{"id":63178,"date":"2014-08-13T18:07:13","date_gmt":"2014-08-13T16:07:13","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63178"},"modified":"2014-08-13T18:07:13","modified_gmt":"2014-08-13T16:07:13","slug":"ix-b-157-13-bindung-an-das-klagebegehren-ueberschreitung-des-klagebegehrens-bei-entscheidung-ueber-weiteren-bescheid-keine-notwendige-beiladung-der-uebrigen-erwerber-von-eigentumswohnungen-aufteilung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-b-157-13-bindung-an-das-klagebegehren-ueberschreitung-des-klagebegehrens-bei-entscheidung-ueber-weiteren-bescheid-keine-notwendige-beiladung-der-uebrigen-erwerber-von-eigentumswohnungen-aufteilung\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;B&nbsp;157\/13 &#8211; Bindung an das Klagebegehren &#8211; &Uuml;berschreitung des Klagebegehrens bei Entscheidung &uuml;ber weiteren Bescheid &#8211; Keine notwendige Beiladung der &uuml;brigen Erwerber von Eigentumswohnungen &#8211; Aufteilung eines Gesamtkaufpreises"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 10.6.2014, IX B 157\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Bindung an das Klagebegehren &#8211; &Uuml;berschreitung des Klagebegehrens bei Entscheidung &uuml;ber weiteren Bescheid &#8211; Keine notwendige Beiladung der &uuml;brigen Erwerber von Eigentumswohnungen &#8211; Aufteilung eines Gesamtkaufpreises<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Nichtzulassungsbeschwerde, mit der der Beklagte und Beschwerdef&uuml;hrer (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ein Hinausgehen der Vorentscheidung des Finanzgerichts (FG) &uuml;ber das Klagebegehren der Kl&auml;gerin und Beschwerdegegnerin (Kl&auml;gerin) zu 4. geltend macht, ist insoweit begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung des Rechtsstreits an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;6 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;), soweit es die Kl&auml;ger zu 3. und 4. betrifft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat durch sein Urteil, mit dem es die Bescheide gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger zu 3. und die Bescheide gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin zu 4. &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung 1998 bis 2003 vom 27.&nbsp;August 2007, teilweise in Gestalt der ge&auml;nderten Bescheide vom 28.&nbsp;September 2007 und 12.&nbsp;Oktober 2007 und die Einspruchsentscheidungen vom 20.&nbsp;Januar 2010 aufgehoben hat und damit hinsichtlich des Bescheids vom 28.&nbsp;September 2007 f&uuml;r die Wohneinheit A &uuml;ber das Klagebegehren der Kl&auml;gerin zu 4. hinausgegangen ist, die Vorschrift des &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO verletzt. Danach darf das Gericht &uuml;ber das Klagebegehren nicht hinausgehen. Dies stellt einen von Amts wegen zu ber&uuml;cksichtigenden Versto&szlig; gegen die Grundordnung des Verfahrens dar (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 29.&nbsp;Juni 1988 X&nbsp;R&nbsp;27\/87, BFH\/NV 1989, 233; vom 18.&nbsp;Juni 1993 VI&nbsp;R&nbsp;67\/90, BFHE 171, 515, BStBl II 1994, 182; vom 8.&nbsp;August 2013 III&nbsp;R&nbsp;3\/13, BFHE 243, 198). Das angefochtene Urteil beruht insoweit auf einem Verfahrensmangel i.S. von &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ausweislich der Niederschrift der m&uuml;ndlichen Verhandlung hat die Kl&auml;gerin zu 4. lediglich beantragt, die Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Grundlagen f&uuml;r die Einkommensbesteuerung f&uuml;r 1998 bis 2003 vom 27.&nbsp;August 2007, betreffend Wohneinheit B in der Fassung des &Auml;nderungsbescheids vom 12.&nbsp;Oktober 2007 und in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 20.&nbsp;Januar 2010 aufzuheben. Der Kl&auml;ger zu 3. hat laut Niederschrift der m&uuml;ndlichen Verhandlung beantragt, die Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Grundlagen f&uuml;r die Einkommensbesteuerung f&uuml;r 1998 bis 2003 vom 27.&nbsp;August 2007, betreffend Wohneinheit C in der Fassung des &Auml;nderungsbescheids vom 12.&nbsp;Oktober 2007 und in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 20.&nbsp;Januar 2010 aufzuheben. Einw&auml;nde gegen die Richtigkeit des Protokolls wurden nicht erhoben (&sect;&nbsp;94 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;164 der Zivilprozessordnung). Ma&szlig;gebend sind damit diese Antr&auml;ge (vgl. &sect;&nbsp;92 Abs.&nbsp;3 FGO), die auch der BFH als Revisionsgericht auslegen kann (vgl. BFH-Urteil vom 28.&nbsp;Juli 1987 VII&nbsp;R&nbsp;14\/84, BFH\/NV 1988, 241). Die Klageantr&auml;ge sind aber nicht dahin zu verstehen, dass die Kl&auml;ger zu 3. oder zu 4. die Aufhebung der &quot;Bescheide vom 28.&nbsp;September 2007&quot; begehren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Da aus der Vorentscheidung nicht ersichtlich ist, ob sich die Aufhebung der &quot;Bescheide vom 28.&nbsp;September 2007&quot; auf den Kl&auml;ger zu 3. oder die Kl&auml;gerin zu 4. bezieht, ist das Urteil insoweit verfahrensfehlerhaft, als es die Kl&auml;ger zu 3. und zu 4. betrifft. Der Senat h&auml;lt es f&uuml;r sachgerecht, gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;6 FGO die Vorentscheidung wegen des Verfahrensfehlers aufzuheben und den Rechtsstreit zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen, soweit das FG-Urteil die Kl&auml;ger zu 3. und zu 4. betrifft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Im &Uuml;brigen ist die Nichtzulassungsbeschwerde unbegr&uuml;ndet und deshalb zur&uuml;ckzuweisen. Die vom FA geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde sind nicht gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2&nbsp;&nbsp;2.&nbsp;Alternative FGO ist die Revision nur zuzulassen, wenn die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung, insbesondere im Fall einer Divergenz, eine Entscheidung des BFH erfordert. Eine Divergenz kann nur vorliegen, wenn das FG bei einem gleichen, vergleichbaren oder gleichgelagerten Sachverhalt in ein und derselben entscheidungserheblichen Rechtsfrage eine von einer Entscheidung des BFH oder des Bundesverfassungsgerichts abweichende Rechtsauffassung vertritt (z.B. BFH-Beschluss vom 15.&nbsp;Dezember 2005 IX&nbsp;B&nbsp;98\/05, BFH\/NV 2006, 768). Hieran fehlt es im Streitfall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Besteht das erworbene Verm&ouml;gen (hier Erwerb von Wohnungen) aus unterschiedlichen Wirtschaftsg&uuml;tern (Grund und Boden sowie Geb&auml;ude), so ist ein daf&uuml;r gezahlter Gesamtkaufpreis auf die unterschiedlichen Wirtschaftsg&uuml;ter aufzuteilen. Dabei ist eine von den Vertragsparteien vorgenommene Aufteilung des Kaufpreises auf einzelne Wirtschaftsg&uuml;ter grunds&auml;tzlich der Besteuerung zugrunde zu legen (vgl. BFH-Urteile vom 18.&nbsp;Januar 2006 IX&nbsp;R&nbsp;34\/05, BFH\/NV 2006, 1634; vom 10.&nbsp;Oktober 2000 IX&nbsp;R&nbsp;86\/97, BFHE 193, 326, BStBl II 2001, 183, m.w.N.). Diese Grunds&auml;tze gelten &#8211;worauf die Kl&auml;ger und Beschwerdegegner zu Recht hinweisen&#8211; auch f&uuml;r F&auml;lle der Ermittlung der Bemessungsgrundlage nach dem F&ouml;rdergebietsgesetz &#8211;F&ouml;GbG&#8211; (hier: &sect;&nbsp;3 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 F&ouml;GbG). Allerdings sind f&uuml;r Zwecke der Verg&uuml;nstigung die Aufwendungen f&uuml;r Modernisierungsma&szlig;nahmen und andere nachtr&auml;gliche Herstellungsarbeiten &quot;wie ein selbst&auml;ndiges unbewegliches Wirtschaftsgut&quot; zu behandeln (vgl. BFH-Beschluss vom 24.&nbsp;Januar 2007 IX&nbsp;B&nbsp;84\/06, BFH\/NV 2007, 1104, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Von diesen Grunds&auml;tzen ist auch das FG ausgegangen und hat f&uuml;r die Ermittlung der Bemessungsgrundlage die von den Vertragsparteien in den Kaufvertr&auml;gen vorgenommene Aufteilung des Gesamtkaufpreises auf die einzelnen Wirtschaftsg&uuml;ter (Grundst&uuml;ck, Altbausubstanz und Modernisierung) zugrunde gelegt. Nach Ansicht des FG bestanden keine nennenswerten Bedenken gegen die vorgenommene Kaufpreisaufteilung. Die Wohneinheiten wurden deutlich &uuml;ber dem Preis weiterver&auml;u&szlig;ert, den der Bautr&auml;ger zuvor als Kaufpreis f&uuml;r das noch ungeteilte Mietwohnhausgrundst&uuml;ck entrichtet hatte. Das FG hat auch keine Anhaltspunkte erkennen k&ouml;nnen, dass gesellschaftsrechtliche Beziehungen zwischen der Verk&auml;uferin und den K&auml;ufern bestehen. Weicht somit die Vorentscheidung nicht von den h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechungsgrunds&auml;tzen ab, kommt es auf eine (m&ouml;gliche) Abweichung von einem anderen FG-Urteil nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine Rechtssache hat grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. von &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO, wenn die f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;gebliche Rechtsfrage im allgemeinen Interesse kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im konkreten Streitfall auch kl&auml;rungsf&auml;hig ist (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2007, 1104, m.w.N.). Das ist vorliegend nicht der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Grunds&auml;tze der Aufteilung eines einheitlichen Kaufpreises auf Grund und Boden sowie Geb&auml;ude sind auch f&uuml;r den Bereich des F&ouml;rdergebietsgesetzes h&ouml;chstrichterlich gekl&auml;rt (s. dazu BFH-Beschluss vom 17.&nbsp;M&auml;rz 2008 IX&nbsp;B&nbsp;172\/07, BFH\/NV 2008, 1147, und die unter 2.a zitierte Rechtsprechung des BFH). Die vom FA in diesem Zusammenhang aufgeworfene Frage, ob &quot;erkennbare Zweifel&quot; gegen die von den Vertragsparteien vorgenommene Aufteilung eines Gesamtkaufpreises auf verschiedene Wirtschaftsg&uuml;ter bestehen k&ouml;nnen, wenn die Voraussetzungen der &sect;&sect;&nbsp;41, 42 der Abgabenordnung (AO) nicht vorliegen, bedarf ebenfalls keiner Kl&auml;rung. Es handelt sich hierbei um eine den jeweiligen Einzelfall betreffende W&uuml;rdigung des FG als Tatsacheninstanz (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 16.&nbsp;September 2002 IX&nbsp;B&nbsp;35\/02, BFH\/NV 2003, 40, unter 2. a.E.; vom 26.&nbsp;August 2008 IX&nbsp;B&nbsp;63\/08, juris).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den mit Verfahrensr&uuml;gen nicht angegriffenen und damit den Senat bindenden tats&auml;chlichen Feststellungen des FG (vgl. &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) bestanden im Streitfall keine nennenswerten Zweifel an der in den Kaufvertr&auml;gen vorgenommenen Aufteilung des Gesamtkaufpreises.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der vom FA behauptete Verfahrensfehler (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO) &#8211;es fehle an einer notwendigen Beiladung&#8211; liegt nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die R&uuml;ge, das FG habe es verfahrensfehlerhaft unterlassen, die &uuml;brigen am Feststellungsverfahren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;2 AO i.V.m. der Verordnung zu &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;2 AO beteiligten Erwerber zum Verfahren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 FGO notwendig beizuladen, ist jedenfalls unbegr&uuml;ndet. Denn eine notwendige Beiladung der &uuml;brigen Erwerber von Wohneinheiten in dem Mehrparteienhaus konnte unterbleiben, weil die Feststellungen keine gemeinschaftlichen Besteuerungsgrundlagen betreffen (vgl. Frotscher in Schwarz, AO, &sect;&nbsp;180 Rz&nbsp;176a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die im Wege der Einzelbekanntgabe mitgeteilten und festgestellten Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die einzelnen Objekte (hier die Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Sonderabschreibungen nach dem F&ouml;rdergebietsgesetz und die lineare Absetzung f&uuml;r Abnutzung nach &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes) richten sich in der Sache nur an die Eigent&uuml;mer der jeweiligen Wohnung. Nur sie k&ouml;nnen nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 F&ouml;GbG die Steuerverg&uuml;nstigung beanspruchen (vgl. BFH-Urteil vom 25.&nbsp;Juni 2009 IX&nbsp;R&nbsp;56\/08, BFHE 226, 193, BStBl II 2010, 202). Eine notwendige Beiladung der nicht klagenden &uuml;brigen Erwerber von Wohneinheiten war daher nicht geboten, weil sie von dem Ausgang des Rechtsstreits unter keinem denkbaren Gesichtspunkt rechtlich betroffen sind (vgl. BFH-Urteil vom 9.&nbsp;Februar 2011 IV&nbsp;R&nbsp;37\/08, BFH\/NV 2011, 1120). Der Sachverhalt im Beschwerdefall ist damit &#8211;entgegen der Auffassung des FA&#8211; nicht vergleichbar mit den dem Urteil des BFH vom 27.&nbsp;Juni 1995 IX&nbsp;R&nbsp;123\/92 (BFHE 178, 108, BStBl II 1995, 763) und dem Beschluss des BFH vom 18.&nbsp;Mai 1998 V&nbsp;B&nbsp;91\/97 (BFH\/NV 1999, 48) zugrunde liegenden Konstellationen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Soweit sich die Ausf&uuml;hrungen des FA in seiner Beschwerdebegr&uuml;ndung gegen die materielle Richtigkeit der angefochtenen Entscheidung richten, wird damit keiner der in &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO abschlie&szlig;end aufgef&uuml;hrten Zulassungsgr&uuml;nde dargetan, sondern nur, dass das FG nach Auffassung des FA falsch entschieden habe. Die R&uuml;ge fehlerhafter Rechtsanwendung vermag die Zulassung der Revision gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO grunds&auml;tzlich nicht zu begr&uuml;nden (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 6.&nbsp;November 2008 XI&nbsp;B&nbsp;172\/07, BFH\/NV 2009, 617; vom 1.&nbsp;April 2011 XI&nbsp;B&nbsp;75\/10, BFH\/NV 2011, 1372, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung des Beschlusses sieht der Senat ab (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz 2&nbsp;FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Soweit die Beschwerde begr&uuml;ndet ist, wird dem FG die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Beschwerdeverfahrens nach &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO &uuml;bertragen. Im &Uuml;brigen hat das FA die Kosten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO zu tragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 10.6.2014, IX B 157\/13 Bindung an das Klagebegehren &#8211; &Uuml;berschreitung des Klagebegehrens bei Entscheidung &uuml;ber weiteren Bescheid &#8211; Keine notwendige Beiladung der &uuml;brigen Erwerber von Eigentumswohnungen &#8211; Aufteilung eines Gesamtkaufpreises Gr&uuml;nde 1&nbsp; 1. Die Nichtzulassungsbeschwerde, mit der der Beklagte und Beschwerdef&uuml;hrer (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ein Hinausgehen der Vorentscheidung des Finanzgerichts (FG) &uuml;ber &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-b-157-13-bindung-an-das-klagebegehren-ueberschreitung-des-klagebegehrens-bei-entscheidung-ueber-weiteren-bescheid-keine-notwendige-beiladung-der-uebrigen-erwerber-von-eigentumswohnungen-aufteilung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IX&nbsp;B&nbsp;157\/13 &#8211; Bindung an das Klagebegehren &#8211; &Uuml;berschreitung des Klagebegehrens bei Entscheidung &uuml;ber weiteren Bescheid &#8211; Keine notwendige Beiladung der &uuml;brigen Erwerber von Eigentumswohnungen &#8211; Aufteilung eines Gesamtkaufpreises<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-63178","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63178","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63178"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63178\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63178"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63178"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63178"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}