{"id":63008,"date":"2014-07-31T10:31:37","date_gmt":"2014-07-31T08:31:37","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63008"},"modified":"2014-07-31T10:31:37","modified_gmt":"2014-07-31T08:31:37","slug":"iii-b-101-13-keine-revisionszulassung-wegen-einwendungen-gegen-die-richtigkeit-der-steuerschaetzungen-hinzuschaetzung-in-form-eines-sicherheitszuschlags-bilanzberichtigung-nur-bei-unrichtigem-bilanzan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-101-13-keine-revisionszulassung-wegen-einwendungen-gegen-die-richtigkeit-der-steuerschaetzungen-hinzuschaetzung-in-form-eines-sicherheitszuschlags-bilanzberichtigung-nur-bei-unrichtigem-bilanzan\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;101\/13 &#8211; Keine Revisionszulassung wegen Einwendungen gegen die Richtigkeit der Steuersch&auml;tzungen, Hinzusch&auml;tzung in Form eines Sicherheitszuschlags; Bilanzberichtigung nur bei unrichtigem Bilanzansatz, fehlerhafte gewinnneutrale Einbuchung einer Verbindlichkeit; Vorliegen einer Divergenz"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 2.6.2014, III B 101\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Revisionszulassung wegen Einwendungen gegen die Richtigkeit der Steuersch&auml;tzungen, Hinzusch&auml;tzung in Form eines Sicherheitszuschlags; Bilanzberichtigung nur bei unrichtigem Bilanzansatz, fehlerhafte gewinnneutrale Einbuchung einer Verbindlichkeit; Vorliegen einer Divergenz<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) betrieb von 1999 an zusammen mit Herrn A in der Form der Gesellschaft b&uuml;rgerlichen Rechts (GbR) ein Eiscaf&eacute;. Im Jahr 2007 wurde &uuml;ber das Verm&ouml;gen des Gesellschafters A das Insolvenzverfahren er&ouml;ffnet, was dazu f&uuml;hrte, dass Herr A gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 des Gesellschaftsvertrages aus der GbR ausschied und der Kl&auml;ger als einziger verbleibender Gesellschafter Rechtsnachfolger der GbR wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) f&uuml;hrte bei der GbR eine Au&szlig;enpr&uuml;fung durch. Nach Auffassung des Pr&uuml;fers wies die nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) erstellte Buchf&uuml;hrung f&uuml;r das Jahr 2004 formelle und materielle M&auml;ngel auf, so dass sie der Besteuerung nicht zugrunde gelegt werden k&ouml;nnte. Die H&ouml;he der vom Pr&uuml;fer vorgenommenen Hinzusch&auml;tzungen orientierte sich an der f&uuml;r das Vorjahr durchgef&uuml;hrten Ausbeutekalkulation.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen der Einreichung der Feststellungserkl&auml;rungen wurden in der Gewinnermittlung des Jahres 2005 &uuml;ber das Kapitalkonto Verbindlichkeiten gegen&uuml;ber der Deutschen Rentenversicherung als Sozialversicherungstr&auml;ger eingebucht, die aus einer Pr&uuml;fung und Nachforderung von nicht abgef&uuml;hrten Sozialabgaben der Vorjahre gegen&uuml;ber der Sozialversicherung resultierten. Eine Gewinnminderung in der Gewinn- und Verlustrechnung in H&ouml;he dieser Verbindlichkeiten fand im Jahr 2005 nicht statt. Im Streitjahr 2006 schloss der Kl&auml;ger mit der Deutschen Rentenversicherung w&auml;hrend des Widerspruchsverfahrens einen Vergleich. Der Nachzahlungsbetrag wurde gemindert. Der Kl&auml;ger erfasste zun&auml;chst den geminderten Betrag als Ertrag. Sp&auml;ter vertrat er die Ansicht, dass der Ertrag nicht dem Wirtschaftsjahr 2006 zuzurechnen sei. Vielmehr m&uuml;sse der Betrag im Jahr 2006 erfolgsneutral (und nicht wie tats&auml;chlich erfolgswirksam) korrigiert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen nach erfolglosem Vorverfahren erhobene Klage war nur teilweise erfolgreich. Das Finanzgericht (FG) sah zwar die Sch&auml;tzungsbefugnis des FA als gegeben an, reduzierte aber den Hinzusch&auml;tzungsbetrag. F&uuml;r das Streitjahr 2006 wies es die Klage als unbegr&uuml;ndet ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner wegen der Nichtzulassung der Revision eingelegten Beschwerde macht der Kl&auml;ger die Revisionszulassungsgr&uuml;nde des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nrn.&nbsp;1 bis 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet und durch Beschluss zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 FGO). Die vom Kl&auml;ger geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde liegen weder f&uuml;r das Streitjahr 2004 noch f&uuml;r das Streitjahr 2006 vor, soweit sie &uuml;berhaupt in einer den Darlegungsanforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO gen&uuml;genden Form geltend gemacht wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist f&uuml;r das Streitjahr 2004 nicht wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache zuzulassen (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Macht der Kl&auml;ger geltend, die Rechtssache habe grunds&auml;tzliche Bedeutung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO), so muss er zun&auml;chst eine bestimmte f&uuml;r die Entscheidung des Streitfalls erhebliche abstrakte Rechtsfrage herausstellen. Daf&uuml;r ist erforderlich, dass er die entscheidungserhebliche Rechtsfrage hinreichend konkretisiert. Des Weiteren muss in der Beschwerdebegr&uuml;ndung schl&uuml;ssig und substantiiert unter Auseinandersetzung mit den zur aufgeworfenen Rechtsfrage in Rechtsprechung und Schrifttum vertretenen Auffassungen dargetan werden, weshalb die f&uuml;r bedeutsam gehaltene Rechtsfrage im Allgemeininteresse kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im Streitfall kl&auml;rbar ist. Dazu muss dargelegt werden, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Beantwortung der Frage zweifelhaft und streitig ist (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 14.&nbsp;November 2011 III&nbsp;B&nbsp;8\/11, BFH\/NV 2012, 221, und vom 11.&nbsp;April 2012 X&nbsp;B&nbsp;56\/11, BFH\/NV 2012, 1331; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;116 Rz&nbsp;32, m.w.N.). Hat der BFH bereits fr&uuml;her &uuml;ber die Rechtsfrage entschieden, muss der Beschwerdef&uuml;hrer dar&uuml;ber hinaus begr&uuml;nden, weshalb er gleichwohl eine erneute Entscheidung zu dieser Frage f&uuml;r erforderlich h&auml;lt. Hierzu muss er substantiiert vortragen, inwiefern und aus welchen Gr&uuml;nden die h&ouml;chstrichterlich beantwortete Frage weiterhin umstritten ist, insbesondere welche neuen und gewichtigen, vom BFH noch nicht gepr&uuml;ften Argumente in der Rechtsprechung der Finanzgerichte und\/oder in der Literatur gegen die Rechtsprechung des BFH vorgebracht worden sind (st&auml;ndige BFH-Rechtsprechung, z.B. Senatsbeschl&uuml;sse vom 28.&nbsp;September 2000 III&nbsp;B&nbsp;126\/98, BFH\/NV 2001, 461; vom 21.&nbsp;Januar 2013 III&nbsp;B&nbsp;167\/11, BFH\/NV 2013, 754).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Kl&auml;ger h&auml;lt die Rechtsfrage f&uuml;r kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und kl&auml;rbar, ob &quot;die vielfach formellen M&auml;ngel zu materiellen M&auml;ngeln f&uuml;hren&quot;. Da die Beantwortung dieser Frage von den Umst&auml;nden des Einzelfalls abh&auml;ngt, fehlt es bereits an einer hinreichend konkreten Rechtsfrage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Mit der vom Kl&auml;ger formulierten Rechtsfrage, &quot;ob bei formellen M&auml;ngeln das sachliche Gewicht f&uuml;r jede Gruppe der formellen M&auml;ngel zu pr&uuml;fen ist mit der Ma&szlig;gabe, dass insoweit Zusch&auml;tzungen vorzunehmen sind, die in sich schl&uuml;ssig sind und deren Ergebnis wirtschaftlich vern&uuml;nftig und m&ouml;glich ist oder ob wie unstrittig bei materiellen M&auml;ngeln entschieden, dass eine Hinzusch&auml;tzung zum Umsatz bis zu einer H&ouml;he von 20&nbsp;% als angemessen angesehen werden kann&quot;, legt der Kl&auml;ger auch keine kl&auml;rungsbed&uuml;rftige und in einem k&uuml;nftigen Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hige Frage dar. Vielmehr wendet sich der Kl&auml;ger &#8211;wie auch der deutliche Bezug der angeblichen &quot;Rechtsfrage&quot; auf die Besonderheiten des Streitfalls zeigt&#8211; im Kern gegen die Sch&auml;tzung von Besteuerungsgrundlagen durch das FG, die zu den vom FG zu treffenden Tatsachenfeststellungen geh&ouml;rt; diese erfassen auch die Sch&auml;tzungsmethode (BFH-Beschluss vom 24.&nbsp;M&auml;rz 2010 VI&nbsp;B&nbsp;132\/09, BFH\/NV 2010, 1828, m.w.N.). Die R&uuml;ge der falschen Rechtsanwendung und tats&auml;chlichen W&uuml;rdigung des Streitfalls durch das FG im Rahmen einer Sch&auml;tzung ist im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren grunds&auml;tzlich unbeachtlich (BFH-Beschluss vom 14.&nbsp;Mai 2013 X&nbsp;B&nbsp;176\/12, BFH\/NV 2013, 1445, m.w.N.). Dies gilt insbesondere f&uuml;r Einw&auml;nde gegen die Richtigkeit von Sch&auml;tzungen der Besteuerungsgrundlagen, wie Verst&ouml;&szlig;e gegen anerkannte Sch&auml;tzungsgrunds&auml;tze, Denkgesetze und Erfahrungss&auml;tze sowie materielle Rechtsfehler (BFH-Beschluss vom 10.&nbsp;Mai 2012 X&nbsp;B&nbsp;71\/11, BFH\/NV 2012, 1461).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen sind die Grunds&auml;tze der Sch&auml;tzungen in der Rechtsprechung gekl&auml;rt. Die gewonnenen Sch&auml;tzergebnisse m&uuml;ssen schl&uuml;ssig, wirtschaftlich m&ouml;glich und vern&uuml;nftig sein. Deshalb sind alle m&ouml;glichen Anhaltspunkte, u.a. auch das Vorbringen des Steuerpflichtigen oder eine an sich fehlerhafte Buchf&uuml;hrung zu beachten und alle M&ouml;glichkeiten auszusch&ouml;pfen, um im Rahmen des der Finanzbeh&ouml;rde Zumutbaren die Besteuerungsgrundlagen wenigstens teilweise zu ermitteln. Auf der anderen Seite ist aber auch das Ma&szlig; der Verletzung der dem Steuerpflichtigen obliegenden Mitwirkungspflichten zu ber&uuml;cksichtigen. Deshalb ist es gerechtfertigt, bei einer Pflichtverletzung des Steuerpflichtigen, insbesondere bei einer nicht ordnungsgem&auml;&szlig;en Buchf&uuml;hrung, einen Sicherheitszuschlag vorzunehmen (BFH-Beschluss vom 5.&nbsp;Dezember 2007 X&nbsp;B&nbsp;4\/07, BFH\/NV 2008, 587, m.w.N.). Der Sicherheitszuschlag l&auml;sst sich dabei als eine griffweise Sch&auml;tzung, die in einem vern&uuml;nftigen Verh&auml;ltnis zu den erkl&auml;rten oder nicht verbuchten Ums&auml;tzen steht, charakterisieren (Senatsbeschluss vom 1.&nbsp;Dezember 1998 III&nbsp;B&nbsp;78\/97, BFH\/NV 1999, 741; BFH-Urteil vom 26.&nbsp;Oktober 1994 X&nbsp;R&nbsp;114\/92, BFH\/NV 1995, 373). Die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung hat dar&uuml;ber hinaus au&szlig;er den allgemeinen Sch&auml;tzungsgrunds&auml;tzen auch keine festen Regeln festgelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist f&uuml;r das Streitjahr 2004 auch nicht wegen der Erforderlichkeit einer Entscheidung des BFH zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Soweit der Kl&auml;ger f&uuml;r das Streitjahr 2004 die Zulassung der Revision mit der Begr&uuml;ndung begehrt, das FG habe entgegen der Rechtsprechung des BFH in seinem Urteil vom 7.&nbsp;Juni 2000 III&nbsp;R&nbsp;82\/97 (BFH\/NV 2000, 1462) die zahlreichen unwesentlichen Buchf&uuml;hrungsm&auml;ngel und nicht das sachliche Gewicht des formellen Buchungsf&uuml;hrungsfehlers f&uuml;r entscheidungserheblich gehalten, hat der Kl&auml;ger keine die Revisionszulassung rechtfertigende Divergenz substantiiert dargelegt. Wird geltend gemacht, die angefochtene Entscheidung des FG weiche i.S. von &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO von der Entscheidung eines anderen Gerichts ab, dann sind die tragenden Erw&auml;gungen der angefochtenen Entscheidung und der (angeblichen) Divergenzentscheidung so herauszuarbeiten und gegen&uuml;berzustellen, dass eine Abweichung im grunds&auml;tzlichen Ansatz erkennbar wird (vgl. Senatsbeschluss vom 12.&nbsp;Oktober 2011 III&nbsp;B&nbsp;56\/11, BFH\/NV 2012, 178, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diesen Anforderungen gen&uuml;gt die Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht. Die geltend gemachte Abweichung vom Urteil des BFH in BFH\/NV 2010, 1462 liegt nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der BFH f&uuml;hrte in seiner Entscheidung in BFH\/NV 2000, 1462 aus, dass bei der Beurteilung eines Buchf&uuml;hrungsfehlers nicht auf die formale Bedeutung des Buchf&uuml;hrungsmangels, sondern auf dessen sachliches Gewicht abzustellen ist. Weiter w&uuml;rden Buchf&uuml;hrungsm&auml;ngel nur dann eine Hinzusch&auml;tzung rechtfertigen, wenn Anlass bestehe, auch an der sachlichen Richtigkeit des ausgewiesenen Buchf&uuml;hrungsergebnisses zu zweifeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit diesen Grunds&auml;tzen steht das Urteil des FG im Einklang. Das FG hat in seiner Entscheidung aufgrund der zahlreichen formellen Buchf&uuml;hrungsm&auml;ngel und einer umfassenden Gesamtw&uuml;rdigung der Umst&auml;nde des Einzelfalls die &Uuml;berzeugung gewonnen, dass die formellen M&auml;ngel auch Anlass gegeben h&auml;tten, die sachliche Richtigkeit des Buchf&uuml;hrungsergebnisses anzuzweifeln. Die aus dem Gesamtergebnis des Verfahrens gewonnene &Uuml;berzeugung hat das FG auch in seiner Entscheidung dargelegt. Soweit der Kl&auml;ger das Ergebnis der Gesamtw&uuml;rdigung beanstandet, wird damit keine Divergenz i.S. von &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 FGO dargetan. Die Ausf&uuml;hrungen des Kl&auml;gers beschr&auml;nken sich darauf, unter Darlegung einzelner Gesichtspunkte darzutun, die angefochtene Entscheidung habe die von der BFH-Rechtsprechung aufgestellten Grunds&auml;tze unzutreffend angewandt. Ein solcher Vortrag ist aber nicht ausreichend, weil eine Divergenz i.S. von &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO dann nicht gegeben ist, wenn das FG zwar von dem in der Divergenzentscheidung aufgestellten abstrakten Rechtssatz ausgegangen ist, diesen aber (angeblich) im Ergebnis falsch auf den konkreten Streitfall angewendet hat (BFH-Beschl&uuml;sse vom 22.&nbsp;Oktober 2007 X&nbsp;B&nbsp;137\/07, juris; vom 2.&nbsp;August 2013 X&nbsp;B&nbsp;93\/12, BFH\/NV 2013, 1782).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Soweit der Kl&auml;ger mit dem Vortrag, das FG habe ohne Begr&uuml;ndung den vom gerichtseigenen Pr&uuml;fer vorgeschlagenen Sicherheitszuschlag um 50&nbsp;% erh&ouml;ht und damit gegen anerkannte Sch&auml;tzungsgrunds&auml;tze versto&szlig;en, eine Zulassung der Revision wegen der Erforderlichkeit einer Entscheidung des BFH zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO) erreichen will, ist auch dieser Zulassungsgrund nicht ordnungsgem&auml;&szlig; dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar ist die Revision gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO auch dann zuzulassen, wenn die Entscheidung des FG in einem solchen Ma&szlig;e fehlerhaft ist, dass das Vertrauen in die Rechtsprechung nur durch eine h&ouml;chstrichterliche Korrektur der finanzgerichtlichen Entscheidung wiederhergestellt werden kann (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 5.&nbsp;September 2011 X&nbsp;B&nbsp;144\/10, BFH\/NV 2012, 3, m.w.N.); die Entscheidung muss objektiv willk&uuml;rlich erscheinen oder greifbar gesetzwidrig sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger hat das Vorliegen einer solchen Konstellation aber nicht schl&uuml;ssig dargelegt. Bei einer Sch&auml;tzung bejaht der BFH eine &quot;objektive Willk&uuml;r&quot; im vorgenannten Sinn nur dann, wenn das vom FG gefundene Sch&auml;tzungsergebnis schlechthin unvertretbar (wirtschaftlich unm&ouml;glich) ist oder krass von den tats&auml;chlichen Gegebenheiten abweicht und in keiner Weise erkennbar ist, dass &uuml;berhaupt Sch&auml;tzungserw&auml;gungen angestellt worden sind (BFH-Beschluss vom 4.&nbsp;August 2010 X&nbsp;B&nbsp;198\/09, BFH\/NV 2010, 2102, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Voraussetzungen liegen im Streitfall nicht vor. Zum einen ist es &#8211;wie bereits dargelegt&#8211; grunds&auml;tzlich gerechtfertigt, bei einer Pflichtverletzung des Steuerpflichtigen im Wege der griffweisen Sch&auml;tzung einen Unsicherheitszuschlag vorzunehmen. Zum anderen kann die Frage, in welcher H&ouml;he zu sch&auml;tzen ist, grunds&auml;tzlich nicht mit der Nichtzulassungsbeschwerde geltend gemacht werden. Dar&uuml;ber hinaus verst&ouml;&szlig;t die Hinzusch&auml;tzung mit einem Sicherheitszuschlag in H&ouml;he von 15&nbsp;% der Ums&auml;tze weder gegen das Willk&uuml;rverbot noch ist das Ergebnis wirtschaftlich unm&ouml;glich. Sowohl die H&ouml;he des Sicherheitszuschlags als auch die Begrenzung auf die Au&szlig;er-Haus-Ums&auml;tze erscheinen vor dem Hintergrund der nicht ordnungsgem&auml;&szlig;en Buchf&uuml;hrung als vertretbar und angemessen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Soweit der Kl&auml;ger vortr&auml;gt, das FG habe seine Sachaufkl&auml;rungspflicht dadurch verletzt, dass es f&uuml;r das Streitjahr 2004 nicht gepr&uuml;ft habe, &quot;ob und in welchem Umfang die einzelnen Feststellungen zu den formellen Fehlern lt. Betriebspr&uuml;fungsbericht bzw. lt. Bericht des gerichtseigenen Pr&uuml;fers die sachliche Richtigkeit des ausgewiesenen Pr&uuml;fungsergebnisses&quot; h&auml;tten zweifelhaft erscheinen lassen, erf&uuml;llt das Vorbringen nicht die Voraussetzungen einer ordnungsgem&auml;&szlig;en Bezeichnung eines Verfahrensmangels i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO. Mit Einw&auml;nden gegen die Richtigkeit der Tatsachenw&uuml;rdigung wird kein Verfahrensmangel, sondern ein materieller Mangel geltend gemacht, der eine Revisionszulassung nicht rechtfertigt (Senatsbeschluss vom 21.&nbsp;Januar 2013 III&nbsp;B&nbsp;167\/11, BFH\/NV 2013, 754).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Ebenso wenig liegen die Voraussetzungen f&uuml;r die Zulassung der Revision vor, soweit der Kl&auml;ger sich gegen die nicht vorgenommene Gewinnminderung im Streitjahr 2006 wendet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Revision ist nicht wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) oder zur Fortbildung des Rechts (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache oder zur Fortbildung des Rechts erfordert in beiden F&auml;llen, dass es sich um kl&auml;rungsbed&uuml;rftige, entscheidungserhebliche und kl&auml;rbare Rechtsfragen von allgemeinem Interesse handelt (z.B. Senatsbeschl&uuml;sse vom 6.&nbsp;Juni 2006 III&nbsp;B&nbsp;202\/05, BFH\/NV 2006, 1653, und vom 9.&nbsp;Januar 2013 III&nbsp;B&nbsp;27\/12, BFH\/NV 2013, 588). Die Rechtsfrage ist nicht kl&auml;rungsf&auml;hig, wenn die Entscheidung des FG nicht von ihrer Beantwortung abh&auml;ngig ist (BFH-Beschluss vom 4.&nbsp;November 2009 VI&nbsp;B&nbsp;43\/09, BFH\/NV 2010, 852). Ausgehend von diesen Grunds&auml;tzen kommt der vom Kl&auml;ger aufgeworfenen Rechtsfrage keine grunds&auml;tzliche Bedeutung zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinsichtlich der vom Kl&auml;ger aufgeworfenen Frage, ob es f&uuml;r eine Bilanzberichtigung darauf ankomme, ob die Ursache f&uuml;r die Bilanzberichtigung erfolgswirksam oder erfolgsneutral behandelt worden sei oder ob, wie das FG meine, fiktiv eine vermeintlich richtige Buchung zu unterstellen sei, wird die Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit und Kl&auml;rungsf&auml;higkeit lediglich behauptet, aber nicht substantiiert erkennbar gemacht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Frage einer erfolgsneutralen Bilanzberichtigung stellt sich im Streitfall nicht und ist daher nicht kl&auml;rbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r eine Bilanzberichtigung (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 EStG) ist nur dann Raum, wenn zu dem ma&szlig;geblichen Stichtag noch ein Bilanzierungsfehler vorliegt (BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Dezember 2009 IV&nbsp;R&nbsp;18\/07, BFH\/NV 2010, 1419). Im vorliegenden Fall war auf der Passivseite der Schlussbilanz zum 31.&nbsp;Dezember 2005 bzw. der Er&ouml;ffnungsbilanz zum 1.&nbsp;Januar 2006 der Schuldposten Verbindlichkeiten zu Recht in der angegebenen H&ouml;he angesetzt worden, da zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung nach den tats&auml;chlichen Feststellungen eine Verbindlichkeit in der ausgewiesenen H&ouml;he gegen&uuml;ber der Deutschen Rentenversicherung bestand. Der Bilanzansatz verstie&szlig; weder dem Grunde noch der H&ouml;he nach gegen ein handels- oder steuerrechtliches Bilanzierungsverbot oder &#8211;gebot. Die urspr&uuml;nglich fehlerhafte gewinnneutrale Einbuchung der Verbindlichkeit macht den Bilanzansatz nicht fehlerhaft, so dass diese auch nicht durch eine sp&auml;tere gewinnneutrale Ausbuchung im Wege der Bilanzberichtigung korrigiert werden kann (BFH-Urteile in BFH\/NV 2010, 1419; vom 26.&nbsp;Juni 1996 XI&nbsp;R&nbsp;41\/95, BFHE 180, 572, BStBl II 1996, 601). Der Fehler der gewinnneutralen Einbuchung beruht nicht auf der Zweischneidigkeit der Bilanz (Schmidt\/Heinicke, EStG, 33.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;710). Das FG hat dementsprechend nach seiner zutreffenden materiellen Rechtsansicht eine Bilanzberichtigung abgelehnt. Soweit im Streitjahr 2006 die Verbindlichkeit aufgrund des mit der Deutschen Rentenversicherung abgeschlossenen Vergleichs entfallen ist, ist somit die hierdurch bedingte Erh&ouml;hung des Betriebsverm&ouml;gens als laufender Gewinn zu erfassen (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Mit dem weiteren Vorbringen des Kl&auml;gers, die Grenzen des Bilanzzusammenhangs seien zweifelhaft und umstritten und bed&uuml;rften daher dringend einer gesetzlichen Regelung und einer Entscheidung des BFH zur Rechtsfortbildung, legt der Kl&auml;ger keinen Revisionszulassungsgrund in der nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO erforderlichen Weise dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Mit dem Vortrag, das FG habe das Schreiben des Kl&auml;gers vom 6.&nbsp;Juni 2013 nicht ber&uuml;cksichtigt, in dem der Kl&auml;ger im Einzelnen dargelegt habe, warum es sich bei dem Ansatz der Verbindlichkeiten um einen falschen Bilanzansatz gehandelt habe, kann die R&uuml;ge enthalten sein, das FG habe gegen die Verpflichtung nach &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO versto&szlig;en, den Inhalt der vorliegenden Akte vollst&auml;ndig zu ber&uuml;cksichtigen. Die Nichtber&uuml;cksichtigung von Umst&auml;nden, die richtigerweise &#8211;ausgehend von der materiellen Rechtsauffassung des Gerichts&#8211; in die Beweis- oder Tatsachenw&uuml;rdigung h&auml;tten einflie&szlig;en m&uuml;ssen, kann verfahrensfehlerhaft sein, wenn das FG Teile des Gesamtergebnisses des Verfahrens unber&uuml;cksichtigt l&auml;sst (BFH-Beschluss vom 16.&nbsp;August 2007 VIII&nbsp;B&nbsp;210\/06, BFH\/NV 2007, 2286). Eine Verletzung von &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO liegt hingegen nicht bereits deshalb vor, weil das FG den ihm vorliegenden Akteninhalt nicht entsprechend den Vorstellungen eines Beteiligten gew&uuml;rdigt hat (BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;August 2006 V&nbsp;B&nbsp;86\/05, BFH\/NV 2006, 2289).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Letztlich wendet sich der Kl&auml;ger mit seinem Vorbringen gegen die rechtliche W&uuml;rdigung des FG, einen fehlerhaften Bilanzansatz zu verneinen. Mit dem Vortrag einer vermeintlich fehlerhaften Rechtsanwendung l&auml;sst sich jedoch die Zulassung der Revision grunds&auml;tzlich nicht erreichen (Senatsbeschluss vom 22.&nbsp;November 2012 III&nbsp;B&nbsp;232\/11, BFH\/NV 2013, 242).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Auf weitere Ausf&uuml;hrungen wird gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO verzichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 2.6.2014, III B 101\/13 Keine Revisionszulassung wegen Einwendungen gegen die Richtigkeit der Steuersch&auml;tzungen, Hinzusch&auml;tzung in Form eines Sicherheitszuschlags; Bilanzberichtigung nur bei unrichtigem Bilanzansatz, fehlerhafte gewinnneutrale Einbuchung einer Verbindlichkeit; Vorliegen einer Divergenz Tatbestand 1&nbsp; I. 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