{"id":62847,"date":"2014-07-21T05:40:48","date_gmt":"2014-07-21T03:40:48","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62847"},"modified":"2014-07-21T05:40:48","modified_gmt":"2014-07-21T03:40:48","slug":"xi-r-13-11-zur-abgrenzung-von-steuerfreier-vermittlung-zum-steuerpflichtigen-vertrieb-von-fondsanteilen-abschnittsbesteuerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-13-11-zur-abgrenzung-von-steuerfreier-vermittlung-zum-steuerpflichtigen-vertrieb-von-fondsanteilen-abschnittsbesteuerung\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;13\/11 &#8211; Zur Abgrenzung von (steuerfreier) Vermittlung zum (steuerpflichtigen) Vertrieb von Fondsanteilen &#8211; Abschnittsbesteuerung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.5.2014, XI R 13\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Abgrenzung von (steuerfreier) Vermittlung zum (steuerpflichtigen) Vertrieb von Fondsanteilen &#8211; Abschnittsbesteuerung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Eine (steuerfreie) Vermittlung des Verkaufs bzw. Erwerbs von Fondsanteilen setzt die T&auml;tigkeit einer Mittelsperson voraus, die nicht den Platz einer Partei eines Vertrages &uuml;ber ein Finanzprodukt einnimmt und deren T&auml;tigkeit sich von den typischen vertraglichen Leistungen unterscheidet, die von den Parteien solcher Vertr&auml;ge erbracht werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Eine solche Vermittlungst&auml;tigkeit kann unter anderem darin bestehen, der Vertragspartei die Gelegenheiten zum Abschluss eines solchen Vertrages nachzuweisen, mit der anderen Partei Kontakt aufzunehmen oder im Namen und f&uuml;r Rechnung des Kunden &uuml;ber die Einzelheiten der gegenseitigen Leistungen zu verhandeln.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Dagegen erbringt keine Vermittlungst&auml;tigkeit, wer als sog. &quot;Distributor&quot; im Rahmen eines mehrstufigen Vertriebs von Fondsanteilen selbst&auml;ndige Abschlussvermittler anwirbt, schult und im Rahmen ihres Einsatzes unterst&uuml;tzt sowie die von den Abschlussvermittlern eingereichten Unterlagen auf Vollst&auml;ndigkeit und Plausibilit&auml;t pr&uuml;ft.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine Aktiengesellschaft (AG) mit Sitz im Inland, vertrieb im Streitjahr 2005 im deutschsprachigen Raum Fondsanteile US-amerikanischer Fondsgesellschaften. Sie war dazu von ihrer Schwestergesellschaft, der NE&nbsp;AG mit Sitz in Liechtenstein, die Inhaberin der Alleinvertriebsrechte dieser Fondsgesellschaften war, durch &quot;Vertriebsvertr&auml;ge&quot; betreffend &quot;X&quot; bzw. &quot;XS&quot; und durch ein &quot;Distributing Agreement&quot; betreffend &quot;Y&quot; beauftragt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum Vertrieb der Fondsanteile bediente sich die Kl&auml;gerin f&uuml;r sie t&auml;tiger selbst&auml;ndiger Vermittler. Sie verf&uuml;gte nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) &uuml;ber eine Datei mit ca. 4&nbsp;000 Kontaktdaten von unabh&auml;ngigen Maklern, Maklerpools, Verm&ouml;gensberatern etc., die als &quot;Vertriebspartner&quot; der Kl&auml;gerin t&auml;tig wurden und die Fondsanteile an Privatinvestoren vertrieben. Die Kl&auml;gerin unterst&uuml;tzte die selbst&auml;ndigen Vermittler durch Mitarbeiterschulungen, Zurverf&uuml;gungstellung von Werbematerial und Prospekten sowie Kaufantr&auml;gen in angemessenem Umfang, Erteilung von Ausk&uuml;nften und Informationen &uuml;ber Investmentfonds im Allgemeinen und die Fonds der beiden Fondsgesellschaften im Besonderen sowie durch Werbung und &Ouml;ffentlichkeitsarbeit. Im Rahmen der Abwicklung von Kaufantr&auml;gen hatte sie daf&uuml;r zu sorgen, dass die zum Erwerb von Fondsanteilen notwendigen Antr&auml;ge von den K&auml;ufern ordnungsgem&auml;&szlig; und vollst&auml;ndig ausgef&uuml;llt, eigenh&auml;ndig unterzeichnet und direkt an die Fondsgesellschaft weitergeleitet wurden; sofern Kaufantr&auml;ge von den Fondsgesellschaften abgelehnt wurden, oblag es ihr, den jeweiligen Vermittler unverz&uuml;glich zu informieren. Nach den Vertriebsvertr&auml;gen konnte die Kl&auml;gerin f&uuml;r &quot;Kundenvermittlung&quot; bzw. f&uuml;r vermittelte Kaufantr&auml;ge eine &quot;Abschlussprovision&quot; in H&ouml;he von 4&nbsp;% der von den Anlegern eingezahlten Betr&auml;ge und eine laufende &quot;Marketingprovision&quot; sowie f&uuml;r &quot;Kundenbetreuung&quot; eine &quot;Bestandspflegeprovision&quot; beanspruchen. Von diesen Einnahmen gab sie Provisionen an die f&uuml;r sie t&auml;tigen Vermittler weiter.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin sah in ihrer T&auml;tigkeit nicht steuerbare Vermittlungen von Fondsanteilen i.S. von &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;8 Buchst.&nbsp;e oder f des Umsatzsteuergesetzes (UStG), die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;6 Buchst.&nbsp;a i.V.m. &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;3 UStG dort erbracht worden seien, wo die NE AG als Leistungsempf&auml;ngerin ihren Sitz habe (Liechtenstein).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund der Feststellungen der Au&szlig;enpr&uuml;fung im Bericht vom 30.&nbsp;Dezember 2008 sah der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) hingegen die von der Kl&auml;gerin ausge&uuml;bte T&auml;tigkeit &#8211;mit Ausnahme von einvernehmlich abgegrenzten Eigenvermittlungen, die das FA mit 10&nbsp;% der Ums&auml;tze sch&auml;tzte&#8211; nicht als Vermittlungst&auml;tigkeit i.S. des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;8 Buchst.&nbsp;e oder f UStG an. Vielmehr l&auml;gen anderweitige sonstige Leistungen vor. Demgem&auml;&szlig; behandelte das FA Ums&auml;tze in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR als steuerpflichtig und setzte &#8211;unter Ber&uuml;cksichtigung weiterer, hier nicht streitiger Besteuerungsgrundlagen&#8211; durch Bescheid vom 6.&nbsp;April 2009 die Umsatzsteuer f&uuml;r 2005 entsprechend fest. Den Einspruch der Kl&auml;gerin wies es mit Einspruchsentscheidung vom 1.&nbsp;Oktober 2009 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klage ab. Es f&uuml;hrte im Wesentlichen aus, die streitbefangenen Leistungen der Kl&auml;gerin seien weder ihrem T&auml;tigkeitsbild noch ihrem Inhalt nach auf eine Vermittlung i.S. des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;8 Buchst.&nbsp;e oder f UStG gerichtet. Der Schwerpunkt der gesamten Aktivit&auml;ten der Kl&auml;gerin liege im Bereich der blo&szlig;en Vertriebst&auml;tigkeit, n&auml;mlich Abschlussvermittler anzuwerben, zu schulen und im Rahmen ihres Einsatzes zu betreuen und zu unterst&uuml;tzen. In Ansehung der festgestellten Gesamtumst&auml;nde erbringe sie nicht die typische Leistung einer Mittelsperson, die M&ouml;glichkeiten eines Vertragsabschlusses nachweise und auf einen entsprechenden Vertragsabschluss hinwirke. Zwar k&ouml;nnten auch die Betreuung, &Uuml;berwachung oder Schulung von nachgeordneten selbst&auml;ndigen Vermittlern zu Vermittlungsleistungen der in &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;8 UStG bezeichneten Art geh&ouml;ren. Dies setze aber voraus, dass der betreffende Unternehmer durch Pr&uuml;fung eines jeden Vertragsangebots mittelbar auf eine der Vertragsparteien einwirken k&ouml;nne (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 9.&nbsp;Juli 1998 V&nbsp;R&nbsp;62\/97, BFHE 187, 56, BStBl II 1999, 253) bzw. er die M&ouml;glichkeit habe, eine solche Pr&uuml;fung im Einzelfall durchzuf&uuml;hren (vgl. BFH-Urteil vom 30.&nbsp;Oktober 2008 V&nbsp;R&nbsp;44\/07, BFHE 223, 507, BStBl II 2009, 554). Eine solche einzelfallbezogene Einwirkungsm&ouml;glichkeit der Kl&auml;gerin habe jedoch nicht bestanden; das blo&szlig;e Pr&uuml;fen von Kaufantr&auml;gen auf Vollst&auml;ndigkeit und Plausibilit&auml;t sei im &Uuml;brigen blo&szlig;e Sacharbeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin sei in dem mehrstufigen Vertriebssystem, auf dessen unterster Stufe die Untervermittler die eigentliche Vermittlungst&auml;tigkeit erbracht h&auml;tten, auch nicht im Rahmen einer Dienstleistungskommission t&auml;tig geworden; denn sie habe im eigenen Namen und f&uuml;r eigene Rechnung gehandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil des FG ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 1566 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der &#8211;vom FG zugelassenen&#8211; Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts. Sie habe gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;3 i.V.m. Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;6 Buchst.&nbsp;a UStG nicht steuerbare Vermittlungsleistungen i.S. von &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;8 Buchst.&nbsp;e oder f UStG erbracht. Das FG habe die zugrunde liegenden Vertr&auml;ge zivil- und steuerrechtlich unzutreffend bzw. unvollst&auml;ndig gew&uuml;rdigt und unber&uuml;cksichtigt gelassen, dass sie der NE AG die Vermittlung der Fondsvertr&auml;ge schuldete. Das FG habe von den Vertr&auml;gen betreffend &quot;X&quot; bzw. &quot;XS&quot; nur &quot;III. Aufgaben und Pflichten&quot; gew&uuml;rdigt, nicht jedoch &quot;II. Aufgaben und Pflichten&quot;. Ihr Interesse habe darin bestanden, die Investmentfonds in der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) &quot;anzubringen&quot; (Vertr&auml;ge betreffend &quot;X&quot; unter I.2.). Dass die Vermittlung von Vertr&auml;gen ihre Hauptleistung gewesen sei, komme besonders im Vertrag betreffend &quot;Y&quot; zum Ausdruck, wo sie als &quot;Distributor&quot;, d.h. als Vermittler, bezeichnet werde; mit diesem Vertrag habe sich das FG &uuml;berhaupt nicht befasst. Die hier zu beurteilende Leistungsbeziehung sei diejenige zwischen ihr und der NE AG; nur dieser gegen&uuml;ber habe sie eine umsatzsteuerrechtlich relevante Leistung erbracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem Urteil des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) vom 21.&nbsp;Juni 2007 C-453\/05 &#8211;Ludwig&#8211; (Slg. 2007, I-5083, Umsatzsteuer&#8211;Rundschau &#8211;UR&#8211; 2007, 617) komme es lediglich auf die Art der erbrachten Dienstleistungen an. Es sei unsch&auml;dlich, wenn Haupt- und Untervermittler arbeitsteilig t&auml;tig w&uuml;rden und neben der Vermittlungst&auml;tigkeit auch Sacharbeit erbracht werde. Einzelne T&auml;tigkeiten, die Nebenleistungen darstellten, k&ouml;nnten das Schicksal der Vermittlungsleistungen als Hauptleistung teilen. Indiz f&uuml;r eine Vermittlungsleistung sei, dass der Vermittler nur beim Abschluss eine Verg&uuml;tung erh&auml;lt. Sofern ein Unternehmer teilweise Untervermittler einschalte und Verwaltungs- und Schulungsaufgaben f&uuml;r die eingeschalteten Untervermittler wahrnehme, beschr&auml;nke er seine T&auml;tigkeit nicht auf Sacharbeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall liege allerdings keine aufgesplittete Vermittlungsleistung vor. Sie habe ihre vertragliche Verpflichtung gegen&uuml;ber der NE AG durch Untervermittler erf&uuml;llt; es k&ouml;nne keinen Unterschied machen, ob sie sich hierf&uuml;r eigener Mitarbeiter oder selbst&auml;ndiger Vertreter bedient habe. Die erbrachte Organisationsleistung sei nur das Mittel zum Zweck gewesen, um Verk&auml;ufe nachweisen zu k&ouml;nnen. Zu den Fondsgesellschaften und deren Kunden habe sie keine vertraglichen Beziehungen unterhalten und sei daher auch nicht von diesen mit Sacharbeit betraut gewesen; daher komme es nicht darauf an, ob sie &#8211;was allerdings der Fall gewesen sei&#8211; auf die einzelnen Vertr&auml;ge eingewirkt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund ihrer Verpflichtung zur Vermittlung von Fondsbeteiligungen unterscheide sich der Streitfall von denjenigen Sachverhalten, die dem EuGH-Urteil vom 13.&nbsp;Dezember 2001 C-235\/00 &#8211;CSC&#8211; (Slg. 2001, I-10237, UR 2002, 84) und den BFH-Urteilen vom 23.&nbsp;Oktober 2002 V&nbsp;R&nbsp;68\/01 (BFHE 200, 140, BStBl II 2003, 618), vom 20.&nbsp;Dezember 2007 V&nbsp;R&nbsp;62\/06 (BFHE 221, 92, BStBl II 2008, 641) und in BFHE 223, 507, BStBl II 2009, 554 zugrunde lagen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie betreibe ihr Gesch&auml;ft bereits seit 1985 nach dem gleichen Gesch&auml;ftsmodell, sie habe sich &quot;hierbei in Rechtssicherheit gesehen und darauf vertraut&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>unter Aufhebung der Vorentscheidung sowie der Einspruchsentscheidung vom 1.&nbsp;Oktober 2009 den Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2005 vom 6.&nbsp;April 2009 dahingehend zu &auml;ndern, dass Ums&auml;tze in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR als nicht steuerbar, hilfsweise als steuerfrei behandelt werden, und regt an, die Sache dem EuGH im Rahmen eines Vorabentscheidungsersuchens vorzulegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es tritt dem Vorbringen der Kl&auml;gerin entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl&auml;gerin ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin handelt es sich bei den streitigen Leistungen nicht um gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;3 i.V.m. Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;6 Buchst.&nbsp;a UStG am Sitz des Leistungsempf&auml;ngers, der NE&nbsp;AG, in Liechtenstein erbrachte Vermittlungsleistungen i.S. von &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;8 Buchst.&nbsp;e oder f UStG, sondern um steuerbare und steuerpflichtige sonstige Leistungen eigener Art i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;9 UStG, die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG an dem Ort ausgef&uuml;hrt wurden, von dem aus die Kl&auml;gerin ihr Unternehmen betreibt (Deutschland). Die W&uuml;rdigung des FG, dass die streitigen Leistungen der Kl&auml;gerin keine Vermittlungsleistungen i.S. des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;8 Buchst.&nbsp;e oder f UStG sind, ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">a) Nach &sect;&nbsp;4 UStG sind &quot;von den unter &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 fallenden Ums&auml;tzen &#8230; steuerfrei:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8230;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">8. &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">e) die Ums&auml;tze im Gesch&auml;ft mit Wertpapieren und die Vermittlung dieser Ums&auml;tze, ausgenommen die Verwahrung und die Verwaltung von Wertpapieren,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">f) die Ums&auml;tze und die Vermittlung der Ums&auml;tze von Anteilen an Gesellschaften und anderen Vereinigungen, &#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;8 Buchst.&nbsp;e und f UStG beruhen auf Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;B Buchst.&nbsp;d Nr.&nbsp;5 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG) &#8211; nunmehr Art.&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;f der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;B Buchst.&nbsp;d Nr.&nbsp;5 der Richtlinie 77\/388\/EWG (inhaltsgleich mit Art.&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;f der MwStSystRL) lautet: &quot;Unbeschadet sonstiger Gemeinschaftsvorschriften befreien die Mitgliedstaaten unter den Bedingungen, die sie zur Gew&auml;hrleistung einer korrekten und einfachen Anwendung der nachstehenden Befreiungen sowie zur Verh&uuml;tung von Steuerhinterziehungen, Steuerumgehungen und etwaigen Missbr&auml;uchen festsetzen, von der Steuer: &#8230; 5. die Ums&auml;tze &#8211; einschlie&szlig;lich der Vermittlung, jedoch mit Ausnahme der Verwahrung und der Verwaltung &#8211; die sich auf Aktien, Anteile an Gesellschaften und Vereinigungen, Schuldverschreibungen oder sonstige Wertpapiere beziehen, mit Ausnahme von<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;            <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Warenpapieren,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Rechten oder Wertpapieren im Sinne von Artikel&nbsp;5 Absatz&nbsp;3,&nbsp;&#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine Vermittlungsleistung i.S. von &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;8 Buchst.&nbsp;e oder&nbsp;f UStG ist gegeben, wenn einer Vertragspartei eine Vermittlungst&auml;tigkeit erbracht wird, die von dieser als eigenst&auml;ndige Mittlert&auml;tigkeit verg&uuml;tet wird (vgl. BFH-Urteile vom 9.&nbsp;Oktober 2003 V&nbsp;R&nbsp;5\/03, BFHE 203, 395, BStBl II 2003, 958, unter II.2.; vom 3.&nbsp;November 2005 V&nbsp;R&nbsp;21\/05, BFHE 212, 172, BStBl II 2006, 282, unter II.1.; jeweils zur &quot;Vermittlung von Krediten&quot; i.S. des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;8 Buchst.&nbsp;a UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der im Rahmen der richtlinienkonformen Auslegung von &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;8 Buchst.&nbsp;e und f UStG zu ber&uuml;cksichtigende Begriff der Vermittlung i.S. von Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;B Buchst.&nbsp;d Nr.&nbsp;5 der Richtlinie 77\/388\/EWG bezieht sich auf eine T&auml;tigkeit, die von einer Mittelsperson ausge&uuml;bt wird, die nicht den Platz einer Partei eines Vertrags &uuml;ber ein Finanzprodukt einnimmt und deren T&auml;tigkeit sich von den typischen vertraglichen Leistungen unterscheidet, die von den Parteien solcher Vertr&auml;ge erbracht werden. Denn die Vermittlungst&auml;tigkeit ist eine Dienstleistung, die einer Vertragspartei erbracht und von dieser als eigenst&auml;ndige Mittlert&auml;tigkeit verg&uuml;tet wird. Sie kann u.a. darin bestehen, der Vertragspartei die Gelegenheiten zum Abschluss eines solchen Vertrags nachzuweisen, mit der anderen Partei Kontakt aufzunehmen oder im Namen und f&uuml;r Rechnung des Kunden &uuml;ber die Einzelheiten der gegenseitigen Leistungen zu verhandeln. Zweck dieser T&auml;tigkeit ist es also, das Erforderliche zu tun, damit zwei Parteien einen Vertrag schlie&szlig;en, ohne dass der Vermittler ein Eigeninteresse am Inhalt des Vertrags hat (vgl. EuGH-Urteile &#8211;CSC&#8211; in Slg. 2001, I-10237, UR 2002, 84, Rz&nbsp;39; &#8211;Ludwig&#8211; in Slg. 2007, I-5083, UR 2007, 617, Rz&nbsp;23; vom 5.&nbsp;Juli 2012 C-259\/11 &#8211;DTZ Zadelhoff&#8211;, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 2012, 1013, UR 2012, 672, Rz&nbsp;27).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dagegen f&uuml;hrt die &Uuml;bernahme der mit dem zu vermittelnden Vertrag verbundenen Sacharbeit wie z.B. die Erteilung von Informationen an die andere Partei oder die Annahme und Bearbeitung von Antr&auml;gen, die Gegenstand des Vertrags sind, nicht zu einer steuerfreien Vermittlung; der Leistende nimmt dann den Platz des Anbieters ein und handelt nicht als Mittelsperson (vgl. EuGH-Urteile &#8211;CSC&#8211; in Slg. 2001, I-10237, UR 2002, 84, Rz 40; &#8211;Ludwig&#8211; in Slg. 2007, I-5083, UR 2007, 617, Rz&nbsp;23).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Auch aus der Freiheit des Organisationsmodells (EuGH-Urteil &#8211;Ludwig&#8211; in Slg. 2007, I-5083, UR 2007, 617, Rz&nbsp;34&nbsp;ff.) ergibt sich keine &uuml;ber die Vermittlung von Abschl&uuml;ssen hinausgehende Steuerfreiheit f&uuml;r Vertriebst&auml;tigkeiten allgemeiner Art. Zwar kann die Vermittlung in verschiedene Einzeldienstleistungen zerfallen, die dann ihrerseits Vermittlungsleistungen darstellen. Dies gilt jedoch nur, wenn es sich bei der einzelnen Leistung um ein im Gro&szlig;en und Ganzen eigenst&auml;ndiges Ganzes handelt, das die spezifischen und wesentlichen Funktionen der Vermittlung erf&uuml;llt (vgl. EuGH-Urteile vom 5.&nbsp;Juni 1997 C-2\/95 &#8211;SDC&#8211;, Slg. 1997, I-3017, UR 1998, 64, Rz 66; &#8211;CSC&#8211; in Slg. 2001, I-10237, UR 2002, 84, Rz&nbsp;25; &#8211;Ludwig&#8211; in Slg. 2007, I-5083, UR 2007, 617, Rz&nbsp;27, 36&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Der BFH hat sich dieser Rechtsprechung des EuGH angeschlossen (vgl. BFH-Urteile in BFHE 221, 92, BStBl II 2008, 641, unter II.1.b; in BFHE 223, 507, BStBl II 2009, 554, unter II.3.b; vgl. auch BFH-Urteile vom 8.&nbsp;September 2011 V&nbsp;R&nbsp;42\/10, BFHE 235, 492, BStBl II 2012, 248, Rz&nbsp;19; vom 12.&nbsp;Dezember 2012 XI&nbsp;R&nbsp;30\/10, BFHE 239, 526, BStBl II 2013, 348, Rz&nbsp;28).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das FG ist von diesen Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen; seine W&uuml;rdigung des Sachverhalts, die Kl&auml;gerin habe mit den streitigen Leistungen keine gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;8 Buchst.&nbsp;e oder f UStG steuerfreie Vermittlung, sondern eine sonstige Leistung eigener Art i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;9 UStG erbracht, ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden. Sie ist frei von Verfahrensfehlern und enth&auml;lt weder Widerspr&uuml;che noch einen Versto&szlig; gegen Denkgesetze oder Erfahrungss&auml;tze; sie bindet deshalb den Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO (vgl. dazu z.B. BFH-Urteile vom 10.&nbsp;Februar 2010 XI&nbsp;R&nbsp;49\/07, BFHE 228, 456, BStBl II 2010, 1109, Rz&nbsp;33; vom 24.&nbsp;April 2013 XI&nbsp;R&nbsp;7\/11, BFHE 241, 459, BStBl II 2013, 648, Rz&nbsp;34, jeweils m.w.N.; vom 29.&nbsp;Januar 2014 XI&nbsp;R&nbsp;4\/12, BFHE 244, 131, BFH\/NV 2014, 992, Rz&nbsp;43).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar entf&auml;llt die Bindungswirkung u.a. dann, wenn die W&uuml;rdigung in sich widerspr&uuml;chlich, unklar oder l&uuml;ckenhaft ist, weil beispielsweise die f&uuml;r die Interessenlage der Beteiligten bedeutsamen Begleitumst&auml;nde nicht erforscht und\/oder nicht zutreffend gew&uuml;rdigt worden sind (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteile vom 5.&nbsp;September 2000 IX&nbsp;R&nbsp;33\/97, BFHE 192, 559, BStBl II 2000, 676, unter II.2.a [3]; vom 11.&nbsp;Januar 2005 IX&nbsp;R&nbsp;15\/03, BFHE 209, 77, BStBl II 2005, 477, unter II.2.b aa; vom 26.&nbsp;Juni 2007 IV&nbsp;R&nbsp;29\/06, BFHE 218, 291, BStBl II 2008, 103, unter II.1.d aa; in BFHE 228, 456, BStBl II 2010, 1109, Rz&nbsp;33; vom 1.&nbsp;Februar 2012 I&nbsp;R&nbsp;57\/10, BFHE 236, 374, BStBl II 2012, 407, Rz&nbsp;22, jeweils m.w.N.). Dies ist hier jedoch nicht der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Feststellung des FG bzw. seine W&uuml;rdigung, dass die Vermittlungsleistungen durch die selbst&auml;ndigen Vermittler erbracht wurden, die den Kundenkontakt herstellten, den jeweiligen Kunden berieten, den Antrag auf Erwerb der Anteile erstellten und daf&uuml;r sorgten, dass alle erforderlichen Unterlagen beigef&uuml;gt wurden, die Kl&auml;gerin hingegen nicht verpflichtet war, (eigene) Vermittlungsleistungen zu erbringen, und ihre T&auml;tigkeit weder darin bestanden hat, dem Verk&auml;ufer der Kapitalanlagen Gelegenheiten zum Abschluss von Vertr&auml;gen nachzuweisen noch mit Interessenten Kontakt aufzunehmen oder Verhandlungen zu f&uuml;hren, sondern vielmehr darin, Abschlussvermittler anzuwerben, zu schulen und im Rahmen ihres Einsatzes zu betreuen und zu unterst&uuml;tzen, ist m&ouml;glich und verst&ouml;&szlig;t weder gegen Denkgesetze noch gegen Erfahrungss&auml;tze.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Entgegen dem Vorbringen der Kl&auml;gerin ist die W&uuml;rdigung der &quot;Vertriebsvertr&auml;ge&quot; durch das FG betreffend &quot;X&quot; bzw. &quot;XS&quot; und des &quot;Distributing Agreement&quot; betreffend &quot;Y&quot; nicht widerspr&uuml;chlich, unklar oder l&uuml;ckenhaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Die Vereinbarungen betreffend &quot;X&quot; bzw. &quot;XS&quot;, die jeweils mit &quot;Vertriebsvertrag&quot; &uuml;berschrieben sind, enthalten unter I.2. die Vorbemerkung, dass die Kl&auml;gerin Kunden und Interessenten in Deutschland im Zusammenhang mit Kapitalanlagen in Investmentfonds ber&auml;t und daran interessiert ist, &quot;die X&nbsp;Fonds in Deutschland anzubringen&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat diesen Vertriebsvertrag ausgelegt und die Interessenlage der Beteiligten sowie die Begleitumst&auml;nde hinreichend ber&uuml;cksichtigt. Mit ihren umfangreichen Ausf&uuml;hrungen setzt die Kl&auml;gerin lediglich ihre W&uuml;rdigung des Vertrags &#8211;dahingehend, dass sich daraus eine Verpflichtung gegen&uuml;ber der NE AG zum Erbringen von (eigenen) Vermittlungsleistungen ergebe&#8211; an die Stelle der W&uuml;rdigung des FG. Dies gen&uuml;gt nicht, um die Bindungswirkung des &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO entfallen zu lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Entsprechendes gilt f&uuml;r das &quot;Distributing Agreement&quot; betreffend &quot;Y&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Von einer Vermittlung bzw. Vermittlerfunktion der Kl&auml;gerin ist dort nicht die Rede. In der englischen Sprachfassung des Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;B Buchst.&nbsp;d Nr.&nbsp;5 der Richtlinie 77\/388\/EWG entspricht der deutsche Begriff &quot;Vermittlung&quot; dem Begriff &quot;negotiation&quot;. In dem &quot;Distributing Agreement&quot; wird die Kl&auml;gerin hingegen als &quot;Distributor&quot; &#8211;also als &quot;Verteiler&quot;&#8211; bezeichnet: &quot;The distributor may sell and distribute any shares so purchased, through dealers or otherwise.&quot; Hierdurch kommt ebenso wenig zum Ausdruck, dass die Kl&auml;gerin Ums&auml;tze im Gesch&auml;ft mit Finanzprodukten zu vermitteln habe, wie dadurch, dass sie f&uuml;r Deutschland und &Ouml;sterreich Inhaberin des alleinigen Vertriebsrechts bestimmter Fondsanteile war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Der T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin fehlt das eine Vermittlung kennzeichnende Handeln gegen&uuml;ber individuellen Vertragsinteressenten. Sie hat nach den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG nicht als Mittelsperson zu den Abschl&uuml;ssen beigetragen, sondern hat sich f&uuml;r den Vertrieb der Fondsanteile 4&nbsp;000 &quot;Vertriebspartner&quot; bedient und ist dabei vertriebsunterst&uuml;tzend t&auml;tig geworden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) F&uuml;r vertriebsunterst&uuml;tzende T&auml;tigkeiten wie der Wahrnehmung von Management- und Kontrollaufgaben k&ouml;nnen sich Steuerpflichtige auf die im EuGH-Urteil &#8211;CSC&#8211; in Slg. 2001, I-10237, UR 2002, 84, Rz&nbsp;35 hervorgehobenen Grunds&auml;tze, dass auch Vermittlungst&auml;tigkeiten arbeitsteilig ausgef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen und dass die an einer Vermittlung Beteiligten in der Wahl des Organisationsmodells frei sind, nicht berufen (vgl. Philipowski in Rau\/D&uuml;rrw&auml;chter, Umsatzsteuergesetz, &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;8 Rz&nbsp;653, unter Hinweis auf das Urteil der Vorinstanz).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mangelt es somit an der erforderlichen Vermittlungst&auml;tigkeit als Leistungshandlung, kann die Steuerfreiheit der Leistung auch nicht &uuml;ber eine erfolgsabh&auml;ngige Verg&uuml;tungsregelung begr&uuml;ndet werden (vgl. BFH-Urteil vom 6.&nbsp;Dezember 2007 V&nbsp;R&nbsp;66\/05, BFHE 221, 60, BStBl II 2008, 638, unter II.2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zwar hatten sowohl die Mitarbeiterschulungen und die Werbema&szlig;nahmen als auch die Vermittlung durch die selbst&auml;ndigen Vermittler das Ziel, den Verkauf der Fondsanteile zu f&ouml;rdern. Die Schulungs- und Auskunftst&auml;tigkeiten dienten aber im Kern der allgemeinen Produktinformation, die dem Produktverk&auml;ufer ohnehin stets obliegt. Hinzu kommt, dass die Schulung der Mitarbeiter und das &Uuml;berlassen von Werbematerial an diese sich lediglich auf die Vermittlungsleistungen der selbst&auml;ndigen Vermittler bezogen. Mehrere Leistungen k&ouml;nnen aber unter dem Gesichtspunkt von Haupt- und Nebenleistung nur dann als einheitliche Leistung gelten, wenn die Leistungen gegen&uuml;ber ein und demselben Leistungsempf&auml;nger erbracht werden; Nebenleistungen Dritter oder an Dritte gibt es nicht (vgl. Senatsurteil in BFHE 241, 459, BStBl II 2013, 648, Rz&nbsp;62; Lange, UR 2009, 289&nbsp;ff.; Klenk in Rau\/D&uuml;rrw&auml;chter, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;10 Rz&nbsp;66).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FA war nicht aus Gr&uuml;nden des Vertrauensschutzes am Erlass des angefochtenen Umsatzsteuerbescheides gehindert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es entspricht dem von der Rechtsprechung entwickelten Grundsatz der Abschnittsbesteuerung, dass das FA in jedem Veranlagungs- bzw. Besteuerungszeitraum die einschl&auml;gigen Besteuerungsgrundlagen erneut zu pr&uuml;fen und rechtlich zu w&uuml;rdigen hat. Eine als falsch erkannte Rechtsauffassung muss es zum fr&uuml;hestm&ouml;glichen Zeitpunkt aufgeben, grunds&auml;tzlich auch dann, wenn der Steuerpflichtige auf diese Rechtsauffassung vertraut haben sollte. Dies gilt auch dann, wenn die &#8211;fehlerhafte&#8211; Auffassung in einem Pr&uuml;fungsbericht niedergelegt worden ist oder wenn die Finanzbeh&ouml;rde &uuml;ber eine l&auml;ngere Zeitspanne eine rechtsirrige, f&uuml;r den Steuerpflichtigen g&uuml;nstige Auffassung vertreten hatte. Das FA ist an eine bei einer fr&uuml;heren Veranlagung bzw. Besteuerung zugrunde gelegte Rechtsauffassung auch dann nicht gebunden, wenn der Steuerpflichtige im Vertrauen darauf disponiert hat (vgl. Senatsurteil vom 30.&nbsp;M&auml;rz 2011 XI&nbsp;R&nbsp;30\/09, BFHE 233, 18, BStBl II 2011, 613, Rz&nbsp;38, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Einer Vorlage nach Art.&nbsp;267 des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union bedarf es nicht. Nach dieser Vorschrift sind Fragen zur Auslegung des Unionsrechts unter den dort n&auml;her genannten Voraussetzungen dem EuGH vorzulegen. Nach der Rechtsprechung des EuGH entf&auml;llt die Vorlagepflicht unter anderem dann, wenn die gestellte Frage des Unionsrechts bereits Gegenstand einer Auslegung durch den EuGH war oder die gerichtliche Anwendung des Unionsrechts derart offenkundig ist, dass f&uuml;r einen vern&uuml;nftigen Zweifel keinerlei Raum bleibt (EuGH-Urteil vom 6.&nbsp;Oktober 1982&nbsp; 283\/81 &#8211;C.I.L.F.I.T.&#8211;, Slg. 1982, 3415, Neue Juristische Wochenschrift 1983, 1257).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die &#8211;f&uuml;r die Entscheidung des Streitfalls erheblichen&#8211; Grunds&auml;tze zur Auslegung des Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;B Buchst.&nbsp;d Nr.&nbsp;5 der Richtlinie 77\/388\/EWG sind durch die EuGH-Urteile &#8211;CSC&#8211; in Slg. 2001, I-10237, UR 2002, 84 und &#8211;Ludwig&#8211; in Slg. 2007, I-5083, UR 2007, 617, gekl&auml;rt (vgl. auch BFH-Urteile in BFHE 200, 140, BStBl II 2003, 618, unter II.3.; in BFHE 221, 92, BStBl II 2008, 641, unter II.1.b; in BFHE 223, 507, BStBl II 2009, 554, unter II.3.b; in BFHE 235, 492, BStBl II 2012, 248, Rz 19; in BFHE 239, 526, BStBl II 2013, 348, Rz&nbsp;28).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die von der Kl&auml;gerin f&uuml;r eine EuGH-Vorlage formulierten Fragen sind keine Fragen zur Auslegung des Unionsrechts, sondern Fragen zur Subsumtion des Sachverhalts unter das Unionsrecht und die dazu entwickelten Grunds&auml;tze der Rechtsprechung des EuGH. Im &Uuml;brigen gehen die Fragen von dem nicht festgestellten bzw. vom FG anders gew&uuml;rdigten Sachverhalt aus, dass die Kl&auml;gerin (selbst) Vermittlungsleistungen zu erbringen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.5.2014, XI R 13\/11 Zur Abgrenzung von (steuerfreier) Vermittlung zum (steuerpflichtigen) Vertrieb von Fondsanteilen &#8211; Abschnittsbesteuerung Leits&auml;tze 1. Eine (steuerfreie) Vermittlung des Verkaufs bzw. Erwerbs von Fondsanteilen setzt die T&auml;tigkeit einer Mittelsperson voraus, die nicht den Platz einer Partei eines Vertrages &uuml;ber ein Finanzprodukt einnimmt und deren T&auml;tigkeit sich von den typischen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-13-11-zur-abgrenzung-von-steuerfreier-vermittlung-zum-steuerpflichtigen-vertrieb-von-fondsanteilen-abschnittsbesteuerung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;13\/11 &#8211; Zur Abgrenzung von (steuerfreier) Vermittlung zum (steuerpflichtigen) Vertrieb von Fondsanteilen &#8211; Abschnittsbesteuerung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-62847","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62847","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62847"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62847\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62847"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62847"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62847"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}