{"id":62820,"date":"2014-07-21T05:40:27","date_gmt":"2014-07-21T03:40:27","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62820"},"modified":"2014-07-21T05:40:27","modified_gmt":"2014-07-21T03:40:27","slug":"iv-r-34-10-nutzung-des-gewerbesteuerlichen-verlustvortrags-bei-beteiligung-eines-kommanditisten-als-atypisch-stiller-gesellschafter-der-kg-entstehung-einer-doppelstoeckigen-mitunternehmerschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-34-10-nutzung-des-gewerbesteuerlichen-verlustvortrags-bei-beteiligung-eines-kommanditisten-als-atypisch-stiller-gesellschafter-der-kg-entstehung-einer-doppelstoeckigen-mitunternehmerschaft\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;34\/10 &#8211; Nutzung des gewerbesteuerlichen Verlustvortrags bei Beteiligung eines Kommanditisten als atypisch stiller Gesellschafter der KG &#8211; Entstehung einer doppelst&ouml;ckigen Mitunternehmerschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.4.2014, IV R 34\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Nutzung des gewerbesteuerlichen Verlustvortrags bei Beteiligung eines Kommanditisten als atypisch stiller Gesellschafter der KG &#8211; Entstehung einer doppelst&ouml;ckigen Mitunternehmerschaft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Bringt eine Personengesellschaft ihren Gewerbebetrieb in eine andere Personengesellschaft ein, k&ouml;nnen vortragsf&auml;hige Gewerbeverluste bei fortbestehender Unternehmensidentit&auml;t mit dem Teil des Gewerbeertrags der Untergesellschaft verrechnet werden, der auf die Obergesellschaft entf&auml;llt. Mit dem auf andere Gesellschafter der Untergesellschaft entfallenden Teil des Gewerbeertrags k&ouml;nnen Verluste aus der Zeit vor der Einbringung auch dann nicht verrechnet werden, wenn ein Gesellschafter der Obergesellschaft zugleich Gesellschafter der Untergesellschaft ist.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Beteiligt sich ein Kommanditist sp&auml;ter auch als atypisch stiller Gesellschafter an der KG, ist dies ertragsteuerlich als Einbringung des Betriebs der KG in die atypisch stille Gesellschaft mit der Folge zu werten, dass eine doppelst&ouml;ckige Mitunternehmerschaft entsteht.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine im Jahr 1993 gegr&uuml;ndete GmbH &#038; Co. KG und die t&auml;tige Gesellschafterin (Inhaberin des Handelsgesch&auml;fts) einer im Streitjahr (2001) zwischen ihr und ihrer Kommanditistin bestehenden atypisch stillen Gesellschaft (KG&nbsp;&#038;&nbsp;Still).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Pers&ouml;nlich haftende Gesellschafterin ohne Einlage ist die X-GmbH. Einziger Kommanditist war zun&auml;chst A mit einer Einlage von 300.000&nbsp;DM. Zum 2.&nbsp;Januar 1994 trat B als weitere Kommanditistin mit einer Einlage von 300.000&nbsp;DM in die Kl&auml;gerin ein. Mit Gesellschafterbeschluss vom 25.&nbsp;November 1999 wurde die Kommanditeinlage des A um 400.000&nbsp;DM auf 700.000&nbsp;DM erh&ouml;ht. Mit Gesellschafterbeschluss vom 7.&nbsp;Dezember 2000 folgte eine weitere Kapitalerh&ouml;hung. Die Kommanditeinlage des A wurde um 420.000&nbsp;DM auf 1.120.000&nbsp;DM und die der B um 180.000&nbsp;DM auf 480.000&nbsp;DM erh&ouml;ht. Danach betrug die Beteiligungsquote des A 70&nbsp;% und die der B 30&nbsp;%.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 2.&nbsp;M&auml;rz 2000 schloss B mit der Kl&auml;gerin einen Darlehensvertrag, nach dem die B der Kl&auml;gerin ein kurzfristiges Darlehen in H&ouml;he von 816.007,76&nbsp;DM gew&auml;hrte, das am 1.&nbsp;Januar 2001 zur R&uuml;ckzahlung f&auml;llig sein sollte. Sollte das Darlehen &uuml;ber den R&uuml;ckzahlungszeitpunkt hinaus gew&auml;hrt werden, so sollte es ab diesem Zeitpunkt mit einem Betrag von 816.000&nbsp;DM als Einlage einer stillen Beteiligung gelten. Es sollte ein Gesellschaftsvertrag &uuml;ber die Errichtung einer &quot;atypischen Gesellschaft&quot; abgeschlossen werden, der B &quot;&auml;hnliche Rechte einr&auml;umt &#8230; wie sie mit der rechtlichen Stellung eines der Kommanditisten verbunden sind&quot;. Dazu sollten neben den Informations- und Kontrollrechten insbesondere Mitwirkungs- und Stimmrechte sowie die Beteiligung an den stillen Reserven des Unternehmens und die Beteiligung am Gewinn und Verlust z&auml;hlen. Soweit wie m&ouml;glich sollten dabei die Vorschriften des bestehenden Gesellschaftsvertrags der Kl&auml;gerin &uuml;bernommen werden. Hinsichtlich der Beteiligung an Gewinn und Verlust sowie an den stillen Reserven sollten die nominellen Beteiligungsverh&auml;ltnisse der Kommanditisten und des Kapitals der stillen Gesellschafterin gelten. Auf den Kommanditanteil des A in H&ouml;he von 1.120.000&nbsp;DM sollte damit ein Anteil von 46,35&nbsp;%, auf den Kommanditanteil der B in H&ouml;he von 480.000&nbsp;DM ein Anteil von 19,87&nbsp;% und auf die atypisch stille Beteiligung der B in H&ouml;he von 816.000&nbsp;DM ein Anteil von 33,77&nbsp;% entfallen. Auf Wunsch sollte B jederzeit das Recht einger&auml;umt werden, die stille Beteiligung in eine Erh&ouml;hung ihrer Kommanditeinlage umzuwandeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 30.&nbsp;November 2000 schloss B als stille Gesellschafterin mit der Kl&auml;gerin als Inhaberin des Handelsgewerbes einen &quot;Vertrag &uuml;ber die Errichtung einer atypischen stillen Gesellschaft&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&sect;&nbsp;1 des Vertrags (Begr&uuml;ndung der Gesellschaft) lautet wie folgt:<br \/>&quot;Die stille Gesellschafterin beteiligt sich nach Ma&szlig;gabe der folgenden Bestimmungen an der (Kl&auml;gerin) mit Wirkung 1.1.2001, wobei der stillen Gesellschafterin im Innenverh&auml;ltnis eine Rechtsstellung einger&auml;umt werden soll, die wirtschaftlich der eines Kommanditisten entspricht. Die Bestimmungen &uuml;ber die Kommandit-Gesellschaft sind erg&auml;nzend sinngem&auml;&szlig; anzuwenden.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;3 des Vertrags (Einlage) beteiligt sich die stille Gesellschafterin mit einer Einlage in H&ouml;he von 816.000&nbsp;DM durch Umbuchung ihrer im Jahr 2000 bereits geleisteten Einlage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2004 wurde sowohl bei der Kl&auml;gerin als auch bei der KG &#038; Still eine Au&szlig;enpr&uuml;fung durchgef&uuml;hrt. In seinem Bericht &uuml;ber die Au&szlig;enpr&uuml;fung bei der KG &#038; Still vom 4.&nbsp;Januar 2005 f&uuml;hrte der Pr&uuml;fer u.a. aus, dass f&uuml;r diese Gesellschaft als Mitunternehmerschaft keine Gewinnermittlung erstellt worden sei. Da die KG &#038; Still als Innengesellschaft weder buchf&uuml;hrungs- noch bilanzierungspflichtig sei, erfolge die Gewinnermittlung auf der Grundlage des Jahresabschlusses des Gesch&auml;ftsinhabers. Auch der nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) zu ermittelnde Gewinnanteil des stillen Gesellschafters sei auf der Grundlage der Bilanz des Inhabers des Handelsgesch&auml;fts zu ermitteln. Der steuerliche Gesamtgewinn und die steuerliche Gesamtbilanz der Mitunternehmerschaft erg&auml;ben sich aus der Addition der Ergebnisse der Steuerbilanz des Gesch&auml;ftsinhabers und einer etwaigen Sonderbilanz des stillen Gesellschafters unter Hinzurechnung des Gewinnanteils und etwaiger Sonderverg&uuml;tungen\/-ausgaben des stillen Gesellschafters. Soweit jedoch f&uuml;r die Kl&auml;gerin auf den 31.&nbsp;Dezember 2000 ein Gewerbeverlust in H&ouml;he von 1.873.849&nbsp;DM festgestellt worden sei, k&ouml;nne dieser nicht in voller H&ouml;he vom Gewerbeertrag der KG &#038; Still abgezogen werden. Vielmehr d&uuml;rfe bei der Ermittlung des verbleibenden Gewerbeertrags nur der auf die Kl&auml;gerin entfallende Teil des Gewerbeertrags (1600\/2416) mit dem Gewerbeverlust nach &sect;&nbsp;10a des Gewerbesteuergesetzes in seiner im Streitjahr g&uuml;ltigen Fassung (GewStG) verrechnet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In seinem Gewerbesteuermessbescheid 2001 vom 24.&nbsp;Juni 2005 und seinem Bescheid auf den 31.&nbsp;Dezember 2001 &uuml;ber die gesonderte Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlusts vom 9.&nbsp;Juni 2005 folgte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) der Auffassung der Au&szlig;enpr&uuml;fung, dass nur ein eingeschr&auml;nkter Verlustabzug m&ouml;glich sei; beide Bescheide sind jeweils handschriftlich an Herrn A als Empfangsbevollm&auml;chtigter f&uuml;r die Kl&auml;gerin und diese als Inhaber des Handelsgesch&auml;fts der KG &#038; Still adressiert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Gewerbesteuermessbetrag f&uuml;r 2001 und den vortragsf&auml;higen Gewerbeverlust auf den 31.&nbsp;Dezember 2001 berechnete das FA wie folgt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"4\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">DM&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">DM&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">DM&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Gewerbeertrag vor Verlustabzug<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1.753.496<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Festgestellter Gewerbeverlust zum 31.&nbsp;Dezember 2000<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1.873.849<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Gewerbeertrag vor Verlustabzug<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1.753.496<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Abz&uuml;glich der Anteile nicht zum Verlustabzug berechtigter Gesellschafter<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">.\/.&nbsp;632.500<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Anzurechnender H&ouml;chstbetrag<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1.120.996<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">davon anrechenbar<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">.\/.&nbsp;1.120.996<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">.\/.&nbsp;1.120.996<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Gewerbeertrag<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">632.500<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">verbleibender Betrag = vortragsf&auml;higer Gewerbeverlust nach &sect;&nbsp;10a GewStG auf den 31.&nbsp;Dezember 2001<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">752.853<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Gewerbesteuermessbetrag 2001 (nach Abzug des Freibetrags zum Staffeltarif)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">26.825<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach erfolglosem Einspruchsverfahren wies das Finanzgericht (FG) die Klage aus den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 1083 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden als unbegr&uuml;ndet ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts (&sect;&nbsp;10a GewStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie tr&auml;gt im Wesentlichen vor, FA und FG st&uuml;tzten sich zu Unrecht auf den Beschluss des Gro&szlig;en Senats des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 3.&nbsp;Mai 1993 GrS&nbsp;3\/92 (BFHE 171, 246, BStBl II 1993, 616) und das BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Januar 2009 IV&nbsp;R&nbsp;90\/05 (BFHE 224, 364), denn die jenen Entscheidungen zugrunde liegenden Sachverhalte stimmten mit dem vorliegend zu beurteilenden Sachverhalt nicht &uuml;berein. Es sei anerkannt, dass Voraussetzung f&uuml;r den Verlustabzug nach &sect;&nbsp;10a GewStG die Identit&auml;t von Unternehmen und Unternehmer im Zeitpunkt der Verlustentstehung und der Verlustverrechnung sei. Unternehmensidentit&auml;t liege im Streitfall vor, weil es sich beim Betrieb der Kl&auml;gerin und der KG&nbsp;&#038;&nbsp;Still um einen einheitlichen bzw. identischen Gewerbebetrieb handele. Aber auch Unternehmeridentit&auml;t in dem Sinne, dass der Gewerbetreibende, der den Verlustabzug in Anspruch nehmen wolle, den Gewerbeverlust zuvor in eigener Person erlitten haben m&uuml;sse, sei gegeben. Soweit sich das FG insoweit auf die Rechtsprechung zur Anwendung des &sect;&nbsp;10a GewStG bei doppelst&ouml;ckigen Personengesellschaften berufe, treffe dies nicht den Streitfall. Zwar f&uuml;hre die nach jener Rechtsprechung anzuwendende gesellschafterbezogene Betrachtungsweise zu dem Ergebnis, dass die Obergesellschaft (und nicht deren Gesellschafter) Gesellschafter der Untergesellschaft sei. Ein Wechsel im Gesellschafterbestand der Obergesellschaft f&uuml;hre deshalb nicht zu einem anteiligen Verlust eines gewerbesteuerlichen Verlustvortrags bei der Untergesellschaft. Hingegen f&uuml;hre der Wechsel aus einer unmittelbaren in eine mittelbare Gesellschafterposition zum anteiligen Wegfall des Verlustvortrags. Im Streitfall bestehe jedoch kein derart gestuftes Beteiligungsverh&auml;ltnis. Unabh&auml;ngig von der Verdoppelung der sachlichen Gewerbesteuerpflicht bestehe ein einheitlicher Gewerbebetrieb, der ineinander verschr&auml;nkte Mitunternehmerschaften (Kl&auml;gerin und KG&nbsp;&#038;&nbsp;Still) miteinander verbinde, die keine Ober- und Untergesellschaft bildeten. Der stille Gesellschafter sei an diesem Gewerbebetrieb in gleicher Weise beteiligt wie der Kommanditist. Sei die stille Gesellschafterin hier identisch mit der Kommanditistin der Kl&auml;gerin, liege wirtschaftlich lediglich eine &Auml;nderung der Beteiligungsquote vor. Die KG&nbsp;&#038; Still begr&uuml;nde aufgrund der Betriebs- und Gesellschafteridentit&auml;t keinen partiellen Unternehmerwechsel.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>unter Aufhebung des FG-Urteils und der Einspruchsentscheidung den Gewerbesteuermessbescheid 2001 und den Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlusts auf den 31.&nbsp;Dezember 2001 f&uuml;r die atypisch stille Gesellschaft mit der Ma&szlig;gabe zu &auml;ndern, dass der ungek&uuml;rzte Gewerbeertrag bei der Verlustverrechnung ber&uuml;cksichtigt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es hat zun&auml;chst vorgetragen, dass zwar die Unternehmensidentit&auml;t als Voraussetzung f&uuml;r den Verlustabzug nach &sect;&nbsp;10a GewStG gegeben sei, denn trotz Bestehens zweier Mitunternehmerschaften nach Errichtung einer atypisch stillen Gesellschaft handele es sich beim Betrieb der Kl&auml;gerin und dem Betrieb der KG&nbsp;&#038;&nbsp;Still um den n&auml;mlichen Gewerbebetrieb. Hinsichtlich der B als stiller Gesellschafterin sei jedoch keine Unternehmeridentit&auml;t gegeben. Der Steuerpflichtige, der den Verlustabzug in Anspruch nehme, m&uuml;sse den Gewerbeverlust zuvor in eigener Person erlitten haben und deshalb sowohl im Jahr der Verlustentstehung als auch im Jahr der Entstehung des positiven Gewerbeertrags Unternehmensinhaber gewesen sein. Beim Ausscheiden eines Gesellschafters aus einer Personengesellschaft entfalle der Verlustabzug nach &sect;&nbsp;10a GewStG anteilig mit der Quote, mit der der ausgeschiedene Gesellschafter im Erhebungszeitraum der Verlustentstehung entsprechend dem sich aus dem Gesellschaftsvertrag ergebenden Gewinnverteilungsschl&uuml;ssel an dem negativen Gewerbeertrag beteiligt gewesen sei. Trete ein Gesellschafter in eine bestehende Personengesellschaft ein, sei der vor dessen Eintritt entstandene Fehlbetrag i.S. des &sect;&nbsp;10a GewStG weiterhin insgesamt, jedoch nur mit dem Betrag abziehbar, der von dem gesamten Gewerbeertrag entsprechend dem sich aus dem Gesellschaftsvertrag ergebenden Gewinnverteilungsschl&uuml;ssel auf die bereits vorher beteiligten Gesellschafter entfalle. Dies gelte auch, wenn der Betrieb einer Personengesellschaft (hier Kl&auml;gerin) in eine andere Personengesellschaft (hier KG&nbsp;&#038;&nbsp;Still) eingebracht werde. Daran &auml;ndere nichts, dass B sowohl Kommanditistin der Kl&auml;gerin als auch stille Gesellschafterin gewesen sei, denn den auf den 31.&nbsp;Dezember 2000 festgestellten Verlust habe sie nur in ihrer Eigenschaft als Mitunternehmerin der Kl&auml;gerin erlitten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Erg&auml;nzend tr&auml;gt das FA nunmehr vor, dass zum 1.&nbsp;Januar 2001 eine doppelst&ouml;ckige Personengesellschaft entstanden sei, denn in seinem Urteil in BFHE 224, 364 habe der BFH eine Doppelst&ouml;ckigkeit auch f&uuml;r eine atypisch stille Gesellschaft angenommen. Gewerbesteuerlicher Unternehmer des Betriebs der KG&nbsp;&#038;&nbsp;Still seien damit die Kl&auml;gerin als Obergesellschaft (und nicht deren Gesellschafter) und B als stille Gesellschafterin. Der auf der Ebene der KG &#038; Still im Erhebungszeitraum 2001 erwirtschaftete positive Gewerbeertrag sei demnach f&uuml;r Zwecke des Verlustabzugs nach &sect;&nbsp;10a GewStG anteilig der atypisch stillen Gesellschafterin (632.500&nbsp;DM) und der Kl&auml;gerin (1.120.996&nbsp;DM) zuzurechnen. Dabei k&ouml;nne &#8211;so nunmehr das FA&#8211; der auf die Kl&auml;gerin entfallende Gewerbeertrag nicht mit dem auf den 31.&nbsp;Dezember 2000 festgestellten vortragsf&auml;higen Gewerbeverlust (1.873.849&nbsp;DM) verrechnet werden. Denn gewerbesteuerlicher Unternehmer des bis zum 31.&nbsp;Dezember 2000 auf der Ebene der Kl&auml;gerin unterhaltenen Gewerbebetriebs sei nicht die Kl&auml;gerin, sondern seien deren Gesellschafter. Die Kl&auml;gerin habe deshalb den Verlust nicht in eigener Person erlitten, so dass insoweit keine Unternehmeridentit&auml;t vorliege. Deshalb sei die Entscheidung des FA, den Verlustabzug auf einen Teilbetrag von 1.120.996&nbsp;DM zu begrenzen, aus Sicht der Kl&auml;gerin in keinem Fall zu beanstanden. Eine Verb&ouml;serung komme im finanzgerichtlichen Verfahren nicht in Betracht. Dahingestellt k&ouml;nne bleiben, ob das FG den Verlustabzug in Bezug auf den auf die B als stille Gesellschafterin entfallenden Gewerbeertrag f&uuml;r den Erhebungszeitraum 2001 zu Recht versagt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Anhand der Feststellungen des FG kann der BFH nicht abschlie&szlig;end pr&uuml;fen, ob Gewerbesteuermessbetrag und vortragsf&auml;higer Gewerbeverlust betragsm&auml;&szlig;ig zutreffend errechnet worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Soweit die Kl&auml;gerin im Revisionsverfahren nicht mehr die ersatzlose Aufhebung der beiden angefochtenen Bescheide beantragt, sondern die Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrags und die Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlusts mit der Ma&szlig;gabe zu &auml;ndern begehrt, dass der ungek&uuml;rzte Gewerbeertrag bei der Verlustverrechnung ber&uuml;cksichtigt wird, liegt darin eine zul&auml;ssige Einschr&auml;nkung des urspr&uuml;nglichen Klagebegehrens. Dass damit eine betragsm&auml;&szlig;ige Herabsetzung des festzustellenden vortragsf&auml;higen Gewerbeverlusts verbunden ist, l&auml;sst das Rechtsschutzinteresse der Kl&auml;gerin insoweit nicht entfallen. Denn die Herabsetzung des f&uuml;r sp&auml;tere Verrechnungen noch verf&uuml;gbaren Verlustbetrags ist eine notwendige Folge der von der Kl&auml;gerin begehrten h&ouml;heren Verrechnung im Streitjahr (vgl. BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Juni 2011 IV&nbsp;R&nbsp;11\/08, BFHE 234, 353, BStBl II 2011, 903, Rz&nbsp;9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Im Ansatz zutreffend hat das FG angenommen, dass die f&uuml;r die Kl&auml;gerin zum Ende des Jahres 2000 festgestellten vortragsf&auml;higen Verluste insoweit zur Verrechnung mit dem Gewerbeertrag der KG &#038; Still heranzuziehen sind, als der Gewerbeertrag auf die Kl&auml;gerin entf&auml;llt. Der Senat kann allerdings nicht mit Sicherheit ausschlie&szlig;en, dass die Kl&auml;gerin durch die vom FA auf dieser Grundlage vorgenommene Verrechnung in ihren Rechten verletzt ist, weil die ber&uuml;cksichtigten Betr&auml;ge nicht nachvollzogen werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10a Satz&nbsp;1 GewStG wird der ma&szlig;gebende Gewerbeertrag um die Fehlbetr&auml;ge gek&uuml;rzt, die sich bei der Ermittlung des ma&szlig;gebenden Gewerbeertrags f&uuml;r die vorangegangenen Erhebungszeitr&auml;ume nach den Vorschriften der &sect;&sect;&nbsp;7 bis 10 GewStG ergeben haben, soweit die Fehlbetr&auml;ge nicht bei der Ermittlung des Gewerbeertrags f&uuml;r die vorangegangenen Erhebungszeitr&auml;ume ber&uuml;cksichtigt worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die K&uuml;rzung des Gewerbeertrags setzt nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH sowohl Unternehmensidentit&auml;t als auch Unternehmeridentit&auml;t voraus (z.B. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 171, 246, BStBl II 1993, 616; BFH-Urteil vom 6.&nbsp;September 2000 IV&nbsp;R&nbsp;69\/99, BFHE 193, 151, BStBl II 2001, 731).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Unternehmensidentit&auml;t bedeutet, dass der Gewerbeverlust bei demselben Gewerbebetrieb entstanden sein muss, dessen Gewerbeertrag in dem ma&szlig;geblichen Erhebungszeitraum gek&uuml;rzt werden soll (BFH-Urteil vom 14.&nbsp;M&auml;rz 2006 I&nbsp;R&nbsp;1\/04, BFHE 213, 38, BStBl II 2006, 549, m.w.N.). Dabei ist unter Gewerbebetrieb die tats&auml;chlich ausge&uuml;bte gewerbliche Bet&auml;tigung zu verstehen (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG i.V.m. &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 EStG). Ob diese die gleiche geblieben ist, muss nach dem Gesamtbild der T&auml;tigkeit unter Ber&uuml;cksichtigung ihrer wesentlichen Merkmale, wie insbesondere der Art der Bet&auml;tigung, des Kunden- und Lieferantenkreises, der Arbeitnehmerschaft, der Gesch&auml;ftsleitung, der Betriebsst&auml;tten sowie der Zusammensetzung des Aktivverm&ouml;gens beurteilt werden (z.B. BFH-Urteile vom 12.&nbsp;Januar 1978 IV&nbsp;R&nbsp;26\/73, BFHE 124, 348, BStBl II 1978, 348; vom 14.&nbsp;September 1993 VIII&nbsp;R&nbsp;84\/90, BFHE 174, 233, BStBl II 1994, 764, und vom 27.&nbsp;November 2008 IV&nbsp;R&nbsp;72\/06, BFH\/NV 2009, 791).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Begr&uuml;ndet der Inhaber eines Handelsgewerbes an seinem gesamten Betrieb eine stille Gesellschaft und ist die Gesellschaft ertragsteuerlich als Mitunternehmerschaft anzusehen, weil der stille Gesellschafter Mitunternehmerinitiative entfalten kann und Mitunternehmerrisiko tr&auml;gt (vgl. hierzu etwa Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 25.&nbsp;Juni 1984 GrS&nbsp;4\/82, BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751, unter C.V.3.c der Gr&uuml;nde; BFH-Urteil vom 22.&nbsp;August 2002 IV&nbsp;R&nbsp;6\/01, BFH\/NV 2003, 36), wird das Unternehmen des Inhabers des Handelsgewerbes f&uuml;r die Dauer des Bestehens der atypisch stillen Gesellschaft ertragsteuerlich der Mitunternehmerschaft zugeordnet. Zwischen dem Unternehmen des Inhabers des Handelsgewerbes vor Begr&uuml;ndung der stillen Gesellschaft und dem sp&auml;ter von ihm f&uuml;r Rechnung der stillen Gesellschaft gef&uuml;hrten Unternehmen besteht gewerbesteuerliche Unternehmensidentit&auml;t (BFH-Urteil vom 11.&nbsp;Oktober 2012 IV&nbsp;R&nbsp;38\/09, BFHE 240, 90, BStBl II 2013, 958, Rz&nbsp;26, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die im Streitfall zwischen der stillen Gesellschafterin B und der Kl&auml;gerin begr&uuml;ndete stille Gesellschaft erf&uuml;llte alle Voraussetzungen einer Mitunternehmerschaft, weil B (auch) als stille Gesellschafterin Mitwirkungsrechte wie ein Kommanditist hatte und am Gewinn und &#8211;bis zur H&ouml;he ihrer Einlage&#8211; am Verlust sowie an den stillen Reserven beteiligt war. Dies ist zwischen den Beteiligten ebenso unstreitig wie die gewerbesteuerliche Konsequenz, dass das im Streitjahr f&uuml;r Rechnung der KG &#038; Still betriebene Unternehmen identisch mit dem zuvor von der Kl&auml;gerin allein betriebenen Unternehmen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Unternehmeridentit&auml;t bedeutet, dass der Steuerpflichtige, der den Verlustabzug in Anspruch nimmt, den Gewerbeverlust zuvor in eigener Person erlitten haben muss. Der Steuerpflichtige muss danach sowohl zur Zeit der Verlustentstehung als auch im Jahre der Entstehung des positiven Gewerbeertrags Unternehmensinhaber gewesen sein (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 171, 246, BStBl II 1993, 616, unter C.II.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Bei einer Personengesellschaft sind die Gesellschafter, die unternehmerisches Risiko tragen und unternehmerische Initiative aus&uuml;ben k&ouml;nnen, die (Mit-)Unternehmer des Betriebs (&sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG). Als Mitunternehmer einer gewerblichen Personengesellschaft erzielen sie auf der Grundlage ihrer gesellschaftsrechtlichen Verbindung nicht nur &#8211;strukturell gleich einem Einzelunternehmer&#8211; in eigener Person gewerbliche Eink&uuml;nfte; vielmehr sind sie auch gewerbesteuerrechtlich Tr&auml;ger des Verlustabzugs und deshalb sachlich gewerbesteuerpflichtig (vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 171, 246, BStBl II 1993, 616, zu C.III.6.a und b und C.III.9.; BFH-Urteil in BFHE 224, 364). Die zun&auml;chst von der Rechtsprechung entwickelten Grunds&auml;tze zur mitunternehmerbezogenen Verlustverrechnung hat der Gesetzgeber mit den durch das Jahressteuergesetz 2007 vom 13.&nbsp;Dezember 2006 (BGBl I 2006, 2878) in &sect;&nbsp;10a GewStG eingef&uuml;gten S&auml;tzen 4 und 5 best&auml;tigt (BFH-Urteil in BFHE 234, 353, BStBl II 2011, 903, Rz&nbsp;13). Sie gelten auch f&uuml;r die atypisch stille Gesellschaft (vgl. BFH-Urteil in BFHE 224, 364).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Folge der mitunternehmerbezogenen Verlustverrechnung ist, dass beim Ausscheiden eines Mitunternehmers der Verlustabzug gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10a GewStG verlorengeht, soweit der Fehlbetrag anteilig auf den ausgeschiedenen Mitunternehmer entf&auml;llt (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteile in BFHE 234, 353, BStBl II 2011, 903, Rz&nbsp;13, und vom 11.&nbsp;Oktober 2012&nbsp;IV&nbsp;R&nbsp;3\/09, BFHE 239, 130, BStBl II 2013, 176, Rz&nbsp;15). Der Verlustabzug entf&auml;llt selbst dann, wenn die Beteiligung eines Gesellschafters nur kurzfristig dadurch unterbrochen wird, dass er seinen Gesellschaftsanteil auf eine Schwestergesellschaft &uuml;bertr&auml;gt, der eine &quot;logische Sekunde&quot; sp&auml;ter das Verm&ouml;gen der Ursprungsgesellschaft anw&auml;chst (BFH-Urteil in BFHE 239, 130, BStBl II 2013, 176). Im Falle sog. doppelst&ouml;ckiger Personengesellschaften (Oberpersonengesellschaft h&auml;lt Anteil an Unterpersonengesellschaft) ist die Oberpersonengesellschaft nicht nur Gesellschafterin, sondern unter der Voraussetzung auch Mitunternehmerin der Unterpersonengesellschaft und damit Tr&auml;gerin des Verlustabzugs, dass sie an letzterer Gesellschaft mitunternehmerisch beteiligt ist, also selbst die allgemeinen Merkmale des Mitunternehmerbegriffs erf&uuml;llt (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 171, 246, BStBl II 1993, 616, unter C.III.6.a&nbsp;cc). Dies hat einerseits zur Folge, dass ein Wechsel im Kreis der Gesellschafter der Oberpersonengesellschaft die Unternehmeridentit&auml;t bez&uuml;glich der Unterpersonengesellschaft unber&uuml;hrt l&auml;sst (BFH-Urteile in BFHE 193, 151, BStBl II 2001, 731; vom 13.&nbsp;November 1984 VIII&nbsp;R&nbsp;312\/82, BFHE 143, 135, BStBl II 1985, 334). Andererseits ergibt sich daraus, dass der Verlustabzug nach &sect;&nbsp;10a GewStG selbst dann (anteilig) entf&auml;llt, wenn der aus der Unterpersonengesellschaft ausscheidende Gesellschafter &uuml;ber die Oberpersonengesellschaft weiterhin mittelbar an der Unterpersonengesellschaft beteiligt bleibt (BFH-Urteil in BFHE 224, 364) oder der Gesellschafter der Oberpersonengesellschaft infolge Untergangs der Oberpersonengesellschaft durch Anteilsvereinigung zum unmittelbaren Gesellschafter der bisherigen Unterpersonengesellschaft wird (BFH-Urteil vom 3.&nbsp;Februar 2010 IV&nbsp;R&nbsp;59\/07, BFH\/NV 2010, 1492).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Bringt der bisherige Einzelunternehmer seinen Betrieb in eine Personengesellschaft nach &sect;&nbsp;24 des Umwandlungssteuergesetzes (UmwStG) ein, geht der Verlustabzug aus dem Einzelunternehmen allerdings nicht verloren, sofern die Unternehmensidentit&auml;t gewahrt bleibt. Denn als Mitunternehmer beh&auml;lt der Einbringende seine Unternehmerstellung bei. Mit dem auf ihn entfallenden Gewerbeertrag kann er zuvor als Einzelunternehmer erlittene Verluste verrechnen; nur soweit der Gewerbeertrag auf andere Gesellschafter entf&auml;llt, fehlt es an der erforderlichen Unternehmeridentit&auml;t (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 171, 246, BStBl II 1993, 616, unter C.III.9.c; BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Dezember 1989 IV&nbsp;R&nbsp;117\/88, BFHE 159, 528, BStBl II 1990, 436, unter 6.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nicht anders kann es sich nach &Uuml;berzeugung des Senats verhalten, wenn eine Personengesellschaft ihren Betrieb in eine andere Personengesellschaft einbringt, auch wenn dadurch eine doppelst&ouml;ckige Struktur entsteht. Denn die Mitunternehmer behalten mittelbar ihre Unternehmerstellung bei. Insoweit hat die vom Gro&szlig;en Senat des BFH betonte Grundwertung, dass die Gesellschafter Mitunternehmer des Betriebs sind, Vorrang vor der zivilrechtlich orientierten Betrachtungsweise, dass mit der Einbringung die einbringende Gesellschaft zur Obergesellschaft und damit selbst zur Mitunternehmerin geworden ist (vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 171, 246, BStBl II 1993, 616, unter C.III.6.a&nbsp;cc). Vortragsf&auml;hige Verluste der im Zeitpunkt der Einbringung beteiligten Mitunternehmer k&ouml;nnen demnach mit dem Teil des Gewerbeertrags der Untergesellschaft verrechnet werden, der auf die Obergesellschaft entf&auml;llt. Scheidet sp&auml;ter einer der betreffenden Mitunternehmer aus der Obergesellschaft aus, geht der auf ihn entfallende Verlustvortrag allerdings unter.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Im Streitfall ist durch die Errichtung der stillen Gesellschaft eine doppelst&ouml;ckige Struktur entstanden. Denn ertragsteuerlich wird der Betrieb der Kl&auml;gerin seit Errichtung der atypisch stillen Gesellschaft jener als eigenst&auml;ndiger Mitunternehmerschaft zugeordnet. Die Entstehung der atypisch stillen Gesellschaft ist demnach ertragsteuerlich als Einbringung des Betriebs der Kl&auml;gerin in die stille Gesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;24 UmwStG zu w&uuml;rdigen. Die Kl&auml;gerin ist damit zur Gesellschafterin der atypisch stillen Gesellschaft und folglich zur Obergesellschaft im Rahmen einer doppelst&ouml;ckigen Gesellschaftsstruktur geworden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass die stille Gesellschafterin bereits Kommanditistin der Kl&auml;gerin war, ist in diesem Zusammenhang ohne Bedeutung. Die Gesellschafter haben sich bewusst daf&uuml;r entschieden, die Zuf&uuml;hrung von Kapital nicht in Gestalt der Erh&ouml;hung der bisherigen Kommanditeinlage, sondern durch Errichtung einer stillen Gesellschaft zwischen der Kl&auml;gerin und der Kommanditistin vorzunehmen. Da die stille Gesellschaft als atypisch stille Gesellschaft und damit als eigenst&auml;ndige Mitunternehmerschaft ausgeformt worden ist, kommt es nicht in Betracht, die stille Einlage mit der Kommanditbeteiligung zu einer einheitlichen Mitunternehmerstellung zusammenzufassen. Nur wenn ein Mitunternehmer zus&auml;tzlich eine typisch stille Einlage leistet, ist diese als Bestandteil einer einheitlichen mitunternehmerischen Beteiligung zu behandeln (BFH-Urteil vom 23.&nbsp;April 2009 IV&nbsp;R&nbsp;73\/06, BFHE 225, 343, BStBl II 2010, 40). Die Errichtung der atypisch stillen Gesellschaft bewirkt damit, dass die Gesellschafterin B zugleich als Kommanditistin an der Obergesellschaft und als stille Gesellschafterin an der Untergesellschaft beteiligt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) F&uuml;r die Verrechnung der gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin auf den 31.&nbsp;Dezember 2000 festgestellten vortragsf&auml;higen Gewerbeverluste bedeutet die Einbringung des Betriebs der Kl&auml;gerin in die stille Gesellschaft, dass die Verluste mit dem Teil des Gewerbeertrags der stillen Gesellschaft verrechnet werden k&ouml;nnen, der auf die Kl&auml;gerin und damit mittelbar auf deren damalige Gesellschafter entf&auml;llt. Soweit der Gewerbeertrag auf die stille Gesellschafterin entf&auml;llt, k&ouml;nnen die Verluste nicht zur Verrechnung genutzt werden, ungeachtet dessen, dass es sich bei der Gesellschafterin um dieselbe Person handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FA ist bei Erlass der angefochtenen Bescheide von dem vorstehend beschriebenen Rechtsverst&auml;ndnis ausgegangen. Zahlenm&auml;&szlig;ig stimmen die Bescheide aber nach Ansicht des Senats nicht mit den Betr&auml;gen &uuml;berein, die sich bei Zugrundelegung jener Rechtsauffassung als Gewerbesteuermessbetrag 2001 und vortragsf&auml;higer Gewerbeverlust auf den 31.&nbsp;Dezember 2001 ergeben m&uuml;ssten. Ausgehend von einer Beteiligung der Kl&auml;gerin an der stillen Gesellschaft von 1600\/2416 betr&auml;gt der auf die Kl&auml;gerin entfallende Teil des wohl unstreitigen Gewerbeertrags 1.161.256&nbsp;DM. Dieser Betrag k&ouml;nnte vollst&auml;ndig mit Verlustvortr&auml;gen verrechnet werden, so dass nur der auf die stille Gesellschafterin entfallende Teilbetrag von 592.240&nbsp;DM als Gewerbeertrag der stillen Gesellschaft verbliebe. Das FA ist jedoch von einem h&ouml;heren Betrag ausgegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da Feststellungen zu der Berechnung des Gewerbeertrags und des verbleibenden vortragsf&auml;higen Gewerbeverlusts bisher nicht getroffen worden sind, verweist der Senat das Verfahren an das FG zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.4.2014, IV R 34\/10 Nutzung des gewerbesteuerlichen Verlustvortrags bei Beteiligung eines Kommanditisten als atypisch stiller Gesellschafter der KG &#8211; Entstehung einer doppelst&ouml;ckigen Mitunternehmerschaft Leits&auml;tze 1. Bringt eine Personengesellschaft ihren Gewerbebetrieb in eine andere Personengesellschaft ein, k&ouml;nnen vortragsf&auml;hige Gewerbeverluste bei fortbestehender Unternehmensidentit&auml;t mit dem Teil des Gewerbeertrags der Untergesellschaft verrechnet werden, der auf &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-34-10-nutzung-des-gewerbesteuerlichen-verlustvortrags-bei-beteiligung-eines-kommanditisten-als-atypisch-stiller-gesellschafter-der-kg-entstehung-einer-doppelstoeckigen-mitunternehmerschaft\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;34\/10 &#8211; Nutzung des gewerbesteuerlichen Verlustvortrags bei Beteiligung eines Kommanditisten als atypisch stiller Gesellschafter der KG &#8211; Entstehung einer doppelst&ouml;ckigen Mitunternehmerschaft<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-62820","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62820","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62820"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62820\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62820"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62820"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62820"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}