{"id":63175,"date":"2014-08-13T18:06:26","date_gmt":"2014-08-13T16:06:26","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63175"},"modified":"2014-08-13T18:06:26","modified_gmt":"2014-08-13T16:06:26","slug":"iii-b-7-14-keine-investitionszulage-fuer-datensaetze-als-immaterielle-wirtschaftsgueter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-7-14-keine-investitionszulage-fuer-datensaetze-als-immaterielle-wirtschaftsgueter\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;7\/14 &#8211; Keine Investitionszulage f&uuml;r Datens&auml;tze als immaterielle Wirtschaftsg&uuml;ter"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 2.6.2014, III B 7\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Investitionszulage f&uuml;r Datens&auml;tze als immaterielle Wirtschaftsg&uuml;ter<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) ist Insolvenzverwalter &uuml;ber das Verm&ouml;gen der X-GmbH (Insolvenzschuldnerin).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Insolvenzschuldnerin bet&auml;tigte sich auf dem Gebiet der Geodatenver- und -bearbeitung. Mit Kaufvertr&auml;gen vom 22. und 23.&nbsp;Oktober 2003 erwarb sie eine digitale Luftbildkarte (DLK) f&uuml;r die Bundesrepublik Deutschland (Deutschland), ein digitales Basish&ouml;henmodell (DHM) sowie zwei Aero Triangulations-Datens&auml;tze. Hierf&uuml;r wurden fl&auml;chendeckend Luftbilder in analoger optischer Fotografie erstellt und auf deren Basis sodann mittels einer speziellen Software, dem Produktionssystem Argus, eine Luftbildkarte in digitaler Form gefertigt. Die Lieferung an die Insolvenzschuldnerin erfolgte auf Datentr&auml;gern (CD, DVD bzw. HDD). Das ausschlie&szlig;liche Nutzungs- und Verwertungsrecht an den Daten erhielt die Insolvenzschuldnerin. Die Anschaffungskosten beliefen sich auf insgesamt &#8230; EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Jahre 2003 und 2005 beantragte die Insolvenzschuldnerin eine erh&ouml;hte Investitionszulage (25&nbsp;v.H. nach &sect;&nbsp;2 des Investitionszulagengesetzes 1999 &#8211;InvZulG 1999&#8211;). Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt) lehnte letztlich die Gew&auml;hrung der Investitionszulage f&uuml;r beide Jahre mit der Begr&uuml;ndung ab, es handele sich um nicht f&ouml;rderbare immaterielle Wirtschaftsg&uuml;ter. Die Einspr&uuml;che blieben erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage ab. Es entschied mit Urteil vom 28.&nbsp;November 2013&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K 439\/12, dass es sich bei den von der Insolvenzschuldnerin angeschafften Datens&auml;tzen um immaterielle Wirtschaftsg&uuml;ter gehandelt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des Klageverfahrens wurde das Insolvenzverfahren gegen die Insolvenzschuldnerin er&ouml;ffnet und der Kl&auml;ger zum Insolvenzverwalter bestellt. Der Kl&auml;ger nahm das Verfahren auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der vom Kl&auml;ger eingelegten Nichtzulassungsbeschwerde macht er die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache und die Erforderlichkeit einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Fortbildung des Rechts und zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung geltend (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er tr&auml;gt vor, dass die Rechtsfrage, ob das in &sect;&nbsp;2 InvZulG 1999 genannte Tatbestandsmerkmal &quot;bewegliches Wirtschaftsgut&quot; auf k&ouml;rperliche Gegenst&auml;nde beschr&auml;nkt sei oder auch digitale Daten erfasse, grunds&auml;tzliche Bedeutung habe. Aus Gr&uuml;nden der Rechtssicherheit und der einheitlichen Handhabung des Rechts bestehe ein abstraktes Interesse der Allgemeinheit an der Kl&auml;rung dieser Rechtsfrage. Die Digitalisierung der Welt besch&auml;ftige sowohl die zivilrechtliche als auch die steuerrechtliche Rechtsprechung, wobei eine einheitliche L&ouml;sung nicht zu erkennen sei. Zivilrechtlich habe der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, dass auf Software die Sachm&auml;ngelhaftung entsprechend &sect;&sect;&nbsp;459&nbsp;ff. des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuches (BGB) anwendbar sei und ein Datentr&auml;ger mit dem darin verk&ouml;rperten Programm eine bewegliche Sache sei (BGH-Urteile vom 4.&nbsp;November 1987 VIII&nbsp;ZR&nbsp;314\/86, Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211; 1988, 406; vom 18.&nbsp;Oktober 1989 VIII&nbsp;ZR&nbsp;325\/88, NJW 1990, 320; vom 14.&nbsp;Juli 1993 VIII&nbsp;ZR&nbsp;147\/92, NJW 1993, 2436; vom 15.&nbsp;November 2006 XII&nbsp;ZR&nbsp;120\/04, NJW 2007, 2394). Umsatzsteuerlich werde die &Uuml;berlassung digital gespeicherter Datenbest&auml;nde als Lieferung von Gegenst&auml;nden behandelt und somit materiellen Wirtschaftsg&uuml;tern gleichgestellt (BFH-Urteil vom 13.&nbsp;M&auml;rz 1997 V&nbsp;R&nbsp;13\/96, BFHE 182, 423, BStBl II 1997, 372). Ertragsteuerlich sei die Einordnung und Abgrenzung weiterhin unklar. Da der aus dem Einkommensteuerrecht &uuml;bernommene Begriff im Investitionszulagenrecht grunds&auml;tzlich nach den f&uuml;r die Einkommensbesteuerung ma&szlig;gebenden Grunds&auml;tzen auszulegen sei, soweit sich nicht aus dem Gesetz, dem Zweck oder der Entstehungsgeschichte zwingend etwas anderes ergebe (vgl. BFH-Urteil vom 28.&nbsp;November 2006 III&nbsp;R&nbsp;17\/05, BFH\/NV 2007, 975), sei eine grunds&auml;tzliche Klarstellung des Begriffs des materiellen Wirtschaftsgutes zur Herstellung der Rechtssicherheit unabdingbar. Soweit der III.&nbsp;Senat des BFH im Sinne einer Wertrelation darauf abstelle (Senatsurteile vom 2.&nbsp;September 1988 III&nbsp;R&nbsp;38\/84, BFHE 154, 573, BStBl II 1989, 160; vom 30.&nbsp;Oktober 2008 III&nbsp;R&nbsp;82\/06, BFHE 223, 567, BStBl II 2009, 421), wof&uuml;r der Kaufpreis gezahlt werde, habe sich der IX.&nbsp;Senat des BFH in seinem Urteil vom 28.&nbsp;Oktober 2008 IX&nbsp;R&nbsp;22\/08 (BFHE 223, 228, BStBl II 2009, 527) der Rechtsprechung des BGH angeschlossen. Gleichzeitig habe der IX.&nbsp;Senat w&ouml;rtlich ausgef&uuml;hrt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Wenn der BFH in diesem Zusammenhang auch eine Standardsoftware als immaterielles Wirtschaftsgut behandelt, f&uuml;r dessen Anschaffung keine Investitionszulage gew&auml;hrt wird, so ist fraglich, ob diese Entscheidung vor dem (ge&auml;nderten) zivilrechtlichen und wirtschaftlichen Hintergrund &uuml;berhaupt noch zeitgem&auml;&szlig; ist.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der X.&nbsp;Senat habe in seinem Urteil vom 18.&nbsp;Mai 2011 X&nbsp;R&nbsp;26\/09 (BFHE 234, 42, BStBl II 2011, 865) hingegen ausgef&uuml;hrt, jede Art von Software sei ein immaterielles Wirtschaftsgut, auch Standardsoftware, die auf einem Datentr&auml;ger gespeichert sei. Der X.&nbsp;Senat habe aber offengelassen, ob er dem III.&nbsp;Senat in BFHE 223, 567, BStBl II 2009, 421 in seiner &Uuml;berlegung folgen k&ouml;nne, ob bei B&uuml;chern und Tontr&auml;gern die Vervielf&auml;ltigung und die H&auml;ufigkeit der Materialisierung zu einer Umwandlung in materielle Wirtschaftsg&uuml;ter f&uuml;hren k&ouml;nne. Der X.&nbsp;Senat habe aber auf die Beschr&auml;nkung des Verf&uuml;gungsrechts bei dem Erwerber einer Standardsoftware hingewiesen, wie dies typisch bei immateriellen Wirtschaftsg&uuml;tern sei. Im vorliegenden Fall habe die Insolvenzschuldnerin ein ausschlie&szlig;liches, zeitlich und r&auml;umlich unbeschr&auml;nktes, umfassendes Nutzungs- und Verwertungsrecht erworben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Letztlich spreche auch der Zweck des InvZulG, die Beschleunigung der Investitionsdynamik in den neuen Bundesl&auml;ndern, f&uuml;r die Annahme, Datens&auml;tze als abnutzbare, bewegliche Wirtschaftsg&uuml;ter zu behandeln. Dar&uuml;ber hinaus seien der Erwerb und die Ver&auml;u&szlig;erung digitaler Daten wesentliche Elemente des heutigen Wirtschaftslebens. Auch die Insolvenzschuldnerin habe die Absicht gehabt, die erworbenen Datenbest&auml;nde zu vervielf&auml;ltigen und an einen breiten Kundenkreis zu ver&auml;u&szlig;ern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen weiche das angefochtene Urteil von der Entscheidung des III.&nbsp;Senats in BFHE 223, 567, BStBl II 2009, 421 faktisch ab. Die im Streitfall vorliegenden Geodaten seien Endprodukte, die lediglich auf Kundenw&uuml;nsche hin kombiniert und konfektioniert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet und durch Beschluss zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 FGO). Die vom Kl&auml;ger geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Rechtssache ist nicht grunds&auml;tzlich bedeutsam. Eine Rechtsfrage hat grunds&auml;tzliche Bedeutung, wenn ihre Beantwortung durch den BFH aus Gr&uuml;nden der Rechtssicherheit, der Rechtseinheitlichkeit oder der Rechtsentwicklung im allgemeinen Interesse liegt. Dabei soll es sich um eine aus rechtssystematischen Gr&uuml;nden bedeutsame Frage handeln, die kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im zu erwartenden Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig sein muss (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;M&auml;rz 2011 X&nbsp;B&nbsp;151\/10, BFH\/NV 2011, 1165, m.w.N.). Ein im allgemeinen Interesse liegendes Bed&uuml;rfnis nach Kl&auml;rung einer Rechtsfrage ist gegeben, wenn sich diese Frage nicht ohne Weiteres aus dem Gesetz beantworten l&auml;sst, wenn sie nicht bereits durch die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung hinreichend gekl&auml;rt ist oder wenn neue Gesichtspunkte zu Unsicherheiten in der Beantwortung der Rechtsfrage f&uuml;hren und eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung durch den BFH erforderlich machen (BFH-Beschluss vom 26.&nbsp;Februar 2014 III&nbsp;B&nbsp;123\/13, BFH\/NV 2014, 823).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die vom Kl&auml;ger als kl&auml;rungsbed&uuml;rftig angesehene Rechtsfrage, ob bewegliche Wirtschaftsg&uuml;ter i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 InvZulG 1999 auf k&ouml;rperliche Gegenst&auml;nde beschr&auml;nkt seien oder auch digitale Daten umfassen k&ouml;nnten, verleiht der Rechtssache keine grunds&auml;tzliche Bedeutung. Denn die Rechtsfrage ist durch die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung hinreichend gekl&auml;rt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) F&uuml;r die Anschaffung und Herstellung abnutzbarer beweglicher Wirtschaftsg&uuml;ter wird nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;2 InvZulG 1999 eine Investitionszulage gew&auml;hrt. Immaterielle Wirtschaftsg&uuml;ter sind keine beweglichen Wirtschaftsg&uuml;ter und investitionszulagenrechtlich nicht beg&uuml;nstigt (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsurteile vom 3.&nbsp;Juli 1987 III&nbsp;R&nbsp;7\/86, BFHE 150, 259, BStBl II 1987, 728, zu Standardsoftware; vom 28.&nbsp;Juli 1994 III&nbsp;R&nbsp;47\/92, BFHE 175, 184, BStBl II 1994, 873, m.w.N., zu Systemsoftware).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats (Urteil in BFHE 223, 567, BStBl II 2009, 421, m.w.N.) sind materielle Wirtschaftsg&uuml;ter k&ouml;rperliche Gegenst&auml;nde wie z.B. Sachanlagen, Grundst&uuml;cke, Geb&auml;ude, Maschinen, maschinelle Anlagen, Kraftfahrzeuge, Betriebsvorrichtungen, Gesch&auml;ftsausstattungen, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Ohne Bedeutung ist, ob es sich dabei um Sachen i.S. des &sect;&nbsp;90 BGB, Bestandteile von Sachen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;93 BGB, oder Zubeh&ouml;r nach &sect;&nbsp;97 BGB handelt. Immaterielle Wirtschaftsg&uuml;ter unterscheiden sich von den materiellen Wirtschaftsg&uuml;tern durch ihre &quot;Unk&ouml;rperlichkeit&quot;; es handelt sich zumeist um &quot;geistige Werte&quot; (z.B. Ideen) und Rechte (Berechtigungen). Immaterielle Wirtschaftsg&uuml;ter sind z.B. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Urheberrechte, Lizenzrechte, aber auch ungesch&uuml;tzte Erfindungen, Software, Rechte aus vertraglichen Wettbewerbsverboten, Belieferungsrechte, Kauf- und Verkaufsoptionen sowie der Gesch&auml;ftswert (BFH-Beschluss vom 4.&nbsp;Dezember 2006 GrS&nbsp;1\/05, BFHE 216, 168, BStBl II 2007, 508, m.w.N.). Der erkennende Senat hat weiterhin bei der Einordnung von Wirtschaftsg&uuml;tern mit materiellen und immateriellen Komponenten, die nicht nur f&uuml;r die Investitionszulage, sondern z.B. auch f&uuml;r das Aktivierungsverbot des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes (EStG), f&uuml;r geringwertige Wirtschaftsg&uuml;ter i.S. des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;2 EStG sowie die Abgrenzung von Lieferungen und sonstigen Leistungen im Umsatzsteuerrecht von Bedeutung ist, vorrangig auf das wirtschaftliche Interesse abgestellt, d.h. wof&uuml;r der Kaufpreis gezahlt wird (Wertrelation) und ob es dem Erwerber &uuml;berwiegend auf den materiellen oder den immateriellen Gehalt ankommt (Senatsurteile in BFHE 223, 567, BStBl II 2009, 421, m.w.N.; in BFHE 154, 573, BStBl II 1989, 160, zu Datentr&auml;gern).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daneben wird auch danach unterschieden, ob der Verk&ouml;rperung eine eigenst&auml;ndige Bedeutung zukommt oder ob sie lediglich als &quot;Tr&auml;ger&quot; den immateriellen Gehalt festhalten soll (Wolffgang, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;C&nbsp;69&nbsp;ff., C&nbsp;76, m.w.N.). Nach diesen Grunds&auml;tzen hat der erkennende Senat in seinem Urteil in BFHE 223, 567, BStBl II 2009, 421 entschieden, dass auf Datentr&auml;gern (hier: CDs) in Form von Zahlenkolonnen gespeicherte Koordinaten des Geb&auml;udebestandes der Bundesrepublik (sog. Geopunkte) immaterielle Wirtschaftsg&uuml;ter sind, f&uuml;r deren Anschaffung keine Investitionszulage gew&auml;hrt wird. Daran &auml;nderte sich auch nichts durch die fehlenden Befehlsstrukturen auf den CDs. Des Weiteren durfte die Kl&auml;gerin in dem dort entschiedenen Fall die Daten auch vervielf&auml;ltigen, entgeltlich Dritten &uuml;berlassen, bearbeiten und &auml;ndern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In &Uuml;bereinstimmung mit diesen Grunds&auml;tzen hat das FG die digitale Luftbildkarte, das Basish&ouml;henmodell und auch die Triangulations-Datens&auml;tze zu Recht nicht als abnutzbare bewegliche Wirtschaftsg&uuml;ter i.S. des &sect;&nbsp;2 InvZulG 1999 eingestuft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die vom erkennenden Senat herausgestellten Grunds&auml;tze haben auch zu einer hinreichenden Kl&auml;rung der Rechtsfrage gef&uuml;hrt, inwieweit digitale Datensammlungen ein immaterielles Wirtschaftsgut und damit nicht zulagebeg&uuml;nstigt sein k&ouml;nnen. Der erkennende Senat sieht auch keine Veranlassung, mit R&uuml;cksicht auf die Entwicklung der Informationstechnologie oder der zunehmenden Digitalisierung im Wirtschaftsleben digitale Datens&auml;tze als zulagenbeg&uuml;nstigte materielle Wirtschaftsg&uuml;ter zu behandeln (vgl. schon BFH-Urteil in BFHE 234, 42, BStBl II 2011, 865).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) An der nach Auffassung des Senats ausreichenden Kl&auml;rung &auml;ndert auch das Urteil des IX.&nbsp;Senats in BFHE 223, 228, BStBl II 2009, 527 sowie die vom Kl&auml;ger angef&uuml;hrte Rechtsprechung des BGH nichts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der IX.&nbsp;Senat hatte im Urteil in BFHE 223, 228, BStBl II 2009, 527 &uuml;ber den Begriff der &quot;Ware&quot; i.S. von &sect;&nbsp;2a Abs.&nbsp;2 EStG f&uuml;r eine Internet-Infrastruktursoftware zu entscheiden. Wegen der unterschiedlichen Begriffe &quot;Ware&quot; in &sect;&nbsp;2a EStG und dem &quot;abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgut&quot; in &sect;&nbsp;2 InvZulG 1999 bestehen hier keine unterschiedlichen Auffassungen. Der Begriff &quot;Ware&quot; ist anders als der Begriff &quot;immaterielles Wirtschaftsgut&quot; im Sinne des InvZulG 1999 auszulegen (Senatsurteil in BFHE 150, 259, BStBl II 1987, 728). Der Begriff &quot;Ware&quot; ist sowohl im allgemeinen als auch im gesetzlichen Sprachgebrauch vieldeutig und keineswegs auf k&ouml;rperliche Gegenst&auml;nde (Sachen) beschr&auml;nkt, so dass sich aus der Bezeichnung eines Wirtschaftsgutes als &quot;Ware&quot; keine zwingenden Schl&uuml;sse auf seine investitionszulagenrechtliche Einordnung als materielles oder immaterielles Wirtschaftsgut ziehen lassen (Senatsurteil in BFHE 150, 259, BStBl II 1987, 728).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit der BGH in seiner Entscheidung in NJW 2007, 2394 davon ausgeht, dass es sich bei der Software um einen k&ouml;rperlichen Gegenstand gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;90 BGB und um eine Ware handelt, f&uuml;hrt dies nicht dazu, die von der st&auml;ndigen Rechtsprechung des BFH getroffene Definition eines immateriellen Wirtschaftsgutes in Frage zu stellen (so schon BFH-Urteil in BFHE 234, 42, BStBl II 2011, 865, mit ausf&uuml;hrlicher Begr&uuml;ndung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegenstand eines Kaufvertrages k&ouml;nnen nach allgemeiner Auffassung nicht nur die in &sect;&nbsp;433 BGB ausdr&uuml;cklich erw&auml;hnten Sachen und Rechte sein, sondern vielmehr verkehrsf&auml;hige G&uuml;ter jeglicher Art wie z.B. ungesch&uuml;tzte Erfindungen, know-how u.&auml;., also immaterielle Werte. Somit kann allein aus einer zivilrechtlichen Qualifikation eines Vertrages als Kaufvertrag kein zwingender R&uuml;ckschluss auf den Gegenstand des Vertrages als materielles oder immaterielles Wirtschaftsgut geschlossen werden (BFH-Urteil in BFHE 150, 259, BStBl II 1987, 728). Wenn der BGH in seinem Urteil in NJW 2007, 2394 die auf einem Datentr&auml;ger verk&ouml;rperte geistige Leistung auch als eine Sache i.S. des &sect;&nbsp;90 BGB ansieht, war ihm sehr wohl bewusst, dass die dem Anwender zur Nutzung des Computerprogramms &uuml;berlassene Werkverk&ouml;rperung vom urheberrechtlich gesch&uuml;tzten Werk zu trennen ist. Er hat aber dieser Trennung keine besondere Bedeutung beigemessen, weil diese Trennung f&uuml;r die Frage, welche Rechtsnatur ein Vertrag hat, keine Rolle spielt (Rz&nbsp;17). Dies ist aber bei der Einordnung von Wirtschaftsg&uuml;tern mit materiellen und immateriellen Komponenten anders. Bei einheitlichen Wirtschaftsg&uuml;tern, die aus materiellen (k&ouml;rperlichen) und immateriellen Elementen bestehen, entscheidet das wirtschaftlich im Vordergrund stehende Element &uuml;ber die Einordnung (st&auml;ndige Rechtsprechung des erkennenden Senats, s. vorstehend unter 1.b; vgl. Senatsurteil vom 22.&nbsp;Oktober 2009 III&nbsp;R&nbsp;14\/07, BFHE 228, 556, BStBl II 2010, 361; FG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 14.&nbsp;August 2012&nbsp;&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;13012\/09, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2012, 2310; Krumm in Bl&uuml;mich, &sect;&nbsp;5 EStG, Rz&nbsp;532, m.w.N.; Anzinger in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;5 EStG Rz&nbsp;1709).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im vorliegenden Verfahren w&auml;re des Weiteren die vom Kl&auml;ger aufgeworfene Frage (unter Hinweis auf das Urteil des Senats in BFHE 223, 567, BStBl II 2009, 421), ob jedenfalls bei B&uuml;chern und Tontr&auml;gern die Vervielf&auml;ltigung und die H&auml;ufigkeit der Materialisierung zu einer Umwandlung in materielle Wirtschaftsg&uuml;ter f&uuml;hren k&ouml;nnen, im Revisionsverfahren nicht kl&auml;rbar. Selbst wenn man diese Frage bejahen w&uuml;rde, erg&auml;be sich hieraus mangels Vergleichbarkeit der Sachverhalte keine &#8211;vom Kl&auml;ger gew&uuml;nschte&#8211; entsprechende Anwendung auf den hier vorliegenden Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der Beurteilung der Frage, ob der materielle oder immaterielle Gehalt des angeschafften oder anzuschaffenden Wirtschaftsgutes &uuml;berwiegt, kommt es entscheidend darauf an, auf welches Wirtschaftsgut sich der Anschaffungsvorgang bezieht (s. vorstehend unter II.1.b). Gerade in der Einr&auml;umung eines uneingeschr&auml;nkten Verwertungsrechts zeigt sich, dass es dem Erwerber um den umfassenden Erwerb (hier) der fl&auml;chendeckenden, geometrisch und farblich homogen gestalteten Luftbilddaten f&uuml;r das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland (DLK) und das Basish&ouml;henmodell, mit denen die fl&auml;chendeckende DLK entzerrt werden konnte (s. Anlagen zu den Kaufvertr&auml;gen), geht. Hierf&uuml;r war die Insolvenzschuldnerin bereit, den erheblichen Kaufpreis zu zahlen. Der Kl&auml;ger tr&auml;gt insoweit vor, dass die Insolvenzschuldnerin die Absicht gehabt habe, die erworbenen Datenbest&auml;nde im regelm&auml;&szlig;igen Gesch&auml;ftsverkehr und in Verfolgung ihres Unternehmensgegenstandes nach entsprechender kundenorientierter Be- und Verarbeitung zu vervielf&auml;ltigen und an einen breiten Kundenkreis zu ver&auml;u&szlig;ern. Die Insolvenzschuldnerin war somit nicht vordergr&uuml;ndig an dem Erwerb der Speichermedien interessiert. Die Datentr&auml;ger dienten lediglich dazu, die geod&auml;sierten Daten zu transportieren und auf einen Computer zu &uuml;bertragen, um sie dann nach den Kundenw&uuml;nschen be- und verarbeiten zu k&ouml;nnen. Eine weitere Funktion oder einen nennenswerten wirtschaftlichen Wert besa&szlig;en die Datentr&auml;ger nicht (vgl. F&ouml;rster, BFH\/PR 2011, 408). Die sp&auml;tere H&auml;ufigkeit der Bearbeitung und Vervielf&auml;ltigung kann daher &#8211;selbst wenn man ihr bei dem Erwerb von digitalisierten B&uuml;chern oder Tontr&auml;gern eine Bedeutung bei der Einordnung zumessen w&uuml;rde&#8211; im Streitfall nicht zu einer Umwandlung in ein materielles Wirtschaftsgut f&uuml;hren (vgl. BFH-Urteil in BFHE 234, 42, BStBl II 2011, 865; vgl. S&auml;chsisches FG, Urteil vom 6.&nbsp;Oktober 2004&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;172\/02, EFG 2005, 1217).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Da es sich bei dem Erfordernis einer Revisionsentscheidung zur Fortbildung des Rechts um einen Unterfall des Zulassungsgrundes der grunds&auml;tzlichen Bedeutung handelt (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 22.&nbsp;August 2011 III&nbsp;B&nbsp;192\/10, BFH\/NV 2011, 2043, und vom 12.&nbsp;August 2013 X&nbsp;B&nbsp;196\/12, BFH\/NV 2013, 1761), ist die Revision auch nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Auch ist eine Entscheidung des BFH zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung wegen Divergenz (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO) nicht erforderlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine Zulassung der Revision zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung setzt voraus, dass das FG bei gleichem oder vergleichbarem Sachverhalt in einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage eine andere Auffassung vertritt als der BFH, das Bundesverfassungsgericht, der Gemeinsame Senat der obersten Gerichtsh&ouml;fe des Bundes, ein anderes oberstes Bundesgericht oder ein anderes FG. Das FG muss seiner Entscheidung einen tragenden abstrakten Rechtssatz zugrunde gelegt haben, der mit den ebenfalls tragenden Rechtsausf&uuml;hrungen in der Divergenzentscheidung des anderen Gerichts nicht &uuml;bereinstimmt. Zur schl&uuml;ssigen Darlegung einer Divergenzr&uuml;ge nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO geh&ouml;rt u.a. eine hinreichend genaue Bezeichnung der vermeintlichen Divergenzentscheidung sowie die Gegen&uuml;berstellung tragender, abstrakter Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen Urteil des FG einerseits und aus den behaupteten Divergenzentscheidungen andererseits, um eine Abweichung deutlich erkennbar zu machen (vgl. Senatsbeschluss vom 10.&nbsp;Mai 2012 X&nbsp;B&nbsp;57\/11, BFH\/NV 2012, 1307, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit der Kl&auml;ger die Ansicht vertritt, dass das FG von der Entscheidung des IX.&nbsp;Senats (Urteil in BFHE 223, 228, BStBl II 2009, 527) abgewichen sei, ist diese Entscheidung weder zu einem vergleichbaren Sachverhalt ergangen, noch ist &uuml;ber dieselbe Rechtsfrage entschieden worden. In der Entscheidung des IX.&nbsp;Senats ging es um die Frage, ob eine auf einem Datentr&auml;ger verk&ouml;rperte Standardsoftware eine &quot;Ware&quot; i.S. des &sect;&nbsp;2a Abs.&nbsp;2 EStG ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 2.6.2014, III B 7\/14 Keine Investitionszulage f&uuml;r Datens&auml;tze als immaterielle Wirtschaftsg&uuml;ter Tatbestand 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) ist Insolvenzverwalter &uuml;ber das Verm&ouml;gen der X-GmbH (Insolvenzschuldnerin). 2&nbsp; Die Insolvenzschuldnerin bet&auml;tigte sich auf dem Gebiet der Geodatenver- und -bearbeitung. Mit Kaufvertr&auml;gen vom 22. und 23.&nbsp;Oktober 2003 erwarb sie eine digitale Luftbildkarte (DLK) &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-7-14-keine-investitionszulage-fuer-datensaetze-als-immaterielle-wirtschaftsgueter\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;B&nbsp;7\/14 &#8211; Keine Investitionszulage f&uuml;r Datens&auml;tze als immaterielle Wirtschaftsg&uuml;ter<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63175","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63175","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63175"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63175\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63175"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63175"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63175"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}