{"id":62990,"date":"2014-07-31T10:31:20","date_gmt":"2014-07-31T08:31:20","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62990"},"modified":"2014-07-31T10:31:20","modified_gmt":"2014-07-31T08:31:20","slug":"x-b-244-13-folgen-einer-unterbliebenen-anhoerung-durch-das-fa-bei-abweichungen-von-der-steuererklaerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-244-13-folgen-einer-unterbliebenen-anhoerung-durch-das-fa-bei-abweichungen-von-der-steuererklaerung\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;244\/13 &#8211; Folgen einer unterbliebenen Anh&ouml;rung durch das FA bei Abweichungen von der Steuererkl&auml;rung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 30.4.2014, X B 244\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Folgen einer unterbliebenen Anh&ouml;rung durch das FA bei Abweichungen von der Steuererkl&auml;rung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) machten in ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr 2010 u.a. Zuwendungen zur F&ouml;rderung steuerbeg&uuml;nstigter Zwecke sowie Zuwendungen an politische Parteien geltend. Zuwendungsbest&auml;tigungen f&uuml;gten sie nicht bei. Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ber&uuml;cksichtigte die Zuwendungen im Einkommensteuerbescheid vom 27.&nbsp;Juli 2011 nicht. Die in &sect;&nbsp;91 der Abgabenordnung (AO) vor Erlass des Bescheids vorgesehene Anh&ouml;rung unterblieb; allerdings wies das FA zu Beginn der im Steuerbescheid enthaltenen Erl&auml;uterungen darauf hin, dass die Zuwendungen wegen des Fehlens der Zuwendungsbest&auml;tigungen nicht ber&uuml;cksichtigt worden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit einem am 18.&nbsp;Juni 2012 beim FA eingegangenen Schreiben wandten sich die Kl&auml;ger gegen den Einkommensteuerbescheid 2010. Am 13.&nbsp;Juli 2012 reichten sie Zuwendungsbest&auml;tigungen und Bankbelege nach. Das FA lehnte es ab, den Bescheid zu &auml;ndern, und wies den hiergegen eingelegten Einspruch zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Klageverfahren machten die Kl&auml;ger geltend, der Steuerbescheid sei vom FA nur unzureichend begr&uuml;ndet worden und daher inhaltlich unbestimmt und nichtig. Entscheidungen des FA m&uuml;ssten im Entscheidungsteil des Bescheids enthalten sein; eine Aufnahme in die &#8211;sehr umfangreichen und die Kl&auml;ger teilweise gar nicht betreffenden&#8211; Erl&auml;uterungen gen&uuml;ge nicht. Das FA habe keine Rechtsgrundlagen f&uuml;r seine Entscheidungen angegeben. Auch h&auml;tte es die G&uuml;nstigerpr&uuml;fungen f&uuml;r die Vorsorgeaufwendungen und den Familienleistungsausgleich im Bescheid rechnerisch darlegen m&uuml;ssen. Zumindest seien die Voraussetzungen f&uuml;r eine &Auml;nderung des Bescheids nach &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 oder &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage &#8211;nach &Uuml;bertragung der Entscheidung des Rechtsstreits auf die Einzelrichterin&#8211; ab. Die unterbliebene Anh&ouml;rung f&uuml;hre nicht zur Nichtigkeit des Bescheids, sondern sei gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 AO durch den Hinweis in den Erl&auml;uterungen zum Bescheid geheilt worden. Aus diesem Grund komme auch die durch &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 AO er&ouml;ffnete M&ouml;glichkeit, bei Anh&ouml;rungsm&auml;ngeln Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen der Vers&auml;umung der Einspruchsfrist zu gew&auml;hren, nicht in Betracht. Eine &Auml;nderung des Bescheids nach &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO scheitere an der groben Fahrl&auml;ssigkeit der Kl&auml;ger, die zum einen trotz des ausdr&uuml;cklichen Hinweises im Steuererkl&auml;rungsformular ihrer Steuererkl&auml;rung keine Zuwendungsbest&auml;tigungen beigef&uuml;gt und zum anderen die Einspruchsfrist trotz der Erl&auml;uterungen im Steuerbescheid vers&auml;umt h&auml;tten. Eine &Auml;nderung nach &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO sei wegen der Sondervorschrift des &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Beschwerde begehren die Kl&auml;ger die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache, zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung und wegen Verfahrensm&auml;ngeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA h&auml;lt die Beschwerde f&uuml;r unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger haben die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde teilweise nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) entsprechenden Weise dargelegt, teils sind die Zulassungsgr&uuml;nde nicht gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Soweit die Kl&auml;ger sich gegen die inhaltliche Richtigkeit der Vorentscheidung wenden &#8211;und damit m&ouml;glicherweise den in &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO enthaltenen Zulassungsgrund des schwerwiegenden Rechtsfehlers oder aber die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) geltend machen wollen&#8211;, fehlt es an der erforderlichen Auseinandersetzung mit den Gr&uuml;nden des angefochtenen Urteils.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Tragend f&uuml;r das FG war dessen rechtliche W&uuml;rdigung, der Anh&ouml;rungsmangel sei durch die im Steuerbescheid enthaltenen Erl&auml;uterungen geheilt worden; aus diesem Grunde sei auch keine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen der vers&auml;umten Einspruchsfrist zu gew&auml;hren. Hierzu hat es die st&auml;ndige h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung zu vergleichbaren Fallgestaltungen zitiert (Urteile des Bundesfinanzhofs vom 13.&nbsp;Dezember 1984 VIII&nbsp;R&nbsp;19\/81, BFHE 143, 106, BStBl II 1985, 601, und vom 6.&nbsp;Dezember 1988 IX&nbsp;R&nbsp;158\/85, BFH\/NV 1989, 561). Mit dieser st&auml;ndigen h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung setzt sich die Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht auseinander.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Mit ihrer Behauptung, die Einzelrichterin sei voreingenommen gewesen, haben die Kl&auml;ger keinen Verfahrensmangel &#8211;in Betracht kommt allein eine nicht vorschriftsm&auml;&szlig;ige Besetzung des Gerichts im Hinblick auf die Befangenheit der Einzelrichterin&#8211; dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger ziehen als Beleg f&uuml;r die Voreingenommenheit der Einzelrichterin eine &Auml;u&szlig;erung aus der m&uuml;ndlichen Verhandlung heran. Sie h&auml;tten indes die Gelegenheit gehabt, einen Ablehnungsantrag zu stellen, wenn sie meinen &#8211;wof&uuml;r allerdings kein Anhaltspunkt besteht&#8211;, aus einer solchen &Auml;u&szlig;erung folge eine Voreingenommenheit. Jedenfalls haben sie ihr R&uuml;gerecht nach &sect;&nbsp;43 der Zivilprozessordnung i.V.m. &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO dadurch verloren, dass sie sich in die Verhandlung eingelassen und Antr&auml;ge gestellt haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die &Uuml;bertragung der Entscheidung des Rechtsstreits auf die Einzelrichterin hat den Anspruch der Kl&auml;ger auf den gesetzlichen Richter nicht verletzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Sache nach meinen die Kl&auml;ger, die Einzelrichter&uuml;bertragung sei wegen der f&uuml;r das FG schon aus der Klagebegr&uuml;ndung erkennbaren grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache ausgeschlossen gewesen (&sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO). Sie h&auml;tten die Befugnis der Finanzverwaltung zum Erlass formularm&auml;&szlig;iger Steuerbescheide generell &#8211;nicht nur in Bezug auf ihren Einzelfall&#8211; beanstandet; auch h&auml;tten sie angef&uuml;hrt, das beklagte FA unterlasse generell die gebotene Anh&ouml;rung der Steuerpflichtigen vor Erlass eines Verwaltungsakts. Zudem h&auml;tten sie schwerwiegende Ermessensfehler des FA dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine grunds&auml;tzliche Bedeutung der Sache folgt aus diesen Ausf&uuml;hrungen nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;157 AO trifft Regelungen zu Form und Inhalt von Steuerbescheiden; &sect;&nbsp;119 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 AO l&auml;sst es ersichtlich zu, Verwaltungsakte &#8211;auch Steuerbescheide&#8211; formularm&auml;&szlig;ig oder mit Hilfe automatischer Einrichtungen zu erlassen. Fragen von grunds&auml;tzlicher Bedeutung haben die Kl&auml;ger insoweit weder vor dem Ergehen des Beschlusses, mit dem das FG die Entscheidung des Rechtsstreits der Einzelrichterin &uuml;bertragen hat, noch danach dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch wenn es zutreffen sollte, dass das beklagte FA bei Abweichungen zwischen der Steuererkl&auml;rung und dem Steuerbescheid generell die gebotene Anh&ouml;rung unterlasse &#8211;wof&uuml;r das von den Kl&auml;gern vorgelegte Schreiben des Vorstehers des FA sprechen k&ouml;nnte&#8211;, w&uuml;rde der Rechtsstreit dadurch nicht grunds&auml;tzlich bedeutsam. Die Folgen einer unterlassenen Anh&ouml;rung sind im steuerlichen Verfahrensrecht eindeutig geregelt. Fragen von grunds&auml;tzlicher Bedeutung stellen sich insoweit nicht. Dies zeigt auch das angefochtene Urteil der Einzelrichterin, in dem die Folgen der unterbliebenen Anh&ouml;rung zutreffend aufgezeigt worden sind. Wenn die Kl&auml;ger meinen, das beklagte FA halte sich generell nicht an Verfahrensvorschriften, steht es ihnen frei, dies bei den Stellen der Fach- oder Dienstaufsicht vorzubringen. Ein Anspruch auf Individualrechtsschutz &uuml;ber die in den Vorschriften der AO und FGO enthaltenen Fehlerfolgen hinaus begr&uuml;ndet dies indes nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Schwerwiegende Ermessensfehler des FA haben die Kl&auml;ger nicht darlegen k&ouml;nnen. Vielmehr stellt sich das Verhalten des FA &#8211;abgesehen von der unterbliebenen Anh&ouml;rung&#8211; in verfahrensrechtlicher Hinsicht als ordnungsm&auml;&szlig;ig dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Von einer weiteren Darstellung des Sachverhalts sowie einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 30.4.2014, X B 244\/13 Folgen einer unterbliebenen Anh&ouml;rung durch das FA bei Abweichungen von der Steuererkl&auml;rung Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) machten in ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr 2010 u.a. Zuwendungen zur F&ouml;rderung steuerbeg&uuml;nstigter Zwecke sowie Zuwendungen an politische Parteien geltend. Zuwendungsbest&auml;tigungen f&uuml;gten sie nicht bei. Der Beklagte und &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-244-13-folgen-einer-unterbliebenen-anhoerung-durch-das-fa-bei-abweichungen-von-der-steuererklaerung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;244\/13 &#8211; Folgen einer unterbliebenen Anh&ouml;rung durch das FA bei Abweichungen von der Steuererkl&auml;rung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-62990","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62990","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62990"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62990\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62990"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62990"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62990"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}