{"id":62999,"date":"2014-07-31T10:31:35","date_gmt":"2014-07-31T08:31:35","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=62999"},"modified":"2014-07-31T10:31:35","modified_gmt":"2014-07-31T08:31:35","slug":"i-r-12-13-verhaeltnis-zwischen-par-8-nr-5-gewstg-2009-und-par-9-nr-2a-satz-1-gewstg-2009-verfassungsmaessigkeit-der-auf-die-kapitalmaessige-beteiligung-bezogenen-mindestbeteiligungsquote","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-12-13-verhaeltnis-zwischen-par-8-nr-5-gewstg-2009-und-par-9-nr-2a-satz-1-gewstg-2009-verfassungsmaessigkeit-der-auf-die-kapitalmaessige-beteiligung-bezogenen-mindestbeteiligungsquote\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;12\/13 &#8211; Verh&auml;ltnis zwischen &sect; 8 Nr. 5 GewStG 2009 und &sect; 9 Nr. 2a Satz 1 GewStG 2009 &#8211; Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der auf die kapitalm&auml;&szlig;ige Beteiligung bezogenen Mindestbeteiligungsquote"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 30.5.2014, I R 12\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Verh&auml;ltnis zwischen &sect; 8 Nr. 5 GewStG 2009 und &sect; 9 Nr. 2a Satz 1 GewStG 2009 &#8211; Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der auf die kapitalm&auml;&szlig;ige Beteiligung bezogenen Mindestbeteiligungsquote<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, war im Streitjahr 2009 an einer anderen GmbH, der A Holding GmbH (A-GmbH), beteiligt, und zwar mit 10&nbsp;v.H. des Stammkapitals von 30.000&nbsp;EUR. Weitere Gesellschafterinnen waren die B-GmbH mit 70&nbsp;v.H. und die C-GmbH mit 20&nbsp;v.H. der Anteile. Die von der C-GmbH gehaltenen Anteile wurden durch Mehrheitsbeschluss vom 8.&nbsp;Mai 2008 der Kl&auml;gerin und der B-GmbH eingezogen. Die Kl&auml;gerin und die B-GmbH beschlossen sodann, dass anstelle des eingezogenen Gesch&auml;ftsanteils der C-GmbH ein neuer Gesch&auml;ftsanteil in H&ouml;he von 6.000&nbsp;EUR geschaffen werde, der der A-GmbH als eigener Anteil zustehen sollte. Die mit diesen eigenen Anteilen verbundenen Gewinnbezugsrechte der Kl&auml;gerin und der B-GmbH wurden entsprechend deren Beteiligungsverh&auml;ltnissen &quot;zugeschrieben&quot;, so dass die B-GmbH nunmehr 87,5&nbsp;v.H. und die Kl&auml;gerin 12,5&nbsp;v.H. der Anteile hielt. Au&szlig;erdem wurde der Gesellschaftsvertrag der Holding dahingehend ge&auml;ndert, dass in der Gesellschafterversammlung Beschl&uuml;sse nur noch mit einer Mehrheit von 100&nbsp;v.H. der abgegebenen Stimmen gefasst werden konnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schon zu diesem Zeitpunkt war abzusehen, dass die C-GmbH gerichtlich gegen die Einziehung ihrer Gesch&auml;ftsanteile vorgehen w&uuml;rde, was in der Folge auch geschah. Die Streitigkeiten sind sp&auml;ter im Wege eines am 24.&nbsp;September 2009 geschlossenen Vergleichs beigelegt worden. Vor dem Hintergrund der zu erwartenden gerichtlichen Auseinandersetzungen hatten die B-GmbH und die Kl&auml;gerin bereits am 4.&nbsp;Juni 2008 schriftlich niedergelegt, dass &quot;zwischen&quot; diesen Gesellschaften diverse &quot;Gesellschafterbeschl&uuml;sse und schuldrechtliche Vereinbarungen&quot; getroffen w&uuml;rden. Danach verst&auml;ndigte man sich bez&uuml;glich der Gewinnverteilung zugunsten der B-GmbH auf 80&nbsp;v.H. und der Kl&auml;gerin von 20&nbsp;v.H. Diese Vomhunderts&auml;tze basierten auf einer je h&auml;lftigen Gewinnverteilung hinsichtlich der eigenen Anteile und im &Uuml;brigen einer Gewinnverteilung von 87,5&nbsp;v.H. zu 12,5&nbsp;v.H.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitjahr gr&uuml;ndeten die Kl&auml;gerin und die B-GmbH sodann die D-GmbH, an welcher die Kl&auml;gerin ebenfalls zu 20&nbsp;v.H. und die B-GmbH zu 80&nbsp;v.H. beteiligt waren und auf die die Beteiligung der A-GmbH an der E-GmbH &uuml;bertragen wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin erhielt von der A-GmbH im Streitjahr eine Dividendenaussch&uuml;ttung, die der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) bei der Errechnung des Gewerbeertrages nach &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG 2002) i.V.m. &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG 2009), gek&uuml;rzt um 5&nbsp;v.H. gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;5 KStG 2002, zun&auml;chst au&szlig;er Ansatz lie&szlig;, sodann aber dem Gewinn in H&ouml;he von 95&nbsp;v.H. nach Ma&szlig;gabe von &sect;&nbsp;8 Nr.&nbsp;5 GewStG 2009 wieder hinzurechnete. Die Voraussetzungen des sog. gewerbesteuerrechtlichen Schachtelprivilegs und damit die K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;2a GewStG 2009 sah er nicht als erf&uuml;llt an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen gerichtete Klage blieb erfolglos. Das Schleswig-Holsteinische Finanzgericht (FG) wies sie mit Urteil vom 31.&nbsp;Januar 2013&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;82\/11 ab. Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2013, 538 abgedruckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ihre Revision st&uuml;tzt die Kl&auml;gerin auf Verletzung materiellen Rechts. Sie beantragt, das FG-Urteil aufzuheben und den angefochtenen Steuerbescheid dahin abzu&auml;ndern, dass bei der Ermittlung des Gewerbeertrages eine Hinzurechnung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 Nr.&nbsp;5 GewStG 2009 in H&ouml;he von 811.300&nbsp;EUR nicht vorgenommen und der Gewerbesteuermessbetrag entsprechend niedriger festgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Der Senat entscheidet gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126a der Finanzgerichtsordnung (FGO) durch Beschluss. Er h&auml;lt die Revision einstimmig f&uuml;r unbegr&uuml;ndet und eine m&uuml;ndliche Verhandlung nicht f&uuml;r erforderlich. Die Beteiligten sind vorher dar&uuml;ber unterrichtet worden; sie hatten Gelegenheit zur Stellungnahme. Die Vorinstanz hat zu Recht entschieden, dass der Kl&auml;gerin das sog. gewerbesteuerrechtliche Schachtelprivileg nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;2a GewStG 2009 nicht zu gew&auml;hren ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG 2009 ist Gewerbeertrag der nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes oder des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes zu ermittelnde Gewinn aus dem Gewerbebetrieb, vermehrt und vermindert um die in den &sect;&sect;&nbsp;8 und 9 GewStG 2009 bezeichneten Betr&auml;ge. Dem Gewinn aus Gewerbebetrieb hinzugerechnet werden nach &sect;&nbsp;8 Nr.&nbsp;5 GewStG 2009 (u.a.) die nach &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;1 KStG 2002 au&szlig;er Ansatz bleibenden Gewinnanteile (Dividenden) und die diesen gleichgestellten Bez&uuml;ge und erhaltenen Leistungen aus Anteilen an einer K&ouml;rperschaft, Personenvereinigung oder Verm&ouml;gensmasse im Sinne des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes, soweit sie nicht die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;2a oder 7 GewStG 2009 erf&uuml;llen, nach Abzug der mit diesen Einnahmen, Bez&uuml;gen und erhaltenen Leistungen in wirtschaftlichem Zusammenhang stehenden Betriebsausgaben, soweit diese nach &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;5 KStG 2002 unber&uuml;cksichtigt bleiben. Nach dem im Streitfall einschl&auml;gigen &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GewStG 2009 wird die Summe des Gewinns und der Hinzurechnungen u.a. gek&uuml;rzt um die Gewinne aus Anteilen (u.a.) an einer nicht steuerbefreiten Kapitalgesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 GewStG 2009, wenn die Beteiligung zu Beginn des Erhebungszeitraums mindestens 15&nbsp;v.H. des Grund- oder Stammkapitals betr&auml;gt und die Gewinnanteile bei der Ermittlung des Gewinns (&sect;&nbsp;7 GewStG 2009) angesetzt worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der letzteren Voraussetzung &#8211;dem Erfordernis, dass die betreffenden Gewinnanteile bei der Gewinnermittlung angesetzt worden sind&#8211;, ist gen&uuml;gt. Zwar k&ouml;nnte der Gesetzestext so verstanden werden, dass &sect;&nbsp;8 Nr.&nbsp;5 GewStG 2009 einerseits und &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;2a GewStG 2009 andererseits sich streng genommen ausschlie&szlig;en. Denn einerseits steht die Hinzurechnung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 Nr.&nbsp;5 GewStG 2009 unter dem Vorbehalt der K&uuml;rzungsvoraussetzungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;2a GewStG 2009, andererseits verlangen beide Vorschriften, dass die entsprechenden Gewinnanteile bei der Ermittlung des Gewinns &uuml;berhaupt angesetzt worden sind. Daran fehlt es aber, wenn die Gewinnanteile infolge der Freistellung nach &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;1 KStG 2002 au&szlig;erbilanziell in Abzug gebracht wurden. Das Schachtelprivileg k&ouml;nnte deswegen im Ergebnis leerlaufen (s. Prinz\/Simon, Deutsches Steuerrecht 2002, 149). Eine derartige Lesart des Gesetzestextes wird den Normzusammenh&auml;ngen aber nicht gerecht. Vielmehr ist &sect;&nbsp;8 Nr.&nbsp;5 GewStG 2009 insoweit als Sonderregelung aufzufassen, die abstrakt auf die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;2a GewStG 2009 abstellt; das Ansatzerfordernis in &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 letzter Satzteil GewStG 2009 ist bei diesem Verst&auml;ndnis verzichtbar. Das alles hat der Senat bereits in seinem Beschluss vom 9.&nbsp;November 2011 I&nbsp;B&nbsp;62\/11 (BFH\/NV 2012, 449; s. auch Bl&uuml;mich\/ Gosch, &sect;&nbsp;9 GewStG Rz&nbsp;294; Gosch, KStG, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;8b Rz&nbsp;75) zum Ausdruck gebracht und darauf ist deswegen zu verweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Gegenstand des Rechtsstreits ist vor diesem Regelungshintergrund die f&uuml;r den gesetzlichen Tatbestand der K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GewStG 2009 erhebliche Frage, ob die Kl&auml;gerin mit ihrer Beteiligung das stichtagsbezogene Beteiligungserfordernis &#8211;Beteiligung von mindestens 15&nbsp;v.H. des Grund- oder Stammkapitals zu Beginn des Erhebungszeitraums&#8211; erf&uuml;llt. Nur dann, wenn ein Grund- oder Stammkapital nicht vorhanden ist, tritt an dessen Stelle nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;2a Satz&nbsp;2 GewStG 2009 das Verm&ouml;gen oder &#8211;bei Erwerbs- oder Wirtschaftsgenossenschaften&#8211; die Summe der Gesch&auml;ftsguthaben. Ansonsten bel&auml;sst die Regelung keine Ausnahmen. Insbesondere eine Gewinnbeteiligung oder auch eine Stimmrechtsmehrheit gen&uuml;gt den tatbestandlichen Anforderungen nicht. Die besagten Ausnahmen sind im Streitfall nicht einschl&auml;gig und an einer entsprechenden Kapitalbeteiligung mangelt es bei der Kl&auml;gerin. Dieser Mangel l&auml;sst sich in Anbetracht des eindeutigen und unmissverst&auml;ndlichen Tatbestandes von &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GewStG 2009 nicht im Auslegungswege beseitigen. Den vom FG angestellten Erw&auml;gungen ist nichts Weiteres hinzuzuf&uuml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Gleiches gilt im Ergebnis f&uuml;r die Einw&auml;nde, welche die Kl&auml;gerin gegen die durch das Unternehmensteuerreformgesetz 2008 vom 14.&nbsp;August 2007 (BGBl I 2007, 1912, BStBl I 2007, 630) von zuvor 10&nbsp;v.H. auf 15&nbsp;v.H. angehobene Mindestbeteiligungsquote geltend macht. Es ist richtig, dass dieser Anhebung nach Lage der Dinge zuv&ouml;rderst fiskalische und haushalterische Erw&auml;gungen zugrunde gelegen haben m&ouml;gen (s. BTDrucks 16\/5491, S&nbsp;23&nbsp;f.). Doch ist nicht erkennbar, dass solche Erw&auml;gungen den Gesetzgeber daran hindern k&ouml;nnten, wie geschehen zu verfahren. Verfassungsrechtliche Grunds&auml;tze tun das nicht. Auch insofern gen&uuml;gt es, auf das Urteil der Vorinstanz zu verweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 30.5.2014, I R 12\/13 Verh&auml;ltnis zwischen &sect; 8 Nr. 5 GewStG 2009 und &sect; 9 Nr. 2a Satz 1 GewStG 2009 &#8211; Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der auf die kapitalm&auml;&szlig;ige Beteiligung bezogenen Mindestbeteiligungsquote Tatbestand 1&nbsp; I. 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