der dort vorgegebene H&ouml;chstbetrag der zeitpunktbezogenen R&uuml;cklagen nach dem insoweit eindeutigen Wortlaut nicht f&uuml;r einzelne &quot;Teilbetriebe&quot;, &quot;Teile&quot; oder &quot;Anteile&quot;, sondern f&uuml;r einen bestimmten &quot;Betrieb&quot; des Steuerpflichtigen gelte. Nach der &Uuml;berzeugung des Senats erfordere die Annahme mehrerer selbst&auml;ndiger Betriebe i.S. des &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 EStG im Rahmen einer i.S. von &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG freiberuflich ausge&uuml;bten Beratungst&auml;tigkeit einer hierzu kraft ihrer qualifizierten Ausbildung bef&auml;higten nat&uuml;rlichen Person neben der organisatorischen Selbst&auml;ndigkeit zumindest noch eine klare und nach au&szlig;en wahrnehmbare inhaltliche Abgrenzung der einzelnen Beratungst&auml;tigkeiten (z.B. ausschlie&szlig;lich Unternehmensberatung am einen und ausschlie&szlig;lich Buchf&uuml;hrungsleistungen am anderen Standort, sofern die jeweils erbrachten Leistungen am Markt beworben w&uuml;rden und dadurch an den unterschiedlichen Standorten auch unterschiedliche Kundenkreise erschlossen w&uuml;rden). Solches sei im Streitfall nicht erkennbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der dagegen vom FG zugelassenen und unter dem Az. VIII&nbsp;R&nbsp;16\/13 gef&uuml;hrten Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts und begehrt &#8211;nach Ende der vom FA bis zum Abschluss des Klageverfahrens gew&auml;hrten Aussetzung der Vollziehung (AdV) des angefochtenen Bescheids sowie nach Ablehnung des erneuten Antrags auf AdV bis zum Abschluss des Revisionsverfahrens durch Bescheid vom 13.&nbsp;M&auml;rz 2013&#8211;, die Vollziehung bis zum Abschluss des Revisionsverfahrens VIII&nbsp;R&nbsp;16\/13 auszusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, im Wesentlichen unter Bezugnahme auf seine Stellungnahme im Klageverfahren sowie die Urteilsbegr&uuml;ndung des FG, den Antrag abzulehnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. 1. Der Antrag ist begr&uuml;ndet. Die Vollziehung des angefochtenen Bescheids ist wegen ernstlicher Zweifel an dessen Rechtm&auml;&szlig;igkeit nach &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2, Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) auszusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn die &#8211;die angefochtene FG-Entscheidung im Wesentlichen tragende&#8211; Rechtsauffassung,<\/p>\n<p>&quot;im Rahmen des &sect;&nbsp;7g Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 EStG gelte der dort vorgegebene H&ouml;chstbetrag der zeitpunktbezogenen R&uuml;cklagen nach dem insoweit eindeutigen Wortlaut nicht f&uuml;r einzelne &#8218;Teilbetriebe&#8216;, &#8218;Teile&#8216; oder &#8218;Anteile&#8216;, sondern (nur) f&uuml;r einen bestimmten &#8218;Betrieb&#8216; des Steuerpflichtigen,&quot;<\/p>\n<p>l&auml;sst jedenfalls bei der im Rahmen dieses Verfahrens veranlassten summarischen Pr&uuml;fung eine nur unzureichende Ber&uuml;cksichtigung des Umstandes erkennen, dass es sich zum einen bei der H&ouml;chstbetragsregelung zur R&uuml;cklage nach &sect;&nbsp;7g EStG um eine betriebs- und nicht um eine personenbezogene Vorschrift handelt (vgl. Pf&uuml;tzenreuter, Entscheidungen der Finanzgerichte 2013, 673). Dementsprechend gilt der H&ouml;chstbetrag &quot;je Betrieb&quot; des Steuerpflichtigen (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 10.&nbsp;August 2011 I&nbsp;R&nbsp;45\/10, BFHE 234, 412, BStBl II 2012, 118).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum anderen ber&uuml;cksichtigt diese Begr&uuml;ndung nicht ersch&ouml;pfend, dass der Senat mit Urteil vom 26.&nbsp;Juni 2012 VIII&nbsp;R&nbsp;22\/09 (BFHE 238, 59, BStBl II 2012, 777) durchaus nicht generell die Annahme mehrerer selbst&auml;ndiger Betriebe eines Freiberuflers ausgeschlossen hat, selbst wenn dies in der Regel zweifelhaft sein wird (vgl. BFH-Urteile vom 10.&nbsp;Oktober 1963 IV&nbsp;198\/62&nbsp;S, BFHE 78, 303, BStBl III 1964, 120; vom 27.&nbsp;April 1978 IV&nbsp;R&nbsp;102\/74, BFHE 125, 249, BStBl II 1978, 562; vom 29.&nbsp;Oktober 1992 IV&nbsp;R&nbsp;16\/91, BFHE 169, 352, BStBl II 1993, 182, mit umfangreicher Zusammenstellung der Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dieser Senatsrechtsprechung kann insbesondere die Annahme mehrerer v&ouml;llig selbst&auml;ndiger B&uuml;ros eines Freiberuflers in Betracht &#8211;unter ggfs. noch im Revisionsverfahren VIII&nbsp;R&nbsp;16\/13 zu pr&uuml;fenden Voraussetzungen&#8211; kommen, wenn sie nach Erwerb von verschiedenen Steuerberatern in im Wesentlichen unver&auml;ndert fortgef&uuml;hrter Form f&uuml;r sich genommen lebensf&auml;hig sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 20.3.2014, VIII S 13\/13 Eigenst&auml;ndiger Betrieb i.S. des &sect; 7g Abs. 3 Satz 5 EStG Tatbestand 1&nbsp; I. 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