{"id":62860,"date":"2014-07-21T05:41:27","date_gmt":"2014-07-21T03:41:27","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62860"},"modified":"2014-07-21T05:41:27","modified_gmt":"2014-07-21T03:41:27","slug":"xi-r-31-09-eugh-vorlage-zu-fragen-der-bestimmung-der-abziehbaren-vorsteuerbetraege-aus-eingangsleistungen-fuer-ein-gemischt-genutztes-gebaeude-der-berichtigung-des-vorsteuerabzugs-im-falle-eines-von-e","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-31-09-eugh-vorlage-zu-fragen-der-bestimmung-der-abziehbaren-vorsteuerbetraege-aus-eingangsleistungen-fuer-ein-gemischt-genutztes-gebaeude-der-berichtigung-des-vorsteuerabzugs-im-falle-eines-von-e\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;31\/09 &#8211; EuGH-Vorlage zu Fragen der Bestimmung der abziehbaren Vorsteuerbetr&auml;ge aus Eingangsleistungen f&uuml;r ein gemischt genutztes Geb&auml;ude, der Berichtigung des Vorsteuerabzugs im Falle eines von einem Mitgliedstaat nachtr&auml;glich vorgeschriebenen vorrangigen Aufteilungsschl&uuml;ssels sowie zu den Grunds&auml;tzen der Rechtssicherheit und des Vertrauensschutzes"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Entscheidung vom 5.6.2014, XI R 31\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">EuGH-Vorlage zu Fragen der Bestimmung der abziehbaren Vorsteuerbetr&auml;ge aus Eingangsleistungen f&uuml;r ein gemischt genutztes Geb&auml;ude, der Berichtigung des Vorsteuerabzugs im Falle eines von einem Mitgliedstaat nachtr&auml;glich vorgeschriebenen vorrangigen Aufteilungsschl&uuml;ssels sowie zu den Grunds&auml;tzen der Rechtssicherheit und des Vertrauensschutzes<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Der EuGH hat entschieden, dass Art. 17 Abs. 5 Unterabs. 3 der Richtlinie 77\/388\/EWG es den Mitgliedstaaten erlaubt, zum Zweck der Berechnung des Pro-rata-Satzes f&uuml;r den Abzug der Vorsteuern aus einem bestimmten Umsatz wie der Errichtung eines gemischt genutzten Geb&auml;udes vorrangig einen anderen Aufteilungsschl&uuml;ssel als den in Art. 19 Abs. 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG vorgesehenen Umsatzschl&uuml;ssel vorzuschreiben, vorausgesetzt, die herangezogene Methode gew&auml;hrleistet eine pr&auml;zisere Bestimmung dieses Pro-rata-Satzes (EuGH-Urteil vom 8. November 2012 C-511\/10 &#8211;BLC Baumarkt&#8211;, UR 2012, 968, HFR 2013, 79).<\/p>\n<\/p>\n<p>a) M&uuml;ssen bei der Anschaffung oder Errichtung eines gemischt genutzten Geb&auml;udes Eingangsleistungen, deren Bemessungsgrundlage zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten geh&ouml;ren, zur pr&auml;ziseren Bestimmung der abziehbaren Vorsteuerbetr&auml;ge zun&auml;chst den (steuerpflichtigen oder steuerfreien) Verwendungsums&auml;tzen des Geb&auml;udes zugeordnet und lediglich die danach verbliebenen Vorsteuern nach einem Fl&auml;chen- oder Umsatzschl&uuml;ssel aufgeteilt werden?<\/p>\n<\/p>\n<p>b) Gelten die vom EuGH im Urteil &#8211;BLC Baumarkt&#8211; (UR 2012, 968, HFR 2013, 79) aufgestellten Grunds&auml;tze und die Antwort auf die vorstehende Frage auch f&uuml;r Vorsteuerbetr&auml;ge aus Eingangsleistungen f&uuml;r die Nutzung, Erhaltung oder Unterhaltung eines gemischt genutzten Geb&auml;udes?<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Ist Art. 20 der Richtlinie 77\/388\/EWG dahin auszulegen, dass die in dieser Bestimmung vorgesehene Berichtigung des urspr&uuml;nglichen Vorsteuerabzugs auch auf einen Sachverhalt Anwendung findet, bei dem ein Steuerpflichtiger die Vorsteuern aus der Errichtung eines gemischt genutzten Geb&auml;udes nach der in Art. 19 Abs. 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG vorgesehenen und nach nationalem Recht zul&auml;ssigen Umsatzmethode aufgeteilt hat und ein Mitgliedstaat nachtr&auml;glich w&auml;hrend des Berichtigungszeitraums vorrangig einen anderen Aufteilungsschl&uuml;ssel vorschreibt?<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Falls die vorstehende Frage zu bejahen ist: Verwehren die Grunds&auml;tze der Rechtssicherheit und des Vertrauensschutzes die Anwendung des Art. 20 der Richtlinie 77\/388\/EWG, wenn der Mitgliedstaat f&uuml;r F&auml;lle der zuvor beschriebenen Art weder ausdr&uuml;cklich eine Vorsteuerberichtigung anordnet noch eine &Uuml;bergangsregelung trifft und wenn die vom Steuerpflichtigen angewandte Vorsteueraufteilung nach der Umsatzmethode vom BFH generell als sachgerecht anerkannt worden war?<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Sachverhalt des Ausgangsverfahrens<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist im Zusammenhang mit der Errichtung und Unterhaltung eines gemischt genutzten Geb&auml;udes die Aufteilung der im Jahr 2004 (Streitjahr) angefallenen Vorsteuerbetr&auml;ge sowie die Berichtigung des Vorsteuerabzugs.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin, Revisionskl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin), eine Grundst&uuml;cksgemeinschaft in der Rechtsform einer GbR, begann (nach Abriss eines alten Geb&auml;udes) Ende 2001 auf ihrem Grundst&uuml;ck mit dem Neubau eines Wohn- und Gesch&auml;ftshauses mit Tiefgaragenstellpl&auml;tzen. Das Geb&auml;ude umfasst insgesamt sechs Wohn- und Gesch&auml;ftseinheiten und zehn Tiefgaragenpl&auml;tze. Es wurde teilweise bereits ab Oktober 2002 vermietet und im Jahr 2004 (Streitjahr) endg&uuml;ltig fertig gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Urspr&uuml;nglich war geplant, das Erdgeschoss und das 1.&nbsp;Obergeschoss sowie acht der zehn Tiefgaragenstellpl&auml;tze umsatzsteuerpflichtig an Gewerbetreibende und die Einheiten im 2. und 3.&nbsp;Obergeschoss sowie zwei Tiefgaragenpl&auml;tze umsatzsteuerfrei f&uuml;r Wohnzwecke zu vermieten. Entsprechend dieser Verwendungsabsicht nahm die Kl&auml;gerin in den Jahren 1999 bis 2003 den Vorsteuerabzug aus vorsteuerbelasteten Abriss- und Baukosten insoweit in Anspruch, als die Kosten auf umsatzsteuerpflichtig zu vermietende R&auml;ume entfielen. Den Anteil der abziehbaren Vorsteuerbetr&auml;ge ermittelte sie in H&ouml;he von 78,15&nbsp;% nach dem Verh&auml;ltnis der voraussichtlichen steuerpflichtigen Ausgangsums&auml;tze zu den voraussichtlichen steuerfreien Ausgangsums&auml;tzen (sog. objektbezogener Umsatzschl&uuml;ssel).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Aufteilungsma&szlig;stab und die H&ouml;he der abziehbaren Vorsteuerbetr&auml;ge der Jahre 2001 und 2002 waren Gegenstand der finanzgerichtlichen Verfahren 5&nbsp;K&nbsp;1192\/03&nbsp;U und 5&nbsp;K&nbsp;491\/04&nbsp;U, in denen der Beklagte, Revisionsbeklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) nach Hinweis des Finanzgerichts (FG) jeweils dem Aufteilungsma&szlig;stab der Kl&auml;gerin folgte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anders als geplant wurden (ab Januar 2004) auch das 1.&nbsp;Obergeschoss hinterer Teil und ein weiterer Tiefgaragenstellplatz sowie (ab November 2004) das 1.&nbsp;Obergeschoss vorderer Teil umsatzsteuerfrei vermietet; zwei Stellpl&auml;tze blieben im Streitjahr noch unvermietet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Umsatzsteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2004 erkl&auml;rte die Kl&auml;gerin (neben steuerpflichtigen Ums&auml;tzen) Vorsteuerbetr&auml;ge aus Herstellungskosten und aus laufenden Kosten sowie &#8211;wegen der gegen&uuml;ber der urspr&uuml;nglichen Planung abweichenden tats&auml;chlichen Nutzung&#8211; einen Vorsteuerberichtigungsbetrag nach &sect;&nbsp;15a des Umsatzsteuergesetzes &#8211;UStG&#8211; (zu ihren Lasten) in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR, den sie auf der Grundlage des objektbezogenen Umsatzschl&uuml;ssels errechnet hatte. Insgesamt ergab sich daraus eine Umsatzsteuer f&uuml;r 2004 in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA setzte hingegen mit &Auml;nderungsbescheid vom 1.&nbsp;September 2006 die Umsatzsteuer f&uuml;r 2004 auf &#8230;&nbsp;EUR fest, wobei es der Aufteilung der 2004 angefallenen Vorsteuerbetr&auml;ge sowie der Berechnung des Vorsteuerberichtigungsbetrags nach &sect;&nbsp;15a UStG einen Fl&auml;chenschl&uuml;ssel zugrunde legte. Es f&uuml;hrte zur Begr&uuml;ndung aus, gem&auml;&szlig; dem zum 1.&nbsp;Januar 2004 in Kraft getretenen &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG sei eine Aufteilung der Vorsteuerbetr&auml;ge bei gemischt genutzten Geb&auml;uden nur dann anhand des Verh&auml;ltnisses der Ums&auml;tze, die den Vorsteuerabzug ausschlie&szlig;en, zu den Ums&auml;tzen, die zum Vorsteuerabzug berechtigen, vorzunehmen, wenn keine andere wirtschaftliche Zurechnung m&ouml;glich sei. Bei dem Geb&auml;ude der Kl&auml;gerin sei jedoch eine Zurechnung anhand der Quadratmeterzahlen m&ouml;glich, so dass diese Aufteilung vorzuziehen sei. Lediglich 38,74&nbsp;% der &quot;Gesamtquadratmeter&quot; w&uuml;rden zur steuerpflichtigen Vermietung genutzt. Deshalb sei auch bei der Berechnung des Korrekturbetrags nach &sect;&nbsp;15a UStG nicht nur die von der urspr&uuml;nglichen Planung abweichende tats&auml;chliche Nutzung des Geb&auml;udes, sondern ebenfalls &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG ber&uuml;cksichtigt worden. In der Vergangenheit habe die Kl&auml;gerin 78,15&nbsp;% der Herstellungskosten als Vorsteuer abgezogen; in H&ouml;he der Differenz zu 38,74&nbsp;% sei der Vorsteuerabzug nach &sect;&nbsp;15a UStG zu korrigieren. Bei der konkreten Berechnung teilte das FA die in den Jahren 1999 bis 2004 angefallenen Vorsteuerbetr&auml;ge aus den Herstellungskosten auf die einzelnen Wohn- und Gewerbeeinheiten auf und ermittelte f&uuml;r jede Einheit einen Korrekturbetrag nach &sect;&nbsp;15a UStG ab dem jeweiligen Zeitpunkt der erstmaligen Verwendung. Dabei setzte es anstelle des von der Kl&auml;gerin angesetzten Anteils von 78,15&nbsp;% den Fl&auml;chenschl&uuml;ssel von 38,74&nbsp;% an. Dies f&uuml;hrte dazu, dass sich f&uuml;r alle Wohn- und Gewerbeeinheiten ein Vorsteuerberichtigungsbetrag ergab, also auch bei den Einheiten, deren tats&auml;chliche Verwendung nicht von der urspr&uuml;nglich geplanten Verwendung abwich. Bei den Tiefgaragenpl&auml;tzen verfuhr das FA entsprechend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG gab der nach erfolglosem Einspruch erhobenen Klage teilweise statt und setzte die Umsatzsteuer f&uuml;r 2004 auf &#8230;&nbsp;EUR fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinsichtlich der vom FA im Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2004 angesetzten Vorsteuerberichtigung nach &sect;&nbsp;15a UStG f&uuml;hrte das FG aus, dies sei insoweit rechtm&auml;&szlig;ig, als die Kl&auml;gerin entgegen der urspr&uuml;nglichen Planung das 1.&nbsp;Obergeschoss sowie einen dritten statt der geplanten zwei (der insgesamt zehn) Tiefgaragenstellpl&auml;tze umsatzsteuerfrei vermietet habe. Das FA habe aber zu Unrecht den Korrekturbetrag des &sect;&nbsp;15a UStG unter Ber&uuml;cksichtigung der ab 1.&nbsp;Januar 2004 geltenden Neuregelung des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG ausgehend von einem Fl&auml;chenschl&uuml;ssel anstelle des von der Kl&auml;gerin seit dem Besteuerungszeitraum 1999 als Aufteilungsma&szlig;stab angesetzten objektbezogenen Umsatzschl&uuml;ssels berechnet. Zwar stehe &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG im Einklang mit dem Unionsrecht. Jedoch sei zum einen allein diese Gesetzes&auml;nderung kein Anwendungsfall des &sect;&nbsp;15a Abs.&nbsp;1 UStG; zum anderen sei das FA im Rahmen der Vorsteuerkorrektur des &sect;&nbsp;15a UStG ebenso wie der Steuerpflichtige f&uuml;r den Korrekturzeitraum von zehn Jahren an den einmal gew&auml;hlten und bestandskr&auml;ftig festgesetzten urspr&uuml;nglichen Aufteilungsschl&uuml;ssel nach dem Verh&auml;ltnis der steuerpflichtigen zu den steuerfreien Ums&auml;tzen gebunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die im Jahr 2004 angefallenen Vorsteuerbetr&auml;ge aus Herstellungskosten des Geb&auml;udes teilte das FG nach dem objektbezogenen Umsatzschl&uuml;ssel auf und erkannte f&uuml;r die Monate Januar bis Oktober 66,18&nbsp;% und f&uuml;r die Monate November und Dezember 49,06&nbsp;% dieser Vorsteuerbetr&auml;ge als abziehbar an. Von den im Jahr 2004 angefallenen Vorsteuerbetr&auml;gen aus laufenden Kosten erkannte das FG unter Zugrundelegung des Fl&auml;chenschl&uuml;ssels 38,74&nbsp;% als abziehbar an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2010, 178 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen das Urteil haben sowohl die Kl&auml;gerin als auch das FA Revision eingelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin tr&auml;gt vor, &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG stehe nicht mit der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG) im Einklang. Jedenfalls erm&ouml;gliche der Fl&auml;chenschl&uuml;ssel im Streitfall gegen&uuml;ber dem objektbezogenen Umsatzschl&uuml;ssel keine pr&auml;zisere Aufteilung der Vorsteuerbetr&auml;ge, wie dies nach dem Urteil des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) vom 8.&nbsp;November 2012 C-511\/10 &#8211;BLC Baumarkt&#8211; (Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2012, 968, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2013, 79) erforderlich sei. Denn der Herstellungsaufwand f&uuml;r die Errichtung des Geb&auml;udes habe sich nicht gleichm&auml;&szlig;ig auf das gesamte Geb&auml;ude verteilt. F&uuml;r die beiden Ladenlokale im Erdgeschoss seien h&ouml;here Baukosten &#8211;z.B. wegen einer h&ouml;heren Baugeschossh&ouml;he, wegen des Einbaus von Fu&szlig;bodenheizungen und wegen des Einbaus deckenhoher, vollst&auml;ndig zu &ouml;ffnender Ganzglast&uuml;relemente&#8211; als f&uuml;r die Wohnungen angefallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Deshalb seien die Vorsteuerbetr&auml;ge gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15a UStG zwar wegen einer gegen&uuml;ber der urspr&uuml;nglichen Planung ge&auml;nderten Nutzung des Geb&auml;udes ab dem Zeitpunkt der jeweiligen tats&auml;chlichen Nutzungs&auml;nderung zu berichtigen. Eine (weitere) Vorsteuerkorrektur nach &sect;&nbsp;15a UStG wegen des seit 2004 geltenden &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG scheide aber aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Weil &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG nicht mit der Richtlinie 77\/388\/EWG im Einklang stehe bzw. im Streitfall nicht anwendbar sei, seien auch die 2004 angefallenen Vorsteuerbetr&auml;ge aus laufenden Kosten nach dem objektbezogenen Umsatzschl&uuml;ssel &#8211;und nicht wie vom FG vorgenommen nach dem Fl&auml;chenschl&uuml;ssel&#8211; aufzuteilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>unter Aufhebung des FG-Urteils und der Einspruchsentscheidung vom 14.&nbsp;Februar 2007 und unter &Auml;nderung des Umsatzsteuerbescheides f&uuml;r 2004 vom 1.&nbsp;September 2006 die Umsatzsteuer f&uuml;r 2004 auf &#8230;&nbsp;EUR festzusetzen sowie die Revision des FA zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das FG-Urteil aufzuheben, die Klage abzuweisen und die Revision der Kl&auml;gerin zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es wendet sich dagegen, dass das FG die im angefochtenen Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2004 vorgenommene Berechnung der Vorsteuerkorrektur nach &sect;&nbsp;15a UStG auf der Grundlage des Fl&auml;chenschl&uuml;ssels abgelehnt habe und tritt dem Vorbringen der Kl&auml;gerin entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat hat das Revisionsverfahren im Hinblick auf den Vorlagebeschluss des V.&nbsp;Senats des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 22.&nbsp;Juli 2010 V&nbsp;R&nbsp;19\/09 (BFHE 231, 280, BStBl II 2010, 1090) mit Zustimmung der Beteiligten bis zum Ergehen des EuGH-Urteils &#8211;BLC Baumarkt&#8211; (UR 2012, 968, HFR 2013, 79) zum Ruhen gebracht und nach Ergehen der Nachfolgeentscheidung (BFH-Urteil vom 22.&nbsp;August 2013 V&nbsp;R&nbsp;19\/09, BFHE 243, 8, BFH\/NV 2014, 278) fortgesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die ma&szlig;geblichen Vorschriften und Bestimmungen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nationales Recht<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls sind die folgenden Vorschriften des UStG in der im Streitjahr 2004 geltenden Fassung ma&szlig;gebend:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;1 Steuerbare Ums&auml;tze<\/p>\n<p>&quot;(1) Der Umsatzsteuer unterliegen die folgenden Ums&auml;tze:<br \/>1. die Lieferungen und sonstigen Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausf&uuml;hrt. &#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) &sect;&nbsp;4 Steuerbefreiungen bei Lieferungen und sonstigen Leistungen<\/p>\n<p>&quot;Von den unter &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 fallenden Ums&auml;tzen sind steuerfrei: &#8230;<\/p>\n<p>12.&nbsp;a) die Vermietung und die Verpachtung von Grundst&uuml;cken, &#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) &sect;&nbsp;9 Verzicht auf Steuerbefreiungen<\/p>\n<p>&quot;(1) Der Unternehmer kann einen Umsatz, der nach &sect;&nbsp;4 Nr. &#8230; 12 &#8230; steuerfrei ist, als steuerpflichtig behandeln, wenn der Umsatz an einen anderen Unternehmer f&uuml;r dessen Unternehmen ausgef&uuml;hrt wird. &#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) &sect;&nbsp;15 Vorsteuerabzug<\/p>\n<p>&quot;(1) Der Unternehmer kann die folgenden Vorsteuerbetr&auml;ge abziehen:<br \/>1. die gesetzlich geschuldete Steuer f&uuml;r Lieferungen und sonstige Leistungen, die von einem anderen Unternehmer f&uuml;r sein Unternehmen ausgef&uuml;hrt worden sind.<br \/>&#8230;<\/p>\n<p>(2) Vom Vorsteuerabzug ausgeschlossen ist die Steuer f&uuml;r die Lieferungen, die Einfuhr und den innergemeinschaftlichen Erwerb von Gegenst&auml;nden sowie f&uuml;r die sonstigen Leistungen, die der Unternehmer zur Ausf&uuml;hrung folgender Ums&auml;tze verwendet:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. steuerfreie Ums&auml;tze; &#8230;<\/p>\n<p>(4) Verwendet der Unternehmer einen f&uuml;r sein Unternehmen gelieferten, eingef&uuml;hrten oder innergemeinschaftlich erworbenen Gegenstand oder eine von ihm in Anspruch genommene sonstige Leistung nur zum Teil zur Ausf&uuml;hrung von Ums&auml;tzen, die den Vorsteuerabzug ausschlie&szlig;en, so ist der Teil der jeweiligen Vorsteuerbetr&auml;ge nicht abziehbar, der den zum Ausschluss vom Vorsteuerabzug f&uuml;hrenden Ums&auml;tzen wirtschaftlich zuzurechnen ist. Der Unternehmer kann die nicht abziehbaren Teilbetr&auml;ge im Wege einer sachgerechten Sch&auml;tzung ermitteln. Eine Ermittlung des nicht abziehbaren Teils der Vorsteuerbetr&auml;ge nach dem Verh&auml;ltnis der Ums&auml;tze, die den Vorsteuerabzug ausschlie&szlig;en, zu den Ums&auml;tzen, die zum Vorsteuerabzug berechtigen, ist nur zul&auml;ssig, wenn keine andere wirtschaftliche Zurechnung m&ouml;glich ist.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) &sect;&nbsp;15a Berichtigung des Vorsteuerabzugs<\/p>\n<p>&quot;(1) &Auml;ndern sich bei einem Wirtschaftsgut innerhalb von f&uuml;nf Jahren ab dem Zeitpunkt der erstmaligen Verwendung die f&uuml;r den urspr&uuml;nglichen Vorsteuerabzug ma&szlig;gebenden Verh&auml;ltnisse, ist f&uuml;r jedes Kalenderjahr der &Auml;nderung ein Ausgleich durch eine Berichtigung des Abzugs der auf die Anschaffungs- oder Herstellungskosten entfallenden Vorsteuerbetr&auml;ge vorzunehmen. Bei Grundst&uuml;cken einschlie&szlig;lich ihrer wesentlichen Bestandteile, bei Berechtigungen, f&uuml;r die die Vorschriften des b&uuml;rgerlichen Rechts &uuml;ber Grundst&uuml;cke gelten, und bei Geb&auml;uden auf fremdem Boden tritt an die Stelle des Zeitraums von f&uuml;nf Jahren ein solcher von zehn Jahren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Bei der Berichtigung nach Absatz 1 ist f&uuml;r jedes Kalenderjahr der &Auml;nderung in den F&auml;llen des Satzes 1 von einem F&uuml;nftel und in den F&auml;llen des Satzes 2 von einem Zehntel der auf das Wirtschaftsgut entfallenden Vorsteuerbetr&auml;ge auszugehen. Eine k&uuml;rzere Verwendungsdauer ist entsprechend zu ber&uuml;cksichtigen. Die Verwendungsdauer wird nicht dadurch verk&uuml;rzt, dass das Wirtschaftsgut in ein anderes einbezogen wird.<br \/>&#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Unionsrecht<\/p>\n<p>Unionsrechtlich sind die folgenden Bestimmungen der Richtlinie 77\/388\/EWG von Bedeutung:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Art.&nbsp;2 Steueranwendungsbereich<\/p>\n<p>&quot;Der Mehrwertsteuer unterliegen:<br \/>1. Lieferungen von Gegenst&auml;nden und Dienstleistungen, die ein Steuerpflichtiger als solcher im Inland gegen Entgelt ausf&uuml;hrt; &#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Art.&nbsp;17 Entstehung und Umfang des Rechts auf Vorsteuerabzug<\/p>\n<p>&quot;(1) Das Recht auf Vorsteuerabzug entsteht, wenn der Anspruch auf die abziehbare Steuer entsteht.<\/p>\n<p>(2) Soweit die Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen f&uuml;r Zwecke seiner besteuerten Ums&auml;tze verwendet werden, ist der Steuerpflichtige befugt, von der von ihm geschuldeten Steuer folgende Betr&auml;ge abzuziehen: &#8230;<\/p>\n<p>(5) Soweit Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen von einem Steuerpflichtigen sowohl f&uuml;r Ums&auml;tze verwendet werden, f&uuml;r die nach den Abs&auml;tzen 2 und 3 ein Recht auf Vorsteuerabzug besteht, als auch f&uuml;r Ums&auml;tze, f&uuml;r die dieses Recht nicht besteht, ist der Vorsteuerabzug nur f&uuml;r den Teil der Mehrwertsteuer zul&auml;ssig, der auf den Betrag der erstgenannten Ums&auml;tze entf&auml;llt. Dieser Pro-rata-Satz wird nach Artikel 19 f&uuml;r die Gesamtheit der vom Steuerpflichtigen bewirkten Ums&auml;tze festgelegt.<\/p>\n<p>Jedoch k&ouml;nnen die Mitgliedstaaten<br \/>a) dem Steuerpflichtigen gestatten, f&uuml;r jeden Bereich seiner T&auml;tigkeit einen besonderen Pro-rata-Satz anzuwenden, wenn f&uuml;r jeden dieser Bereiche getrennte Aufzeichnungen gef&uuml;hrt werden;<br \/>b) den Steuerpflichtigen verpflichten, f&uuml;r jeden Bereich seiner T&auml;tigkeit einen besonderen Pro-rata-Satz anzuwenden und f&uuml;r jeden dieser Bereiche getrennte Aufzeichnungen zu f&uuml;hren;<br \/>c) dem Steuerpflichtigen gestatten oder ihn verpflichten, den Abzug je nach der Zuordnung der Gesamtheit oder eines Teils der Gegenst&auml;nde oder Dienstleistungen vorzunehmen;<br \/>d) dem Steuerpflichtigen gestatten oder ihm vorschreiben, den Vorsteuerabzug nach der in Unterabsatz 1 vorgesehenen Regel bei allen Gegenst&auml;nden und Dienstleistungen vorzunehmen, die f&uuml;r die dort genannten Ums&auml;tze verwendet wurden;<br \/>e) vorsehen, dass der Betrag der Mehrwertsteuer, der vom Steuerpflichtigen nicht abgezogen werden kann, nicht ber&uuml;cksichtigt wird, wenn er geringf&uuml;gig ist.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Art. 19 Berechnung des Pro-rata-Satzes des Vorsteuerabzugs<\/p>\n<p>&quot;(1) Der Pro-rata-Satz des Vorsteuerabzugs nach Artikel 17 Absatz 5 Unterabsatz 1 ergibt sich aus einem Bruch; dieser enth&auml;lt:<br \/>&#8211; im Z&auml;hler den je Jahr ermittelten Gesamtbetrag der zum Vorsteuerabzug nach Artikel 17 Abs&auml;tze 2 und 3 berechtigenden Ums&auml;tze, abz&uuml;glich der Mehrwertsteuer<br \/>&#8211; im Nenner den je Jahr ermittelten Gesamtbetrag der im Z&auml;hler stehenden sowie der nicht zum Vorsteuerabzug berechtigenden Ums&auml;tze, abz&uuml;glich der Mehrwertsteuer. Die Mitgliedstaaten k&ouml;nnen in den Nenner auch die Subventionen einbeziehen, die nicht in Artikel&nbsp;11 Teil&nbsp;A Absatz&nbsp;1 Buchstabe&nbsp;a) genannt sind.<\/p>\n<p>Der Pro-rata-Satz wird auf Jahresbasis in Prozent festgesetzt und auf einen vollen Prozentsatz aufgerundet.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Art.&nbsp;20 Berichtigung der Vorsteuerabz&uuml;ge<\/p>\n<p>&quot;(1) Der urspr&uuml;ngliche Vorsteuerabzug wird nach den von den Mitgliedstaaten festgelegten Einzelheiten berichtigt, und zwar insbesondere:<br \/>a) wenn der Vorsteuerabzug h&ouml;her oder niedriger ist als der, zu dessen Vornahme der Steuerpflichtige berechtigt war;<br \/>b) wenn sich die Faktoren, die bei der Festsetzung des Vorsteuerabzugsbetrags ber&uuml;cksichtigt werden, nach Abgabe der Erkl&auml;rung ge&auml;ndert haben, insbesondere bei r&uuml;ckg&auml;ngig gemachten K&auml;ufen oder erlangten Rabatten; &#8230;<\/p>\n<p>(2) F&uuml;r Investitionsg&uuml;ter wird eine Berichtigung vorgenommen, die sich auf einen Zeitraum von f&uuml;nf Jahren einschlie&szlig;lich des Jahres, in dem die G&uuml;ter erworben oder hergestellt wurden, erstreckt. Die j&auml;hrliche Berichtigung betrifft nur ein F&uuml;nftel der Steuer, mit der diese G&uuml;ter belastet waren. Die Berichtigung erfolgt unter Ber&uuml;cksichtigung der &Auml;nderungen des Anspruchs auf Vorsteuerabzug in den folgenden Jahren gegen&uuml;ber dem Anspruch f&uuml;r das Jahr, in dem die G&uuml;ter erworben oder hergestellt wurden.<\/p>\n<p>Abweichend von Absatz&nbsp;1 k&ouml;nnen die Mitgliedstaaten f&uuml;r die Berichtigung einen Zeitraum von f&uuml;nf vollen Jahren festlegen, der mit der erstmaligen Verwendung der G&uuml;ter beginnt.<\/p>\n<p>Bei Grundst&uuml;cken, die als Investitionsg&uuml;ter erworben wurden, kann der Zeitraum f&uuml;r die Berichtigung bis auf 20 Jahre verl&auml;ngert werden.<br \/>&#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Zur rechtlichen Beurteilung des Streitfalls<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Ermittlung des abziehbaren und des nicht abziehbaren Teils der 2004 angefallenen Vorsteuerbetr&auml;ge<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die ab dem 1.&nbsp;Januar 2004 angefallenen Vorsteuerbetr&auml;ge, die auf Herstellungskosten und auf Kosten f&uuml;r die Nutzung, Erhaltung oder Unterhaltung des gemischt genutzten Geb&auml;udes entfallen, sind gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 UStG aufzuteilen, und zwar gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG vorrangig nach dem Fl&auml;chenschl&uuml;ssel.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG wurde mit Wirkung vom 1.&nbsp;Januar 2004 in das UStG eingef&uuml;gt (vgl. Art.&nbsp;5 Nr.&nbsp;19 Buchst.&nbsp;d, Art.&nbsp;25 Abs.&nbsp;4 des Steuer&auml;nderungsgesetzes 2003 vom 15.&nbsp;Dezember 2003, BGBl I 2003, 2645). Der Gesetzgeber hat dies wie folgt begr&uuml;ndet (vgl. Regierungsentwurf eines Steuer&auml;nderungsgesetzes 2003, BTDrucks 15\/1562, 51 &quot;Zu Buchstabe&nbsp;d&quot;):<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Die Vorschrift dient einer sachgerechten Aufteilung der Vorsteuern beim Bezug von Lieferungen oder sonstigen Leistungen. Mit der Neuregelung wird die Verwendung des Umsatzschl&uuml;ssels als alleiniger Aufteilungsma&szlig;stab eingeschr&auml;nkt. Nur dann, wenn keine andere wirtschaftliche Zuordnung m&ouml;glich ist, ist der Umsatzschl&uuml;ssel zugelassen.<\/p>\n<p>Die &Auml;nderung ist notwendig, weil der Bundesfinanzhof mit Urteil vom 17.&nbsp;August 2001, BStBl 2002 II S.&nbsp;833, entschieden hat, dass die Aufteilung von Vorsteuerbetr&auml;gen nach dem Verh&auml;ltnis der Ausgangsums&auml;tze als sachgerechte Sch&auml;tzung i.S.d. &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 UStG anzuerkennen ist.<\/p>\n<p>Die Anwendung des Umsatzschl&uuml;ssels als Regel-Aufteilungsma&szlig;stab w&uuml;rde jedoch insbesondere bei der Herstellung von gemischt genutzten Geb&auml;uden zu unzutreffenden Aufteilungsergebnissen f&uuml;hren und zudem im Hinblick auf die nach &sect;&nbsp;15a UStG vorzunehmende Vorsteuerberichtigung bei einem sich &auml;ndernden Umsatzschl&uuml;ssel auch nicht praktikabel sein.<\/p>\n<p>Die Anwendung dieses Umsatzschl&uuml;ssels als Regel-Aufteilungsma&szlig;stab ist durch die 6.&nbsp;EG-Richtlinie jedoch nicht zwingend vorgeschrieben. Eine solche &#8218;Pro-rata&#8216;-Regelung (Artikel&nbsp;17 Abs.&nbsp;5 Unterabsatz&nbsp;2 i.V.m. Artikel&nbsp;19 der 6.&nbsp;EG-Richtlinie) ist f&uuml;r die Mitgliedstaaten nicht verbindlich, da sie nach Artikel&nbsp;17 Abs.&nbsp;5 Unterabsatz&nbsp;3 der 6.&nbsp;EG-Richtlinie davon abweichende Aufteilungsma&szlig;st&auml;be festlegen k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Beim Erwerb von Geb&auml;uden kommt auch weiterhin eine Vorsteueraufteilung nach dem Verh&auml;ltnis der Ertragswerte zu den Verkehrswerten in Betracht, da es sich hierbei nicht um eine Umsatzschl&uuml;ssel-Methode i.S.d. Neuregelung handelt. Die Regelung entspricht Artikel&nbsp;17 Abs.&nbsp;5 Unterabsatz&nbsp;3 Buchstabe&nbsp;c der 6. EG-Richtlinie.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der EuGH hat im Urteil &#8211;BLC Baumarkt&#8211; zu &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG entschieden, dass diese Vorschrift insoweit nicht dem Unionsrecht entspricht, als sie f&uuml;r s&auml;mtliche &#8211;und nicht nur f&uuml;r bestimmte&#8211; F&auml;lle der gemischten Verwendung eine vom Umsatzschl&uuml;ssel als Regel-Aufteilungsma&szlig;stab (Art.&nbsp;17 Abs.&nbsp;5 Unterabs.&nbsp;1 und 2 der Richtlinie 77\/388\/EWG) abweichende Regelung trifft (vgl. Urteil &#8211;BLC Baumarkt&#8211; in UR 2012, 968, HFR 2013, 79, Rz&nbsp;17, 19).<\/p>\n<p>Art.&nbsp;17 Abs.&nbsp;5 Unterabs.&nbsp;3 der Richtlinie 77\/388\/EWG erlaube es den Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union aber, zum Zweck der Berechnung des Pro-rata-Satzes f&uuml;r den Abzug der Vorsteuern aus einem bestimmten Umsatz wie der Errichtung eines gemischt genutzten Geb&auml;udes vorrangig einen anderen Aufteilungsschl&uuml;ssel als den in Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 der Richtlinie 77\/388\/EWG vorgesehenen Umsatzschl&uuml;ssel vorzuschreiben, vorausgesetzt, die herangezogene Methode gew&auml;hrleiste eine pr&auml;zisere Bestimmung dieses Pro-rata-Satzes (vgl. EuGH-Urteil &#8211;BLC Baumarkt&#8211; in UR 2012, 968, HFR 2013, 79, Leitsatz).<\/p>\n<p>Es sei Sache der nationalen Gerichte, zu pr&uuml;fen, ob dies hinsichtlich der Aufteilung der Vorsteuerbetr&auml;ge nach einem Fl&auml;chenschl&uuml;ssel der Fall ist (vgl. EuGH-Urteil &#8211;BLC Baumarkt&#8211; in UR 2012, 968, HFR 2013, 79, Rz&nbsp;24, 25).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Berichtigung des Vorsteuerabzugs aus Herstellungskosten<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall liegt (unstreitig) eine &Auml;nderung der f&uuml;r den urspr&uuml;nglichen Vorsteuerabzug ma&szlig;gebenden Verh&auml;ltnisse i.S. des &sect;&nbsp;15a Abs.&nbsp;1 UStG vor, soweit die Kl&auml;gerin entgegen ihrer urspr&uuml;nglichen Planung im Streitjahr Geb&auml;udeteile umsatzsteuerfrei vermietete.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Fraglich ist, ob dar&uuml;ber hinaus im Hinblick auf &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG eine weitere Vorsteuerberichtigung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15a Abs.&nbsp;1 UStG unter Zugrundelegung des vom FA dabei angesetzten Fl&auml;chenschl&uuml;ssels vorzunehmen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>IV. Zur Anrufung des EuGH<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat legt dem EuGH die im Leitsatz wiedergegebenen Fragen zur Vorabentscheidung vor und setzt das Revisionsverfahren bis zur Entscheidung des EuGH aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zur ersten Vorlagefrage<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach dem EuGH-Urteil &#8211;BLC Baumarkt&#8211; (UR 2012, 968, HFR 2013, 79) m&uuml;ssen die nationalen Gerichte pr&uuml;fen, ob bei &quot;einem bestimmten Umsatz wie der Errichtung eines gemischt genutzten Geb&auml;udes&quot; (Leitsatz und Rz&nbsp;26) &quot;die im Ausgangsverfahren in Rede stehende Fl&auml;chenmethode&quot; (also &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG) &quot;eine pr&auml;zisere Bestimmung des Pro-rata-Satzes des Vorsteuerabzugs [gew&auml;hrleistet] als die Bestimmung anhand der Umsatzmethode&quot; (Rz&nbsp;24&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach Auffassung des BFH kommt bei der Herstellung eines gemischt genutzten Geb&auml;udes ein objektbezogener Fl&auml;chenschl&uuml;ssel regelm&auml;&szlig;ig gegen&uuml;ber einem objektbezogenen Umsatzschl&uuml;ssel zu einer pr&auml;ziseren Vorsteueraufteilung (vgl. BFH-Urteile vom 20.&nbsp;Juli 1988 X&nbsp;R&nbsp;8\/80, BFHE 154, 225, BStBl II 1988, 1012, unter 1.c; vom 12.&nbsp;M&auml;rz 1992 V&nbsp;R&nbsp;70\/87, BFHE 168, 447, BStBl II 1992, 755, unter 2.b&nbsp;aa; vom 7.&nbsp;Mai 2014 V&nbsp;R&nbsp;1\/10, zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2014, 1162, Rz&nbsp;31; Abschn. 15.17. Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;4 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses &#8211;UStAE&#8211;; Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 2.&nbsp;Januar 2014 IV&nbsp;D&nbsp;2-S&nbsp;7300\/12\/10002:001, 2013\/1156482, BStBl I 2014, 119, unter 3.). Denn Ma&szlig;stab f&uuml;r die Aufteilung der Vorsteuerbetr&auml;ge in abziehbare und nichtabziehbare ist bei Geb&auml;uden in der Regel das Verh&auml;ltnis der den verschiedenen Zwecken dienenden Grundfl&auml;chen; denn in der unterschiedlichen Nutzung der Fl&auml;chen dr&uuml;ckt sich die Zuordnung des Geb&auml;udes bzw. der Geb&auml;udeteile zu den mit ihnen ausgef&uuml;hrten Ums&auml;tzen aus (vgl. BFH-Urteil in BFHE 168, 447, BStBl II 1992, 755, unter 2.b&nbsp;aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch in dem EuGH-Verfahren &#8211;BLC Baumarkt&#8211; stimmten alle Verfahrensbeteiligten in der Beurteilung &uuml;berein, dass die auf das Fl&auml;chenkriterium gest&uuml;tzte Methode der Zuordnung in F&auml;llen wie dem des Ausgangsverfahrens V&nbsp;R&nbsp;19\/09, d.h. in F&auml;llen, in denen es um die Errichtung gemischt genutzter Geb&auml;ude geht, ein genaueres Ergebnis hinsichtlich des abziehbaren Teils sicherstellt (vgl. Schlussantr&auml;ge des Generalanwalts Cruz Villal&oacute;n vom 26.&nbsp;April 2012 &#8211;BLC Baumarkt&#8211;, juris, Rz&nbsp;19, 48; s. dazu auch Marchal\/Salder, UR 2012, 968, 972).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Anderes gilt allerdings, wenn die Nutzfl&auml;chen nicht miteinander vergleichbar sind, etwa wenn die Ausstattung der den unterschiedlichen Zwecken dienenden R&auml;ume (z.B. H&ouml;he der R&auml;ume, Dicke der W&auml;nde und Decken, Innenausstattung) erhebliche Unterschiede aufweist (vgl. BFH-Urteile in BFHE 154, 225, BStBl II 1988, 1012, unter 1.c; in BFHE 168, 447, BStBl II 1992, 755, unter 2.b&nbsp;aa; in DStR 2014, 1162, Rz&nbsp;32; Abschn. 15.17. Abs.&nbsp;7 S&auml;tze&nbsp;6 und 7 UStAE) oder es z.B. um nicht zu einer Gesamtnutzfl&auml;che zu addierende Nutzfl&auml;chen innerhalb eines Geb&auml;udes und auf dessen Dach geht (vgl. dazu BFH-Urteile vom 19.&nbsp;Juli 2011 XI&nbsp;R&nbsp;29\/09, BFHE 234, 556, BStBl II 2012, 430, Rz&nbsp;48, und XI&nbsp;R&nbsp;29\/10, BFHE 234, 564, BStBl II 2012, 438, Rz&nbsp;41; vom 14.&nbsp;M&auml;rz 2012 XI&nbsp;R&nbsp;26\/11, BFH\/NV 2012, 1192, Rz&nbsp;37; vgl. auch BMF-Schreiben in BStBl I 2014, 119, unter 3.) oder wenn eine Aufteilung nach dem Fl&auml;chenschl&uuml;ssel aus sonstigen Gr&uuml;nden nicht pr&auml;ziser ist (vgl. BFH-Urteile vom 7.&nbsp;Juli 2011 V&nbsp;R&nbsp;36\/10, BFHE 234, 542, BStBl II 2012, 77, Rz&nbsp;23&nbsp;ff.; vom 5.&nbsp;September 2013 XI&nbsp;R&nbsp;4\/10, BFHE 243, 60, BStBl II 2014, 95, Rz&nbsp;37).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Unionsrechtlichen Kl&auml;rungsbedarf sieht der Senat in folgender Hinsicht:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach gegenw&auml;rtiger Rechtsprechung und Praxis ist bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten f&uuml;r den Vorsteuerabzug unter Ber&uuml;cksichtigung von &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 UStG auf die Verwendungsverh&auml;ltnisse des gesamten Geb&auml;udes abzustellen; f&uuml;r den Vorsteuerabzug aus Eingangsleistungen f&uuml;r die Nutzung, Erhaltung oder Unterhaltung des Geb&auml;udes kommt es dagegen darauf an, wie der Geb&auml;udeteil genutzt wird, f&uuml;r den die betreffenden Aufwendungen entstehen (vgl. BFH-Urteile vom 28.&nbsp;September 2006 V&nbsp;R&nbsp;43\/03, BFHE 215, 335, BStBl II 2007, 417, Leitsatz&nbsp;4 und unter II.2.b&nbsp;bb; vom 22.&nbsp;November 2007 V&nbsp;R&nbsp;43\/06, BFHE 219, 450, BStBl II 2008, 770, unter II.2.a; vom 13.&nbsp;August 2008 XI&nbsp;R&nbsp;53\/07, BFH\/NV 2009, 228, unter II.2.a; vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2009 V&nbsp;R&nbsp;9\/08, BFHE 225, 230, BStBl II 2010, 651, unter II.2.; vom 10.&nbsp;Dezember 2009 V&nbsp;R&nbsp;13\/08, BFH\/NV 2010, 960, Leitsatz&nbsp;1; vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2010 V&nbsp;R&nbsp;44\/08, BFH\/NV 2010, 1871, Rz&nbsp;16; in DStR 2014, 1162, Rz&nbsp;36). Dem folgt die Finanzverwaltung (vgl. Abschn. 15.17. Abs.&nbsp;5&nbsp;ff. UStAE; BMF-Schreiben in BStBl I 2014, 119, unter 4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Hierzu hat der BFH im Urteil in BFHE 215, 335, BStBl II 2007, 417 (Leitsatz&nbsp;4 und unter II.2.b&nbsp;aa) ausgef&uuml;hrt: &quot;Wird z.B. ein Geb&auml;ude (als Gegenstand) angeschafft oder hergestellt, das &#8218;gemischt&#8216; f&uuml;r steuerfreie und steuerpflichtige Ums&auml;tze verwendet werden soll, kann nicht darauf abgestellt werden, welche Aufwendungen in bestimmte Teile des Geb&auml;udes eingehen (z.B. Wohnungsteil oder Gewerbeteil). Die Zurechnung der Vorsteuerbetr&auml;ge ist weder nach einem sog. &#8218;Investitionsschl&uuml;ssel&#8216; (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8230; vom 18.&nbsp;November 2004 V&nbsp;R&nbsp;16\/03, BFHE 208, 461, BStBl II 2005, 503) noch nach einer r&auml;umlichen (sog. &#8218;geographischen&#8216;) Anbindung zul&auml;ssig; ma&szlig;gebend ist vielmehr die &#8218;prozentuale&#8216; Aufteilung der Verwendung des gesamten Geb&auml;udes zu steuerfreien und steuerpflichtigen Ums&auml;tzen (vgl. EuGH-Urteil vom 4.&nbsp;Oktober 1995 C-291\/92, Armbrecht, Slg. 1995, I-2775 RandNr. 21, BStBl II 1996, 392).&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Fraglich ist nach Auffassung des Senats, ob nach Ergehen des EuGH-Urteils &#8211;BLC Baumarkt&#8211; (UR 2012, 968, HFR 2013, 79) an dieser &#8211;auf Rz&nbsp;21 des EuGH-Urteils &#8211;Armbrecht&#8211; (Slg. 1995, I-2775, BStBl II 1996, 392) gest&uuml;tzten&#8211; Rechtsprechung des BFH und an der ihr folgenden Praxis festzuhalten ist (vgl. dazu auch Michel, HFR 2014, 348, unter 3.b&nbsp;bb&nbsp;(3)).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>M&ouml;glicherweise ist zur fr&uuml;heren Praxis zur&uuml;ckzukehren. Danach kamen bei gemischt genutzten Grundst&uuml;cken als aufzuteilende Vorsteuern i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 UStG nur die Vorsteuerbetr&auml;ge in Betracht, die auf die gemischt genutzten Geb&auml;udeteile entfielen. Ein Geb&auml;ude war entsprechend seiner Verwendung in unterschiedliche Teile aufzuteilen (vgl. BFH-Urteil vom 26.&nbsp;Juni 1996 XI&nbsp;R&nbsp;43\/90, BFHE 181, 191, BStBl II 1997, 98). Die Aufteilung der Vorsteuerbetr&auml;ge nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 UStG war demnach auf solche Geb&auml;udeteile zu beschr&auml;nken, die tats&auml;chlich gemischt genutzt werden (z.B. Treppenhaus, Heizungskeller, Dach, Au&szlig;enanlagen, Fernw&auml;rmeanschluss), w&auml;hrend die Fenster sowie s&auml;mtliche Ausbaukosten den betreffenden R&auml;umen direkt zuzuordnen waren (vgl. z.B. Abschn. 208 Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;12 bis 14 der Umsatzsteuer-Richtlinien 2008).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Methode erm&ouml;glicht nach Auffassung des Senats pr&auml;zisere Ergebnisse bei der Aufteilung der Vorsteuerbetr&auml;ge im Sinne des EuGH-Urteils &#8211;BLC Baumarkt&#8211; (UR 2012, 968, HFR 2013, 79) als eine &quot;prozentuale&quot; Aufteilung der Verwendung des gesamten Geb&auml;udes zu steuerfreien und steuerpflichtigen Ums&auml;tzen im Sinne des BFH-Urteils in BFHE 215, 335, BStBl II 2007, 417, Leitsatz&nbsp;4 und unter II.2.b&nbsp;aa.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ferner besteht nach Auffassung des Senats unionsrechtlicher Kl&auml;rungsbedarf hinsichtlich der Frage, ob ab dem 1. Januar 2004 angefallene Vorsteuerbetr&auml;ge aus Eingangsleistungen f&uuml;r die Nutzung, Erhaltung oder Unterhaltung eines gemischt genutzten Geb&auml;udes gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG gleichfalls in der Regel nach dem Fl&auml;chenschl&uuml;ssel aufzuteilen sind, oder ob das EuGH-Urteil &#8211;BLC Baumarkt&#8211; (UR 2012, 968, HFR 2013, 79) entgegensteht, wonach diese Vorschrift nur f&uuml;r &quot;bestimmte Ums&auml;tze&quot; unionsrechtskonform sein kann (vgl. Rz&nbsp;17 und 19 des EuGH-Urteils &#8211;BLC Baumarkt&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Auch bei diesen Vorsteuerbetr&auml;gen kommt nach Auffassung des Senats aus den unter IV.1.a dargelegten Gr&uuml;nden ein Fl&auml;chenschl&uuml;ssel regelm&auml;&szlig;ig gegen&uuml;ber einem Umsatzschl&uuml;ssel zu einer pr&auml;ziseren Vorsteueraufteilung, weil die diesen Vorsteuerbetr&auml;gen zugrunde liegenden Eingangsleistungen in der Regel einen engeren Bezug zu den jeweiligen Fl&auml;chen des Geb&auml;udes als zu den mit den jeweiligen Geb&auml;udefl&auml;chen ausgef&uuml;hrten Ums&auml;tzen aufweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die damit vom Senat angestrebte Angleichung der Methoden f&uuml;r die Aufteilung von Vorsteuerbetr&auml;gen einerseits aus Herstellungskosten und andererseits aus laufenden Kosten f&uuml;r die Nutzung, Erhaltung oder Unterhaltung eines gemischt genutzten Geb&auml;udes w&uuml;rde zudem der Vereinfachung dienen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Zur zweiten Vorlagefrage<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall stellt sich ferner die Frage, ob die Anordnung in &sect; 15 Abs. 4 Satz 3 UStG, eine Vorsteueraufteilung vorrangig nach einer anderen Aufteilungsmethode als der in Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 der Richtlinie 77\/388\/EWG vorgesehenen Umsatzmethode vorzunehmen, gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;20 der Richtlinie 77\/388\/EWG zu einer Berichtigung von Vorsteuerabz&uuml;gen, die nach der Umsatzmethode berechnet worden sind, f&uuml;hren kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach dem Urteil des V.&nbsp;Senats des BFH in BFHE 243, 8, BFH\/NV 2014, 278 stellt die Neuregelung der Vorsteueraufteilung nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG eine zur Berichtigung des Vorsteuerabzugs nach &sect;&nbsp;15a Abs.&nbsp;1 UStG f&uuml;hrende &Auml;nderung der rechtlichen Verh&auml;ltnisse dar, weil sie sich auf den Umfang des Vorsteuerabzugs auswirke (Leitsatz&nbsp;3 und Rz&nbsp;49).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen l&auml;sst sich aber einwenden, dass die von &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG angeordnete Rechts&auml;nderung keine materiell-rechtlichen Abzugsgrunds&auml;tze betrifft, weil durch eine (blo&szlig;e) Ver&auml;nderung des Aufteilungsma&szlig;stabs die Steuerpflicht bzw. Steuerfreiheit der Verwendungsums&auml;tze (Ausgangsums&auml;tze) unver&auml;ndert bleibt (so das FG D&uuml;sseldorf im vorliegenden Rechtsstreit, EFG 2010, 178, Rz&nbsp;35; ebenso Lausterer, Der Umsatz-Steuer-Berater 2005, 302, 307; zweifelnd Oelmaier in S&ouml;lch\/Ringleb, Umsatzsteuer, &sect;&nbsp;15a Rz&nbsp;150; Wagner in S&ouml;lch\/Ringleb, Umsatzsteuer, &sect;&nbsp;15a Rz&nbsp;166).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Art.&nbsp;20 der Richtlinie 77\/388\/EWG legt das Verfahren f&uuml;r die Berechnung der Berichtigung des Vorsteuererstabzugs fest (vgl. EuGH-Urteil vom 2.&nbsp;Juni 2005 C-378\/02 &#8211;Waterschap Zeeuws Vlaanderen&#8211;, Slg. 2005, I-4685, BFH\/NV Beilage 2005, 323, Rz&nbsp;38). Der Berichtigungsmechanismus ist Bestandteil der Vorsteuerabzugsregelung (vgl. u.a. EuGH-Urteile vom 4.&nbsp;Oktober 2012 C-550\/11 &#8211;PIGI&#8211;, UR 2012, 924, HFR 2012, 1309, Rz&nbsp;24; vom 10.&nbsp;Oktober 2013 C-622\/11 &#8211;Pactor Vastgoed&#8211;, HFR 2013, 1075, Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst &#8211;DStRE&#8211; 2014, 552, Rz&nbsp;33).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Vorschriften &uuml;ber die Berichtigung bei Investitionsg&uuml;tern sind im Licht ihres Zieles auszulegen, das darin besteht, sicherzustellen, dass der Vorsteuerabzug getreu die dauerhafte Verwendung der Eingangsums&auml;tze f&uuml;r die Zwecke besteuerter Ums&auml;tze widerspiegelt (EuGH-Urteil vom 15.&nbsp;Dezember 2005 C-63\/04 &#8211;Centralan Property&#8211;, Slg. 2005, I-11087, BFH\/NV Beilage 2006, 136, Rz&nbsp;77). Der Berichtigungsmechanismus ist zwingend und soll die Richtigkeit der Abz&uuml;ge und damit die Neutralit&auml;t der steuerlichen Belastung sichern (vgl. EuGH-Urteil vom 30.&nbsp;M&auml;rz 2006 C-184\/04 &#8211;Uudenkaupungin kaupunki&#8211;, Slg. 2006, I-3039, BFH\/NV Beilage 2006, 286, Rz&nbsp;26 und 35). Der Zusammenhang zwischen Vorsteuerabzug und Erhebung der Mehrwertsteuer soll sichergestellt werden (EuGH-Urteile vom 14.&nbsp;September 2006 C-72\/05 &#8211;Wollny&#8211;, Slg. 2006, I-8297, BStBl II 2007, 32, Rz&nbsp;33; vom 18.&nbsp;Oktober 2012 C-234\/11 &#8211;TETS Haskovo&#8211;, UR 2012, 921, HFR 2012, 1215, Rz&nbsp;31). Dies soll einen engen und unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem Vorsteuerabzugsrecht und der Nutzung der betreffenden Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen f&uuml;r besteuerte Ums&auml;tze herstellen (EuGH-Urteile &#8211;Centralan Property&#8211; in Slg. 2005, I-11087, BFH\/NV Beilage 2006, 136, Rz&nbsp;57, 73; vom 29.&nbsp;November 2012 C-257\/11 &#8211;Gran Via Moine&#351;ti&#8211;, UR 2013, 224, HFR 2013, 80, Rz&nbsp;38; &#8211;Pactor Vastgoed&#8211; in HFR 2013, 1075, DStRE 2014, 552, Rz&nbsp;34). Dar&uuml;ber hinaus soll verhindert werden, dass dem Steuerpflichtigen ein ungerechtfertigter wirtschaftlicher Vorteil gegen&uuml;ber dem Endverbraucher verschafft wird (EuGH-Urteil &#8211;Wollny&#8211; in Slg. 2006, I-8297, BStBl II 2007, 32, Rz&nbsp;35).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Art.&nbsp;20 der Richtlinie 77\/388\/EWG umschreibt zu diesen Zwecken eine Reihe von Tatbest&auml;nden, die zu einer Berichtigung f&uuml;hren k&ouml;nnen, wobei die Aufz&auml;hlung der Tatbest&auml;nde in Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a und b der Richtlinie 77\/388\/EWG nicht abschlie&szlig;end ist: Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b der Richtlinie 77\/388\/EWG behandelt den Umstand, dass &quot;sich die Faktoren, die bei der Festsetzung des Vorsteuerabzugsbetrags ber&uuml;cksichtigt werden, nach Abgabe der Erkl&auml;rung ge&auml;ndert haben&quot;, w&auml;hrend Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 der Richtlinie 77\/388\/EWG, der speziell Investitionsg&uuml;ter betrifft, f&uuml;r die der Berichtigungszeitraum l&auml;nger ist, klarstellt, dass die Berichtigung unter Ber&uuml;cksichtigung der &quot;&Auml;nderungen des Anspruchs auf Vorsteuerabzug in den folgenden Jahren gegen&uuml;ber dem Anspruch f&uuml;r das Jahr [erfolgt], in dem die G&uuml;ter erworben oder hergestellt wurden&quot; (EuGH-Urteil vom 29.&nbsp;April 2004 C-487\/01 und C-7\/02 &#8211;Gemeente Leusden und Holin Groep&#8211;, Slg. 2004, I-5337, BFH\/NV Beilage 2004, 250, Rz&nbsp;51 bis 53).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die in Art.&nbsp;20 der Richtlinie 77\/388\/EWG getroffene Regelung &uuml;ber die Berichtigung der Vorsteuerabz&uuml;ge ist nach der Rechtsprechung des EuGH auf F&auml;lle anwendbar, in denen ein Gegenstand, dessen Verwendung zum Vorsteuerabzug berechtigt, einer Verwendung zugeordnet wird, die kein Abzugsrecht er&ouml;ffnet (vgl. EuGH-Urteil &#8211;Wollny&#8211; in Slg. 2006, I-8297, BStBl II 2007, 32, Rz&nbsp;34, m.w.N.). Werden hingegen Gegenst&auml;nde oder Dienstleistungen auf der folgenden Stufe f&uuml;r besteuerte Ums&auml;tze verwendet, ist ein Abzug der Steuern, mit der sie auf der Vorstufe belastet waren, geboten, um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden (EuGH-Urteil &#8211;Wollny&#8211; in Slg. 2006, I-8297, BStBl II 2007, 32, Rz&nbsp;20).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">dd) Als tats&auml;chliche Vorg&auml;nge, die eine Berichtigung ausl&ouml;sen k&ouml;nnen, hat der EuGH z.B. folgende Vorg&auml;nge anerkannt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:justify\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">die Nutzung eines Investitionsguts f&uuml;r eine unentgeltliche Zuwendung statt einer wirtschaftlichen T&auml;tigkeit (EuGH-Urteil vom 21.&nbsp;September 1988&nbsp;&nbsp;50\/87 &#8211;Kommission\/ Frankreich&#8211;, Slg. 1988, 4797, HFR 1990, 275, Rz&nbsp;21),<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:justify\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">die tats&auml;chliche Ausf&uuml;hrung steuerfreier Lieferungen (EuGH-Urteile vom 15.&nbsp;Januar 1998 C-37\/95 &#8211;Ghent Coal Terminal&#8211;, Slg. 1998, I-1, UR 1998, 149, Rz&nbsp;24; vom 8.&nbsp;Juni 2000 C-400\/98 &#8211;Breitsohl&#8211;, Slg. 2000, I-4321, BStBl II 2003, 452, Rz&nbsp;52),<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:justify\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">steuerfreie Ausgangsums&auml;tze (vgl. EuGH-Urteil vom 3.&nbsp;M&auml;rz 2005 C-172\/03 &#8211;Heiser&#8211;, Slg. 2005, I-1627, BFH\/NV Beilage 2005, 183, Rz&nbsp;59) oder steuerpflichtige Ausgangsums&auml;tze (EuGH-Urteil &#8211;Uudenkaupungin kaupunki&#8211; in Slg. 2006, I-3039, BFH\/NV Beilage 2006, 286, Rz&nbsp;34 und 42),<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:justify\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Nutzungs&auml;nderungen (EuGH-Urteil vom 8.&nbsp;Juni 2000 C-396\/98 &#8211;Schlo&szlig;stra&szlig;e&#8211;, Slg. 2000, I-4279, BStBl II 2003, 446, Rz&nbsp;51&nbsp;f.) sowie<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:justify\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">die Entnahme eines Gegenstands f&uuml;r den privaten Bedarf, wenn die bezogene Leistung zuvor noch nicht vollst&auml;ndig verbraucht worden war (EuGH-Urteil vom 17.&nbsp;Mai 2001 C-322\/99 und C-323\/99 &#8211;Fischer und Brandenstein&#8211;, Slg. 2001, I-4049, BFH\/NV Beilage 2001, 177, Rz&nbsp;89, 91, 95).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:justify\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Der Diebstahl eines Gegenstands f&uuml;hrt ebenso zu einer &Auml;nderung der f&uuml;r den Vorsteuerabzug ma&szlig;geblichen Faktoren i.S. des Art.&nbsp;185 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (EuGH-Urteil &#8211;PIGI&#8211; in UR 2012, 924, HFR 2012, 1309, Rz&nbsp;27) wie die sp&auml;tere Nichtlieferung eines Gegenstands, f&uuml;r den eine Anzahlung geleistet worden ist (EuGH-Urteil vom 13.&nbsp;M&auml;rz 2014 C-107\/13 &#8211;FIRIN&#8211;, DStR 2014, 65, Mehrwertsteuerrecht 2014, 240, Rz&nbsp;52).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Auch Gesetzes&auml;nderungen k&ouml;nnen nach der Rechtsprechung des EuGH zu Berichtigungen i.S. des Art.&nbsp;20 der Richtlinie 77\/388\/EWG f&uuml;hren, wenn durch eine Gesetzes&auml;nderung das Recht, f&uuml;r die Besteuerung eines vorausgegangenen, von der Mehrwertsteuer grunds&auml;tzlich befreiten Umsatzes zu optieren, ge&auml;ndert wird oder wenn ein zuvor umsatzsteuerpflichtiges Grundst&uuml;cksgesch&auml;ft von der Umsatzsteuer befreit wird (vgl. EuGH-Urteile &#8211;Gemeente Leusden und Holin Groep&#8211; in Slg. 2004, I-5337, BFH\/NV Beilage 2004, 250, Rz&nbsp;51&nbsp;ff.; s.a. EuGH-Urteil vom 26.&nbsp;April 2005 C-376\/02 &#8211;Goed Wonen&#8211;, Slg. 2005, I-3445, BFH\/NV Beilage 2005, 204, Rz&nbsp;30&nbsp;ff., 45). Auch dann wird der Gegenstand nicht zur Ausf&uuml;hrung besteuerter Ums&auml;tze verwendet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ausgehend davon hat der erkennende Senat Zweifel, ob die Einf&uuml;hrung des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG zum 1.&nbsp;Januar 2004 dazu berechtigt, den Vorsteuerabzug der Kl&auml;gerin aus den Jahren 1999 bis 2003 zu berichtigen, soweit diese das Geb&auml;ude zur Erzielung &#8211;nach wie vor&#8211; steuerpflichtiger Ums&auml;tze tats&auml;chlich verwendet hat. Daraus ergibt sich die 2. Vorlagefrage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Vorsteuerabzug wurde von der Kl&auml;gerin als Steuerpflichtige in den Jahren 1999 bis 2003 aus Eingangsleistungen vorgenommen, die sie damals f&uuml;r Zwecke ihrer besteuerten Ums&auml;tze verwenden wollte und &#8211;soweit das Geb&auml;ude sp&auml;ter tats&auml;chlich steuerpflichtig vermietet wurde&#8211; auch gem&auml;&szlig; ihrer urspr&uuml;nglichen Absicht zur Ausf&uuml;hrung besteuerter Ums&auml;tze verwendet hat. Weder liegen insoweit Unrichtigkeiten bei der Berechnung der urspr&uuml;nglichen Abz&uuml;ge noch ungerechtfertigte Vorteile f&uuml;r den Steuerpflichtigen vor, die zu vermeiden w&auml;ren. Der urspr&uuml;ngliche Vorsteuerabzug war der H&ouml;he nach zutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) An der Steuerpflicht der Vermietungsums&auml;tze der Kl&auml;gerin hat sich durch Einf&uuml;hrung des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG in rechtlicher Hinsicht nichts ge&auml;ndert. Der von der Kl&auml;gerin in den Jahren 1999 bis 2003 angewendete Aufteilungsma&szlig;stab &quot;objektbezogener Umsatzschl&uuml;ssel&quot; ist durch &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG auch f&uuml;r Zeitr&auml;ume ab 1.&nbsp;Januar 2004 nicht etwa v&ouml;llig unzul&auml;ssig geworden, sondern &quot;nur&quot; nachrangig anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>74<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Auch wenn nach der Rechtsprechung des EuGH in der Berichtigung des Vorsteuerabzugs keine R&uuml;ckwirkung liegt (vgl. EuGH-Urteil &#8211;Gemeente Leusden und Holin Groep&#8211; in Slg. 2004, I-5337, BFH\/NV Beilage 2004, 250, Rz&nbsp;62), wird mit einer Berichtigung dennoch der Vorsteuerabzug nach Leistungsbezug und Inanspruchnahme des Vorsteuerabzugs eingeschr&auml;nkt. Daf&uuml;r besteht kein Bed&uuml;rfnis, soweit der Steuerpflichtige &#8211;wie urspr&uuml;nglich beabsichtigt&#8211; den Gegenstand zur Ausf&uuml;hrung besteuerter Ums&auml;tze tats&auml;chlich verwendet. Weder die Richtigkeit der urspr&uuml;nglichen Abz&uuml;ge noch die Neutralit&auml;t der steuerlichen Belastung sind dann gef&auml;hrdet. Der Zusammenhang zwischen Vorsteuerabzug und Erhebung der Umsatzsteuer auf der folgenden Umsatzstufe ist auch ohne eine Berichtigung weiterhin gesichert. Au&szlig;erdem muss in solchen F&auml;llen nicht verhindert werden, dass dem Steuerpflichtigen ein ungerechtfertigter wirtschaftlicher Vorteil gegen&uuml;ber einem Endverbraucher entsteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>75<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Zur dritten Vorlagefrage<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>76<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Falls &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG grunds&auml;tzlich geeignet ist, eine Vorsteuerberichtigung nach Art.&nbsp;20 der Richtlinie 77\/388\/EWG auszul&ouml;sen, stellt sich die Frage, ob die Grunds&auml;tze der Rechtssicherheit und des Vertrauensschutzes in F&auml;llen der vorliegenden Art eine solche Vorsteuerberichtigung ausschlie&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>77<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Grunds&auml;tze der Rechtssicherheit und des Vertrauensschutzes sind Teil der Rechtsordnung der Europ&auml;ischen Union und m&uuml;ssen von den Mitgliedstaaten bei der Aus&uuml;bung der Befugnisse, die ihnen die Unionsrichtlinien einr&auml;umen, beachtet werden (vgl. z.B. EuGH-Urteile vom 3.&nbsp;Dezember 1998 C-381\/97 &#8211;Belgocodex&#8211;, Slg. 1998, I-8153, HFR 1999, 232, Rz&nbsp;26; &#8211;Goed Wonen&#8211; in Slg. 2005, I-3445, BFH\/NV Beilage 2005, 204, Rz&nbsp;32). Das gilt auch f&uuml;r F&auml;lle der Vorsteuerberichtigung nach Art.&nbsp;20 der Richtlinie 77\/388\/EWG (vgl. EuGH-Urteil &#8211;Gemeente Leusden und Holin Groep&#8211; in Slg. 2004, I-5337, BFH\/NV Beilage 2004, 250, Rz&nbsp;70, 82).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>78<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach dem Grundsatz der Rechtssicherheit m&uuml;ssen Rechtsakte eindeutig sein und ihre Anwendung muss f&uuml;r die Betroffenen vorhersehbar sein. Dieses Gebot der Rechtssicherheit gilt in besonderem Ma&szlig;e, wenn es sich um eine Regelung handelt, die sich finanziell belastend auswirken kann, denn die Betroffenen m&uuml;ssen in der Lage sein, den Umfang der ihnen damit auferlegten Verpflichtungen genau zu erkennen (vgl. EuGH-Urteile vom 27.&nbsp;September 2007 C-409\/04 &#8211;Teleos&#8211;, Slg. 2007, I-7797, BStBl II 2009, 70, Rz&nbsp;45, 48; vom 16.&nbsp;September 2008 C-288\/07 &#8211;Isle of Wight Council&#8211;, Slg. 2008, I-7203, UR 2008, 816, Rz&nbsp;47&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>79<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Bedenken dagegen, dass hier das unionsrechtliche Gebot der Rechtssicherheit gewahrt wurde, bestehen schon deshalb, weil die &#8211;eine Vorsteuerberichtigung nach Art.&nbsp;20 der Richtlinie 77\/388\/EWG m&ouml;glicherweise rechtfertigende&#8211; Vorschrift des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG nach der Rechtsprechung des EuGH &uuml;ber das Unionsrecht hinausgeht, indem &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG f&uuml;r alle &#8211;und nicht nur f&uuml;r bestimmte&#8211; F&auml;lle der gemischten Verwendung eine von der Grundregel in Art.&nbsp;17 Abs.&nbsp;5 Unterabs.&nbsp;1 und 2 der Richtlinie 77\/388\/EWG abweichende Regelung trifft (vgl. dazu EuGH-Urteil &#8211;BLC Baumarkt&#8211; in UR 2012, 968, HFR 2013, 79, Rz&nbsp;17, 19).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>80<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem ist &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG nur insoweit unionsrechtskonform, als &quot;hinsichtlich eines bestimmten Umsatzes&quot; eine andere Aufteilungsmethode eine pr&auml;zisere Bestimmung des Pro-rata-Satzes als die Bestimmung anhand der Umsatzmethode gew&auml;hrleistet &#8211; was allerdings nicht von vornherein klar ist, sondern erst gepr&uuml;ft werden muss (vgl. EuGH-Urteil &#8211;BLC Baumarkt&#8211; in UR 2012, 968, HFR 2013, 79, Leitsatz, Rz&nbsp;24&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>81<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Deshalb ist zweifelhaft, ob &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG &#8211;als m&ouml;gliche Grundlage einer Vorsteuerberichtigung nach Art.&nbsp;20 der Richtlinie 77\/388\/EWG&#8211; seinerseits hinreichend klar und eindeutig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>82<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dar&uuml;ber hinaus hat der Gesetzgeber &#8211;anders als in anderen F&auml;llen&#8211; nicht angeordnet, dass &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG eine Anwendung von &sect;&nbsp;15a UStG ausl&ouml;sen soll; er hat auch keine &Uuml;bergangsregelung getroffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>83<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies h&auml;tte der Rechtssicherheit gedient und deshalb nahe gelegen, weil der BFH die Aufteilungsmethode nach dem objektbezogenen Umsatzschl&uuml;ssel seit dem Urteil vom 17.&nbsp;August 2001 V&nbsp;R&nbsp;1\/01 (BFHE 196, 345, BStBl II 2002, 833) unter Hinweis auf die Vorgaben des Art.&nbsp;17 Abs.&nbsp;5 der Richtlinie 77\/388\/EWG in st&auml;ndiger Rechtsprechung als sachgerechte Sch&auml;tzung i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 UStG anerkannt hat (ebenso z.B. BFH-Beschluss vom 29.&nbsp;Juli 2003 V&nbsp;B&nbsp;170\/02, BFH\/NV 2004, 234; vgl. auch BFH-Urteil in BFH\/NV 2010, 1871, Rz&nbsp;17).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>84<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Der EuGH hat zwar in der Sache &#8211;Gemeente Leusden und Holin Groep&#8211; entschieden, dass Art.&nbsp;20 der Richtlinie 77\/388\/EWG als solcher nicht gegen die Grunds&auml;tze des Vertrauensschutzes und der Rechtssicherheit als Teil der Rechtsordnung der Europ&auml;ischen Union (Urteil in Slg.&nbsp;2004, I-5337, BFH\/NV Beilage 2004, 250, Rz&nbsp;57, 69&nbsp;f.) verst&ouml;&szlig;t.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>85<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es ist jedoch nicht auszuschlie&szlig;en, dass der nationale Gesetzgeber hiergegen versto&szlig;en hat, indem er m&ouml;glicherweise, ohne auf ein schutzw&uuml;rdiges berechtigtes Vertrauen der Steuerpflichtigen R&uuml;cksicht zu nehmen, pl&ouml;tzlich und unvorhersehbar die Methode zur Aufteilung von Vorsteuerbetr&auml;gen ge&auml;ndert hat, ohne den Steuerpflichtigen die zur Anpassung an die neue Gesetzeslage n&ouml;tige Zeit zu lassen (vgl. EuGH-Urteil &#8211;Gemeente Leusden und Holin Groep&#8211; in Slg. 2004, I-5337, BFH\/NV Beilage 2004, 250, Rz&nbsp;70).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>86<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Der EuGH hat insoweit das Motiv des nationalen Gesetzgebers anerkannt, bestimmte Steuerumgehungen zu verhindern (vgl. EuGH-Urteil &#8211;Gemeente Leusden und Holin Groep&#8211; in Slg. 2004, I-5337, BFH\/NV Beilage 2004, 250, Rz&nbsp;71, 76&nbsp;ff.) oder unerw&uuml;nschte Finanzkonstruktionen zu verhindern (vgl. EuGH-Urteil &#8211;Goed Wonen&#8211; in Slg. 2005, I-3445, BFH\/NV Beilage 2005, 204, Rz&nbsp;5, 36, 38, 39).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>87<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Um Vergleichbares ging es bei der Einf&uuml;gung des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG indessen nicht, wie sich aus der dargelegten Begr&uuml;ndung des Gesetzgebers (BTDrucks 15\/1562, 51 &quot;Zu Buchstabe&nbsp;d&quot;) ergibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>88<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ausweislich dieser Gesetzesbegr&uuml;ndung wollte der Gesetzgeber durch &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UStG im Wesentlichen der durch das BFH-Urteil in BFHE 196, 345, BStBl II 2002, 833 begr&uuml;ndeten Rechtsprechung, dass die Aufteilung von Vorsteuerbetr&auml;gen nach dem Verh&auml;ltnis der Ausgangsums&auml;tze als sachgerechte Sch&auml;tzung i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 UStG anzuerkennen ist, den Boden entziehen. Dabei handelt es sich nicht um ein &quot;im Allgemeininteresse liegendes Ziel&quot; im Sinne der dargelegten EuGH-Rechtsprechung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>89<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Rechtsgrundlage f&uuml;r die Anrufung des EuGH ist Art.&nbsp;267 Abs.&nbsp;3 des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>90<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Aussetzung des Verfahrens beruht auf &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;74 der Finanzgerichtsordnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Entscheidung vom 5.6.2014, XI R 31\/09 EuGH-Vorlage zu Fragen der Bestimmung der abziehbaren Vorsteuerbetr&auml;ge aus Eingangsleistungen f&uuml;r ein gemischt genutztes Geb&auml;ude, der Berichtigung des Vorsteuerabzugs im Falle eines von einem Mitgliedstaat nachtr&auml;glich vorgeschriebenen vorrangigen Aufteilungsschl&uuml;ssels sowie zu den Grunds&auml;tzen der Rechtssicherheit und des Vertrauensschutzes Leits&auml;tze 1. Der EuGH hat entschieden, dass Art. 17 Abs. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-31-09-eugh-vorlage-zu-fragen-der-bestimmung-der-abziehbaren-vorsteuerbetraege-aus-eingangsleistungen-fuer-ein-gemischt-genutztes-gebaeude-der-berichtigung-des-vorsteuerabzugs-im-falle-eines-von-e\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;31\/09 &#8211; EuGH-Vorlage zu Fragen der Bestimmung der abziehbaren Vorsteuerbetr&auml;ge aus Eingangsleistungen f&uuml;r ein gemischt genutztes Geb&auml;ude, der Berichtigung des Vorsteuerabzugs im Falle eines von einem Mitgliedstaat nachtr&auml;glich vorgeschriebenen vorrangigen Aufteilungsschl&uuml;ssels sowie zu den Grunds&auml;tzen der Rechtssicherheit und des Vertrauensschutzes<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-62860","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62860","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62860"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62860\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62860"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62860"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62860"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}