{"id":62972,"date":"2014-07-31T10:32:38","date_gmt":"2014-07-31T08:32:38","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62972"},"modified":"2014-07-31T10:32:38","modified_gmt":"2014-07-31T08:32:38","slug":"i-r-47-13-unwirksames-urteil-bei-unbestimmtem-tenor-erweiterte-kuerzung-des-gewerbeertrages-gemaess-par-9-nr-1-satz-2-gewstg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-47-13-unwirksames-urteil-bei-unbestimmtem-tenor-erweiterte-kuerzung-des-gewerbeertrages-gemaess-par-9-nr-1-satz-2-gewstg\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;47\/13 &#8211; Unwirksames Urteil bei unbestimmtem Tenor; erweiterte K&uuml;rzung des Gewerbeertrages gem&auml;&szlig; &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.2.2014, I R 47\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Unwirksames Urteil bei unbestimmtem Tenor; erweiterte K&uuml;rzung des Gewerbeertrages gem&auml;&szlig; &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. In der Sache ist streitig, ob der Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) im Streitjahr 2008 die erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 des Gewerbesteuergesetzes 2002 i.d.F. des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 vom 14.&nbsp;August 2007 (BGBl I 2007, 1912, BStBl I 2007, 630) &#8211;GewStG&nbsp;2002 n.F.&#8211; zustand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unternehmensgegenstand der in 2006 gegr&uuml;ndeten Kl&auml;gerin, einer GmbH, ist die &quot;Verwaltung eigenen Verm&ouml;gens&quot;. Sie erwarb im selben Jahr von ihren Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern das Grundst&uuml;ck X-Stra&szlig;e und Y-Weg in Z. Das Grundst&uuml;ck war mit zwei Plattenbauten mit 90&nbsp;Wohnungen bebaut, deren Vermietung die Kl&auml;gerin weiterf&uuml;hrte. Das Grundst&uuml;ck war im Streitjahr nicht von der Grundsteuer befreit; diese wurde gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;42 des Grundsteuergesetzes anhand der Ersatzbemessungsgrundlage festgesetzt. Ein Einheitswert war f&uuml;r das Grundst&uuml;ck nicht festgestellt. Weitere Grundst&uuml;cke besa&szlig; die Kl&auml;gerin im Streitjahr nicht. Sie war zwar bereits seit dem Jahr 2007 um den Ankauf verschiedener Objekte mit dem Ziel der anschlie&szlig;enden Vermietung bem&uuml;ht. Ihre Erwerbsbestrebungen waren aber erst im Jahr 2010 erfolgreich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Vertr&auml;gen vom 31.&nbsp;Mai 2008 gew&auml;hrte die Kl&auml;gerin unter anderem Darlehen an ihre damalige Alleingesellschafterin, die A-GmbH, in H&ouml;he von 783.278,69&nbsp;EUR, an ihre Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer B und C in H&ouml;he von jeweils 96.000&nbsp;EUR sowie an die B &#038; C GbR in H&ouml;he von 350.000&nbsp;EUR und 335.052,51&nbsp;EUR, die sie sukzessive im Zeitraum von Juni bis November 2008 ausreichte. Aus den Darlehensvertr&auml;gen flossen der Kl&auml;gerin im Streitjahr Zinsen zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Kaufvertrag vom 26.&nbsp;Juni 2008 ver&auml;u&szlig;erte die Kl&auml;gerin das Grundst&uuml;ck X-Stra&szlig;e und Y-Weg zu einem Kaufpreis von 2.330.000&nbsp;EUR an die D-GmbH (K&auml;uferin). Die Vertragsparteien erkl&auml;rten zugleich die Auflassung. Das Grundst&uuml;ck wurde der K&auml;uferin mit Wirkung zum 16.&nbsp;August 2008 &uuml;bergeben. Zu diesem Termin gingen nach dem Kaufvertrag auch Nutzen und Lasten, die Gefahr des zuf&auml;lligen Untergangs der Sache sowie die Anspr&uuml;che auf Zahlung des Mietzinses und der Nebenkosten aus den &uuml;bernommenen Mietverh&auml;ltnissen auf die K&auml;uferin &uuml;ber. Der Kaufvertrag sah ferner vor, dass die Kl&auml;gerin die Betriebs- und Nebenkosten f&uuml;r den Abrechnungszeitraum 1.&nbsp;Juli 2007 bis 30.&nbsp;Juni 2008 auf eigene Kosten mit den Mietern abrechnet. Etwaige sich daraus zugunsten der Mieter ergebende Guthaben hatte die Kl&auml;gerin an die Mieter zu erstatten, etwaige Nachforderungen standen im Gegenzug der Kl&auml;gerin zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die T&auml;tigkeiten der Kl&auml;gerin zur Abwicklung des Kaufvertrages und zur Erf&uuml;llung der hieraus resultierenden Pflichten erstreckten sich bis in das Jahr 2009; dazu z&auml;hlten Mitteilungen an Versorger, Entgegennahme von Abrechnungen der Versorger f&uuml;r den Abrechnungszeitraum bis 15.&nbsp;August 2008, Zuarbeiten zu laufenden Mietzahlungen gegen&uuml;ber der K&auml;uferin, Abarbeitung von Nachfragen der K&auml;uferin zu einzelnen Mietverh&auml;ltnissen, Kl&auml;rung von Abwicklungsdifferenzen aus dem Kaufvertrag, Kl&auml;rung von Mietabweichungen, eine Kaufpreisanpassung, Bearbeitung st&auml;dtischer Geb&uuml;hrenbescheide bis zum Zeitpunkt der Eigentumsumschreibung &#8211;am 28.&nbsp;September 2009&#8211;, Bearbeitung der Betriebs- und Nebenkostenabrechnungen f&uuml;r den Zeitraum bis 30.&nbsp;Juni 2008 und Abwicklung der Nebenkostenabrechnungen mit Mietern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) versagte die der Kl&auml;gerin f&uuml;r das Streitjahr zun&auml;chst antragsgem&auml;&szlig; gew&auml;hrte erweiterte K&uuml;rzung des Gewerbeertrages nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG&nbsp;2002 n.F. und setzte den Gewerbesteuermessbetrag entsprechend fest. Aufgrund der Ver&auml;u&szlig;erung des einzigen Grundst&uuml;cks sei keine Grundst&uuml;cksverwaltung mehr betrieben, sondern nur noch eigenes Kapitalverm&ouml;gen verwaltet worden. Auch eine K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG&nbsp;2002 n.F. lie&szlig; das FA nicht zu, da mangels Einheitswertbescheides hierzu keine Angaben gemacht werden k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach erfolglosem Einspruchsverfahren gab das S&auml;chsische Finanzgericht (FG) der Klage im Urteil vom 23.&nbsp;Mai 2013 2&nbsp;K&nbsp;1014\/12, abgedruckt in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2014, 371, teilweise statt. Zwar sei &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG&nbsp;2002 n.F. nicht einschl&auml;gig. Das FA habe aber die gewerbesteuerliche K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG&nbsp;2002 n.F. zu Unrecht unber&uuml;cksichtigt gelassen. In der Hauptsache tenorierte das FG unter Klageabweisung im &Uuml;brigen: &quot;Der Bescheid &uuml;ber den Gewerbesteuermessbetrag f&uuml;r 2008 vom 22.&nbsp;M&auml;rz 2012 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 31.&nbsp;Mai 2012 ist dahingehend abzu&auml;ndern, dass bei der Ermittlung des Gewerbesteuermessbetrages die Summe des Gewinns und der Hinzurechnungen um 1,2&nbsp;Prozent des Einheitswertes zum Feststellungszeitpunkt 1.&nbsp;Januar 2008 des zum Betriebsverm&ouml;gen der Kl&auml;gerin geh&ouml;renden und nicht von der Grundsteuer befreiten Grundbesitzes zu k&uuml;rzen ist.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der vom FG zugelassenen Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts. Sie beantragt sinngem&auml;&szlig;, das Urteil des FG aufzuheben und den angefochtenen Bescheid dahingehend abzu&auml;ndern, dass ihrem Antrag auf erweiterte K&uuml;rzung des Gewerbeertrages entsprochen und der Gewerbesteuermessbetrag auf 0&nbsp;EUR festgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das angefochtene Urteil ist unwirksam. Sein Tenor ist unbestimmt und kann auch nicht in einem bestimmten Sinn ausgelegt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Ein Urteil ist wirkungslos, wenn sich aus ihm keine eindeutige Entscheidung ergibt. Wesentlicher Bestandteil eines jeden Urteils ist die Urteilsformel (&sect;&nbsp;105 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO). Aus ihr muss sich entnehmen lassen &#8211;erforderlichenfalls unter Heranziehung des &uuml;brigen Urteilsinhalts&#8211;, wie &uuml;ber die Antr&auml;ge der Beteiligten entschieden worden ist (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 27.&nbsp;Juli 1993 VIII&nbsp;R&nbsp;67\/91, BFHE 173, 480, BStBl II 1994, 469). Einen solchen Mangel hat das Revisionsgericht auch ohne R&uuml;ge von Amts wegen zu beachten, da es sich um einen Versto&szlig; gegen die Grundordnung des Verfahrens handelt (BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Februar 1991 VIII&nbsp;R&nbsp;8\/86, BFH\/NV 1992, 175).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Tenor des angefochtenen FG-Urteils bezieht sich auf den zum Zeitpunkt der Entscheidung noch nicht festgestellten Einheitswert des zum Grundverm&ouml;gen der Kl&auml;gerin geh&ouml;renden und nicht von der Grundsteuer befreiten Grundbesitzes auf den Feststellungszeitpunkt 1.&nbsp;Januar 2008. Diesem Urteilstenor l&auml;sst sich &#8211;auch unter Heranziehung der Urteilsgr&uuml;nde&#8211; nicht entnehmen, in welchem Umfang die diesbez&uuml;gliche gewerbesteuerliche K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG&nbsp;2002 n.F. vorzunehmen ist und in welcher H&ouml;he der Gewerbesteuermessbetrag nach der Entscheidung festgesetzt sein soll. Der Tenor, die Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrags &quot;ist dahingehend abzu&auml;ndern, dass&quot;, ist aber dahin zu verstehen, dass das FG im Rahmen der erhobenen Anfechtungsklage den Gewerbesteuermessbetrag nach &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 FGO selbst bestimmen wollte (sog. Reformation, Brandis in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;100 FGO Rz&nbsp;16). Aus einem derartigen Gestaltungsurteil muss sich ergeben, inwieweit der angefochtene Bescheid abge&auml;ndert wird, woran es hier fehlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nichts anderes ergibt sich, wenn man den Tenor dahin verst&uuml;nde, dass das FG im Hinblick auf den nach den Urteilsgr&uuml;nden erst noch festzustellenden Einheitswert &#8211;ohne die Vorschrift anzusprechen&#8211; nach &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO die Ermittlung des (dann) festzusetzenden Messbetrags dem FA &uuml;bertragen wollte. Denn in Anwendung des &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO darf nur noch die rechnerische Ermittlung des Betrags offenbleiben (BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Dezember 2000 VIII&nbsp;R&nbsp;34\/94, BFH\/NV 2001, 757, unter II.). Da das FG die Berechnungsgrundlagen f&uuml;r die abweichende Festsetzung des zutreffenden Messbetrags aber nicht vollst&auml;ndig mitgeteilt hat, konnte das FA den Messbetrag nicht &quot;auf Grund der Entscheidung errechnen&quot;. Ein Versto&szlig; gegen &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO stellt ebenfalls einen zur Urteilsaufhebung f&uuml;hrenden Verfahrensfehler dar, der von Amts wegen zu beachten ist (BFH-Urteil in BFH\/NV 2001, 757, unter II.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil des FG l&auml;sst sich auch nicht als Grundurteil i.S. des &sect;&nbsp;99 FGO verstehen. Unabh&auml;ngig davon, ob ein solches im Streit &uuml;ber einen Gewerbesteuermessbetrag &uuml;berhaupt zul&auml;ssig w&auml;re (ablehnend: BFH-Beschluss vom 20.&nbsp;November 2008 IV&nbsp;B&nbsp;7\/08, juris) und ob dessen Voraussetzungen hier vorl&auml;gen, hat das FG weder eine diesbez&uuml;gliche Ermessensaus&uuml;bung erkennen lassen noch sonst zum Ausdruck gebracht, dass es sich nicht um ein Endurteil handeln sollte. Dies wird nicht zuletzt auch an der Kostenentscheidung deutlich, die nach &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1 FGO nur bei verfahrensbeendenden Urteilen und damit nicht bei Grundurteilen zu erfolgen hat (Gr&auml;ber\/Stapperfend, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;143 Rz&nbsp;2).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Streitsache ist nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO an das FG zur&uuml;ckzuverweisen, da dem Senat eine Entscheidung in der Sache mangels festgestellten Einheitswerts f&uuml;r die Anwendung des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG&nbsp;2002 n.F. nicht m&ouml;glich ist. Hierauf kommt es aber an. Denn das FG ist in der Sache zutreffend davon ausgegangen, dass die Kl&auml;gerin die Voraussetzungen der erweiterten K&uuml;rzung des Gewerbeertrages nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG&nbsp;2002 n.F. nicht erf&uuml;llt, bei ihr aber die pauschale K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG&nbsp;2002 n.F. vorzunehmen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG&nbsp;2002 n.F. wird die Summe des Gewinns und der Hinzurechnungen um 1,2&nbsp;Prozent des Einheitswerts des zum Betriebsverm&ouml;gen des Unternehmers geh&ouml;renden und nicht von der Grundsteuer befreiten Grundbesitzes gek&uuml;rzt. An Stelle der K&uuml;rzung nach Satz&nbsp;1 tritt nach Satz&nbsp;2 auf Antrag bei Unternehmen, die ausschlie&szlig;lich eigenen Grundbesitz oder neben eigenem Grundbesitz eigenes Kapitalverm&ouml;gen verwalten und nutzen oder daneben Wohnungsbauten betreuen oder Einfamilienh&auml;user, Zweifamilienh&auml;user oder Eigentumswohnungen errichten und ver&auml;u&szlig;ern, die K&uuml;rzung um den Teil des Gewerbeertrages, der auf die Verwaltung und Nutzung des eigenen Grundbesitzes entf&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat, liegen diese Voraussetzungen aufgrund der unterj&auml;hrigen Ver&auml;u&szlig;erung des einzigen Grundst&uuml;cks der Kl&auml;gerin nicht vor (vgl. auch FG Berlin-Brandenburg, Urteile vom 12.&nbsp;Dezember 2012&nbsp;&nbsp;12&nbsp;K&nbsp;12280\/11, EFG 2013, 1420, und vom 3.&nbsp;September 2013&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;6111\/11, EFG 2013, 1950; FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 1.&nbsp;Oktober 2013&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;2605\/10, EFG 2014, 153).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Soweit das Gesetz die ausschlie&szlig;liche Verwaltung und Nutzung eigenen Grundbesitzes fordert, ist durch die Rechtsprechung gekl&auml;rt, dass der Begriff der Ausschlie&szlig;lichkeit gleicherma&szlig;en qualitativ, quantitativ wie zeitlich zu verstehen ist (vgl. Senatsurteil vom 19.&nbsp;Oktober 2010 I&nbsp;R&nbsp;1\/10, BFH\/NV 2011, 841, m.w.N.; zustimmend Bl&uuml;mich\/Gosch, &sect;&nbsp;9 GewStG Rz&nbsp;76; kritisch Jesse, Finanzrundschau &#8211;FR&#8211; 2004, 1085, 1093; Schlegel, Neue Wirtschaftsbriefe 2012, 4223, 4225). Zwar ist nicht erforderlich, dass die Grundst&uuml;cksverwaltung w&auml;hrend des gesamten Erhebungszeitraums bestanden hat. Sie kann auch vorzeitig enden. Aber solange das Unternehmen &#8211;wie im Streitfall&#8211; w&auml;hrend des Erhebungszeitraums &uuml;berhaupt t&auml;tig ist, muss seine Hauptt&auml;tigkeit durchg&auml;ngig in der schlichten Verwaltung und Nutzung eigenen Grundbesitzes bestehen, um beg&uuml;nstigt zu sein (Senatsurteil vom 20.&nbsp;Januar 1982 I&nbsp;R&nbsp;201\/78, BFHE 135, 327, BStBl II 1982, 477). Dies folgt aus dem Wesen der Gewerbesteuer als Jahressteuer (Senatsurteil vom 29.&nbsp;M&auml;rz 1973 I&nbsp;R&nbsp;199\/72, BFHE 109, 138, BStBl II 1973, 563). Die erweiterte K&uuml;rzung kann daher nicht gew&auml;hrt werden, wenn das letzte Grundst&uuml;ck vor Ablauf des Erhebungszeitraums ver&auml;u&szlig;ert wird und nicht mehr ausschlie&szlig;lich Grundbesitz verwaltet wird (Senatsurteile in BFH\/NV 2011, 841; vom 19.&nbsp;Dezember 2007 I&nbsp;R&nbsp;46\/07, BFH\/NV 2008, 930; in BFHE 135, 327, BStBl II 1982, 477; Senatsbeschl&uuml;sse vom 14.&nbsp;April 2000 I&nbsp;B&nbsp;104\/99, BFH\/NV 2000, 1497; vom 12.&nbsp;Juli 1999 I&nbsp;B&nbsp;5\/99, BFH\/NV 2000, 79); eine nur &quot;technisch&quot; bedingte Ausnahme liegt hier ersichtlich nicht vor (vgl. dazu Senatsurteil vom 11.&nbsp;August 2004 I&nbsp;R&nbsp;89\/03, BFHE 207, 40, BStBl II 2004, 1080). An dieser Rechtsprechung h&auml;lt der Senat weiterhin fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Streitfall war der Kl&auml;gerin die erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG&nbsp;2002 n.F. zu versagen, weil sie seit dem &Uuml;bergang von Besitz, Nutzen und Lasten an ihrem einzigen Grundst&uuml;ck am 16.&nbsp;August 2008 &#8211;und damit vor Ablauf des Erhebungszeitraums, &sect;&nbsp;14 Satz&nbsp;2 GewStG&nbsp;2002 n.F.&#8211; keinen eigenen Grundbesitz mehr genutzt hat, aber weiterhin werbend t&auml;tig blieb. Soweit sie noch eigenes Kapitalverm&ouml;gen in Form der ausgegebenen Darlehen verwaltete, erfolgte dies nicht mehr (unsch&auml;dlich) zeitlich neben der Grundst&uuml;cksnutzung, sondern danach.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Aus der von der Revision vorgetragenen besonderen Situation der Kl&auml;gerin ergibt sich nichts anderes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach dem Wortlaut des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG&nbsp;2002 n.F. erforderliche Verwaltung und Nutzung eigenen Grundbesitzes grenzt die Verm&ouml;gensverwaltung auf der einen Seite von gewerblichen T&auml;tigkeiten ab. Auf der anderen Seite erfordert der Wortlaut aber ausdr&uuml;cklich, dass w&auml;hrend des gesamten Erhebungszeitraums eine &quot;Nutzung&quot; des Grundst&uuml;cks &#8211;im Sinne einer Fruchtziehung (vgl. Senatsbeschluss vom 18.&nbsp;Oktober 2007 I&nbsp;B&nbsp;148\/07, BFH\/NV 2008, 542)&#8211; erfolgt. Eine solche Fruchtziehung aus eigenem Grundbesitz nahm die Kl&auml;gerin aber seit dem Verlust des wirtschaftlichen Eigentums an dem Grundst&uuml;ck (vgl. auch &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Gewerbesteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung) nicht mehr vor. Die T&auml;tigkeiten zur Abwicklung der Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung und die Erf&uuml;llung von Pflichten aus dem Ver&auml;u&szlig;erungsvertrag &uuml;ber das Ende des Erhebungszeitraums hinaus f&uuml;hrten &#8211;unabh&auml;ngig von ihrem Umfang und der Komplexit&auml;t des Grundst&uuml;cksgesch&auml;fts&#8211; nicht zu einer Weiternutzung eigenen Grundbesitzes. Auch die Vorbereitung oder Anbahnung eines (erneuten) Grundst&uuml;ckserwerbs stellten noch keine Grundst&uuml;cksnutzung in diesem Sinne dar. Hier&uuml;ber k&ouml;nnen auch der Gesellschaftszweck und die Absicht, neuen Grundbesitz zur eigenen Nutzung zu erwerben (vgl. bereits BFH-Urteil vom 7.&nbsp;April 1967 VI&nbsp;R&nbsp;285\/66, BFHE 89, 215, BStBl III 1967, 616), nicht hinweghelfen. Daher ist f&uuml;r die Frage der durchg&auml;ngigen Grundst&uuml;cksnutzung unerheblich, ob sich die Kl&auml;gerin bis zum Ablauf des streitigen Erhebungszeitraums in Liquidation befand oder nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Weder der Verweis auf verfassungsrechtliche Vorgaben noch auf den Sinn und Zweck des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG&nbsp;2002 n.F. f&uuml;hren zu einem anderen Ergebnis.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die vom Senat vorgenommene Auslegung der &quot;Ausschlie&szlig;lichkeit&quot; und der &quot;Nutzung und Verwaltung eigenen Grundbesitzes&quot; begegnet keinen verfassungsrechtlichen Bedenken; insbesondere nicht im Hinblick auf den Gleichbehandlungsgrundsatz in Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes. Die rechtsformbedingte Ungleichbehandlung der Kl&auml;gerin gegen&uuml;ber einer nat&uuml;rlichen Person oder einer Personengesellschaft resultiert bereits aus der gesetzgeberischen Grundentscheidung, dass &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 GewStG&nbsp;2002 n.F. &#8211;wie auch &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes 2002&#8211; die T&auml;tigkeit von Kapitalgesellschaften stets und in vollem Umfang als gewerblich qualifiziert. Diese Grundentscheidung des Gesetzgebers ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden (vgl. Senatsurteil in BFHE 109, 138, BStBl II 1973, 563; Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 24.&nbsp;M&auml;rz 2010&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;2130\/09, FR 2010, 670). Der Senat hat ferner bereits entschieden, dass die &#8211;verfassungsrechtlich nicht unbedingt gebotene&#8211; Beg&uuml;nstigung von engen tatbestandlichen Erfordernissen abh&auml;ngig und der Gesetzgeber grunds&auml;tzlich darin frei ist, tatbestandliche Voraussetzungen und Erfordernisse zu normieren, die erf&uuml;llt sein m&uuml;ssen, um in den Genuss einer steuerlichen Beg&uuml;nstigung, wie der erweiterten K&uuml;rzung des Gewerbeertrages, zu gelangen (vgl. Senatsurteil vom 19.&nbsp;Oktober 2010 I&nbsp;R&nbsp;67\/09, BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367). Auch wenn es dem urspr&uuml;nglichen Zweck des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG&nbsp;2002 n.F. entspricht, Grundst&uuml;cksunternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft vergleichbar t&auml;tigen Personengesellschaften gleichzustellen, erzwingt dies dennoch keine uneingeschr&auml;nkte Gleichbehandlung, vielmehr nur eine solche, die spezifisch darauf beruht, dass entsprechende Gewinne bei Personengesellschaften nicht mit Gewerbesteuer belastet sind (Senatsbeschluss in BFH\/NV 2000, 1497), was hier nicht der Fall ist. An dieser Rechtsprechung h&auml;lt der Senat ebenfalls fest. Eine Erweiterung des sachlichen Anwendungsbereichs der K&uuml;rzungsvorschrift gegen ihren ausdr&uuml;cklichen Wortlaut kommt daher nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das FG ist ferner zutreffend davon ausgegangen, dass die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG&nbsp;2002 n.F. dem Grunde nach erf&uuml;llt sind (ebenso Schnitter in Frotscher\/Maas, KStG\/GewStG\/UmwStG, &sect;&nbsp;9 GewStG Rz&nbsp;37; Roser in Lenski\/ Steinberg, Gewerbesteuergesetz, &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;98; Renner in Bergemann\/Wingler, GewStG, &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;25; FG Berlin, Urteil vom 16.&nbsp;September 1998&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;6278\/96, EFG 1999, 246 und wohl auch R&nbsp;9.2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 der Gewerbesteuer-Richtlinien 2009). Soweit gegen die Anwendung des Satzes&nbsp;1 in der Literatur Einwendungen erhoben werden, wenn ein Antrag nach Satz&nbsp;2 gestellt ist (Bl&uuml;mich\/Gosch, &sect;&nbsp;9 GewStG Rz&nbsp;50; G&uuml;roff in Glanegger\/ G&uuml;roff, GewStG, 8.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Rz&nbsp;32), kann sich dies nur auf F&auml;lle beziehen, in denen die Voraussetzungen des Satzes&nbsp;2 zumindest f&uuml;r Teile des Grundbesitzes erf&uuml;llt sind. Liegen aber &#8211;wie hier&#8211; die Voraussetzungen des Satzes&nbsp;2 insgesamt nicht vor, tritt dieser auch nicht an die Stelle des Satzes&nbsp;1 und verdr&auml;ngt diesen nicht; der Antrag geht dann ins Leere.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung wird dem FG &uuml;bertragen (&sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.2.2014, I R 47\/13 Unwirksames Urteil bei unbestimmtem Tenor; erweiterte K&uuml;rzung des Gewerbeertrages gem&auml;&szlig; &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG Tatbestand 1&nbsp; I. In der Sache ist streitig, ob der Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) im Streitjahr 2008 die erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 des Gewerbesteuergesetzes 2002 i.d.F. des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-47-13-unwirksames-urteil-bei-unbestimmtem-tenor-erweiterte-kuerzung-des-gewerbeertrages-gemaess-par-9-nr-1-satz-2-gewstg\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;47\/13 &#8211; Unwirksames Urteil bei unbestimmtem Tenor; erweiterte K&uuml;rzung des Gewerbeertrages gem&auml;&szlig; &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-62972","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62972","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62972"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62972\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62972"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62972"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62972"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}