{"id":62854,"date":"2014-07-21T05:40:40","date_gmt":"2014-07-21T03:40:40","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62854"},"modified":"2014-07-21T05:40:40","modified_gmt":"2014-07-21T03:40:40","slug":"vi-r-73-12-verbilligter-erwerb-von-aktien-vom-arbeitgeber-als-arbeitslohn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-73-12-verbilligter-erwerb-von-aktien-vom-arbeitgeber-als-arbeitslohn\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;73\/12 &#8211; Verbilligter Erwerb von Aktien vom Arbeitgeber als Arbeitslohn"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.5.2014, VI R 73\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Verbilligter Erwerb von Aktien vom Arbeitgeber als Arbeitslohn<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Der verbilligte Erwerb von Aktien vom Arbeitgeber (oder einem Dritten) kann zu Einnahmen aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit nach &sect; 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. &sect; 8 Abs. 1 EStG f&uuml;hren, wenn der Vorteil dem Arbeitnehmer &quot;f&uuml;r&quot; seine Arbeitsleistung gew&auml;hrt wird.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Ein lohnsteuerbarer Vorteil liegt jedoch nur insoweit vor, als der Arbeitgeber die Aktien tats&auml;chlich verbilligt an den Arbeitnehmer ver&auml;u&szlig;ert, mithin der Wert der Aktien den vereinbarten Kaufpreis &uuml;bersteigt.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Ob der Arbeitnehmer das Wirtschaftsgut verbilligt erwirbt oder sich Leistung und Gegenleistung entsprechen, ist grunds&auml;tzlich anhand der Wertverh&auml;ltnisse bei Abschluss des f&uuml;r beide Seiten verbindlichen Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fts zu bestimmen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beteiligten streiten, ob und in welcher H&ouml;he ein geldwerter Vorteil aus dem Erwerb von Aktien durch die Ehefrau des Kl&auml;gers und Revisionskl&auml;gers (Kl&auml;ger) bei diesem als Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit zu erfassen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger war im Streitjahr (1997) im Vorstand der A-AG t&auml;tig und erzielte hieraus Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit i.S. des &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r das Streitjahr g&uuml;ltigen Fassung (EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer Lohnsteuer-Au&szlig;enpr&uuml;fung bei der Arbeitgeberin des Kl&auml;gers wurde festgestellt, dass der Hauptaktion&auml;r und Vorstandsvorsitzende der A-AG im Jahr 1997 und im darauf folgenden Jahr Aktien der A-AG aus seinem Privatverm&ouml;gen an Mitarbeiter, ehemalige Mitarbeiter, deren Angeh&ouml;rige, Gesellschafter der AG sowie an Gesch&auml;ftsfreunde ver&auml;u&szlig;ert hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch die Ehefrau des Kl&auml;gers hat vom Hauptaktion&auml;r und Vorstandsvorsitzenden Aktien der A-AG erworben. Der Kaufvertrag &uuml;ber &#8230; Aktien zum Nennwert weist das Datum &#8230;&nbsp;September 1997 aus. In dem Vertrag ist u.a. bestimmt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;&sect;&nbsp;2<br \/>Mit dem Eingang des Kaufpreises &uuml;bertr&auml;gt der Verk&auml;ufer die verkauften Aktien im Wege der Depotgutschrift einem als Notaranderkonto gef&uuml;hrten Treuhanddepot des Notars &#8230; mit dem Amtssitz in &#8230; zur treuh&auml;nderischen Inhaberschaft bis zum Ablauf der Sperrfrist. Der Notar wird den Eingang der Aktien auf dem Treuhanddepot dem K&auml;ufer unmittelbar best&auml;tigen &#8230;<br \/>Die Aktien sind bis zum &#8230; gesperrt.<br \/>Die 1. B&ouml;rsennotierung ist f&uuml;r den &#8230;&nbsp;August 1997 geplant.<br \/>Nach Ablauf der genannten Sperrfrist schuldet der Treuh&auml;nder dem Treugeber die Auskehrung von Aktien in dem Nennbetrag, in dem der Verk&auml;ufer sie f&uuml;r den K&auml;ufer bei dem Treuh&auml;nder in dessen Depot eingelegt hat.<br \/>W&auml;hrend der Verwahrzeit wird der Treuh&auml;nder ausschlie&szlig;lich im wirtschaftlichen Interesse des K&auml;ufers (Treugebers) handeln und dessen Weisungen beachten, insbesondere bez&uuml;glich der Aus&uuml;bung von Stimmrechten und der Auskehrung von Ertr&auml;gen.<br \/>Alle Kosten und Spesen der treuh&auml;nderischen Verwahrung gehen zu Lasten des Treugebers.<br \/>&#8230;<br \/>&sect;&nbsp;4<br \/>Jede Partei erh&auml;lt ein Exemplar dieses Vertrages. Ein drittes Exemplar erh&auml;lt die depotf&uuml;hrende Bank; auf diesem Exemplar wird der Notar mitunterzeichnen. Mit seiner Unterschrift kommt der Treuhandvertrag zwischen ihm und dem Treugeber ohne weiteres zustande.<br \/>_____________&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&#8230;, den &#8230;&nbsp;Sept. 1997<br \/>Ort, Datum&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Vertrag ist von den Vertragsparteien und dem Notar unterzeichnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Aktie wurde seit dem &#8230;&nbsp;August 1997 an der B&ouml;rse gehandelt. Der Kurswert betrug am &#8230;&nbsp;September 1997 an den verschiedenen B&ouml;rsen jeweils &#8230;&nbsp;DM. An einer weiteren B&ouml;rse wurde die Aktie mit &#8230;&nbsp;DM gehandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Lohnsteuerliche Folgen aus dieser Aktienver&auml;u&szlig;erung hat die Arbeitgeberin des Kl&auml;gers nicht gezogen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daraufhin &auml;nderte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Einkommensteuerfestsetzung des Kl&auml;gers f&uuml;r das Jahr 1997 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Abgabenordnung und setzte die Einkommensteuer f&uuml;r das Jahr 1997 &#8211;zu-letzt mit Einspruchsentscheidung vom 8.&nbsp;September 2008&#8211; mit 99.447,29&nbsp;EUR fest. Der Vorteil, den die Kl&auml;gerin durch den verbilligten Erwerb der Aktien am &#8230;&nbsp;September 1997 erlangt habe, sei vom Kl&auml;ger als Arbeitslohn zu versteuern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rechtsbehelfsverfahren brachte der Kl&auml;ger insbesondere vor, der &#8230;&nbsp;September 1997 sei nicht der Tag des Verkaufs der Aktien. Dieser sei auf den &#8230;&nbsp;August 1997 zu datieren. Zu diesem Zeitpunkt sei die Aktie noch nicht im Neuen Markt gehandelt worden. Ein Kurswert habe folglich nicht bestanden, da die erste B&ouml;rsennotierung erst f&uuml;r den &#8230;&nbsp;August 1997 geplant worden sei. Vielmehr habe der tats&auml;chliche Wert der erworbenen Aktien am &#8230;&nbsp;August 1997 nicht &uuml;ber dem Nennwert gelegen. Ein verbilligter Erwerb der Aktien durch seine Ehefrau sei folglich nicht zu verzeichnen. Gleichwohl blieben Einspruch und Klage erfolglos. Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2013, 683 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung formellen und materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das angefochtene Urteil des Finanzgerichts (FG) K&ouml;ln vom 29.&nbsp;Februar 2012&nbsp;&nbsp;14&nbsp;K&nbsp;3408\/08 und die Einspruchsentscheidung des FA vom 8.&nbsp;September 2008 dahingehend abzu&auml;ndern, dass die Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit um &#8230;&nbsp;DM vermindert werden, hilfsweise die Sache zur erneuten Verhandlung an das FG K&ouml;ln zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des Kl&auml;gers ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zu den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit geh&ouml;ren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG &#8211;neben Geh&auml;ltern und L&ouml;hnen&#8211; auch andere Bez&uuml;ge und Vorteile, die &quot;f&uuml;r&quot; eine Besch&auml;ftigung im &ouml;ffentlichen oder privaten Dienst gew&auml;hrt werden, unabh&auml;ngig davon, ob ein Rechtsanspruch auf sie besteht und ob es sich um laufende oder um einmalige Bez&uuml;ge handelt (&sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG). Diese Bez&uuml;ge oder Vorteile gelten dann als f&uuml;r eine Besch&auml;ftigung gew&auml;hrt, wenn sie durch das individuelle Dienstverh&auml;ltnis veranlasst sind, ohne dass ihnen eine Gegenleistung f&uuml;r eine konkrete (einzelne) Dienstleistung des Arbeitnehmers zugrunde liegen muss. Eine Veranlassung durch das individuelle Dienstverh&auml;ltnis ist vielmehr zu bejahen, wenn die Einnahmen dem Empf&auml;nger mit R&uuml;cksicht auf das Dienstverh&auml;ltnis zuflie&szlig;en und sich als Ertrag der nichtselbst&auml;ndigen Arbeit darstellen, wenn sich die Leistung des Arbeitgebers also im weitesten Sinne als Gegenleistung f&uuml;r das Zurverf&uuml;gungstellen der individuellen Arbeitskraft des Arbeitnehmers erweist (st&auml;ndige Senatsrechtsprechung, vgl. zuletzt Urteil vom 28.&nbsp;Februar 2013 VI&nbsp;R&nbsp;58\/11, BFHE 240, 345, BStBl II 2013, 642, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Arbeitslohn kann nach der mittlerweile st&auml;ndigen Rechtsprechung des erkennenden Senats (vgl. Urteile in BFHE 240, 345, BStBl II 2013, 642; vom 18.&nbsp;Oktober 2012 VI&nbsp;R&nbsp;64\/11, BFHE 239, 270, BFH\/NV 2013, 131; vom 20.&nbsp;Mai 2010 VI&nbsp;R&nbsp;41\/09, BFHE 229, 346, BStBl II 2010, 1022; jeweils m.w.N.) ausnahmsweise auch bei der Zuwendung eines Dritten anzunehmen sein, wenn sie ein Entgelt &quot;f&uuml;r&quot; eine Leistung bildet, die der Arbeitnehmer im Rahmen des Dienstverh&auml;ltnisses f&uuml;r seinen Arbeitgeber erbringt, erbracht hat oder erbringen soll. Voraussetzung ist, dass sie sich f&uuml;r den Arbeitnehmer als Frucht seiner Arbeit f&uuml;r den Arbeitgeber darstellt und im Zusammenhang mit dem Dienstverh&auml;ltnis steht. Dagegen liegt dann kein Arbeitslohn vor, wenn die Zuwendung wegen anderer Rechtsbeziehungen oder wegen sonstiger, nicht auf dem Dienstverh&auml;ltnis beruhender Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber gew&auml;hrt wird; Entsprechendes gilt, wenn die Zuwendung auf anderen Rechtsbeziehungen zwischen Arbeitnehmer und Drittem gr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch Zahlungen an einen Dritten k&ouml;nnen, etwa bei einer Lohnverwendungsabrede, Abtretung des Lohnanspruchs oder einem sonstigen Forderungs&uuml;bergang, nach allgemeiner Meinung als steuerbare Einnahme des Arbeitnehmers zu beurteilen sein (Schmidt\/Kr&uuml;ger, EStG, 32. Aufl., &sect;&nbsp;19 Rz&nbsp;73; Breinersdorfer, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;19 Rz&nbsp;B&nbsp;300&nbsp;ff.). Eine Drittzuwendung ist dem Arbeitnehmer immer dann als Arbeitslohn zuzurechnen, wenn ihm &uuml;ber den Dritten, beispielsweise einen Familienangeh&ouml;rigen, ein Vorteil f&uuml;r geleistete Dienste zugewendet wird (Senatsurteil vom 16.&nbsp;Mai 2013 VI&nbsp;R&nbsp;7\/11, BFHE 241, 525; vgl. Senatsbeschluss vom 29.&nbsp;Januar 2008 VI&nbsp;B&nbsp;108\/06, juris).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ob eine Zuwendung durch das Dienstverh&auml;ltnis veranlasst und damit als Arbeitslohn zu beurteilen ist, obliegt in erster Linie der tatrichterlichen W&uuml;rdigung durch das FG; dies gilt auch f&uuml;r die Zuwendung durch einen oder an einen Dritten. Denn ob der entsprechende Leistungsaustausch den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit oder aufgrund einer Sonderrechtsbeziehung einer anderen Einkunftsart oder dem nicht einkommensteuerbaren Bereich zuzurechnen ist, kann nur aufgrund einer grunds&auml;tzlich der Tatsacheninstanz vorbehaltenen W&uuml;rdigung aller wesentlichen Umst&auml;nde des Einzelfalles entschieden werden. Die pers&ouml;nlichen Auffassungen und Einsch&auml;tzungen der an der Zuwendung Beteiligten sind insoweit unerheblich. Entscheidend sind die vorgefundenen objektiven Tatumst&auml;nde, die vom FG als Tatsacheninstanz eigenst&auml;ndig zu w&uuml;rdigen sind (Senatsurteil in BFHE 240, 345, BStBl II 2013, 642, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Allerdings sind in diese tatrichterliche W&uuml;rdigung alle wesentlichen Umst&auml;nde des Einzelfalles einzubeziehen. Einzelne Gesichtspunkte, die f&uuml;r die Frage, ob der Vorteil f&uuml;r das Dienstverh&auml;ltnis oder aufgrund einer Sonderrechtsbeziehung gew&auml;hrt wurde, wesentlich sind, hat der Senat in seinen Urteilen vom 23.&nbsp;Juni 2005 VI&nbsp;R&nbsp;10\/03 (BFHE 209, 559, BStBl II 2005, 770), VI&nbsp;R&nbsp;124\/99 (BFHE 209, 549, BStBl II 2005, 766) und vom 17.&nbsp;Juni 2009 VI&nbsp;R&nbsp;69\/06 (BFHE 226, 47, BStBl II 2010, 69) herausgearbeitet. Jeder dieser Aspekte hat f&uuml;r sich betrachtet nur indizielle Wirkung. Gleichwohl m&uuml;ssen alle &#8211;entsprechend ihrer Bedeutung&#8211; in die Gesamtw&uuml;rdigung einflie&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach Ma&szlig;gabe dieser Grunds&auml;tze tragen die tats&auml;chlichen Feststellungen des FG nicht dessen W&uuml;rdigung, dass die Ehefrau des Kl&auml;gers durch den Erwerb der Aktien einen Vorteil erlangt habe, der durch das individuelle Dienstverh&auml;ltnis des Kl&auml;gers zur A-AG veranlasst gewesen sei und sich als Frucht seiner T&auml;tigkeit f&uuml;r diese darstelle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG ist zwar zutreffend davon ausgegangen, dass auch der verbilligte Erwerb von Aktien vom Arbeitgeber (oder einem Dritten), wenn der Vorteil dem Arbeitnehmer &quot;f&uuml;r&quot; seine Arbeitsleistung gew&auml;hrt wird, zu Einnahmen aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit nach &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 EStG f&uuml;hrt (vgl. Senatsurteil vom 30.&nbsp;Juni 2011 VI&nbsp;R&nbsp;37\/09, BFHE 234, 187, BStBl II 2011, 923).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies setzt allerdings voraus, dass der Arbeitgeber die Aktien tats&auml;chlich verbilligt an den Arbeitnehmer ver&auml;u&szlig;ert, mithin der Wert der Aktien den vereinbarten Kaufpreis &uuml;bersteigt. Der Erwerb eines Wirtschaftsgutes zu markt&uuml;blichen Konditionen kann beim Arbeitnehmer hingegen keinen steuerbaren Vorteil bewirken. Ob der Arbeitnehmer das Wirtschaftsgut verbilligt erwirbt oder sich Leistung und Gegenleistung entsprechen, ist deshalb grunds&auml;tzlich anhand der Wertverh&auml;ltnisse bei Abschluss des f&uuml;r beide Seiten verbindlichen Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fts zu bestimmen. Der Zeitpunkt des Zuflusses der erworbenen Aktien (regelm&auml;&szlig;ig die Erlangung der wirtschaftlichen Verf&uuml;gungsmacht &uuml;ber die Aktien) ist f&uuml;r die Frage, ob und in welcher H&ouml;he ein verbilligter Erwerb von Wirtschaftsg&uuml;tern vorliegt, unbeachtlich. Denn positive wie negative Wertver&auml;nderungen zwischen schuldrechtlichem Ver&auml;u&szlig;erungs- und dinglichem Erf&uuml;llungsgesch&auml;ft werden nicht mehr durch den Arbeitgeber vermittelt. Wertver&auml;nderungen in dieser Zeitspanne sind vielmehr der privaten und im Streitjahr insoweit nicht steuerbaren Verm&ouml;genssph&auml;re zuzuordnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG hat den Entlohnungscharakter des Aktienerwerbs durch die Ehefrau des Kl&auml;gers aber bislang allein daran festgemacht, dass andere Gr&uuml;nde als der bestehende Anstellungsvertrag i.S. des &sect;&nbsp;84 Abs.&nbsp;1 des Aktiengesetzes zwischen der A-AG und dem Kl&auml;ger als Vorstand f&uuml;r diese besondere Zuwendung nicht ersichtlich seien. Allein die Feststellung, dass ein Arbeitnehmer (&uuml;ber einen Dritten) Einnahmen bezogen hat, rechtfertigt den Ansatz von Arbeitslohn jedoch noch nicht. Erforderlich ist vielmehr die Zuordnung der Eink&uuml;nfte zum Dienstverh&auml;ltnis. Entsprechende Feststellungen hierzu fehlen. Insbesondere ist nicht ersichtlich, woraus das FG die Erkenntnis sch&ouml;pft, dass der vorteilhafte Erwerb von Aktien durch die Ehefrau des Kl&auml;gers einer Pr&auml;mie oder Belohnung seinerseits gleichkommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat im zweiten Rechtsgang zu pr&uuml;fen, ob der verbilligte Erwerb der Aktien durch die Ehefrau des Kl&auml;gers vom Hauptaktion&auml;r seines Arbeitgebers durch das Dienstverh&auml;ltnis des Kl&auml;gers veranlasst ist oder auf einer anderen privatrechtlichen oder besonderen pers&ouml;nlichen Beziehung (vgl. hierzu Pfl&uuml;ger in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;19 EStG Rz&nbsp;190&nbsp;ff.) beruht. Allein der vorliegende Aktienkaufvertrag erlaubt allerdings &#8211;entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers&#8211; ebenso wenig wie der Umstand, dass die Aktien aus dem Privatverm&ouml;gen des Mehrheitsgesellschafters ver&auml;u&szlig;ert worden sind, den Vorteil dem nicht steuerbaren Bereich zuzuordnen. Denn sowohl Kaufvertrag als auch Zuwendung aus dem Privatverm&ouml;gen k&ouml;nnen Ausfluss des Arbeitsverh&auml;ltnisses sein, aber auch auf einer Sonderrechtsbeziehung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber sowie den beteiligten Dritten beruhen (vgl. Senatsurteil vom 19.&nbsp;Juni 2008 VI&nbsp;R&nbsp;4\/05, BFHE 222, 353, BStBl II 2008, 826).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat daher Feststellungen zu Anlass und den Begleitumst&auml;nden des Aktienerwerbs zu treffen. Auch wenn es auf die subjektive Einsch&auml;tzung der Beteiligten nicht ankommt, k&ouml;nnen deren Vorstellungen, insbesondere die des Arbeitgebers, zur Erhellung des Geschehens herangezogen werden (Schmidt\/Kr&uuml;ger, a.a.O., &sect;&nbsp;19 Rz&nbsp;45; Breinersdorfer, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/ Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;19 Rz&nbsp;B&nbsp;324; HHR\/Pfl&uuml;ger, &sect;&nbsp;19 EStG Rz&nbsp;150&nbsp;ff.). Deshalb liegt es im Streitfall nahe, die Parteien des Aktienkaufvertrags &uuml;ber ihre Beweggr&uuml;nde f&uuml;r das Rechts-gesch&auml;ft zu h&ouml;ren. Gleiches gilt im Hinblick auf die weiteren Erwerber von Aktien der A-AG. Entgegen der Ansicht des FG kann der Umstand, dass der Hauptaktion&auml;r im Streitjahr und dem Folgejahr verbilligte Aktien auch an Nichtarbeitnehmer, etwa Gesellschafter und Gesch&auml;ftsfreunde, ver&auml;u&szlig;erte, gegen eine Veranlassung des streitigen Aktienerwerbs durch das Arbeitsverh&auml;ltnis des Kl&auml;gers sprechen. Deshalb sind auch hierzu weitere Feststellungen, etwa zum jeweiligen Ver&auml;u&szlig;erungszeitpunkt und &#8211;preis, erforderlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) F&uuml;r den Fall, dass das FG danach zu der belastbaren Erkenntnis gelangt, dass der Kl&auml;ger durch den streitigen Aktienerwerb entlohnt werden sollte, weist der Senat auf Folgendes hin: Gelingt dem Kl&auml;ger der Nachweis, dass der Kaufvertrag &uuml;ber die Aktien nicht &#8211;wie der Treuhandvertrag&#8211; erst am &#8230;&nbsp;September 1997, sondern tats&auml;chlich bereits zuvor &#8211;etwa am &#8230;&nbsp;August 1997&#8211; zwischen dem Hauptaktion&auml;r der A-AG (Ver&auml;u&szlig;erer) und der Ehefrau des Kl&auml;gers geschlossen worden ist, hat das FG den lohnsteuerbaren Vorteil auf diesen Tag zu bemessen. Nur soweit der Wert der Aktien am Tag des Vertragsschlusses den Kaufpreis &uuml;bersteigt, liegt ein solcher vor. Dieser ist, da die hier streitigen Einnahmen nicht in Geld bestehen, nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG und damit mit den um &uuml;bliche Preisnachl&auml;sse geminderten &uuml;blichen Endpreisen am Abgabeort zu bestimmen. Zum Auffinden dieses Wertes kann sich das FG an &sect;&nbsp;11 des Bewertungsgesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (BewG) orientieren. Waren die Aktien zu diesem Zeitpunkt noch nicht an einer deutschen B&ouml;rse zum amtlichen Handel zugelassen, ist ihr Wert gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 BewG zu ermitteln. Danach ist der gemeine Wert von Aktien unter Ber&uuml;cksichtigung des Verm&ouml;gens und der Ertragsaussichten der Kapitalgesellschaft zu sch&auml;tzen (vgl. dazu Senatsurteil vom 29.&nbsp;Juli 2010 VI&nbsp;R&nbsp;30\/07, BFHE 230, 413, BStBl II 2011, 68, m.w.N.). Anderenfalls sind sie nach &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 BewG mit dem niedrigsten am Stichtag f&uuml;r sie im amtlichen Handel notierten Kurs anzusetzen. Abweichungen vom Kurswert sind im Streitfall nicht geboten. Sie sind nur dann zuzulassen, wenn der amtlich festgestellte Kurs nicht der wirklichen Gesch&auml;ftslage des Verkehrs an der B&ouml;rse entspricht, d.h. eine Streichung des festgestellten Kurses h&auml;tte erreicht werden k&ouml;nnen. Andere Einwendungen, die nicht die Gesch&auml;ftslage betreffen, sind ausgeschlossen. Insbesondere kann grunds&auml;tzlich nicht eingewandt werden, dass der B&ouml;rsenpreis nicht dem gemeinen Wert der Aktien entspreche (Beschluss des Bundesfinanzhofs vom 1.&nbsp;Oktober 2001 II&nbsp;B&nbsp;109\/00, BFH\/NV 2002, 319, m.w.N.; G&uuml;rsching\/Stenger, Bewertungsrecht, &sect;&nbsp;11 BewG Rz&nbsp;68&nbsp;ff.; Eisele in R&ouml;ssler\/Troll, BewG, &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;11).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Senat muss nicht entscheiden, ob dem FG die von dem Kl&auml;ger ger&uuml;gten Verfahrensfehler unterlaufen sind, da die Revision schon aus anderen Gr&uuml;nden zur Aufhebung der Vorentscheidung f&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.5.2014, VI R 73\/12 Verbilligter Erwerb von Aktien vom Arbeitgeber als Arbeitslohn Leits&auml;tze 1. Der verbilligte Erwerb von Aktien vom Arbeitgeber (oder einem Dritten) kann zu Einnahmen aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit nach &sect; 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. &sect; 8 Abs. 1 EStG f&uuml;hren, wenn der Vorteil dem Arbeitnehmer &quot;f&uuml;r&quot; &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-73-12-verbilligter-erwerb-von-aktien-vom-arbeitgeber-als-arbeitslohn\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;73\/12 &#8211; Verbilligter Erwerb von Aktien vom Arbeitgeber als Arbeitslohn<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-62854","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62854","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62854"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62854\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62854"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62854"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62854"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}