{"id":62827,"date":"2014-07-21T05:40:33","date_gmt":"2014-07-21T03:40:33","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62827"},"modified":"2014-07-21T05:40:33","modified_gmt":"2014-07-21T03:40:33","slug":"xi-r-24-13-kein-kindergeld-fuer-behindertes-kind-in-haft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-24-13-kein-kindergeld-fuer-behindertes-kind-in-haft\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;24\/13 &#8211; Kein Kindergeld f&uuml;r behindertes Kind in Haft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.4.2014, XI R 24\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Kein Kindergeld f&uuml;r behindertes Kind in Haft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die Behinderung eines Kindes ist f&uuml;r dessen Unf&auml;higkeit zum Selbstunterhalt nicht urs&auml;chlich, wenn es sich in Untersuchungs- und anschlie&szlig;ender Strafhaft befindet, selbst wenn die Straftat durch die Behinderung gef&ouml;rdert wurde.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) ist der Vater seines &#8230; geborenen Sohnes S, dessen Grad der Behinderung seit 2004 infolge einer psychischen Erkrankung &#8230; betr&auml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>S t&ouml;tete vors&auml;tzlich, jedoch im Zustand der verminderten Schuldf&auml;higkeit, eine Person. Das Landgericht X verurteilte S, der noch am Tag der Tat festgenommen und in Untersuchungshaft genommen worden war, wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe. S trat die Haft an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragte Kindergeld f&uuml;r S ab Januar 2004.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beklagte und Revisionskl&auml;gerin (Familienkasse) lehnte den Antrag des Kl&auml;gers mit Bescheid vom &#8230; ab; den hiergegen eingelegten Einspruch des Kl&auml;gers wies sie mit Einspruchsentscheidung vom &#8230; als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Verlauf des anschlie&szlig;enden finanzgerichtlichen Verfahrens holte das Finanzgericht (FG) ein fachpsychiatrisches Gutachten ein. Danach war S infolge seiner Behinderung seit 2004 au&szlig;erstande, selbst f&uuml;r seinen Lebensunterhalt zu sorgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse &auml;nderte hierauf mit Bescheid vom &#8230; den angefochtenen Ablehnungsbescheid vom &#8230; in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom &#8230; und setzte nunmehr Kindergeld f&uuml;r S f&uuml;r den Zeitraum von Januar 2005 bis April 2007 fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Monate Januar bis Dezember 2004 sowie Mai 2007 bis M&auml;rz 2009 trat die Familienkasse der Klage weiterhin entgegen. Die Einnahmen und Bez&uuml;ge des S f&uuml;r das Jahr 2004 seien so hoch gewesen, dass er selbst f&uuml;r seinen Lebensunterhalt in der Zeit von Januar 2004 bis Dezember 2004 habe aufkommen k&ouml;nnen. F&uuml;r die Zeitr&auml;ume ab Mai 2007 komme es nicht darauf an, ob S wegen seiner Behinderung au&szlig;erstande gewesen sei, sich selbst zu unterhalten, weil er sich ab &#8230; in Haft befunden habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten erkl&auml;rten den Rechtsstreit hinsichtlich der Streitzeitr&auml;ume Januar 2004 bis April 2007 und in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG hinsichtlich Januar 2008 bis Juli 2008 &uuml;bereinstimmend in der Hauptsache f&uuml;r erledigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage hatte in dem noch streitigen Umfang Erfolg. Das FG entschied, dass S, f&uuml;r den vor Vollendung des 25.&nbsp;Lebensjahrs ein Grad der Behinderung von &#8230; festgestellt worden sei, auch w&auml;hrend seiner Inhaftierung in den Monaten &#8230; bis &#8230; und &#8230; bis &#8230; (Streitzeitraum) infolge seiner Behinderung au&szlig;erstande gewesen sei, selbst f&uuml;r seinen Lebensunterhalt i.S. des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) zu sorgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es f&uuml;hrte zur Begr&uuml;ndung im Wesentlichen aus, entgegen der herrschenden Auffassung, wonach mit der Inhaftierung bzw. Unterbringung eines behinderten Kindes die Kausalit&auml;t zwischen dessen Behinderung und Unf&auml;higkeit, f&uuml;r den eigenen Lebensunterhalt aufzukommen, entfalle, seien auch insoweit die Gesamtumst&auml;nde des Einzelfalles zu w&uuml;rdigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei einer Tatbegehung durch ein behindertes Kind k&ouml;nnten Kriterien vorliegen, nach denen (unmittelbar) die Behinderung Grund f&uuml;r die Verfehlung gewesen sei und diese damit (mittelbar) erheblich zu der Unf&auml;higkeit zum Selbstunterhalt beitrage, weil das Kind infolge der anschlie&szlig;enden strafrechtlichen Inhaftierung bzw. Unterbringung nicht erwerbst&auml;tig sein k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall sei die Behinderung des S erhebliche Mitursache f&uuml;r seine Tat gewesen, sodass auch die anschlie&szlig;ende Inhaftierung erheblich durch die Behinderung verursacht worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der vom FG zugelassenen Revision r&uuml;gt die Familienkasse die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie bringt vor, an einer (Mit-)Urs&auml;chlichkeit der Behinderung f&uuml;r eine Unf&auml;higkeit des Kindes zum Selbstunterhalt i.S. des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG fehle es, wenn das behinderte Kind aufgrund einer strafrechtlichen Verurteilung untergebracht sei, weil es schon deswegen keiner Erwerbst&auml;tigkeit nachgehen k&ouml;nne. Insofern stehe ein behindertes Kind w&auml;hrend seiner Inhaftierung einem nicht behinderten inhaftierten Kind gleich. Aus diesem Grund komme f&uuml;r das behinderte Kind w&auml;hrend seiner Inhaftierung ebenfalls kein Kindergeldanspruch in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unerheblich sei, ob die Behinderung miturs&auml;chlich f&uuml;r die begangene Straftat sei. Der Umstand, dass die Begehung der Straftat, die zur Inhaftierung des Kindes gef&uuml;hrt habe, ggf. durch eine psychische Behinderung gef&ouml;rdert worden sei, k&ouml;nne keine Kausalit&auml;t i.S. des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG begr&uuml;nden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er tritt der Revision entgegen. Die Auslegung des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz 1 Nr.&nbsp;3 EStG durch die Familienkasse dahingehend, dass die Gew&auml;hrung von Kindergeld f&uuml;r ein behindertes, inhaftiertes und wegen seiner Behinderung zum Selbstunterhalt unf&auml;higes Kind grunds&auml;tzlich ausgeschlossen sei, sei nach dem Wortlaut des Gesetzes nicht m&ouml;glich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Behinderung sei auch dann kausal f&uuml;r die Unf&auml;higkeit zum Selbstunterhalt i.S. des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz 1 Nr.&nbsp;3 EStG, wenn sie &#8211;wovon das FG zu Recht ausgegangen sei&#8211; nicht nur urs&auml;chlich f&uuml;r die fehlende Erwerbst&auml;tigkeit an sich, sondern auch miturs&auml;chlich f&uuml;r die Inhaftierung des behinderten Kindes gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die vom FG vorgenommene Auslegung des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz 1 Nr.&nbsp;3 EStG werde auch durch die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Ber&uuml;cksichtigung eines Kindes, das seine Berufsausbildung aufgrund einer Inhaftierung habe unterbrechen m&uuml;ssen, gest&uuml;tzt. Denn nach dem BFH-Urteil vom 20.&nbsp;Juli 2006 III&nbsp;R&nbsp;69\/04 (BFH\/NV 2006, 2067) sei ein Kind weiterhin als in Ausbildung befindlich i.S. des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG zu behandeln, wenn es in Untersuchungshaft genommen werde oder wegen eines laufenden Strafverfahrens im Ausland nicht ausreisen d&uuml;rfe und deshalb eine begonnene Ausbildung nicht fortsetzen k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Im Streitfall hat zum 1.&nbsp;Mai 2013 ein gesetzlicher Beteiligtenwechsel stattgefunden; Beklagte und Revisionskl&auml;gerin ist nunmehr die Familienkasse &#8230; (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 16.&nbsp;Mai 2013 III&nbsp;R&nbsp;8\/11, BFHE 241, 511, BStBl II 2013, 1040, Rz&nbsp;11; vom 28.&nbsp;Mai 2013 XI&nbsp;R&nbsp;38\/11, BFH\/NV 2013, 1774, Rz&nbsp;14). Das Rubrum des Verfahrens ist deshalb zu &auml;ndern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:90\"pt>\n<tr>\n<td>III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf die Revision der Familienkasse hin war die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage hinsichtlich des noch streitigen Zeitraums abzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger hat &#8211;entgegen der Auffassung des FG&#8211; keinen Anspruch auf Kindergeld f&uuml;r die noch streitigen Monate, in denen S inhaftiert war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Ein Anspruch auf Kindergeld f&uuml;r ein Kind, das das 18.&nbsp;Lebensjahr vollendet hat, besteht unter den weiteren &#8211;hier nicht streitigen&#8211; Voraussetzungen nach &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, &sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG u.a., wenn &#8211;was vorliegend allein in Frage kommt&#8211; dieses wegen k&ouml;rperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung au&szlig;erstande ist, sich selbst zu unterhalten und die Behinderung vor Vollendung des 25.&nbsp;Lebensjahrs &#8211;bei Eintritt der Behinderung vor dem 1.&nbsp;Januar 2007 des 27.&nbsp;Lebensjahrs (&sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;40 Satz&nbsp;8 EStG)&#8211; eingetreten ist (&sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) F&uuml;r den &#8230; geborenen S wurde &#8211;was durch die Vorlage des Schwerbehindertenausweises nachgewiesen und im &Uuml;brigen zwischen den Beteiligten auch unstreitig ist&#8211; ab 2004, mithin vor Vollendung dessen 25.&nbsp;Lebensjahrs, infolge einer psychischen Erkrankung ein Grad der Behinderung von &#8230; festgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz 1 Nr.&nbsp;3 EStG stellt indes nicht allein darauf ab, dass ein Kind k&ouml;rperlich, geistig oder seelisch behindert ist. Vielmehr muss es &quot;wegen&quot; seiner Behinderung au&szlig;erstande sein, sich selbst zu unterhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ein behindertes Kind ist imstande, sich selbst zu unterhalten, wenn es &uuml;ber eine wirtschaftliche Leistungsf&auml;higkeit verf&uuml;gt, die zur Bestreitung seines gesamten existenziellen Lebensbedarfs ausreicht (vgl. dazu z.B. BFH-Urteile vom 4.&nbsp;November 2003 VIII&nbsp;R&nbsp;43\/02, BFHE 204, 120, BStBl II 2010, 1046, unter II.1.c; vom 23.&nbsp;Februar 2012 V&nbsp;R&nbsp;39\/11, BFH\/NV 2012, 1584, Rz&nbsp;16; vom 8.&nbsp;August 2013 III&nbsp;R&nbsp;30\/12, BFH\/NV 2014, 498, Rz&nbsp;15). Hieran fehlt es, soweit die Behinderung einer Erwerbst&auml;tigkeit entgegensteht und das Kind keine anderen Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge hat (vgl. dazu BFH-Urteil vom 15.&nbsp;Oktober 1999 VI&nbsp;R&nbsp;40\/98, BFHE 189, 449, BStBl II 2000, 75, unter II.1.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach dem Wortlaut des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG muss ein kindergeldrechtlich zu ber&uuml;cksichtigendes Kind &quot;wegen&quot; seiner Behinderung au&szlig;erstande sein, sich selbst zu unterhalten; die Behinderung muss somit urs&auml;chlich f&uuml;r die Unf&auml;higkeit zum Selbstunterhalt sein (vgl. dazu auch FG N&uuml;rnberg, Urteil vom 17.&nbsp;Januar 2008 IV 352\/2005, nicht ver&ouml;ffentlicht &#8211;n.v.&#8211;, juris; FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 12.&nbsp;Januar 2010&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;2465\/08, EFG 2010, 658).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Soweit der Kl&auml;ger hiergegen vorbringt, &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG k&ouml;nne nach seinem Wortlaut nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die Inhaftierung eines behinderten Kindes, das wegen seiner Behinderung zum Selbstunterhalt unf&auml;hig sei, die Kindergeldgew&auml;hrung grunds&auml;tzlich ausschlie&szlig;e, vermag der Senat dem nicht zu folgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wenn ein Kind nach &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG kindergeldrechtlich (dann) zu ber&uuml;cksichtigen ist, wenn es &quot;wegen&quot; seiner Behinderung au&szlig;erstande ist, sich selbst zu unterhalten, stehen weder Wortlaut noch Wortsinn dieser Vorschrift dem entgegen, dass ein behindertes Kind keine Ber&uuml;cksichtigung findet, weil es schon aufgrund seiner Inhaftierung zum Selbstunterhalt unf&auml;hig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) F&uuml;r behinderte Kinder, die aufgrund einer strafrechtlichen Verurteilung untergebracht sind, besteht kein Anspruch auf Kindergeld nach &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG (vgl. dazu BFH-Beschl&uuml;sse vom 25.&nbsp;Februar 2009 III&nbsp;B&nbsp;47\/08, BFH\/NV 2009, 929; vom 8.&nbsp;November 2012 VI&nbsp;B&nbsp;86\/12, BFH\/NV 2013, 371; ferner Senatsurteil vom 23.&nbsp;Januar 2013 XI&nbsp;R&nbsp;50\/10, BFHE 240, 300, BStBl II 2013, 916, Rz&nbsp;19).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Denn in diesen F&auml;llen ist &#8211;entgegen der Auffassung der Vorinstanz&#8211; die Urs&auml;chlichkeit der Behinderung f&uuml;r die Unf&auml;higkeit zum Selbstunterhalt zu verneinen (vgl. dazu BFH-Beschl&uuml;sse in BFH\/NV 2009, 929; in BFH\/NV 2013, 371). Treten &#8211;wie hier mit der Inhaftierung&#8211; andere, die behinderungsbedingte Unf&auml;higkeit zum Selbstunterhalt insoweit &uuml;berholende Ursachen hinzu, ist Kindergeld selbst dann zu versagen, wenn die Begehung der zur Inhaftierung f&uuml;hrenden Straftat behinderungsbedingt ist (vgl. dazu auch FG Rheinland-Pfalz in EFG 2010, 658; Nieders&auml;chsisches FG, Beschluss vom 28.&nbsp;November 2012&nbsp;&nbsp;2&nbsp;K&nbsp;240\/12, EFG 2013, 787). W&auml;hrend der Haft ist ein Kind unabh&auml;ngig davon, ob es behindert ist oder nicht, grunds&auml;tzlich au&szlig;erstande einer Erwerbst&auml;tigkeit nachzugehen (vgl. dazu FG N&uuml;rnberg, Urteil vom 17.&nbsp;Januar 2008 IV&nbsp;352\/2005, n.v., juris). In diesen F&auml;llen steht &#8211;worauf die Familienkasse zu Recht hinweist&#8211; nicht die Behinderung eines Kindes der Aus&uuml;bung einer Erwerbst&auml;tigkeit zur Bestreitung des Lebensunterhalts entgegen, sondern die Inhaftierung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Inhaftierung begr&uuml;ndet ebenso wie eine allgemeine Situation auf dem Arbeitsmarkt oder andere Umst&auml;nde, wie z.B. mangelnde Mitwirkung bei der Arbeitsvermittlung oder Ablehnung von Stellenangeboten, die zur Arbeitslosigkeit des behinderten Kindes und damit zu dessen Unf&auml;higkeit zum Selbstunterhalt f&uuml;hren (vgl. dazu z.B. BFH-Urteile vom 19.&nbsp;November 2008 III&nbsp;R&nbsp;105\/07, BFHE 223, 365, BStBl II 2010, 1057, unter II.1.a; vom 15.&nbsp;M&auml;rz 2012 III&nbsp;R&nbsp;29\/09, BFHE 237, 68, BStBl II 2012, 892, Rz&nbsp;13; Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 22.&nbsp;November 2010 IV&nbsp;C&nbsp;4-S&nbsp;2282\/07\/0006-01, 2010\/0912635, BStBl I 2010, 1346), keine Ber&uuml;cksichtigung als Kind nach &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Aus dem Einwand des Kl&auml;gers, die vom FG getroffene Auslegung des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG stehe im Einklang mit der Rechtsprechung des BFH, wonach ein in Untersuchungshaft genommenes Kind ausnahmsweise weiterhin als in Ausbildung befindlich zu behandeln ist, wenn es die begonnene Ausbildung in der Haft nicht fortsetzt (vgl. dazu BFH-Urteil in BFH\/NV 2006, 2067; ferner Senatsurteil in BFHE 240, 300, BStBl II 2013, 916), folgt nichts anderes. Denn diese Rechtsprechung betrifft andere Sachverhalte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Der BFH hatte in seinem in BFH\/NV 2006, 2067 zu entscheidenden Fall ma&szlig;geblich darauf abgestellt, dass das seinerzeit in Polen inhaftierte Kind die Unterbrechung seiner Ausbildung nicht zu vertreten hatte, weil es letztlich vom Tatvorwurf freigesprochen worden war (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 2006, 2067, unter II.1.c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Im Streitfall hat S mit der T&ouml;tung einer Person dagegen eine Straftat begangen, f&uuml;r die er rechtskr&auml;ftig zu einer Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Ein derartiger Sachverhalt ist unabh&auml;ngig von der subjektiven Sicht des Kindes und dessen Schuldf&auml;higkeit von vornherein nicht vergleichbar mit dem Fall, &uuml;ber den der BFH in BFH\/NV 2006, 2067 befunden hat (vgl. dazu Senatsurteil in BFHE 240, 300, BStBl II 2013, 916, Rz&nbsp;18, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die Revision der Familienkasse Erfolg hat, kann auch die Kostenentscheidung des FG keinen Bestand haben. Der Senat h&auml;lt es f&uuml;r angemessen, &uuml;ber die Kosten nach Verfahrensabschnitten zu entscheiden. Auch eine solche Entscheidung wahrt den Grundsatz der Einheitlichkeit der Kostenentscheidung (vgl. dazu BFH-Urteile vom 30.&nbsp;April 2003 II&nbsp;R&nbsp;6\/01, BFH\/NV 2004, 341; vom 6.&nbsp;Juli 1999 VIII&nbsp;R&nbsp;17\/97, BFHE 189, 302, BStBl II 2000, 306; vom 10.&nbsp;Dezember 2009 V&nbsp;R&nbsp;13\/08, BFH\/NV 2010, 960; vom 4.&nbsp;August 2011 III&nbsp;R&nbsp;71\/10, BFHE 235, 203, BStBl II 2013, 380; vom 24.&nbsp;Juli 2013 XI&nbsp;R&nbsp;24\/12, BFH\/NV 2013, 1920).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.4.2014, XI R 24\/13 Kein Kindergeld f&uuml;r behindertes Kind in Haft Leits&auml;tze Die Behinderung eines Kindes ist f&uuml;r dessen Unf&auml;higkeit zum Selbstunterhalt nicht urs&auml;chlich, wenn es sich in Untersuchungs- und anschlie&szlig;ender Strafhaft befindet, selbst wenn die Straftat durch die Behinderung gef&ouml;rdert wurde. Tatbestand 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) ist der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-24-13-kein-kindergeld-fuer-behindertes-kind-in-haft\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;24\/13 &#8211; Kein Kindergeld f&uuml;r behindertes Kind in Haft<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-62827","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62827","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62827"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62827\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62827"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62827"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62827"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}