{"id":63068,"date":"2014-08-06T08:28:23","date_gmt":"2014-08-06T06:28:23","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63068"},"modified":"2014-08-06T08:28:23","modified_gmt":"2014-08-06T06:28:23","slug":"vii-b-213-12-nachweis-der-rueckwareneigenschaft-bzw-des-zollrechtlichen-status-gemeinschaftsware-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-b-213-12-nachweis-der-rueckwareneigenschaft-bzw-des-zollrechtlichen-status-gemeinschaftsware-2\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;B&nbsp;213\/12 &#8211; Nachweis der R&uuml;ckwareneigenschaft bzw. des zollrechtlichen Status &#8218;Gemeinschaftsware&#8216;"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 14.4.2014, VII B 213\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Nachweis der R&uuml;ckwareneigenschaft bzw. des zollrechtlichen Status &#8218;Gemeinschaftsware&#8216;<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I.Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) flog am 12.&nbsp;November 2007 von Kanada nach A (Deutschland) und benutzte am Flughafen den gr&uuml;nen Ausgang f&uuml;r anmeldefreie Waren. Im Rahmen einer Kontrolle fanden die Zollbeamten in dem mitgef&uuml;hrten Instrumentenkoffer ein in Italien hergestelltes Musikinstrument sowie &#8211;neben weiteren Unterlagen&#8211; eine von der Firma X-Inc. (USA) hierf&uuml;r ausgestellte Rechnung vom 22.&nbsp;November 2000 &uuml;ber &#8230; US-Dollar, die an die Eheleute Y in Kalifornien adressiert war. Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Hauptzollamt &#8211;HZA&#8211;) verneinte daraufhin die Voraussetzungen einer R&uuml;ckware und setzte Einfuhrumsatzsteuer in H&ouml;he von &#8230; EUR fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sowohl das Einspruchsverfahren als auch das Klageverfahren blieben erfolglos. Das Finanzgericht (FG) urteilte, dass nach &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;2 des Umsatzsteuergesetzes i.V.m. Art.&nbsp;202 Abs.&nbsp;1 Unterabs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a und Abs.&nbsp;2 des Zollkodex (ZK) Einfuhrumsatzsteuer entstanden sei. Die Kl&auml;gerin habe nicht nachweisen k&ouml;nnen, dass das Musikinstrument, nachdem es vor dem Erwerb durch die Kl&auml;gerin unstreitig in die USA verbracht worden sei, wieder den Status einer &quot;Gemeinschaftsware&quot; erlangt habe und dadurch bei der Einreise am 12.&nbsp;November 2007 als R&uuml;ckware i.S. des Art.&nbsp;185 Abs.&nbsp;1 Unterabs.&nbsp;1 ZK in Betracht komme. Insbesondere fehle ein Beleg &uuml;ber die zollrechtliche Abfertigung bei der Wiedereinfuhr in das Unionsgebiet. Dar&uuml;ber hinaus k&ouml;nne sich die Kl&auml;gerin weder durch den Hinweis auf einen Kauf innerhalb des Unionsgebiets noch durch den Hinweis auf die Dauer ihres Besitzes an dem Musikinstrument auf Vertrauensschutz berufen. Dabei sei zu beachten, dass die Vorlage einer Rechnung &uuml;ber den Erwerb der Ware innerhalb des Unionsgebiets nur bei einem Erwerb von einem gewerblichen H&auml;ndler, nicht aber bei einem Erwerb von einer Privatperson zum Nachweis des R&uuml;ckwarencharakters ausreiche. Im &Uuml;brigen k&ouml;nne auch eine etwaige Verj&auml;hrung der bei der urspr&uuml;nglichen Wiedereinfuhr entstandenen Einfuhrumsatzsteuerschuld nicht zu einem Statuswechsel von einer &quot;Nichtgemeinschaftsware&quot; zu einer &quot;Gemeinschaftsware&quot; f&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision beruft sich die Kl&auml;gerin auf den Zulassungsgrund der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache. Der Bundesfinanzhof (BFH) habe bisher nicht entschieden, ob &#8211;wie vom FG angenommen und wegen des steigenden Reiseverkehrs sowie einiger vergleichbarer F&auml;lle von allgemeiner Bedeutung&#8211; bei der Pr&uuml;fung des Status &quot;Gemeinschaftsware&quot; bzw. bei der Pr&uuml;fung der R&uuml;ckwareneigenschaft an die Darlegungs- und Beweislast des Einf&uuml;hrenden h&ouml;here Anforderungen zu stellen seien, wenn dieser die Ware innerhalb der Union nicht von einem gewerblichen H&auml;ndler, sondern von einer Privatperson erworben habe. Vielmehr m&uuml;sse auch bei einem Erwerb von einer Privatperson die Vorlage eines Belegs ausreichen, dass der Erwerb innerhalb des Unionsgebiets stattgefunden habe. Der Einf&uuml;hrende m&uuml;sse in einem solchen Fall nicht davon ausgehen, dass die Privatperson die Ware bei einer vorhergehenden Einfuhr nicht ordnungsgem&auml;&szlig; der Einfuhrumsatzsteuer unterworfen habe, und brauche sich deshalb auch keinen Beleg &uuml;ber den Status der Ware als Gemeinschaftsware geben zu lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Fragen seien im Streitfall entscheidungserheblich, da sie, die Kl&auml;gerin, lediglich den Nachweis &uuml;ber ihren eigenen Erwerb des Musikinstruments innerhalb des Unionsgebiets, nicht aber &uuml;ber die ordnungsgem&auml;&szlig;e Abf&uuml;hrung der Einfuhrumsatzsteuer im Rahmen der vorangegangenen Wiedereinfuhr des Musikinstruments durch ihren Verk&auml;ufer habe f&uuml;hren k&ouml;nnen. Dies sei im Fall von Ver&auml;u&szlig;erungsketten niemals m&ouml;glich. Im Streitfall sei der Versuch, entsprechende Unterlagen von den britischen Zollbeh&ouml;rden zu erlangen, an den dortigen Aufbewahrungsfristen gescheitert. Von ihrem Verk&auml;ufer habe sie diese Bescheinigungen ebenfalls nicht erlangen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen habe das HZA selbst Anstrengungen zur Aufkl&auml;rung des Sachverhalts unternehmen m&uuml;ssen, dies aber trotz entsprechender Anregungen unterlassen. Au&szlig;erdem habe das FG festgestellt, dass der Verk&auml;ufer das Musikinstrument in London von der X-Inc. erworben habe, d.h. von einem gewerblichen H&auml;ndler. Insofern d&uuml;rfte auch nach Auffassung des FG der Nachweis &uuml;ber einen Erwerb innerhalb des Unionsgebiets ausreichen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin liegt keine Rechtsfrage grunds&auml;tzlicher Bedeutung i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Grunds&auml;tzliche Bedeutung ist einer Rechtsfrage beizumessen, deren Beantwortung in dem angestrebten Revisionsverfahren aus Gr&uuml;nden der Rechtssicherheit, der Rechtseinheitlichkeit und\/ oder der Rechtsentwicklung im allgemeinen Interesse liegt. Dabei muss es sich um eine Frage handeln, die kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im konkreten Streitfall auch kl&auml;rungsf&auml;hig ist. Hierzu ist es erforderlich, dass der Beschwerdef&uuml;hrer eine konkrete Rechtsfrage formuliert und substantiiert auf ihre Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit, ihre &uuml;ber den Einzelfall hinausgehende Bedeutung sowie darauf eingeht, weshalb von der Beantwortung der Rechtsfrage die Entscheidung &uuml;ber die Rechtssache abh&auml;ngt (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. Senatsbeschluss vom 16.&nbsp;Juli 2012 VII&nbsp;B&nbsp;167\/11, BFH\/NV 2012, 2029, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Voraussetzungen sind im Streitfall nicht erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin geht selbst (zutreffend) davon aus, dass die Voraussetzungen f&uuml;r eine R&uuml;ckware i.S. des Art.&nbsp;185 ZK (einschlie&szlig;lich des Status einer &quot;Gemeinschaftsware&quot; zum Zeitpunkt der Ausfuhr) grunds&auml;tzlich vom Einf&uuml;hrer darzulegen und nachzuweisen sind. Insofern besteht kein Kl&auml;rungsbedarf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus ist gekl&auml;rt, dass das vorschriftswidrige Verbringen i.S. des Art.&nbsp;202 Abs.&nbsp;1 Unterabs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a und Abs.&nbsp;2 ZK als eine reine Tathandlung zu verstehen ist. Auf die Vorstellungen oder ein Verschulden des Handelnden kommt es nicht an (vgl. Urteil des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union vom 4.&nbsp;M&auml;rz 2004 Rs.&nbsp;C-238\/02 und 246\/02 &#8211;Viluckas und Jonusas&#8211;, Slg.&nbsp;2004, I-2141; Senatsurteil vom 10.&nbsp;Oktober 2007 VII&nbsp;R&nbsp;49\/06, BFHE 218, 469, Zeitschrift f&uuml;r Z&ouml;lle und Verbrauchsteuern 2008, 85). Auch die Einfuhrabgabenbefreiung f&uuml;r R&uuml;ckwaren nach Art.&nbsp;185 ZK richtet sich allein nach den objektiven Umst&auml;nden. Der Gesichtspunkt des Vertrauensschutzes, den das FG unter Hinweis auf einen Erwerb im Unionsgebiet bzw. auf die Dauer des Besitzes an dem Musikinstrument gepr&uuml;ft hat, war deshalb von vornherein nicht geeignet, der Klage zum Erfolg zu verhelfen. Da nach Auffassung des FG ein sch&uuml;tzenswertes Vertrauen der Kl&auml;gerin letztlich nicht anzuerkennen war, ist seine Entscheidung allerdings insoweit im Ergebnis richtig (vgl. zur entsprechenden Anwendung des &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 FGO im Verfahren der Nichtzulassungsbeschwerde: Senatsbeschluss vom 8.&nbsp;Januar 1998 VII&nbsp;B&nbsp;102\/97, BFH\/NV 1998, 729, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Beschwerde f&uuml;r kl&auml;rungsbed&uuml;rftig h&auml;lt, &quot;welche Anforderungen an die Darlegungs- und Beweislast gestellt werden&quot; bzw. &quot;welchen Umfang die Darlegungs- und Beweislast hat&quot;, will sie &#8211;wie sich aus ihren &uuml;brigen Ausf&uuml;hrungen ergibt&#8211; die Fragen beantwortet wissen, unter welchen Voraussetzungen Zweifel berechtigt sind, ob eine als angebliche R&uuml;ckware in das Zollgebiet der Union verbrachte Ware die Voraussetzung des vormaligen Status einer Gemeinschaftsware (Art.&nbsp;185 Abs.&nbsp;1 ZK) erf&uuml;llt, und unter welchen Voraussetzungen derartige Zweifel als ausger&auml;umt angesehen werden k&ouml;nnen. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um grunds&auml;tzlich kl&auml;rungsbed&uuml;rftige Fragen, sondern um Fragen des Einzelfalls, die der Tatrichter anhand einer W&uuml;rdigung der festgestellten Tatsachen zu beantworten hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall hat das FG festgestellt, dass das Musikinstrument zu einem Zeitpunkt vor dem Kauf durch die Kl&auml;gerin mit dem Verlassen des Zollgebiets der Union den Status als Gemeinschaftsware verloren hatte. Es hat jedoch aus den die Folgezeit betreffenden festgestellten Tatsachen nicht zu schlie&szlig;en vermocht, das Musikinstrument habe nach seinem Zur&uuml;ckverbringen in das Zollgebiet der Union wieder den Status einer Gemeinschaftsware erworben. Kl&auml;rungsbed&uuml;rftige Rechtsfragen ergeben sich insoweit nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das gilt auch, soweit das FG gemeint hat, nur beim Erwerb einer Ware von einem gewerblichen Unternehmer k&ouml;nne davon ausgegangen werden, dass es sich um eine Gemeinschaftsware handele. Insoweit hat das FG keine Beweisregel aufgestellt, sondern hat dies bei der Pr&uuml;fung eines evtl. zu gew&auml;hrenden Vertrauensschutzes erwogen, auf den es &#8211;wie ausgef&uuml;hrt&#8211; nicht ankommt. Die Beantwortung der Frage, ob eine Ware den Status einer Gemeinschaftsware hat oder diesen zuvor schon einmal hatte, h&auml;ngt nicht von den subjektiven Vorstellungen der Beteiligten ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Weitere Zulassungsgr&uuml;nde sind nicht dargelegt. Insbesondere r&uuml;gt die Beschwerde keine Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht des FG, wenn sie die Auffassung vertritt, das HZA sei von Amts wegen verpflichtet gewesen, die Kl&auml;gerin bei der Erf&uuml;llung ihrer Nachweispflicht &quot;zu unterst&uuml;tzen und hierzu auch Ausk&uuml;nfte einzuholen&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen l&auml;ge im Streitfall kein Versto&szlig; des FG gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO vor. Dabei kann dahingestellt bleiben, ob dem FG ausreichend konkrete Angaben f&uuml;r eine sinnvolle Nachfrage bei den britischen Zollbeh&ouml;rden zur Verf&uuml;gung standen. Eine solche Nachfrage er&uuml;brigte sich bereits deshalb, weil die Kl&auml;gerin selbst davon ausgeht, dass die britischen Zollbeh&ouml;rden etwaige zollrechtliche Belege &uuml;ber die vorhergehende Einfuhr des Musikinstruments in das Unionsgebiet durch die Eheleute Y wegen Ablaufs der Aufbewahrungsfristen nicht mehr zur Verf&uuml;gung stellen k&ouml;nnen. Auch von den Eheleuten Y waren diese Belege nach dem Vortrag der Kl&auml;gerin nicht zu erlangen. Weitere Beweismittel hat die Kl&auml;gerin weder angeboten noch mussten sie sich dem FG von Amts wegen aufdr&auml;ngen. Insbesondere h&auml;tte die Kl&auml;gerin die im Ausland ans&auml;ssigen Eheleute Y f&uuml;r eine etwaige Vernehmung als Zeugen in der m&uuml;ndlichen Verhandlung stellen m&uuml;ssen (BFH-Beschluss vom 30.&nbsp;Mai 2011 XI&nbsp;B&nbsp;90\/10, BFH\/NV 2011, 1479, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem Hinweis, das FG h&auml;tte auch nach den von ihm aufgestellten Grunds&auml;tzen zu einer Stattgabe der Klage kommen m&uuml;ssen, da es von einem Verkauf des Musikinstruments durch einen gewerblichen H&auml;ndler in London ausgehe, wendet sich die Kl&auml;gerin letztlich gegen die materielle Richtigkeit der Entscheidung des FG. Dies stellt keinen Zulassungsgrund i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO dar. Im &Uuml;brigen l&auml;sst sich dem Urteil des FG keine entsprechende Sachverhaltsfeststellung entnehmen. Vielmehr stellt das FG auf der Seite&nbsp;6 des Urteils, auf die sich die Kl&auml;gerin bezieht, lediglich die Ausf&uuml;hrungen der Kl&auml;gerin im Verfahren &uuml;ber die Aussetzung der Vollziehung dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 14.4.2014, VII B 213\/12 Nachweis der R&uuml;ckwareneigenschaft bzw. des zollrechtlichen Status &#8218;Gemeinschaftsware&#8216; Tatbestand 1&nbsp; I.Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) flog am 12.&nbsp;November 2007 von Kanada nach A (Deutschland) und benutzte am Flughafen den gr&uuml;nen Ausgang f&uuml;r anmeldefreie Waren. 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