{"id":63010,"date":"2014-07-31T10:31:45","date_gmt":"2014-07-31T08:31:45","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63010"},"modified":"2014-07-31T10:31:46","modified_gmt":"2014-07-31T08:31:46","slug":"x-b-102-13-rentenbesteuerung-und-nominalwertprinzip","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-102-13-rentenbesteuerung-und-nominalwertprinzip\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;102\/13 &#8211; Rentenbesteuerung und Nominalwertprinzip"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 5.6.2014, X B 102\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Rentenbesteuerung und Nominalwertprinzip<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger), der im Dezember 2006 sein 65.&nbsp;Lebensjahr vollendet hatte und im Streitjahr 2007 mit der Kl&auml;gerin zusammen zur Einkommensteuer veranlagt wurde, erhielt ab dem 1.&nbsp;Januar 2007 eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Diese Rente bezog der Kl&auml;ger, der als Rechtsanwalt selbst&auml;ndig t&auml;tig gewesen war, aufgrund seiner freiwillig begr&uuml;ndeten Mitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung. 54&nbsp;% der im Streitjahr zugeflossenen Jahresrente wurden als steuerpflichtiger Teil im Einkommensteuerbescheid entsprechend &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) ausgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger waren der Auffassung, die Art der Besteuerung dieser Rente sei verfassungswidrig, da der Kl&auml;ger als freiwillig Pflichtversicherter die gesamten Beitr&auml;ge nur im Rahmen eines unzureichenden Sonderausgabenabzugs in der Vergangenheit steuerlich habe geltend machen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage blieben erfolglos. Das Finanzgericht (FG) ermittelte in seinem Urteil vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2013&nbsp;&nbsp;9&nbsp;K&nbsp;2919\/09 einen zu erwartenden nicht der Besteuerung unterliegenden Rentenbezug des Kl&auml;gers in H&ouml;he von 129.915&nbsp;EUR und ausgehend von den vom Kl&auml;ger geleisteten Rentenbeitr&auml;gen in H&ouml;he von insgesamt 171.391,09&nbsp;EUR unter Zugrundelegung quotaler gesetzlicher Sonderausgabenh&ouml;chstbetr&auml;ge nur f&uuml;r die Jahre ab 1980 aus versteuertem Einkommen gezahlte Rentenversicherungsbeitr&auml;ge in H&ouml;he von 112.899,90&nbsp;EUR. Vor diesem Hintergrund verzichtete das FG aus prozess&ouml;konomischen Gr&uuml;nden f&uuml;r die vor 1980 liegenden Veranlagungszeitr&auml;ume auf die Einbeziehung der geltend gemachten Sonderausgaben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ihre Nichtzulassungsbeschwerde st&uuml;tzen die Kl&auml;ger auf die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). F&uuml;r freiwillig Pflichtversicherte habe die Senatsentscheidung vom 19.&nbsp;Januar 2010 X&nbsp;R&nbsp;53\/08 (BFHE 228, 223, BStBl II 2011, 567) keine Kl&auml;rung geschaffen. Auch stehe Pflichtversicherten wie dem Kl&auml;ger Vertrauensschutz zu, wenn sie vor den ersten Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) in die gesetzliche Pflichtversicherung freiwillig eingetreten seien. Aufgrund seines Alters sei ihm auch bei dessen Gr&uuml;ndung in 1988 ein Wechsel in das f&uuml;r ihn zust&auml;ndige Rechtsanwaltsversorgungswerk &#8211;anders als vom FG angenommen&#8211; nicht m&ouml;glich gewesen. Das Nominalwertprinzip, das vom FG zugrunde gelegt worden sei, f&uuml;hre im vorliegenden Fall aufgrund des langen Zeitraums von 54&nbsp;Jahren (Rentenbeitragsphase und Rentenbezugsphase) zu einem ungerechten Ergebnis. F&auml;lschlicherweise habe das FG eine quotale Aufteilung des Sonderausgabenabzugs vorgenommen, obwohl es aufgrund der vorrangig zu bedienenden privaten Lebensversicherungen im konkreten Fall keinen Raum f&uuml;r weiteren Sonderausgabenabzug gegeben habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist &#8211;soweit die Begr&uuml;ndung den Darlegungsanforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO gen&uuml;gt&#8211; jedenfalls unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Macht ein Beschwerdef&uuml;hrer die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO geltend, so hat er ausf&uuml;hrlich darzulegen, aus welchen Gr&uuml;nden eine im Streitfall entscheidungserhebliche Rechtsfrage im allgemeinen Interesse der Kl&auml;rung bedarf. Hierbei ist darauf einzugehen, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Beantwortung der Rechtsfrage zweifelhaft und strittig ist. Hat der Bundesfinanzhof (BFH) bereits fr&uuml;her &uuml;ber die Rechtsfrage entschieden, muss der Beschwerdef&uuml;hrer begr&uuml;nden, weshalb er gleichwohl eine erneute Entscheidung des BFH zu dieser Frage im Interesse der Allgemeinheit f&uuml;r erforderlich h&auml;lt. Insbesondere muss er dartun, welche neuen und gewichtigen, vom BFH noch nicht gepr&uuml;ften Argumente in der Rechtsprechung der Finanzgerichte und\/oder der Literatur gegen die Rechtsauffassung des BFH vorgebracht worden sind (z.B. Senatsbeschluss vom 18.&nbsp;Juli 2013 X&nbsp;B&nbsp;242\/12, BFH\/NV 2013, 1576).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Eine Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache kommt danach nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Bereits im Senatsurteil vom 26.&nbsp;November 2008 X&nbsp;R&nbsp;15\/07 (BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710, unter II.2.b) hat der Senat dargestellt, dass aus Gr&uuml;nden der Praktikabilit&auml;t und Administrierbarkeit in verfassungsrechtlich nicht zu beanstandender Weise die Alterseink&uuml;nfte der vormals selbst&auml;ndig t&auml;tigen Rentner und die der vormals nichtselbst&auml;ndig t&auml;tigen Rentner in einem zeitlich begrenzten Rahmen trotz der unterschiedlichen steuerlichen Vorbelastung der entsprechenden Altersvorsorgeaufwendungen in einem &Uuml;bergangszeitraum mit demselben Anteil besteuert werden k&ouml;nnen. Der Gesetzgeber tr&auml;gt dadurch dem Gesichtspunkt Rechnung, dass es im Rahmen der Rentenbesteuerung und damit in einem Massenverfahren einer einfachen, praktikablen und gesamtwirtschaftlich tragbaren L&ouml;sung bedarf. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die Ausf&uuml;hrungen in dem Senatsurteil in BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710, unter II.2.b verwiesen. Die dagegen erhobene Verfassungsbeschwerde wurde nicht zur Entscheidung angenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>An diesen Grunds&auml;tzen h&auml;lt der Senat fest. Er vermag vorliegend auch keinen Grund erkennen, von dieser Einsch&auml;tzung deshalb abzur&uuml;cken, weil der Kl&auml;ger freiwillig die gesetzliche Rentenversicherung gew&auml;hlt hat und aufgrund seines Alters keine M&ouml;glichkeit hatte, in ein berufsst&auml;ndisches Versorgungswerk zu wechseln. Schlie&szlig;lich w&auml;ren selbst im Fall eines solchen Beitritts die gleichen Beitr&auml;ge &#8211;Arbeitnehmer- wie Arbeitgeberbeitr&auml;ge&#8211; zu entrichten gewesen. Sowohl die Beitragszahlungen an Versorgungswerke wie auch die Pflichtbeitr&auml;ge, die an die gesetzliche Rentenversicherung zu leisten sind, sind gesetzlich geschuldet. Lediglich die H&ouml;he der sp&auml;teren Leibrente h&auml;tte variieren k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit deshalb jenseits der einkommensteuerlichen Belastung Be- und Entlastungswirkungen auftreten, wenn der Steuerpflichtige &#8211;anders als der Kl&auml;ger&#8211; die M&ouml;glichkeit zum Eintritt in ein berufsst&auml;ndisches Versorgungswerk gehabt h&auml;tte, sind diese nach der Rechtsprechung des BVerfG selbst bei der verfassungsrechtlichen W&uuml;rdigung der Normen des EStG am Ma&szlig;stab des Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (GG) ohne Belang (vgl. Senatsbeschluss vom 17.&nbsp;August 2011 X&nbsp;B&nbsp;217\/10, BFH\/NV 2011, 2082). Nichts anderes kann sich im vorliegenden Fall ergeben. Die von den Kl&auml;gern dargelegten Besonderheiten insoweit betreffen diese au&szlig;ersteuerlichen Effekte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Mit dem Einwand der Kl&auml;ger, die ge&auml;nderte Besteuerung der Renteneink&uuml;nfte versto&szlig;e gegen den rechtsstaatlichen Grundsatz des Vertrauensschutzes, hat sich der erkennende Senat bereits ausf&uuml;hrlich besch&auml;ftigt und in der tatbestandlichen R&uuml;ckankn&uuml;pfung (sog. unechte R&uuml;ckwirkung) keinen Verfassungsversto&szlig; gesehen. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die Ausf&uuml;hrungen im Senatsurteil vom 4.&nbsp;Februar 2010 X&nbsp;R&nbsp;58\/08 (BFHE 228, 326, BStBl II 2011, 579, unter B.II.2.) verwiesen. Danach kam die Entscheidung des BVerfG in seinem Urteil vom 6.&nbsp;M&auml;rz 2002&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;17\/99 (BVerfGE 105, 73, BStBl II 2002, 618) nach den sog. Appellbeschl&uuml;ssen vom 26.&nbsp;M&auml;rz 1980&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;121\/76, 1&nbsp;BvR&nbsp;122\/76 (BVerfGE 54, 11, BStBl II 1980, 545) und vom 24.&nbsp;Juni 1992&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;459\/87, 1&nbsp;BvR&nbsp;467\/87 (BVerfGE 86, 369, BStBl II 1992, 774) nicht unerwartet, sondern war nur die folgerichtige Konsequenz seiner bisherigen Rechtsprechung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein wesentlicher Unterschied zu dem in BFHE 228, 326, BStBl II 2011, 579 zugrundeliegenden Sachverhalt ist nicht erkennbar. Wie im vorliegenden Fall hatte der damalige Kl&auml;ger (auch) Beitr&auml;ge an die gesetzliche Rentenversicherung neben Leistungen an eine befreiende Lebensversicherung entrichtet, und zwar seit dem 1.&nbsp;Januar 1968, also sogar ab Beginn der Beitragszahlungen des Kl&auml;gers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unabh&auml;ngig von der Frage, ob ein Steuerpflichtiger, der vor dem Beschluss in BVerfGE 54, 11, BStBl II 1980, 545 freiwillig der gesetzlichen Rentenversicherung beitrat, einen besonderen Vertrauensschutz genie&szlig;t, hat der Senat in BFHE 228, 326, BStBl II 2011, 579 entschieden, die &Auml;nderung der Rentenbesteuerung durch das Alterseink&uuml;nftegesetz halte auch einer einzelfallbezogenen Abw&auml;gung zwischen dem Ausma&szlig; des durch die Gesetzes&auml;nderung verursachten Vertrauensschadens und der Beeintr&auml;chtigung der gesch&uuml;tzten Grundrechtspositionen des Einzelnen (insbesondere Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1, Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;1, Art.&nbsp;14 GG) einerseits und der Bedeutung des gesetzgeberischen Anliegens f&uuml;r das Gemeinwohl andererseits stand (vgl. weiterf&uuml;hrend Senatsurteil in BFHE 228, 326, BStBl II 2011, 579, unter B.II.2.b&nbsp;bb). Es kommt deshalb, anders als von den Kl&auml;gern angenommen, nicht darauf an, dass der Kl&auml;ger hier bereits 1968 und damit vor Bekanntgabe des Beschlusses in BVerfGE 54, 11, BStBl II 1980, 545 freiwillig der gesetzlichen Rentenversicherung beitrat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Bei der Pr&uuml;fung eines Versto&szlig;es gegen das Verbot der Doppelbesteuerung bei der Berechnung der jeweiligen Steuerbelastung der Rentenversicherungsbeitr&auml;ge bzw. der Steuerbelastung der Renteneink&uuml;nfte ist das Nominalwertprinzip zugrunde zu legen. Zu diesem Ergebnis kam der Senat vor dem Hintergrund der Inflationsentwicklung der letzten Jahrzehnte bereits in den Urteilen in BFHE 228, 223, BStBl II 2011, 567 (dort unter B.II.5.) und in BFHE 228, 326, BStBl II 2011, 579 (dort unter B.II.4.b). An dieser Einsch&auml;tzung h&auml;lt der Senat fest und sieht &#8211;auch angesichts der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Lage seit 2008&#8211; vorliegend keinen Grund hiervon abzuweichen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Soweit sich die Kl&auml;ger gegen die quotale Aufteilung des gesetzlichen Sonderausgabenh&ouml;chstbetrages wenden, machen sie die materiell-rechtliche Fehlerhaftigkeit des FG-Urteils geltend. Eine R&uuml;ge der Verletzung materiellen Rechts vermag jedoch die Revisionszulassung grunds&auml;tzlich nicht zu rechtfertigen (vgl. Senatsbeschluss vom 8.&nbsp;April 2014 X&nbsp;B&nbsp;70\/13, www.bundesfinanzhof.de\/entscheidungen, Datum der Ver&ouml;ffentlichung: 28.&nbsp;Mai 2014, m.w.N.). Auch d&uuml;rfte seit der Entscheidung des BVerfG vom 13.&nbsp;Februar 2008&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;1\/06 (BVerfGE 120, 125, Deutsches Steuerrecht 2008, 604) gekl&auml;rt sein, dass eine Aufspaltung der Beitr&auml;ge anhand der Beitragss&auml;tze f&uuml;r die als gleichrangig anzusehenden Zweige der Sozialversicherung vorzunehmen ist (weiterf&uuml;hrend: BFH-Urteil in BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710, unter II.2.c&nbsp;cc).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz 2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 5.6.2014, X B 102\/13 Rentenbesteuerung und Nominalwertprinzip Tatbestand 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger), der im Dezember 2006 sein 65.&nbsp;Lebensjahr vollendet hatte und im Streitjahr 2007 mit der Kl&auml;gerin zusammen zur Einkommensteuer veranlagt wurde, erhielt ab dem 1.&nbsp;Januar 2007 eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Diese Rente bezog der Kl&auml;ger, der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-102-13-rentenbesteuerung-und-nominalwertprinzip\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;102\/13 &#8211; Rentenbesteuerung und Nominalwertprinzip<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63010","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63010","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63010"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63010\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63010"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63010"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63010"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}