{"id":62981,"date":"2014-07-31T10:31:18","date_gmt":"2014-07-31T08:31:18","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62981"},"modified":"2014-07-31T10:31:19","modified_gmt":"2014-07-31T08:31:19","slug":"xi-r-34-12-ermaessigter-umsatzsteuersatz-auf-eintrittsgelder-fuer-eine-feuerwerksveranstaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-34-12-ermaessigter-umsatzsteuersatz-auf-eintrittsgelder-fuer-eine-feuerwerksveranstaltung\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;34\/12 &#8211; Erm&auml;&szlig;igter Umsatzsteuersatz auf Eintrittsgelder f&uuml;r eine Feuerwerksveranstaltung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.4.2014, XI R 34\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Erm&auml;&szlig;igter Umsatzsteuersatz auf Eintrittsgelder f&uuml;r eine Feuerwerksveranstaltung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Eintrittsgelder f&uuml;r einen Feuerwerkswettbewerb, bei dem verschiedene Teams mit &quot;Pflicht-&quot; und &quot;K&uuml;rteilen&quot; eine Vielzahl von Feuerwerken in kreativen Kombinationen mit Farb- und Klangelementen vorf&uuml;hren, k&ouml;nnen dem erm&auml;&szlig;igten Umsatzsteuersatz nach &sect; 12 Abs. 2 Nr. 7 Buchst. a UStG unterliegen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) veranstaltet j&auml;hrlich seit 2006 in L den internationalen Feuerwerkswettbewerb &quot;X&quot;. Dabei treten verschiedene Teams an, die Feuerwerksdarbietungen erbringen. Diese Vorf&uuml;hrungen setzen sich jeweils aus einem &quot;Pflicht-&quot; und einem &quot;K&uuml;rteil&quot; zusammen. Der &quot;Pflichtteil&quot; besteht aus einem 1,5-min&uuml;tigen Feuerwerk ohne Musikunterlegung, aber mit Farbvorgabe, sowie aus einem ca. 4 Minuten andauernden Feuerwerk mit einer f&uuml;r alle Teams geltenden Musikvorgabe. Die &quot;K&uuml;r&quot; umfasst jeweils ein 10-min&uuml;tiges Feuerwerk zu einem selbst gew&auml;hlten Musikst&uuml;ck. Die Musikbegleitung erfolgt durch das Abspielen von Tontr&auml;gern. Bewertet werden u.a. Kreativit&auml;t, Vielfalt von Farben und Effekten, die Synchronisation zur Musik sowie die k&uuml;nstlerische und technische Ausf&uuml;hrung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) vertrat im Anschluss an das Ergebnis einer Umsatzsteuer-Sonderpr&uuml;fung betreffend das erste Halbjahr 2009 (erstmals) die Auffassung, dass die Leistungen der Kl&auml;gerin dem allgemeinen Steuersatz unterliegen und setzte ab dem Voranmeldungszeitraum Dezember 2009 die Umsatzsteuer entsprechend fest. Die gegen die Umsatzsteuer-Vorauszahlungsbescheide Dezember 2009 und Januar bis April 2010 eingelegten Einspr&uuml;che wies das FA als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des anschlie&szlig;enden Klageverfahrens erlie&szlig; das FA entsprechende Umsatzsteuer-Jahresbescheide f&uuml;r 2009 und 2010 (Streitjahre), die nach &sect;&nbsp;68 der Finanzgerichtsordnung (FGO) jeweils zum Gegenstand des Verfahrens wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage statt. Sein Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2013, 92 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG h&auml;lt die Voraussetzungen der Steuererm&auml;&szlig;igung nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a des Umsatzsteuergesetzes (UStG) f&uuml;r gegeben. Es f&uuml;hrt unter Hinweis auf hierzu ergangene Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) in den Urteilen vom 9.&nbsp;Oktober 2003 V&nbsp;R&nbsp;86\/01 (BFH\/NV 2004, 984) und vom 18.&nbsp;August 2005 V&nbsp;R&nbsp;50\/04 (BFHE 211, 557, BStBl II 2006, 101) aus, dass die Feuerwerksveranstaltung jedenfalls eine einer Theaterauff&uuml;hrung vergleichbare Darbietung k&uuml;nstlerischer Leistungen sei, die eine Sch&ouml;pfung eines aus optischen und akustischen Elementen abgestimmten Gesamtwerkes darstelle. Der k&uuml;nstlerische Charakter der Darbietung bestehe in der jeweils individuellen Choreographie von Feuerwerk und dazu passend abgespielter Musik, die eine &uuml;ber das blo&szlig;e Abbrennen eines Feuerwerks und das Abspielen von Tontr&auml;gern hinausgehende kreative geistige T&auml;tigkeit erfordere. Das Schaffen einer Harmonie von Farben, Formen und Klang sei nicht nur eine Frage technischer Fertigkeiten, sondern vor allem eine Frage geistig-k&uuml;nstlerischer Vorstellungskraft und Kreativit&auml;t. Der Beurteilung der &quot;X&quot; als einer Theaterauff&uuml;hrung vergleichbare Darbietung stehe auch nicht entgegen, dass diese nicht durch den Einsatz von (K&ouml;rper-) Sprache, der herk&ouml;mmlichen Ausdrucksform des Theaters, erbracht werde. Etwas anderes ergebe sich auch nicht aus dem Wettbewerbscharakter der Veranstaltung. Denn z.B. auch beim j&auml;hrlichen Theatertreffen in L finde insofern ein Wettbewerb statt, als St&uuml;cke von einer Jury ausgew&auml;hlt und pr&auml;miert w&uuml;rden. Diese Auslegung stehe im &Uuml;brigen auch im Einklang mit der eher weit gefassten Regelung in Art.&nbsp;98 Abs.&nbsp;2 i.V.m. Anhang III Kategorie&nbsp;7 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der hiergegen eingelegten Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Vorschrift des &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a UStG verfolge zwar den Zweck, kulturelle und unterhaltende Leistungen zu f&ouml;rdern. Dies bedeute indes nicht, dass jede Form einer Auff&uuml;hrung vor Publikum einer Theaterauff&uuml;hrung entspreche.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Legaldefinition des Begriffs &quot;Theater&quot; bzw. einer &quot;theater&auml;hnlichen Vorstellung&quot; fehle im UStG. Nach allgemeinem Sprachgebrauch handele es sich dabei um die Bezeichnung f&uuml;r die szenische Darstellung eines inneren oder &auml;u&szlig;eren Geschehens als k&uuml;nstliche Kommunikation zwischen Akteuren (Darstellern) und Publikum. Allen Theaterformen sei aber gleich, dass sie sich der Ausdrucksform der Sprache\/Musik und\/oder K&ouml;rpersprache bedienten. In der Literatur werde der Begriff &quot;Theater&quot; im Allgemeinen weit verstanden, so als &quot;eine Inszenierung jeglicher Art, deren Darsteller durch Kommunikationsmittel wie Sprache, K&ouml;rper oder Musik den Bezug zum Publikum herstellen&quot;. Ma&szlig;gebend f&uuml;r die Theatervorf&uuml;hrung sei damit die menschliche und k&ouml;rperliche Basis der k&uuml;nstlerischen Kommunikation, d.h. der Mensch selbst trete in Kontakt mit dem Publikum, um sein Kunstwerk zu transportieren. So stelle auch der BFH in seinem Urteil in BFH\/NV 2004, 984 fest, &quot;dass die Budo-Gala ein pantomimisches Werk darstelle, bei dem der geistige Gehalt durch das Ausdrucksmittel der K&ouml;rpersprache, d.h. durch Bewegungen, Geb&auml;rden und Mimik wiedergegeben werde&quot;. F&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der &quot;X&quot; treffe das nicht zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es k&ouml;nne keinem der vom FG zitierten Urteile des BFH entnommen werden, dass eine Darbietung i.S. von &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a UStG nicht die Ausdrucksform der Sprache\/Musik und\/oder der K&ouml;rpersprache erfordere. Dies ergebe sich auch nicht aus dem zu einer &quot;Techno&quot;-Veranstaltung ergangenen Urteil des BFH in BFHE 211, 557, BStBl II 2006, 101, da es sich bei der &quot;X&quot; abweichend hiervon weder um ein Konzert noch um eine konzert&auml;hnliche Veranstaltung handele.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie h&auml;lt die Entscheidung des FG f&uuml;r zutreffend und weist u.a. darauf hin, dass beispielsweise auch die Leistungen des Veranstalters der sog. &quot;Y-Games&quot;, der Dutzende von entsprechenden Veranstaltungen (k&uuml;nstlerische Feuerwerkswettbewerbe) in ganz Deutschland auff&uuml;hre, dem erm&auml;&szlig;igten Umsatzsteuersatz unterl&auml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen sei das FA der Auffassung, dass die Teilnehmer des streitbefangenen X-Wettbewerbs im Rahmen dieser Veranstaltung &quot;mit k&uuml;nstlerischen Darbietungen auftreten&quot; und mit ihren Verg&uuml;tungen als beschr&auml;nkt steuerpflichtige K&uuml;nstler dem Steuerabzug nach &sect;&nbsp;50a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) unterl&auml;gen (Rz&nbsp;33 des Pr&uuml;fungsberichts des FA vom 22.&nbsp;August 2011 betreffend die Jahre 2006 bis 2008). Dementsprechend m&uuml;ssten auch ihre Ums&auml;tze aus den Eintrittsberechtigungen f&uuml;r diese Veranstaltung dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a UStG unterliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zu Recht entschieden, dass die von der Kl&auml;gerin f&uuml;r ihre Feuerwerksveranstaltungen im Rahmen der &quot;X&quot; vereinnahmten Eintrittsgelder nicht dem Regelsteuersatz, sondern dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz unterliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG ist (stillschweigend) zu Recht davon ausgegangen, dass die streitbefangenen Ums&auml;tze steuerpflichtig sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Voraussetzungen der im Streitfall allein in Betracht kommenden nationalen Steuerbefreiungsvorschriften in &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;20 Buchst.&nbsp;a bzw. &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;20 Buchst.&nbsp;b UStG sind nicht erf&uuml;llt. Denn die Kl&auml;gerin verf&uuml;gt nicht &uuml;ber eine nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;20 Buchst.&nbsp;a Satz 2 UStG erforderliche Bescheinigung einer zust&auml;ndigen Landesbeh&ouml;rde; sie ist auch kein Veranstalter i.S. von &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;20 Buchst.&nbsp;b UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Steuerbefreiung nach Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;n der MwStSystRL scheidet ebenfalls aus, weil die Kl&auml;gerin keine anerkannte Einrichtung im Sinne dieser Bestimmung ist (vgl. dazu z.B. BFH-Urteil vom 18.&nbsp;Februar 2010 V&nbsp;R&nbsp;28\/08, BFHE 228, 474, BStBl II 2010, 876, Rz&nbsp;25).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ferner hat das FG zutreffend angenommen, dass die von der Kl&auml;gerin erbrachten Leistungen nicht dem Regelsteuersatz nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 UStG, sondern gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a UStG dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz unterliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a UStG erm&auml;&szlig;igt sich die Steuer (von 19&nbsp;%) auf 7&nbsp;% f&uuml;r die Eintrittsberechtigung f&uuml;r Theater, Konzerte und Museen sowie die den Theatervorf&uuml;hrungen und Konzerten vergleichbaren Darbietungen aus&uuml;bender K&uuml;nstler.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unionsrechtliche Grundlage f&uuml;r &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a UStG ist Art.&nbsp;98 Abs.&nbsp;2 i.V.m. Anhang III Kategorie&nbsp;7 der MwStSystRL. Danach k&ouml;nnen die Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union (EU) einen erm&auml;&szlig;igten Steuersatz anwenden auf die Eintrittsberechtigung f&uuml;r Veranstaltungen, Theater, Zirkus, Jahrm&auml;rkte, Vergn&uuml;gungsparks, Konzerte, Museen, Tierparks, Kinos und Ausstellungen sowie &auml;hnliche kulturelle Ereignisse und Einrichtungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der BFH versteht unter Theatervorf&uuml;hrungen i.S. von &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a UStG nicht nur Auff&uuml;hrungen von Theaterst&uuml;cken, Opern und Operetten, sondern auch Darbietungen der Pantomime und Tanzkunst, der Kleinkunst und des Variet&eacute;s bis zu den Puppenspielen und Eisrevuen (vgl. BFH-Urteile vom 26.&nbsp;April 1995 XI&nbsp;R&nbsp;20\/94, BFHE 177, 548, BStBl II 1995, 519; vom 9.&nbsp;Oktober 2003 V&nbsp;R&nbsp;86\/01, BFH\/NV 2004, 984, unter II.1.a; vom 19.&nbsp;Oktober 2011 XI&nbsp;R&nbsp;40\/09, BFH\/NV 2012, 798, Rz&nbsp;33; vom 10.&nbsp;Januar 2013 V&nbsp;R&nbsp;31\/10, BFHE 240, 380, BStBl II 2013, 352, Rz&nbsp;42; s.a. Abschn.&nbsp;12.5. Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;5 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Beg&uuml;nstigt sind auch &quot;Mischformen&quot; von Sprech-, Musik- und Tanzdarbietungen, so dass eine Unterhaltungsshow in Gestalt einer Kampfkunstshow (sog. &quot;Budo-Gala&quot;) ebenfalls eine Theatervorf&uuml;hrung i.S. des &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a UStG sein kann (vgl. BFH-Urteile in BFH\/NV 2004, 984, unter II.1.a und c, m.w.N.; in BFHE 240, 380, BStBl II 2013, 352, Rz&nbsp;42). Die Steuerverg&uuml;nstigung kann in Anspruch genommen werden, wenn eine Vorf&uuml;hrung entweder als &quot;theater&auml;hnlich&quot; oder als &quot;konzert&auml;hnlich&quot; einzustufen ist (vgl. BFH-Urteil in BFHE 211, 557, BStBl II 2006, 101, unter II.3.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Ausgehend von diesen Rechtsgrunds&auml;tzen begegnet die Entscheidung des FG, wonach die streitbefangene Veranstaltung des Feuerwerkswettbewerbs in Gestalt der &quot;X&quot; gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a UStG dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz unterliegt, keinen revisionsrechtlichen Bedenken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der hier zu beurteilende Leistungsaustausch &#8211;Eintrittsberechtigung zur &quot;X&quot; gegen Entgelt&#8211; vollzog sich zwischen der Kl&auml;gerin als Veranstalterin und dem Publikum &#8211;den Besuchern der &quot;X&quot;&#8211; (vgl. dazu BFH-Urteile in BFHE 177, 548, BStBl II 1995, 519, unter 1.; in BFH\/NV 2004, 984, unter II.1.d), was im &Uuml;brigen zwischen den Beteiligten unstreitig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG, an die der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO gebunden ist, werden die jeweiligen Feuerwerksdarbietungen von verschiedenen &quot;Teams&quot; im Einzelnen k&uuml;nstlerisch vorbereitet und in verschiedenen zeitlich begrenzten Teilen (&quot;Pflicht&quot; und &quot;K&uuml;r&quot;) dem Publikum mit Musikbegleitung auf Tontr&auml;gern vorgef&uuml;hrt. Im Rahmen des k&uuml;nstlerischen Wettbewerbs kommt es bei der Bewertung der einzelnen Teams jeweils auf Kreativit&auml;t, Vielfalt von Farben und Effekten, die Synchronisation zur Musik sowie die technische Ausf&uuml;hrung an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die W&uuml;rdigung dieser gesamten Einzelumst&auml;nde der Veranstaltung durch das FG, dass die von der Kl&auml;gerin den Besuchern gegen Entgelt einger&auml;umten Eintrittsberechtigungen hierzu dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz i.S. von &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a UStG unterliegen, ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FG hat ausgef&uuml;hrt, dass die von der Kl&auml;gerin durchgef&uuml;hrte Feuerwerksveranstaltung eine Darbietung k&uuml;nstlerischer Leistungen ist, die in der Sch&ouml;pfung eines aus optischen und akustischen Elementen abgestimmten Gesamtkunstwerks besteht, deren k&uuml;nstlerischer Charakter von der jeweils individuellen Choreographie des Feuerwerks und dazu passend abgespielter Musik gepr&auml;gt wird. Ferner hat das FG hervorgehoben, dass das Schaffen einer Harmonie von Farben, Formen und Klang nicht nur eine Frage technischer Fertigkeiten, sondern vor allem eine Frage geistig-k&uuml;nstlerischer Vorstellungskraft und Kreativit&auml;t ist. Insgesamt handele es sich bei der durchgef&uuml;hrten &quot;X&quot; somit um eine Veranstaltung, die sich teilweise aus Theaterelementen und teilweise aus konzert&auml;hnlichen Elementen zusammensetzt und damit einer &quot;Unterhaltungsshow&quot; vergleichbar sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diese W&uuml;rdigung ist m&ouml;glich und verst&ouml;&szlig;t weder gegen Denkgesetze noch gegen Erfahrungss&auml;tze; sie bindet daher den Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO (vgl. dazu z.B. BFH-Urteil in BFHE 211, 557, BStBl II 2006, 101, unter II.4.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die hiergegen erhobenen Einwendungen des FA greifen nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das Argument des FA, die &quot;X&quot; sei keine beg&uuml;nstigte Veranstaltung i.S. von &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a UStG, weil es an einem unmittelbaren k&ouml;rperlichen Kontakt der K&uuml;nstler mit dem Publikum mangele, geht fehl.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn die &quot;X&quot; ist ein von Musik unterlegtes Schauspiel f&uuml;r das Publikum, das von den K&uuml;nstlern an den entsprechenden Vorf&uuml;hreinrichtungen auf dem ihnen von der Kl&auml;gerin zur Verf&uuml;gung gestellten Gel&auml;nde selbst inszeniert wird. Dabei ist ein dar&uuml;ber hinaus gehender noch engerer Kontakt zwischen dem K&uuml;nstler und dem Publikum nicht erforderlich. Die Kl&auml;gerin weist zu Recht darauf hin, dass auch bei Puppenspielern kein unmittelbarer Kontakt mit dem Publikum stattfindet, sondern insoweit die Marionette als Medium zum Einsatz gelangt, ohne dass die Berechtigung zur Inanspruchnahme der Steuersatzerm&auml;&szlig;igung in Frage gestellt wird (vgl. zur Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes auf Puppenspiele BFH-Urteile in BFHE 177, 548, BStBl II 1995, 519, unter 1.; in BFH\/NV 2004, 984, unter II.1.a). Es ist nicht ersichtlich, weshalb dies f&uuml;r den an der &quot;X&quot; &uuml;ber das Medium des Feuerwerks wirkenden K&uuml;nstler anders zu beurteilen sein sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Deshalb vermag der Senat der Differenzierung des FA nicht zu folgen, obwohl im Streitfall ein Mensch die Konzepte und k&uuml;nstlerische Arbeiten (Zusammenspiel von Musik, Farben, Formen usw.) entwickele, sei es doch &quot;die Pyrotechnik selbst&quot;, die im Zusammenspiel mit der Musik auf den Zuschauer wirke; es sei &quot;nicht der Pyrotechniker, der in Kontakt mit dem Zuschauer [trete], um sich k&uuml;nstlerisch auszudr&uuml;cken und Emotionen hervorzurufen&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es trifft im &Uuml;brigen nicht zu, dass &#8211;wie das FA ferner geltend macht&#8211; die Leistungen der &quot;Pyrotechniker&quot; ausschlie&szlig;lich &quot;hinter den Kulissen&quot; erbracht w&uuml;rden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ohne Erfolg beruft sich das FA auf die Rechtsprechung des BFH, wonach die Inszenierung einer Oper durch einen selbst&auml;ndig t&auml;tigen Regisseur gegen Honorar nicht dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a UStG unterliegt (BFH-Urteil vom 4.&nbsp;Mai 2011 XI&nbsp;R&nbsp;44\/08, BFHE 233, 367, BStBl II 2014, 200; vgl. insoweit aber die neue Steuerbefreiung in &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;20 Buchst.&nbsp;a Satz&nbsp;3 UStG). Denn dieser Sachverhalt ist mit dem vorliegenden Streitfall nicht vergleichbar. Die Kl&auml;gerin ist die Veranstalterin (vgl. BFH-Urteile vom 18.&nbsp;Januar 1995 V&nbsp;R&nbsp;60\/93, BFHE 176, 500, BStBl II 1995, 348, unter II.2.; in BFHE 177, 548, BStBl II 1995, 519, unter 1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Im &Uuml;brigen ist dem FA zwar darin zu folgen, dass das blo&szlig;e Abspielen eines Tontr&auml;gers kein Konzert ist (vgl. BFH-Urteil in BFHE 211, 557, BStBl II 2006, 101, Leitsatz&nbsp;1). Im Streitfall gehen die Darbietungen aber weit dar&uuml;ber hinaus. U.a. findet eine Synchronisation des Feuerwerks mit Musik statt, so dass das FG die &quot;X&quot; zu Recht insoweit einem &quot;Techno-Konzert&quot; &auml;hnlich wahrgenommen hat (vgl. dazu BFH-Urteil in BFHE 211, 557, BStBl II 2006, 101).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Schlie&szlig;lich geht das FA entsprechend dem Vortrag der Kl&auml;gerin offenbar selbst von dem k&uuml;nstlerischen Charakter der &quot;X&quot; aus, wenn es im Pr&uuml;fungsbericht vom 22.&nbsp;August 2011 unter Rz&nbsp;33 ausf&uuml;hrt, dass die Feuerwerksteams &quot;im Rahmen dieser Veranstaltungen mit k&uuml;nstlerischen Darbietungen auftreten und mit den Verg&uuml;tungen als beschr&auml;nkt steuerpflichtige K&uuml;nstler dem Steuerabzug nach &sect;&nbsp;50a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 EStG unterliegen&quot;. Mit dieser Beurteilung st&uuml;nde auch aus Sicht des FA die Versagung des begehrten erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a UStG f&uuml;r die Leistungen der Kl&auml;gerin nicht im Einklang.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Das FG hat au&szlig;erdem zutreffend angenommen, dass dieses Ergebnis den entsprechenden unionsrechtlichen Vorgaben entspricht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn nach Art.&nbsp;98 Abs.&nbsp;2 i.V.m. Anhang III Kategorie 7 der MwStSystRL sind die EU-Mitgliedstaaten erm&auml;chtigt, auf Eintrittsberechtigungen f&uuml;r Veranstaltungen, Theater, Zirkus, Jahrm&auml;rkte, Vergn&uuml;gungsparks, Konzerte, Museen, Tierparks, Kinos und Ausstellungen sowie &auml;hnliche kulturelle Ereignisse und Einrichtungen den erm&auml;&szlig;igten Steuersatz vorzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Aufz&auml;hlung ergibt, dass die Richtlinie den EU-Mitgliedstaaten insoweit einen weiten Beurteilungsspielraum einr&auml;umt (BFH-Urteil in BFH\/NV 2004, 984, unter II.2.). Die EU-Mitgliedstaaten haben bei Beachtung des Grundsatzes der steuerlichen Neutralit&auml;t die M&ouml;glichkeit, konkrete und spezifische Aspekte einer Kategorie von Dienstleistungen i.S. des Anhangs&nbsp;III Kategorie&nbsp;7 der MwStSystRL mit einem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz zu belegen (vgl. z.B. Urteil des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union &#8211;EuGH&#8211; vom 6.&nbsp;Mai 2010 C-94\/09 &#8211;Kommission\/Frankreich&#8211;, Slg. 2010, I-4261, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2010, 454, Rz&nbsp;25, m.w.N., und BFH-Urteil in BFHE 233, 367, BStBl II 2014, 200, Rz&nbsp;39).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar sind Bestimmungen, die Ausnahmen von einem allgemeinen Grundsatz darstellen, eng auszulegen, was auch f&uuml;r die Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes gilt (vgl. z.B. EuGH-Urteil vom 18.&nbsp;Januar 2001 C-83\/99 &#8211;Kommission\/Spanien&#8211;, Slg. 2001, I-445, UR 2001, 210, Rz&nbsp;19). Die Beurteilung des FG im Streitfall, wonach die von der Kl&auml;gerin vereinnahmten Eintrittsgelder f&uuml;r die von ihr veranstaltete &quot;X&quot; in den Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a UStG fallen, steht aber jedenfalls im Einklang mit dem Wortlaut und dem Zweck der genannten Richtlinienbestimmung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Da die Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes sich im Streitfall bereits aus &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a UStG ergibt, kann offenbleiben, ob daneben auch der erm&auml;&szlig;igte Steuersatz aus der T&auml;tigkeit als Schausteller gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;d UStG i.V.m. &sect;&nbsp;30 der Umsatzsteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung (vgl. dazu BFH-Urteil vom 18.&nbsp;Juli 2002 V&nbsp;R&nbsp;89\/01, BFHE 199, 93, BStBl II 2004, 88) in Betracht kommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.4.2014, XI R 34\/12 Erm&auml;&szlig;igter Umsatzsteuersatz auf Eintrittsgelder f&uuml;r eine Feuerwerksveranstaltung Leits&auml;tze Eintrittsgelder f&uuml;r einen Feuerwerkswettbewerb, bei dem verschiedene Teams mit &quot;Pflicht-&quot; und &quot;K&uuml;rteilen&quot; eine Vielzahl von Feuerwerken in kreativen Kombinationen mit Farb- und Klangelementen vorf&uuml;hren, k&ouml;nnen dem erm&auml;&szlig;igten Umsatzsteuersatz nach &sect; 12 Abs. 2 Nr. 7 Buchst. a UStG unterliegen. Tatbestand &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-34-12-ermaessigter-umsatzsteuersatz-auf-eintrittsgelder-fuer-eine-feuerwerksveranstaltung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;34\/12 &#8211; Erm&auml;&szlig;igter Umsatzsteuersatz auf Eintrittsgelder f&uuml;r eine Feuerwerksveranstaltung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-62981","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62981","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62981"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62981\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62981"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62981"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62981"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}