{"id":63013,"date":"2014-07-31T10:32:32","date_gmt":"2014-07-31T08:32:32","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63013"},"modified":"2014-07-31T10:32:32","modified_gmt":"2014-07-31T08:32:32","slug":"iv-b-46-13-ausuebung-und-aenderung-des-wahlrechts-zur-bildung-einer-ruecklage-bei-gewinnermittlung-durch-einnahmen-ueberschussrechnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-b-46-13-ausuebung-und-aenderung-des-wahlrechts-zur-bildung-einer-ruecklage-bei-gewinnermittlung-durch-einnahmen-ueberschussrechnung\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;B&nbsp;46\/13 &#8211; Aus&uuml;bung und &Auml;nderung des Wahlrechts zur Bildung einer R&uuml;cklage bei Gewinnermittlung durch Einnahmen-&Uuml;berschussrechnung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.6.2014, IV B 46\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Aus&uuml;bung und &Auml;nderung des Wahlrechts zur Bildung einer R&uuml;cklage bei Gewinnermittlung durch Einnahmen-&Uuml;berschussrechnung<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Die von der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) erhobenen R&uuml;gen sind ungeachtet der erheblichen Zweifel an der Zul&auml;ssigkeit jedenfalls unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist weder wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung noch zur Fortbildung des Rechts (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;2 Alternative 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der Rechtsfortbildungsrevision (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative 1 FGO) handelt es sich um einen speziellen Tatbestand der Grundsatzrevision (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO). In den F&auml;llen, in denen eine Entscheidung des Revisionsgerichts der Rechtsfortbildung dient, liegt deshalb regelm&auml;&szlig;ig auch eine Frage von grunds&auml;tzlicher Bedeutung vor (z.B. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 31.&nbsp;M&auml;rz 2010 IV&nbsp;B&nbsp;131\/08, BFH\/NV 2010, 1487, m.w.N.). Eine Rechtsfrage hat grunds&auml;tzliche Bedeutung, wenn ihre Beantwortung durch den BFH aus Gr&uuml;nden der Rechtssicherheit, der Rechtseinheitlichkeit oder der Rechtsentwicklung im allgemeinen Interesse liegt. Dabei muss es sich um eine aus rechtssystematischen Gr&uuml;nden bedeutsame Frage handeln, die kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im zu erwartenden Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig ist (vgl. u.a. BFH-Beschluss vom 2.&nbsp;Dezember 2005 IV&nbsp;B&nbsp;62\/04, BFH\/NV 2006, 543, unter 1. der Gr&uuml;nde). Ein im allgemeinen Interesse liegendes Bed&uuml;rfnis nach Kl&auml;rung einer Rechtsfrage ist gegeben, wenn sich diese Frage nicht ohne weiteres aus dem Gesetz beantworten l&auml;sst, wenn sie nicht bereits durch die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung hinreichend gekl&auml;rt ist oder wenn neue Gesichtspunkte zu Unsicherheiten in der Beantwortung der Rechtsfrage f&uuml;hren und eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung durch den BFH erforderlich machen (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 12.&nbsp;Mai 2010 IV&nbsp;B&nbsp;19\/09, BFH\/NV 2010, 1480, und vom 20.&nbsp;Juni 2012 IV&nbsp;B&nbsp;122\/11, BFH\/NV 2012, 1577, m.w.N.). Kl&auml;rungsbed&uuml;rftig ist eine Rechtsfrage nicht schon dann, wenn sie noch nicht Gegenstand einer h&ouml;chstrichterlichen Entscheidung gewesen ist; vielmehr ist erforderlich, dass ihre Beantwortung zu Zweifeln Anlass gibt (BFH-Beschl&uuml;sse vom 1.&nbsp;September 2010 IV&nbsp;B&nbsp;132\/09, BFH\/NV 2011, 27, und in BFH\/NV 2012, 1577, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die von der Kl&auml;gerin sinngem&auml;&szlig; aufgeworfene Rechtsfrage, ob die Aus&uuml;bung des steuerlichen Wahlrechts nach &sect;&nbsp;6c i.V.m &sect;&nbsp;6b des Einkommensteuergesetzes (EStG) unwirksam sei, wenn sie nicht in dem von der Abgabenordnung (AO) vorgegebenen gesonderten und einheitlichen Feststellungsverfahren, sondern im Einkommensteuerverfahren erfolgt sei, mit der Konsequenz, dass der die R&uuml;cklagenbildung beinhaltende Bescheid unabh&auml;ngig von seiner Bestandskraft mit Blick auf den Bescheid, in dem die &#8211;wirksam&#8211; gebildete R&uuml;cklage aufzul&ouml;sen w&auml;re, nach &sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;3 AO zu &auml;ndern sei, ist nicht kl&auml;rungsf&auml;hig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Rechtsfrage geht von der unzutreffenden Pr&auml;misse aus, dass das Wahlrecht zur Bildung der R&uuml;cklage im falschen Veranlagungsverfahren ausge&uuml;bt worden ist. Dies ist aber nicht der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Bildung einer R&uuml;cklage gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;3 EStG ist ein sog. Bilanzierungswahlrecht, welches bei der Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 oder &sect;&nbsp;5 EStG durch entsprechenden Ansatz oder die Aufl&ouml;sung einer R&uuml;cklage in der Steuerbilanz, bzw. bei der Ver&auml;u&szlig;erung von Sonderbetriebsverm&ouml;gen in der jeweiligen Sonderbilanz ausge&uuml;bt wird (vgl. u.a. BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Dezember 2012 IV&nbsp;R&nbsp;41\/09, BFHE 240, 73, BStBl II 2013, 313, m.w.N.). Etwas anderes folgt auch nicht aus dem von der Kl&auml;gerin zitierten BFH-Beschluss vom 25.&nbsp;Januar 2006 IV&nbsp;R&nbsp;14\/04 (BFHE 212, 231, BStBl II 2006, 418). Auch in dieser Entscheidung geht der BFH davon aus, dass das Wahlrecht bei der Ver&auml;u&szlig;erung von Sonderbetriebsverm&ouml;gen in der jeweiligen Sonderbilanz ausge&uuml;bt wird. Lediglich mit Blick auf die Besonderheiten des dort zu beurteilenden Sachverhaltes hat der BFH die ordnungsgem&auml;&szlig;e Aus&uuml;bung des Wahlrechts durch Erfassung der R&uuml;cklage in der Sonderbilanz verneint. Denn die Sonderbilanz, in der die R&uuml;cklage gebildet wurde, war ohne Wissen des betroffenen Mitunternehmers nach dessen Ausscheiden aus der Mitunternehmerschaft von der Gesellschaft aufgestellt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wird der Gewinn, wie auch im Streitfall, nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG ermittelt, gilt auf Grund der in &sect;&nbsp;6c EStG angeordneten entsprechenden Anwendung des &sect;&nbsp;6b EStG nichts anderes. Das Wahlrecht zur Bildung einer R&uuml;cklage wird ebenfalls im Rahmen der Gewinnermittlung, n&auml;mlich durch den Ansatz einer Betriebsausgabe in der Einnahmen-&Uuml;berschussrechnung, ausge&uuml;bt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die ordnungsgem&auml;&szlig;e Aus&uuml;bung des Wahlrechts kommt es nach dem Gesetzeswortlaut nicht darauf an, ob die Gewinnermittlung zusammen mit der Einkommensteuererkl&auml;rung oder der Erkl&auml;rung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung eingereicht worden ist. Ausschlaggebend ist allein, dass die von dem Steuerpflichtigen eingereichte Gewinnermittlung Grundlage f&uuml;r die Festsetzung der Steuer bzw. f&uuml;r die Feststellung der Gewinneink&uuml;nfte geworden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) hat f&uuml;r den Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindend festgestellt, dass die Kl&auml;gerin und ihr verstorbener Ehemann bei dem Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) zusammen mit der Einkommensteuererkl&auml;rung eine Einnahmen-&Uuml;berschussrechnung vorgelegt haben, die sich auf den land- und forstwirtschaftlichen Betrieb der Ehegatten bezog. Darin haben sie, was insoweit auch von der Kl&auml;gerin nicht in Abrede gestellt wird, ihr Wahlrecht zur Bildung einer R&uuml;cklage gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6b i.V.m. &sect;&nbsp;6c EStG durch den Abzug einer entsprechend hohen Betriebsausgabe wirksam ausge&uuml;bt und damit den Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn neutralisiert. Diese Gewinnermittlung ist dem Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung der Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft zu Grunde gelegt worden. Dieser Gewinnfeststellungsbescheid ist bestandskr&auml;ftig geworden. Weder f&uuml;r die Aus&uuml;bung des steuerlichen Wahlrechts gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6b i.V.m. &sect;&nbsp;6c EStG noch f&uuml;r die Bestandskraft des Gewinnfeststellungsbescheides im Jahr der R&uuml;cklagenbildung (bzw. des Betriebsausgabenabzugs) ist es deshalb entscheidungserheblich, ob die Kl&auml;gerin zusammen mit ihrem Ehemann f&uuml;r dieses Jahr eine Erkl&auml;rung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung der Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft abgegeben hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die von der Kl&auml;gerin des Weiteren aufgeworfene Rechtsfrage, ob ein nach &sect;&nbsp;6c i.V.m. &sect;&nbsp;6b EStG wirksam ausge&uuml;btes Wahlrecht bis zu dem Eintritt der formellen Bestandskraft konkludent r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden kann mit der Folge, dass eine Aufl&ouml;sung der urspr&uuml;nglich gebildeten R&uuml;cklage (in einem Folgejahr) entf&auml;llt, ist schon nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, da sie eindeutig zu verneinen ist, und im &Uuml;brigen auch nicht kl&auml;rungsf&auml;hig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das Wahlrecht auf Gewinn&uuml;bertragung nach &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;3 i.V.m. &sect;&nbsp;6c EStG kann, wovon das FG ersichtlich auch ausgegangen ist und anders als das FA meint, bis zum Eintritt der formellen Bestandskraft der Steuerfestsetzung bzw. der Feststellung der Besteuerungsgrundlagen, in der der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn zu erfassen ist, ausge&uuml;bt werden (u.a. BFH-Urteil vom 30.&nbsp;August 2001 IV&nbsp;R&nbsp;30\/99, BFHE 196, 507, BStBl II 2002, 49, m.w.N.). Das Wahlrecht besteht allerdings nicht nur insoweit, als der Steuerpflichtige eine zun&auml;chst nicht gebildete R&uuml;cklage bis zum Zeitpunkt der formellen Bestandskraft des vorgenannten Bescheides nachholen kann, sondern auch f&uuml;r den umgekehrten Fall, dass der Steuerpflichtige die zun&auml;chst gebildete R&uuml;cklage bis zur formellen Bestandskraft des Bescheides wieder r&uuml;ckg&auml;ngig machen kann. Eine weiter gehende Begrenzung des Wahlrechts, wie sie sich f&uuml;r einen bilanzierenden Steuerpflichtigen durch die auf den Umfang einer Bilanzberichtigung eingeschr&auml;nkte Bilanz&auml;nderung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG ergibt, gibt es f&uuml;r den Steuerpflichtigen, der den Gewinn, wie auch hier, durch Einnahmen-&Uuml;berschussrechnung ermittelt, nicht (BFH-Urteil in BFHE 196, 507, BStBl II 2002, 49).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die &Auml;nderung des Wahlrechts setzt allerdings voraus, dass der Steuerpflichtige sein zun&auml;chst ausge&uuml;btes Ansatzwahlrecht r&uuml;ckg&auml;ngig macht. Hat der Steuerpflichtige sein Wahlrecht durch den Abzug einer Betriebsausgabe in H&ouml;he der R&uuml;cklage in der Einnahmen-&Uuml;berschussrechnung ausge&uuml;bt, setzt die erneute und andere Aus&uuml;bung dieses Wahlrechts als actus contrarius notwendigerweise die Einreichung einer ge&auml;nderten Einnahmen-&Uuml;berschussrechnung voraus, in der nunmehr kein Betriebsausgabenabzug erfolgt. Eine konkludente R&uuml;ckg&auml;ngigmachung des Wahlrechts in dem von der Kl&auml;gerin verstandenen Sinne alleine durch eine konkludente Erkl&auml;rung gegen&uuml;ber dem FA kommt mithin nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die von der Beschwerde aufgeworfene Rechtsfrage w&auml;re &uuml;berdies in einem Revisionsverfahren auch nicht kl&auml;rungsf&auml;hig. Denn das FG hat die Erkl&auml;rungen der Kl&auml;gerin gegen&uuml;ber dem FA dahin gew&uuml;rdigt, dass diese nicht als konkludente R&uuml;ckg&auml;ngigmachung des Wahlrechts auszulegen seien. Diese W&uuml;rdigung ist f&uuml;r den Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindend, da sie nicht mit zul&auml;ssigen Verfahrensr&uuml;gen angegriffen wurde und auch ersichtlich nicht gegen die Denkgesetze verst&ouml;&szlig;t.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung und insbesondere der Darstellung des Sachverhalts wird gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO abgesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.6.2014, IV B 46\/13 Aus&uuml;bung und &Auml;nderung des Wahlrechts zur Bildung einer R&uuml;cklage bei Gewinnermittlung durch Einnahmen-&Uuml;berschussrechnung Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Die von der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) erhobenen R&uuml;gen sind ungeachtet der erheblichen Zweifel an der Zul&auml;ssigkeit jedenfalls unbegr&uuml;ndet. 2&nbsp; 1. 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