{"id":63331,"date":"2014-09-03T18:56:41","date_gmt":"2014-09-03T16:56:41","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=63331"},"modified":"2014-09-03T18:56:41","modified_gmt":"2014-09-03T16:56:41","slug":"iv-r-26-11-keine-rueckstellung-fuer-die-ausschliesslich-gesellschaftsvertraglich-begruendete-pflicht-zur-pruefung-des-jahresabschlusses","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-26-11-keine-rueckstellung-fuer-die-ausschliesslich-gesellschaftsvertraglich-begruendete-pflicht-zur-pruefung-des-jahresabschlusses\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;26\/11 &#8211; Keine R&uuml;ckstellung f&uuml;r die ausschlie&szlig;lich gesellschaftsvertraglich begr&uuml;ndete Pflicht zur Pr&uuml;fung des Jahresabschlusses"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.6.2014, IV R 26\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine R&uuml;ckstellung f&uuml;r die ausschlie&szlig;lich gesellschaftsvertraglich begr&uuml;ndete Pflicht zur Pr&uuml;fung des Jahresabschlusses<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>F&uuml;r die Verpflichtung zur Pr&uuml;fung des Jahresabschlusses einer Personenhandelsgesellschaft darf eine R&uuml;ckstellung nicht gebildet werden, wenn diese Verpflichtung ausschlie&szlig;lich durch den Gesellschaftsvertrag begr&uuml;ndet worden ist.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Zwischen den Beteiligten ist streitig, ob die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) R&uuml;ckstellungen f&uuml;r die Pr&uuml;fung ihrer Jahresabschl&uuml;sse bilden durfte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin, eine KG, ist mit Gesellschaftsvertrag vom &#8230; 1975 gegr&uuml;ndet worden. In &sect;&nbsp;8 Nr.&nbsp;1 des Gesellschaftsvertrages hei&szlig;t es, dass die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung den Jahresabschluss bis zum 15.&nbsp;Mai des nachfolgenden Gesch&auml;ftsjahres aufzustellen habe und der Jahresabschluss von einem Angeh&ouml;rigen der wirtschafts- oder steuerberatenden Berufe, auf den sich die Gesellschafter einigen, zu pr&uuml;fen sei. Ihre Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb ermittelte die Kl&auml;gerin in den Jahren 2001 bis 2004 (Streitjahre) durch Gewinnermittlung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;5 des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r die Streitjahre geltenden Fassung (EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den den Steuererkl&auml;rungen f&uuml;r die Streitjahre beigef&uuml;gten Jahresabschl&uuml;ssen bildete die Kl&auml;gerin jeweils eine R&uuml;ckstellung f&uuml;r die Pr&uuml;fung des Jahresabschlusses, und zwar in ihrer Bilanz zum 31.&nbsp;Dezember 2001 in H&ouml;he von 20.000&nbsp;DM, in ihrer Bilanz zum 31.&nbsp;Dezember 2002 in H&ouml;he von 9.000&nbsp;EUR, in ihrer Bilanz zum 31.&nbsp;Dezember 2003 in H&ouml;he von 8.500&nbsp;EUR und ihrer Bilanz zum 31.&nbsp;Dezember 2004 in H&ouml;he von 7.000&nbsp;EUR. Ferner l&ouml;ste die Kl&auml;gerin in ihren Bilanzen zum 31.&nbsp;Dezember 2002, zum 31.&nbsp;Dezember 2003 und zum 31.&nbsp;Dezember 2004 die R&uuml;ckstellung aus dem jeweiligen Vorjahr auf, indem sie ihre Aufwendungen f&uuml;r die Pr&uuml;fung ihres Jahresabschlusses nicht erfolgswirksam als Aufwand ber&uuml;cksichtigte, sondern auf dem R&uuml;ckstellungskonto verbuchte und den zur&uuml;ckgestellten Betrag, soweit er den tats&auml;chlichen Aufwand &uuml;berstieg, gewinnerh&ouml;hend erfasste.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) stellte zun&auml;chst erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; die Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin gesondert und einheitlich fest. S&auml;mtliche Bescheide ergingen unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer Au&szlig;enpr&uuml;fung lehnte das FA die Bildung der R&uuml;ckstellung f&uuml;r die Pr&uuml;fung der Jahresabschl&uuml;sse ab und erlie&szlig; entsprechende &Auml;nderungsbescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung der Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb (im Weiteren Gewinnfeststellungsbescheide) f&uuml;r die Streitjahre. Die Nichtanerkennung der Bildung einer R&uuml;ckstellung f&uuml;r die Pr&uuml;fung der Jahresabschl&uuml;sse f&uuml;hrte im Zusammenspiel mit der R&uuml;ckg&auml;ngigmachung der von der Kl&auml;gerin gewinnwirksam vorgenommenen Aufl&ouml;sung der R&uuml;ckstellungen, soweit sie den tats&auml;chlichen Aufwand &uuml;berstiegen, im Jahr 2001 zu einer Gewinnerh&ouml;hung von 20.000&nbsp;DM und in den Jahren 2002 bis 2004 zu einer Gewinnminderung von 1.225,84&nbsp;EUR (2002), 500&nbsp;EUR (2003) und 1.500&nbsp;EUR (2004).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach erfolglos durchgef&uuml;hrtem Einspruchsverfahren erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) als unbegr&uuml;ndet ab. Zur Begr&uuml;ndung hat das FG im Wesentlichen ausgef&uuml;hrt, die Zul&auml;ssigkeit der Klage sei auch f&uuml;r die Streitjahre 2002 bis 2004 zu bejahen, obgleich die Kl&auml;gerin f&uuml;r diese Streitjahre begehrt habe, ihre Verluste aus Gewerbebetrieb zu vermindern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin habe in ihren Bilanzen zum 31.&nbsp;Dezember der jeweiligen Streitjahre keine R&uuml;ckstellung f&uuml;r die Pr&uuml;fung ihres Jahresabschlusses bilden k&ouml;nnen. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;249 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Handelsgesetzbuchs in der f&uuml;r die Streitjahre geltenden Fassung (HGB), der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG auch f&uuml;r die Steuerbilanz gelte, sei eine R&uuml;ckstellung nur f&uuml;r sog. Au&szlig;enverpflichtungen zu bilden. Nicht erfasst w&uuml;rden Innenverpflichtungen, d.h. Verpflichtungen, die sich der Kaufmann selbst auferlegt habe. Im Streitfall l&auml;ge nur eine nicht r&uuml;ckstellungsf&auml;hige Innenverpflichtung vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar seien nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) im Jahresabschluss R&uuml;ckstellungen f&uuml;r die gesetzliche Verpflichtung zur Pr&uuml;fung des Jahresabschlusses zu bilden. Im Streitfall sei die Kl&auml;gerin aber nicht gesetzlich verpflichtet gewesen, ihre Jahresabschl&uuml;sse pr&uuml;fen zu lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch aus &sect;&nbsp;8 Nr.&nbsp;1 des Gesellschaftsvertrages ergebe sich keine privatrechtliche Au&szlig;enverpflichtung der Kl&auml;gerin. Die im Gesellschaftsvertrag geregelte Pr&uuml;fung der Jahresabschl&uuml;sse stelle keine Au&szlig;enverpflichtung i.S. des &sect;&nbsp;249 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 HGB, sondern eine gesellschaftsinterne Regelung dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem d&uuml;rfte f&uuml;r die gesetzlich nicht angeordnete Pr&uuml;fung eine R&uuml;ckstellung auch deshalb nicht gebildet werden, da sie wirtschaftlich nicht im jeweils abgelaufenen Wirtschaftsjahr verursacht worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die vollst&auml;ndigen Urteilsgr&uuml;nde sind in Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 1868 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts (&sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;249 Abs.&nbsp;1 Satz 1 HGB).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall best&uuml;nde eine Pflicht, eine R&uuml;ckstellung f&uuml;r die Kosten der Jahresabschlusspr&uuml;fung zu bilden, da die Kl&auml;gerin zur Durchf&uuml;hrung der Pr&uuml;fung auf Grund einer privatrechtlichen Vereinbarung, hier &sect;&nbsp;8 des Gesellschaftsvertrages, verpflichtet gewesen sei. Es handele sich bei dieser Regelung nicht um eine Innenverpflichtung, sondern um eine Verpflichtung gegen&uuml;ber Dritten, hier den Gesellschaftern. Die Kl&auml;gerin als Personenhandelsgesellschaft sei ein eigenst&auml;ndiges Rechtssubjekt, ihr st&uuml;nde auch die Kaufmannseigenschaft gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 HGB zu. Die Rechtstr&auml;gereigenschaft der Personenhandelsgesellschaft werde auch im Steuerrecht anerkannt. Deshalb w&uuml;rden auch schuldrechtliche Rechtsbeziehungen zwischen der Personenhandelsgesellschaft und den Gesellschaftern anerkannt. Letztere seien daher im Hinblick auf die gesellschaftsvertraglich begr&uuml;ndete Pflicht der Kl&auml;gerin zur Pr&uuml;fung des Jahresabschlusses als Dritte zu qualifizieren, die diesen Anspruch auch mittels Klage durchsetzen k&ouml;nnten. Da die Durchf&uuml;hrung der Pr&uuml;fung des Jahresabschlusses auch einklagbar sei, m&uuml;sse mit der Inanspruchnahme auch ernsthaft gerechnet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ausgehend von der gesellschaftsvertraglichen Verpflichtung im Au&szlig;enverh&auml;ltnis sei auch die wirtschaftliche Verursachung zum jeweiligen Bilanzstichtag zu bejahen. Es k&ouml;nne insoweit n&auml;mlich kein Unterschied bestehen, ob die Verpflichtung zur Pr&uuml;fung des Jahresabschlusses auf einer gesetzlichen oder auf einer privaten Verpflichtung beruhe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unzutreffend sei auch die Annahme des FA, dass die Pr&uuml;fung der Aufstellung des Abschlusses nachgelagert und lediglich der Beschlussfassung &uuml;ber die Feststellung des Jahresabschlusses vorgeschaltet sei. In der Praxis sei es n&auml;mlich nicht un&uuml;blich, dass die Pr&uuml;fung auch dazu diene, feststellen zu lassen, ob der selbst aufgestellte Jahresabschluss ordnungsgem&auml;&szlig; erstellt worden sei. Teilweise werde der Wirtschaftspr&uuml;fer neben der Pr&uuml;fung auch mit der (teilweisen) Erstellung des Jahresabschlusses beauftragt. Die Pr&uuml;fung erfolge dann im Rahmen des Jahresabschlusses. F&uuml;r s&auml;mtliche Kosten der T&auml;tigkeit des Pr&uuml;fers sei daher eine R&uuml;ckstellung zu bilden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt (sinngem&auml;&szlig;),<br \/>die Vorentscheidung und die Einspruchsentscheidung vom 11.&nbsp;Mai 2009 aufzuheben und die Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung der Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die Jahre 2001 bis 2004, allesamt vom 16.&nbsp;Juni 2008, dahingehend zu &auml;ndern, dass die Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb f&uuml;r das Jahr 2001 um 20.000&nbsp;DM gemindert sowie f&uuml;r das Jahr 2002 um 1.225,84&nbsp;EUR, f&uuml;r das Jahr 2003 um 500&nbsp;EUR und f&uuml;r das Jahr 2004 um 1.500&nbsp;EUR erh&ouml;ht werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt (sinngem&auml;&szlig;),<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus der gesellschaftsvertraglichen Vereinbarung der Pr&uuml;fung des Jahresabschlusses ergebe sich keine r&uuml;ckstellungspflichtige Au&szlig;enverpflichtung. Auch sei der Jahresabschluss nicht von der Kl&auml;gerin, sondern von den Prozessbevollm&auml;chtigten erstellt worden. Diese h&auml;tten den Jahresabschluss ausweislich der vorliegenden Rechnung sodann auch gepr&uuml;ft. Im &Uuml;brigen verweist das FA auf die Ausf&uuml;hrungen der Vorentscheidung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zu Recht &#8211;und vom FA nicht beanstandet&#8211; hat das FG die Zul&auml;ssigkeit der Klage auch im Hinblick auf die Gewinnfeststellungsbescheide der Jahre 2002 bis 2004 bejaht, obgleich die vom FA vorgenommene Gewinnermittlung f&uuml;r diese Jahre zur Feststellung niedrigerer Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb gef&uuml;hrt hat. Es ist anerkannt, dass ein Steuerpflichtiger durch eine zu niedrige Steuerfestsetzung oder durch eine zu niedrige Feststellung der Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 FGO in seinen Rechten verletzt sein kann, wenn die Festsetzung einer zu niedrigen Steuer oder die Feststellung zu niedriger Eink&uuml;nfte Folge eines Bilanzansatzes ist, der sich in vorhergehenden Veranlagungszeitr&auml;umen zu Ungunsten des Steuerpflichtigen ausgewirkt hat (BFH-Urteil vom 24.&nbsp;Oktober 2006 I&nbsp;R&nbsp;2\/06, BFHE 215, 230, BStBl II 2007, 469; BFH-Beschluss vom 9.&nbsp;September 2005 IV&nbsp;B&nbsp;6\/04, BFH\/NV 2006, 22). Dies ist hier der Fall; denn die niedrigere Feststellung der Gewinne f&uuml;r 2002 bis 2004 ist Folge der Aufl&ouml;sung der R&uuml;ckstellung, die f&uuml;r das vorhergehende Jahr 2001 zu einer h&ouml;heren Feststellung der Eink&uuml;nfte gef&uuml;hrt hat. Die Kl&auml;gerin konnte deshalb auch die Gewinnfeststellungen 2002 bis 2004 in ihr Klagebegehren einbeziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Zu Recht ist das FG davon ausgegangen, dass f&uuml;r die Pr&uuml;fung der Jahresabschl&uuml;sse in den Bilanzen der Streitjahre keine R&uuml;ckstellung gebildet werden durfte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;249 Abs.&nbsp;1 Satz 1 HGB sind in der Handelsbilanz R&uuml;ckstellungen f&uuml;r ungewisse Verbindlichkeiten zu bilden. Das handelsrechtliche Passivierungsgebot f&uuml;r Verbindlichkeitsr&uuml;ckstellungen geh&ouml;rt zu den Grunds&auml;tzen ordnungsgem&auml;&szlig;er Buchf&uuml;hrung und gilt nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG auch f&uuml;r die Steuerbilanz (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 3.&nbsp;Februar 1969 GrS&nbsp;2\/68, BFHE 95, 31, BStBl II 1969, 291, unter II.3.a; BFH-Urteile vom 8.&nbsp;September 2011 IV&nbsp;R&nbsp;5\/09, BFHE 235, 241, BStBl II 2012, 122, Rz&nbsp;11, sowie vom 17.&nbsp;Oktober 2013 IV&nbsp;R&nbsp;7\/11, BFHE 243, 256, BStBl II 2014, 302, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Voraussetzung f&uuml;r die Bildung einer R&uuml;ckstellung f&uuml;r ungewisse Verbindlichkeiten ist das Bestehen einer nur ihrer H&ouml;he nach ungewissen Verbindlichkeit oder die hinreichende Wahrscheinlichkeit des k&uuml;nftigen Entstehens einer Verbindlichkeit dem Grunde nach &#8211;deren H&ouml;he zudem ungewiss sein kann&#8211; sowie ihre wirtschaftliche Verursachung in der Zeit vor dem Bilanzstichtag. Als weitere Voraussetzung muss der Schuldner ernsthaft mit seiner Inanspruchnahme rechnen. Zudem darf es sich bei den Aufwendungen nicht um (nachtr&auml;gliche) Herstellungs- oder Anschaffungskosten eines Wirtschaftsguts handeln (BFH-Urteil in BFHE 243, 256, BStBl II 2014, 302).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Des Weiteren setzt das Bestehen einer Verbindlichkeit den Anspruch eines Dritten im Sinne einer Au&szlig;enverpflichtung voraus, die erzwingbar ist (BFH-Urteile vom 8.&nbsp;November 2000 I&nbsp;R&nbsp;6\/96, BFHE 193, 399, BStBl II 2001, 570, und vom 29.&nbsp;November 2007 IV&nbsp;R&nbsp;62\/05, BFHE 220, 85, BStBl II 2008, 557). Au&szlig;enverpflichtung i.S. des &sect;&nbsp;249 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 HGB meint grunds&auml;tzlich eine Schuld gegen&uuml;ber einer dritten Person. Der Dritte als Gl&auml;ubiger muss deshalb regelm&auml;&szlig;ig einen Anspruch i.S. des &sect;&nbsp;194 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs gegen den Steuerpflichtigen haben; der Dritte muss also das Recht haben, vom Steuerpflichtigen ein bestimmtes Tun oder Unterlassen verlangen zu k&ouml;nnen (Hoffmann\/L&uuml;denbach, NWB Kommentar Bilanzierung, 5.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;249 Rz&nbsp;10). Ausreichend ist allerdings auch ein faktischer Leistungszwang, dem sich der Steuerpflichtige aus sittlichen, tats&auml;chlichen oder wirtschaftlichen Gr&uuml;nden nicht entziehen kann, obwohl keine Rechtspflicht zur Leistung besteht (u.a. BFH-Urteile vom 29.&nbsp;November 2000 I&nbsp;R&nbsp;87\/99, BFHE 194, 57, BStBl II 2002, 655, und vom 10.&nbsp;Januar 2007 I&nbsp;R&nbsp;53\/05, BFH\/NV 2007, 1102).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Von den R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Au&szlig;enverpflichtungen abzugrenzen sind Aufwandsr&uuml;ckstellungen, denen keine Verpflichtung gegen&uuml;ber einem Dritten zugrunde liegt. In der Steuerbilanz sind Aufwandsr&uuml;ckstellungen unzul&auml;ssig (nunmehr auch in der Handelsbilanz gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;249 Abs.&nbsp;2 HBG i.d.F. des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes vom 25.&nbsp;Mai 2009, BGBl 2009, 1102), soweit nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;249 Abs.&nbsp;1 Satz 2 Nr.&nbsp;1 HGB handelsrechtlich eine Passivierungspflicht besteht (vgl. BFH-Urteil in BFHE 220, 85, BStBl II 2008, 557, m.w.N.). Die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;249 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 HGB (unterlassene Instandhaltung mit dreimonatiger und Abraumbeseitigung mit einj&auml;hriger Nachholfrist) sind im Streitfall offensichtlich nicht erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ausgehend von diesen Grunds&auml;tzen lagen die Voraussetzungen f&uuml;r die Bildung einer R&uuml;ckstellung f&uuml;r die Pr&uuml;fung der Jahresabschl&uuml;sse zu den hier streitigen Bilanzstichtagen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zwischen den Beteiligten ist nicht streitig, dass eine gesetzliche (&ouml;ffentlich-rechtliche) Verpflichtung zur Pr&uuml;fung der Jahresabschl&uuml;sse weder nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Publizit&auml;tsgesetzes noch nach den Vorschriften des HGB, insbesondere &sect;&nbsp;264a Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;316&nbsp;ff. HGB, bestanden hat. Der Senat teilt diese Auffassung und sieht deshalb von weiteren Ausf&uuml;hrungen ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die in &sect;&nbsp;8 Nr.&nbsp;1 des Gesellschaftsvertrages vorgesehene Verpflichtung zur Pr&uuml;fung des Jahresabschlusses rechtfertigt die Bildung einer R&uuml;ckstellung ebenfalls nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;8 Nr.&nbsp;1 Satz 2 des Gesellschaftsvertrages ist der Jahresabschluss, der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 Nr.&nbsp;1 Satz 1 des Gesellschaftsvertrages von der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung bis zum 15.&nbsp;Mai des nachfolgenden Gesch&auml;ftsjahres aufzustellen ist, von einem Angeh&ouml;rigen der wirtschafts- oder steuerberatenden Berufe, auf den sich die Gesellschafter einigen, zu pr&uuml;fen. Diese Pr&uuml;fung dient, wie sich &sect;&nbsp;8 Nrn.&nbsp;2 und 3 des Gesellschaftsvertrages entnehmen l&auml;sst, als Grundlage f&uuml;r die Feststellung des Jahresabschlusses durch die Gesellschafterversammlung. Der gepr&uuml;fte Jahresabschluss bildet sodann seinerseits die Grundlage u.a. f&uuml;r die von der Gesellschafterversammlung zu treffenden Gewinnverwendungsbeschl&uuml;sse.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die gesellschaftsvertragliche Verpflichtung zur Pr&uuml;fung des Jahresabschlusses beruht allerdings ausschlie&szlig;lich auf einer freiwilligen gesellschaftsinternen Vereinbarung. Diese regelt die besonderen formalen Anforderungen, die der Jahresabschluss &uuml;ber die gesetzlichen Anforderungen hinaus erf&uuml;llen muss. Durch die formalisierte Pr&uuml;fungsverpflichtung durch einen objektiven Dritten werden im Ergebnis die Kontrollrechte und Anspr&uuml;che der einzelnen Gesellschafter gest&auml;rkt. Die Selbstverpflichtung dient damit ausschlie&szlig;lich dem einzelnen Gesellschafter. Der aus dem Gesellschaftsvertrag dem einzelnen Gesellschafter erwachsene Anspruch auf Durchf&uuml;hrung des formalisierten Pr&uuml;fungsverfahrens kann naturgem&auml;&szlig; nur innerhalb des Gesellschafterverbundes geltend gemacht und durchgesetzt werden. Er stellt daher keine Au&szlig;enverpflichtung i.S. des &sect;&nbsp;249 HGB dar (ebenso D&ouml;llerer, Deutsche Steuer-Zeitung 1980, 357; Bl&uuml;mich\/Krumm, &sect;&nbsp;5 EStG Rz&nbsp;920 &quot;Jahresabschluss&quot;; Schmidt\/ Weber-Grellet, EStG, 33.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;550 &quot;Jahresabschluss&quot;; Tiedchen in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;5 EStG Rz&nbsp;704 &quot;Jahresabschluss, Buchf&uuml;hrung&quot;; anderer Ansicht Hoffmann\/L&uuml;denbach, NWB Kommentar Bilanzierung, a.a.O., &sect;&nbsp;249 Rz&nbsp;118; Schubert in Beck Bil-Komm., 9.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;249 Rz&nbsp;100 &quot;Jahresabschluss&quot;; Rechnungslegungshinweis des Instituts der Wirtschaftspr&uuml;fer vom 23.&nbsp;Juni 2010 &#8211;IDW&nbsp;RH&#8211; HFA 1.009, IDW-Fachnachrichten 2010, 354, Tz.&nbsp;6).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unerheblich ist, dass der einzelne Gesellschafter die Verpflichtung der Kl&auml;gerin, den Jahresabschluss pr&uuml;fen zu lassen, einklagen kann. Denn die Einklagbarkeit der Verpflichtung ist f&uuml;r sich gesehen nicht geeignet, die freiwillige Selbstverpflichtung als eine Au&szlig;enverpflichtung erscheinen zu lassen, die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;249 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 HGB zur&uuml;ckgestellt werden k&ouml;nnte. Insoweit stehen sich die einzelnen Gesellschafter, denen ein entsprechendes Klagerecht zusteht, und die Personengesellschaft nicht als fremde Dritte i.S. des &sect;&nbsp;249 HGB gegen&uuml;ber.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem steht nicht entgegen, dass eine Personengesellschaft, wie hier die Kl&auml;gerin, zivilrechtlich als selbst&auml;ndiges Rechtssubjekt anerkannt und auch steuerrechtlich die Selbst&auml;ndigkeit (Rechtszust&auml;ndigkeit) der Personengesellschaft jedenfalls partiell anerkannt ist. Die steuerrechtliche Anerkennung der eigenen Rechtszust&auml;ndigkeit der Personengesellschaft hat insbesondere zur Folge, dass schuldrechtliche Beziehungen zwischen der Personengesellschaft und ihren Gesellschaftern anerkannt und wie Gesch&auml;fte unter fremden Dritten behandelt werden, sofern sie einem Fremdvergleich standhalten (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 25.&nbsp;Februar 1991 GrS&nbsp;7\/89, BFHE 163, 1, BStBl II 1991, 691). Zwar ist auch der Gesellschaftsvertrag ein Schuldverh&auml;ltnis, durch den schuldrechtliche Beziehungen zwischen den Gesellschaftern und zwischen Gesellschaftern und Gesellschaft begr&uuml;ndet werden. Durch den Gesellschaftsvertrag werden aber neben, erg&auml;nzend zu oder abweichend von den gesetzlichen Bestimmungen lediglich Rechte und Pflichten im Innenverh&auml;ltnis der Gesellschaft begr&uuml;ndet. Dass die im Gesellschaftsvertrag begr&uuml;ndeten Rechte einklagbar sind, kann nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass die Gesellschafter sich diesen Regelungen freiwillig unterworfen und damit lediglich die Organisationsstruktur f&uuml;r das auf einen gemeinschaftlichen Zweck ausgerichtete Handeln der Gesellschaft festgelegt haben. Davon zu unterscheiden sind die Schuldverh&auml;ltnisse im Au&szlig;enverh&auml;ltnis, in denen die Gesellschaft als Einheit mit dem einzelnen Gesellschafter kontrahiert, wie etwa Kauf-, Darlehens- und Arbeitsvertr&auml;ge. Nur bei diesen Rechtsgesch&auml;ften wird eine Au&szlig;enverpflichtung i.S. des &sect;&nbsp;249 HGB begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Sache ist spruchreif. Das FG hat f&uuml;r den Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindend festgestellt, dass die vom FA nicht anerkannten und hier streitgegenst&auml;ndlichen R&uuml;ckstellungen ausschlie&szlig;lich f&uuml;r die Kosten der Jahresabschlusspr&uuml;fung und nicht f&uuml;r die Kosten der Erstellung des Jahresabschlusses gebildet worden sind. Dies war zwischen den Beteiligten im FG-Verfahren nicht streitig. Soweit das Vorbringen der Kl&auml;gerin im Revisionsverfahren dahin zu verstehen sein sollte, dass die R&uuml;ckstellung im Wesentlichen f&uuml;r die Kosten der Erstellung des Jahresabschlusses gebildet worden sei, weil die Jahresabschlusspr&uuml;fung mit der Aufstellung des Jahresabschlusses verzahnt gewesen sei, handelt es sich um neues tats&auml;chliches Vorbringen, mit dem die Kl&auml;gerin im Revisionsverfahren nicht geh&ouml;rt werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.6.2014, IV R 26\/11 Keine R&uuml;ckstellung f&uuml;r die ausschlie&szlig;lich gesellschaftsvertraglich begr&uuml;ndete Pflicht zur Pr&uuml;fung des Jahresabschlusses Leits&auml;tze F&uuml;r die Verpflichtung zur Pr&uuml;fung des Jahresabschlusses einer Personenhandelsgesellschaft darf eine R&uuml;ckstellung nicht gebildet werden, wenn diese Verpflichtung ausschlie&szlig;lich durch den Gesellschaftsvertrag begr&uuml;ndet worden ist. Tatbestand 1&nbsp; I. 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