{"id":62856,"date":"2014-07-21T05:40:36","date_gmt":"2014-07-21T03:40:36","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62856"},"modified":"2014-07-21T05:40:36","modified_gmt":"2014-07-21T03:40:36","slug":"iii-b-85-13-vermutung-der-bekanntgabe-eines-verwaltungsakts-verlaengerung-der-dreitagesfrist-bis-zum-folgenden-werktag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-85-13-vermutung-der-bekanntgabe-eines-verwaltungsakts-verlaengerung-der-dreitagesfrist-bis-zum-folgenden-werktag\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;85\/13 &#8211; Vermutung der Bekanntgabe eines Verwaltungsakts; Verl&auml;ngerung der Dreitagesfrist bis zum folgenden Werktag"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 5.5.2014, III B 85\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Vermutung der Bekanntgabe eines Verwaltungsakts; Verl&auml;ngerung der Dreitagesfrist bis zum folgenden Werktag<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) sind zusammen zur Einkommensteuer veranlagte Eheleute. Der Kl&auml;ger war im Jahr 2001 (Streitjahr) nacheinander als Rechtsanwalt an zwei Soziet&auml;ten beteiligt. Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erlie&szlig; im Mai 2003 einen Einkommensteuerbescheid 2001, in dem Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger Arbeit in der gesch&auml;tzten H&ouml;he von &#8230;&nbsp;DM angesetzt wurden. Aufgrund von sp&auml;teren Gewinnfeststellungsbescheiden erlie&szlig; das FA im weiteren Verlauf des Verfahrens ge&auml;nderte Einkommensteuerbescheide 2001. Zuletzt ber&uuml;cksichtigte es im Bescheid vom 21.&nbsp;September 2004 Eink&uuml;nfte aus der T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers als Rechtsanwalt in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2009 wurde eine Au&szlig;enpr&uuml;fung bei der Kanzlei &quot;K Rechtsanw&auml;lte&quot; abgeschlossen. An dieser Kanzlei war der Kl&auml;ger beteiligt gewesen. In einem Bescheid vom 30.&nbsp;Dezember 2009 &uuml;ber die einheitliche und gesonderte Feststellung der Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger Arbeit f&uuml;r das Jahr 2001 wurden auf den Kl&auml;ger entfallende Eink&uuml;nfte von &#8230;&nbsp;DM festgestellt. Der Bescheid wurde am selben Tag zur Post gegeben. Die entsprechende Mitteilung des Feststellungs-FA wurde beim beklagten FA zun&auml;chst nicht ausgewertet. Zu einer Auswertung kam es erst Ende 2011.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Mitarbeiterin des FA warf den ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheid 2001, durch welchen die Folgerungen aus dem Feststellungsbescheid vom 30.&nbsp;Dezember 2009 gezogen wurden, am 4.&nbsp;Januar 2012 pers&ouml;nlich in einen Briefkasten, der sich bei der Wohnung der Kl&auml;ger befand. Gegen diesen Bescheid wandten sich die Kl&auml;ger mit Einspruch. Zur Begr&uuml;ndung trugen sie vor, die Frist f&uuml;r den Erlass eines ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheids sei abgelaufen, auch sei der Bescheid nicht wirksam bekannt gegeben worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Rechtsbehelf hatte keinen Erfolg, ebenso wenig die anschlie&szlig;end erhobene Klage. Das Finanzgericht (FG) war der Ansicht, der ge&auml;nderte Einkommensteuerbescheid 2001 sei rechtm&auml;&szlig;ig. Festsetzungsverj&auml;hrung sei zum Zeitpunkt seines Erlasses noch nicht eingetreten. Der Feststellungsbescheid vom 30.&nbsp;Dezember 2009 habe am 4.&nbsp;Januar 2010 (Montag) den Bereich des FA verlassen. Dies stehe aufgrund der als Zeugen vernommenen Mitarbeiter des FA fest. Die zweij&auml;hrige Frist zur Auswertung dieses Grundlagenbescheids sei durch die wirksame Bekanntgabe gewahrt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Nichtzulassungsbeschwerde machen die Kl&auml;ger die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache sowie die Erforderlichkeit einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Fortbildung des Rechts sowie zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung geltend. Das FG habe den Rechtssatz aufgestellt, dass sich die Dreitagesfrist zwischen der Aufgabe eines Verwaltungsakts zur Post und seiner vermuteten Bekanntgabe verl&auml;ngere, wenn das Fristende auf einen Sonntag, gesetzlichen Feiertag oder Sonnabend falle. Dieser Rechtssatz habe zwar Eingang in die Rechtsprechung des BFH gefunden (Urteil vom 14.&nbsp;Oktober 2003 IX&nbsp;R&nbsp;68\/98, BFHE 203, 26, BStBl II 2003, 898). Er widerspreche jedoch dem Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) vom 6.&nbsp;Mai 2010 B&nbsp;14&nbsp;AS&nbsp;12\/09&nbsp;R (Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211; 2011, 1099). Nach Ansicht des BSG sei die Argumentation des BFH auf das Sozialrecht nicht &uuml;bertragbar, da im Sozialrecht eine Bevollm&auml;chtigung der Sozialleistungsempf&auml;nger nicht die Regel sei. Diese &Uuml;berlegung sei zweifelhaft. Sie gelte im Streitfall nicht, weil der Steuerbescheid ihnen &#8211;den Kl&auml;gern&#8211; selbst bekannt gegeben worden sei. Die Rechtsprechung des BFH beruhe auf Billigkeitserw&auml;gungen zugunsten des Steuerpflichtigen. Eine Auslegung zu seinen Ungunsten und gegen den klaren Gesetzeswortlaut versto&szlig;e gegen das Gebot des gesetzlichen Verwaltungshandelns und gegen das Rechtsstaatsprinzip und sei daher unzul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die angefochtene Entscheidung basiere auf dem Rechtssatz, dass sich die Zugangsfiktion sowohl zugunsten als auch zuungunsten von Steuerpflichtigen auswirken k&ouml;nne. Dieser Rechtssatz sei falsch, sofern es um das Ende einer Verj&auml;hrungsfrist gehe. Diese Frage sei bislang nicht vom BFH beantwortet worden. In den Entscheidungen vom 6.&nbsp;Juni 2001 XI&nbsp;B&nbsp;130\/99 (juris) und vom 13.&nbsp;Dezember 2000 X&nbsp;R&nbsp;96\/98 (BFHE 193, 512, BStBl II 2001, 274), welche das FG zitiert habe, f&auml;nden sich hierzu keine Ausf&uuml;hrungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unbegr&uuml;ndet und wird durch Beschluss zur&uuml;ckgewiesen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die von den Kl&auml;gern vorgebrachten Zulassungsgr&uuml;nde liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Rechtssache hat keine grunds&auml;tzliche Bedeutung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;ger halten die Rechtsfrage f&uuml;r grunds&auml;tzlich bedeutsam, ob sich die Dreitagesfrist des &sect;&nbsp;122 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) nach &sect;&nbsp;108 Abs.&nbsp;3 AO verl&auml;ngert, wenn der letzte Tag der Frist auf einen Samstag, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag f&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Zulassungsgrund der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache ist gegeben, wenn eine f&uuml;r bedeutsam gehaltene Rechtsfrage im Allgemeininteresse kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im Streitfall kl&auml;rbar ist. An der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit fehlt es, wenn die Rechtsfrage anhand der gesetzlichen Grundlagen und der bereits vorliegenden Rechtsprechung beantwortet werden kann und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar sind, die eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung der Rechtsfrage durch den BFH geboten erscheinen lassen (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsbeschluss vom 8.&nbsp;Dezember 2011 III&nbsp;B&nbsp;72\/11, BFH\/NV 2012, 379).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die von den Kl&auml;gern herausgestellte Rechtsfrage ist bereits gekl&auml;rt. In der Rechtsprechung des BFH ist f&uuml;r den Bereich des Steuerrechts seit dem Urteil in BFHE 203, 26, BStBl II 2003, 898 anerkannt, dass die Dreitagesfrist nach &sect;&nbsp;122 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;108 Abs.&nbsp;3 AO verl&auml;ngert wird (s. BFH-Urteile vom 4.&nbsp;November 2003 IX&nbsp;R&nbsp;4\/01, BFH\/NV 2004, 159; vom 17.&nbsp;Dezember 2003 I&nbsp;R&nbsp;4\/03, BFH\/NV 2004, 758; vom 6.&nbsp;Oktober 2004 IX&nbsp;R&nbsp;60\/03, BFH\/NV 2005, 327; vom 11.&nbsp;M&auml;rz 2004 VII&nbsp;R&nbsp;13\/03, BFH\/NV 2004, 1065, und vom 19.&nbsp;November 2009 IV&nbsp;R&nbsp;89\/06, BFH\/NV 2010, 818; BFH-Beschl&uuml;sse vom 30.&nbsp;November 2006 XI&nbsp;B&nbsp;13\/06, BFH\/NV 2007, 389; vom 5.&nbsp;August 2011 III&nbsp;B&nbsp;76\/11, BFH\/NV 2011, 1845). Insoweit besteht kein Kl&auml;rungsbedarf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Kl&auml;rungsbedarf ist auch nicht dadurch entstanden, dass das BSG in dem Urteil in NJW 2011, 1099 f&uuml;r den Bereich des Sozialrechts zu &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 und zu &sect;&nbsp;26 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 des Zehnten Buchs Sozialgesetzbuch entschieden hat, dass sich an der Zugangsvermutung nichts &auml;ndert, wenn der Tag, f&uuml;r den der Zugang eines Bescheids unterstellt wird, ein Samstag, Sonntag oder gesetzlicher Feiertag ist. Das BSG war der Ansicht, es weiche nicht von der BFH-Rechtsprechung ab, da der BFH auf die von der finanzgerichtlichen Rechtsprechung entwickelten Anforderungen an die Ersch&uuml;tterung der Zugangsvermutung abgestellt habe sowie auf die besondere Situation im Steuerrecht mit der dort &uuml;blichen Vertretung durch Bevollm&auml;chtigte steuerberatender Berufe, die ihre Postf&auml;cher an Samstagen generell nicht leerten. Wegen der bewussten Abgrenzung des BSG hat der BFH keinen Anlass, seine Rechtsauffassung zu &uuml;berdenken. Aufgrund der generellen Anwendbarkeit des &sect;&nbsp;108 Abs.&nbsp;3 AO in den F&auml;llen, in denen der Bekanntgabezeitpunkt nach &sect;&nbsp;122 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO vermutet wird, kann es im Einzelfall auch keinen Unterschied machen, ob ein Steuerpflichtiger durch einen Bevollm&auml;chtigten vertreten wird oder nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch hinsichtlich der Rechtsfrage, ob sich die Rechtsprechung des BFH zur Verl&auml;ngerung der Dreitagesfrist in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;108 Abs.&nbsp;3 AO zu Lasten von Steuerpflichtigen auswirken kann, besteht kein Kl&auml;rungsbedarf. Ist die Vorschrift anwendbar, so folgt daraus zwangsl&auml;ufig, dass sie auch dann gilt, wenn sie sich f&uuml;r einen Steuerpflichtigen nachteilig auswirkt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist auch nicht zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Zulassungsgrund der Rechtsfortbildung nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO ist ein Unterfall des Zulassungsgrundes der grunds&auml;tzlichen Bedeutung (s. Senatsbeschluss vom 22.&nbsp;August 2011 III&nbsp;B&nbsp;192\/10, BFH\/NV 2011, 2043). Die Rechtssache hat jedoch &#8211;wie ausgef&uuml;hrt&#8211; keine grunds&auml;tzliche Bedeutung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG ist auch nicht von einem im BSG-Urteil in NJW 2011, 1099 enthaltenen Rechtssatz abgewichen (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO). Das BSG hat zu den &sect;&nbsp;122 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1, &sect;&nbsp;108 Abs.&nbsp;3 AO keinen Rechtssatz aufgestellt, vielmehr hat es sich &#8211;wie oben dargelegt&#8211; bewusst von der hierzu ergangenen BFH-Rechtsprechung abgegrenzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 5.5.2014, III B 85\/13 Vermutung der Bekanntgabe eines Verwaltungsakts; Verl&auml;ngerung der Dreitagesfrist bis zum folgenden Werktag Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) sind zusammen zur Einkommensteuer veranlagte Eheleute. Der Kl&auml;ger war im Jahr 2001 (Streitjahr) nacheinander als Rechtsanwalt an zwei Soziet&auml;ten beteiligt. Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erlie&szlig; &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-85-13-vermutung-der-bekanntgabe-eines-verwaltungsakts-verlaengerung-der-dreitagesfrist-bis-zum-folgenden-werktag\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;B&nbsp;85\/13 &#8211; Vermutung der Bekanntgabe eines Verwaltungsakts; Verl&auml;ngerung der Dreitagesfrist bis zum folgenden Werktag<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-62856","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62856","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62856"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62856\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62856"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62856"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62856"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}