{"id":62989,"date":"2014-07-31T10:31:16","date_gmt":"2014-07-31T08:31:16","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62989"},"modified":"2014-07-31T10:31:16","modified_gmt":"2014-07-31T08:31:16","slug":"x-b-3-14-kein-verwertungsverbot-bei-versehentlich-unterbliebener-zuziehung-eines-zeugen-zur-durchsuchung-sachaufklaerungspflicht-bei-auslandssachverhalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-3-14-kein-verwertungsverbot-bei-versehentlich-unterbliebener-zuziehung-eines-zeugen-zur-durchsuchung-sachaufklaerungspflicht-bei-auslandssachverhalt\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;3\/14 &#8211; Kein Verwertungsverbot bei versehentlich unterbliebener Zuziehung eines Zeugen zur Durchsuchung; Sachaufkl&auml;rungspflicht bei Auslandssachverhalt"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 28.4.2014, X B 3\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Kein Verwertungsverbot bei versehentlich unterbliebener Zuziehung eines Zeugen zur Durchsuchung; Sachaufkl&auml;rungspflicht bei Auslandssachverhalt<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die in den Streitjahren 1998 bis 2007 zur Einkommensteuer zusammenveranlagt wurden. Sie erkl&auml;rten f&uuml;r den Kl&auml;ger Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit (Versorgungsbez&uuml;ge aus dessen fr&uuml;heren T&auml;tigkeit als Beamter); f&uuml;r die Kl&auml;gerin erkl&auml;rten sie keine Eink&uuml;nfte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer Steuerfahndungspr&uuml;fung kam die Pr&uuml;ferin zu der Auffassung, die Kl&auml;gerin habe erhebliche Eink&uuml;nfte aus der Vermittlung von Ferienwohnungen und -h&auml;usern im Land X (europ&auml;isches Ausland) erzielt, wobei sich die Vermittlungst&auml;tigkeit sowohl auf die Anmietung als auch den Ankauf dieser Objekte bezogen habe. Sie ermittelte die Einnahmen im Wesentlichen anhand der Geldeing&auml;nge auf den verschiedenen Bankkonten der Kl&auml;ger. Als Ausgaben setzte sie die nachgewiesenen Betr&auml;ge f&uuml;r Zeitungsinserate, die Internet-Domain sowie Telefonkosten an; ferner ber&uuml;cksichtigte sie im Sch&auml;tzungswege Aufwendungen f&uuml;r Reise- und Anwaltskosten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte der Pr&uuml;ferin und erlie&szlig; f&uuml;r die Streitjahre ge&auml;nderte Einkommensteuerbescheide gegen die Kl&auml;ger sowie erstmalige Gewerbesteuermessbescheide gegen die Kl&auml;gerin. Dabei setzte das FA f&uuml;r die Jahre 2003 bis 2007 abweichend vom Steuerfahndungsbericht die Bruttoeinnahmen (ohne Abzug von Betriebsausgaben) als Eink&uuml;nfte an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Einspruchs- und Klageverfahren machten die Kl&auml;ger geltend, bei den Vermittlungen habe es sich um Freundschaftsdienste f&uuml;r die Vermieter im Land X gehandelt; die Kl&auml;gerin sei ohne Gewinnerzielungsabsicht t&auml;tig geworden. Die von den Mietern an die Kl&auml;gerin &uuml;berwiesenen Anzahlungen, die das FA als Betriebseinnahmen der Kl&auml;gerin angesehen habe, seien nach Abzug der entstandenen Kosten w&auml;hrend der zahlreichen Besuchsaufenthalte im Land X in bar an die Vermieter im Land X ausgekehrt worden. Diese Auszahlungen h&auml;tten die Vermieter einmal im Jahr in einem &#8211;w&auml;hrend des Verfahrens vorgelegten&#8211; Kalender quittiert. Zudem seien die Ergebnisse der w&auml;hrend der Steuerfahndungspr&uuml;fung vorgenommenen Durchsuchung ihres Privathauses unverwertbar, weil entgegen der Vorschrift des &sect;&nbsp;105 Abs.&nbsp;2 der Strafprozessordnung (StPO) kein Zeuge zugezogen worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem Finanzgericht (FG) verpflichtete sich das FA dazu, ge&auml;nderte Bescheide zu erlassen, und darin bestimmte Bareinzahlungen auf die Bankkonten der Kl&auml;ger nicht mehr als Betriebseinnahmen anzusetzen. Im &Uuml;brigen wies das FG die Klage ab. Zur Begr&uuml;ndung verwies es weitgehend auf die Einspruchsentscheidungen. Dar&uuml;ber hinaus f&uuml;hrte es aus, die behaupteten Barauszahlungen an die Vermieter k&ouml;nnten mangels entsprechender Nachweise nicht als Betriebsausgaben anerkannt werden. Die unterbliebene Zuziehung von Zeugen w&auml;hrend der Durchsuchung f&uuml;hre nach der &uuml;berwiegend vertretenen Auffassung nur dann zu einem Verwertungsverbot, wenn dieser Versto&szlig; bewusst begangen worden sei, um die Position des Betroffenen zu beeintr&auml;chtigen. Daf&uuml;r w&uuml;rden vorliegend indes keine Anhaltspunkte bestehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Beschwerde begehren die Kl&auml;ger die Zulassung der Revision wegen Verfahrensm&auml;ngeln und &quot;der Verletzung von Bundesrecht&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA tritt der Beschwerde entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist &#8211;bei Zweifeln daran, ob die gesetzlichen Darlegungsanforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) &uuml;berhaupt erf&uuml;llt sind&#8211; jedenfalls unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;ger r&uuml;gen als Verfahrensmangel (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO), das FG h&auml;tte auf den &#8211;im Schriftsatz vom 6.&nbsp;Juli 2013 enthaltenen&#8211; Hinweis der Kl&auml;ger eingehen m&uuml;ssen, es sei bereits dem FA angeboten worden, zum Beweis der behaupteten Weiterleitung der Einnahmen an die Vermieter im Land X eidesstattliche Versicherungen der Vermieter einzuholen oder diese f&uuml;r eine Vernehmung in Deutschland zu stellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit kann ein Verfahrensmangel indes nicht dargelegt werden, weil die Kl&auml;ger in der Beschwerdebegr&uuml;ndung den insoweit ma&szlig;gebenden prozessualen Sachverhalt nur unvollst&auml;ndig wiedergeben, worauf das FA zu Recht hinweist. Vielmehr hatte das FG bereits mit seinem Hinweisschreiben vom 6.&nbsp;Juni 2013 &#8211;nach Durchf&uuml;hrung des ersten Termins zur m&uuml;ndlichen Verhandlung in dieser Sache&#8211; darauf hingewiesen, dass den Kl&auml;gern anheimgestellt werde, die Auslandszeugen zur n&auml;chsten m&uuml;ndlichen Verhandlung zu stellen. Da die Vermieter im Ausland wohnhaft seien und es sich bei den behaupteten Geld&uuml;bergaben im Ausland um Auslandssachverhalte handele, sei eine Ladung seitens des FG nicht beabsichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wenn die Kl&auml;ger trotz dieses ausdr&uuml;cklichen Hinweises des FG davon abgesehen haben, die Zeugen zum weiteren Verhandlungstermin zu stellen, liegt darin keine mangelnde Sachaufkl&auml;rung seitens des FG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Hinsichtlich des von ihnen aus der Verletzung des &sect;&nbsp;105 Abs.&nbsp;2 StPO abgeleiteten Verwertungsverbots r&uuml;gen die Kl&auml;ger keinen der abschlie&szlig;end in &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO genannten Zulassungsgr&uuml;nde ausdr&uuml;cklich. Vielmehr berufen sie sich auf die &quot;Verletzung von Bundesrecht&quot;, die allein aber nicht f&uuml;r eine Revisionszulassung ausreicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ungeachtet der sich daraus ergebenden Bedenken gegen die hinreichende Darlegung eines Zulassungsgrundes muss die Beschwerde aber jedenfalls deshalb ohne Erfolg bleiben, weil die Kl&auml;ger den prozessual ma&szlig;gebenden Sachverhalt auch insoweit nur unzutreffend schildern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Protokoll &uuml;ber die Durchsuchung hei&szlig;t es, Zeugen seien nicht schon von vornherein zugezogen worden, weil erfahrungsgem&auml;&szlig; vor allem Beschuldigte im l&auml;ndlichen Raum auf die Zuziehung verzichten, um den wissenden Personenkreis m&ouml;glichst klein zu halten. Ein Gemeindebeamter habe sich aber auf Abruf als Zeuge bereitgehalten. Der Kl&auml;ger habe schon bei Beginn der Ma&szlig;nahme (Bekanntgabe der Einleitung des Strafverfahrens) mit Argumentationen zur Sache begonnen, so dass er habe unterbrochen werden m&uuml;ssen, um ihn zun&auml;chst ordnungsgem&auml;&szlig; zu belehren und den Durchsuchungsbeschluss auszuh&auml;ndigen. Der Kl&auml;ger habe immer wieder betont, dass er mit Durchsuchungen vertraut sei, weil er als fr&uuml;herer Polizeibeamter derartige Ma&szlig;nahmen dauernd durchgef&uuml;hrt habe. Aufgrund dieses &quot;dauernden Gespr&auml;chs&quot; habe die Durchsuchungsleiterin letztlich vergessen, die Frage zu stellen, ob ein Zeuge zugezogen werden solle oder hierauf verzichtet werde. Als ihr im Rahmen der Niederschrift aufgefallen sei, dass kein Zeuge zugezogen worden sei, habe der Kl&auml;ger ge&auml;u&szlig;ert, er wisse dies und h&auml;tte auf die Zuziehung eines Zeugen verzichtet. Er habe diese &Auml;u&szlig;erung aber nicht durch seine Unterschrift best&auml;tigen wollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Bundesgerichtshof hat in seinem &#8211;auch von den Kl&auml;gern angef&uuml;hrten&#8211; Beschluss vom 31.&nbsp;Januar 2007 StB&nbsp;18\/06 (BGHSt 51, 211, unter II.1.a&nbsp;aa) ausgef&uuml;hrt, nach &uuml;berwiegender Meinung habe ein Versto&szlig; gegen die Regelungen des &sect;&nbsp;105 Abs.&nbsp;2 StPO kein Beweisverwertungsverbot &#8211;gemeint ist hier ein Verwertungsverbot im Strafverfahren&#8211; zur Folge. Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (Beschluss vom 12.&nbsp;April 2005&nbsp; 2&nbsp;BvR&nbsp;1027\/02, BVerfGE 113, 29, unter C.IV.3.) gelte aber &quot;zumindest bei schwerwiegenden, bewussten oder willk&uuml;rlichen Verfahrensverst&ouml;&szlig;en&quot; etwas anderes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat festgestellt, Anhaltspunkte f&uuml;r einen bewussten Versto&szlig; der Durchsuchungsleiterin gegen &sect;&nbsp;105 Abs.&nbsp;2 StPO seien nicht gegeben. Damit &#8211;und vor allem mit der ausf&uuml;hrlichen Darstellung des Ablaufs der Durchsuchungsma&szlig;nahme in dem entsprechenden Protokoll&#8211; setzen sich die Kl&auml;ger nicht auseinander. Aus dem Protokoll folgt ersichtlich, dass die Zuziehung eines Zeugen &#8211;des in &sect;&nbsp;105 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 StPO ausdr&uuml;cklich genannten Gemeindebeamten&#8211; vorbereitet worden war und nur wegen der bei der Durchsuchungsleiterin w&auml;hrend der Ma&szlig;nahme eingetretenen Verwirrung unterblieben ist. Die Kl&auml;ger haben weder den im Protokoll dokumentierten Ablauf der Durchsuchung bestritten noch dargelegt, weshalb ein solcher Ablauf die Voraussetzungen eines &quot;schwerwiegenden, bewussten oder willk&uuml;rlichen&quot; Versto&szlig;es erf&uuml;llen sollte. Im &Uuml;brigen setzen sie sich auch nicht mit der Frage auseinander, ob aus einem strafrechtlichen Verwertungsverbot zugleich auch f&uuml;r das Besteuerungsverfahren ein Verwertungsverbot folgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Von einer weiteren Darstellung des Sachverhalts sowie einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 28.4.2014, X B 3\/14 Kein Verwertungsverbot bei versehentlich unterbliebener Zuziehung eines Zeugen zur Durchsuchung; Sachaufkl&auml;rungspflicht bei Auslandssachverhalt Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die in den Streitjahren 1998 bis 2007 zur Einkommensteuer zusammenveranlagt wurden. 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