{"id":63171,"date":"2014-08-13T18:06:30","date_gmt":"2014-08-13T16:06:30","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63171"},"modified":"2014-08-13T18:06:30","modified_gmt":"2014-08-13T16:06:30","slug":"xi-r-25-12-keine-vorsteuerkorrektur-beim-letzten-inlaendischen-unternehmer-einer-lieferkette-bei-rabattgewaehrung-durch-auslaendischen-hersteller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-25-12-keine-vorsteuerkorrektur-beim-letzten-inlaendischen-unternehmer-einer-lieferkette-bei-rabattgewaehrung-durch-auslaendischen-hersteller\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;25\/12 &#8211; Keine Vorsteuerkorrektur beim letzten inl&auml;ndischen Unternehmer einer Lieferkette bei Rabattgew&auml;hrung durch ausl&auml;ndischen Hersteller"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.6.2014, XI R 25\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Vorsteuerkorrektur beim letzten inl&auml;ndischen Unternehmer einer Lieferkette bei Rabattgew&auml;hrung durch ausl&auml;ndischen Hersteller<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Gew&auml;hrt der erste, in einem anderen Mitgliedstaat der EU ans&auml;ssige und dort eine steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung ausf&uuml;hrende Unternehmer in einer Lieferkette dem letzten inl&auml;ndischen Unternehmer einen Rabatt, ist dessen Vorsteuerabzug nicht nach &sect; 17 Abs. 1 Satz 4 i.V.m. Satz 5 UStG zu berichtigen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin), eine GmbH, ist Organtr&auml;gerin der C, die Computer herstellt und vertreibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die C bezog f&uuml;r ihre Produktion u.a. Prozessoren des Herstellers X von dem in der Bundesrepublik Deutschland ans&auml;ssigen Unternehmen B, dem autorisierten Distributor der in Gro&szlig;britannien ans&auml;ssigen A. Die C entrichtete an B den vereinbarten Kaufpreis und machte die in den entsprechenden Eingangsrechnungen gesondert ausgewiesene Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend. Nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) hatte A die Prozessoren steuerfrei innergemeinschaftlich an B geliefert, die diese innergemeinschaftlich erworben hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die A gew&auml;hrte der C in den Jahren 2008 und 2009 (Streitjahre) &#8211;abh&auml;ngig von der Anzahl der von ihr in einem bestimmten Zeitraum in Computer eingebauten Prozessoren des Herstellers X&#8211; als sog. &quot;Ma&szlig;nahme einer au&szlig;erordentlichen Preisanpassung&quot; (Exceptional Customer Adjusted Price) Verg&uuml;tungsbetr&auml;ge (R&uuml;ckverg&uuml;tungen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer den Pr&uuml;fungszeitraum 2008 und 2009 umfassenden Umsatzsteuer-Sonderpr&uuml;fung vertrat der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Auffassung, die Zahlungen der A an die C seien als Minderungen des Entgelts zu betrachten, die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) zu einer Berichtigung der Vorsteuerabzugsbetr&auml;ge bei der Kl&auml;gerin als Organtr&auml;gerin der C f&uuml;hrten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dementsprechend &auml;nderte das FA mit Bescheid vom 20.&nbsp;Mai 2010 die Festsetzung der Umsatzsteuer f&uuml;r den Umsatzsteuer-Voranmeldungszeitraum Dezember 2009 und k&uuml;rzte hierbei die abziehbaren Vorsteuerbetr&auml;ge um &#8230;&nbsp;EUR. Mit &Auml;nderungsbescheid vom 21.&nbsp;Mai 2010 setzte es &#8211;gleichfalls den Ergebnissen der Umsatzsteuer-Sonderpr&uuml;fung folgend&#8211; die Umsatzsteuer f&uuml;r das Streitjahr 2008 unter K&uuml;rzung der abziehbaren Vorsteuerbetr&auml;ge um &#8230;&nbsp;EUR neu fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobene Klage hatte Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG f&uuml;hrte zur Begr&uuml;ndung seiner Entscheidung im Wesentlichen aus, dem Streitfall liege der in &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 UStG geregelte Sachverhalt, dass ein anderer Unternehmer, der durch die &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage wirtschaftlich beg&uuml;nstigt werde, seinen Vorsteuerabzug zu berichtigen habe, nicht zugrunde. Voraussetzung f&uuml;r eine Vorsteuerberichtigung nach dieser Vorschrift sei, dass sich die Bemessungsgrundlage f&uuml;r einen steuerpflichtigen Umsatz ge&auml;ndert habe. Das sei hier nicht der Fall. Denn die Ums&auml;tze der &#8211;die Verg&uuml;tungsbetr&auml;ge gew&auml;hrenden&#8211; A seien nicht steuerpflichtig, sondern steuerfrei. Auch die Bemessungsgrundlage f&uuml;r den innergemeinschaftlichen Erwerb der B habe sich nicht ge&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es bed&uuml;rfe keiner Korrektur nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 UStG, weil sich die von B geschuldete Umsatzsteuer und der Vorsteuerabzug der Kl&auml;gerin der H&ouml;he nach weiterhin ausglichen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA st&uuml;tzt seine Revision auf die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es bringt vor, entgegen der vom FG vertretenen Auffassung habe die Kl&auml;gerin ihren Vorsteuerabzug zu berichtigen, weil eine &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage i.S. des &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 UStG auch dann vorliege, wenn &#8211;wof&uuml;r Wortlaut, Systematik, Sinn und Zweck sowie richtlinienkonforme Auslegung dieser Vorschrift spr&auml;chen&#8211; der innerhalb einer Lieferkette den Preisnachlass oder Rabatt gew&auml;hrende Unternehmer innergemeinschaftlich liefere und dessen unmittelbarer Abnehmer innergemeinschaftlich i.S. des &sect;&nbsp;1a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG erwerbe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Vorsteuerkorrektur nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 UStG sei nicht auf die F&auml;lle beschr&auml;nkt, in denen der in der Lieferkette Rabatt gew&auml;hrende Unternehmer einen Umsatz i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG erbringe. Der Wortlaut des &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 UStG beziehe sich n&auml;mlich lediglich auf &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG. Er mache die Vorsteuerkorrektur zwar von einer &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage des Umsatzes des den Rabatt bzw. Preisnachlass gew&auml;hrenden Unternehmers abh&auml;ngig, definiere aber nicht die Fallkonstellationen, in denen eine &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage anzunehmen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 UStG sei systematisch im Zusammenhang mit &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 UStG zu sehen, der bestimme, dass die S&auml;tze 1 bis 4 des &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 UStG sinngem&auml;&szlig; in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 UStG (innergemeinschaftlicher Erwerb) und des &sect;&nbsp;13b UStG (Leistungsempf&auml;nger als Steuerschuldner) anzuwenden seien, und somit den Anwendungsbereich auf die F&auml;lle erweitere, in denen ein innergemeinschaftlicher Erwerb in der Lieferkette vorangegangen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar sei nach dem Urteil des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) vom 15.&nbsp;Oktober 2002 C-427\/98 &#8211;Kommission\/ Deutschland&#8211; (Slg.&nbsp;2002, I-8315, BStBl II 2004, 328) ein Mitgliedstaat berechtigt, die Grunds&auml;tze des EuGH-Urteils vom 24.&nbsp;Oktober 1996 C-317\/94 &#8211;Elida Gibbs&#8211; (Slg.&nbsp;1996, I-5339, BStBl II 2004, 324) dann nicht anzuwenden, wenn der Umsatz, dessen Bemessungsgrundlage sich &auml;ndere, steuerfrei sei (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 26.&nbsp;April 2012 V&nbsp;R&nbsp;18\/11, BFHE 237, 512, BFH\/NV 2012, 1393). Mit der Regelung des &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 UStG habe der Gesetzgeber dagegen ausdr&uuml;cklich seinen Willen zum Ausdruck gebracht, die Grunds&auml;tze des EuGH-Urteils &#8211;Elida Gibbs&#8211; (Slg.&nbsp;1996, I-5339, BStBl II 2004, 324) auch im Falle eines innergemeinschaftlichen Erwerbs gelten zu lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Rabattgew&auml;hrung des ausl&auml;ndischen Herstellers mindere das Entgelt f&uuml;r seine innergemeinschaftliche Lieferung und damit korrespondierend das Entgelt f&uuml;r den innergemeinschaftlichen Erwerb des Zwischenh&auml;ndlers, der die Vorsteuer i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 UStG in sinngem&auml;&szlig;er Anwendung des &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG ohne Ber&uuml;cksichtigung des Preisnachlasses abziehen d&uuml;rfe, weil er durch die &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage wirtschaftlich nicht beg&uuml;nstigt sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem Grundsatz der Neutralit&auml;t der Umsatzsteuer werde dadurch Rechnung getragen, dass sowohl die aus dem innergemeinschaftlichen Erwerb entstandene Steuer des Zwischenh&auml;ndlers als auch die Vorsteuer des aus dem Preisnachlass wirtschaftlich beg&uuml;nstigten Einzelh&auml;ndlers zu berichtigen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Berichtigung des Vorsteuerabzugs beim wirtschaftlich Beg&uuml;nstigten nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 UStG kn&uuml;pfe lediglich &#8211;was vorliegend erf&uuml;llt sei&#8211; an eine &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage an, was sich sowohl aus dem Sinn und Zweck des &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 UStG ergebe, nach dem systemwidrige Vorsteuer&uuml;berh&auml;nge zu vermeiden seien, als auch aus dessen richtlinienkonformer Auslegung folge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des Revisionsverfahrens hat das FA am 4.&nbsp;Oktober 2013 den Umsatzsteuer-Jahresbescheid f&uuml;r 2009 erlassen und (auch darin) die Umsatzsteuer entsprechend den Ergebnissen der Umsatzsteuer-Sonderpr&uuml;fung festgesetzt. Die Kl&auml;gerin hat hierzu &#8211;unwidersprochen&#8211; mitgeteilt, durch den Umsatzsteuer-Jahresbescheid 2009 sei der bisherige Streitstoff nicht ver&auml;ndert worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen und den Umsatzsteuer-Jahresbescheid f&uuml;r 2009 vom 4.&nbsp;Oktober 2013 dahingehend zu &auml;ndern, dass die Umsatzsteuer f&uuml;r 2009 auf &#8230;&nbsp;EUR festgesetzt wird, hilfsweise die Vorentscheidung aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie tritt dem Revisionsvorbringen entgegen und f&uuml;hrt hierzu im Wesentlichen aus, &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 UStG setze &#8211;woran es im Streitfall fehle&#8211; die &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage f&uuml;r einen steuerpflichtigen Umsatz i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG voraus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus der Rechtsprechung des EuGH und des BFH zur Rabattgew&auml;hrung au&szlig;erhalb einer Lieferkette, wonach es kein allgemeines Korrespondenzprinzip zwischen der Bemessungsgrundlage des Lieferanten und dem Vorsteuerabzug seines Abnehmers gebe, folge f&uuml;r den Streitfall, dass eine (m&ouml;gliche) &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage f&uuml;r die innergemeinschaftlichen Lieferungen &#8211;hier der A&#8211; nicht korrespondierend zu einer &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage f&uuml;r die innergemeinschaftlichen Erwerbe des Zwischenh&auml;ndlers &#8211;hier der B&#8211; f&uuml;hre.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Selbst wenn &#8211;wie das FA meine&#8211; sich die Bemessungsgrundlage f&uuml;r die innergemeinschaftlichen Erwerbe &auml;ndere und sich die vom Zwischenh&auml;ndler hieraus geschuldete Umsatzsteuer dementsprechend mindere, w&uuml;rde sich zugleich dessen Vorsteueranspruch in gleicher H&ouml;he reduzieren, sodass auch insoweit die Neutralit&auml;t der Mehrwertsteuer gewahrt bliebe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Fiskus erhalte &#8211;w&uuml;rde man der Ansicht des FA folgen&#8211; mehr Umsatzsteuer, als der Endverbraucher zahle, sodass es zu einem gegen den Grundsatz der Neutralit&auml;t der Mehrwertsteuer versto&szlig;enden Umsatzsteuer&uuml;berhang k&auml;me.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin regt hilfsweise eine Vorlage an den EuGH nach Art.&nbsp;267 des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union (AEUV) an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Das Urteil des FG war aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden insoweit aufzuheben, als es &uuml;ber den Umsatzsteuer-Vorauszahlungsbescheid f&uuml;r Dezember 2009 vom 20.&nbsp;Mai 2010 entschieden hat. Die mit Bescheid vom 4.&nbsp;Oktober 2013 festgesetzte Umsatzsteuer f&uuml;r 2009 war &#8211;dem Antrag der Kl&auml;gerin entsprechend&#8211; herabzusetzen. Im &Uuml;brigen war die Revision &#8211;hinsichtlich des Streitjahrs 2008&#8211; nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Vorentscheidung muss &#8211;soweit sie den Umsatzsteuer-Vorauszahlungsbescheid f&uuml;r Dezember 2009 vom 20.&nbsp;Mai 2010 betrifft&#8211; aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufgehoben werden, weil ihr ein nicht mehr existierender Verwaltungsakt zugrunde liegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der w&auml;hrend des Revisionsverfahrens ergangene Umsatzsteuer-Jahresbescheid f&uuml;r 2009 vom 4.&nbsp;Oktober 2013 hat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;68 Satz&nbsp;1 FGO den Umsatzsteuer-Vorauszahlungsbescheid f&uuml;r Dezember 2009 vom 20.&nbsp;Mai 2010, &uuml;ber den das FG entschieden hat, ersetzt und ist Gegenstand des Verfahrens geworden (vgl. dazu z.B. BFH-Urteile vom 3.&nbsp;November 2005 V&nbsp;R&nbsp;63\/02, BFHE 212, 161, BStBl II 2006, 337, unter II.1.; vom 10.&nbsp;November 2010 XI&nbsp;R&nbsp;79\/07, BFHE 231, 373, BStBl II 2011, 311, Rz&nbsp;23&nbsp;ff., jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit liegt dem FG-Urteil ein in seiner Wirkung suspendierter Bescheid zugrunde mit der Folge, dass auch das FG-Urteil insoweit keinen Bestand mehr haben kann (vgl. dazu z.B. BFH-Urteile vom 23.&nbsp;August 2007 V&nbsp;R&nbsp;10\/05, BFHE 217, 332, BFH\/NV 2007, 2217, unter II.1.a; vom 12.&nbsp;Februar 2009 V&nbsp;R&nbsp;61\/06, BFHE 224, 467, BStBl II 2009, 828, unter II.1.; in BFHE 231, 373, BStBl II 2011, 311, Rz&nbsp;23&nbsp;ff.; vom 11.&nbsp;Juli 2012 XI&nbsp;R&nbsp;17\/09, BFH\/NV 2013, 266, Rz&nbsp;28, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dennoch bedarf es hier keiner Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;127 FGO, da die Sache spruchreif ist. Der erkennende Senat kann auf der Grundlage der gleichwohl fortgeltenden finanzgerichtlichen Feststellungen auch zum Streitjahr 2009 entscheiden (vgl. dazu z.B. BFH-Urteile vom 12.&nbsp;September 2007 VIII&nbsp;R&nbsp;38\/04, BFH\/NV 2008, 37; in BFH\/NV 2013, 266, Rz&nbsp;28, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat zu Recht entschieden, dass keine Rechtsgrundlage zur Berichtigung des von der Kl&auml;gerin in Anspruch genommenen Vorsteuerabzugs vorhanden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Hat sich die Bemessungsgrundlage f&uuml;r einen steuerpflichtigen Umsatz i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG ge&auml;ndert, so hat nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 UStG in der im Streitfall geltenden Fassung der Unternehmer, der diesen Umsatz ausgef&uuml;hrt hat, den daf&uuml;r geschuldeten Steuerbetrag zu berichtigen (&sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG). Ebenfalls ist der Vorsteuerabzug bei dem Unternehmer, an den dieser Umsatz ausgef&uuml;hrt wurde, zu berichtigen (&sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UStG). Dies gilt nicht, soweit er durch die &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage wirtschaftlich nicht beg&uuml;nstigt wird (&sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG). Wird in diesen F&auml;llen ein anderer Unternehmer durch die &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage wirtschaftlich beg&uuml;nstigt, hat dieser Unternehmer seinen Vorsteuerabzug zu berichtigen (&sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 UStG). Die S&auml;tze&nbsp;1 bis 4 gelten in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 UStG &#8211;innergemeinschaftlicher Erwerb&#8211; und des &sect;&nbsp;13b UStG &#8211;Leistungsempf&auml;nger als Steuerschuldner&#8211; sinngem&auml;&szlig; (&sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Unionsrechtlich beruht &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 UStG auf Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG) &#8211;nunmehr Art.&nbsp;185 Abs.&nbsp;1 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL)&#8211;, wonach der urspr&uuml;ngliche Vorsteuerabzug berichtigt wird, &quot;wenn sich die Faktoren, die bei der Festsetzung des Vorsteuerabzugsbetrags ber&uuml;cksichtigt werden, nach Abgabe der [Mehrwertsteuer-]Erkl&auml;rung ge&auml;ndert haben, insbesondere bei r&uuml;ckg&auml;ngig gemachten K&auml;ufen oder erlangten Rabatten&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Diese Voraussetzungen f&uuml;r eine Vorsteuerkorrektur sind im Streitfall nicht erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) F&uuml;r die von der B an die C ausgef&uuml;hrten Ums&auml;tze hat sich die Bemessungsgrundlage, das Entgelt (vgl. &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;1 bis 3 UStG), nicht gemindert. Es fehlt insoweit an den Voraussetzungen, an die die Vorsteuerkorrektur nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 UStG ankn&uuml;pft. Das ist im &Uuml;brigen zwischen den Beteiligten auch nicht umstritten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Umsatz, dessen Bemessungsgrundlage sich h&auml;tte nachtr&auml;glich &auml;ndern k&ouml;nnen, wurde von der A an die B ausgef&uuml;hrt. Er war nicht im Inland steuerbar, sondern in Gro&szlig;britannien; er war auch nicht steuerpflichtig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Erstattet der erste Unternehmer in einer Lieferkette dem letzten Abnehmer &#8211;wie im Streitfall die A der C&#8211; einen Teil des von diesem gezahlten Leistungsentgelts oder gew&auml;hrt er ihm einen Preisnachlass, mindert sich dadurch grunds&auml;tzlich die Bemessungsgrundlage f&uuml;r den Umsatz des ersten Unternehmers &#8211;hier der Umsatz der A&#8211; (vgl. EuGH-Urteile &#8211;Elida Gibbs&#8211; in Slg.&nbsp;1996, I-5339, BStBl II 2004, 324; vom 24.&nbsp;Oktober 1996 C-288\/94 &#8211;Argos Distributors Ltd.&#8211;, Slg.&nbsp;1996, I-5311, Umsatzsteuer-Rundschau 1997, 263; &#8211;Kommission\/Deutschland&#8211; in Slg.&nbsp;2002, I-8315, BStBl II 2004, 328; BFH-Urteile vom 12.&nbsp;Januar 2006 V&nbsp;R&nbsp;3\/04, BFHE 213, 69, BStBl II 2006, 479, unter II.1.b; vom 13.&nbsp;Juli 2006 V&nbsp;R&nbsp;46\/05, BFHE 214, 463, BStBl II 2007, 186, unter II.2.; vom 13.&nbsp;M&auml;rz 2008 V&nbsp;R&nbsp;70\/06, BFHE 221, 429, BStBl II 2008, 997, unter II.1.b&nbsp;aa; vom 15.&nbsp;Februar 2012 XI&nbsp;R&nbsp;24\/09, BFHE 236, 267, BStBl II 2013, 712, Rz&nbsp;15).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die A h&auml;tte daher den f&uuml;r ihren Umsatz an ihren Abnehmer der n&auml;chsten Stufe &#8211;B&#8211; geschuldeten Steuerbetrag nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG zu ihren Gunsten berichtigen k&ouml;nnen (vgl. dazu BFH-Urteil in BFHE 213, 69, BStBl II 2006, 479, unter II.1.b), soweit die Ums&auml;tze der A nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG der Umsatzsteuer im Inland unterlegen h&auml;tten und steuerpflichtig gewesen w&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies war jedoch nicht der Fall. Vielmehr hat A die Lieferungen der Prozessoren an B in Gro&szlig;britannien erbracht, und zwar entsprechend Art.&nbsp;28c Teil A Buchst.&nbsp;a der Richtlinie 77\/388\/EWG &#8211;nunmehr Art.&nbsp;138 Abs.&nbsp;1 der MwStSystRL&#8211; als steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Vorsteuerberichtigung nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 UStG setzt ebenso wie &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 UStG eine &#8211;im Streitfall nicht vorliegende&#8211; &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage f&uuml;r einen steuerpflichtigen Umsatz voraus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Mit der Formulierung &quot;in diesen F&auml;llen&quot; kn&uuml;pft die Vorsteuerberichtigung nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 UStG nach Wortlaut und Gesetzessystematik nicht nur &#8211;wie das FA meint&#8211; (voraussetzungslos) an die in &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG geregelten F&auml;lle an, in denen ein anderer Unternehmer durch die &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage wirtschaftlich beg&uuml;nstigt wird, sondern auch an die in &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG enthaltene Bedingung, dass &quot;sich die Bemessungsgrundlage f&uuml;r einen steuerpflichtigen Umsatz im Sinne des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 [UStG] ge&auml;ndert&quot; hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 UStG regelt nicht die Voraussetzungen der Vorsteuerberichtigung, sondern lediglich (in personeller Hinsicht), welcher Unternehmer seinen Vorsteuerabzug zu berichtigen hat. Abweichend von &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UStG, wonach der Vorsteuerabzug bei dem Unternehmer zu berichtigen ist, &quot;an den dieser Umsatz ausgef&uuml;hrt wurde&quot;, ordnet &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 UStG die Berichtigung des Vorsteuerabzugs bei dem (anderen) Unternehmer an, der durch die &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage &quot;wirtschaftlich beg&uuml;nstigt&quot; wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Dieses Verst&auml;ndnis entspricht der Gesetzesbegr&uuml;ndung zu &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 UStG hat der Gesetzgeber &sect;&nbsp;17 UStG an die EuGH-Rechtsprechung im Urteil &#8211;Elida Gibbs&#8211; (Slg.&nbsp;1996, I-5339, BStBl II 2004, 324) angepasst (vgl. dazu BFH-Urteil in BFHE 236, 267, BStBl II 2013, 712, Rz&nbsp;28). In den Gesetzesmaterialien (BRDrucks&nbsp;605\/04, 69&nbsp;f.) wird ausgef&uuml;hrt, dass f&uuml;r Unternehmer, die auf den Produktions- und Vertriebsstufen vor der Endverbrauchsstufe t&auml;tig seien, die Umsatzbesteuerung neutral sein m&uuml;sse. Unter Ber&uuml;cksichtigung dieses Grundsatzes d&uuml;rfe dem Fiskus aus allen Umsatzgesch&auml;ften von der Produktion bis zum Endverbraucher insgesamt nur der Umsatzsteuerbetrag zuflie&szlig;en, den der Endverbraucher wirtschaftlich aufwende.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hieraus folgt, dass &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 UStG dazu dient, beim wirtschaftlich beg&uuml;nstigten Unternehmer durch eine Vorsteuerkorrektur den nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG geminderten Steuerbetrag auszugleichen. Der Anwendung dieser Korrekturvorschrift bedarf es jedoch nicht, soweit es &#8211;wie im Streitfall&#8211; an einer Minderung des Steuerbetrags i.S. des &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG fehlt. Anderenfalls k&auml;me es &#8211;was dem Sinn und Zweck des &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 UStG, die Neutralit&auml;t der Umsatzsteuer zu gew&auml;hrleisten, widerspr&auml;che&#8211; zu einem Umsatzsteuer&uuml;berhang.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) An dieser &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage f&uuml;r einen steuerpflichtigen Umsatz als Voraussetzung f&uuml;r eine Vorsteuerberichtigung nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 UStG fehlt es, soweit &#8211;wie im Streitfall&#8211; der Unternehmer, der eine steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung aus einem anderen Mitgliedstaat der Europ&auml;ischen Union in das Inland ausf&uuml;hrt, an den letzten inl&auml;ndischen Unternehmer der Lieferkette eine R&uuml;ckverg&uuml;tung gew&auml;hrt. Ein steuerpflichtiger Umsatz, dessen Bemessungsgrundlage sich ge&auml;ndert h&auml;tte, liegt &#8211;wie vorstehend ausgef&uuml;hrt&#8211; nicht vor. Die R&uuml;ckverg&uuml;tung, die der ausl&auml;ndische, die steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung in Gro&szlig;britannien ausf&uuml;hrende Unternehmer A der C als letztem (inl&auml;ndischen) Unternehmer der Lieferkette gew&auml;hrt hat, f&uuml;hrt bei C mithin zu keiner Vorsteuerberichtigung nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Aus &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 UStG, der u.a. bestimmt, dass die &quot;S&auml;tze&nbsp;1 bis 4&quot; auch im Falle eines innergemeinschaftlichen Erwerbs sinngem&auml;&szlig; gelten, ergibt sich &#8211;entgegen der Ansicht des FA&#8211; nichts anderes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Auch danach ist eine &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage f&uuml;r einen steuerpflichtigen Umsatz Voraussetzung f&uuml;r eine Vorsteuerberichtigung. Denn &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 UStG ordnet f&uuml;r die F&auml;lle des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 UStG &#8211;innergemeinschaftlicher Erwerb&#8211; und des &sect;&nbsp;13b UStG &#8211;Leistungsempf&auml;nger als Steuerschuldner&#8211; die sinngem&auml;&szlig;e Geltung von &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;1 bis 4 UStG an. Die Vorschrift kn&uuml;pft damit auch an die in &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG enthaltene Voraussetzung an, dass &quot;sich die Bemessungsgrundlage f&uuml;r einen steuerpflichtigen Umsatz &#8230; ge&auml;ndert&quot; hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 UStG erweitert die in &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG f&uuml;r einen &quot;Umsatz im Sinne des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1&quot; UStG getroffene Regelung auf die F&auml;lle des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 UStG und des &sect;&nbsp;13b UStG. Die Vorschrift bezieht also lediglich die Ums&auml;tze des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 UStG und die F&auml;lle des &sect;&nbsp;13b UStG in die in &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;1 bis 4 UStG f&uuml;r die Ums&auml;tze i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG getroffenen Regelungen ein, verzichtet aber nicht auf die in &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG aufgestellte &#8211;und im Streitfall nicht vorliegende&#8211; Voraussetzung der &Auml;nderung der Bemessungsgrundlage f&uuml;r einen steuerpflichtigen Umsatz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Best&auml;tigt wird dies durch &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz 1 UStG in der vor der &Auml;nderung der Vorschrift durch das Gesetz zur Umsetzung von EU-Richtlinien in nationales Steuerrecht und zur &Auml;nderung weiterer Vorschriften (Richtlinien-Umsetzungsgesetz) vom 9.&nbsp;Dezember 2004 (BGBl I 2004, 3310) bis zum 15.&nbsp;Dezember 2004 geltenden Fassung. Die Vorschrift lautete:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Hat sich die Bemessungsgrundlage f&uuml;r einen steuerpflichtigen Umsatz im Sinne des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ge&auml;ndert, haben<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. der Unternehmer, der diesen Umsatz ausgef&uuml;hrt hat, den daf&uuml;r geschuldeten Steuerbetrag und<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. der Unternehmer, an den dieser Umsatz ausgef&uuml;hrt worden ist, den daf&uuml;r in Anspruch genommenen Vorsteuerabzug<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>entsprechend zu berichtigen; dies gilt in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 und des &sect;&nbsp;13b sinngem&auml;&szlig;.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hierdurch wird der dargelegte Zusammenhang zwischen &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz 1 und &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz 5 UStG in der nachfolgenden, in den Streitjahren 2008 und 2009 geltenden Gesetzesfassung besonders deutlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Die Ansicht, der zum Vorsteuerabzug berechtigte letzte Unternehmer einer Lieferkette m&uuml;sse auch bei vorausgegangener innergemeinschaftlicher Lieferung des Rabatt gew&auml;hrenden Herstellers nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 UStG seinen Vorsteuerabzug berichtigen und jener habe im Bestimmungsland in analoger Anwendung des Art.&nbsp;185 Abs.&nbsp;1 der MwStSystRL, &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 UStG einen R&uuml;ckforderungsanspruch in H&ouml;he der Umsatzsteuer (vgl. dazu Stadie in Rau\/D&uuml;rrw&auml;chter, Umsatzsteuergesetz, &sect;&nbsp;17 Rz&nbsp;215), widerspricht sowohl der in &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;1 UStG geregelten Gesetzeslage als auch dem Unionsrecht in der Auslegung durch den EuGH in den bezeichneten Urteilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Eine Vorlage an den EuGH nach Art.&nbsp;267 AEUV &#8211;wie von der Kl&auml;gerin hilfsweise angeregt&#8211; ist nicht geboten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zweifel an der Auslegung des f&uuml;r die Entscheidung im Streitfall einschl&auml;gigen Unionsrechts bestehen nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.6.2014, XI R 25\/12 Keine Vorsteuerkorrektur beim letzten inl&auml;ndischen Unternehmer einer Lieferkette bei Rabattgew&auml;hrung durch ausl&auml;ndischen Hersteller Leits&auml;tze Gew&auml;hrt der erste, in einem anderen Mitgliedstaat der EU ans&auml;ssige und dort eine steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung ausf&uuml;hrende Unternehmer in einer Lieferkette dem letzten inl&auml;ndischen Unternehmer einen Rabatt, ist dessen Vorsteuerabzug nicht nach &sect; 17 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-25-12-keine-vorsteuerkorrektur-beim-letzten-inlaendischen-unternehmer-einer-lieferkette-bei-rabattgewaehrung-durch-auslaendischen-hersteller\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;25\/12 &#8211; Keine Vorsteuerkorrektur beim letzten inl&auml;ndischen Unternehmer einer Lieferkette bei Rabattgew&auml;hrung durch ausl&auml;ndischen Hersteller<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63171","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63171","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63171"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63171\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63171"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63171"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63171"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}