{"id":63091,"date":"2014-08-07T09:19:15","date_gmt":"2014-08-07T07:19:15","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63091"},"modified":"2014-08-07T09:19:15","modified_gmt":"2014-08-07T07:19:15","slug":"viii-r-9-10-keine-wirksame-bekanntgabe-einer-im-wege-des-sog-ferrari-fax-verfahrens-uebermittelten-aber-nicht-vom-empfangsgeraet-ausgedruckten-einspruchsentscheidung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-9-10-keine-wirksame-bekanntgabe-einer-im-wege-des-sog-ferrari-fax-verfahrens-uebermittelten-aber-nicht-vom-empfangsgeraet-ausgedruckten-einspruchsentscheidung\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;9\/10 &#8211; Keine wirksame Bekanntgabe einer im Wege des sog. Ferrari-Fax-Verfahrens &uuml;bermittelten, aber nicht vom Empfangsger&auml;t ausgedruckten Einspruchsentscheidung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.3.2014, VIII R 9\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine wirksame Bekanntgabe einer im Wege des sog. Ferrari-Fax-Verfahrens &uuml;bermittelten, aber nicht vom Empfangsger&auml;t ausgedruckten Einspruchsentscheidung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die gesetzlich gebotene Schriftform f&uuml;r beh&ouml;rdliche und gerichtliche Entscheidungen wird auch durch &Uuml;bersendung per Telefax gewahrt (st&auml;ndige Rechtsprechung; BFH-Urteile vom 4. Juli 2002 V R 31\/01, BFHE 198, 337, BStBl II 2003, 45; vom 18. August 2009 X R 25\/06, BFHE 226, 77, BStBl II 2009, 965).<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Dies gilt auch f&uuml;r die &Uuml;bersendung im sog. Ferrari-Fax-Verfahren; die auf diesem Weg &uuml;bersandten Bescheide sind keine elektronischen Dokumente i.S. des &sect; 87a AO und bed&uuml;rfen deshalb zu ihrer Wirksamkeit keiner elektronischen Signatur.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Per Telefax &uuml;bersandte Bescheide sind erst mit ihrem Ausdruck durch das &#8211;auf automatischen Ausdruck eingestellte&#8211; Empfangsger&auml;t wirksam &quot;schriftlich erlassen&quot; (Anschluss an das BFH-Urteil vom 8. Juli 1998 I R 17\/96, BFHE 186, 491, BStBl II 1999, 48, sowie die BGH-Beschl&uuml;sse vom 15. Juli 2008 X ZB 8\/08, NJW 2008, 2649, und vom 4. Dezember 2008 IX ZB 41\/08, WM 2009, 331). Hat das Empfangsger&auml;t nach dem unwiderleglichen Vortrag des Adressaten den Bescheid nicht ausgedruckt, gehen die sich daraus ergebenden Zweifel an der wirksamen Bekanntgabe zu Lasten der Finanzbeh&ouml;rde.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Nach einer beim Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) durchgef&uuml;hrten Au&szlig;enpr&uuml;fung erlie&szlig; der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) f&uuml;r 2001 einen erstmaligen sowie f&uuml;r 2002 einen nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO) ge&auml;nderten Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung der Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus dessen freiberuflicher T&auml;tigkeit als Steuerberater. Dementsprechend &auml;nderte das FA die Einkommensteuerbescheide f&uuml;r die Streitjahre 2001 und 2002 nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO und erfasste f&uuml;r 2001 zugleich einen zuvor nicht ber&uuml;cksichtigten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen alle Bescheide legte der Kl&auml;ger Einspruch ein, den das FA mit zusammengefasster Einspruchsentscheidung (f&uuml;r alle Einspr&uuml;che) vom 17.&nbsp;September 2008 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckwies.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Bekanntgabe der Einspruchsentscheidung erfolgte im Wege des sog. Ferrari-Fax-Verfahrens. Es ist dadurch gekennzeichnet, dass der Sachbearbeiter des Finanzamts eine E-Mail mit einer angeh&auml;ngten Datei, die den Text des zu faxenden Schreibens (wie im Streitfall die Einspruchsentscheidung) enth&auml;lt, &uuml;ber das Intranet der Finanzverwaltung an deren Rechenzentrum schickt. Das Rechenzentrum wandelt die Textdatei in ein Telefax um und sendet es &uuml;ber das Telefonnetz mittels Tonsignalen an die angegebene Nummer. Die E-Mail wird nicht mit einer elektronischen Signatur versehen. Liegt das Zeichnungsrecht beim Sachgebietsleiter, muss dieser den Steuerfall an seinem Computer freigeben, bevor die E-Mail verschickt werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diesem Verfahren entsprechend veranlasste das FA die &Uuml;bersendung der Einspruchsentscheidung &uuml;ber das Rechenzentrum an den Kl&auml;ger. Zugleich druckte es den Text der Einspruchsentscheidung aus und nahm den Ausdruck mit dem Sendebericht vom 17.&nbsp;September 2008 zu den Steuerakten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem das FA den Kl&auml;ger wegen Nichtzahlung der ge&auml;ndert festgesetzten Steuern gemahnt hatte, machte dieser unter Vorlage seines Posteingangsbuchs geltend, das Telefax mit der Einspruchsentscheidung sei im Telefax-Ger&auml;t seines B&uuml;ros nicht eingegangen. Das im September 2008 genutzte &#8211;inzwischen nicht mehr im Betrieb befindliche&#8211; Telefax-Ger&auml;t sei als Zentraldrucker, Scanner, Kopierer sowie f&uuml;r Erhalt und Versand von Telefaxen benutzt worden und habe eingehende Telefaxe automatisch ausgedruckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA &uuml;bergab dem Kl&auml;ger am 17.&nbsp;November 2008 eine Kopie der Einspruchsentscheidung, in der die Rechtsmittelbelehrung gestrichen worden war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Am 20.&nbsp;November 2008 erhob der Kl&auml;ger &quot;wegen Einkommensteuer 2001, 2002 und 2003&quot; Klage mit dem Antrag, &quot;die Einkommensteuer gem&auml;&szlig; den Steuererkl&auml;rungen und dem Einspruchsschreiben entsprechend festzusetzen und zu veranlagen&quot;. Mit der Klagebegr&uuml;ndung nahm er Bezug auf die Einspruchsentscheidung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;wegen der Einkommensteuerbescheide 2001 und 2002, die aufgrund eines Betriebspr&uuml;fungsergebnisses erlassen worden waren und gegen die ich Rechtsbehelf eingelegt hatte&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit am 4.&nbsp;September 2009 bei Gericht eingegangenem Schriftsatz machte er geltend, die Klage richte sich auch gegen die gesonderte Feststellung der Eink&uuml;nfte f&uuml;r 2001 und 2002.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf seinen Antrag hat das Finanzgericht (FG) durch Zwischenurteil die Zul&auml;ssigkeit der Klage mit der Begr&uuml;ndung festgestellt, der Kl&auml;ger habe die Klagefrist i.S. des &sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) gewahrt. Die Entscheidung ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2010, 618 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen richtet sich die Revision des FA.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es tr&auml;gt vor, das angefochtene Urteil gehe unter Verletzung der &sect;&sect;&nbsp;87a, 119 und 366 AO davon aus, dass die mit Computerfax versandte Einspruchsentscheidung nicht schriftlich i.S. des &sect;&nbsp;366 AO ergangen und ohne qualifizierte elektronische Signatur nichtig sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum einen liege keine Verwaltungsentscheidung in Form eines elektronischen Dokuments vor. Die Einspruchsentscheidung gen&uuml;ge auch den &uuml;brigen Formvorschriften des &sect;&nbsp;119 AO. Danach m&uuml;sse der Verwaltungsakt die erlassende Beh&ouml;rde erkennen lassen und die Unterschrift oder Namenswiedergabe des zeichnungsberechtigten Bearbeiters enthalten (&sect;&nbsp;119 Abs.&nbsp;3 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 AO). Bei einer schriftlich erteilten Einspruchsentscheidung sei demnach eine eigenh&auml;ndige Unterschrift nicht zwingend erforderlich. Es gen&uuml;ge die Namenswiedergabe des zeichnungsberechtigten Sachgebietsleiters.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach &sect;&nbsp;119 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 AO erforderliche Signatur solle lediglich die eigenh&auml;ndige Unterschrift im elektronischen Verkehr ersetzen. Sei eine Unterschrift f&uuml;r den betreffenden Verwaltungsakt nicht erforderlich, so k&ouml;nne auch keine Signatur verlangt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter Ber&uuml;cksichtigung der vorgenannten Gesichtspunkte k&ouml;nne im Streitfall, der bisherigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) folgend, das Schriftformerfordernis nur an der behaupteten fehlenden Verk&ouml;rperung der Einspruchsentscheidung beim Kl&auml;ger scheitern. Hierzu habe das FG jedoch keine ausreichenden Sachverhaltsfeststellungen getroffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der vom Kl&auml;ger geschilderten B&uuml;ropraxis, wonach alle eingehenden Telefaxe automatisch ausgedruckt w&uuml;rden, ohne dass es der Mitwirkung eines Mitarbeiters bed&uuml;rfe, k&ouml;nne grunds&auml;tzlich nach erfolgreichem Zugang der Telefonsignale von der schriftlichen Verk&ouml;rperung eingehender Verwaltungsentscheidungen ausgegangen werden. Gescheitert sein k&ouml;nne im Streitfall ein solcher Ausdruck nur an Fehlern, die vom Empf&auml;nger selbst zu verantworten seien (z.B. Papierstau, Stromausfall).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Ferrari-Fax-Verfahren erhalte der Absender nach Abschluss der &Uuml;bertragung immer einen sog. qualifizierten Sendebericht. Neben den &Uuml;bertragungsdaten werde zus&auml;tzlich der Inhalt des gesendeten Dokuments in verkleinerter Form angezeigt. Auf jeder Seite des Dokuments seien die &Uuml;bertragungsdaten zus&auml;tzlich &#8211;nochmals&#8211; aufgedruckt. Bei dieser &Uuml;bertragungs- und Dokumentationsform seien Fehler nahezu ausgeschlossen. Danach k&ouml;nne das FA im Streitfall den vollst&auml;ndigen Empfang der Telefonsignale am 17.&nbsp;September 2008 mit dem qualifizierten Sendebericht nachweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen stelle sich unter Ber&uuml;cksichtigung der heutigen Kommunikationsformen die grunds&auml;tzliche Frage, ob f&uuml;r die Wirksamkeit eines per Telefax &uuml;bermittelten Verwaltungsakts weiterhin an der bisher h&ouml;chstrichterlich geforderten tats&auml;chlichen Verk&ouml;rperung beim Empf&auml;nger angekn&uuml;pft werden m&uuml;sse. In den meisten B&uuml;ros bef&auml;nden sich keine einfachen Telefaxger&auml;te mehr, sondern Ger&auml;te mit verschiedenen Funktionen, sodass das empfangene Telefax nicht nur ausgedruckt, sondern auch gespeichert oder an Computer anderer Mitarbeiter weitergeleitet werden k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Vorg&auml;nge spielten sich in der Risikosph&auml;re des Empf&auml;ngers ab und seien dem Absender nicht zug&auml;nglich. Der Absender k&ouml;nne &uuml;ber das Sendeprotokoll mit &quot;OK&quot;-Vermerk nur die vollst&auml;ndige &Uuml;bertragung der Signale nachweisen, habe aber keinen &Uuml;berblick dar&uuml;ber, ob der Empf&auml;nger das Telefax sofort oder erst sp&auml;ter ausgedruckt, gel&ouml;scht, gespeichert oder weitergeleitet habe. Der Empf&auml;nger habe dagegen die M&ouml;glichkeit, durch Speicherung oder Druck der Protokolldateien nachzuweisen, dass ihn ein Telefax in der fraglichen Zeit nicht erreicht habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Nachweis, dass ein elektronisch &uuml;bermitteltes Dokument beim Empf&auml;nger auch tats&auml;chlich ausgedruckt worden sei, k&ouml;nne der Absender regelm&auml;&szlig;ig nicht erbringen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es d&uuml;rfe aber nicht allein dem Empf&auml;nger bzw. aus Sicht des Absenders dem Zufall &uuml;berlassen bleiben, &uuml;ber die Qualifizierung und damit die Formerfordernisse des erhaltenen Verwaltungsakts zu bestimmen. Der Empf&auml;nger k&ouml;nnte durch eigenes Zutun eine schriftliche Verk&ouml;rperung jederzeit verhindern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach alledem sei davon auszugehen, dass die per Computerfax &uuml;bermittelte schriftliche Einspruchsentscheidung am 17.&nbsp;September 2008 wirksam bekannt gegeben worden und dagegen versp&auml;tet Klage erhoben worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, das Zwischenurteil des FG K&ouml;ln aufzuheben und die Klage als unzul&auml;ssig abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu Recht macht das FA zwar geltend, das angefochtene Urteil verletze mit seiner Auffassung, die im Streitfall ergangene Einspruchsentscheidung sei ein elektronisches Dokument und bed&uuml;rfe deshalb zu ihrer Wirksamkeit einer elektronischen Signatur, materielles Recht (nachfolgend unter II.1.). Die FG-Entscheidung erweist sich aber aus anderen Gr&uuml;nden als rechtm&auml;&szlig;ig (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 FGO, nachfolgend unter II.2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Rechtsfehlerhaft ist das FG davon ausgegangen, dass die streitige &Uuml;bersendung der Einspruchsentscheidung im Wege des sog. Ferrari-Fax-Verfahrens als &Uuml;bersendung eines elektronischen Dokuments wegen fehlender elektronischer Signatur den Lauf der Klagefrist gegen die streitbefangenen Gewinnfeststellungs- und Einkommensteuerbescheide nicht in Gang gesetzt hat und allein deshalb nicht von einer Verfristung der Klage auszugehen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach st&auml;ndiger BFH-Rechtsprechung wird eine gesetzlich gebotene Schriftform auch durch &Uuml;bersendung per Telefax gewahrt (BFH-Urteil vom 4.&nbsp;Juli 2002 V&nbsp;R&nbsp;31\/01, BFHE 198, 337, BStBl II 2003, 45).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ein Telefax gew&auml;hrleistet gleicherma&szlig;en den mit dem Gebot der Schriftlichkeit verfolgten Zweck, dass aus dem Schriftst&uuml;ck der Inhalt der Erkl&auml;rung, die abgegeben werden soll, und die Person, von der sie ausgeht, hinreichend zuverl&auml;ssig entnommen werden k&ouml;nnen. Zudem weist ein Telefax gleicherma&szlig;en aus, dass es sich bei dem Schriftst&uuml;ck nicht nur um einen Entwurf handelt, sondern dass es mit Wissen und Willen des Berechtigten dem Empf&auml;nger zugeleitet worden ist (vgl. Beschluss des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtsh&ouml;fe des Bundes vom 5.&nbsp;April 2000 GmS-OGB 1\/98, Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211; 2000, 2340, unter III.1.). Dementsprechend ist nach der dem technischen Fortschritt auf dem Gebiet der Telekommunikation Rechnung tragenden Rechtsprechung die &Uuml;bermittlung fristwahrender Schrifts&auml;tze per Telefax in allen Gerichtszweigen uneingeschr&auml;nkt zul&auml;ssig (vgl. Beschluss des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtsh&ouml;fe des Bundes in NJW 2000, 2340, unter III.2., m.w.N.; Urteil des Bundessozialgerichts vom 13.&nbsp;M&auml;rz 2001 B&nbsp;3&nbsp;KR&nbsp;12\/00&nbsp;R, BSGE 88, 1; Urteil des S&auml;chsischen Landessozialgerichts vom 11.&nbsp;Januar 2006 L&nbsp;1&nbsp;P&nbsp;14\/05, juris).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) F&uuml;r die &Uuml;bermittlung von Steuerbescheiden gilt auf dieser Grundlage nichts anderes (BFH-Urteile vom 8.&nbsp;Juli 1998 I&nbsp;R&nbsp;17\/96, BFHE 186, 491, BStBl II 1999, 48; vom 18.&nbsp;August 2009 X&nbsp;R&nbsp;25\/06, BFHE 226, 77, BStBl II 2009, 965, unter Bezugnahme auf das BFH-Urteil vom 28.&nbsp;Mai 2009 III&nbsp;R&nbsp;84\/06, BFHE 225, 11, BStBl II 2009, 949 zur bejahten Wirksamkeit einer einen Verwaltungsakt m&uuml;ndlich widerrufenen Mitteilung; die Verfassungsbeschwerde gegen das BFH-Urteil in BFHE 226, 77, BStBl II 2009, 965 hat das Bundesverfassungsgericht mit Beschluss vom 29.&nbsp;Oktober 2012&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;2579\/09, juris, nicht zur Entscheidung angenommen; BFH-Beschluss vom 31.&nbsp;M&auml;rz 1998 I&nbsp;S&nbsp;8\/97, BFH\/NV 1998, 1318; G&uuml;roff in Beermann\/Gosch, AO &sect;&nbsp;122 Rz&nbsp;32; vgl. auch BFH-Beschluss vom 27.&nbsp;Juni 2001 X&nbsp;B&nbsp;23\/01, BFH\/NV 2001, 1529).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die &Uuml;bersendung per Telefax ist auch nicht als &Uuml;bersendung eines elektronischen Verwaltungsakts anzusehen, f&uuml;r den nach &sect;&nbsp;87a Abs.&nbsp;4 AO eine Signatur erforderlich w&auml;re (vgl. &sect;&nbsp;119 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 AO). Denn die Wirksamkeit einer Bekanntgabe beh&ouml;rdlicher oder gerichtlicher Entscheidungen per Telefax wird nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) durch die Einf&uuml;gung der Vorschriften &uuml;ber den elektronischen Rechtsverkehr in die Verfahrensgesetze nicht ber&uuml;hrt, weil ein Computerfax oder Funkfax kein elektronisches Dokument darstellt (BVerwG-Beschluss vom 30.&nbsp;M&auml;rz 2006&nbsp;&nbsp;8&nbsp;B&nbsp;8\/06, NJW 2006, 1989; ebenso Kopp\/Schenke, Verwaltungsgerichtsordnung, Kommentar, 19.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;55a Rz&nbsp;5).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Per Telefax &uuml;bermittelte Verwaltungs- oder Gerichtsentscheidungen erfordern keinen besonderen Nachweis der Urheberschaft (Authentizit&auml;t) und keinen besonderen Schutz vor nachtr&auml;glicher Ver&auml;nderung (Integrit&auml;t). Insoweit unterscheiden sie sich ma&szlig;geblich von elektronischen Dokumenten, die leicht elektronisch &auml;nderbar sind und deren Absicherung die Regelungen zur qualifizierten Signatur allein bezwecken (vgl. Beschluss des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; vom 14.&nbsp;Januar 2010 VII&nbsp;ZB&nbsp;112\/08, BGHZ 184, 75, unter Bezugnahme auf den BGH-Beschluss vom 4.&nbsp;Dezember 2008 IX&nbsp;ZB&nbsp;41\/08, Neue Juristische Wochenschrift &#8211;Rechtsprechungs-Report Zivilrecht &#8211;NJW-RR&#8211; 2009, 357 und BTDrucks 14\/4987, S.&nbsp;24; BTDrucks 15\/4067, S.&nbsp;37&nbsp;f. zu &sect;&nbsp;55a der Verwaltungsgerichtsordnung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r andere Dokumente stellt sich selbst bei &Uuml;bermittlung per Telefax &#8211;wie im Streitfall&#8211; das Problem der Integrit&auml;t nicht anders als bei traditionell &uuml;bermittelten Schriftst&uuml;cken, f&uuml;r die eine qualifizierte Signatur nicht erforderlich ist (BVerwG-Beschluss in NJW 2006, 1989).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) F&uuml;r das Ferrari-Fax-Verfahren ist ersichtlich eine abweichende Beurteilung nicht geboten. Denn das im Rahmen dieses Verfahrens vom Rechenzentrum der Finanzverwaltung auf Veranlassung des FA abgesandte und auf dem Telefax-Empfangsger&auml;t eingehende Telefax entspricht hinsichtlich Format und Ab&auml;nderbarkeit den im &quot;normalen&quot; Telefax-Verfahren &uuml;bermittelten Dokumenten, f&uuml;r die das Telefax-Verfahren &#8211;wie ausgef&uuml;hrt&#8211; ohne Bindung an die Vorschriften f&uuml;r elektronische Dokumente zul&auml;ssig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf die im Bereich der Finanzverwaltung bis zur Absendung durch das Rechenzentrum ablaufenden Vorg&auml;nge kommt es schon deshalb nicht an, weil es sich bis zur Absendung der Bescheide lediglich um Entw&uuml;rfe bzw. nicht rechtsverbindliche Fassungen handelt, die fr&uuml;hestens mit Absendung (hier durch das Landesrechnungszentrum) rechtliche Wirkung gegen&uuml;ber Steuerpflichtigen entfalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die angefochtene FG-Entscheidung erweist sich indessen aus anderen Gr&uuml;nden als rechtm&auml;&szlig;ig (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Obwohl die im sog. Ferrari-Fax-Verfahren &uuml;bersandten Entscheidungen der Finanzverwaltung nicht anders als andere per Telefax &uuml;bersandte Dokumente keine elektronischen Dokumente i.S. des &sect;&nbsp;87a AO sind und infolgedessen wie auf dem Postweg &uuml;bersandte Steuerbescheide weder einer Unterschrift noch einer Signatur nach dem Signaturgesetz bed&uuml;rfen, ist mit der Vorinstanz &#8211;wenn auch aus anderen als den von ihr angenommenen und unter II.1. verworfenen Gr&uuml;nden&#8211; davon auszugehen, dass die einmonatige Frist zur Erhebung der Klage gegen die angefochtenen Bescheide nach &sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;1 FGO gewahrt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klagefrist l&auml;uft nicht an, wenn die anzufechtende Entscheidung &#8211;wie im Streitfall die Einspruchsentscheidung des FA&#8211; nicht wirksam bekannt gegeben wird (BFH-Urteil vom 20.&nbsp;Oktober 1987 VII&nbsp;R&nbsp;19\/87, BFHE 151, 24, BStBl II 1988, 97) und dieser Mangel auch nicht geheilt wird (vgl. BFH-Urteil vom 25.&nbsp;Januar 1994 VIII&nbsp;R&nbsp;45\/92, BFHE 173, 213, BStBl II 1994, 603).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall fehlt eine wirksame Bekanntgabe der Einspruchsentscheidung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach den f&uuml;r den Senat bindenden tats&auml;chlichen Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) druckte das im Streitzeitraum verwendete und inzwischen nicht mehr vorhandene Telefaxger&auml;t des Kl&auml;gers, an das die Einspruchsentscheidung &uuml;bersandt wurde, zwar jeweils nach Ma&szlig;gabe der technischen Einstellungen &quot;automatisch&quot; (ohne T&auml;tigkeit des Empf&auml;ngers oder seiner Bediensteten) eingehende Telefaxe aus. Ein entsprechender Ausdruck der Einspruchsentscheidung wurde aber nach dem unwiderleglichen Vortrag des Kl&auml;gers unter Bezugnahme auf sein Posteingangsbuch nicht von ihm vorgefunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ohne eine solche Verk&ouml;rperung fehlte es an der nach den &sect;&sect;&nbsp;122, 124 AO erforderlichen Bekanntgabe der &#8211;nach &sect;&nbsp;366 AO schriftlich zu erlassenden&#8211; Einspruchsentscheidung. Sie kann zwar durch Telefax &uuml;bermittelt werden, ist aber bei dieser Form der &Uuml;bermittlung erst mit dem Ausdruck durch das empfangende Telefaxger&auml;t &quot;schriftlich&quot; erlassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Dabei kann nach der BFH-Rechtsprechung nicht allein wegen des Sendeberichts des Sendeger&auml;ts (sog. &quot;OK&quot;-Vermerk) und eines Eingangsvermerks im Empfangsprotokoll des angew&auml;hlten Ger&auml;ts nach den Grunds&auml;tzen des Anscheinsbeweises davon ausgegangen werden, dass der betroffene Bescheid ordnungsgem&auml;&szlig; &uuml;bermittelt und ausgedruckt worden ist (BFH-Urteil in BFHE 186, 491, BStBl II 1999, 48, unter Bezugnahme auf das BGH-Urteil vom 7.&nbsp;Dezember 1994 VIII&nbsp;ZR&nbsp;153\/93, NJW 1995, 665; eben-so Urteil des Oberlandesgerichts &#8211;OLG&#8211; M&uuml;nchen vom 16.&nbsp;Dezember 1992&nbsp;&nbsp;7&nbsp;U&nbsp;5553\/92, NJW 1993, 2447; Beschluss des Kammergerichts Berlin vom 4.&nbsp;M&auml;rz 1994&nbsp;&nbsp;5&nbsp;W&nbsp;7083\/93, NJW 1994, 3172; Beschluss des OLG K&ouml;ln vom 4.&nbsp;Januar 1995&nbsp;&nbsp;27&nbsp;W&nbsp;20\/94, Monatsschrift f&uuml;r Deutsches Recht &#8211;MDR&#8211; 1995, 411; zur Notwendigkeit eines Ausdrucks als Voraussetzung einer wirksamen Bekanntgabe Urteil des Verwaltungsgerichts Cottbus vom 25.&nbsp;Juli 2013&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;759\/09, juris; Schmittmann, MDR 1994, 1081; Laghzaoui\/Wirges, MDR 1996, 230; Pape\/Notthoff, NJW 1996, 417, 425; Marly in Lindenmaier\/M&ouml;hring, Nachschlagewerk des Bundesgerichtshofs, &sect;&nbsp;144 ZPO Nr.&nbsp;12; Schmid, Wirtschaftsrechtliche Beratung 1995, 355; a.A. z.B. Urteil des Landgerichts Frankfurt a.M. vom 12.&nbsp;Januar 1993&nbsp;&nbsp;3\/8&nbsp;0&nbsp;208\/91, Recht der internationalen Wirtschaft 1994, 778; Burgard, Betriebs-Berater 1995, 222, und in Archiv f&uuml;r die civilistische Praxis 195, 74, 132).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Auch nach der Rechtsprechung des BGH wird die erforderliche Schriftform einer bekannt zu gebenden Entscheidung nicht schon dadurch hergestellt, dass sie nach &Uuml;bersendung durch Telefax zun&auml;chst im Empfangsger&auml;t elektronisch gespeichert wird. Vielmehr ist die Schriftform &#8211;im Gegensatz zu der fristwahrenden Wirkung von elektronisch eingelegten Rechtsbehelfen bereits bei elektronischer Speicherung (BGH-Beschl&uuml;sse vom 25.&nbsp;April 2006 IV&nbsp;ZB&nbsp;20\/05, BGHZ 167, 214, Rz&nbsp;18; vom 8.&nbsp;Mai 2007 VI&nbsp;ZB&nbsp;74\/06, NJW 2007, 2045, Rz&nbsp;12; vom 15.&nbsp;September 2009 XI&nbsp;ZB&nbsp;29\/08, juris, Rz&nbsp;16; vom 18.&nbsp;November 2010 I&nbsp;ZB&nbsp;62\/10, juris, Rz&nbsp;5; vom 17.&nbsp;April 2012 XI&nbsp;ZB&nbsp;4\/11, juris; Beschluss des OLG des Landes Sachsen-Anhalt vom 27.&nbsp;August 2012 U&nbsp;32\/12, MDR 2013, 55)&#8211; erst mit dem Ausdruck des gespeicherten Dokuments erf&uuml;llt (BGH-Beschl&uuml;sse in BGHZ 167, 214, Rz&nbsp;21; in NJW 2008, 2649, Rz&nbsp;11, und in NJW-RR 2009, 357, Rz&nbsp;8). Dementsprechend hat auch der Senat die erforderliche Schriftform einer elektronisch &uuml;bermittelten Rechtsbehelfsschrift erst mit ihrem Ausdruck als gegeben angesehen (BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Juni 2010 VIII&nbsp;R&nbsp;38\/08, BFHE 230, 115, BStBl II 2010, 1017).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Nach dieser Rechtsprechung kommt es auf den Einwand des FA, ein solcher fehlender Ausdruck beruhe allenfalls auf Fehlern in der Sph&auml;re des Empf&auml;ngers (wie z.B. Papierstau und &auml;hnliche Umst&auml;nde), ersichtlich nicht an. Denn f&uuml;r den Zugang von Bescheiden tr&auml;gt im Zweifel die Finanzbeh&ouml;rde die Beweislast (vgl. BFH-Urteile vom 12.&nbsp;M&auml;rz 2003 X&nbsp;R&nbsp;17\/99, BFH\/NV 2003, 1031; vom 18.&nbsp;November 2003 VII&nbsp;R&nbsp;5\/02, BFH\/NV 2004, 1057). F&uuml;r den m&ouml;glichen Sonderfall, dass ein Ausdruck eingehender Telefaxe durch den Bekanntgabeempf&auml;nger vors&auml;tzlich verhindert wird und deshalb ausnahmsweise eine Speicherung im Telefaxger&auml;t des Bekanntgabeempf&auml;ngers f&uuml;r ausreichend erachtet werden k&ouml;nnte (vgl. BFH-Urteil in BFHE 186, 491, BStBl II 1999, 48), sind Anhaltspunkte im Streitfall weder vorgetragen noch ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Abgesehen davon zeigt die Regelung des &sect;&nbsp;122 Abs.&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 AO den ausdr&uuml;cklichen Willen des Gesetzgebers, dem Finanzamt &quot;im Zweifel&quot; die Beweislast f&uuml;r den Zugang von Bescheiden aufzuerlegen. Vermutetem rechtsmissbr&auml;uchlichem Verhalten von Empf&auml;ngern der Bescheide kann die Beh&ouml;rde im &Uuml;brigen durch Zustellung der Bescheide mittels Zustellungsurkunde angemessen begegnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ist &#8211;wie im Streitfall nach den bindenden tats&auml;chlichen Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO)&#8211; ein automatisch vorgesehener Ausdruck tats&auml;chlich nicht erfolgt, kann der Empf&auml;nger in der Regel nicht erkennen, dass ein solches Telefax im Ger&auml;t eingegangen ist. Davon muss er &#8211;bei automatischem Ausdruck eingehender Telefaxe wie im Streitfall&#8211; grunds&auml;tzlich auch nicht ausgehen, sodass eine regelm&auml;&szlig;ige Pflicht, Sendeprotokolle hinsichtlich eingegangener, aber nicht ausgedruckter Telefaxe zu pr&uuml;fen, die Sorgfaltspflichten der Adressaten &uuml;berspannen w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Die Aush&auml;ndigung einer Bescheidkopie an den Kl&auml;ger unter Streichen der Rechtsmittelbelehrung stellt schon wegen des erkennbaren Willens des FA, keinen Bescheid zu erlassen, keine Zweitbescheidung dar, die ihrerseits den Lauf einer Rechtsbehelfsfrist h&auml;tte ausl&ouml;sen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;124 Abs.&nbsp;1 AO ist f&uuml;r die Wirksamkeit eines Steuerbescheides die Bekanntgabe notwendige Voraussetzung. Die Bekanntgabe muss vom Willen der den Steuerbescheid erlassenden Beh&ouml;rde getragen werden. Ein ohne Bekanntgabewillen zur Kenntnis gebrachter Verwaltungsakt erlangt daher keine Wirksamkeit (BFH-Urteile vom 27.&nbsp;Juni 1986 VI&nbsp;R&nbsp;23\/83, BFHE 147, 205, BStBl II 1986, 832; vom 24.&nbsp;November 1988 V&nbsp;R&nbsp;123\/83, BFHE 155, 466, BStBl II 1989, 344; zum Sonderfall einer vollst&auml;ndigen Bescheidkopie zur Heilung einer fr&uuml;heren fehlerhaften Bekanntgabe vgl. BFH-Beschluss vom 7.&nbsp;November 2008 X&nbsp;B&nbsp;55\/08, BFH\/NV 2009, 195; Seer in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;124 AO Rz&nbsp;8&nbsp;ff.; G&uuml;roff in Beermann\/Gosch, AO &sect;&nbsp;124 Rz&nbsp;7).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Der Bekanntgabewille fehlt, wenn die &Uuml;bersendung eines Schriftst&uuml;cks nicht zu dem Zweck erfolgt, die an eine Bekanntgabe gekn&uuml;pften Rechtsfolgen herbeizuf&uuml;hren, sondern etwa nur der Information des Empf&auml;ngers &uuml;ber den Inhalt eines bei den Akten befindlichen Schriftst&uuml;cks dienen soll (vgl. Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs vom 11.&nbsp;M&auml;rz 1985 V&nbsp;OE&nbsp;82\/82, Rechtsprechung der Hessischen Verwaltungsgerichte 1985, 81; Urteil des FG D&uuml;sseldorf vom 11.&nbsp;September 1985 VIII&nbsp;325\/81&nbsp;V, EFG 1986, 55).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Insbesondere das Streichen der Rechtsbehelfsbelehrung zeigt, dass sich an die &Uuml;bersendung der Bescheidkopie keine Rechtsfolgen kn&uuml;pfen sollten (vgl. dazu BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Oktober 1986 I&nbsp;R&nbsp;254\/83, BFH\/NV 1988, 10).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.3.2014, VIII R 9\/10 Keine wirksame Bekanntgabe einer im Wege des sog. Ferrari-Fax-Verfahrens &uuml;bermittelten, aber nicht vom Empfangsger&auml;t ausgedruckten Einspruchsentscheidung Leits&auml;tze 1. Die gesetzlich gebotene Schriftform f&uuml;r beh&ouml;rdliche und gerichtliche Entscheidungen wird auch durch &Uuml;bersendung per Telefax gewahrt (st&auml;ndige Rechtsprechung; BFH-Urteile vom 4. Juli 2002 V R 31\/01, BFHE 198, 337, BStBl &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-9-10-keine-wirksame-bekanntgabe-einer-im-wege-des-sog-ferrari-fax-verfahrens-uebermittelten-aber-nicht-vom-empfangsgeraet-ausgedruckten-einspruchsentscheidung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;9\/10 &#8211; Keine wirksame Bekanntgabe einer im Wege des sog. 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