{"id":62974,"date":"2014-07-31T10:32:39","date_gmt":"2014-07-31T08:32:39","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62974"},"modified":"2014-07-31T10:32:39","modified_gmt":"2014-07-31T08:32:39","slug":"i-r-6-13-erweiterte-gewerbesteuerliche-kuerzung-bei-grundstuecksunternehmen-nach-par-9-nr-1-satz-2-gewstg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-6-13-erweiterte-gewerbesteuerliche-kuerzung-bei-grundstuecksunternehmen-nach-par-9-nr-1-satz-2-gewstg\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;6\/13 &#8211; Erweiterte gewerbesteuerliche K&uuml;rzung bei Grundst&uuml;cksunternehmen nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.2.2014, I R 6\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Erweiterte gewerbesteuerliche K&uuml;rzung bei Grundst&uuml;cksunternehmen nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob der Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) im Streitjahr 2007 die erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 des Gewerbesteuergesetzes 2002 (GewStG 2002) zustand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Unternehmensgegenstand der Kl&auml;gerin, einer GmbH i.L., war die Verwaltung von Grundst&uuml;cken. Im Streitjahr geh&ouml;rte zu ihrem Betriebsverm&ouml;gen das Grundst&uuml;ck B-Strasse in C. &Uuml;ber weiteren Grundbesitz verf&uuml;gte sie nicht. Die Kl&auml;gerin erzielte aus der Grundst&uuml;cksverwaltung Erl&ouml;se in H&ouml;he von 141.058,69&nbsp;EUR. Zudem erwirtschaftete sie sonstige Erl&ouml;se von 18,67&nbsp;EUR, Zinsertr&auml;ge in H&ouml;he von 428,18&nbsp;EUR sowie weitere Zinsen in H&ouml;he von 2.486,46&nbsp;EUR, die mit Finanzierungsvorg&auml;ngen im Zusammenhang standen, die &uuml;ber sogenannte Swap-Gesch&auml;fte abgesichert waren. Am 30.&nbsp;November 2007 schied das Grundst&uuml;ck B-Strasse ver&auml;u&szlig;erungsbedingt aus dem Betriebsverm&ouml;gen der Kl&auml;gerin aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) versagte der Kl&auml;gerin die zun&auml;chst erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; gew&auml;hrte erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG 2002 im Umfang von 420.808&nbsp;EUR und setzte u.a. den Gewerbesteuermessbetrag f&uuml;r das Streitjahr entsprechend fest. Die Voraussetzungen der erweiterten K&uuml;rzung l&auml;gen nicht vor. Da die Kl&auml;gerin ihren Grundbesitz unterj&auml;hrig ver&auml;u&szlig;ert habe, habe sie nicht w&auml;hrend des gesamten Erhebungszeitraums eigenen Grundbesitz verwaltet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das gegen den &Auml;nderungsbescheid gef&uuml;hrte Einspruchsverfahren blieb ebenso erfolglos wie die anschlie&szlig;ende Klage vor dem Finanzgericht (FG) Berlin-Brandenburg (Urteil vom 12.&nbsp;Dezember 2012&nbsp;&nbsp;12&nbsp;K&nbsp;12280\/11, ver&ouml;ffentlicht in Entscheidungen der Finanzgerichte 2013, 1420).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der vom FG zugelassenen Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts. Sie beantragt (sinngem&auml;&szlig;), das FG-Urteil aufzuheben und den angefochtenen Bescheid unter Ber&uuml;cksichtigung der erweiterten K&uuml;rzung i.S. des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG 2002 zu &auml;ndern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Zu Recht ist das FG davon ausgegangen, dass der Kl&auml;gerin die erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG 2002 im Streitjahr nicht zusteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG 2002 ist Gewerbeertrag der nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes oder des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes zu ermittelnde Gewinn aus dem Gewerbebetrieb, der bei der Ermittlung des Einkommens f&uuml;r den dem Erhebungszeitraum entsprechenden Veranlagungszeitraum zu ber&uuml;cksichtigen ist, vermehrt und vermindert um die in den &sect;&sect;&nbsp;8 und 9 GewStG 2002 bezeichneten Betr&auml;ge. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG 2002 tritt auf Antrag bei Unternehmen, die ausschlie&szlig;lich eigenen Grundbesitz oder neben eigenem Grundbesitz eigenes Kapitalverm&ouml;gen verwalten und nutzen oder daneben Wohnungsbauten betreuen oder Einfamilienh&auml;user, Zweifamilienh&auml;user oder Eigentumswohnungen errichten und ver&auml;u&szlig;ern, an Stelle der K&uuml;rzung nach Satz&nbsp;1 der Vorschrift (=&nbsp;1,2 Prozent des Einheitswerts des zum Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;renden Grundbesitzes) die K&uuml;rzung um den Teil des Gewerbeertrags, der auf die Verwaltung und Nutzung des eigenen Grundbesitzes entf&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat, ist im Streitfall eine erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG 2002 aufgrund der unterj&auml;hrigen Ver&auml;u&szlig;erung des einzigen Grundst&uuml;cks der Kl&auml;gerin nicht zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Soweit &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG 2002 die ausschlie&szlig;liche Verwaltung und Nutzung eigenen Grundbesitzes fordert, ist durch die Rechtsprechung gekl&auml;rt, dass der Begriff der Ausschlie&szlig;lichkeit gleicherma&szlig;en qualitativ, quantitativ wie zeitlich zu verstehen ist (vgl. Senatsurteil vom 19.&nbsp;Oktober 2010 I&nbsp;R&nbsp;1\/10, BFH\/NV 2011, 841, m.w.N.; zustimmend Bl&uuml;mich\/ Gosch, &sect;&nbsp;9 GewStG Rz&nbsp;76; kritisch Jesse, Finanz-Rundschau 2004, 1085, 1093; Schlegel, Neue Wirtschaftsbriefe 2012, 4223, 4225). Zwar ist nicht erforderlich, dass die Grundst&uuml;cksverwaltung w&auml;hrend des gesamten Erhebungszeitraums bestanden hat. Sie kann auch vorzeitig enden. Solange aber das Unternehmen &#8211;wie im Streitfall&#8211; w&auml;hrend des Erhebungszeitraums &uuml;berhaupt t&auml;tig ist, muss seine Hauptt&auml;tigkeit durchg&auml;ngig in der schlichten Verwaltung und Nutzung eigenen Grundbesitzes bestehen, um beg&uuml;nstigt zu sein (Senatsurteil vom 20.&nbsp;Januar 1982 I&nbsp;R&nbsp;201\/78, BFHE 135, 327, BStBl II 1982, 477). Dies folgt aus dem Wesen der Gewerbesteuer als Jahressteuer (Senatsurteil vom 29.&nbsp;M&auml;rz 1973 I&nbsp;R&nbsp;199\/72, BFHE 109, 138, BStBl II 1973, 563). Die erweiterte K&uuml;rzung kann daher nicht gew&auml;hrt werden, wenn das letzte Grundst&uuml;ck vor Ablauf des Erhebungszeitraums ver&auml;u&szlig;ert und nicht mehr ausschlie&szlig;lich Grundbesitz verwaltet wird (Senatsurteile in BFH\/NV 2011, 841; vom 19.&nbsp;Dezember 2007 I&nbsp;R&nbsp;46\/07, BFH\/NV 2008, 930; Senatsbeschl&uuml;sse vom 14.&nbsp;April 2000 I&nbsp;B&nbsp;104\/99, BFH\/NV 2000, 1497; vom 12.&nbsp;Juli 1999 I&nbsp;B&nbsp;5\/99, BFH\/NV 2000, 79; Senatsurteil in BFHE 135, 327, BStBl II 1982, 477). An dieser Rechtsprechung h&auml;lt der Senat weiterhin fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall war der Kl&auml;gerin die erweiterte K&uuml;rzung zu versagen, weil sie seit dem &Uuml;bergang ihres einzigen Grundst&uuml;cks auf die K&auml;uferin am 30.&nbsp;November 2007 &#8211;und damit vor Ablauf des Erhebungszeitraums (&sect;&nbsp;14 Satz&nbsp;2 GewStG 2002)&#8211; keinen eigenen Grundbesitz mehr genutzt hat, aber weiterhin werbend t&auml;tig blieb. Soweit sie noch eigenes Kapitalverm&ouml;gen in Form von Forderungen gegen&uuml;ber ihren Gesellschaftern verwaltete, erfolgte dies nicht mehr (unsch&auml;dlich) zeitlich neben, sondern nach der Grundst&uuml;cksnutzung. Eine nur &quot;technisch&quot; bedingte Ausnahme liegt hier ersichtlich nicht vor (vgl. dazu Senatsurteil vom 11.&nbsp;August 2004 I&nbsp;R&nbsp;89\/03, BFHE 207, 40, BStBl II 2004, 1080).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Darauf, ob es tats&auml;chlich ihre Absicht war, neuen Grundbesitz zu erwerben, und sie im Erhebungszeitraum bereits diesbez&uuml;gliche Ma&szlig;nahmen unternommen hat, kommt es nicht an. Das Bestreben, wieder eine Grundst&uuml;cksnutzung aufzunehmen, ist der Grundst&uuml;cksnutzung nicht gleichzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach dem Wortlaut des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG 2002 erforderliche Verwaltung und Nutzung eigenen Grundbesitzes grenzt die Verm&ouml;gensverwaltung auf der einen Seite von gewerblichen T&auml;tigkeiten ab. Auf der anderen Seite erfordert der Wortlaut aber ausdr&uuml;cklich, dass w&auml;hrend des gesamten Erhebungszeitraums eine &quot;Nutzung&quot; des Grundst&uuml;cks &#8211;im Sinne einer Fruchtziehung (vgl. Senatsbeschluss vom 18.&nbsp;Oktober 2007 I&nbsp;B&nbsp;148\/07, BFH\/NV 2008, 542)&#8211; erfolgt. Eine solche Fruchtziehung aus eigenem Grundbesitz nahm die Kl&auml;gerin aber seit dem Verlust des wirtschaftlichen Eigentums an dem Grundst&uuml;ck (vgl. auch &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Gewerbesteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung 2002) nicht mehr vor. Die Ma&szlig;nahmen zur Vorbereitung oder Anbahnung eines (erneuten) Grundst&uuml;ckserwerbs stellten noch keine Grundst&uuml;cksnutzung, also auch keine &quot;Verwaltung und Nutzung&quot; in diesem Sinne dar. Hier&uuml;ber k&ouml;nnen auch der Gesellschaftszweck und die Absicht, neuen Grundbesitz zur eigenen Nutzung zu erwerben (vgl. bereits Urteil des Bundesfinanzhofs vom 7.&nbsp;April 1967 VI&nbsp;R&nbsp;285\/66, BFHE 89, 215, BStBl III 1967, 616), nicht hinweghelfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Etwas anderes ergibt sich nicht aus Sinn und Zweck des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG 2002, Kapitalgesellschaften, die (systembedingt) nur kraft Rechtsform gewerbesteuerpflichtig sind, Personenunternehmen gleichzustellen. Die Vorschrift macht die &#8211;verfassungsrechtlich nicht unbedingt gebotene&#8211; Beg&uuml;nstigung von engen tatbestandlichen Erfordernissen abh&auml;ngig. Sind diese nicht vollen Umfangs erf&uuml;llt, ist sie nicht zu gew&auml;hren (Senatsurteil vom 19.&nbsp;Oktober 2010 I&nbsp;R&nbsp;67\/09, BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367). Der Gesetzgeber ist grunds&auml;tzlich darin frei, tatbestandliche Voraussetzungen und Erfordernisse zu normieren, die erf&uuml;llt sein m&uuml;ssen, um in den Genuss einer steuerlichen Beg&uuml;nstigung, wie hier der erweiterten K&uuml;rzung des Gewerbeertrags, zu gelangen (vgl. Senatsurteil in BFHE 207, 40, BStBl II 2004, 1080, m.w.N.). Eine Erweiterung der K&uuml;rzungsvorschrift gegen ihren ausdr&uuml;cklichen Wortlaut kommt daher nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Von dem Ausschlie&szlig;lichkeitserfordernis sind auch keine Ausnahmen wegen Geringf&uuml;gigkeit aufgrund des Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsgrundsatzes (Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;3 des Grundgesetzes) geboten (Senatsurteil in BFHE 207, 40, BStBl II 2004, 1080). Unabh&auml;ngig davon lagen im Streitfall die tatbestandlichen Voraussetzungen w&auml;hrend eines Monats des Erhebungszeitraums nicht vor, was weder absolut noch relativ als geringf&uuml;gig anzusehen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.2.2014, I R 6\/13 Erweiterte gewerbesteuerliche K&uuml;rzung bei Grundst&uuml;cksunternehmen nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG Tatbestand 1&nbsp; I. Streitig ist, ob der Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) im Streitjahr 2007 die erweiterte K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 des Gewerbesteuergesetzes 2002 (GewStG 2002) zustand. 2&nbsp; Der Unternehmensgegenstand der Kl&auml;gerin, einer GmbH i.L., &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-6-13-erweiterte-gewerbesteuerliche-kuerzung-bei-grundstuecksunternehmen-nach-par-9-nr-1-satz-2-gewstg\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;6\/13 &#8211; Erweiterte gewerbesteuerliche K&uuml;rzung bei Grundst&uuml;cksunternehmen nach &sect; 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-62974","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62974","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62974"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62974\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62974"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62974"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62974"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}