{"id":63002,"date":"2014-07-31T10:31:21","date_gmt":"2014-07-31T08:31:21","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63002"},"modified":"2014-07-31T10:31:21","modified_gmt":"2014-07-31T08:31:21","slug":"iii-r-41-13-reserveoffiziersanwaerterausbildung-ist-berufsausbildung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-41-13-reserveoffiziersanwaerterausbildung-ist-berufsausbildung\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;41\/13 &#8211; Reserveoffiziersanw&auml;rterausbildung ist Berufsausbildung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 8.5.2014, III R 41\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Reserveoffiziersanw&auml;rterausbildung ist Berufsausbildung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Ein Reserveoffiziersanw&auml;rter wird auch dann f&uuml;r einen Beruf ausgebildet, wenn nicht abzusehen ist, ob er einen Antrag auf Verl&auml;ngerung der Dienstzeit oder die &Uuml;bernahme als Berufssoldat stellen oder am Ende seiner Dienstzeit aus der Bundeswehr ausscheiden und sodann einen anderen Beruf ergreifen wird.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) ist Vater eines im September 1991 geborenen Sohnes, der im Juni 2011 die allgemeine Hochschulreife erwarb und seit dem 1.&nbsp;Juli 2011 unter Berufung in das Dienstverh&auml;ltnis eines Soldaten auf Zeit bei der Bundeswehr zum Reserveoffizier ausgebildet wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beklagte und Revisionskl&auml;gerin (Familienkasse) hob die Festsetzung des Kindergeldes ab August 2011 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;70 Abs.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) auf und wies den dagegen gerichteten Einspruch mit Einspruchsentscheidung vom 1.&nbsp;Februar 2012 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck, weil die Ausbildung als Reserveoffiziersanw&auml;rter nicht als Berufsausbildung i.S. des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG angesehen werden k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage blieb hinsichtlich der Monate August bis Dezember 2011 wegen &Uuml;berschreitung des Grenzbetrages ohne Erfolg (&sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG a.F.). Das Finanzgericht (FG) gab der Klage jedoch statt, soweit sie die Aufhebung der Kindergeldfestsetzung f&uuml;r die Monate Januar und Februar 2012 betraf, da es nach Einholung von Ausk&uuml;nften beim Heeresamt davon ausging, dass es sich bei der 36&nbsp;Monate dauernden Ausbildung zum Reserveoffizier um eine Ausbildung i.S. des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG handele. Die Ausbildung zum Reserveoffizier entspreche nach Ablauf, Inhalten und Dauer der Ausbildung zum aktiven Offiziersanw&auml;rter des Truppendienstes ohne Studium. Laufbahnrechtlich k&ouml;nnten Reserveoffiziersanw&auml;rter als Offiziersanw&auml;rter &uuml;bernommen und Reserveoffiziere zu Berufsoffizieren ernannt werden. Von dieser M&ouml;glichkeit mache ein Teil der Anw&auml;rter und der Reserveoffiziere tats&auml;chlich Gebrauch. &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG verlange im &Uuml;brigen nicht die Absicht des Kindes, im erlernten Beruf tats&auml;chlich t&auml;tig zu werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse r&uuml;gt die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse beantragt, das FG-Urteil aufzuheben, soweit der Aufhebungs- und R&uuml;ckforderungsbescheid und die Einspruchsentscheidung aufgehoben wurden, und die Klage auch insofern abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zutreffend entschieden, dass der Sohn des Kl&auml;gers als Reserveoffiziersanw&auml;rter f&uuml;r einen Beruf ausgebildet wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r ein vollj&auml;hriges Kind besteht nach &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG Anspruch auf Kindergeld, wenn es f&uuml;r einen Beruf ausgebildet wird. Der Begriff der Berufsausbildung wird vom EStG mehrfach verwendet (z.B. auch in &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;7, &sect;&nbsp;12 Nr.&nbsp;5, &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;2 EStG), aber nicht n&auml;her beschrieben. Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) befindet sich in Berufsausbildung, wer sein Berufsziel noch nicht erreicht hat, sich aber ernsthaft und nachhaltig darauf vorbereitet. Dieser Vorbereitung dienen alle Ma&szlig;nahmen, bei denen Kenntnisse, F&auml;higkeiten und Erfahrungen erworben werden, die als Grundlage f&uuml;r die Aus&uuml;bung des angestrebten Berufs geeignet sind (z.B. Senatsurteil vom 15.&nbsp;M&auml;rz 2012 III&nbsp;R&nbsp;82\/10, BFH\/NV 2012, 1588).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat &#8211;f&uuml;r den Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindend&#8211; festgestellt, dass die vom Sohn des Kl&auml;gers betriebene Ausbildung zum Reserveoffizier der Ausbildung der aktiven Offiziersanw&auml;rter des Truppendienstes ohne Studium entspricht, die nach dem BFH-Urteil vom 16.&nbsp;April 2002 VIII&nbsp;R&nbsp;58\/01 (BFHE 199, 111, BStBl II 2002, 523) eine Berufsausbildung i.S. von &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG hat weiter festgestellt, dass Reserveoffiziersanw&auml;rter wie der Sohn des Kl&auml;gers als Offiziersanw&auml;rter &uuml;bernommen oder Reserveoffiziere nach bestandener Offizierspr&uuml;fung zu Berufsoffizieren ernannt werden k&ouml;nnen. Daher eignet sich die Ausbildung zum Reserveoffiziersanw&auml;rter auch als Grundlage f&uuml;r die Aus&uuml;bung des Offiziersberufs.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Unerheblich ist, dass sich der Sohn des Kl&auml;gers noch nicht festgelegt hat, ob er einen Antrag auf Verl&auml;ngerung der Dienstzeit oder auf &Uuml;bernahme als Berufssoldat stellen, oder am Ende der Dienstzeit als Reserveoffizier aus der Bundeswehr ausscheiden wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Wer sich ernsthaft und nachhaltig F&auml;higkeiten aneignet, die sich als Grundlage f&uuml;r die Aus&uuml;bung eines Berufs eignen, befindet sich auch dann in Berufsausbildung, wenn er diesen Beruf sp&auml;ter tats&auml;chlich nicht aus&uuml;ben will. Nimmt ein Kind an einem regul&auml;ren, typischen Ausbildungsgang teil, so bedarf es keiner weiteren Pr&uuml;fung, wie die dort erlangten Kenntnisse in Zukunft beruflich verwertet werden sollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dies gilt umso mehr, wenn die durch die Ausbildung vermittelten Kenntnisse, F&auml;higkeiten oder Abschl&uuml;sse bzw. Titel auch f&uuml;r andere Berufe n&uuml;tzlich sind, was f&uuml;r die Reserveoffiziersausbildung z.B. wegen der dabei vermittelten fachlichen- und F&uuml;hrungsf&auml;higkeiten oder im Hinblick auf die Anstellung bei einem f&uuml;r die Bundeswehr t&auml;tigen Unternehmen zutrifft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Rechtsprechung hat &#8211;worauf die Familienkasse zutreffend hinweist&#8211; unter Berufsausbildung i.S. von &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG die Erlangung der f&uuml;r die Aus&uuml;bung des angestrebten Berufs geeigneten Grundlagen verstanden (z.B. BFH-Urteile in BFHE 199, 111, BStBl II 2002, 523, betr. freiwilliges soziales Jahr; vom 26.&nbsp;August 2010 III&nbsp;R&nbsp;88\/08, BFH\/NV 2011, 26, betr. Traineet&auml;tigkeit). Dabei wurde indessen eine Ber&uuml;cksichtigung in keinem Falle abgelehnt, weil das Kind nicht einen der Ausbildung entsprechenden Beruf anstrebte. Die gr&uuml;ndliche und systematische Erlangung von berufsn&uuml;tzlichen Kenntnissen wurde vielmehr auch dann als Ausbildung angesehen, wenn das Kind noch keine oder andersartige berufliche Pl&auml;ne hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat hat dementsprechend z.B. in mehreren Entscheidungen zu Au-pair-Verh&auml;ltnissen den Umfang der begleitenden Sprachkurse gepr&uuml;ft und diese als Ausbildung gew&uuml;rdigt, wenn sie mindestens zehn Wochenstunden umfassten, ohne zu er&ouml;rtern, welchen Beruf das Kind anstrebte und ob der Sprachunterricht dazu einen konkreten Bezug aufwies.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Ein Kind wird nicht f&uuml;r einen Beruf ausgebildet, wenn nicht die Erlangung beruflicher Qualifikationen, sondern die Erbringung von Arbeitsleistungen im Vordergrund steht (Senatsurteil in BFH\/NV 2011, 26), oder wenn &#8211;wie regelm&auml;&szlig;ig bei Freiwilligendiensten (Senatsurteil vom 9.&nbsp;Februar 2012 III&nbsp;R&nbsp;78\/09, BFH\/NV 2012, 940)&#8211; die Erlangung sozialer Erfahrungen und die St&auml;rkung des Verantwortungsbewusstseins und nicht die Vorbereitung auf einen Beruf bezweckt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Die konkreten beruflichen Pl&auml;ne eines Kindes k&ouml;nnen jedoch die W&uuml;rdigung von T&auml;tigkeiten beeinflussen, deren Ausbildungscharakter zweifelhaft ist, sofern ein enger Bezug zwischen ihnen und einem sp&auml;teren Studium, einer betrieblichen Ausbildung oder einem angestrebten Beruf besteht. Deshalb kann z.B. ein Sprachaufenthalt im Ausland auch dann als Berufsausbildung anerkannt werden, wenn der Unterricht zwar weniger als zehn Wochenstunden umfasst, aber der Auslandsaufenthalt von einer Ausbildungs- oder Pr&uuml;fungsordnung zwingend vorgeschrieben ist oder dazu dient, ein gutes Ergebnis in einem f&uuml;r die Zulassung zum angestrebten Studium oder zu einer anderweitigen Ausbildung erforderlichen Fremdsprachentest (z.B. TOEFL oder IELTS) zu erlangen (Senatsurteil in BFH\/NV 2012, 1588, betr. Au-pair).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 8.5.2014, III R 41\/13 Reserveoffiziersanw&auml;rterausbildung ist Berufsausbildung Leits&auml;tze Ein Reserveoffiziersanw&auml;rter wird auch dann f&uuml;r einen Beruf ausgebildet, wenn nicht abzusehen ist, ob er einen Antrag auf Verl&auml;ngerung der Dienstzeit oder die &Uuml;bernahme als Berufssoldat stellen oder am Ende seiner Dienstzeit aus der Bundeswehr ausscheiden und sodann einen anderen Beruf ergreifen wird. 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